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Am Mittwoch Abend besuchte der heilige Nikolaus (Andreas Förster, Reinhard Lesinski und Kaplan Martin Popp) die Kinder und brachte ihnen ein paar Geschenke mit. Auch im zweiten Jahr nach der Pause, wurde der Besuchsdienst wieder gerne angenommen.

Im Bild die 3 Nikoläuse

Mit dem Lied „Ein Wunder muss her“ erzählten die Kinder des Kindergartens St. Jakob in Altenmarkt vom Heiligen Nikolaus, der seine Landsleute in Myra mit dem „Kornwunder“ aus einer schlimmen Hungersnot rettete. Er überredete den Kapitän eines vor der Stadt vor Anker liegenden Schiffes, von dem geladenen Getreide an die hungernden Leute abzugeben. Die Menschen waren gerettet – und das Schiff hatte nicht ein Korn seiner Ladung eingebüßt.

Eine andere Geschichte aus seinem Leben erzählte der Heilige Nikolaus, der unter seiner roten Haube verdächtige Ähnlichkeit mit Pfarrer Dieter Zinnecker hatte, selbst: Es gab in Myra einen Vater mit drei Töchtern. Der Mann war so arm, dass er die Töchter nicht verheiraten konnte und gleichzeitig zu stolz, um Geschenke anzunehmen. Da legte der Heilige Nikolaus eines Nachts drei Säckchen mit Goldmünzen auf das Fenster der armen Familie – die Mädchen konnten heiraten.

Auf dieser Geschichte gründet auch die Tradition, den Kindern jedes Jahr am Namenstag vom Heiligen Nikolaus ein Säcklein zu bringen. Auch wenn die Altenmarkter Kinder ihr „Säcklein“ in diesem Jahr in Form eines Schiffes gebastelt hatten, hatte der Heilige Mann sie selbstverständlich mit reichen Gaben gefüllt.

Aber vorher musste er natürlich noch in sein goldenes Buch schauen, wie sich denn die Kinder im vergangenen Jahr so verhalten hatten. Ein paar Unarten hatte er schon zu beklagen, wie etwa das Petzen oder den mangelnden Eifer beim Aufräumen – aber dafür gab es auch viel Erfreuliches zu berichten: Dass die Großen den Kleinen immer helfen, zum Beispiel, oder dass alle Kinder gerne basteln und singen.

Nachdem sich der Nikolaus wieder verabschiedet hatte, durften die Kinder Stockbrot am Lagerfeuer grillen und der Elternbeirat sorgte mit Bratwurstsemmeln, Punsch und Kuchen für’s leibliche Wohl von Groß und Klein.

Das Warten hatte ein Ende. Nach einer längeren Pause schickte die Kolpingsfamilie Cham wieder den heiligen Nikolaus zu den Kindern. Zwei Mitglieder der Kolpingsfamilie und der Vizepräses Pater Johannes Bosco besuchten insgesamt 15 Familien in Cham und erfreuten die Kinder mit ihrem Kommen. Die Kolpingsfamilie legt großen Wert darauf, dass nicht der Weihnachtsmann, sondern der heilige Nikolaus mit Stab und Mitra die Kinder besucht. Dazu gehört dann auch kein „Ho, ho, ho“ sondern ein Segen.

Dieses Jahr waren als Nikolaus unterwegs: Reinhard Lesinski, Andreas Förster und Pater Johannes Bosco. Es machte allen Spaß und die Kinder waren sehr angetan vom Besuch des heiligen Mannes.

Die Kolpingsfamilie Cham wird auch im nächsten Jahr wieder den Nikolaus losschicken und wenn mehr Familien den Service nutzen wollen, lässt sich sicher auch noch ein vierter Nikolaus finden.

Bild: und jetzt zu den Kindern…

Zahlreiche Kinder hatten sich mit ihren Eltern im Garten des Altenmarkter Kindergartens zur Nikolausfeier eingefunden. Zum Glück ließ der Heilige Mann nicht lange auf sich warten. Die Kinder begrüßten ihn mit dem Lied „Heute ist ein Fest in unsrem Haus, heute kommt zu uns der Nikolaus“ und erzählten im Schattenspiel „Nikolaus und die drei Säcke“ eine Legende von der großen Güte des Bischofs: Er beschenkte eine arme Familie in drei aufeinanderfolgenden Nächten mit drei Säcken voll Essen, Kleidung und schließlich Schuhen.

Auch den Altenmarkter Kindern hatte der Nikolaus Geschenke in ihre selbstgebastelten Säckchen gefüllt. Aber auch Lob und ein wenig Tadel verteilte er. So stand in seinem goldenen Buch, dass die Kinder manchmal doch recht unordentlich waren – mit der Kleidung, die überall herumgeworfen wird, genauso wie mit den Bastelsachen. Und dass immer gleich gepetzt würde – statt die Dinge untereinander zu regeln. Auch das Drängeln in der Turnhalle und das Laufen in den Gängen will der Nikolaus im nächsten Jahr lieber nicht mehr sehen.

Natürlich gab es auch Gutes über die Kinder zu sagen: So freute es den Bischof ganz besonders, dass die Großen oft den Kleinen helfen – beim Anziehen zum Beispiel. Und dass alle immer recht brav Brotzeit machen und gut miteinander teilen.

Die Kinder verabschiedeten den Heiligen Nikolaus mit einem Lied und feierten anschließend seinen Namenstag weiter mit Punsch, Würstl und Selbstgebackenem.