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Die Kolpingsfamilie Cham traf sich am Mittwoch, 20.07 zum Grillen im Kolpinghaus. Eine fröhliche Runde saß bis spät am Abend und bei echtem Sommerwetter auf der Terrasse im Kolpinghaus und genoss die Gemeinschaft, das leckere Salatbuffet und das würzige Grillfleisch. Juliane und Elfriede machten Musik zum Mitsingen. Ein wunderschöner Abend, der als Programmpunkt auch im nächsten Jahr wieder stattfindet.

Ihren heiligen Namenspatron einmal im Jahr ganz besonders zu würdigen, ist für die Pfarrei Cham St. Jakob nicht nur gute Tradition, sondern stets ein willkommener Anlass, um festlich miteinander Gottesdienst und – auf weltlicher Ebene – das Pfarrfest zu feiern. „Herzliche Einladung zum Patrozinium und Pfarrfest am Sonntag, 24. Juli 2016“, heißt es daher auf dem Plakat, mit dem sich die Pfarrei an die Öffentlichkeit wendet, an alle Mitglieder, Freunde und alle, die sich ihr verbunden fühlen.

Der Festgottesdienst in der Pfarrkirche mit Stadtpfarrer Dieter Zinecker beginnt am Sonntag, 24. Juli, um 10 Uhr und kann mit einem besonderen Festprediger und Konzelebranten aufwarten, der schon seit seiner Zeit als Kaplan beste Beziehungen zur Chamer Pfarrei unterhält: Landes-Caritasdirektor Bernhard Piendl wird mit den Gläubigen mitfeiern. Der gebürtige Loiblinger kommt, wenn seine Zeit es zulässt, immer wieder gerne in seinen Heimat-Landkreis und freut sich auch diesmal auf ein Wiedersehen in St. Jakob. Einen weiteren Beitrag zur besonderen Festlichkeit des Gottesdienstes wird zudem der Kirchenchor von St. Jakob mit seinem Leiter Hermann Seitz leisten und zeitgenössische Musik von Wolfram Menschick erklingen lassen.

Gleich im Anschluss an den Patroziniums-Gottesdienst ist jedermann herzlich eingeladen, zum Pfarrfest auf dem Gelände des Hotels am Regenbogen (Kolpinghaus) zu kommen. Viele fleißige Helferinnen und Helfer aus den Reihen der Pfarrei werden dort für die Verköstigung der Besucher sorgen, mit allem, was Küche, Grill und Getränkelager hergeben. Für kulinarische Genüsse in Form von Kuchen werden die Mitglieder der Frauenbundes an der Kaffee- und Kuchentheke bereit stehen. Alleinunterhalter Engelbert Eckert mit Akkordeon und Gesang wird wie schon im letzten Jahr für dezente Hintergrundmusik sorgen. Bewährt hat sich auch das Aufstellen von Pavillon und Partyzelt, so dass selbst bei Regen das Fest nicht „ins Wasser fallen“ muss. Ein kleines Unterhaltungsprogramm für alle Kinder wird wieder von der Kolpingjugend angeboten.

Bleibt nach allen Vorbereitungen die Hoffnung der Pfarrei-Verantwortlichen, dass möglichst zahlreich und über (Pfarrei-)Grenzen hinweg von der angebotenen Gastfreundschaft Gebrauch gemacht wird und die Gemeinschaft im Gottesdienst und beim Pfarrfest gepflegt wird.

Im Bild: Feiern im Angesicht des Kirchenpatrons St. Jakobus am Sonntag, 24. Juli 2016

Firmung in Cham St. Jakob: Das hat sich am vergangenen Samstag als großes Glaubensfest für 124 junge Christen, darunter auch acht Schüler von der Bildungsstätte St. Gunther, dargestellt. Es füllte die Stadtpfarrkirche bis über den Rand mit Leben, und – nicht sichtbar, aber spürbar – mit Seele und mit „Geist“.

„Macht Wirbel!“ rief Pfarrer Dieter Zinecker den jugendlichen Firmbewerbern in seiner Begrüßung aufmunternd zu, und zitierte damit eine wohlmeinende Aufforderung von Papst Franziskus, die zwischenzeitlich Eingang in den Titel eines Buches gefunden hat und vor allem junge Menschen anregen will, ihren Weg ins Leben zu finden. Der Chamer Stadtpfarrer freute sich sehr, als Firmspender in St. Jakob wieder einmal Abt emer. Gregor Zippel, OSB, vom Benediktinerkloster in Rohr/Niederbayern, willkommen heißen zu dürfen, dazu als Mitzelebranten Kaplan Alexander Dyadychenko, Diakon Alfred Dobler und Gemeindereferentin Michaela Maier. Sein besonderer Gruß galt auch den Paten und Angehörigen.

