Der Kirchenpatron St. Jakobus hat es auch heuer gut gemeint mit seiner Chamer Pfarrgemeinde. Er bescherte ihr bei weitgehend strahlendem Sonnenschein ein gelungenes Patrozinium und Pfarrfest, die beide besondere Höhepunkte aufweisen konnten und „Menschen nah und fern“ zu schönen und unterhaltsamen Stunden zusammenführten.

Unter besonderen Vorzeichen stand bereits der Festgottesdienst am Sonntagvormittag, der mit einem „großen Einzug“ durch Stadtpfarrer Dieter Zinecker, Kaplan Pater Johannes Bosco und vielen Ministranten zum Gesang des „Jakobusliedes“ seinen feierlichen Anfang nahm. Leben und Wirken und vor allem die Pilgerschaft des Hl. Jakobus des Älteren durchzogen auch das weitere Geschehen wie einen roten Faden – und boten gleichzeitig die Brücke zur Verabschiedung mehrerer Persönlichkeiten.

Der Kaplan wird wie bereits berichtet am 1. September seine Wirkungsstätte nach Weiden St. Josef, in die Nähe „seines“ Klosters Speinshart, verlegen. Er wurde in Anschluss an die Eucharistiefeier vom Stadtpfarrer mit freundlichen und humorvollen Worten des Dankes verabschiedet. Pater Johannes trefflich zu würdigen wussten auch die Frauen des Familiengottesdienst-Teams mit Gemeindereferentin Michaela Maier, die in gereimter Form ein praktisches Geschenk „für alle Lebenslagen“ überreichten.

Offiziell Abschied nehmen hieß es auch von einer „Institution“ der Pfarrei: Der seit dem Jahre 1975 in St. Jakob tätige Mesner Raimund Sebald mit Ehefrau Gertraud wird demnächst in den Ruhestand treten. Pfarrer Dieter Zinecker räumte in seiner Ansprache ein, dass die Lebensleistung Sebalds in Worte kaum zu fassen sei, ließ aber dennoch Stationen seiner Zeit Revue passieren und zollte ihm Lob und Dank für ein Höchstmaß an Pflichtbewusstsein und Dienstbereitschaft. Damit sprach er den Gläubigen im weiten Rund offensichtlich aus der Seele, denn diese reagierten spontan: Mit stehenden Ovationen! Ein Mundart-Gedicht von Eva Berzl rundete den Gratulationsreigen bestens ab.

Ganz am Ende des Gottesdienstes vereinten sich alle Stimmen zum Tedeum, nachdem zuvor der Kirchenchor samt Instrumentalisten besondere musikalische Akzente gesetzt hatte.

Das Feiern der weltlichen Art kam gleich anschließend beim Pfarrfest zum Tragen. Schlagartig füllten sich die Bänke auf dem Freigelände beim Hotel am Regenbogen (Kolpinghaus), geschützt von Zeltdach und Pavillon, und die vielen Besucher zeigten auch hier ihre Verbundenheit zur Pfarrgemeinde. Pfarrer Dieter Zinecker ergriff nochmals das Wort zum herzlichen Gruß an alle Gäste, insbesondere an Kaplan und Mesner mit ihren jeweiligen Familienangehörigen, Kaplan Stefan Hackenspiel und eine große Abordnung aus der Nachbarpfarrei St. Josef mit St. Martin. Kirchenpflegerin Martina Altmann schloss sich an, um auch im Namen von Kirchenverwaltung und Pfarrgemeinderat willkommen zu heißen und den Dank an Kaplan und Mesnerehepaar zu richten.

Für das leibliche Wohl war dann reichlich gesorgt und die einsatzfreudigen Helfer an Essensausgabe, Grill und Zapfhahn taten ihr Bestes, wie auch die Tischbedienungen und Küchenhelferinnen. Die Freunde von Kaffee und Kuchen kamen ebenso auf ihre Kosten, denn die vielen Kuchenspenderinnen hatten ein großes Kuchenbuffet gezaubert, das keine Wünsche offen ließ. Die musikalische Umrahmung lag bei Engelbert Eckert in bewährten Händen. Am späteren Nachmittag klang das Festgeschehen langsam aus, und der letzte Dank gebührte dem Schutzpatron.

