Gemeinsam Einkehr zu halten und einen längeren, intensiven Gedankenaustausch zu pflegen – dazu kommen alljährlich im September die Pfarrgemeinderäte von Cham St. Jakob zusammen. Als Ort der Begegnung hatten sie sich heuer erstmalig das Kloster Rohr, die Benediktinerabtei in der gleichnamigen, niederbayerischen Marktgemeinde, auserwählt und dort Quartier bezogen.

Im dazugehörigen Tagungshaus widmeten sich Pfarrer Dieter Zinecker, Kaplan Alexander Dyadychenko und die weiteren teilnehmenden Ratsmitglieder unter Leitung der Referentin Maria Handwerker, Gemeindereferentin in Obertraubling, dann ganz grundlegenden Fragen und Zielen – sowohl des persönlichen Einsatzes wie auch des Zusammenwirkens als Gremium – im Betätigungsfeld einer Pfarrgemeinde. Auch die Veranstaltungen und Ereignisse der näheren Zukunft in St. Jakob wurden beleuchtet und in die allgemeinen Betrachtungen einbezogen. Die Referentin verstand es dabei, den Anwesenden auf fast spielerische Weise in offenen Gesprächskreisen wertvolle Impulse und Anregungen an die Hand und viel Nachdenkenswertes mit auf den Weg zu geben.

Zum Abschluss der Einkehr lud der Chamer Stadtpfarrer in der atmosphärischen Dichte der Adalbert-Kapelle zur gemeinsamen Messfeier, die den stimmungsvollen Höhepunkt des zweitägigen Zusammenseins darstellte.

Ein schönes Abschiedsgeschenk hatte dann noch der ortsansässige emeritierte Abt Gregor Zippel, als Spender des Sakraments der Firmung kein Unbekannter in St. Jakob, für die Chamer Gäste parat: Eine Führung durch die mächtige Abteikirche des Klosters, die zugleich als Pfarrkirche für den Markt Rohr dient und mit ihrer reichhaltigen Ausstattung (der klangvolle Name des Baumeisters ist Egid Quirin Asam) zu überzeugen weiß.

Ein eindrucksvolles Glaubenszeugnis legten am vergangenen Sonntag die Mitglieder des Frauen- und Müttervereins Vilzing ab, indem sie ihre alljährliche Fußwallfahrt nach Streicherröhren abhielten.

So machten sich mittags zwanzig Frauen auf den zweieinhalbstündigen Weg zur Wallfahrtskapelle. Bei ihrem Marsch durch Wiesen und Felder beteten sie den Rosenkranz.

In Streicherröhren angekommen feierten die Teilnehmerinnen mit den vielen per Auto nachgekommenen Mitgliedern sowie weiteren Expositurangehörigen eine feierliche Marienandacht.

Nürnberg von seiner schönsten Seite kennenlernen – das haben am vergangenen Samstag viele Mitglieder und Freunde des Frauenbundes Cham St. Jakob erleben dürfen. Mit dem Bus waren sie frühmorgens von Cham aus in die Frankenmetropole aufgebrochen, um dort bei strahlendem Sonnenschein unter Leitung einer versierten Stadtführerin die zahlreichen Sehenswürdigkeiten in der Altstadt und der näheren Umgebung zu erkunden.

Selbstverständlich wurde auch die Burg mit ihren weitläufigen Anlagen erklommen und der famose Panoramablick über die ganze Stadt genossen. Mittags ließen sich die Ausflügler/innen dann in einer Nürnberger Traditionsgaststätte Spezialitäten aus der fränkischen Küche schmecken, um sich anschließend in der Innenstadt noch auf eigene Faust näher umzuschauen.

Am Nachmittag machte man noch einen Abstecher in das ca. 40 km entfernte Städtchen Freystadt am Mühlbach und nahm die örtliche Asam-Wallfahrtskirche intensiv in Augenschein. Mit einer Kaffeepause in gemütlicher Runde wurde der gelungene Ausflugstag beschlossen und anschließend wieder die Heimfahrt angetreten – überzeugt davon, dass auch das fränkische Bayern stets eine Reise wert ist.

Im Bild: Die Ausflügler/innen des Frauenbundes von St. Jakob vor der Kulisse der Nürnberger Altstadt

Heuer führte der Familienausflug der Kolpingsfamilie Cham nach Furth im Wald zum Flederwisch. Für alle ein lustiges und zugleich interessantes Eintauchen in die Vergangenheit.

Alle nahmen an der Führung teil und erlebten, wie geschmiedet wurde, bewunderten viele Maschinen von früher und auch erlebten das Drucken von Anfang des letzten Jahrhunderts. Hut ab vor dem anspruchsvollen Beruf des Buchdruckers. Eine Zeitung aus den frühen 1920 Jahren war ein interessantes Zeitzeugnis. Wie Papier hergestellt wurde, geschöpft, wie es in der Fachsprache heißt, wurde interessiert betrachtet und von Mitgliedern der Kolpingsfamilie selbst versucht.

