„Mit Jesus auf dem Weg“ – Feierliche Erstkommunion in St. Jakob

Die Sonne strahlte mit den Kindern um die Wette am vergangenen Sonntag, dem Tag der Erstkommunion in Cham St. Jakob  –  und erwies sich als gutes Vorzeichen. Auf den Weg zu Jesus vorbereitet hatten sich die 31 Erstkommunionkinder ja schon geraume Zeit, insbesondere in Religionsunterricht und Tischgruppengemeinschaften. Jetzt durften sie ihm ganz nahe sein und erstmals an seinen Tisch treten. „Unser Leben sei ein Fest“  verkündete das Eingangslied, und ein solch frohes Fest der Gemeinschaft konnten die Kinder mit ihren Angehörigen und der Pfarrei feiern.

In die Stadtpfarrkirche eingezogen waren sie unter dem Festgeläut der Kirchenglocken zusammen mit Pfarrer Dieter Zinecker, Kaplan Alexander Dyadychenko, Diakon Alfred Dobler, Gemeindereferentin Michaela Maier und einer großen Ministrantenschar. An der Osterkerze durften sie ihre individuell gestalteten Kommunionkerzen entzünden und die vielen mitfeiernden Gläubigen begrüßen. In seinen Eingangsworten betonte der Chamer Stadtpfarrer seinerseits die Freude aller, die heute die Aufnahme in die eucharistische Gemeinschaft feierten oder als Volk Gottes miterlebten.

Der diesjährige Leitspruch „Mit Jesus auf dem Weg“ zog sich dann wie ein roter Faden durch den Gottesdienst. Unter Beteiligung mehrerer Kinder in Sprechrollen trug Pfarrer Zinecker das Lukas-Evangelium vom Emmausgang des Ostermontags vor. Dessen Inhalt beleuchtete er auch in seiner Predigt, an deren Anfang ihm die Kinder symbolisch Gegenstände, wie Wanderkarte oder Spazierstock überreichten, die bei einer Wanderung wertvolle Dienste leisten. Einerseits, so der Prediger, wolle man heute am liebsten die Zeit anhalten, um  diesen einzigartigen Tag möglichst lange zu genießen. Von etwas anderem spreche das Evangelium: Wo man sich mit Jesus auf den Weg mache und immer weitergehen müsse auf dem Weg des Lebens; Wo es heiße „Herr, bleibe bei uns, der Tag hat sich schon geneigt.“ Das sei „wie ein Gebet, wie eine Grundhaltung, die wir von den Emmausjüngern lernen  können. Ihr, die Kommunionkinder, seid die Emmausjünger heute. Jesus selber gibt sich euch heute als heilige Speise, als Brot des Lebens.“ Und für „das Morgen“ gelte: „Wir alle  –  groß und klein  –  sind mit Jesus auf dem Weg: So wie wir morgen, übermorgen und Jahre später als heranwachsende Jugendliche, als Erwachsene leben, wie wir hoffen und vertrauen: Da wird deutlich, dass wir mit Jesus auf dem Weg durchs Leben sind, dass er unsere heilige Speise in der Feier der Eucharistie ist.“

Nach der Predigt erneuerten die Kommunionkinder zusammen mit der Festgemeinde das Taufversprechen. Mit der Gabenbereitung, zu der sie sich mit ihren Tischgruppenleitern im Altarraum  versammelten, war schließlich der Höhepunkt allen Geschehens gekommen: Zum ersten Mal durften die Kinder den Leib des Herrn empfangen. Besondere Andacht machte sich breit und manche Anspannung wich wenig später einem befreiten Lächeln. Der Chor aus Kinder und Jugendlichen unter der Leitung von Eva Berzl gab dem großen Ereignis hier und auch im Übrigen den wohlklingenden Rahmen. In Form eines Liedes wurde zudem geäußert, was förmlich in der Luft lag: „Sing mit mir ein Halleluja, sing mit mir ein Dankeschön.“  Dank sagte an dieser Stelle auch Pfarrer Dieter Zinecker für alle Mitwirkung und Mühen der Vorbereitung, ein Extra-Lob für Gemeindereferentin Michaela Maier eingeschlossen. Mit dem Tedeum und dem feierlichen Auszug fand der stimmungsvolle Festgottesdienst seinen Abschluss.

