Taufe zum Abschluss der Weihnachtszeit

Am Sonntag nach dem 6. Januar (Hochfest der Erscheinung des Herrn) feiert die katholische Kirche – seit der Liturgiereform des Zweiten Vatikanischen Konzils – das Fest der Taufe Christi, das den Abschluss der Weihnachtszeit bildet. Passend zu diesem Fest wurde in Cham St. Jakob am vergangenen Sonntag im Rahmen des vormittäglichen Gottesdienstes der kleinen Anna Sabine Eva Zangl das Taufsakrament gespendet.

„Mit großer Freude nehmen wir dich heute in die Gemeinschaft der Kirche auf“, wandte sich Stadtpfarrer Dieter Zinecker an den friedlich schlafenden Täufling, seine Eltern Christina und Tobias Zangl und Taufpatin Katharina Schäfer, bevor er an Anna den Taufritus vollzog. In den Fürbitten, vorgetragen von den Angehörigen, wurde der Neugetauften zudem Gottes Liebe und Fürsorge zugesprochen.

Der Tauffeier folgte die Feier der Eucharistie. Und zum Abschluss des Gottesdienstes klang es noch einmal vielstimmig weihnachtlich: „Stern über Bethlehem, wir sind am Ziel (…)“.

Im Bild: Stadtpfarrer Dieter Zinecker und Diakon Alfred Dobler mit Familienangehörigen des Täuflings

Freude über erfolgreiche Sternsinger-Aktion in St. Jakob

Sternsingen – ist nicht nur ein schöner Brauch, sondern findet seinen Ursprung im Evangelium des Matthäus: Die Sterndeuter begegnen dem Kind in Bethlehem und geben Zeugnis ab vom Erscheinen des Gottessohnes vor den Völkern der Welt.

Diese Botschaft haben sich auch heuer die Sternsinger von St. Jakob zu Eigen gemacht: Gewandet in „königliche“ Gewänder samt Krone, Stern und Weihrauchfass brachten sie in den ersten Januartagen des neuen Jahres 2018 die Kunde von der Menschwerdung Christi in die Häuser und Wohnungen des Pfarrgebiets. Freundlich aufgenommen wurden sie da zumeist, und gebeten, ihr Anliegen an die Türen zu schreiben: 20 *C+M+B+18 („Christus segne dieses Haus“). Dankbar angenommen wurden auch ihre Sternsinger-Verse und -Gesänge. Das Ziel ihrer Aktion wurde damit in zweifacher Weise erreicht: Den Segen Gottes in die Häuser zu bringen; und damit zugleich Segen zu sein, für notleidende Kinder und Jugendliche, insbesondere in Indien, denen die erbetenen Spendengelder zuteil werden.

Und die Mission der „Dreikönige“ hatte auch heuer großen Erfolg, wie sich bei einem ersten Blick in die Sammelbüchsen herausstellte.

Bei der Einholung der „Weisen und Könige“ im Rahmen einer feierlichen Messe am Dreikönigstag bekundete Kaplan Pater Johannes Bosco seine Freude und Dankbarkeit über das gelungene Sternsingen. Der Geistliche sagte nochmals ein herzliches „Vergelts Gott“ allen Ministranten und Firmlingen, die mit Begeisterung an der guten Sache mitgewirkt haben, ebenso den Spendern an den Haustüren und allen weiteren Helfern und Zuarbeitern.

Im Bild: Die Sternsinger machten im Gottesdienst nochmals ihr Anliegen kund

Cham St. Jakob sendet seine Sternsinger

Auf den Weg gemacht haben sich auch heuer die Sternsinger von St. Jakob. Aufgeteilt in mehrere Gruppen werden sie von Dienstag, 2. Januar, bis Freitag, 5. Januar, an die Haus- und Wohnungstüren klopfen, um den Segen Gottes dorthin zu bringen und mit Gebet und Gesang um Spenden zu bitten. Auf Wunsch werden sie auch den Segensspruch 20*C+M+B+18 (Christus mansionem benedicat = Christus segne dieses Haus) an die Pforten schreiben.

Die diesjährige bundesweite Aktion Dreikönigssingen des Kindermissionswerkes steht unter dem Motto „Gemeinsam gegen Kinderarbeit – in Indien und weltweit“ und richtet den Blick besonders auf arme Kinder in der Welt, denen oftmals das Nötigste zum Leben fehlt.