Höhepunkt war die Dampfmaschine. Diese wurde gebaut, als die legendäre Titanic sank. Wie viel Arbeit und Lärm dieses Maschinenungetüm macht, war hautnah zu sehen und spüren. Kaum vorzustellen, dass eine ganze Reihe dieser Maschinen die Titanic antrieben.

Im Anschluss war Zeit genug für eine gemütliche Kaffeestunde im Café Flederwisch. Bestens gelaunt wurde die Heimfahrt angetreten. Timi, der jüngste Teilnehmer schlief ein, sobald der Bus losfuhr. Die vielen Eindrücke hatten den kleinen Jungen müde gemacht.

Die Wiedersehensfreude auf beiden Seiten war groß: Am vergangenen Donnerstag war ein ganzer Bus von Mitgliedern und Freunden der Landfrauenvereinigung aus Rottenburg auf Ausflugsfahrt in Cham unterwegs. Ihr erster und gleichzeitig ganz besonderer Anlaufpunkt war dabei die Stadtpfarrkirche von St. Jakob, wo Pfarrer Dieter Zinecker die Besucher aus seiner niederbayerischen Heimatstadt herzlich willkommen hieß und einen feierlichen Gottesdienst für sie zelebrierte.

Nicht nur im Gottesdienst fand dabei – in Wort und Gesang – der Kirchenpatron St. Jakobus seine Würdigung, sondern auch nach dem Schlusssegen. Da gab der Stadtpfarrer seinen interessierten Besuchern noch einen kurzweiligen Einblick in die bekanntlich über 800-jährige Geschichte der Kirche sowie ihre reichhaltige räumliche Ausstattung, insbesondere mit der Figur des Pilgerpatrons an der Südwand des vorderen Kirchenjoches. Die Zuhörer zeigten sich sehr beeindruckt von dem Dargebotenen und durften sich anschließend auf eine gemeinsame Stadtführung freuen, zur Abrundung ihres Ausflugstages in der Kreisstadt.

Ihr Name ist Programm: Lebhaft und lebendig präsentierte sich die Musikgruppe VIVACE beim Vorabendgottesdienst am vergangenen Samstag in Cham St. Jakob. Schon oft war sie zu Gast in der Stadtpfarrkirche – und begeistert die Gläubigen mit ihrem reichhaltigen Repertoire aus Neuerem Geistlichen Liedgut doch immer wieder wie beim ersten Mal.

Auch Zelebrant Kaplan Alexander Dyadychenko freute sich sehr über die musikalische Bereicherung des Gottesdienstes und sagte dem 20-köpfigen Ensemble am Ende ein herzliches Dankeschön. Mit großem Applaus wurde VIVACE schließlich verabschiedet – in der Hoffnung auf ein baldiges Wiedersehen und -hören!

Mit einer wunderschönen „Open-Air-Andacht“ nahmen die Kinder und Erzieherinnen im Kindergarten St. Jakob in Altenmarkt Abschied von den diesjährigen Vorschulkindern. Während der Andacht brachte jeder der künftigen Erstklässler eine Filzfigur nach vorne und nannten ihren Namen. Pfarrer Dieter Zinecker verabschiedete die Schützlinge mit einem Segen, den allerbesten Wünschen für den weiteren Lebensweg und einem Umhängekreuz aus Edelstahl als Erinnerungsgeschenk.

Anschließend ging es nur ein paar Meter weiter, zum neu erweiterten Klettergerüst des Kindergartens. Dort nahm Pfarrer Zinecker den Scheck mit dem finanziellen Beitrag des Elternbeirats in Höhe von 1.000 Euro von Angela Weiß entgegen und weihte das neue Spielgerät, das von den Kindern sogleich mit Begeisterung erobert wurde.

Hoch her ging es beim Besuch der Polizei im Kindergarten St. Jakob in Altenmarkt. Die „Großen“, die ab September Schulkinder sein werden, haben von POK Walter Dendorfer wichtige Hinweise zur Sicherheit auf dem Schulweg erhalten. Dazu gab es unter anderem einen kurzen Film und einen Test.

In der Zwischenzeit lernten die kleineren Schützlinge von seiner Kollegin, Frau Bauer, einiges über die vielfältigen Aufgaben der Polizei und warum die Polizei ein „Freund und Helfer“ ist. Sie durften sich das Polizeiauto ganz genau ansehen, sich hineinsetzen und sogar die Sirene ausprobieren. Auch die Ausrüstung – von Waffen über Feuerlöscher, Besen und Schutzwesten – wurde einer genauen Untersuchung unterzogen. So gehört sogar ein Teddy zur Ausstattung im Polizeiauto – zum Beispiel für verängstigte Kinder, die sich verlaufen haben.

Die Handschellen waren ein besonderes Highlight für die Kinder, vor allem, als ihre Kindergartenleiterin Andrea Niebauer damit „festgenommen“ wurde. Zum Glück hatten die beiden Beamten den passenden Schlüssel dazu, so dass sie die Erzieherin zur Erleichterung ihrer Schützlinge auch wieder befreien konnten.