Die abendliche Dankandacht, zu der sich die Erstkommunionkinder nochmals im Festgewand einfanden, stand am Ende eines denkwürdigen Tages  –   der zugleich den neuen Tag einläutete: „Mit Jesus auf dem Weg“.

Im Bild:  Die Erstkommunionkinder von St. Jakob mit Pfarrer Dieter Zinecker und Kaplan Alexander Dyadychenko

Ostern – Beginn einer neuen Zeitrechnung

„Der Heiland erstand, der Heiland erstand (…).“  In der Osternachtsfeier sangen es die Gläubigen, die die Stadtpfarrkirche von St. Jakob bis an den Rand füllten, voller Inbrunst und ließen erkennen: Die Freude über den auferstandenen Heiland hatte Einzug gehalten, aus Ostern wurde ein neues Bekenntnis zum Glauben, zur Hoffnung und Zuversicht. Und: Mit Ostern beginnt eine neue Zeitrechnung, wie Pfarrer Dieter Zinecker es in seiner Festpredigt auf den Punkt brachte.

Eröffnet wurde die Feier der Auferstehung mit der Lichtfeier: Das Entzünden des Osterfeuers, die Osterkerze, die unter „Lumen Christi“-Rufen in die dunkle Kirche getragen wird, und das Anzünden der Lichter aller Mitfeiernden sind sprechende Bilder für den Auferstandenen, der das Dunkel des Todes vertreibt. Der Einzug von Pfarrer Zinecker, Diakon Alfred Dobler und einer stattlichen Schar von Ministranten vollzog sich dementsprechend im schwachen, aber stetig wachsenden Schein der Kerzen. Im „Frohlocket Ihr Chöre der Engel“ ließ der Chamer Stadtpfarrer das Osterlob warm erklingen, ehe der Wortgottesdienst mit den inhaltsschweren alttestamentarischen Lesungen seinen Anfang nahm; Die jeweiligen Antwortpsalmen sangen Eva Berzl und Organist Hermann Seitz abwechselnd vor. Und nach dem Osterhalleluja, machtvoll begleitet von der Orgel und dem Geläut  aller Glocken, konnte Diakon Alfred Dobler das Markus-Evangelium vom auferstandenen Christus verkünden.

Die allumfassende Kraft der Frohbotschaft war auch der Ausgangspunkt der Festpredigt. Mit der Osternacht breche eine neue Zeit an, so Pfarrer Zinecker. Diese Zeitumstellung sei  –  mit dem Sieg über den Tod und als Tor zum ewigen Leben  –  von gänzlich anderer, grundlegender Bedeutung als etwa die von Menschenhand vollzogene, vor Wochenfrist erfolgte Umstellung von der Winter- zur Sommerzeit. Ausdrucksvolle und glaubensstarke Worte zur Auferstehung  und zu Ostern kämen uns heute leicht über die Lippen; Worte, denen die allerersten Osterzeugen, die zitternd und voller Furcht vom Grab flohen, sehr vorsichtig und zurückhaltend entgegengetreten seien. Zweifelnde Fragen nach dem Sinn der Auferstehung für den einzelnen Menschen und dessen Schicksal stellten sich heutzutage nicht minder. Etwa für Angehörige der Opfer des Flugzeugunglücks, für Schwerkranke, die dem Tod entgegengehen, für Menschen in den Flüchtlingslagern im Nahen Osten. Pfarrer Zinecker fand Antwort auf diese brennende Fragen in den Worten des Evangelisten: „Er geht euch voraus nach Galiläa; dort werdet ihr ihn sehen.“ So wie dort die Jünger Jesu in ihrem Alltag gelebt haben, mit all ihrem österlichen Ahnen und Hoffen, so soll auch bei uns die „österliche Zeitumstellung“ dort wirken, wo vieles bedrückend oder schier trostlos sei: Im täglichen Leben: „Die Osterkerze ist ein Zeichen: Jedes menschliche Leben hat einen Wert, der nicht in Frage gestellt werden kann“, auch nicht bei schweren Schicksalsschlägen. „Liebe Mitchristen, wie ich an Ostern glaube, zeigt sich in meinem Galiläa, in meinem Alltag, an den anderen 364 Tagen im Jahr: Diese österliche Zeitumstellung ist einschneidend: Wer an die Auferstehung glaubt, verliert die Angst, verliert auch eine Lebenshaltung, die sich an Oberflächlichem, am äußeren Schein orientiert; er weiß, was im Leben wichtig ist. Der Glaubende kann nicht mehr so weiterleben wie bisher. Er setzt überzeugt neue Maßstäbe.“

