Dankbarkeit – ein hohes Gut

Viele Gläubige, darunter zahlreiche Eltern mit ihren Kindern, waren zum Familiengottesdienst in der Stadtpfarrkirche gekommen. Sie alle durften sich an einem farbenprächtigen Erntealtar mit seinen Gaben – Blumen, Feld- und Gartenfrüchten aller Art – erfreuen, die einen kleinen Ausschnitt aus Gottes reicher Schöpfung darboten. In seiner Predigtansprache appellierte Zelebrant Martin Popp an die Mitfeiernden und insbesondere an die Kinder und Jugendlichen, sich öfter einmal dankbar zu erweisen für die vielen scheinbar alltäglichen Annehmlichkeiten des Lebens, sei es für die bisweilen überreiche Versorgung mit Nahrungsmitteln, sei es für die Beziehung zu einem guten Freund.

Im Lied „Danke für diesen guten Morgen, danke für jeden neuen Tag (…)“ wurde der Dank an späterer Stelle auch musikalisch ungesetzt. Nach dem Schlusssegen hatte der Kaplan noch eine besondere Ansage zu machen: Die Gottesdienstbesucher waren eingeladen, sich aus den verschiedenen Gaben vom Erntedank-Altar gegen eine kleine Geldspende zu bedienen. Davon wurde umgehend reichlich Gebrauch gemacht, und Brot, Obst- und Gemüsefrüchte fanden je nach persönlichem Bedarf ihre Abnehmer – zum Nutzen auch der Chamer „Tafel“, die sich auf einen ansehnlichen Spendenbetrag freuen kann.

Im Bild:
– Kaplan Martin Popp zelebrierte den Familiengottesdienst in St. Jakob, begleitet von Gemeindereferentin Michaela Maier und vielen Ministranten
– Stadtpfarrer Dieter Zinecker zelebrierte den Gottesdienst am frühen Sonntagmorgen

Am Sonntag kamen auf Einladung des Kapellenbauvereins zahlreiche Bewohner von Michelsdorf und auch der Umgebung in ihrer Kapelle St. Michael zusammen, um gemeinsam mit dem Kaplan Martin Popp einen Gottesdienst anlässlich des Patrozinium zu feiern. Die Kapelle konnte die zahlreichen Besucher nicht mehr fassen, so dass der Gottesdienst im Freien vorbereitet wurde.

Nach dem Gottesdienst wechselten die Gottesdienstbesucher in die nebenan aufgestellten Zelte, um das Mittagessen zu genießen. Der Gottesdienst fand so einen schönen gesellschaftlichen Ausklang bei Schweinebraten, Schnitzel, Kaffee und Kuchen.

Alle waren im Vorfeld „streng vertraulich“ von dieser Überraschungsfeier informiert worden: Vertreter der Gremien, der Vereine und der kirchlichen Einrichtungen. Nur die Hauptperson, die langjährige Pfarrsekretärin von St. Jakob, Agnes Meyer, war völlig ahnungslos, als Stadtpfarrer Dieter Zinecker sie am vergangenen Donnerstagnachmittag, Punkt 17 Uhr, in den „überraschenderweise“ festlich vorbereiteten Pfarrsaal geleitete. Und der Pfarrer war es auch, der im Namen der ca. 70 anwesenden „Überraschungsgäste“ zum Ausdruck brachte, was alle aus voller Überzeugung bewogen hatte zu erscheinen – ein herzliches Vergelts Gott:

„Unsere Pfarrsekretärin Frau Agnes Meyer beendet am 30. September ihr Wirken in unserem Büro. Über Jahrzehnte hat sie hier kompetent und sachkundig gearbeitet, hat alle neuen Herausforderungen angenommen und ist so auch für manche andere Sekretärin zur Anlaufstelle und Beraterin geworden. Viele sind ihr begegnet, die mit einem Anliegen gekommen sind: Freundlich, entgegenkommend, bemüht, alle Wünsche zu erfüllen, haben sie alle erlebt. Es war ihr ein inneres Bedürfnis, allen gerecht zu werden. Dabei hat sie weit über ihre vorgesehene Dienstzeit gewirkt und sogar noch am Wochenende Arbeiten erledigt. Alle Aufgaben waren bei ihr in besten Händen.