Feierlich ausgesandt wurden die Sternsinger, aus den Reihen der Ministranten und Firmlinge kommend, am Neujahrstag von Kaplan Pater Johannes Bosco im Rahmen des abendlichen Festgottesdienstes. Der Geistliche begrüßte die prächtig gewandeten Dreikönige und die vielen Mitfeiernden und wünschte allen ein gutes und gesegnetes Neues Jahr 2018.

In seine Predigtworte bezog er auch die Sternsinger ein und freute sich über deren Einsatzbereitschaft. Es sei gar nicht so leicht, sich immer wieder aufzumachen und von Haus zu Haus zu gehen. Jedoch sei das Bewusstsein, notleidende Kinder unterstützen zu können und diesen neue Wege und Anfänge im Leben zu eröffnen, letztlich ein schöner Lohn für alle Mühen.

Der Kaplan bat die Gottesdienstbesucher nochmals herzlich, die Sternsinger bei ihren Besuchen vor Ort wohlwollend aufzunehmen. Den Eltern und allen weiteren Helfern der Sternsinger-Aktion dankte er für alle Mithilfe und Unterstützung.

Mit einem Gottesdienst am Samstag, 6. Januar, 10.30 Uhr, soll dann die Rückkehr der Ministranten-Sternsinger gefeiert werden und die wohltätige Aktion erfolgreich abgeschlossen werden.

Im Bild: Die Sternsinger von St. Jakob mit Kaplan Pater Johannes Bosco, Diakon Alfred Dobler und Gemeindereferentin Michaela Maier

Segnung der Kinder in St. Jakob

Am Sonntag der Weihnachtsoktav begeht die katholische Kirche das „Fest der Heiligen Familie“. Damit wird noch einmal bekundet und hervorgehoben, dass derjenige, der an Weihnachten geboren wurde, Mensch geworden ist in einer Familie; nicht im Sinne eines Randgeschehens, sondern als zentrales Element der Heilsgeschichte.

Dieses Gedenken war auch heuer in der Pfarrei St. Jakob der Anlass für eine besondere Kindersegnung, zu der Pfarrer Dieter Zinecker im Rahmen eines Wortgottesdienstes eingeladen hatte. Zahlreiche Kinder unterschiedlichen Alters mit ihren Eltern und Großeltern waren hierzu in die Pfarrkirche gekommen. Andächtig lauschten sie den Worten des Stadtpfarrers, der ihnen das Geschehen von Weihnachten erklärte und als sichtbares Zeichen hierfür auf das vor dem Altar liegende Kind in der Krippe verwies. Schließlich durften alle Kinder nach vorne kommen und sich segnen lassen. Die kleine Feierstunde fand mit dem Vater unser und weihnachtlichem Gesang ihren Abschluss.

Im Bild: Viele Kinder wurden von Pfarrer Dieter Zinecker gesegnet

Zueinander finden – einander schätzen

Zum Jahresschlussgottesdienst in St. Jakob hat Pfarrer Dieter Zinecker, zusammen mit Kaplan Pater Johannes Bosco und Gemeindereferentin Michaela Maier am Silvesterabend zahlreiche Gläubige in der Stadtpfarrkirche willkommen heißen können. Er freute sich, dass man jetzt am Jahresende, im Angesicht des neugeborenen Kindes in der Krippe und damit der Menschwerdung Gottes, zurückschauen könne auf viele schöne, bewegende Ereignisse, wie beispielsweise das Reformationsgedächtnis. Das sei, wie so manches andere auch, ein Wegbereiter für ein „Zueinander Finden – und einander Schätzen“.