Der Ordensgeistliche aus Rohr nahm den Ball des „Wirbelmachens“ umgehend in seiner Predigt auf und machte den Fünft- und Sechstklässlern in beeindruckender Weise deutlich, um was es für sie am heutigen Tag, mit dem Erhalt des Firmsakraments, eigentlich gehe: Der „Geist“ müsse in ihnen wirken, der Geist, der jedem seine besondere Gabe zuteile, und der in der Heiligen Schrift immer wieder Menschen befähigt habe, Großes zu bewirken. Zwar sei dieser Geist nicht sichtbar und daher ein wenig vergleichbar mit Elektrizität. Doch ähnlich wie diese dem Menschen nütze, so sei jener Heilige Geist vielleicht am ehesten mit dem angesprochenen Bild zu verstehen. „Wie der Strom die verschiedensten Geräte mit Energie versorgt (auch jedes Handy), so lebt der Hl. Geist in uns, lässt seine Kräfte wirken. Wichtig ist für uns allerdings, dass wir mit ihm, von der Taufe an, in Verbindung bleiben. (…) Heute, liebe Firmlinge, ist so ein Tag, wo euer geistlicher Akku wieder aufgeladen wird vom Hl. Geist und (wie die Lesung sagt): „Einem jeden teilt er seine besondere Gabe zu, wie er will.“ Nehmt diese Gabe an und arbeitet damit zu eurem eigenen Nutzen und dem eurer Pfarrei. Werdet aktive Christen, denen man anmerkt, dass sie (um im Bild von der Elektrizität zu bleiben) „geladen“ sind.“

Der Abt richtete seine Botschaft nicht nur an die Firmlinge, sondern an alle Gläubigen und wünschte der ganzen Pfarrei den Anfang eines Aufbruchs im Hl. Geist. „Lasst uns dankbar diesen Geist empfangen und als „Geladene“ damit auch arbeiten!“

Nach der Predigt erneuerten die Firmlinge ihr Taufversprechen. Und der große Augenblick war gekommen: „Sei besiegelt durch die Gabe Gottes, den Hl. Geist.“ Mit diesen Worten wurde jedem Einzelnen, begleitet von seinem Paten, durch den bischöflichen Würdenträger das Sakrament der Firmung gespendet, begleitet von freundlichen persönlichen Worten des Abtes. Stimmungsvoller hätte nicht sein können als das, was dazu (und an vielen weiteren Stellen) der Jugendchor unter Leitung von Eva Berzl von der Empore ins weite Rund der Jakobskirche erklingen ließ: „Mit deinem Geist, guter Gott, erfülle uns, mit deinem Feuer entzünde uns, mit deiner Liebe bewege uns zum Leben (…)“. Da sprang der sprichwörtliche Funke schnell über und die Anwesenden stimmten ihrerseits kräftig ein in die rhythmischen Gesänge. Nach den Fürbitten der Firmlinge wurde die Eucharistie in besonders feierlicher Form begangen.

Am Ende des Gottesdienstes stand der Dank des Stadtpfarrers an die vielen hilfreichen Personen, an der Spitze Kaplan Alexander Dyadychenko, die – im Vorfeld oder am Festtag selbst – die Firmung in St. Jakob zu einem wahren Ereignis und Fest des Glaubens haben werden lassen. „Der Geist weht, wo er will“ – er hat geweht!

Im Bild: Die Firmlinge von St. Jakob, jeweils mit Abt emer. Gregor Zippel, Stadtpfarrer Dieter Zinecker, Kaplan Alexander Ddyadychenko, Diakon Alfred Dobler und Gemeindereferentin Michaela Maier: Fünftklässler (Bild 1), Sechstklässler (Bild 2) und Jugendliche von St. Gunther (Bild 3)

Jeden Sonntag erklingt in der Kirche Peter und Paul, Sattelpeilnstein, die Orgel der Orgelwerkstatt Thomas Jann aus Laberweinting. In dem kleinen Ortsteil Allkofen entstehen Orgeln mit Weltruf. Nicht nur in Sattelpeilnstein ist eine Jann-Orgel zu hören, sondern auch im Münchner Dom, der Basilika in Waldsassen, um nur einige Werke zu nennen. In Ausland, zum Beispiel in Korea schätzt man den Klang dieser Orgeln aus Bayern.

