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Christus, das Licht!

Die Nacht zum Sonntag war gerade angebrochen, da flammte vor dem Hauptportal der St. Jakobskirche verheißungsvolles Licht auf: Das Osterfeuer wurde dort entzündet und gesegnet, und damit – nach 40-tägiger Fastenzeit – das untrügliche Zeichen gesetzt: Ostern, die Frohbotschaft von der Auferstehung Jesu Christi ist da! – und eindrucksvoll nachzuempfinden in der Feier der Osternacht. Zahlreiche Gläubige hatten sich dazu auch heuer in der Stadtpfarrkirche versammelt und nahmen lebhaft Anteil am Geschehen in Lichtfeier, Wortgottesdienst, Taufe und Eucharistie.

Zum feierlichen Einzug durch das Dunkel der Kirche ließ Stadtpfarrer Dieter Zinecker, in Begleitung vieler Ministranten, das „Lumen Christi“ erklingen, und trug die am Feuer entzündete Osterkerze zum Altar. Das Osterlob als „Hochgebet“ auf diese Kerze, gefühlvoll vorgetragen von Gemeindereferentin Michaela Maier, und der Wortgottesdienst schlossen sich an, mit den alttestamentarischen Lesungen, dem Osterhalleluja unter machtvollem Geläut aller Kirchenglocken, und dem Matthäus-Evangelium, woraus der Stadtpfarrer voller Freude verkündete: „…Er ist von den Toten auferstanden. Er geht euch, den Jüngern, voraus nach Galiläa, dort werdet ihr ihn sehen…“.

In seiner Festpredigt stellte der Geistliche die Frage in den Raum, wo denn der Mensch in sich selbst beständige „Österlichkeit“ als das fühlen könne, was ihn im Innersten berühre und unter die Haut gehe – als elementares Gefühl also, das der Schriftsteller Peter Handke als „Tauf- oder Haarwurzelgefühl“ bezeichne. Die Frage zu stellen heiße sie zu beantworten mit der heutigen Feier der Osternacht, dem Abschluss der Drei-Tage-Feier von Abendmahl, Tod und Auferstehung Christi; da könne man als Getaufter, an die Auferstehung Glaubender wahrhaft sagen: „Das gibt mir das Taufgefühl: Da ist vom Glauben, von der Geschichte der Sakramente, die mich mit Gott verbinden, mein Anfang“, von dem es kein Zurück mehr geben könne. Durch die Auferstehung sei jedes Leben wertvoll, habe eine Zukunft bei Gott und gehe einem Ziel entgegen, das schon in der Taufe zugesagt worden sei: „Bewahre die Würde, Christ zu sein, für das ewige Leben.“ Ostern sei ein Fest, das wachrüttle und aus dem heraus neues Leben erwachse; Leben und österliches Licht, das man auch Menschen auf der Schattenseite, Verzweifelten, den von Flucht oder Vertreibung Betroffenen spüren lassen müsse. „Wir feiern heute den Sieg der Liebe durch Tod und Leid hindurch. Die Zukunft gehört nicht der Verzweiflung und dem Hass. Die Zukunft gehört der Liebe. Wir können sie wagen und einsetzen – und verbreiten in dieser Welt.“

Nach der Predigt durfte sich die Pfarrgemeinde über die Taufe der Geschwister Alicia und Olivia Ng freuen, vorbereitet mit der Segnung des Taufwassers mittels der Osterkerze und bestärkt durch die Erneuerung des Taufversprechens aller Anwesenden. Deren österliche Stimmung kam nicht zuletzt in den österlichen Festgesängen, begleitet von Eva Berzl an der Orgel, überzeugend zum Ausdruck: „Der Heiland erstand. Der Heiland erstand!“. In der Eucharistie wurde schließlich zum Gastmahl des auferstandenen Herrn geladen, bevor die Segnung der Osterspeisen und der Ostersegen die nächtliche Feier abrundeten.

Am Ende erging ein herzliches Vergelts Gott des Chamer Stadtpfarrers an alle Beteiligten und ein „Frohes Ostern“, im Namen auch von Kaplan Alexander Dyadychenko, Diakon und Gemeindereferentin, an alle Gottesdienstbesucher, bekräftigt mit einem persönlichen Ostergruß an den Kirchenportalen.

Im Bild
– Feier der Auferstehung im Lichtschein
– neues christliches Leben für zwei Täuflinge

Kreuzweg-Andacht am Karfreitag

Den Leidensweg Jesu nachempfinden – das wollten auch heuer viele Angehörige der Pfarrei Cham St. Jakob. Am frühen Vormittag des Karfreitags versammelten sie sich zur Kreuzweg-Andacht am Kalvarienberg und beteten in einem langen Zug die 14 Stationen hinauf bis zur Kreuzigungsgruppe.

Angeführt wurden sie von Zelebrant Kaplan Alexander Dyadychenko, der von Ministranten begleitet und von Ingeborg Sauer und Josef Schmidbauer beim Vorbeten unterstützt wurde. „O Haupt voll Blut und Wunden…“ erklang es vielstimmig auf dem Weg hinauf.