In seiner Predigt knüpfte der Stadtpfarrer an die Botschaft des Evangelisten Johannes an, beinhaltend das Abschiedsgebet Jesu vor dessen Himmelfahrt „… damit die Liebe, mit der du mich geliebt hast, in ihnen ist und damit ich in ihnen bin“. Das sei gut zu übertragen auf den eigenen Abschied vom alten Jahr, auch wenn da zunächst der Gedanke des „Heimkommens“ Raum greife, das menschliche Bedürfnis nach einem vertrauten Rückzugsort im Auf und Ab des Lebens. Abschied vom letzten Jahr bedinge gleichzeitig aber auch Veränderung: „Kirchlich ist viel geschehen, hat sich manches bewegt (…) von manchem haben wir nur gehört, dass es im Gebälk knirscht, ohne Einzelheiten zu kennen: Wo es knirscht im Gebälk, da ist Er in uns. Es muss knirschen, es muss sich etwas ändern, es muss Konsequenzen haben, dass Gottes Sohn – o wie lacht – in einem Stall liegt, in Armut, den Menschen übergeben. Heimat in der Unbehaustheit, das heißt für mich: Auch da, wo sich manches in Richtungen bewegt, die ich nicht verstehe, über die ich den Kopf schütteln muss: Da ist Er in ihnen: In mir, in Ihnen, in denen, die in seinem Namen handeln.

In einem zweiten Predigtteil wurde miteinander Rückschau gehalten auf wichtige Ereignisse des Jahres 2017: Die Osterbotschaft von Papst Franziskus, sich für den Frieden, den Schutz von Flüchtlingen und für ein Ende der Hungersnot in Ostafrika einzusetzen; erst jüngst seine Weihnachtsansprache an die Mitarbeiter der Kurie; den EU-Kongress zur Zukunft Europas im Vatikan; die Weltklimakonferenz in Bonn; das Reformationsgedächtnis mit seinen zahlreichen Veranstaltungen. Bedeutende Ereignisse habe es auch für die eigene Pfarrei gegeben: Die Priesterweihe von Stefan Hackenspiel in Regensburg und die Feier seiner Primiz in Cham; das Silberne Priesterjubiläum von Stadtpfarrer Dieter Zinecker; den Abschied des damaligen Kaplans Alexander Dyadychenko und den Antritt seines Nachfolgers Pater Johannes Bosco; das 85-jährige Gründungsjubiläum des Frauen- und Müttervereins Vilzing; nicht zuletzt der – sehr geschätzte – Einsatz sehr vieler Menschen für die Belange der Pfarrei St. Jakob das ganze Jahr über.

Der festliche Gottesdienst fand seine Fortsetzung in der Feier der Eucharistie und in herzlichen Dankesworten des Pfarrers für allen tatkräftigen Einsatz zugunsten der Pfarrei und der Menschen. Segen gehe aus von solchem gemeinsamen Wirken.

Im Bild: „Von guten Mächten wunderbar geborgen …“: Stadtpfarrer Dieter Zinecker, Kaplan Pater Johannes Bosco und Gemeindereferentin Michaela Maier sangen das passende Lied zum Jahresschluss, zusammen mit allen Gläubigen.

Weihnachten: Ein Fest der Freude für die Menschen!

Die Glocken von St. Jakob klangen hell und klar in die Nacht hinein, als unüberhörbares Zeichen dafür, dass die Zeit der hoffnungsvollen Erwartung vorüber war: Weihnachten war da! – und die Geburt des Heilands und Erlösers durfte freudig gefeiert werden, nachmittags im Rahmen einer „Christkindl Andacht“ und am späteren Abend in der Christmette.

„Oh du fröhliche …“ stimmten die vielen, das Gotteshaus füllenden Gläubigen mit ein, als Stadtpfarrer Dieter Zinecker, Kaplan Pater Johannes Bosco, Diakon Alfred Dobler, Gemeindereferentin Michaela Maier und eine große Schar von Ministranten zur Feier dieser Heiligen Nacht in die anfangs nur schwach beleuchtete Kirche einzogen. Mit dem Gloria erst sollte sich die ganze Festtagsatmosphäre mit dem Kind in der Krippe vor dem Volksaltar und den prächtig geschmückten Christbäumen entfalten.

Kaum eine Nacht, so Pfarrer Zinecker in seinen Begrüßungsworten, verbreite derart Ausstrahlung, Glanz und Hoffnung wie die heutige. Eine Nacht indes, die den Menschen auch zum Nachdenken bringe über das eigene Leben in all seinen Facetten, mit Licht und oftmals auch Finsternis. Licht in alle Dunkelheit zu bringen – dazu sei nur einer imstande. Wie das wahre Licht in die Welt kam – verkündete anschließend Kaplan Pater Johannes Bosco in der Frohbotschaft des Weihnachtsevangeliums.

