Am 3. Adventssonntag trafen sich die Mitglieder des Frauen- und Müttervereins Vilzing zu ihrer Adventfeier mit integrierter Jahreshauptversammlung. Der Nachmittag begann mit einer Andacht in der Expositurkirche St. Laurentius, welche von der Teestub´nmusi musikalisch umrahmt wurde. Dazwischen lasen die Damen der Vorstandschaft besinnliche Texte.

Im Anschluss begab man sich ins Gemeinschaftshaus, wo der gemütliche Teil folgte. Dazu konnte die Vorstandschaft auch Kaplan Alexander Dyadychenko recht herzlich begrüßen. Nach einem kurzen Rückblick auf das abgelaufene Vereinsjahr sowie einer Vorschau auf in kommender Zeit anstehende Termine, insbesondere das 85-jährige Vereinsjubiläum im Oktober 2017, ließen die Anwesenden den Nachmittag in gemütlicher Runde bei Punsch, Stollen, Plätzchen und guter Unterhaltung ausklingen.

Bildunterschrift: Die Teestubn´musi umrahmte die Andacht musikalisch.

Ein denkwürdiger Tag ist das am vergangenen Samstag, 3. Dezember, gewesen – für den bisherigen Pastoralkurspraktikanten Stefan Hackenspiel, und nicht minder für seine Heimatpfarrei Cham St. Jakob.

Im Rahmen einer überaus feierlichen Liturgie wurde Hackenspiel am Vormittag, zusammen mit fünf weiteren Kandidaten, in der Stadtpfarrkirche von Diözesanbischof Dr. Rudolf Voderholzer zum Diakon geweiht.

Da wurden kurz vor Beginn des Gottesdienstes sogar die Stehplätze zur absoluten Mangelware, so groß war das Interesse der Angehörigen der Weihekandidaten und darüber hinaus zahlreicher Gläubigen aus nah und fern. Und natürlich wollten besonders viele Zugehörige der Pfarrei St. Jakob „ihrem“ Stefan Hackenspiel durch ihr Mitfeiern bekunden, dass sie an seinem Werdegang und seiner Weihe, mit der er als Diakon zum „Geistlichen“ wurde, regen Anteil nehmen.

Bischof – das ist kein schönes Wort: episkopos heißt „Aufseher“.
Priester – das ist keine schmeichelhafte Bezeichnung: presbyter heißt „Ältester“: Wer will schon immer der Alte sein?
Diakon: Das ist eine tiefsinnige Bezeichnung: Es heißt „Diener, Helfer“. Da sind wir ganz nahe an den Worten Jesu: Ich habe euch ein Beispiel gegeben, damit auch ihr einander dient. – Viele von Ihnen wissen es: Diese Gedanken stammen von Franz Kamphaus, dem früheren Limburger Bischof.
Ich sage Ihnen allen ein herzliches Willkommen hier in unserer Kirche St. Jakob in Cham: Ich grüße die Eltern und Angehörigen unserer Weihekandidaten, alle, die Sie aus den Heimatpfarreien gekommen sind, meine Mitbrüder, Priester und Diakone, die Konzelebranten und besonders Sie, Bischof Rudolf Voderholzer: Es ist uns eine Freude, dass diese Weihe hier in unserer Kirche gefeiert wird, dass der Hl. Jakobus, der Pilgerpatron, so auch Patron des Lebensabschnittes ist, der vor den Kandidaten liegt.
So beten wir heute für Sie, die Weihekandidaten, und feiern mit, wenn Sie durch den Bischof zu dem bestellt werden, was unser aller Auftrag ist: Diener und Helfer zu sein.
Begrüßung der Mitfeiernden durch Pfr. Dieter Zinecker

Sie brauchten ihr Kommen nicht zu bereuen – ganz im Gegenteil. Denn sowohl der Weihegottesdienst insgesamt als auch die einzelnen Rituale und Abläufe der Liturgie hinterließen starken Eindruck beim mitfeiernden Kirchenvolk:

Der imposante Einzug des Bischofs und seiner 11 Konzelebranten mit den Weihekandidaten, von weiteren 55 Priestern, 45 Priesterseminaristen und 30 Ministranten, die Stadtpfarrer Dieter Zinecker allesamt voller Freude in St. Jakob willkommen hieß; die herzlichen Worte des Bischofs in seiner Begrüßung und Predigt sowie in der Weiheliturgie; der feierliche Vortrag der Allerheiligenlitanei durch drei Seminaristen – mit den ausgestreckt vor dem Altar liegenden Kandidaten; das Überreichen von Dalmatik (liturgisches Gewand) und Evangeliar; Gebet und Handauflegung durch den Bischof und Umarmung der neuen Diakone durch ihn und alle anwesenden Diakone. Kurzum: Intensiver und berührender hätte das Geschehen dieses Samstagvormittags kaum von Statten gehen können.

