Sankt Jakob begeht den Jahresabschluss für 2014

Die rettende Botschaft für alle Menschen

Der letzte Kalendertag des Jahres will gebührend begangen und gefeiert werden, auch in der Feier des Gottesdienstes. Dementsprechend viele Gläubige hatten sich am frühen Silvesterabend zum Jahresschlussgottesdienst in der Stadtpfarrkirche von St. Jakob eingefunden. Sie wurden freundlich willkommen geheißen von Pfarrer Dieter Zinecker, der zusammen mit Diakon Alfred Dobler und Gemeindereferentin Michaela Maier, begleitet von einer großen Ministrantenschar, in das weihnachtlich geschmückte Gotteshaus eingezogen war. An der Schwelle zum Neuen Jahr, so der Chamer Stadtpfarrer in seinen einführenden Worten, gelte es heute, zurückzuschauen auf ein Stück gelebtes Leben, auf vieles, was das Leben bereichert oder auch schwer gemacht habe. Nicht fehlen dürfe hier der Dank an den Schöpfer aller Dinge, für sein Wirken an uns und in der Welt. Gleichzeitig  könne man zuversichtlich den Blick nach vorne richten und im festen Vertrauen auf Gottes guten Geist wieder einen neuen Anfang wagen, gemäß den Worten des Weihnachtsevangeliums nach Johannes:  „ (…) Das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt“. Von dieser „rettenden Botschaft für alle Menschen“ legten auch die nachfolgende Lesung aus dem Römerbrief und das Evangelium Zeugnis ab.

Wichtige Ereignisse des zu Ende gehenden Jahres, kirchlicher und weltlicher Art, wurden dann in chronologischer Reihenfolge noch einmal in Erinnerung gerufen: Die Wahl von Kardinal Marx zum neuen Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, die Annahme des Amtsverzichts von Bischof Tebartz van Elst durch Papst Franziskus, die Heiligsprechung der Päpste Johannes XXIII. und Johannes Paul II., die Begehung des Deutschen Katholikentages in Regensburg, die Verbreitung der Ebola-Epidemie in Westafrika ab Jahresmitte, die Morde an jüdischen und arabischen Jugendlichen und in deren Folge Krawalle in Jerusalem, Raketenangriffe in Israel und ab 8. Juli eine 7-wöchige Militäroffensive Israels in Gazastreifen; die Beratung der Außerordentlichen Bischofssynode im Vatikan über die „pastoralen Herausforderungen der Familien im Rahmen der Evangelisierung“, die Seligsprechung von Papst Paul VI., der Aufruf der deutschen Bischöfe an die EU-Staaten, die systematische Rettung von Flüchtlingen in Seenot nicht einzustellen; die Wahl des bayerischen Landesbischofs Bedford-Strohm zum neuen Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche in Deutschland, die Ansprache des Papstes im Europaparlament in Straßburg, und schließlich die über das ganze Jahr reichenden Nachrichten von Terror, Krieg, Vertreibung und menschlichem Leid in verschiedenen Teilen der Erde, wie: Ukraine, Nigeria, Afghanistan, Pakistan, Irak oder Syrien, mit dem tatkräftigen, auch spendengestützten Einsatz der kirchlichen Hilfswerke zur Linderung der schlimmsten Not.

Auch die Pfarrei St. Jakob kann auf ein ereignisreiches Jahr 2014 zurückschauen: Die mit neuen Gewändern  ausgestatteten Ministranten-Sternsinger ziehen von Haus zu Haus und erbitten dort Gottes Segen, Anfang Mai findet die 300. Fußwallfahrt nach Altötting statt, viele Chamer Gläubige feiern den Katholikentag in Regensburg mit, ab dem Pfingstfest steht das neue Gotteslob zur Verfügung, nach Pfingsten führt eine Pfarrwallfahrt nach Köln, Kevelaer, Aachen und Trier, beim Pfarrfest wird Kaplan Franz Pfeffer nach dreijähriger Tätigkeit verabschiedet, Pfarrer Thomas Rey aus Cham/Schweiz stattet einen Besuch vor Ort ab, Anfang September tritt Kaplan Alexander Dyadychenko seinen Dienst an, Pfarrer Dieter Zinecker feiert mit der Pfarrei seinen 50. Geburtstag, der Frauen- und Mütterverein Vilzing nimmt an der Diözesanwallfahrt nach Rohr teil, am 8. November stirbt Pfarrer i. R. Gerhard Huf, der Einsatz vieler Menschen für die Belange der Pfarrei und ihrer Expositur während des ganzen Jahres sorgt für Belebung und neue Impulse.

In seiner nachfolgenden, kurz gefassten Predigtansprache kam Pfarrer Zinecker nochmals auf die Lesung des Römerbriefes, mit ihrer rettenden Botschaft zu sprechen. Sie zeige den Weg zu einem erfüllten Leben, in guter Hoffnung und Zuversicht auf die immerwährende Güte und Segenskraft Gottes. Besten Ausdruck fanden diese Ausführungen nach der Kommunionfeier im von Pfarrer und Gemeindereferentin vorgesungenen Hymnus Dietrich Bonhoeffers: „Von guten Mächten wunderbar geborgen, erwarten wir getrost was kommen mag (…)“.

Zu guter Letzt sprach der Stadtpfarrer seinen herzlichen Dank all jenen aus, die sich während des Jahres für die Belange der Pfarrei einsetzen, als Haupt- oder ehrenamtliche Mitarbeiter, regelmäßig oder für bestimmte Vorhaben. Vom gemeinsamen Wirken so Vieler gehe Segen aus und erhalte die Pfarrei neue Impulse.

In Bildern: Festliche Begehung des Jahreschlussgottesdienstes