In seiner Predigt erzählte Pfarrer Zinecker von seinem diesjährigen Besuch in Israel, insbesondere in Bethlehem. Die dortige Geburtskirche habe sich weitgehend als Baustelle präsentiert, mit vielfältigem Renovierungsbedarf. Was ihm in der Kirche, beim Eingang zur Geburtsgrotte aufgefallen sei, habe ihn zum Schmunzeln und gleichzeitig zum Nachdenken gebracht: Einzelne, offensichtlich gut betuchte Personen- und Diplomatengruppen wurden bevorzugt eingelassen, die „normalen“ Gläubigen mussten warten. Eine Rangordnung? Das passe eigentlich gar nicht, meinte der Stadtpfarrer. Denn dort unten in der Grotte werde die Stätte der Geburt Christi verehrt. Gottes Sohn sei aber gerade nicht in seiner Welt der himmlischen Herrlichkeit geblieben. Er sei vielmehr herabgekommen aus der Höhe in die einfache, staubige Welt, in einem Stall zur Welt gekommen. Und er habe verkündet, dass jeder Mensch gleich wertvoll ist. Das ist das Besondere an Weihnachten: Die klaren Trennungen zwischen oben und unten, zwischen Himmel und Erde, zwischen Gott und Mensch sind aufgehoben!

„Liebe Mitchristen, die Geburtskirche in Bethlehem war im Frühjahr noch eine Baustelle. Da denke ich mir: Eine Baustelle ist auch mein Glaube (…). Ich brauche Renovierung, Erneuerung, Reinigung, damit da in mir wieder etwas frisch wird, leuchtet, auf die Menschen überspringt. Und dafür habe ich ja den besten Restaurator: Gott selbst. Er ist der, der freilegt, der reinigt, der auffrischt und der alles auf eine tragfähige Basis stellt. (…) Und er ist am Werk, wenn unsere Herzen, unsere Hände, unser Denken weihnachtlich verwandelt werden (…)“.

Nach der Predigt wurde Eucharistie gefeiert. Der Chor unter der Leitung von Eva Berzl und der Mitwirkung von Streichern, Querflöte, Fagott und Orgel sorgte für die besonderen musikalischen Akzente: Erstmals erklang in St. Jakob die 2007 komponierte Pastoralmesse in D von Colin Mawby. Neben lieblich bezaubernden Melodien gleich einem Wiegenlied ertönten die festlichen Akkorde des Gloria in excelsis Deo und des Hosanna. Dieser weihnachtliche Klangzauber trug zur festtäglichen Atmosphäre wesentlich bei, der traditionelle Chamer Weihnachtsgesang „Pastores“ von Franz Bühler tat ein Übriges. Noch vor dem feierlichen Schlusssegen wünschte Pfarrer Zinecker, auch namens Kaplan, Diakon und Gemeindereferentin, allen Mitfeiernden frohe und gesegnete Weihnachten. Am Ende einer Christmette voller Hochstimmung – die letzten Höhepunkte: „Stille Nacht, Heilige Nacht …“. Und ein persönlicher Weihnachtsgruß der Seelsorger an den Kirchenportalen.

Glänzende Kinderaugen bei der Kindermette

Erwartungsvolle Gesichter und glänzende Kinderaugen bestimmten am späten Nachmittag des Heiligen Abend in der Stadtpfarrkirche von St. Jakob das Bild der „Christkindl Andacht“. Sie zog so viele Besucher an, dass sogar die Stehplätze zur Mangelware wurden.

In einem Krippenspiel (s. Bild), das zahlreiche Kinder aufführten, wurde deutlich: Weihnachten ist heute zwar eine große Geburtstagsfeier mit vielen Geschenken, das eigentliche Geschenk ist aber Jesus selbst. Mit frohen Weihnachtswünschen von Stadtpfarrer Dieter Zinecker endete die stimmungsvolle Andacht.

Im Bild: Viele Kinder beteiligten sich am Krippenspiel

Rorate in St. Jakob

Ein Rorate im bloßen Schein von Kerzenlicht wurde am Dienstagabend in der Pfarrkirche gefeiert. Stadtpfarrer Dieter Zinecker konnte hierzu, zusammen mit Gemeindereferentin Michaela Maier, eine stattliche „adventliche Gemeinde“ willkommen heißen, die sich miteinander in Gebet und Gesang auf Weihnachten einstimmte. Die Gemeindereferentin hatte zudem in ihrer Predigtansprache eine adventliche Botschaft bereit: Nicht nur Gotte sende seinen Sohn und seine Himmelsboten auf die Erde – auch die Menschen könnten einander Engel sein, einander zur rechten Zeit am rechten Ort zur Seite stehen.