Schon war der Schritt vom Weihekandidaten zum Diakon getan – und Stefan Hackenspiel „in seinem Element“: Gelöst und mit natürlichem Selbstverständnis zog er schon am späteren Nachmittag an der Seite des Chamer Stadtpfarrers zur Feier der Vorabendmesse wieder in die Jakobskirche ein – diesmal durch den Altarraum, geradewegs zum Volksaltar. Wenig später verkündete Hackenspiel das Evangelium des zweiten Adventssonntags. Seine nachfolgende Predigt ließ schnell erahnen, welch tiefes Verständnis und Gespür für die Heiligen Schriften er in sich hat; ein Verständnis, das er auch seinen Zuhörern vermitteln möchte.

So wusste er die Gestalt des Johannes des Täufers eindrucksvoll zu charakterisieren und dessen „wuchtige Worte“ an Volk und Schriftgelehrte darzustellen. Die beim Zuhörer auf den ersten Blick wohl mehr als Droh- statt als Frohbotschaft ankommen würden, wie der Prediger vermutete. In Weiteren stellte er aber umgehend klar, dass man die beiden Sonntags-Lesungen heranziehen müsse, um ein anderes Gottesbild zu gewinnen: „Gott als wohlwollender, geduldiger Tröster, der uns in Jesus Christus nahekommt und Einmütigkeit schenkt“. Vor lauter eigener Betriebsamkeit übersehe man vielleicht allzu leicht, dass Gott schon jetzt, unerkannt und unscheinbar, unter uns wohne. „Auch wir stehen heute in unserem Leben in der Entscheidungssituation, das die Bibel mit dem Bild der Wüste fasst, jenem Ort der Entscheidung für Israel, in den nach der Taufe am Jordan sich auch Jesus 40 Tage lang begeben hat, um versucht zu werden. Wir Christen nennen jenen Entscheidungsraum Advent, das „Sich Bereiten“ auf die Ankunft des Herrn, und nicht nur jetzt in der geprägten Zeit vor Weihnachten ist Advent, sondern unser ganzes Leben ist adventlich geprägter Entscheidungsraum bei der Gestaltung unseres Lebens im Warten auf die zweite Ankunft, die Wiederkunft des Herrn in Herrlichkeit. Ich wünsche Ihnen, liebe Schwestern und Brüder im Herrn ganz besonders in dieser geprägten Zeit, aber auch den ganzen Advent ihres Lebens hindurch die nötige Achtsamkeit für die Zeichen der Zeit, das unscheinbare Heranwachsen des Reiches Gottes in der Zeit, und ich wünsche Ihnen auf dieser Lebensreise jedes Christen Wegweiser, Navigationshilfen, die Ihnen helfen, Gefahrensituationen zu umschiffen, aufmerksam zu bleiben und das angepeilte Ziel nicht zu verfehlen. Ironischerweise ist das hebräische Wort für Prophet, unter denen wir ja Johannes den Täufer als den größten betrachten, Navi.

Ein solches Navi für Ihren irdischen Lebensweg wünsche ich Ihnen, sei es nun in Form eines Navi, eines Propheten (…); oder in Form der vom Schöpfer jedem Menschen gleichsam als Grundausstattung mitgegebenen Navigationshilfe, dem eigenen Gewissen, das in mancher Situation mit leiser Stimme immer wieder mahnt: Bitte wenden! Bitte wenden!“

Nach diesen Worten der Predigt wurde Eucharistie gefeiert. Und ganz am Ende standen die guten Wünsche von Pfarrer Dieter Zinecker an Stefan Hackenspiel für sein nunmehr folgendes Diakonat in der Pfarrei St. Barbara in Abensberg.

