Am Hochfest der Erscheinung des Herrn zog Pfarrer Josef Amberger mit einer großen Schar Sternsinger in prächtigen Gewändern und mit goldenen Sternen in die Expositurkirche St. Laurentius ein. Er begrüßte die 24 Ministrantinnen und Ministranten, die in der vergangenen Woche, aufgeteilt in sechs Gruppen, in der Expositur Vilzing von Tür zu Tür zogen. Unter dem diesjährigen Motto: „Segen bringen, Segen sein. Respekt für dich, für mich, für andere, in Bolivien und weltweit!“, verkündeten sie die Weihnachtsbotschaft und sammelten für die Weltmission.

Pfarrer Amberger dankte den Kindern und Jugendlichen für ihr Engagement, mit dem sie Gleichaltrige in Bolivien, einem der ärmsten Länder Südamerikas, unterstützen wollen, da diese dort aufgrund ihrer Herkunft und Hautfarbe oftmals respektlos behandelt, ausgegrenzt oder diskriminiert werden.

Auf den Weg gemacht haben sich auch heuer die Sternsinger von St. Jakob. Aufgeteilt in mehrere Gruppen werden sie an die Haus- und Wohnungstüren klopfen, um den Segen Gottes dorthin zu bringen und mit Gebet und Gesang um Spenden zu bitten. Auf Wunsch werden sie auch den Segensspruch 20*C+M+B+16 (Christus mansionem benedicat = Christus segne dieses Haus) an die Pforten schreiben. Die diesjährige bundesweite Aktion Dreikönigssingen des Kindermissionswerkes steht unter dem Motto „Segen bringen, Segen sein! Respekt für Dich, für mich, für Andere – in Bolivien – und weltweit“ und richtet den Blick besonders auf junge Menschen, die diskriminiert und ausgeschlossen werden.

Feierlich ausgesandt wurden die Sternsinger am Neujahrstag von Kaplan Alexander Dyadychenko im Rahmen des abendlichen Festgottesdienstes. Der Geistliche begrüßte die prächtig gewandeten Dreikönige und die vielen Mitfeiernden und wünschte allen ein gutes und gesegnetes Neues Jahr 2016. In seine Predigtworte bezog er auch die Sternsinger ein und freute sich über deren Einsatzbereitschaft. Es sei gar nicht so leicht, sich immer wieder aufzumachen und jedes Jahr von Haus zu Haus zu gehen. Aller Anfang sei sprichwörtlich schwer, aber das Bewusstsein, notleidende Kinder unterstützen zu können und diesen neue Wege und Anfänge im Leben zu eröffnen, sei letztlich ein schöner Lohn für alle Mühen.

Der Kaplan bat die Gottesdienstbesucher nochmals herzlich, die Sternsinger bei ihren Besuchen vor Ort wohlwollend aufzunehmen.

Mit einem Gottesdienst am Mittwoch, 6. Januar, 10.30 Uhr, wird dann die Rückkehr der Ministranten-Sternsinger gefeiert werden und die wohltätige Aktion hoffentlich erfolgreich abgeschlossen.

Im Bild: Die Sternsinger von St. Jakob mit Kaplan Alexander Dyadychenko und Diakon Alfred Dobler

Zum Jahresschlussgottesdienst in Cham St. Jakob hat Pfarrer Dieter Zinecker, zusammen mit Diakon Alfred Dobler und Gemeindereferentin Michaela Maier, am Silvesterabend viele Gläubige in der Stadtpfarrkirche begrüßen können. Auf seine einleitende, zum Ende des alten und an der Schwelle zum neuen Jahr naheliegende Frage, was den Menschen weiterbringe könne in seinem Leben, fand der Chamer Stadtpfarrer deutliche Antworten: Man müsse die Türen öffnen, auch für das Fremde und Unbekannte. Man müsse offen sein für andere, entsprechend dem Geist, wie er an späterer Stelle in Lesung und Evangelium zum Ausdruck kam: Dem in Not geratenen Mitmenschen, gleich wer er ist und woher er kommt, beizustehen und ihm – um einen Ausgleich zu schaffen – konkrete Hilfe zu gewähren, jeder nach seinen Kräften. Was der Apostel Paulus schon vor 2000 Jahren den Menschen nahegelegt habe, gelte heute unvermindert fort.

