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Geboren: um 990 in Bayern. Gestorben: 27. Januar 1045 in Niederaltaich, Bayern. Patronin der werdenden Mütter und der Fieberkranken. Alruna lebte nach dem Tod ihres Mannes, eines Grafen, als Reklusin bei dem Benediktinerkloster von Niederaltaich in Niederbayern. Für das Volk war sie eine gesuchte Ratgeberin. Die Reliquien der am 27. Januar 1045 Verstorbenen ruhen in der Benediktinerklosterkirche St. Mauritius in Niederaltaich in einem Glasschrein. Abgebildet wird Alruna als Benediktinerin mit einer abgelegten Krone. (Obiger Text stammt aus: „Schauber - Schindler „Heilige und Namenspatrone im Jahreslauf‘ Pattloch Verlag Augsburg 1999).
In dem „Großen Namenstagskalender“ von 1976, herausgegeben von den Liturgischen Instituten Salzburg, Trier, Zürich heißt es: „Alrun(a). Gattin des Markgrafen Mazelin von Cham, führte nach dessen Tod bei Niederaltaich ein Leben der Zurückgezogenheit, des Gebetes und des Wohltuns. Sie starb nach der Überlieferung am 27. Januar 1045. Ihr Leib ruht in der Kirche von Niederaltaich, wo bis nach 1800 ihr Kult gepflegt wurde. (Dargestellt im Benediktinerinnenhabit mit abgelegter Markgrafenkrone).
Hinweise auf die Selige Alruna in Cham:
1. Pfarrkirche St. Jakob: Lebensgroße Statue auf dem Herz-Jesu-Altar. Dargestellt als adelige, betont junge Dame, vornehm gekleidet und mit einem Krönchen auf dem Kopf.

(Bild in der Klosterkirche)
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2. Bildliche Darstellung in der Klosterkirche „Maria Hilf‘: Zu sehen ist die selige Alruna im Strahlenkranz und dem Chamer Wappen.
3. Alrunastraße.
4. Ehemalige Alruna-Drogerie.
5. Neu: Alruna-Apotheke.
Hinweise auf Alruna finden sich auch in den geschichtlichen Aufzeichnungen der Stadt Cham. Auf Grund ihrer Wohltätigkeit war sie in der Gegend um Niederaltaich bekannt geworden und bald hochgeachtet. Einige Historiker vertreten daher die Meinung Alruna könnte in der Gegend des Klosters beheimatet gewesen sein. Ihre Erkenntnisse sind jedoch sehr fragwürdig. Jene, die für unsere Stadt Cham sprechen sind da weit eindeutiger und einleuchtender. Alruna ist zwar nicht in Cham geboren, sie kam durch ihre Ehe mit dem Markgrafen Mazelin als Markgräfin nach Cham. Wäre Cham nie ihr Lebensraum gewesen, hätte Alruna in unserer Stadt wohl kaum Bedeutung gehabt. Es gibt ja, außer im Kloster direkt, in der dortigen Gegend keinen weiteren Ort, in deren Geschichte Alruna Erwähnung fände, Straßen und Einrichtungen ihren Namen trügen und ihr tugendhaftes Leben kultische Verehrung erlangt hätte, wie dies in Cham der Fall ist.
Von Bedeutung dürfte auch sein, dass Alruna im Gedächtnis der Stadt Cham als die vornehm gekleidete Markgräfin mit Krone; in Niederaltaich dagegen als Reklusin im klösterlichen Gewand und mit „abgelegter“ Krone dargestellt wird.
Im „Directorium spirituale“ unseres Bistums, einem geistlichen Wort für jeden Tag, kann man im Jahre 2009 lesen: 27. Januar Selige Atruna von Cham (+ 1045) — Mutter der Armen
In der Klosterkirche von Niederaltaich trifft der aufmerksame Besucher auf einen Schrein mit den Reliquien einer Seligen, die einen für Niederbayern damals eher seltenen Namen trägt: Alruna, was im Althochdeutschen soviel wie .‚von edlem Zauber“ bedeutet. Über ihr Leben ist wenig bekannt, auch die Lebensbeschreibung eines Mönches des Klosters Niederaltaich gibt nur unzureichend Informationen. Diese trägt den Titel .,Vita Sanctae Alrunae Marchionissae Chambensis“ und weist darauf hin, dass Alruna aus dem Geschlecht der Markgrafen von Cham stammte“. Nach dem frühen Tod ihres Ehemannes zog die wohlhabende Alruna mit ihrer Magd und Ihrem Diener in die Nähe des damals schon bekannten Benediktinerklosters und nahm sich dort der Armen und Kranken an. "Schon bald nach ihrem Tod, am 27. Januar 1045, beginnt die Verehrung und es geschehen auf ihre Fürsprache hin viele Wunder“. Die Heiligen und Seligen sind unsere Fürsprecher bei Gott. So könnte die Selige Alruna von Cham, doch gerade für uns Fürsprache einlegen, sozusagen exklusiv. Vielleicht bin ich an diesem Punkt kindlich naiv, wenn ich meine, dass Alruna sich freuen würde, von uns „Chamern“ angerufen zu werden.
(Manfred Kalkbrenner, Diakon in St.Jakob Cham)
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