Die Kinder des Kindergartens St. Jakob in Altenmarkt eröffneten ihr Sommerfest mit der Geschichte von Jens, dem Sohn eines Leuchtturmwärters, der auf seiner Insel am großen Belt ziemlich einsam ist. Er bastelt eine Flaschenpost, wirft sie ins Meer und sie gelangt auf diese Weise um die ganze Welt. Während die Vorschulkinder die Geschichte erzählten, spielten die jüngeren Kinder die einzelnen Stationen des Weges: Wie die Flasche bei den Afrikanern landet, bei den Indianern, bei den Chinesen, den Mexikanern und den Eskimos – und jeder Empfänger schreibt oder malt etwas dazu, bevor er die Flaschenpost weiter auf ihre Reise schickt.

Am Ende gelangt die Flasche wieder zurück zu Jens, der erkennt: Egal wo er auch ist, er hat Freunde auf der ganzen Welt.

Kindergartenleiterin Andrea Niebauer bedankte sich bei allen Mithelfenden und den zahlreichen Gästen und bei Petrus für das stabile Wetter und wünschte allen einen gelungenen Tag. Auch Pfarrer Dieter Zinecker hatte es sich trotz Termindrucks nicht nehmen lassen, die Vorführung seiner Schützlinge zu besuchen.

Auch nach der Aufführung war für die großen und kleinen Gäste einiges geboten: Der Elternbeirat und viele engagierte Eltern sorgten mit einem üppigen Grill- und Kuchenbuffet für das leibliche Wohl und hatte auch wieder eine Tombola organisiert, die dank der Spenden zahlreicher Unternehmen aus der Region mit attraktiven Preisen aufwarten konnte.

Die Erzieherinnen hatten zur Unterhaltung des jungen Publikums wieder einen spannenden Spieleparcour mit zahlreichen Stationen wie „Angeln“, „Pinguinwalk“ oder „Chinesisches Stäbchengeschick“ aufgebaut, den die Kinder begeistert absolvierten.

Unsere Pfarrei St. Jakob lädt am Sonntag, 15. Juli, ab 10 Uhr, ganz herzlich ein zur diesjährigen Feier des Patroziniums und Pfarrfestes. Nicht nur guter Tradition wegen, sondern um unseren Namenspatron St. Jakobus an seinem Festtag (25. Juli), gebührend zu ehren, wollen wir alljährlich auf kirchlicher und auch weltlicher Ebene miteinander feiern – heuer, bedingt durch anderweitige Festivitäten, schon etwas früher als gewohnt.

Den Festgottesdienst in der Pfarrkirche, beginnend um 10 Uhr, wird als Hauptzelebrant Kaplan Pater Johannes Bosco, unterstützt vom Familiengottesdienst-Team, gestalten – aus gegebenem Anlass: Er wird an diesem Tag offiziell verabschiedet, da er Anfang September seine nächste Kaplanstelle in Weiden St. Josef antreten wird, entsprechend dem Wunsch des Abtes von Speinshart, Pater Johannes näher an seinem Kloster zu haben. Verabschiedet wird auch Mesner Raimund Sebald mit Ehefrau Gertraud, die Ende Juli in den Ruhestand treten. Den Gottesdienst musikalisch bereichern wird in bewährter Weise der Kirchenchor samt Instrumentalisten.

Gleich im Anschluss an die kirchliche Feier sind „Alt und Jung“ herzlich eingeladen, zum Pfarrfest am Gelände des Hotels am Regenbogen (Kolpinghaus) zu kommen. Viele Helferinnen und Helfer aus den Reihen unserer Pfarrei werden dort für die Bewirtung der Besucher sorgen, mit allem, was Küche, Grill und Getränkelager zu bieten haben. Für das leibliche Wohl in Form von Kuchen werden die Damen des Frauenbundes an der Kaffee- und Kuchentheke bereit stehen. Alleinunterhalter Engelbert Eckert mit Akkordeon und Gesang wird wie schon im letzten Jahr für die musikalische Umrahmung sorgen. Langjährig bewährt hat sich das Aufstellen von Pavillon und Partyzelt, so dass auch etwaiger Regen der Veranstaltung nichts anhaben könnte.