Der Kirchenpatron St. Jakobus meinte es auch heuer offenbar besonders gut mit seiner Chamer Pfarrgemeinde. Er bescherte ihr bei bestem Sommerwetter ein gelungenes Patrozinium und Pfarrfest, die beide – auf je eigene Art – zum stimmungsvollen Gemeinschaftserlebnis wurden und „Menschen nah und fern“ (so der Liedgesang im Gotteslob) zu schönen Stunden zusammenführten.

Zum Festgottesdienst am Sonntagvormittag konnte Stadtpfarrer Dieter Zinecker neben Kaplan Alexander Dyadychenko und Gemeindereferentin Michaela Maier als Konzelebranten und Prediger keinen Geringeren als Landes-Caritasdirektor Bernhard Piendl, Kaplan in St. Jakob in den 1980er Jahren, begrüßen. Der gebürtige Loiblinger freute sich seinerseits sehr über das herzliche Willkommen und verstand es, in seiner Predigt das Patrozinium als bedeutendes Fest der Pfarrei darzustellen. Ein Fest, das freilich nicht gefeiert werden könne, ohne die Schreckensszenarien der jüngsten Vergangenheit, speziell in München, in den Blick zu nehmen. Erschütternd seien diese Ereignisse, aber auch die Erkenntnis, welche Abgründe sich in der Seele eines Menschen auftun könnten. Vor diesem Hintergrund müsse man sich umso dringender daran erinnern, was die eigentliche Bestimmung des Menschen sei. „Für uns Christen besteht sie darin, als Abbild Gottes der Liebe in dieser Welt Raum zu geben, denn „Gott ist die Liebe“. Gerade am Patrozinium (so der Prediger weiter) ist es für die Pfarrgemeinde wichtig, sich auf das Fundament zu besinnen, auf dem das Leben der einzelnen wie der Gemeinschaft der Christen besteht. (…) Es gilt, noch vor all den anderen Aktivitäten in der Pfarrei vor allem eine Gemeinschaft des Gebetes zu sein. Gebete sind die beste Form, vor Gott auszusprechen, was bewegt, belastet und aufwühlt. Zugleich hält das Gebet die Verbindung zu Gott lebendig und motiviert dazu, der Bestimmung des Menschen nachzukommen und Zeichen der Liebe und Barmherzigkeit in einer oft hasserfüllten Welt zu setzen.“

Nach dieser eindrucksvollen Predigt wurde Eucharistie gefeiert. Und am Ende des feierlichen Gottesdienstes vereinten sich alle Stimmen zum Tedeum, nachdem zuvor der Kirchenchor besondere musikalische Akzente gesetzt hatte.

Dass sich die Chamer Pfarrei auf das Feiern von Festen auch der weltlichen Art gut versteht, stellte sie beim anschließenden Pfarrfest wieder einmal unter Beweis. Schnell füllten sich die Bänke auf dem Freigelände beim Hotel am Regenbogen (Kolpinghaus), geschützt von Zeltdach und Pavillon, und die vielen Besucher, die ihre Verbundenheit zur Pfarrgemeinde zeigten, durften sich über die freundlichen Begrüßungsworte von Stadtpfarrer und stellvertretendem Pfarrgemeinderatssprecher Johannes Posel freuen. Für das leibliche Wohl war allerorts reichlich gesorgt. Die einsatzfreudigen Helfer an Essensausgabe, Grill und Zapfhahn taten ihr Bestes, ebenso die Tischbedienungen und Küchenhelferinnen. Auch alle Freunde von Kaffee und Kuchen kamen auf ihre Kosten, denn die vielen Kuchenspenderinnen hatten ein riesiges Kuchen- und Tortenbuffet gezaubert, das keine Wünsche offen ließ. Die musikalische Umrahmung lag in den Händen von Engelbert Eckert. Zu vorgerückter Stunde konnte man auch Gäste verschiedener Nationen aus dem Caritas-Integrationskreis für Flüchtlinge sowie der Nachbarpfarrei St. Josef willkommen heißen und bewirten. Am Spätnachmittag klang das Festgeschehen langsam aus. „Ein schönes Fest“, so die Worte vieler Besucher, „wir freuen uns schon auf das nächste Mal!“

Impressionen vom Patrozinium u. Pfarrfest

Die Kolpingsfamilie Cham traf sich am Mittwoch, 20.07 zum Grillen im Kolpinghaus. Eine fröhliche Runde saß bis spät am Abend und bei echtem Sommerwetter auf der Terrasse im Kolpinghaus und genoss die Gemeinschaft, das leckere Salatbuffet und das würzige Grillfleisch. Juliane und Elfriede machten Musik zum Mitsingen. Ein wunderschöner Abend, der als Programmpunkt auch im nächsten Jahr wieder stattfindet.