Die Kolpingsfamilie besuchte das Wallfahrtsmuseum in Neukirchen beim Heiligen Blut. Vieles gab es dabei zu entdecken. Besonders interessant war die Ausstellung der Marionetten aus Böhmen.

Im Anschluss ging es nach Eschlkam in den Gasthof zur Post, dort war bei strahlendem Herbstwetter eine kleine Brotzeit auf der Terrasse möglich. Gut gelaunt ging es mit Paul am Steuer wieder zurück nach Cham.

Klangfarben für die Ohren gab es am vergangenen Montag bei Orgelkonzert in der Kirche St. Jakob. Die Kolpingsfamilie Cham hatte dazu den Organisten Hajo Maier engagiert. Trotz einer Veranstaltung im Langhaussaal fanden erstaunlich viele Besucher den Weg in die Kirche. Hajo Maier konzertierte gerne auf der Eisenbarthorgel, denn er schätzt deren Klangvielfahlt und die gute Atmosphäre in der Kirche.

Gabriele Dahlmann moderierte das Konzert, in dem sie über die gespielten Werke und die Komponisten Interessantes zu berichten hatte. Das Konzert begann mit dem „Vater der Musik“, wie Johann Sebastian Bach (1685 – 1750) oft genannt wird. Er spielte die „Toccata d-moll BWV 565 und dazu die Fuge dorisch BWV 538“, eine ungewöhnliche Aufführungsform, aber hörenswert. Drei Choralbearbeitungen Bachs folgten. „Wer nur den lieben Gott lässt walten, BWV 686; Aus tefer Not schrei ich zu dir BWV 659; Nun komm, der Heiden Heiland BWV 659, waren zu hören. Bach war ein großer Choralbearbeiter, für einige hatte er gleich mehrere Bearbeitungen geschrieben. Ihm folgten die Komponisten Dietrich Buxtehude (1637 – 1707) mit Toccata und Fuge F-Dur BuXVW 156, es war zu seiner Zeit ein richtiges Muss für Organisten, diesen Komponisten und Organisten in der Marienkirche Lübeck zu hören und sich von ihm inspiriern zu lassen. Nicolaus Bruhns (1665 – 1697) war ein Schüler Buxtehudes und wurde von diesem sehr geschätzt. Bruhns war ein musikalisches Multitalent, er spielte in Husum ab und an gleichzeitig Geige und an der Orgel mit dem Pedal den Bass und sang dazu. In der an diesem Abend gespielten Komposition Praeludium und Fuge e-moll, ist dieses „Geigen“ deutlich zu hören. Mit Felix Mendelssohn-Bartholdy (1809 – 1847) Praeludium G-dur op 37, das an die Lieder ohne Worte erinnert, ging der erste Teil „Paradiesisch“ – sanft zu Ende.

Hajo Maier ist bekannt und geschätzt für seine ausdrucksstarken Improvisationen. An diesem Abend hatte er drei Stücke auf den Programm, die nicht unterschiedlicher hätten sein können. „Danse macabre“ erinnerte an tanzende Skelette. Heiter und doch makaber, ungewöhnlich. Tänze aus dem Zwischenreich – mal sanft, mal wild durch einander wirbelnd. „Elegie“ ein harmonische Reise durch die wunderschöne Welt der Töne und Rhythmen. „Apokalypse 2017“ beendete den Abend. Dissonanzen, enge Akkorde symbolisierten das Ende der bekannten Welt. Immer wieder aus der Ferne die Chororgel, die einen versöhnlichen Aspekt in das Wüten der Winde, Feuer und Erdbeben brachten. Die Orgel erklang am Ende im Generaltutti, mit allen Sub-und Superkoppeln Die Klänge füllten den Kirchenraum, waren fast körperlich zu spüren. Vor dem anhaltenden Beifall war erst einmal Luftholen angesagt. Das Konzert war ein Erlebnis für Herz und Ohr.

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Hajo Maier an der Eisenbarth Orgel in St. Jakob

Selbst der strömende Regen hielt die fleißigen Helfer der Kolpingsfamilie Cham am Samstag nicht ab, im Stadtgebiet und den Nebengemeinden Altkleider und Altpapier einzusammeln. Die Bevölkerung war gut dabei und hatte in den Kleiderschränken nach nicht mehr passender Kleidung gesucht und das Altpapier gleich mit herausgelegt.