Der Predigt folgte die Tauferneuerung, mit der Segnung des Taufwassers mittels der Osterkerze und der Erneuerung des Taufversprechens. Danach wurde in besonders feierlicher Weise die Eucharistie begangen. Durch die eingängigen österlichen Volksgesänge und Gebete waren auch hier die Gläubigen in das Geschehen eingebunden. Die Segnung der Osterspeisen und der Ostersegen beschlossen eine Osternacht  –  reich an bewegenden Worten und Liedern und an stimmungsvollen Bildern.

An deren Ende stand der herzliche Dank von Pfarrer Dieter Zinecker an alle Mitwirkenden und ein „Frohes Ostern“, im Namen auch von Kaplan Alexander Dyadychenko und Diakon Alfred Dobler, an alle Gottesdienstbesucher, untermauert von einem persönlichen Ostergruß samt Osterbrötchen an den Kirchenportalen.

 

 

Die Pfarrei Sankt Jakob betet den Kreuzweg am Kalvarienberg

Den Leidensweg Jesu nachempfinden  –  das wollten auch heuer viele Angehörige der Pfarrei Cham St. Jakob. Sie fanden sich am frühen Vormittag des Karfreitags zum Kreuzweg am Kalvarienberg ein und beteten in einem langen Zug die 14 Stationen hinauf bis zur Kreuzigungsgruppe. Angeführt wurden sie von Zelebrant Kaplan Alexander Dyadychenko, der von Diakon Alfred Dobler beim Vorbeten unterstützt und von mehreren Ministranten begleitet wurde. Abschließend  dankte der Kaplan für das intensive Mitfeiern in Gebet und Gesang und entließ die Gläubigen mit seinem Segen.

Vorstellung der Erstkommunionkinder 2015

„Mit Jesus auf dem Weg“ in Cham St. Jakob

Die gespannte Vorfreude ist bereits spürbar und in vielen Gesichtern abzulesen: 30 Kinder werden heuer am 10. Mai in der Pfarrei Cham St. Jakob zum ersten Mal an den „Tisch des Herrn“ treten. Einige Zeit schon bereiten sie sich im Religionsunterricht, bei der Schülermesse und Erstbeichte, sowie in Tischgruppen auf ihre Erstkommunion vor. Die umfangreiche Anlaufphase soll helfen, der grundlegenden Bedeutung des Sakraments der Eucharistie auch die entsprechende Geltung zu verschaffen.

Zur weiteren, intensiven Vorbereitung auf das große Ereignis durften sich die Mädchen und Buben am vergangenen vierten Fastensonntag im Rahmen eines Familiengottesdienstes der zahlreich versammelten Pfarrgemeinde vorstellen. Mitgebracht hatten sie eine große Bildwand, mit dem Titel „Mit Jesus auf dem Weg“ und aufgeklebten Fußspuren, unterlegt mit einem Foto von jedem Kind. Die eigentliche Szenerie des Bildes erläuterte Pfarrer Dieter Zinecker in seiner Predigtansprache, unter Bezugnahme auf das zuvor verkündete Lukas-Evangelium des Ostermontags: Zwei Jünger Jesu treffen auf dem Weg nach Emmaus auf den  Auferstandenen, der ihnen den Sinn der Schrift erklärt, den sie jedoch erst einige Zeit später, beim Brechen des Brotes bei Tisch, erkennen. Das Geschehen und den Leitspruch könne man in das eigene Leben übertragen: So wie ein Navigationsgerät für Auto-, Radfahrer oder Fußgänger die richtungsweisenden Wege zu einem angepeilten Ziel vorgebe, so gelange man mit Jesus auf den richtigen Weg. Er sei der Wegweiser im Glauben und im Leben, für die Erstkommunionkinder und für alle Christen. Er gebe dem Leben Richtung, Sinn und Ziel. Und nicht nur am kommenden großen Tag der Erstkommunion dürfe man an den Tisch des Herrn treten, sondern danach in jeder Feier der Eucharistie, an Sonn- und Festtagen und an allen anderen Wochentagen.