Im Bild:
Nach seiner Weihe zum Diakon gab es viele Glückwünsche an Stefan Hackenspiel aus den Reihen der Angehörigen seiner Heimatpfarrei
Stadtpfarrer Dieter Zinecker und Diakon Stefan Hackenspiel am Altar während der Feier des Gottesdienstes am Samstagabend

Gerade erst beginnt das neue Kirchenjahr, da kündet sich Großes an – und wird der Pfarrei St. Jakob in Cham besondere Ehre zuteil. In der hiesigen, geschichtsträchtigen Stadtpfarrkirche wird für das ganze Bistum Regensburg die diesjährige Diakonenweihe, mit ihren ausdrucksstarken Riten und Zeremonien, in feierlicher Weise begangen werden. Zweifellos ein Ereignis, das in Cham seinesgleichen sucht, zumal es in ähnlicher Weise zuletzt vor 28(!) Jahren stattgefunden hat.

Am Samstag, 3. Dezember 2016, ab 10 Uhr, wird für sechs angehende Priester der große Moment gekommen sein: Diözesanbischof Dr. Rudolf Voderholzer wird sie im Rahmen der traditionellen Weiheliturgie, durch Handauflegung und Gebet, zu Diakonen weihen. Das besonders Erfreuliche dabei: Mit Stefan Hackenspiel wird auch ein gebürtiger Chamer die Weihe empfangen. Seine fünf „Kollegen“ sind Florian Frohnhöfer (Sulzbach-Rosenberg), Thomas Meier (Furth im Wald), Daniel Schmid (Burglengenfeld), Peter Stier (Neustadt an der Donau) und Frater Johannes Bosco Florian Ernstberger (Weiden-Neuenkirchen).

Da in der Kirche nur wenige Bankreihen für die Angehörigen der Weihekandidaten reserviert sein werden, sind reichlich Platzkapazitäten vorhanden, um vielen interessierten Gläubigen aus nah und fern die Teilnahme am Weihegottesdienst zu ermöglichen und diese zur Mitfeier herzlich willkommen heißen zu können.

Von denjenigen Personen, die mit dem eigenen Pkw anreisen, sollte allerdings bedacht werden, dass der Kirchplatz (samt Verbindungsstraße zum Marktplatz) gesperrt werden muss, um für die teilnehmenden Gläubigen zur Verfügung zu stehen. Es empfiehlt sich daher, genügend Zeit einzuplanen, um sonstige öffentliche Parkplätze anzufahren. Für die ausgewiesenen (gebührenpflichtigen) Parkplätze in der Innenstadt beträgt die Höchstparkzeit 2 Stunden. In unmittelbarer Nähe zum Kirchplatz (maximale Gehzeit 10 Minuten) bieten sich darüber hinaus zahlreiche Langzeitparkplätze an, wie sie auf dem anliegenden Plan besonders hervorgehoben sind (P 1 = Parkdeck Floßhafen, P 2 = Stadellohe, P 3 = Quadfeldmühle, P 4 = Parkhaus „Auf der Schanze“ (gebührenpflichtig) und P 5 = Florian-Geyer-Brücke).

Das Sakrament der Weihe
„Wer geweiht wird, empfängt eine Gabe des Heiligen Geistes, die ihm eine heilige Vollmacht gibt und von Christus durch den Bischof verliehen wird.“ – Niemand, der Sakramente spendet, kann das aus eigener Kraft und in eigenem Auftrag von sich aus tun. Es ist immer Christus, der im sakramentalen Wirken der Kirche handelt. Das Sakrament der Weihe stellt sicher, dass die Sendung, die Christus seinen Aposteln anvertraut hat, in der Kirche ohne Unterbrechung weiter ausgeübt wird. Die Weihe zum Diakon gibt demnach die heilige Vollmacht das Evangelium zu verkünden, den Dienst des Predigens auszuüben, die Feier der Taufe zu vollziehen, Assistenz bei der Eheschließung zu leisten und Tote zu bestatten.

Die Weiheliturgie
Das Sakrament der Weihe wird durch besondere Zeichen der Zuwendung, durch Handauflegung und Gebet des Bischofs gespendet. Die verschiedenen Riten der Bischofsweihe, Priesterweihe oder Diakonenweihe beziehen sich auf den jeweiligen Charakter des Amtes und dessen spezifische Sendung. Eine ausdrucksstarke Handlung aber kommt in jeder Weiheliturgie vor: die Weihekandidaten liegen am Boden, während die Gemeinde für sie betet und die Heiligen als Fürsprecher anruft. Man erahnt, was Weihe bedeutet: ein Mensch, unvollkommen und schwach wie jeder Mensch, vertraut sich ganz Christus an, um ihm und den Menschen in seiner Kirche zu dienen (Auszüge aus „Bistum Regensburg – Sakrament der Weihe“).