Die Wurzeln sind in Potsdam zu finden. Georg Jann, der Vater von Thomas Jann, sollte Cello spielen, aber ihm war dieses Insturment verhasst. Kurzerhand stellte er das Cello in den Regen und über eine Karriere als Cellist wurde nie mehr gesprochen. Der junge Georg wurde Orgelbauer, lernte bei Alexander Schuke in Potsdam. Der Weg führte über die Schweiz nach Regenburg, wo Georg Jann in Stadtamhof die alteingesessene Orgelbauwerkstatt Eduard Hirnschrodt übernahm. Georg Jann machte sich schnell einen Namen und benötigte mehr Platz. Da bot sich das Gelände einer ehemaligen Möbelfabrik in Allkofen an. Thomas Jann wurde ebenfalls Orgelbaumeister und führte die Erfolgsgeschichte fort. Mittlerweile ist die Orgelbaufirma Thomas Jann auch führend im Restaurieren historischer Orgeln.

Die Kolpingsfamilie Cham hatte die Möglichkeit diese Firma zu besichtigen und wurde vom Chef selbst durch den Betrieb geführt. Kaum zu glauben, wieviele Schritte bis zur fertigen Orgel erforderlich sind. Jann baut zu 50 Prozent neue Orgeln und zu 50 Prozent werden Orgeln restauriert. In der großen Halle steht eine Orgel von 1870 „an dieser Orgel arbeiten wir immer, wenn es die Zeit zulässt“ sagte Thomas Jann. Im Orgelbau habe sich in den letzten 200 bis 300 Jahren nicht viel geändert. Jann baue keine Elektronenorgeln sondern ausschließlich Pfeifenorgeln. Jede Orgel sei ein Unikat, ganz nach den Wünschen der Auftraggeber, nach deren Räumlichkeiten und finanzieller Ausstattung entworfen und gebaut. Für 20 Register brauche die Firma cirka 20 Monate bis zur endgültigen Fertigstellung. In der Gruppe werden die Entwürfe erstellt und in vielen einzelnen Schritten überarbeitet. Jede Orgel wird in der Fertigungshalle zusammen gebaut und zum Bespiel der Kirchengemeinde vorgestellt. Probleme beim Aufbau können sofort behoben werden, der Zusammenbau in der Kirche ging dann recht schnell. Diese Art des Aufbauvorgangs erspare den Auftraggebern zum Beispiel Übernachtungskosten und Spesen. Der Aufbau benötige in etwa zwei Wochen. Mehr Zeit beanspruche die Intonation. Bis die Orgel so klinge, wie sie soll werden zwischen vier und fünf Wochen benötigt. Die Intonation – ein wichtiges Thema, das mit viel Fingerspitzengefühl und einem musikalisch geschulten Gehör ausgeführt wird. In der Werkstatt wird vorintoniert – was etwas 300 Arbeitsstunden ausmache, ebenso viele seien in der Kirche erforderlich. Eine 20 Register große Orgel benötige bis zur Fertigstellung etwa 5000 Arbeitsstunden. Die zwölf Mitarbeiter sind eine eingespieltes Team, in dem jeder sich auf jeden verlassen kann und jeder seine eigenen Ideen mit einbringen kann.

Die Gäste aus Cham konnten sich über die unterschiedlichen Orgelpfeifen informieren, durften im Intonierraum sehen, wie die Orgelpfeifen ihren Klang bekommen und konnten den Orgelbauer sozusagen ein Loch in den Bauch fragen. Keine Frage blieb unbeantwortet. Als Orgelbaumeister gibt es natürlich auch ein Meisterstück, auf der der Orgelbaumeister veranschaulichte, was es mit Registern auf sich hat. Register machen den Klang der Orgel vielfältig und einzigartig. Nach dieser Besichtigung haben die Besucher einen ganz neuen Blick auf „ihre“ Orgel in der Kirche.