Wir hoffen und freuen sich schon jetzt darauf, dass möglichst zahlreich von der angebotenen Gastfreundschaft Gebrauch gemacht wird und die Gemeinschaft im Gottesdienst und beim Pfarrfest gepflegt wird.

Voller Leben und jugendlichen Stimmen präsentierte sich am Samstagvormittag die Chamer Stadtpfarrkirche – zusammen mit dem Festgeläut aller Glocken deutliches Zeichen dafür, dass an diesem Tag ganz Besonderes zu feiern war: 42 junge Christen aus St. Jakob, Vilzing St. Laurentius und von St. Gunther waren in froher Erwartung gekommen, um das heilige Sakrament der Firmung zu empfangen.

Stadtpfarrer Dieter Zinecker freute sich mit den Jugendlichen, ihren Paten und Angehörigen über das große Ereignis und betonte in seinen Eingangsworten die Bedeutung der Firmung für ein Leben in christlichem Glauben. Herzlich begrüßte er als Firmspender Abt em. Gregor Zippel, OSB aus Rohr, dazu als Mitzelebranten Pfarrer Josef Pöschl aus Rottenburg/Laaber, Kaplan Pater Johannes Bosco und Gemeindereferentin Michaela Maier. Sein besonderer Gruß galt auch den weiteren Gläubigen, die das Gotteshaus füllten. Der Gast aus Rohr bedankte sich für das herzliche Willkommen und freute sich seinerseits mit den Firmlingen, mit denen er schon bei einem Besuch in Cham im Juni Kontakt aufgenommen hatte.

In seiner Predigt führte er ihnen anhand von einleuchtenden Beispielen und in bildreicher Sprache vor Augen, was es mit dem Geist Gottes auf sich habe. Da dieser Geist nicht sichtbar oder vorstellbar sei, könne hier der Vergleich mit Elektrizität hilfreich sein – unsichtbar und doch sehr wirkungsvoll. „Wie der Strom die verschiedensten Geräte mit Energie versorgt, so wirkt der Geist in uns, lässt seine Kräfte wirken. Wichtig ist für uns allerdings, dass wir mit ihm in Verbindung bleiben. Bei unserer Taufe haben wir den geistlichen Akku bekommen, wir dürfen nur nicht vergessen, ihn wieder aufzuladen… Heute, liebe Firmlinge, ist so ein Tag, wo euer geistlicher Akku wieder aufgeladen wird vom Hl. Geist, der jedem seine besondere Gabe zuteilt. Nehmt diese Gabe an und arbeitet damit zu eurem eigenen Nutzen und dem eurer Pfarrei. Werdet aktive Christen, denen man anmerkt, dass sie „geladen“ sind“.

Der geistliche Würdenträger richtete seine Botschaft nicht nur an die Firmlinge, sondern auch an die Firmpaten und alle Anwesenden: „Christsein ist keine Privatsache (…). So möchte ich den Firmlingen, den Paten und der ganzen Pfarrei wünschen, dass der heutige Tag nicht nur ein einmaliger, besonderer Tag für Pfarrgemeinde und Firmlinge ist, sondern der Anfang eines Aufbruchs im Hl. Geist, „den der Vater in seinem Namen senden wird“, wie Christus es uns im Evangelium versprochen hat. Lasst uns dankbar diesen Geist empfangen und als „Geladene“ damit auch arbeiten.“

Nach der Predigt erneuerten die Firmlinge ihr Taufversprechen. Und es kam der große Höhepunkt für jeden persönlich: „Sei besiegelt durch die Gabe Gottes, den Hl. Geist.“ Mit diesen Worten wurde jedem Einzelnen unter Handauflegung seines Paten durch den Abt das Sakrament der Firmung gespendet, persönliche Worte oder ein kleines Gespräch mit den jungen Christen inbegriffen.

Eva Berzl hatte mit ihrem Jugendchor erfrischende Gesänge einstudiert, die den ganzen Gottesdienst bereicherten: „Alle meine Quellen entspringen in dir, in dir mein guter Gott… Du bist die Kraft, die Leben schenkt…“. Beim „Wer glaubt ist allein …“ ließen sich auch alle Anwesenden von der Hochstimmung anstecken und sangen kräftig mit. Nach den Fürbitten wurde die Eucharistie in feierlicher Form begangen.