Wichtige Ereignisse des zu Ende gehenden Jahres, kirchlicher wie weltlicher Art, wurden dann in chronologischer Reihenfolge nochmals in Erinnerung gerufen: Der Besuch von Papst Franziskus auf Sri Lanka und den Philippinen, die Ernennung von 20 neuen, zumeist „von den Enden der Erde“ stammenden Kardinälen, der Tod von mehr als 800 Menschen beim Kentern eines Flüchtlingsbootes zwischen Libyen und Italien im April, das Ertrinken tausender Menschen auf den Flüchtlingsrouten im Mittelmeer das ganze Jahr über, die Seligsprechung des Anwalts der Armen, Erzbischof Oscar Romero, in El Salvador, der Appell des Papstes an die Menschheit in seiner Umwelt-Enzyklika „Laudato si – Über die Sorge für das gemeinsame Haus“, der Evangelische Kirchentag in Stuttgart unter dem Motto „Damit wir klug werden“, die Entwicklung der Flüchtlingskrise zum beherrschenden Thema ab den Sommermonaten, als immer mehr Flüchtlinge über die Türkei und die Balkanroute den Weg nach Nordwest-Europa und Deutschland suchen, das Abschlusstreffen im Rahmen der Dialoginitiative der deutschen Bischöfe im September in Würzburg zum Thema „Wo Gott ist, das ist Zukunft“, die 10. Auslandsreise des Papstes im September nach Kuba und in die USA, in dessen Rahmen er als erstes katholisches Oberhaupt vor dem US-Kongress spricht, die ordentliche Generalversammlung der Bischofssynode im Oktober in Rom zum Thema „Ehe und Familie“ (der meistbeachteten Bischofsversammlung seit dem 2. Vatikanischen Konzil), der Beginn des außerordentlichen Heiligen Jahres, des Jahres der Barmherzigkeit am 8. Dezember – 50 Jahre nach dem Abschluss des 2. Vatikanums, während des ganzen Jahres Nachrichten von Terror, Krieg, Vertreibung und Leid, das Menschen in verschiedenen Teilen der Erde trifft: In der Ukraine, in Syrien und dem Irak, in Nepal und weiteren Ländern der Welt; die Reaktion der kirchlichen Hilfswerke, die – dank der Spenden vieler Gläubigen – versuchen, hierzulande und weltweit die schlimmste Not zu lindern.

Auch die Pfarrei von St. Jakob könne auf ein ereignisreiches Jahr 2015 zurückschauen: Nach über 40 Jahren verlässt Pfarrer Max Siller die Pfarrei , um in seine Heimat zu ziehen. Der Erstkommuniongottesdienst von St. Gunther wird in der Pfarrkirche gefeiert, so gewinnt auch die Pfarrgemeinde Einblick in die Arbeit dieser Bildungsstätte. Die Kapelle in Altenmarkt feiert das 25-jährige Weihejubiläum mit einem Gottesdienst, mit Prälat Hubert Schöner als Festprediger. Die DJK Vilzing feiert einen Gottesdienst auf ihrem Sportgelände, mit Segnung des neuen Kunstrasenplatzes; der Erlös eines Benefizspieles kommt Projekten für Menschen mit Behinderung zugute. Die Pfarrfahrt von St. Jakob führt eine Gruppe nach Südtirol: Bozen, Trient, Kaltern und Meran werden besucht. Neben vielen anderen Veranstaltungen zum 50-jährigen Bestehen feiert die Kolpingmusik eine open-air-Musikshow auf dem Chamer Marktplatz. Die Pfarrei gratuliert Pfarrer Dieter Zinecker zu seinem 10-jährigen Dienstjubiläum in St. Jakob. Die Gruppe „La Musica“ in Vilzing begeht ihr 15-jähriges Jubiläum. Der Welt-Laden Cham begeht sein 20-jähriges Jubiläum, er hat das Bewusstsein für fairen Handel und für die Unterstützung von Kleinbauern und Handwerkern in ihren Herkunftsländern geweckt. Andreas Förster tritt als neuer Geschäftsführer des Kolpinghauses an. Die neu gestaltete Homepage der Pfarrei wird freigeschaltet, inklusive einer Übersetzerfunktion für alle Texte und speziellen Erläuterungen für Flüchtlinge, die die Gottesdienste vor Ort besuchen wollen. Der Pfarrgemeinderat lädt eine Gruppe von Flüchtlingen in den Pfarrsaal ein. Der Einsatz vieler Menschen für die Belange der Pfarrei und ihrer Expositur das ganze Jahr über sorgt für segensreiches Wirken und neue Impulse.