Dieses Mal ging die Sammlung problemlos über die Bühne, denn die Gespräche mit den ebenfalls Sammelnden räumte im Voraus Missverständnisse aus. Für die Helfer gab es an der Sammelstation Getränke, Brezen und Würstel. Da war der Regen schnell vergessen.

Regen? Na und… die Kolpingsfamilie Cham hatte zu ihrem Grillfest ins Kolpinghaus eingeladen. Die Tage zuvor waren warm und sonnig, aber am Freitag regnete es und es war herbstlich kühl. Kurzerhand wurde aus dem Grillfest ein Fest zum Herbstbeginn. Das tat der guten Stimmung keinen Abbruch. Bei guten Essen und herbstlichem Zwiebelkuchen wurde der Sommer verabschiedet.

Juliane und Karl sorgten mit Akkordeon und Gitarre für gute Laune und schnell sangen alle mit und das Wunschkonzert brachte auch alte bayerische Weisen zu Gehör. Der Abend war ein guter Beginn der Herbst und Winter Saison der Kolpingsfamilie Cham.

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Die beiden Musikanten erfreuen beim Herbstfest der KFC

Andreas Förster, Geschäftsführer des Hotel am Regenbogen, dem Kolpinghaus, öffnete am letzten Samstag sieben quirligen Mädchen die Profiküche und kochte mit ihnen zusammen ein leckeres Menü. Da wurden Zucchini für die Tomatensoße geschnippelt, Quark mit Sahne verrührt, Obst klein geschnitten und Putenstreifen angebraten. Und wie Pfannkuchen mit richtigem Schwung von einer Seite auf die andere gedreht werden, wurde auch geübt.

Ein schön gedeckter Tisch gehört ebenfalls zu einem gelungenen Essen, daher lernten die Mädchen Servietten falten und den Tisch eindecken. Getrunken wurde selbst gemachte Limonade. Das Essen schmeckte allen sehr gut und am Tisch gab es viel zu Lachen. Das Menü bestand aus: Gefüllten Pfannkuchen mit kleinem Salatstrauß, Spaghetti mit Zucchini-Tomatensoße und gebratenen Putenstreifen und zum Nachtisch gab es gekühlte Quarkcreme mit frischen Früchten.

Und was folgt nach einem guten Essen? Ja, das Spülen und Aufräumen. Die Mädchen machten sich ohne Murren ans Aufräumen und ruck zuck war alles sauber und die Geschirrspülmaschine gefüllt. Zum Abschluss bekamen die Mädchen eine Urkunde und die Kochmütze durften sie ebenfalls mit nach Hause nehmen.

Im Bild:
Zusammen mit Andreas Förster: Eva Ochenmeier, Magdalena Schierer, Isabella und Madeline Traut, Finja Knop, Senlina Bauer und Julia Lehneis

Anmerkung:
Die Eltern und Kinder waren mit einem Bild und der Veröffentlichung einverstanden

Schüßlersalze als Türöffner für die Zellen. Das lernten die Teilnehmer beim Themenabend der Kolpingsfamilie Cham mit Apotheker Roland Gruber. Keine Wundermittel werden versprochen, aber Hilfe bei den unterschiedlichsten Krankheitsbildern.

Der Arzt Willmar Schwabe aus Oldenburg machte Ende des 19. Jahrhunderts eine revolutionäre Entdeckung. Er konnte nachweisen, dass der menschliche Körper aus Zellen besteht. Er stellte fest, dass Mineralsalze die Selbstheilungskräfte aktivieren und dass es zwölf Salze sind, die der Körper braucht. Sind die Zellen mit diesen zwölf Mineralsalzen optimal versorgt, verschwinden viele Funktionsstörungen und Beschwerden, so Dr. Schüßler.

Heute trauen viele Menschen den naturkundlichen Heilmitteln mehr, als der Chemie. Die Schüßlersalze ersetzen keinen Arztbesuch und keine wichtige Medikamententherapie, aber sie können die Zellen der Menschen wieder ins Gleichgewicht bringen. Die Teilnehmer hatte meist schon Schüßlersalze angewendet und konnten von ihren Erfahrungen erzählen. Es gab einen regen Informationsaustausch mit dem Referenten. Interessant war die Aussage, dass die geschmacksneutralen Tabletten oder Globuli plötzlich ganz süß schmeckten, ein Zeichen, dass der Körper das angewendete Mineralsalz benötige. Mehr Informationen sind bei Angelika Gräfin Wolffskeel von Reichenberg nachzulesen. Einer Expertin, wenn es um die Schüßler Salze geht.