Am Ende des Gottesdienstes richtete sich der herzliche Dank der Neugefirmten an die vielen hilfreichen Personen, die ihnen in der Vorbereitung auf den großen Tag zur Seite gestanden haben, und besonders an den Firmspender, dem unter großen Applaus ein Präsent überreicht wurde. Mit dem Segen des Abtes und dem Te deum endete die „geistreiche“ Feier, die den Firmlingen unvergesslich bleiben wird.

Im Bild: Die Firmlinge von St. Jakob mit Abt em. Gregor Zippel, Stadtpfarrer Dieter Zinecker, Pfarrer Josef Pöschl, Kaplan Pater Johannes Bosco, Gemeindereferentin Michaela Maier, den Ministranten und St.Gunther-Religionslehrer Marco Lovric

Seit mehr als zehn Jahren bezieht der Kindergarten St. Jakob in Altenmarkt das Mittagessen für seine Schützlinge beim Gasthof Käsbauer in der Forstamtstraße. Erfolgreich: Das Angebot ist abwechslungsreich und natürlich täglich frisch zubereitet – und am wichtigsten: den Kindern schmeckt’s.

Darüber freut sich nicht nur der Kindergarten, sondern auch das Ehepaar Seidel-Hosbach, die Wirtsleute vom Gasthof Käsbauer, die die langjährige gute Zusammenarbeit als Anlass für ein Geschenk für die Kinder genommen haben: Sie spendierten dem Kindergarten einen Gruppensatz bunter Sitzkissen. Diese Kissen, an denen sich auch die Kirchenstiftung St. Jakob als Träger des Kindergartens mit einer kleinen finanziellen Unterstützung beteiligt hat, werden häufig zum Einsatz kommen: Im Morgenkreis, beim Sport oder – zumindest wenn’s nach den Kindern geht – auch als Frisbee-Scheiben. Kindergartenleiterin Andrea Niebauer und die Kinder bedankten sich für das leckere Essen und das farbenfrohe Geschenk mit einem Lied.

„Wer glaubt, ist nie allein!“: Das wohlbekannte Kirchenlied hallte am Sonntagvormittag weithin über den Chamer Marktplatz. Die dort anlässlich des Stadtfestes errichtete Bühne war kurzerhand zum Altarraum umfunktioniert worden und von dort feierte Stadtpfarrer Dieter Zinecker, begleitet von Pater Raja (zu Gast aus Viechtach), Gemeindereferentin Michaela Maier und einigen Ministranten den Sonntagsgottesdienst (im Bild). Er konnte dazu, „in der Kathedrale Gottes, unter freiem Himmel“ viele Gläubige begrüßen, die sich im weiten Rund bei strahlendem Sonnenschein versammelt hatten und das besondere Umfeld genossen.

In seiner Predigt „übersetzte“ der Stadtpfarrer das Evangelium vom Reich Gottes, dem Gleichnis vom Senfkorn und der selbstwachsenden Saat, deren Sämann Jesus Christus selbst ist, schwungvoll in die Gegenwart. Nicht ein vorschnell gefasstes Urteil „So ein kleines Samenkorn, da wird nichts draus“ sei daraus zu fürchten. Mit Worten „wie Urgestein“: Säen, wachsen, reifen, Reich Gottes – werde vielmehr eine wohltuende Atmosphäre der Gelassenheit vermittelt. Wie der Bauer den Samen säe und nach einer Zeit des Wartens ohne weiteres Zutun das reife Korn ernten könne, so könne auch der heutige Mensch nach dem „Säen“ damit rechnen, dass etwas Gutes komme. „Denn ich bin überzeugt: Gott ist am Werk: Gott wirkt etwas, was ich selbst nicht bewirken kann. Wie das aussieht, findet sich in Worten eines unbekannten Autors: „Das Reich Gottes ist angebrochen, wenn meine Fäuste sich öffnen und meine Hände zu schenken beginnen, wenn meine lahmen Füße Wege der Liebe wagen und zum Nächsten eilen, wenn meine blinden Augen im Gesicht der anderen Brüder oder Schwestern erkennen, wenn meine tauben Ohren selbst den stummen Schrei der Hilfesuchenden hören“. – So wächst das Reich Gottes heran. Da: Samenkörner – ausgestreut in unsere Welt … Gott streut sie aus in unsere Herzen. Damit – wenn die Zeit reif ist – Gutes, Lebendiges, das Leben Förderndes heranreift.“