In der Feier der Eucharistie fand der festliche Gottesdienst seine Fortsetzung. An dessen Ende stand der Dank des Stadtpfarrers für allen tatkräftigen Einsatz zugunsten der Pfarrei während des Jahres 2015, sein besonderer Segen für alle Gläubigen und das gemeinsam gesungene „Großer Gott …“.

Im Bild: Festliche Liturgie am Silvesterabend in Cham St. Jakob, am Altar (v.l.) Diakon Alfred Dobler, Pfarrer Dieter Zinecker und Gemeindereferentin Michaela Maier

Am vergangenen Sonntag, unmittelbar nach den Weihnachtsfeiertagen, wurde das Fest der Heiligen Familie begangen: Ein guter Anlass für eine besonders gestaltete Segnung der Kinder mit ihren Eltern. So lud Stadtpfarrer Dieter Zinecker im Anschluss an die vormittägliche Messe in St. Jakob zu einem speziellen Wortgottesdienst ein. Nach dem Evangelium, vorgetragen von Diakon Alfred Dobler, durften alle Kinder einzeln nach vorne zu den Altarstufen kommen, um von Pfarrer oder Diakon mit dem Kreuz bezeichnet und gesegnet zu werden. Davon wurde von den Familien mit Kindern jeder Altersgruppe auch fleißig Gebrauch gemacht. Weihnachtlicher Gesang, begleitet von Eva Berzl an der Orgel, beschloss die feierliche Segensspendung.

Im Bild: Pfarrer Dieter Zinecker und Diakon Alfred Dobler segneten die Kinder mit ihren Eltern

Die Glocken von St. Jakob kündeten es weithin zur späteren Stunde des Heiligen Abends, und die Besucher der Christmette stimmten wenig später freudig ein: „…Christ ist geboren: Freue dich, o Christenheit…“. Vorbei war die Zeit des Wartens und aller Vorbereitung, das Fest der Geburt des Herrn war da. Weihnachtliche Feststimmung machte sich breit.

An den gut gefüllten Bankreihen vorbei waren Pfarrer Dieter Zinecker, Kaplan Alexander Dyadychenko, Diakon Alfred Dobler und Gemeindereferentin Michaela Maier zusammen mit einer großen Schar von Ministranten in die Kirche eingezogen. Der Chamer Stadtpfarrer ließ schon in seinen Begrüßungsworten keinerlei Zweifel an der einzigartigen Bedeutung dieser Nacht, die von ihren Begleitumständen her trostlos und dunkel anmute: „Gottes Sohn komme wie ein Fremder, Heimatloser oder unerwünschter Bittsteller, unerkannt von allen Großen und Mächtigen dieser Welt, umgeben nur von einfachen Hirten. Und dann „ein Ereignis, das der Welt ein neues Vorzeichen gegeben hat: Gottes Sohn wird Mensch. Die dunkle Nacht hin zum Christtag, das Dunkel des Lebens jedes Menschen, wird erleuchtet durch das Licht, das durch die Geburt Christi aufstrahlt. Wir feiern Gottes Ankunft in dieser Welt, wir sagen zu dem Kind: „Kyrios“, unser Herr (…). – Wir feiern seine Gegenwart – sichtbar, greifbar – im Wort und Sakrament. Dazu ist diese Nacht da, das ist ihr Inhalt, so füllen wir sie.“

