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Nach der Faschingzeit, in der man lustig sein soll und auch einmal Blödsinn machen darf, ist mit der Fastenzeit nun wieder eine ernstere Zeit angebrochen, in der man zur Ruhe kommen und sich auf die wesentlichen Dinge besinnen soll. Den Beginn der Fastenzeit feierten die Kinder in den Kindergärten St. Laurentius in Vilzing und St. Jakob in Altenmarkt jeweils mit einer Fastenandacht mit Kaplan Pater Johannes.

Er sprach mit den Kindern über die Bedeutung der Fastenzeit als Vorbereitung auf das bevorstehende Osterfest und zeichnete jedem Kind das traditionelle Kreuz aus Asche auf die Stirn.

Der Aschermittwoch und mit ihm die Auflegung des Aschekreuzes stehen am Beginn der 40-tägigen Fastenzeit. Die Asche erinnert die Gläubigen an diesem Tag ganz besonders an ihre Vergänglichkeit, ist aber auch das Zeichen der Umkehr und Erneuerung.

In diesem Geist der Umkehr und Erneuerung zu denken und entsprechend zu handeln, und in Hinblick auf das Leitwort der diesjährigen MISEREOR-Aktion „Heute schon die Welt verändert?“ mit dem ersten eigenen kleinen Schritt, der eigenen Einsicht und der eigenen Tat die große Welt-Veränderung auf den Weg zu bringen – dazu ermunterte Stadtpfarrer Dieter Zinecker im Bußgottesdienst am Aschermittwoch.

Zusammen mit Diakon Alfred Dobler legte er allen Gottesdienstbesuchern das Aschenkreuz auf, mit den Worten: „Kehr` um und glaub an des Evangelium.“

Mit einer gemeinsamen Andacht in der Turnhalle haben sich die Kinder des Kindergartens St. Jakob in Altenmarkt auf die Fastenzeit eingestimmt. Kaplan Alexander Dyadychenko sprach mit den Kindern über das Fasten – dabei wurde den Kleinen schnell klar, dass Fasten nicht nur einen Verzicht auf Süßigkeiten meint: Auch Augen, Mund, Ohren und Hände können „fasten“, wie er an mitgebrachten Bildern zeigte. Die Ohren können manchmal weghören, der Mund muss nicht immer alles sagen und die Hände können auch mal etwas für andere tun und nicht nur für einen selber. Sich selbst ein wenig zurücknehmen und auf andere schauen – auch das kann fasten meinen. Die Kinder waren ganz bei der Sache und brachten viele eigene „Fastenvorschläge“ ein.

Als sichtbares Zeichen für den Beginn der Fastenzeit und mit den Worten „Jesus liebt dich“ spendete Kaplan Dyadychenko einem jeden seiner Schützlinge zum Ende der Andacht das Aschekreuz.