Zur Person
Stefan Hackenspiel, geboren und aufgewachsen in Cham, hat sich nach dem Abitur und einem Studium der Geschichte im Jahre 2010 entschieden, den Weg zum priesterlichen Dienst zu beginnen. Zunächst musste er dafür das vorbereitende sogenannte Propädeutikum in Passau absolvieren. Im Winter 2011/12 hat er dann das Studium der Theologie an der Universität Regensburg begonnen, und mit dem Diplom im Sommer 2016 erfolgreich abgeschlossen. Seitdem, d.h. während des Pastoraljahres, ist er als Pastoralkurspraktikant in der Pfarrei St. Barbara in Abensberg tätig. Am Samstag, 3. Dezember 2016, wird er in St. Jakob zum Diakon geweiht und fortan in dieser Funktion bis Ostern 2017 in Abensberg Dienst tun. Das Sakrament der Priesterweihe wird er am Samstag, 24. Juni 2017, im Dom zu Regensburg empfangen. Seine Primiz wird er am Sonntag, 9. Juli 2017, in St. Jakob feiern können.
In seiner Chamer Heimatpfarrei ist Stefan Hackenspiel bestens bekannt und hat sich hier auch lange Jahre und bis zuletzt stark ehrenamtlich engagiert, als PGR-Sprecher ebenso wie als Lektor und Kommunionhelfer, sowie als versierter Kirchenführer mit breitem Fachwissen. Die ganze Pfarrei freut sich mit ihm über seine Berufung.

 

In diesen Tagen … begehrten die Hellenisten gegen die Hebräer auf, weil ihre Witwen bei der täglichen Versorgung übersehen wurden … Die Zwölf … erklärten: Es ist nicht recht, dass wir das Wort Gottes vernachlässigen und uns dem Dienst an den Tischen widmen. Brüder, wählt aus eurer Mitte sieben Männer von gutem Ruf und voll Geist und Weisheit, ihnen werden wir diese Aufgabe übertragen … Sie ließen sie vor die Apostel hintreten, und diese beteten und legten ihnen die Hände auf.

Jesus … stand vom Mahl auf, legte sein Gewand ab und umgürtete sich mit einem Leintuch. Dann goss er Wasser in eine Schüssel und begann, den Jüngern die Füße zu waschen … Wenn nun ich, der Herr und Meister, euch die Füße gewaschen habe, dann müsst auch ihr einander die Füße waschen. Ich habe euch ein Beispiel gegeben, damit auch ihr so handelt, wie ich an euch gehandelt habe.
Apg 6, 1-6 ; Joh 13,3-15 (jeweils in Auswahl)

Liebe Besucher unserer Homepage, liebe Mitchristen!

Bei uns werden am Samstag, 3. Dezember 2016 um 10 Uhr 6 Männer zu Diakonen geweiht. Sie werden dann im Juni 2017 die Priesterweihe empfangen.

Ursprüngliche hatten die Diakone karitative Aufgaben zu erfüllen: „Dienst an den Tischen … tägliche Versorgung“: Die Beschreibungen aus der Apostelgeschichte weisen auf diesen Bereich hin. Das Wort „Diakon“ bedeutet Diener: Er hatte also in der Gemeinde gerade den Armen, Kranken und in Not Gerateten beizustehen. Dies sollen natürlich nicht ausschließlich Diakone tun, es ist ein Wesensmerkmal von christlichen Gemeinden, dass sich in ihr Viele um die Menschen „am Rande“ kümmern. Dies leisten auch nicht nur die großen Einrichtungen und Dienste beispielsweise der Caritas, es ist Teil des Handelns eines jeden Christen, die Augen vor der Not anderer nicht zu verschließen.

Die Weihe zum Diakon umfasst mehrere liturgische Teile: Am Anfang werden die Kandidaten aufgerufen. Nach der Predigt befragt sie der Bischof nach ihrer Bereitschaft, diesen Dienst auszuüben und ein Leben gemäß diesen Aufgaben zu führen. Ein beindruckendes Zeichen für die Bereitschaft dazu ist, dass die Weihekandidaten während der Allerheiligenlitanei ausgestreckt am Boden liegen. Nach dem Weihegebet des Bischofs wird den Neugeweihten die Dalmatik, das liturgische Gewand, angelegt. Sie erhalten das Evangeliar, Zeichen für ihre Aufgaben in der Liturgie, die Frohe Botschaft zu verkünden. Danach werden sie vom Bischof und den anwesenden Diakonen umarmt.