Der so vor Augen geführte, gottgegebene Wandel vom Dunkel zum Licht wurde im weiteren Verlauf der festlichen Messe auch äußerlich sichtbar: Zum Gloria erstrahlten die Christbäume und das Kind in der Krippe, ausgebreitet vor dem Volksaltar, im weihnachtlichen Lichterglanz. Das Weihnachtsevangelium nach Lukas und mit ihm die Frohbotschaft des Engels des Herrn trug Kaplan Dyadychenko vor. In seiner anschließenden Predigt gab er der Hoffnung Ausdruck, dass Weihnachten und das, was man gemeinhin mit diesem Fest der Liebe, des Friedens und der Freude verbinde, keine jährlich schnell vorüberziehende Erscheinung sein solle. Es solle vielmehr zur Richtschnur und zum bleibenden Wert im Leben eines jeden Menschen werden, in Wort und Tat wahre Menschlichkeit zu üben. Eine solche Verhaltensform sei der eigentliche Kern von „Liebe“.

In der Feier der Eucharistie fand die Christmette ihre Fortsetzung. Musikalische Akzente setzte hier wie auch schon zuvor der Kirchenchor, unter Leitung von Hermann Seitz und begleitet von einem Streicherensemble. In harmonischen Klängen brachten sie Mozarts Missa brevis in G-Dur zur Geltung. Nicht fehlen durfte zudem der Chamer Hirtengesang von F.X. Bühler, das „Pastores“, das zur weihnachtlichen Stimmung der versammelten Festgemeinde weiter beitrug. Ein gesanglicher Höhepunkt für alle Gläubigen stand da noch aus: „Stille Nacht, heilige Nacht…“.

Pfarrer Dieter Zinecker war es schließlich eine besondere Freude, allen Mitfeiernden und ihren Angehörigen Gottes Segen zuzusprechen und, zusammen mit Kaplan, Diakon und Gemeindereferentin, jedem Einzelnen persönlich frohe und gesegnete Weihnachten zu wünschen. Herzliche Worte des Dankes richtete er an die liturgischen Dienste, den Kirchenchor samt Instrumentalisten, an das Mesnerehepaar Sebald und Pfarrsekretärin Agnes Meyer.

Schlichter Kerzenschein am Altar und in allen Kirchenbänken empfing die Besucher der Chamer Franziskanerkirche am vergangenen Dienstagabend – und gab dem Gotteshaus eine ganz eigene, warme Ausstrahlung. Es war aber auch ein besonderer, denkwürdiger Tag, zu dem Stadtpfarrer Dieter Zinecker annähernd so viele Gläubige wie zu einer Sonntagsmesse begrüßen konnte: Nicht nur das Hochfest der ohne Erbsünde empfangenen Jungfrau und Gottesmutter Maria und damit zugleich das Patrozinium der Franziskanerkirche könne man heute im Rahmen des Rorate feiern; sondern gleichzeitig auch den Beginn des Heiligen Jahres der Barmherzigkeit, das am heutigen Tag mit der Öffnung der Heiligen Pforte des Petersdoms durch Papst Franziskus begonnen habe. Letzteres sei Anlass genug, sich immer wieder neu vor Augen zu führen, dass Gott der Vater allen Erbarmens und allen Trostes sei, dem man sich stets rückhaltlos anvertrauen könne. Gefragt sei daneben aber auch die eigene Barmherzigkeit dem Mitmenschen gegenüber.