Ein herzliches Danke sagte Gabriele Dahlmann dem Referenten für diesen interessanten Abend.

Bild Roland Gruber und Gabriele Dahlmann

Am vergangenen Sonntag war es endlich soweit: Stefan Hackenspiel feierte seine Primiz in seiner Heimatgemeinde Cham St Jakob.

Den feierlichen Gottesdienst und das daran anschließende Fest ließen sich viele Besucher nicht entgehen. Für viele Gläubige war sicherlich der Einzelprimizsegen am Nachmittag im Rahmen der Dankandacht ein weiterer Höhepunkt.

Die Kolpingsfamilie Cham machte am vergangenen Samstag einen Ausflug nach Bad Kötzting. In fröhlicher Runde besichtigten sie die Bärwurzerei Drexler und erfuhren wie die feinen Spirituosen und Liköre hergestellt werden. Nicht nur verkostete wurde, sondern auch im schön angelegten Erlebnisgarten wurden duftende Kräuter entdeckt.

Eingekehrt wurde zum Abschluss noch im Lindner Bräu, wo bei angenehmen Temperaturen draußen gesessen wurde.

Die Kolpingsfamilie Cham machte am 17. Juni einen schönen Ausflug. Mit Paul Baumgartner fuhren sie zur Burgruine Weißenstein. Dort wurden sie von Herrn Niedermeier, dem Vorsitzenden des Burgvereins, durch die Burg und ihre wechselhafte, spannende Geschichte geführt. Los ging es mit der Besichtigung des „Gläsernen Waldes“. Die unterschiedlichsten Bäume wurden hier aus Glas nachempfunden. Kunstwerke aus Glas zum Anfassen. Erstaunlich, wie stabil Glas sein kann und wie filigran auch drei Tonnen wirken können. Weiter ging es bis zu den Zinnen der Burg. Der Aufstieg war nichts für schwache Nerven und Höhenangst. Aber der Ausblick war die Kletterpartie wert. Bis hin zum großen Arber, dem Lusen und in die Skiregion um Bischofsgrün konnte geschaut werden. Hier oben erzählte der „Ritter“ Niedermeier einige Anekdoten aus dem Leben des exaltierten Schriftstellers Siegfried von Vegesack, der im Kasten, einem Turm an der Burg, wohnte und dieses Zuhause „das fressende Haus“ nannte, da die Kosten zum Erhalt einfach alles Geld aufgefressen haben.

Im Anschluss ging die Fahrt weiter zum „singenden Wirt“ nach Schweinhütt. Einem urigen Restaurant mit gutem Essen und einem Wirt, der seine Gäste mit lustigen, urbayerischen Liedern unterhält.
Nach der Stärkung wurde der Bibelgarten hinter der Filialkirche Maria Königin besichtigt. Das „Golddorf“ Schweinhütt, geprägt durch viel Grün, mit Blumen geschmückte Häusern und Ruheplätzchen hat einen sehr aktiven Gartenbauverein. Dieser nahm sich dem Areal hinter der Kirche an und es entstand ein Bibelgarten, der seines Gleichen sucht. Mit viel Arbeitseinsatz, Muskel – und Maschinenkraft entstanden die verschiedenen Stationen der Bibel. Angefangen mit dem Baum der Erkenntnis, von dem Eva den roten Apfel pflückte. Auch das Schilfkörbchen, in welchem Mose lag ist zu sehen, ebenso der See Genezereth, der Tisch, an dem Jesus mit seinen Jüngern das letzte Abendmahl feierte, bis zum Kreuz und Grab, in das Jesus nach seinem Tod am Kreuz gelegt wurde. Auch der große, runde Stein davor fehlt nicht. Der Gartenbauverein pflanzte biblische Pflanzen, wie den Olivenbaum, Schilf, Dattelbäume und die bekannten Zedern aus dem Libanon. In der Karwoche und bei der Osternacht feiern die Gläubigen Teile der Liturgie im Bibelgarten. Der Bibelgarten ist ein überkonfessionelles Erlebnis für alle Sinne. Zum Schluss wurde in der Kirche das Marienlied angestimmt und Hajo Maier gab ein kleines Improvisationskonzert an der Eisenbarth Orgel.

Der Ausflug ging mit einem Besuch der Joska Glaswelt zu Ende. Hier hatten die Teilnehmer Zeit, entweder für einen lustigen Kaffeeklatsch oder um ihre Glassammlung zu erweitern. Der Ausflug war eine gelungene Sache. Besonders erfreulich, dass auch Nichtmitglieder dabei waren und sich richtig wohl fühlten in der Gemeinschaft der Kolpingfamilie Cham. Selbst das Wetter spielte an diesem Tag mit, denn es war trocken und nicht so heiß.