Bitte begleiten Sie die Weihekandidaten mit ihrem Gebet. Es ist für die Pfarrei St. Jakob eine Freude, dass unser ehemaliger PGR-Sprecher Stefan Hackenspiel in seiner Heimat-Pfarrkirche zum Diakon geweiht wird.

Ihnen alles Gute!
Ihr Dieter Zinecker, Pfarrer

Weit über 30 Päckchen haben die Kinder des Kindergartens St. Jakob in Altenmarkt gemeinsam mit ihren Eltern im Rahmen der Aktion „Weihnachten im Schuhkarton“ geschnürt. Am Montag wurden die Pakete von Sylvia Wagner, die die Aktion hier in der Region unterstützt und koordiniert, im Kindergarten abgeholt.

Sie erklärte den Kindern, dass die Päckchen nun alle in großen Lastwägen verladen und in Länder gefahren werden, wo es den Menschen schlechter geht als hier, insbesondere nach Osteuropa. Dort freuen sich die Kinder sehr, wenn sie unter dem Weihnachtsbaum ein Päckchen aus Deutschland finden.

Kindergartenleiterin Andrea Niebauer unterstützt die Aktion seit Jahren: „Gerade haben wir das Sankt-Martins-Fest gefeiert – jetzt lernen die Kinder, dass man kein Pferd und keinen Mantel braucht, sondern dass jeder an Menschen denken kann, denen es schlechter geht als uns und mit ihnen teilen kann.“

Sehr zur Freude der Kinder hatte Sylvia Wagner auch ihr Firmenmaskottchen, den Nasenbär „Towny“ mit dabei. Zum Dank für die zahlreichen Spenden teilte er Gummibärchen und Schokolade an die Kinder aus.

Hände waren das Thema der Martinsfeier des Kindergartens St. Jakob in Altenmarkt. Der Heilige St. Martin – der laut Pfarrer Dieter Zinecker in diesem Jahr seinen 1700. Geburtstag hätte – hat mit seinen Händen den Mantel geteilt. In ihren Fürbitten baten die Kinder um die Kraft, mit ihren Händen ebenfalls Gutes zu tun. Auch die Laternen der Kinder waren mit Handabdrücken verziert. In ihrem Lichtschein – und dankenswerterweise gesichert durch die Altenmarkter Feuerwehr – ging es nach der kurzen Andacht vor der Kapelle im Laternenzug zum Kindergarten.

Dort wurde von den Kindern noch einmal der Kern der Martins-Geschichte, nämlich das Teilen des Mantels, nachgespielt. Symbolisch gab es dann für die Kindergartenkinder Martinsgänse, die eine Mama extra für alle gebacken hatte, zum Teilen mit den Eltern und Geschwistern.

Anschließend versorgte der Elternbeirat die Großen und Kleinen mit Bratwurstsemmeln, Glühwein und Lebkuchen.

Die Kolpingsfamilie lud zu einem interessanten Themenabend zu Diabetes ein. Für den Vortrag konnte Dr. Straube gewonnen werden, der spannende Einblicke in die Diagnose und die Therapie dieser Volkskrankheit gab.

Die Vorsitzende der Kolpingsfamlie Frau Dahlmann bedankte sich im Namen aller Zuhörer mit einem Blumenstrauß beim Vortragenden.

Nicht nur auf dem Chamer Friedhof sind die ersten Tage des Novembers, Allerheiligen und Allerseelen, guter Tradition nach und in würdevoller Weise von vielen Menschen begangen worden.

In der Stadtpfarrkirche St. Jakob wurde am Allerheiligen-Vormittag besonders feierlich Gottesdienst gehalten und damit dem kirchlichen „Hochfest“ Rechnung getragen. Der Kirchenchor sorgte an hervorgehobener Stelle für den ansprechenden musikalischen Rahmen (St. Thomas-Messe von Ignaz Mitterer).