Auch ehrenamtlich war sie bei vielen Veranstaltungen und Terminen präsent und den Pfarrgemeinderat und die Vereine bei ihren Initiativen unterstützt. Insbesondere hat sie auch den Kirchenschmuck an hohen Festtagen verantwortlich mit übernommen.

Zusätzlich zum umfangreichen laufenden Betrieb standen immer wieder Baumaßnahmen an. Dabei hat sie alle erforderlichen Unterlagen zusammengestellt und für eine korrekte Abwicklung gesorgt.
Ganz persönlich möchte ich hervorheben, dass sie sich auch vielen unangenehmen Aufgaben gestellt hat, die sonst oft beim Pfarrer landen (…).

Einzelne Gruppierungen, die Haupt- und Ehrenamtlichen der Pfarrei und die ganze Pfarrgemeinde sind Frau Agnes Meyer überaus dankbar für ihr Wirken, für die Art und Weise, wie sie hier gearbeitet hat, für ihren Einsatz, bei dem ihr scheinbar nie die Kräfte ausgingen.

Frau Meyer wollte keinesfalls eine Verabschiedungsfeier haben. Doch alle, die mit ihr zu tun hatten, wollen zum Ausdruck bringen, was ihnen am Herzen liegt: DANKE, FRAU AGNES MEYER!

Wir wünschen ihr alles Gute für die freie Zeit, die sie jetzt selber gestalten kann! Und uns wünschen wir, dass sie auch weiter am Leben der Pfarrei St. Jakob aktiv teilnimmt….
DANKE, AGNES!“

Langanhaltender, warmer Applaus folgte dieser Laudatio – und der herzliche Dank jedes einzelnen Anwesenden persönlich. Die Reaktion der so Geehrten ließ erkennen: Dieses Überraschungs-Dankeschön war mehr als gelungen!

Im Bild: Agnes Meyer (5. von rechts), hier anlässlich des Priesterjubiläums von Pfarrer Dieter Zinecker, war jahrzehntelang der Dreh- und Angelpunkt im Pfarrbüro von St. Jakob; entsprechend groß war jetzt der Dank an sie

Wiesenfelden, der Beckenweiher waren am letzten Samstag das Ausflugsziel der Kolpingsfamilie Cham. Bei schönem Herbstwetter wurde der Rundweg gegangen und die interessante Landschaft mit ihrer sehenswerten Flora und Fauna erkundet.

Die kleine Marien – Wallfahrtskapelle in Heilbrunn stand im Anschluss auf dem Programm. Erwin Reith erwartete die Gruppe und zeigte ihr die Gnadenquelle, die Kapelle und die danebenstehende Kirche. Mit dem Organisten Hajo Maier erklang die Eisenbarth-Orgel zur Freude der Ausflügler.

Den Abschluss dieses schönen Nachmittags machte eine gemütliche Runde im Gasthaus Steudl.

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Spaß macht es

Sich miteinander Gedanken machen über grundsätzliche Aufgaben und Zielsetzungen eines Pfarrgemeinderatsgremiums: Das haben mehrere Ratsmitglieder der Pfarrei St. Jakob bei den diesjährigen Einkehrtagen im Tagungshaus des Klosters Rohr getan. Dabei waren auch vier im Jahr 2018 neu gewählte Mitglieder, die sich harmonisch in die Teamarbeit einfanden. Die Referentin des Treffens, Gemeindereferentin Monika Urban aus Michelsneukirchen, gab im Laufe des Zusammenseins eine ganze Reihe von Anstößen und Impulsen, sowohl an die ehrenamtlich Tätigen als auch an die Pfarrei-Seelsorger Stadtpfarrer Dieter Zinecker, Kaplan Martin Popp und Gemeindereferentin Michaela Maier. Zudem legten die Teilnehmer im Rahmen eines Bibliologs einen biblischen Text aus der Apostelgeschichte aus, der zum Nachdenken anregte, was an persönlich Wertvollem und Hilfreichem in der Kirche zu finden sei.