Mit diesen erwartungsfrohen Worten bedacht wurden die Mädchen und Buben dann namentlich aufgerufen und versammelten sich im Altarraum, um gemeinsam mit allen Gläubigen das Glaubensbekenntnis zu sprechen und vom Chamer Stadtpfarrer gesegnet zu werden. In der Abendmahlfeier des Gründonnerstags werden sie an gleicher Stelle ihre Kommunionkleider überreicht bekommen.

Einige Kinder trugen schließlich die Fürbitten vor und mit der Feier der Eucharistie endete der feierliche Gottesdienst.

Als angehende Erstkommunionkinder (im Bild mit Pfarrer Zinecker und Kaplan Dyadychenko)  stellten sich namentlich vor:

Katharina Alt, Mailin Bader, Natalia Feuerer, Alexander Fried, Alexander Glaser, Kevin Gmach, Milosz Groborz, Nadia Groborz, Rafael Hartl, Lilly Hintermeier, Robert Linhart, Eva Ochsenmeier, Nico Pfeilschifter, Emma Reitmeier, Tizian Roiger, Marcel Schmidt, Ricarda Schneider, Lena Schönberger, Michael Simeth, Paul Soukup, Ronja Sperl, Alexander Sporrer, Christian Weber, Sylvia Weinberger, Maurice Zöhrer, Ella Zollner, Hanna Zollner.

Vorstellung der Firmlinge 2015

Gott als Quelle aller Energie

Vorstellung der Firmlinge in Cham St. Jakob

„Verbunden mit dem Strom Gottes“  –  heißt das Leitwort der 60 Jugendlichen der Pfarrei Cham St. Jakob und der Expositur Vilzing/St. Laurentius, die heuer das Sakrament der Firmung empfangen werden. Um diesem Motto den richtigen Ausdruck zu verleihen und es bildlich darzustellen, haben sich die Jugendlichen auf einer großen Schautafel per Handy-Foto miteinander „verdrahtet“, und die Drähte in Richtung auf den Heiligen Geist auch noch zum Glühen gebracht. Bis zum Tag der Firmspendung durch Abt em. Gregor Zippel am 4. Juli 2015 können sie die Zeit noch nutzen und ihre Energie auf Gott hin wenden, gleichsam den Heiligen Geist strömen lassen.

Zusammen mit Stadtpfarrer Dieter Zinecker freute sich Kaplan Alexander Dyadychenko am vergangenen Passionssonntag, zum Familien- und Vorstellungsgottesdienst der angehenden Firmlinge ein nahezu volles Gotteshaus begrüßen zu können. Schon in seinen Eingangsworten und insbesondere in seiner Predigtansprache  legte der Chamer Kaplan den Mädchen und Jungen ans Herz, sich mit voller Energie für Gottes frohe Botschaft einzusetzen und sich dafür zu begeistern. So wie man mit einem Handy in Kontakt mit Gleichgesinnten komme oder viele andere Funktionen abrufen könne, so solle man auch Verbindung zu Gott aufnehmen und auf Dauer erhalten. Letzteres setze voraus, dass man ständig neue Energie aufwende, ähnlich wiederum dem Gebrauch eines Handys, das immer wieder neu aufgeladen werden müsse, um funktionsbereit zu sein.

Nach diesen ermutigenden Worten der Predigt durften sich die angehenden Firmlinge der Pfarrgemeinde  namentlich vorstellen, sprachen gemeinsam mit allen Gläubigen das Glaubensbekenntnis und ließen sich vom Kaplan den Segen Gottes zusprechen, ehe Eucharistie gefeiert wurde. Am Ende des stimmungsvollen Gottesdienstes (Eva Berzl an der Orgel sorgte für die musikalischen Klänge) erbat einer der Jugendlichen stellvertretend für alle das Gebet der Gottesdienstbesucher, um sich auch auf diese Weise der Pfarrei ganz nahe verbunden zu wissen.