In seiner Predigt machte Stadtpfarrer Dieter Zinecker deutlich, dass alle in den Stand eines „Heiligen“ erhobenen Personen, so verschieden sie zu allen Zeiten auch sein mochten, sich doch durch eine gemeinsame Grundhaltung ausgezeichnet hätten: Zupacken und handeln, wo es wichtig und notwendig ist, sei ihr ständiges Bestreben gewesen. „Sie haben sich nicht herausgehalten, sie waren nicht Zuschauer, nicht wie eine Mannschaft, die auf Unentschieden spielt. Sie haben erkannt, hier ist mein Platz, da gehe ich hin und da muss ich tun, was ich tun kann, ich und kein anderer, niemand kann mich da vertreten.“ Dies müsse indes eine Grundhaltung für jeden Einzelnen sein, denn Jesus berufe ausnahmslos alle Menschen in seine Nachfolge, jeden „Normalsterblichen“ mit seinen Licht- und Schattenseiten. Wo eine solche Nachfolge stattfinde, komme es zur Annäherung, ja Begegnung mit Gott – und es werde eine neue Welt sichtbar: „Menschen werden anders, reden, handeln und glauben anders – und sie machen und gestalten eine andere Welt. Die ganze Welt kann ihr Gesicht verändern und soll dies auch – dies ist das Evangelium, die gute Nachricht von Allerheiligen. Heute haben wir die Wandlungsworte der Seligpreisungen gehört. Sie sagen: Nicht nur Gaben – Brot und Wein – werden gewandelt, werden zum Heilszeichen, zur Nahrung für die Seele. Die Welt selber kann heiler, und ein Stück weit mehr die Welt Gottes werden.“

Nach der Predigt und den Fürbitten wurde Eucharistie gefeiert, nicht fehlen durfte zum Ausklang das Tedeum.

Tags darauf, an Allerseelen, wurden im Rahmen eines abendlichen Requiems in besonderer Weise der Verstorbenen gedacht, insbesondere der im Laufe des vergangenen Jahres verstorbenen Pfarrangehörigen von St. Jakob. Jeder der seit November 2015 Verstorbenen (43 Frauen und 47 Männer) wurde namentlich genannt und für ihn jeweils ein Licht vor dem Marienaltar entzündet. Auch in den Fürbitten galt das besondere Gedenken ihnen und zudem allen verstorbenen Geistlichen, die einst in der Pfarrei gewirkt haben. Der andachtsvollen Stimmung verlieh der Chor mit dem Requiem von Caspar Ett auch musikalisch den richtigen Ausdruck. Dass Tod und Sterben nur dem irdischen Leben die Grenze setzen – dafür stand schließlich sinnbildlich das Auferstehungslied am Ende des Gottesdienstes: „Der Heiland erstand, der Heiland erstand, die Nacht ist verschwunden, der Tod überwunden (…)“.

Wenn sich auch die Bilder gleichen: Es ist jedes Jahr eine besondere Freude für die persönlich Beteiligten, wenn zum „Tag der Ehejubilare“ in Cham St. Jakob geladen wird. Heuer haben 21 langjährig verheiratete Ehepaare (von 20 bis zu 60 Jahren) aus Cham und Vilzing St. Laurentius die Einladung der Pfarrei angenommen und sich am vergangenen Samstagabend – zusammen mit vielen weiteren Gläubigen – zum festlichen Gottesdienst in der Stadtpfarrkirche versammelt. Dort freute sich Stadtpfarrer Dieter Zinecker schon eingangs seiner Begrüßung auf die nähere Begegnung mit den Jubelpaaren, denen er für ihr stetiges Zueinanderstehen und Festhalten an ihrer von Gott gesegneten Gemeinschaft herzlich dankte.

Seiner Predigt stellte er eine spannende Erzählung voran, die aufzeigte, dass das dauerhafte Eheglück nicht irgendwo in der weiten Welt zu finden sei, sondern genau dort, wo man tagein, tagaus miteinander lebe. Wo man jedoch gleichzeitig „die Türen öffnen müsse“, um ein Gefühl dafür entwickeln zu können: Hier und jetzt ist der Ort, an dem sich für uns „Himmel und Erde berühren“, wo unser Glück wohnt.