Unter diesen Vorzeichen wurde der Patroziniums-Gottesdienst feierlich begangen, Mitglieder des Sachausschusses „Liturgie“ lieferten hierzu in der Lesung, den Fürbitten und einer meditativen Betrachtung ihre Beiträge. Die vielen Mitfeiernden waren sichtlich angetan von der besinnlichen Stimmung und stimmten kräftig ein in die bekannten adventlichen Gesänge, wie „Tauet Himmel…“ oder „Macht hoch die Tür…“. Mit einem besonderen Segensspruch beendete der Chamer Stadtpfarrer die feierliche Abendstunde.

Im Bild: In der Franziskanerkirche zelebrierte Pfarrer Dieter Zinecker den Gottesdienst zum Patrozinium

Vier Marienfiguren sind es, die im Rahmen des „Frauentragens“ in der Pfarrei Cham St. Jakob während der Adventzeit sinnbildlich von Haus zu Haus getragen werden. In der Vorabendmesse zum 1. Adventsonntag segnete Stadtpfarrer Dieter Zinecker in feierlicher Form die Figuren, die nunmehr in häuslicher Umgebung zum Innehalten, Beten und Singen einladen sollen. In Empfang genommen wurden die Muttergottes-Statuen von vier Frauen, um sie im Stadtgebiet, in Michelsdorf, in Altenmarkt und in Cham/Nunsting /Zifling nach Bedarf weiterzureichen (telefonische Anmeldung laut Pfarrbrief). Pfarrer Zinecker nahm die Übergabe vor und wünschte dem Frauentragen, zusammen mit Diakon Alfred Dobler einen guten Zuspruch, auch seitens der zahlreich erschienenen Gottesdienstbesucher.

Bei aller Freude über die Aufnahme von gleich 16 neuen Ministranten in den Altardienst der Pfarrei Cham St. Jakob am Christkönig-Sonntag galt es auch, ein ehrendes Wort an Lena Braun zu richten, die aus der aktiven Ministrantenschar verabschiedet wurde. Viele Jahre hat sie äußerst zuverlässig und mit Hingabe ihren Dienst wahrgenommen und sich auf diese Weise Anerkennung und Wertschätzung erworben. Stadtpfarrer Dieter Zinecker und Kaplan Alexander Dyadychenko wussten es ihr unter großem Beifall der Gottesdienstbesucher herzlich zu danken, überreichten ein kleines Geschenk und wünschten ihr, zusammen mit den Oberministranten Sophie Kreitinger, Franziska Wutzt und Fabian Ried, alles Gute und Gottes Segen für die Zukunft.

Glücklich schätzen darf sich die Pfarrei Cham St. Jakob: Gleich 16 „Neue“, überwiegend aus der Schar der letztjährigen Erstkommunionkinder erwachsen, haben sich in diesem Jahr entschlossen, den ehrenvollen Dienst eines Ministranten aufzunehmen. Am Hochfest Christkönig wurden sie im Rahmen des vormittäglichen Gottesdienstes von Stadtpfarrer Dieter Zinecker und Kaplan Alexander Dyadychenko in feierlicher Weise in ihre Tätigkeit eingeführt. Beide Seelsorger freuten sich sehr über die Bereitschaft der Mädchen und Buben, sich der Gemeinschaft der Ministranten von St. Jakob anzuschließen. Als deren neue Mitglieder wurden sie im Verlauf der Sonntagsmesse auch namentlich aufgerufen und den zahlreichen Gottesdienstbesuchern vorgestellt, in besonderer Weise gesegnet und mit der offiziellen Ministranten-Plakette bedacht. Kaplan Dyadychenko führte ihnen zudem in seiner Predigt eindringlich vor Augen, wie wertvoll und fruchtbringend ihr Dienst für die Pfarrei, für die Gemeinschaft der Ministranten und letztendlich für sie selbst sei – auch mit viel Geld nicht aufzuwiegen. Freude und auch ein wenig Stolz machte sie da auf den Gesichtern der neuen Altardiener breit. Und gestärkt durch die ermutigenden Worte des Kaplans konnten sie anschließend gleich ans Werk gehen und in ihrer neuen Rolle, zusammen mit ihren älteren „Kollegen“ bei der nachfolgenden Eucharistiefeier mitwirken.