„Einander Engel sein“ hieß es auch in einer Meditation von Max Feigenwinter:
„Vielleicht geht dir
in der Mitte der Nacht ein Licht auf
Vielleicht hörst du unverhofft
eine neue Botschaft
Vielleicht ahnst du plötzlich
dass Friede auf Erden denkbar ist.
(…)
Schweige und höre
sammle Kräfte und brich auf
damit du den Ort findest,
wo neues Leben möglich ist.“

Einladung zum Familiengottesdienst am 3. Adventssonntag

Auch der zweite Adventssonntag ist in Cham St. Jakob mit einem Familiengottesdienst gefeiert worden, diesmal unter dem Leitgedanken aus dem Markus-Evangelium „Bereitet dem Herrn den Weg!“ (s. Bild). Kaplan Pater Johannes Bosco machte in seiner Predigt auch deutlich, was darunter im Hinblick auf die nahende Geburt des Herrn näher zu verstehen sei: Nicht vorrangig irgendwelche äußerlich sichtbaren (Straßenbau-) Arbeiten, sondern vor allem die innere Einkehr und Vorbereitung.

Wie wohl der Leitspruch am kommenden dritten Adventssonntag, 10.30 Uhr in der Stadtpfarrkirche, lauten wird? Alle Kinder, jugendlichen und erwachsenen Christen sind herzlich eingeladen, es zu erfahren. Alle kleineren Kinder, insbesondere die Kindergartenkinder, sind zusammen mit ihren Eltern zeitgleich, um 10.30 Uhr im Pfarrsaal, zur „Kinderkirche“ herzlich willkommen.

Ein Wunder muss her! Nikolausfeier im Kindergarten St. Jakob in Altenmarkt

Mit dem Lied „Ein Wunder muss her“ erzählten die Kinder des Kindergartens St. Jakob in Altenmarkt vom Heiligen Nikolaus, der seine Landsleute in Myra mit dem „Kornwunder“ aus einer schlimmen Hungersnot rettete. Er überredete den Kapitän eines vor der Stadt vor Anker liegenden Schiffes, von dem geladenen Getreide an die hungernden Leute abzugeben. Die Menschen waren gerettet – und das Schiff hatte nicht ein Korn seiner Ladung eingebüßt.

Eine andere Geschichte aus seinem Leben erzählte der Heilige Nikolaus, der unter seiner roten Haube verdächtige Ähnlichkeit mit Pfarrer Dieter Zinnecker hatte, selbst: Es gab in Myra einen Vater mit drei Töchtern. Der Mann war so arm, dass er die Töchter nicht verheiraten konnte und gleichzeitig zu stolz, um Geschenke anzunehmen. Da legte der Heilige Nikolaus eines Nachts drei Säckchen mit Goldmünzen auf das Fenster der armen Familie – die Mädchen konnten heiraten.

Auf dieser Geschichte gründet auch die Tradition, den Kindern jedes Jahr am Namenstag vom Heiligen Nikolaus ein Säcklein zu bringen. Auch wenn die Altenmarkter Kinder ihr „Säcklein“ in diesem Jahr in Form eines Schiffes gebastelt hatten, hatte der Heilige Mann sie selbstverständlich mit reichen Gaben gefüllt.

Aber vorher musste er natürlich noch in sein goldenes Buch schauen, wie sich denn die Kinder im vergangenen Jahr so verhalten hatten. Ein paar Unarten hatte er schon zu beklagen, wie etwa das Petzen oder den mangelnden Eifer beim Aufräumen – aber dafür gab es auch viel Erfreuliches zu berichten: Dass die Großen den Kleinen immer helfen, zum Beispiel, oder dass alle Kinder gerne basteln und singen.

Nachdem sich der Nikolaus wieder verabschiedet hatte, durften die Kinder Stockbrot am Lagerfeuer grillen und der Elternbeirat sorgte mit Bratwurstsemmeln, Punsch und Kuchen für’s leibliche Wohl von Groß und Klein.