Wie man es wohl am ehesten schaffen könne, die Gefühle und Empfindungen vom Anbeginn einer Ehe über die Jahre aufrechtzuerhalten und aufzufrischen, davon gebe der Apostel Paulus im Kolosserbrief ein beredtes Zeugnis: „Darum bekleidet euch (…) mit Güte, Demut, Milde, Geduld! Ertragt euch gegenseitig und vergebt einander, wenn einer dem andern etwas vorzuwerfen hat (…)“. Das sei offenbar eine grundsätzlich wichtige Voraussetzung für eine gelingende Partnerschaft: „Es gibt ein Einsehen, eine klare Bewertung: Was dient unserer Ehe, was fördert sie – und was stellt sie in Frage – und wir wollen sie ja fördern, stärken und ihr Zukunft geben.“ Auf eine solche Grundeinstellung müsse man beiderseitig vertrauensvoll setzen können.

Den Worten der Predigt folgte die Einladung des Geistlichen an die Jubelpaare, nach vorne an die Altarstufen zu treten, um ihnen die Hände aufzulegen und ihnen Gottes Segen für ihr weiteres Eheleben zuzusprechen. Stimmungsvolle Gesänge brachte hierzu und auch im weiteren Verlauf der Liturgie der Jugendchor von St. Jakob unter Leitung von Eva Berzl zu Gehör. Beim abschließenden Tedeum stimmten alle Mitfeiernden ein und gaben dem Lob und Dank der Eheleute nochmals feierlichen Ausdruck.

Gleich im Anschluss ging es zur weltlichen Feier ins Pfarrheim. Mitglieder des Pfarrgemeinderates sorgten hier für die Bewirtung der Ehejubilare und ein kurzweiliges Unterhaltungsprogramm. Elke Neuberger und Johannes Posel hatten eine Bilderschau vorbereitet, die vergangenes Zeitgeschehen in heitere Erinnerung rief, untermalt von Melodien mit hohem Wiedererkennungswert. Zu vorgerückter Stunde gab es für alle Jubilare noch ein persönliches Geschenk aus den Händen von Pfarrer Dieter Zinecker: Eine persönlich signierte Urkunde und einen individuell gestalteten Fotokalender mit Motiven aus dem Leben der Pfarrei.

Im Bild: Die Ehejubilare von St. Jakob und Vilzing mit Stadtpfarrer Dieter Zinecker

Die Schöpfungsgeschichte war das Thema der Erntedank-Andacht, die die Kinder des Kindergartens St. Jakob feierten. Dazu hatten sie sich gemeinsam mit ihren Eltern vor der Altenmarkter Kapelle um ein Kreuz versammelt.

So sagten sie in diesem Jahr nicht nur Danke für die eine reiche Ernte und genug Nahrung – sie erinnerten daran, dass wir dem lieben Gott noch viel mehr verdanken: Licht und Dunkel, das Wasser und das Land mit all seinen Pflanzen, Sonne, Mond und Sterne, die Fische im Meer und die Vögel in der Luft sowie alle Tiere an Land. All diese Dinge legten die Kinder symbolisch in einem Kreis um das Kreuz.

Ein Tanz der Vorschulkinder beendete das gemeinsame Gebet und leitete zum „geselligen Teil“ über: Große und Kleine genossen warmen Apfelpunsch und Brote mit Bananen-Marmelade, die die Kinder mit ihren Erzieherinnen selbst gemacht hatten.

Nicht nur die St. Jakobskirche präsentierte sich am vergangenen Sonntag in ihrem Festgewand – im Schein der Kerzen allerorten. Zum Kirchweihfest ließ auch der Cäcilienchor (im Bild) unter der Leitung von Hermann Seitz besonders schöne Kirchenmusik erklingen („missa laetatus sum“ von Wolfram Menschick; Heinrich Schütz „Von Gott will ich nicht lassen“). Das feine Spiel der Streicher gab dem harmonischen Vortrag noch intensiveren Ausdruck.

In diesem musikalischen Rahmen machte Kaplan Alexander Dyadychenko als Zelebrant des Festgottesdienstes die „Macht des Gebets“ zum Schwerpunkt seiner Predigt. Ausgehend vom Lukas-Evangelium, mit der sehr aktuell anmutenden Frage, ob denn der Menschensohn bei seinem Wiederkommen auf Erden noch „Glauben“ antreffen werde, betonte der Kaplan nachdrücklich die grundlegende Bedeutung des Gebets und einer betenden Gemeinschaft – für das Glaubensleben in Gegenwart und Zukunft.

Am Ende der Kirchweih-Messe kam dann nochmals feierlicher Gesang zum Tragen, diesmal gemeinsam mit Volkes Stimme: „Großer Gott, wir loben dich…“.