Nach der Predigt wurde Eucharistie gefeiert. Mit neuen geistlichen Liedern bereicherte der Jugendchor der Pfarrei den stimmungsvollen Gottesdienst. Am Ende freute sich Pfarrer Zinecker über die gelungene Feier des Sonntags „im Angesicht des Hl. Jakobus“ (sichtbar im Wandbild am Ostchor der Stadtpfarrkirche) und richtete ein herzliches Dankeschön an alle Mitwirkenden und alle Mitfeiernden. Der reiche Applaus bewies: Die Saat war aufgegangen zu dieser Stunde ….

Gebührend begangen wurde auch heuer in Cham St. Jakob das Fronleichnamsfest, als „Hochfest des Leibes und Blutes Christi“, mit dem das Gedächtnis an das Letzte Abendmahl freudig gefeiert wird. Nicht als Erinnerung an etwas Vergangenes, sondern im Glauben an die Gegenwart Gottes im Leben der Menschen, wie Stadtpfarrer Dieter Zinecker in seine Begrüßung betonte. Da finde sich die Antwort auf die entscheidende Frage „Mit wem gehst du?“. Zusammen mit Gemeindereferentin Michaela Maier und zahlreichen Ministranten war Zinecker in die Pfarrkirche eingezogen, um mit den vielen Gläubigen den Festgottesdienst zu feiern.

In seiner Predigt zeigte der Geistliche eindrucksvoll auf, dass man heute etwas feiere, was das ganze Leben bestimme: Gottes Nähe zu den Menschen. Er schlug hierfür eine Brücke zu dem bekannten, besonders unter Fußballfans beliebten Lied „You`ll never walk alone … Du gehst niemals allein“, das starke Gefühle hervorrufe und Menschen in Hochstimmung versetze. Da könne man eine Verbindung herstellen zum heutigen kirchlichen Hochfest, nicht nur der Prozession wegen, bei der man tatsächlich „gemeinsam auf dem Weg“ sei. Zunächst schaue man heute zurück „auf den Gründonnerstag, dem Tag des Ursprungs der Eucharistie, wo Jesus zusage: Ich bin immer bei euch. Auch in Tod, Auferstehung und Himmelfahrt verlasse ich euch nicht.“ In gleicher Weise gelte aber auch heute, an Fronleichnam und an allen Tagen: Du gehst niemals allein! „So ist der heutige Festtag nicht nur feierliche Tradition. Wir stellen in den Mittelpunkt, dass es im Leben nicht darum geht, heil zu bleiben … Wir halten uns vor Augen, dass Jesus sich selbst mit Haut und Haaren hingegeben hat, um uns zu zeigen, wie wertvoll wir ihm sind. „Du lässt uns nie allein auf unserem Weg und bist immer da für uns“ – ein Gebetssatz ist wie eine Überschrift für diesen Festtag. In der Hl. Eucharistie ist Jesus unser Brot, unsere Kraft, unsere Mitte. Er sagt uns: Du gehst nie allein. – Geh weiter, geh weiter, mit Hoffnung in deinem Herzen.“

Im Anschluss an den Gottesdienst, wurde bei strahlendem Sonnenschein festliche Prozession gehalten, wozu sich die Erstkommunionkinder, Fahnenträger, politische Mandatsträger, Kirchenverwaltung, Pfarrgemeinderat, Ordensleute, der liturgische Dienst und alle Gläubigen in einen langen Zug einreihten.

Unter Gebet und Gesang der Mitfeiernden trug Pfarrer Zinecker die Monstranz unter dem Baldachin durch die geschmückten Straßen der Chamer Innenstadt, instrumental begleitet von einem Bläserensemble. Am Steinmarkt (erster Altar) und später am Marktplatz (zweiter Altar) wurde jeweils haltgemacht, um das Evangelium zu verkünden und die leibhafte Gegenwart Gottes zu feiern. Der Kirchenchor unter Leitung von Eva Berzl sorgte hier wie auch zuvor im Gottesdienst für den stimmungsvollen musikalischen Rahmen.