Bilder von den verschiedenen Ausflugsstationen

„Was ist das gefährlichste Tier Deutschlands?“ fragte der Referent Dr. Richard Straube gleich zu Beginn des Themenabends der Kolpingsfamilie Cham. Wer da an Wölfe, Hunde oder Ähnliches dachte, lag völlig daneben. Es ist ein kleines, nur wenige Zentimeter großes Insekt – die Zecke, lateinischer Name: Ixodida, sie gehört zur Gattung der Milben und ernährt sich vom Blut der Warmblüter und dazu gehört auch der Mensch.

Mittlerweile gibt es in Deutschland 15 verschiedene Arten. Zecken verbreiten schwere Krankheiten, wie zum Beispiel die Frühsommer-Meningoezphatlitis (FSME), gegen die geimpft werden kann und Borreliose. Ein Krankheit, die den gesamten Körper schachmatt setzen kann und gegen die es keine Impfung gibt. Nur 150 Borreliose-Zentren gibt es in Deutschland, eines davon ist in Cham.

Straube erklärte, dass der Klimawandel, das Steigen der Temperaturen und die zunehmenden Umweltbelastungen die Borreliose zu einer Pandemie werden ließ. Forscher nennen sie schon die „Pest“ des 21. Jahrhunderts. „Borrelien sind eine besondere Klasse von Lebewesen“ sagte der Leiter des Borreliosezentrums Cham. Die Stadt Cham sei vorbildlich, da sie in den Regentalauen die Grasränder der Rad- und Wanderwege ganz kurz halte und somit den Lebensraum der Zecken einschränke und die Radfahrer und Spaziergänger vor dem Zeckenstich schütze. Der Zecken-Wohlfühlraum ist Gras, höher als drei Zentimeter und feuchte Wärme. Dann können die kleinen Insekten auf ihren Wirt, sprich Hund, Katze und Mensch springen und sich an weichen Stellen festbeißen und Blutsaugen. Besonders gefährlich seien dabei die jungen Zecken, denn ihr Appetit sei riesig, ausgewachsene Zecken hingegen könnten auch mehrere Monate ohne Nahrungsaufnahme überleben. Die Zecken haben nachweislich auch schon die Klimabarriere übersprungen und wurden sogar schon in den Permafrostregionen der sibirischen Steppe gefunden.

Straube zeigte anschaulich auf, welche Symptome Borrelien auslösen können und die Zuhören waren sehr erstaunt, was alles auf eine Borrelionse Erkrankung hinweisen kann. Eine ganz spezielle Diagnostik sei erforderlich, um hier Helfen zu können. Oft seien Hausärzte, ja sogar Fachärzte schlichtweg überfordert und der Leidensweg eines Patienten groß und lang. Das Borreliose Zentrum Cham, im Ärztehaus INUS, sieht die unwahrscheinlichsten Dinge und oft geht es langfristig gesehen um Leben und Tod. Es sei auch ein Irrglaube, dass nur in waldreichen Gebieten Deutschlands eine Gefahr bestehe, mittlerweile sei das ganze Bundesgebiet borreliosegefährdet.

Therapieansätze seien unterschiedlich, eine dreiwöchige Therapie mit Antibiothika sei oft nicht ausreichend. Straube sagte, die Borreliosediagnostik sei ein Puzzlespiel, es gäbe keine 100 prozentige Labordiagnostik, da die Tests unterschiedlich seien und sich die Borrelien auf erstaunliche Art anpassen und tarnen könnten. Straube zeigte Diagnoseansätze auf und die Möglichkeit, dieser schweren Erkrankung Herr zu werden. Vorbeugen wäre nur möglich, in dem nach jedem Ausflug der Körper penibel auf Zecken abgesucht werde und möglichst keine nackte Haut den Zecken anzubieten.

Ein Abend könne die Thematik nur oberflächlich streifen, sagte die Vorsitzende Gabriele Dahlmann und dankte Straube für den informativen Abend. Sie sagte, die Chamer könnten stolz darauf sein, ein Borreliose Zentrum in der Stadt zu haben, dessen guter Ruf bis nach Australien reiche.

Im Bild
Dank an Dr. Richard Straube (1)
Die fünf gefährlichsten Zecken in Deutschland (2)