Im Bild: Die Firmlinge von Cham St. Jakob und Vilzing St. Laurentius mit Pfarrer Dieter Zinecker und Kaplan Alexander Dyadychenko

Fastenessen 2015 – Die Kartoffelsuppe der Kolpingjugend fand reichlich Abnehmer

Essen für den guten Zweck – in diesem Falle für das Hilfswerk Misereor  –  das tat jeder, der sich am vergangenen Sonntag am Fastenessen der Pfarrei Cham St. Jakob beteiligte und sich die angebotene Kartoffelsuppe gegen eine kleine Spende schmecken ließ. Mit einem speziellen jüdischen Segensspruch hatte Pfarrer Dieter Zinecker die Mittagsgäste begrüßt (i. Bild), die insbesondere nach dem Familiengottesdienst zahlreich ins Pfarrheim gekommen waren. Und nach einem gemeinsam gesprochenen Tischgebet erwiesen sich die Kolpingjugendlichen wieder einmal als gute Gastgeber und versorgten alle Hungrigen aus dem großen Suppentopf. Auch die zeitgleich angebotenen Waren aus Fairem Handel fanden viele Abnehmer, so dass sich die Jugendlichen über einen ansprechenden  Erlös freuen durften. Zum Abschluss der mittäglichen Stunde zeigte Kaplan Alexander Dyadychenko einen kurzen Filmbeitrag  von Misereor, der eindrucksvoll untermauerte, dass viele Menschen auf den Philippinen (denen die aktuelle Spendenaktion „neu denken – Veränderung wagen“ zugutekommen soll) tagtäglich um ihre Lebensgrundlagen kämpfen müssen.

Im Bild:

Die Kartoffelsuppe der Kolpingjugend fand reichlich Abnehmer

Sankt Jakob feiert mit den Familien den Tauferinnerungsgottesdienst

Großen Anklang fand auch heuer der in der Pfarrei Cham St. Jakob veranstaltete „Tauferinnerungsgottesdienst“ für alle Familien, die sich im vergangenen Kirchenjahr (bis zum Christkönigsfest, Ende November 2014) über die Taufe eines Kindes freuen konnten. Im Rahmen eines Wortgottesdienstes trafen sich dazu am letzten Sonntagnachmittag zahlreiche Eltern mit ihren Neugetauften, zumeist in Begleitung von weiteren Familienangehörigen, in der Chamer Stadtpfarrkirche. Pfarrer Dieter Zinecker, Kaplan Alexander  Dyadychenko, Diakon Alfred Dobler und Gemeindereferentin Michaela Maier zeigten sich sehr angetan über das Erscheinen der frohen Schar und ließen in der besonderen Gestaltung dieser kirchlichen Feier die Erinnerung an die vor Jahresfrist gefeierte Taufe bei den Anwesenden nochmals lebendig werden. In seinen Predigtworten nahm der Kaplan Bezug auf das zuvor vorgetragene Gleichnis des Matthäus-Evangeliums vom verborgenen Schatz im Acker und wies eindrücklich darauf hin, welcher Schatz ein neugeborenes und natürlich jedes Kind sei  –  für die Eltern und gleichzeitig für Gott, selbst der Schöpfer allen Lebens. Diesen Schatz gelte es zu hüten und zu pflegen, er sei mehr wert als jeder Edelstein.

Anschließend durften die Eltern mit ihren Kindern zum Taufbecken treten, um dort mit dem zuvor geweihten Taufwasser versehen zu werden. Pfarrer und Diakon legten ihnen zudem die Hände zum Segen auf und als kleine Gabe zum Mitnehmen hielt Gemeindereferentin Michaela Maier eine kindgerechte Bibel bereit.

Von einzelnen Elternteilen oder Paten vorgetragene Fürbitten und das gemeinsam gebetete Vaterunser rundeten den Gottesdienst ab, dessen musikalische Begleitung Eva Berzl innehatte.

Der kirchlichen Feier folgte die weltliche, mit einem gemütlichen Beisammensein im Pfarrheim. Hierfür hatte das Team der Kinderkirche Kaffee und Kuchen vorbereitet und sorgte bestens für das Wohl aller Gäste. Diese nahmen die freundliche Zuwendung dankbar an und genossen den unterhaltsamen Sonntagnachmittag.