Im Bild: Stadtpfarrer Dieter Zinecker, Kaplan Alexander Dyadychenko, Diakon Alfred Dobler und Gemeindereferentin Michaela Maier mit älteren und den neuen Ministranten (mit Plakette): Katharina Alt, Bernadette Breubeck, Rafael Hartl, Eva Ochsenmeier, Josef Prasch, Paul Prasch, Johannes Rösch, Julia Rösch, Marcel Schmidt, Ricarda Schneider, Michael Simeth, Paul Soukup, Ronja Sperl, Elena Weiß, Lisa Weiß und Ella Zollner.

Die diesjährige ökumenische Bibelwoche begann am Sonntag Abend mit einem ökumenischen Gottesdienst in der Kirche St. Jakob. Diesen Gottesdienst zelebrierten die Geistlichen der Katholischen Kirche, Pfarrer Dieter Zinecker und der Evangelischen Kirche, Dekan Walter Kotschenreuther. An der Orgel war Eva Berzel, auch mit Gesang, zu erleben.

Der Gottesdienst stand unter dem Motto: „Gottes leidenschaftliches Erbarmen“. Das fürchterliche Geschehen in Paris überschattete auch diesen Gottesdienst. Eine Gotteslästerung bezeichnete Kotschenreuther das bei den Anschlägen von den Terroristen gerufene: „Allahu Akbar“, welcher Gott fordere solches? „Nimm von den Völkern Hass und Streit, schenke Frieden und Gerechtigkeit“ wurde zu Beginn von der Gemeinde gesungen.

In der Predigt sagte Kotschenreuther, dass das Gleichnis des verlorenen Sohnes die Antwort auf die Fragen des israelitischen Volkes sei, auf das was sie erfuhren und erhofften. Die Vergebung für ihr frevelhaftes Leben, das sie in babylonische Gefangenschaft führte. Gott präsentierte die Quittung, 70 Jahre nach dem Gericht. Die Menschen wurden deportiert, mussten in einem neuen Land ihr Leben einrichten. Sinnbild für die Strafe war die Zerstörung des Tempels, in dem nun Tiere ihr Unwesen trieben. Gott sandte vier Reiter aus und als diese zurück kamen, konnten sie nur Positives über das Volk Israel berichten. Gott sagte, er sei brennend in seiner Liebe zu Jerusalem. Dass Gott sein Volk nicht noch einmal verwerfen werde, zeigte der Wiederaufbau des Tempels und die Rückkehr in die Heimat um dort in Frieden und Freiheit leben zu können. Gott werde den Menschen neu begegnen, in 14 Tagen, mit dem Ende Kirchenjahres, werde wieder „Tochter Zion“ gesungen. Gott begegne uns neu, nicht hoch zu Ross, sondern voll brennender Liebe und Erbarmen. Er sei ein guter Hirte, der sei Volk führe. Zum Ende der Predigt stellte der Dekan die Frage, warum heute die Flaggen auf Halbmast hängen würden. Zur Erinnerung an die Kriege? Zum Tod des Altbundeskanzlers Helmut Schmidt? Oder aufgrund der Pariser Anschläge? Wir sollen uns erinnern! Jetzt sei die Zeit, mutig zu allem zu stehen, was mutig und barmherzig geschaffen wurde. Ebenso an die göttliche Verheißung, dass er eines Tages das himmlische Jerusalem aufrichten werde und dort soll nichts mehr Böses sein. Gemeinsam wurde das Ökumenische Friedensgebet gebetet und der Segen beendete den Gottesdienst.

Im Bild: Dekan Walter Kotschenreuther und Pfarrer Dieter Zinecker singen gemeinsam aus dem Gotteslob.