Angeregte Unterhaltung war auch danach, beim geselligen Beisammensein am Freitagabend, angesagt. Die Themenarbeit wurde am Samstagvormittag nochmals fortgesetzt, bevor man in der schmucken Adalbert-Kapelle des Klosters miteinander Gottesdienst feierte, den Kaplan Martin Popp zelebrierte. Ein gemeinsames Mittagessen bildete den Abschluss der gelungenen Veranstaltung.

Im Bild:
Die Teilnehmer am PGR-Einkehrwochenende im Kloster Rohr mit Pfarrer Dieter Zinecker, Kaplan Martin Popp und den Gemeindereferentinnen Monika Urban und Michaela Maier

Herzlich willkommen geheißen haben die Gläubigen der Pfarrei St. Jakob ihren neuen Kaplan Martin Popp. Zu seinem ersten offiziellen Gottesdienst am Samstagabend hatten sich viele Mitfeiernde in der Chamer Stadtpfarrkirche eingefunden (unter ihnen auch die Familienangehörigen und viele Freunde Popps) und bildeten einen würdigen Rahmen für das besondere Ereignis.

Mit humorvollen Worten wandte sich Stadtpfarrer Dieter Zinecker in seiner einleitenden Begrüßung an den bisher in Oberviechtach wirkenden Geistlichen. Einen großen Aktionsradius habe er schon in seiner ersten Woche hier in Cham an den Tag gelegt und sein Umfeld in Pfarrei, Schule und in der Kreisstadt intensiv in den Blick genommen. Diesen Schwung und Elan wünsche er ihm auch für die kommende Zeit. Sichtlich erfreut erwiderte der Kaplan die freundliche Vorrede und ließ die Anwesenden spüren, dass er das Seelsorgeteam von St. Jakob gerne wieder vervollständigen wolle.

In seiner Predigt ließ er das Tagesevangelium und die entscheidende Frage Jesu an seine Jünger „Ihr aber, für wen haltet ihr mich?“ lebendig werden. Er nahm hierzu das aktuelle politische Wahlkampfgeschehen und die sich engagierenden Kandidaten in den Blick, die alle um die Gunst des Wählers buhlten und für fähig gehalten werden möchten, das Land oder die Region zu regieren. Die Frage Jesu „Für wen haltet ihr mich?“ sei letztendlich aber auch die Kardinalfrage an jeden Christen, der es ernst meine mit dem Glauben an den auferstandenen Messias.

Nach der Predigt wurde Eucharistie gefeiert. Den feierlichen Abschluss fand die sonntägliche Vorabendmesse mit dem Segen des Kaplans. Zuvor hatte ihm Pfarrer Zinecker kleine Präsente überreicht (eine Jakobsmuschel in Gestalt eines Schlüsselanhängers und ein literarisches Werk von Wilhelm Bruners) und nochmals gute Wünsche mit auf den Weg gegeben.

Gleich im Anschluss an den Gottesdienst war Gelegenheit zur persönlichen Begegnung mit dem Geistlichen im Rahmen eines Stehempfanges im Pfarrheim, wovon reichlich Gebrauch gemacht wurde. Auch die Angehörigen und der weitere Personenkreis aus der Heimat Popps freuten sich über die Einladung und konnten einen stimmungsvollen Abend miterleben.

Im Bild: Begegnung mit Kaplan Martin Popp im Gottesdienst und anschließend im Pfarrheim

Auch in diesem Jahr machten sich Mitglieder des Frauen- und Müttervereins Vilzing auf den Weg nach Streicherröhren, um ein jahrzehntealtes Gelübde zu erfüllen. Während des zweieinhalbstündigen Marsches durch Wälder, Wiesen und Felder beteten die Frauen den Rosenkranz.

In Streicherröhren angekommen feierten die Teilnehmerinnen zusammen mit den vielen mit dem Auto nachgekommenen Expositurangehörigen vor der Wallfahrtskapelle eine feierliche Marienandacht.