Cham St. Jakob sendet seine Sternsinger aus

Seit dem 2. Januar sind sie wieder unterwegs auf den Straßen, die zur Chamer Stadtpfarrei gehören: Die als Könige bzw. Sternsinger gekleideten Ministranten von St. Jakob. Aufgeteilt in mehrere Gruppen werden sie an die Haus- und Wohnungstüren klopfen, um den Segen Gottes dorthin zu bringen und mit Gebet und Gesang um Spenden zu bitten. Auf Wunsch werden sie auch den Segensspruch 20*C+M+B+15 (Christus mansionem benedicat = Christus segne dieses Haus) mit Kreide an die Pforten schreiben.

Die diesjährige bundesweite Aktion Dreikönigssingen steht unter dem Motto „Segen bringen, Segen sein für Kinder auf den Philippinen und weltweit!“ und richtet den Blick besonders auf Kinder, die unter Mangel- oder Unterernährung leiden.

Feierlich ausgesandt wurden die Sternsinger am Neujahrstag von Kaplan Alexander Dyadychenko im Rahmen des abendlichen Festgottesdienstes, der vom Kirchenchor ansprechend mitgestaltet wurde (Missa brevis in F von Valentin Rathgeber). Der Geistliche freute sich zunächst über die vielen Mitfeiernden und wünschte allen ein gutes Neues Jahr 2015.

In seinen Predigtworten führte er die Not von Kindern in vielen Ländern der Erde vor Augen. Schon für das Kind in der Krippe seien Weihrauch, Myrrhe und Gold an sich nicht die geeigneten Geschenke gewesen. Vielmehr habe es für seine gesunde Entwicklung eine ausreichende Nahrungsgrundlage benötigt. Genau dies bräuchten auch die notleidenden Kinder auf den Philippinen. Wer ihnen Hilfe gewähre, tue es gleichzeitig für das göttliche Kind, das man in jedem Kind sehen könne. Das Sternsingen sei also nicht nur guter Brauch, sondern ein Dienst an und für Gott im besten Sinne.

Kaplan Dyadychenko bat die Gottesdienstbesucher abschließend nochmals herzlich, die Sternsinger bei ihren Besuchen vor Ort, von Freitag, 2. Januar, bis Sonntag, 4. Januar, wohlwollend aufzunehmen.

Mit einem Gottesdienst am Dienstag, 6. Januar, 10.30 Uhr, soll dann die Rückkehr der Ministranten-Sternsinger gefeiert werden und die wohltätige Aktion hoffentlich mit einem guten Spendenergebnis abgeschlossen werden.

Im Bild: Die Sternsinger von St. Jakob mit Kaplan Alexander Dyadychenko, Diakon Alfred Dobler und Gemeindereferentin Michaela Maier.

Sankt Jakob begeht den Jahresabschluss für 2014

Die rettende Botschaft für alle Menschen

Der letzte Kalendertag des Jahres will gebührend begangen und gefeiert werden, auch in der Feier des Gottesdienstes. Dementsprechend viele Gläubige hatten sich am frühen Silvesterabend zum Jahresschlussgottesdienst in der Stadtpfarrkirche von St. Jakob eingefunden. Sie wurden freundlich willkommen geheißen von Pfarrer Dieter Zinecker, der zusammen mit Diakon Alfred Dobler und Gemeindereferentin Michaela Maier, begleitet von einer großen Ministrantenschar, in das weihnachtlich geschmückte Gotteshaus eingezogen war. An der Schwelle zum Neuen Jahr, so der Chamer Stadtpfarrer in seinen einführenden Worten, gelte es heute, zurückzuschauen auf ein Stück gelebtes Leben, auf vieles, was das Leben bereichert oder auch schwer gemacht habe. Nicht fehlen dürfe hier der Dank an den Schöpfer aller Dinge, für sein Wirken an uns und in der Welt. Gleichzeitig  könne man zuversichtlich den Blick nach vorne richten und im festen Vertrauen auf Gottes guten Geist wieder einen neuen Anfang wagen, gemäß den Worten des Weihnachtsevangeliums nach Johannes:  „ (…) Das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt“. Von dieser „rettenden Botschaft für alle Menschen“ legten auch die nachfolgende Lesung aus dem Römerbrief und das Evangelium Zeugnis ab.