Zum feierlichen Abschluss ging es zurück in die Pfarrkirche, um nochmals das Allerheiligste zu verehren und miteinander den Eucharistischen Hymnus „Tantum ergo“ sowie das „Te deum laudamus“ – „Großer Gott, wir loben dich…“ zu singen. Herzlichen Dank sagte der Stadtpfarrer am Ende allen Mitwirkenden und Helfern im Hintergrund, ebenso allen Mitfeiernden des Fronleichnamstages.

Der heitere Ausklang erfolgte schließlich in geselliger Runde im Hotel am Regenbogen.

Im Bild:
Feierliche Begehung des Fronleichnamstages an den Altären am Steinmarkt und Marktplatz, sowie auf dem Weg unter dem Baldachin

Es war wieder ein richtiger Prangertag heuer. Der blaue Himmel beschirmte die vielen Prozessionen wie ein himmlischer Baldachin. In Vilzing begann das Fronleichnamsfest mit einem Festgottesdienst den Pfarrer i.R. Max Heitzer und Diakon Alfred Dobler zelebrierten. Musikalisch gestaltet wurde der Gottesdienst von der Gruppe La Musica.

In seiner Predigt bezeichnete Pfarrer i.R. Heitzer das Fronleichnamsfest als ein Hochfest im Kirchenjahr der katholischen Kirche. Die leibliche Gegenwart Jesu Christi wird dabei im Sakrament der Eucharistie gefeiert. In der Liturgie heißt das Fest Hochfest des Leibes und Blutes Christi.

Nach dem Festgottesdienst in der St. Laurentiuskirche zog Diakon Alfred Dobler mit den Gläubigen hinaus, um in der Fronleichnamsprozession durch das Dorf, ein Zeichen ihres Glaubens zu geben. Es war ein farbenprächtiger Zug mit Fahnen der kirchlichen und weltlichen Vereine mit ihren Mitgliedern, Ministranten, Kommunionkindern in ihren liturgischen Gewändern, sowie eine große Zahl von Gläubigen. An den zwei Altären, die mit wunderschönen Blumenteppichen geschmückt waren, wurde in den verschiedenen Anliegen gebetet und der eucharistische Segen mit der Monstranz gespendet. Betend und die Bayernhymne singend fand die Prozession ihren feierlichen Abschluss in der St. Laurentiuskirche.

Nach der Fronleichnamsprozession lud der Frauen- und Mütterverein zum Gartenfest beim Gemeinschaftshaus ein. Es wurde ein reichhaltiges Mittagessen sowie Kaffee und Kuchen angeboten. Für die musikalische Unterhaltung sorgte Hans Wildfeuer. Umringt von vielen Zuschauern zeigte die DJK-Jazz-Dance-Gruppen ihr Können. Für die kleineren Gäste war eine Hüpfburg aufgebaut. Bei herrlichem Wetter feierten so alle bis in den späten Nachmittag den Prangertag.

Vergangenen Sonntag folgten zahlreiche Bewohner aus Rissing und den umliegenden Ortschaften der Einladung der Dorfgemeinschaft Rissing zur traditionellen Maiandacht. Bei der Kapelle in der Dorfmitte ehrten die Anwesenden die Mutter Gottes.

Organisator Ferdinand Weber gestaltete die Andacht mit abwechslungsreichen Texten, Gebeten und bekannten Marienliedern. Nach dem „Segne du, Maria“ dankte er Elisabeth Zistler für die ganzjährige Betreuung und das Schmücken der Kapelle, Andreas Zistler für seinen Gesang sowie allen Besuchern für das engagierte Mitfeiern.

Die traditionelle Fußwallfahrt der Pfarrei St. Jakob Cham nach Weißenregen gestaltete sich auch heuer als eindrucksvolles Zeichen gemeinschaftlich gelebten Glaubens. 133 Wallfahrer aus Cham und Umgebung waren dabei und zogen hinter dem Kreuz auf der 20-km-Strecke über Straßen, Wege und Fluren in Richtung Bad Kötzting. Viele (Marien-)Gebete und –gesänge wurden unterwegs angestimmt und ließen die 4-stündige Gehzeit abwechslungsreich vergehen.

Am Ziel, in der schmucken Kirche Mariä Himmelfahrt Weißenregen, feierte Kaplan Pater Johannes Bosco Gottesdienst mit den Wallfahrern – als gelungenen Abschluss des vormittäglichen Bittgangs.