Diakonenweihe in St. Jakob am Samstag, 3. Dezember 2016

Gerade erst beginnt das neue Kirchenjahr, da kündet sich Großes an – und wird der Pfarrei St. Jakob in Cham besondere Ehre zuteil. In der hiesigen, geschichtsträchtigen Stadtpfarrkirche wird für das ganze Bistum Regensburg die diesjährige Diakonenweihe, mit ihren ausdrucksstarken Riten und Zeremonien, in feierlicher Weise begangen werden. Zweifellos ein Ereignis, das in Cham seinesgleichen sucht, zumal es in ähnlicher Weise zuletzt vor 28(!) Jahren stattgefunden hat.

Am Samstag, 3. Dezember 2016, ab 10 Uhr, wird für sechs angehende Priester der große Moment gekommen sein: Diözesanbischof Dr. Rudolf Voderholzer wird sie im Rahmen der traditionellen Weiheliturgie, durch Handauflegung und Gebet, zu Diakonen weihen. Das besonders Erfreuliche dabei: Mit Stefan Hackenspiel wird auch ein gebürtiger Chamer die Weihe empfangen. Seine fünf „Kollegen“ sind Florian Frohnhöfer (Sulzbach-Rosenberg), Thomas Meier (Furth im Wald), Daniel Schmid (Burglengenfeld), Peter Stier (Neustadt an der Donau) und Frater Johannes Bosco Florian Ernstberger (Weiden-Neuenkirchen).

Da in der Kirche nur wenige Bankreihen für die Angehörigen der Weihekandidaten reserviert sein werden, sind reichlich Platzkapazitäten vorhanden, um vielen interessierten Gläubigen aus nah und fern die Teilnahme am Weihegottesdienst zu ermöglichen und diese zur Mitfeier herzlich willkommen heißen zu können.

Von denjenigen Personen, die mit dem eigenen Pkw anreisen, sollte allerdings bedacht werden, dass der Kirchplatz (samt Verbindungsstraße zum Marktplatz) gesperrt werden muss, um für die teilnehmenden Gläubigen zur Verfügung zu stehen. Es empfiehlt sich daher, genügend Zeit einzuplanen, um sonstige öffentliche Parkplätze anzufahren. Für die ausgewiesenen (gebührenpflichtigen) Parkplätze in der Innenstadt beträgt die Höchstparkzeit 2 Stunden. In unmittelbarer Nähe zum Kirchplatz (maximale Gehzeit 10 Minuten) bieten sich darüber hinaus zahlreiche Langzeitparkplätze an, wie sie auf dem anliegenden Plan besonders hervorgehoben sind (P 1 = Parkdeck Floßhafen, P 2 = Stadellohe, P 3 = Quadfeldmühle, P 4 = Parkhaus „Auf der Schanze“ (gebührenpflichtig) und P 5 = Florian-Geyer-Brücke).

Das Sakrament der Weihe
„Wer geweiht wird, empfängt eine Gabe des Heiligen Geistes, die ihm eine heilige Vollmacht gibt und von Christus durch den Bischof verliehen wird.“ – Niemand, der Sakramente spendet, kann das aus eigener Kraft und in eigenem Auftrag von sich aus tun. Es ist immer Christus, der im sakramentalen Wirken der Kirche handelt. Das Sakrament der Weihe stellt sicher, dass die Sendung, die Christus seinen Aposteln anvertraut hat, in der Kirche ohne Unterbrechung weiter ausgeübt wird. Die Weihe zum Diakon gibt demnach die heilige Vollmacht das Evangelium zu verkünden, den Dienst des Predigens auszuüben, die Feier der Taufe zu vollziehen, Assistenz bei der Eheschließung zu leisten und Tote zu bestatten.

Die Weiheliturgie
Das Sakrament der Weihe wird durch besondere Zeichen der Zuwendung, durch Handauflegung und Gebet des Bischofs gespendet. Die verschiedenen Riten der Bischofsweihe, Priesterweihe oder Diakonenweihe beziehen sich auf den jeweiligen Charakter des Amtes und dessen spezifische Sendung. Eine ausdrucksstarke Handlung aber kommt in jeder Weiheliturgie vor: die Weihekandidaten liegen am Boden, während die Gemeinde für sie betet und die Heiligen als Fürsprecher anruft. Man erahnt, was Weihe bedeutet: ein Mensch, unvollkommen und schwach wie jeder Mensch, vertraut sich ganz Christus an, um ihm und den Menschen in seiner Kirche zu dienen (Auszüge aus „Bistum Regensburg – Sakrament der Weihe“).