Wichtige Ereignisse des zu Ende gehenden Jahres, kirchlicher und weltlicher Art, wurden dann in chronologischer Reihenfolge noch einmal in Erinnerung gerufen: Die Wahl von Kardinal Marx zum neuen Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, die Annahme des Amtsverzichts von Bischof Tebartz van Elst durch Papst Franziskus, die Heiligsprechung der Päpste Johannes XXIII. und Johannes Paul II., die Begehung des Deutschen Katholikentages in Regensburg, die Verbreitung der Ebola-Epidemie in Westafrika ab Jahresmitte, die Morde an jüdischen und arabischen Jugendlichen und in deren Folge Krawalle in Jerusalem, Raketenangriffe in Israel und ab 8. Juli eine 7-wöchige Militäroffensive Israels in Gazastreifen; die Beratung der Außerordentlichen Bischofssynode im Vatikan über die „pastoralen Herausforderungen der Familien im Rahmen der Evangelisierung“, die Seligsprechung von Papst Paul VI., der Aufruf der deutschen Bischöfe an die EU-Staaten, die systematische Rettung von Flüchtlingen in Seenot nicht einzustellen; die Wahl des bayerischen Landesbischofs Bedford-Strohm zum neuen Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche in Deutschland, die Ansprache des Papstes im Europaparlament in Straßburg, und schließlich die über das ganze Jahr reichenden Nachrichten von Terror, Krieg, Vertreibung und menschlichem Leid in verschiedenen Teilen der Erde, wie: Ukraine, Nigeria, Afghanistan, Pakistan, Irak oder Syrien, mit dem tatkräftigen, auch spendengestützten Einsatz der kirchlichen Hilfswerke zur Linderung der schlimmsten Not.

Auch die Pfarrei St. Jakob kann auf ein ereignisreiches Jahr 2014 zurückschauen: Die mit neuen Gewändern  ausgestatteten Ministranten-Sternsinger ziehen von Haus zu Haus und erbitten dort Gottes Segen, Anfang Mai findet die 300. Fußwallfahrt nach Altötting statt, viele Chamer Gläubige feiern den Katholikentag in Regensburg mit, ab dem Pfingstfest steht das neue Gotteslob zur Verfügung, nach Pfingsten führt eine Pfarrwallfahrt nach Köln, Kevelaer, Aachen und Trier, beim Pfarrfest wird Kaplan Franz Pfeffer nach dreijähriger Tätigkeit verabschiedet, Pfarrer Thomas Rey aus Cham/Schweiz stattet einen Besuch vor Ort ab, Anfang September tritt Kaplan Alexander Dyadychenko seinen Dienst an, Pfarrer Dieter Zinecker feiert mit der Pfarrei seinen 50. Geburtstag, der Frauen- und Mütterverein Vilzing nimmt an der Diözesanwallfahrt nach Rohr teil, am 8. November stirbt Pfarrer i. R. Gerhard Huf, der Einsatz vieler Menschen für die Belange der Pfarrei und ihrer Expositur während des ganzen Jahres sorgt für Belebung und neue Impulse.

In seiner nachfolgenden, kurz gefassten Predigtansprache kam Pfarrer Zinecker nochmals auf die Lesung des Römerbriefes, mit ihrer rettenden Botschaft zu sprechen. Sie zeige den Weg zu einem erfüllten Leben, in guter Hoffnung und Zuversicht auf die immerwährende Güte und Segenskraft Gottes. Besten Ausdruck fanden diese Ausführungen nach der Kommunionfeier im von Pfarrer und Gemeindereferentin vorgesungenen Hymnus Dietrich Bonhoeffers: „Von guten Mächten wunderbar geborgen, erwarten wir getrost was kommen mag (…)“.

Zu guter Letzt sprach der Stadtpfarrer seinen herzlichen Dank all jenen aus, die sich während des Jahres für die Belange der Pfarrei einsetzen, als Haupt- oder ehrenamtliche Mitarbeiter, regelmäßig oder für bestimmte Vorhaben. Vom gemeinsamen Wirken so Vieler gehe Segen aus und erhalte die Pfarrei neue Impulse.

In Bildern: Festliche Begehung des Jahreschlussgottesdienstes