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Unweit von Schachendorf liegt versteckt zwischen den Föhren, die ihm den Namen gaben, Schönferchen mit seiner Wallfahrts-kirche.
Ursprünglich dürfte die alte Wallfahrtskirche „Mariä Schnee“ ein so genanntes Baum-heiligtum gewesen sein, also ein Gnadenbild, das an einer schönen Föhre (Föhren = Ferchen) angebracht war. Das heutige Ge-bäude stammt aus dem Jahr 1749 .
Über die Erbauung der heutigen Wall-fahrtskirche erzählt man sich folgende Geschichte: Im Aschaholz, gleich hinter Schönferchen, war ein Brand ausgebrochen. Herr von Gleißenthal auf Schachendorf, Zandt und Gutmaning, dem die Wälder gehörten, versprach in seiner Not, eine Kirche zu bauen. Die Madonna erhörte das Gebet, der Brand konnte gelöscht werden und Herr von Gleißenthal löste sein Gelöbnis ein. Er errichtete in Schönferchen an Stelle der vormaligen hölzernen Kapelle die jetztige Wallfahrtskirche.
Das Innere des schlichten, hellen Barockbaues birgt unter anderem die gotische Holzplastik einer "Anna Selbdritt" aus der Zeit um 1480. Diese Darstellung der Hl. Familie in drei Generationen, der Großmutter Anna, der Mutter Maria und des Jesuskindes, war ein beliebtes Motiv der ausgehenden Gotik. Die Hl. Anna trägt auf dem einen Arm ihre Tochter Maria, auf dem anderen den Jesusknaben. Für unsere Gegend, die an mittelalterlicher Kunst arm ist, bedeutet diese Figur der "Anna Selbdritt" in Schönferchen, ein einmaliges Werk, das es verdienen würde, mehr beachtet zu werden.
Leider sind in der Schönferchner Wallfahrtskirche, die durch ihre wunderbaren Heilungen Gläubige von nah und fern anzog, von den vielen Motivtafeln keine mehr im Besitz der Kirche. Sie sind alle verschwunden.
Bereits vor rund 100 Jahren war die Fehra-Kirchweih eine sehenswerte Veranstaltung. Die Burschen und Mädchen von weit und breit kamen zum Kirchweihtanz, der sich im Freien abspielte und auf uralte heidnische Tradition zurückging, der unter anderem auch die Wallfahrt ihr Entstehen verdankt.
Im Jahre 1974 wurde die Schönferchener Kirchweih durch die Freiwillige Feuerwehr Schachendorf wieder ins Leben gerufen. Alljährlich am 15. August, am Fest Mariä Himmelfahrt, erfreut sich der Fehra-Kirta über regen Zulauf aus NAH und FERN, welcher am Morgen mit einem feierlichen Gottesdienst beginnt.
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