Zur Person
Stefan Hackenspiel, geboren und aufgewachsen in Cham, hat sich nach dem Abitur und einem Studium der Geschichte im Jahre 2010 entschieden, den Weg zum priesterlichen Dienst zu beginnen. Zunächst musste er dafür das vorbereitende sogenannte Propädeutikum in Passau absolvieren. Im Winter 2011/12 hat er dann das Studium der Theologie an der Universität Regensburg begonnen, und mit dem Diplom im Sommer 2016 erfolgreich abgeschlossen. Seitdem, d.h. während des Pastoraljahres, ist er als Pastoralkurspraktikant in der Pfarrei St. Barbara in Abensberg tätig. Am Samstag, 3. Dezember 2016, wird er in St. Jakob zum Diakon geweiht und fortan in dieser Funktion bis Ostern 2017 in Abensberg Dienst tun. Das Sakrament der Priesterweihe wird er am Samstag, 24. Juni 2017, im Dom zu Regensburg empfangen. Seine Primiz wird er am Sonntag, 9. Juli 2017, in St. Jakob feiern können.
In seiner Chamer Heimatpfarrei ist Stefan Hackenspiel bestens bekannt und hat sich hier auch lange Jahre und bis zuletzt stark ehrenamtlich engagiert, als PGR-Sprecher ebenso wie als Lektor und Kommunionhelfer, sowie als versierter Kirchenführer mit breitem Fachwissen. Die ganze Pfarrei freut sich mit ihm über seine Berufung.

 

In diesen Tagen … begehrten die Hellenisten gegen die Hebräer auf, weil ihre Witwen bei der täglichen Versorgung übersehen wurden … Die Zwölf … erklärten: Es ist nicht recht, dass wir das Wort Gottes vernachlässigen und uns dem Dienst an den Tischen widmen. Brüder, wählt aus eurer Mitte sieben Männer von gutem Ruf und voll Geist und Weisheit, ihnen werden wir diese Aufgabe übertragen … Sie ließen sie vor die Apostel hintreten, und diese beteten und legten ihnen die Hände auf.

Jesus … stand vom Mahl auf, legte sein Gewand ab und umgürtete sich mit einem Leintuch. Dann goss er Wasser in eine Schüssel und begann, den Jüngern die Füße zu waschen … Wenn nun ich, der Herr und Meister, euch die Füße gewaschen habe, dann müsst auch ihr einander die Füße waschen. Ich habe euch ein Beispiel gegeben, damit auch ihr so handelt, wie ich an euch gehandelt habe.
Apg 6, 1-6 ; Joh 13,3-15 (jeweils in Auswahl)

Liebe Besucher unserer Homepage, liebe Mitchristen!

Bei uns werden am Samstag, 3. Dezember 2016 um 10 Uhr 6 Männer zu Diakonen geweiht. Sie werden dann im Juni 2017 die Priesterweihe empfangen.

Ursprüngliche hatten die Diakone karitative Aufgaben zu erfüllen: „Dienst an den Tischen … tägliche Versorgung“: Die Beschreibungen aus der Apostelgeschichte weisen auf diesen Bereich hin. Das Wort „Diakon“ bedeutet Diener: Er hatte also in der Gemeinde gerade den Armen, Kranken und in Not Gerateten beizustehen. Dies sollen natürlich nicht ausschließlich Diakone tun, es ist ein Wesensmerkmal von christlichen Gemeinden, dass sich in ihr Viele um die Menschen „am Rande“ kümmern. Dies leisten auch nicht nur die großen Einrichtungen und Dienste beispielsweise der Caritas, es ist Teil des Handelns eines jeden Christen, die Augen vor der Not anderer nicht zu verschließen.

Die Weihe zum Diakon umfasst mehrere liturgische Teile: Am Anfang werden die Kandidaten aufgerufen. Nach der Predigt befragt sie der Bischof nach ihrer Bereitschaft, diesen Dienst auszuüben und ein Leben gemäß diesen Aufgaben zu führen. Ein beindruckendes Zeichen für die Bereitschaft dazu ist, dass die Weihekandidaten während der Allerheiligenlitanei ausgestreckt am Boden liegen. Nach dem Weihegebet des Bischofs wird den Neugeweihten die Dalmatik, das liturgische Gewand, angelegt. Sie erhalten das Evangeliar, Zeichen für ihre Aufgaben in der Liturgie, die Frohe Botschaft zu verkünden. Danach werden sie vom Bischof und den anwesenden Diakonen umarmt.

Bitte begleiten Sie die Weihekandidaten mit ihrem Gebet. Es ist für die Pfarrei St. Jakob eine Freude, dass unser ehemaliger PGR-Sprecher Stefan Hackenspiel in seiner Heimat-Pfarrkirche zum Diakon geweiht wird.

Ihnen alles Gute!
Ihr Dieter Zinecker, Pfarrer

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