Bilder: Metallpfeifenherstellung, In der Fertigunghalle, Holzorgelpfeifen, Die Meisterorgel

Bei bestem Ausflugswetter kamen am Samstag die Schützlinge des Kindergartens St. Jakob in Altenmarkt zusammen, um gemeinsam mit ihren Eltern, Geschwistern oder Großeltern nach St. Englmar zu fahren. Dort genossen Große und Kleine am Egidi-Buckel das umfassende Freizeitangebot mit zahlreichen Spiel- und Fahrmöglichkeiten.

Ganz besonders Mutige wagten sich in die Achterbahn „Vogelwuida Sepp“ oder die äußerst steile Freefall-Rutsche. Alle anderen hatten an der Sommerrodelbahn, den Bumper-Booten, den vielen Sandbaggern oder auf dem großen Wasserspielplatz genau so viel Freude.

Über einen neuen Kirchenführer in Form eines übersichtlichen Schriftwerks darf sich die Pfarrei Cham St. Jakob freuen – und mit ihr alle, die die Pfarrkirche inmitten von Cham zu schätzen wissen, sowohl von ihrer äußeren Anmutung her als auch im Blick auf ihr reiches Innenleben.

Professor Dr. Peter Morsbach, renommierter Kunsthistoriker und Verleger, bringt es auf den Punkt: „Was Kirchenbauwerke im Stile des Neubarock angeht, gehört die Stadtpfarrkirche St. Jakob zu den Spitzenwerken in Bayern.“ – Was liegt bei solcher Einschätzung näher, als dieser angesehenen Kirche auch eine entsprechende Würdigung in Schriftform zu verleihen, und für den seit längerer Zeit ausverkauften alten Kirchenführer von St. Jakob einen neuen anzuschaffen? Ein Werk, das dem Anspruch genügen kann, dem Leser und Betrachter in zeitgemäßer Aufmachung und in übersichtlicher Form, in Bild und Text die wesentlichen Informationen nahezubringen, und dies – zumal es ja um einen Sakralbau geht – auch unter Berücksichtigung des religiösen Elements.

Stadtpfarrer Dieter Zinecker zeigte sich jedenfalls hocherfreut, als er vor kurzem zur offiziellen Vorstellung des Kirchenführers diejenigen Personen bei sich versammelt hatte, die je nach ihrer Profession zum Gesamtwerk beigetragen haben: Den schon erwähnten Professor Morsbach, der weitgehend die kunsthistorischen Beschreibungen und Texte verfasst hat; den gebürtigen Chamer Dr. Hubert Kerscher, der für die Gesamtorganisation verantwortlich zeichnete; und Pfarrgemeinderatssprecher Stefan Hackenspiel, der in weiteren Textbeiträgen die geschichtlichen Daten niedergeschrieben hat. Nicht zuletzt hat auch der Chamer Stadtpfarrer mitgewirkt und begrüßt gleich eingangs der Schrift den Leser und Kirchenbesucher: „Treten Sie ein, legen Sie den Lärm und die Last des Alltags ab, hier dürfen Sie aufatmen (…). Herzlich willkommen in St. Jakob zur Begegnung mit Gott, der ein Freund der Menschen ist!“

Professor Morsbach seinerseits nahm die Präsentation zum Anlass, seine Freude und Zufriedenheit über die gelungene Konzeption zu äußern, über einen Kirchenführer, „der zur Bildsprache zurückführt“, und damit im besten Sinne auf- und erklärend wirken könne. Gerne habe er die baugeschichtlichen Inhalte verfasst. Wenn man die pastoralen Ergänzungen durch Pfarrer Zinecker hinzunehme, wie etwa den biblischen Text zur Darstellung der Verklärung Jesu Christi am Hochaltar, könne das Werk mit Fug und Recht für sich in Anspruch nehmen, „dass Theologie, Bildprogramm und Architektur stimmig sind“. Dem Leser, zumeist dem interessierten Laien, auf den das Ganze zugeschnitten sei, werde in unaufdringlicher Weise die ganze Schönheit der Kirche aufgezeigt, das nötige Wissen in kompakter Form vermittelt und der biblische Hintergrund erläutert. Bewährt habe sich, so Morsbach, auch die Mitarbeit des Architekturfotografen Gerald Richter, der die Bildaufnahmen gemacht und das Kircheninnere mit einem blaugrauen Grundton so getroffen habe, dass Bild und Wirklichkeit nahezu vollkommen übereinstimmten. Ob es nun Aufnahmen von den verschiedenen Altären, Altargemälden oder Deckenfresken, vom Kirchenraum im Ganzen oder von der Orgelempore sind.