Auf „Heimaturlaub“ in Cham weilte Kaplan Stefan Hackenspiel am vergangenen Wochenende – und freute sich sehr, in seiner Heimatpfarrei den Sonntagsgottesdienst feiern und am Altar mitgestalten zu können. Mit ihm freuten sich Stadtpfarrer Dieter Zinecker, Gemeindereferentin Michaela Maier und die vielen Gläubigen in der Stadtpfarrkirche von St. Jakob.

Genau 14 Monate zuvor, am 9. Juli 2017, hatte Hackenspiel an gleicher Stätte Primiz-Gottesdienst gefeiert – unter riesiger Anteilnahme der Bevölkerung Chams und weit darüber hinaus. Im September 2017 hat er bekanntlich seine erste Kaplanstelle im niederbayerischen Ergoldsbach/Bayerbach angetreten und ist dort als Seelsorger mit vollem Einsatz und großem persönlichen Engagement aktiv – Engagement, das er auch in der Gottesdienstfeier in St. Jakob an den Tag legte.

Pfarrer Dieter Zinecker dankte ihm noch vor dem Schlusssegen ganz herzlich für sein Kommen und wünschte ihm unter großem Beifall der Anwesenden weiterhin viel Freude und Schwung in seinem priesterlichen Dienst.

Gemeinsam am Altar: Stadtpfarrer Dieter Zinecker und Kaplan Stefan Hackenspiel, flankiert von Gemeindereferentin Michaela Meier, Mesner Cornelius Lang und den Ministranten

Für die Kolpingsfamilie Cham begann am vergangenen Freitag der Herbst. Wie schon im letzten Jahr trafen sich die Mitglieder im Kolpinghaus und genossen Leckeres vom Grill und die vielen feinen Salate, die selbst gemacht waren. Juliane und Karl waren mit Akkordeon und Gitarre dabei und sorgten mit bayerischen Lieder zum Mitsingen, für richtig gute Stimmung.

Beim Grillabend meldeten sich die Mitglieder auch gleich zum Ausflug nach Wiesenfelden und der Synagogenbesichtigung an. Es stehen für den Herbst wieder schöne Aktivitäten an. Immer sind auch Nichtmitglieder herzlich dazu eingeladen.

Viel Spaß hatten die Jungköche beim Kochen in der Profiküche mit Andi am Samstagvormittag. Die Kolpingsfamilie Cham und Andreas Förster vom Kolpinghaus hatten auch heuer wieder Kinder eingeladen ein leckeres Drei-Gänge-Menü in der Küche des Kolpinghauses zu kochen. Neun hatten sich angemeldet um Kniffe und Tricks vom Profi zu lernen. Andreas Förster hatte dafür extra einen Hotelruhetag eingelegt um die Küche ganz für die Kinder offen zu haben.

Zuerst wurden die kleinen Köche mit einer Kochmütze und einer großen Kochschürze eingekleidet und dann ging es in den Kühlkeller um die Zutaten für den Salat und die Putenschnitzel auszusuchen. Andreas wunderte sich, dass die Kinder Spinat aussuchten. Nachdem alles zusammengesucht war, ging es zum Kochen. Es wurden Gruppen eingeteilt, so dass die Kinder für den Salat, den Hauptgang und das Dessert verantwortlich waren. Es wurden Gurken geraspelt, Putenschnitzel mit Cornflakes paniert und der Spinat mit Sahne verfeinert. Zum Nachtisch gab es Pfannkuchen mit Obstfüllung, klar, dass da ausprobiert wurde, ob es klappt einen Pfannkuchen in der Luft zu drehen – und es klappte.

Selbst das Getränk, eine erfrischende Zitronenlimonade, wurde selbst hergestellt. Diesmal waren auch Gäste eingeladen. Pünktlich zur Essenszeit kamen Urlaubsvertretung Pfarrer Kiran und Pfarrgemeinderatsmitglied Martina Altmann, sowie von der Kolpingsfamilie Hajo Maier und Gaby Dahlmann, um das Essen zu genießen. Und das schmeckte allen sehr gut. Heuer hatten sich auch fünf Buben angemeldet und kochten ganz begeistert mit. Einige hatten sich schon für nächstes Jahr angemeldet.

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Die kleinen Köche
„Es schmeckt sehr gut“ sagt Pfarrer Kiran
Kochen macht Spaß