Letztendlich bestand Einigkeit unter den Anwesenden, dass der neue Kirchenführer für Cham St. Jakob alle Mühen zu seiner Erstellung (seit Juli 2015 wurde daran gearbeitet) wert gewesen ist. Wenn sich jetzt auch noch viele Interessierte finden, die das schmucke Schriftwerk erwerben und sich mit seinem Inhalt vertraut machen, ist dies zweifelsohne der schönste Lohn für die Urheber, und für die Leser die Chance, das Gotteshaus mit neuen Augen zu sehen.

Der Kirchenführer ist in einer Auflage von 4.000.- Stück erschienen, Einzelpreis: 3.50 Euro. Er ist erhältlich am Schriftenstand der Stadtpfarrkirche und zu den üblichen Öffnungszeiten auch im Pfarrbüro, Kirchplatz 9.

Inhalt/Untertitel: „Auf einen Blick“ / „Willkommen in der Pfarrkirche St. Jakob“ / „Annäherungen“ / „Blick in die Geschichte“ / „Rundgang und Spurensuche“ / „Die Bedeutung der Pfarrkirche St. Jakob“

Im Bild: Ein Kirchenführer als Gemeinschaftswerk: Dr. Hubert Kerscher, Stadtpfarrer Dieter Zinecker, Prof. Dr. Peter Morsbach u. Stefan Hackenspiel (von links nach rechts) (Bild 1); der barocke Kirchenraum (Bild 2); der Hochaltar (Bild 3); „Annäherungen“: Kirche und Rathaus (Bild 4)

Das Fußballspiel am Montag hielt sicher einige davon ab, sich mit dem ernsten Thema „Transplantation“ zu beschäftigen, aber dennoch war der Themenabend der Kolpingsfamilie Cham im Kolpinghaus ein sehr interessanter Abend und wurde von den Anwesenden aktiv mitgestaltet. Der Referent Dr. Hubert Zahnweh, der mit der Gesundheitsakademie Ostbayern zusammen arbeitet, informierte ausführlich und gut verständlich über dieses schwierige Thema. Der Organspendenskandal, der auch die Oberpfalz und München betraf, hatte die Bereitschaft der Spender deutlich gemindert. Fast um die Hälfte sei sie eingebrochen, sagte Dr. Zahnweh, dabei ist die Zahl derer, die auf eine Spende dringend angewiesen sind unvermindert hoch.

Zahnweh informierte darüber, welche Organe gespendet werden, ebenso über das Prinzip: Old to Old. Besonders ging er auf die Feststellung des Hirntodes, als Todeszeitpunkt ein und den Beginn des Transplantations-Countdown. Der Hirntod wird von einem Facharzt für Neurologie und einem für Transplantation festgestellt. Der Hirntod ist damit auch das Todeszeitpunkt. Hirntod bedeute, dass kein unabhängiges Leben mehr möglich sei. Unabhängig von Beatmung, Aufrechterhaltung der Herz- und Kreislauffunktion und mehr. Zahnweh sagte, dass die Feststellung des Hirntodes ein sehr komplexer Vorgang sei.

Für eine Organentnahme sei notwendig, dass die Organe gesund seien, und natürlich die Zustimmung des Spenders zu dessen Lebzeiten, aber auch die der Angehörigen. Es sei wichtig, das Thema Organspende mit allen in der Familie oder Betreuer zu besprechen, damit die Hinterbliebenen nicht noch zusätzlich zum Schmerz, über den Verlust des Verstorbenen in Konflikte gerieten. Wie sich eine Transplantationsvorbereitung ab läuft, wie der Spender davon erfährt und wie lange ein Organ „hält“, bis es transplantiert werden muss, wurde ebenfalls angesprochen.

Auch über die Risiken einer Transplantation wurde informiert. Im Anschluss wurden Fragen beantwortet. Gabriele Dahlmann dankte dem Referenten für diesen informativen Abend. Sie selbst ist seit Jahren im Besitz eines Organspendeausweises und hofft, dass viele ihrem Beispiel folgen.

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Gabriele Dahlmann dankt Dr. Hubert Zahnweh für die Informationen rund um das Thema „Transplantation“

Beim letzten Treffen der Lektoren und Kommunionhelfer haben sich versammelt:

Josef Schmidbauer, Sabine Schmaderer, Markus Hartl, Rita Bücherl, Birgit Straube, Dr. Richard Straube, Petra Reittinger, Bärbel Kulig, Gunther Schlamminger, Martina Altmann, Hans Bernhard, Ingeborg Sauer, Michaela Maier (von l. nach r.) mit Pfarrer Dieter Zinecker und Kaplan Alexander Dyadychenko.

Das imposante Konzerthaus war am Montag das Ziel der Kolpingsfamilie Cham. Einige waren schon zu Aufführungen dort gewesen, aber richtig anschauen, mit einem Blick hinter die Kulissen, war noch nicht möglich gewesen. Das Konzerthaus Blaibach ist weit über die Grenzen Bayerns bekannt, heuer wurde es mit dem Architekturpreis artour 2016 ausgezeichnet.

Unter der kundigen Führung des Blaibacher Bürgermeisters Wolfgang Eckl wurden die Türen des Konzerthauses geöffnet. Für einige war der Bau etwas gewöhnungsbedürftig, aber nachdem Eckl eine Menge Hintergrundinformation lieferte, wurde die Architektur verstanden. Die sehr gute Akustik im Konzertsaal begeisterte alle. Es ist möglich auch in der letzten Reihe genauso gut zu hören, wie weiter unten. Beeindruckend ist die Schlichtheit, keine unnötige Deko lenkt von der Bühne ab.

Der Bürgermeister führte auch noch durch das Bürgerhaus und das älteste Gebäude des Ortes, dem alten Kramerhaus am Girglplatz. Zum Abschluss diese gelungenen Ausflugs ging es in das Gasthaus unterhalb der Kirche.

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Kolpingsfamilie Cham im Konzertsaal des Konzerthauses Blaibach

Auf eine spannende Suche haben sich am vergangenen Samstagabend viele Gottesdienstbesucher in Cham St. Jakob begeben. „Gott sucht den Superhelden“ lautete schließlich das Thema, das Kaplan Alexander Dyadychenko für einen Jugendgottesdienst, bewusst anderer und offenen Art, ausgewählt hatte. Dementsprechend zog er mit vielen größtenteils mit Superman-Kostümen bekleideten Ministranten ins Gotteshaus ein.

Besonderen Schwung und Lebendigkeit brachte dann gleich zu Beginn der gut eingestimmte Jugendchor unter Leitung von Eva Berzl unter das Kirchenvolk. Schwung und Aktionsreichtum fanden ihre Fortsetzung durch Filmeinspielungen von einer großen Leinwand. Zu bewundern waren da Kinohelden wie Superman oder Ironman mit spektakulären Einsätzen zwischen Himmel und Erde, aber auch Fußballgrößen wie Mario Götze mit dem entscheidenden WM-Tor 2014. Superhelden allesamt – das Maß aller Dinge ??

Kaplan Dyadychenko verstand es, in seinen nachfolgenden Ausführungen deutlich zu machen, dass so ein Superstar-Dasein schon schön wäre, und sei es auch nur für einen Tag oder kurze Zeit. Dass aber letztendlich Superheld ein jeder sei, der seine Talente für sich und andere tagtäglich einsetze. Sei es als Berufstätiger, Schüler, im Ehrenamt Tätiger oder in welcher Funktion auch immer. Wie sich schon aus dem (zuvor verkündeten) Matthäus-Evangelium mit dem Gleichnis von den anvertrauten Talenten ergebe, sei das Wichtigste: Gott habe jedem Menschen ureigene Talente geschenkt; wer diese auch nütze, sei jedem Superheld ebenbürtig.

Nach diesen Ausführungen wurde in gewohnter Weise Eucharistie gefeiert, der Jugendchor erfreute mit weiterem geistlichem Liedgut. Am Ende des mitreißenden Gottesdienstes stand der Dank des Kaplans an alle Mitwirkenden und an alle Superhelden bzw. mitfeiernden Gläubigen. Seine freundliche Einladung zur weltlichen Nachfeier – wegen Regens nicht am Kirchplatz, sondern im Pfarrheim – fand reichlich Zuspruch und sorgte für einen geselligen Ausklang des Abends.

Im Bild:
Einzug des Kaplans mit den Ministranten (Bild 1)
Zur Eucharistie am Alter versammelt (Bild 2)
„Nachfeier“ im Pfarrheim (Bild 3)
Der Kaplan mit seinem Helferteam (Bild 4)