Abschließend dankte der Kaplan für das intensive Mitfeiern in Gebet und Gesang und entließ die Gläubigen mit seinem Segen.

St. Jakob feiert den Palmsonntag

Des Einzugs Jesu Christi in Jerusalem gedachten heuer am Palmsonntag, dem Beginn der Heiligen Woche, besonders viele Pfarrangehörige in St. Jakob Cham. Sie hatten sich bei strahlender Morgensonne im Innenhof der Gerhardinger Realschule versammelt, wo sie von Stadtpfarrer Dieter Zinecker zu einer feierlichen Statio, gesanglich begleitet vom Kirchenchor, begrüßt wurden. Der Geistliche segnete die Palmzweige – Symbol des Lebens und des Sieges – und die Palmbuschen der Gläubigen, durch sein Weihegebet und das Besprengen mit Weihwasser, und verkündete das Matthäus-Evangelium: „…Hosanna dem Sohn Davids! Gesegnet sei er, der kommt im Namen des Herrn…“.

Gleich im Anschluss reihten sich alle ein in den langen Zug der Palmprozession zur Stadtpfarrkirche, angeführt von Ministranten mit dem festlich geschmückten Prozessionskreuz, den Kindern mit Gemeindereferentin Michaela Maier und dem Stadtpfarrer. Unterwegs wurden wiederholt mächtige und freudvolle Liedrufe angestimmt: „Christus Sieger, Christus König, Christus Herr in Ewigkeit…“.

In der Pfarrkirche stand schließlich die szenisch aufbereitete Verkündung der Leidensgeschichte durch einige Kommunionkinder und die Feier der Eucharistie im Mittelpunkt. Zum gemeinsamen Gebet des Vaterunsers stießen auch die Besucher der Kinderkirche vom Pfarrheim zu den versammelten Gläubigen hinzu, so dass eine schöne Gemeinschaft aller Generationen vereint war. „“Christus Sieger, Christus König“ haben wir heute gefeiert“ freute sich Stadtpfarrer Zinecker in den Schlussworten und dankte ganz herzlich allen Beteiligten für ihr Mitfeiern. Mit seinem Segen endete der feierliche Palmsonntags-Gottesdienst.

Im Bild: Die Palmweihe unter freiem Himmel / der mächtige Zug der Palmprozession / szenische Darstellung der Passion in der Stadtpfarrkirche

Die Strahlkraft des Ostergeheimnisses

„Christus ist glorreich auferstanden vom Tod. Sein Licht vertreibe das Dunkel der Herzen“ – wenige Worte zweifellos. Gleichwohl wird durch sie in der Lichtfeier der Osternacht, beim Entzünden der Osterkerze am Feuer, Bahnbrechendes verkündet: Das Ostergeheimnis und seine grundlegende Bedeutung für alle Menschen.

Die Frohbotschaft von der Auferstehung wurde auch heuer in Cham St. Jakob festlich begangen und sorgte für volle Kirchenbänke in der Stadtpfarrkirche, an beiden Osterfeiertagen wie zuvor in der Osternacht. An deren Beginn stand die eingangs erwähnte Lichtfeier, Symbol für den Übergang von der Finsternis zum Licht. Unter den „Lumen Christi“-Rufen von Stadtpfarrer Dieter Zinecker trug Diakon Alfred Dobler die Osterkerze durch das Dunkel der Kirche zum Altar. Den feierlichen Zug ergänzten Gemeindereferentin Michaela Maier und zahlreiche Ministranten, die allen Gläubigen das Osterlicht weiterreichten. Im „Frohlocket Ihr Chöre der Engel“ stimmte die Gemeindereferentin das Osterlob an, ehe der Wortgottesdienst mit den sprachgewaltigen alttestamentarischen Lesungen seinen Anfang nahm, stets begleitet von den Antwortpsalmen. Und nach dem Osterhalleluja, machtvoll begleitet von der Orgel und dem Läuten aller Glocken, konnte der Chamer Stadtpfarrer das Lukas-Evangelium vom auferstandenen Christus verkünden.

Die Frage, was denn von Jesus bliebe, wenn man nicht an seine Auferstehung glaube, stellte der Geistliche in seiner Festpredigt als letztlich entscheidende Frage in den Raum. Er erzählte hierzu die Geschichte eines dänischen Pastors, der – bevor er sich bekehrte – es persönlich als „Notlüge“ empfand, im Rahmen einer Beerdigung von einem Wiedersehen im Jenseits oder vom ewigen Leben zu predigen. Nach dieser Auffassung blieben dann für den Glauben nur der Karfreitag und der Karsamstag. „Die Welt“ hätte recht, alles bliebe beim Alten. Die Starken würden ihre Macht behaupten. Jesus hätte schon selbst vom Kreuz herabsteigen müssen, „damit wir sehen und glauben“. Wenn, ja wenn da nicht der Glaube an die Auferstehung fest verankert sei. Denn dann ist Ostern „die Katastrophe der bisherigen Weltordnung, die große Umkehr und Wendung (…). Liebe Mitchristen, das Sprechen von Ostern und Auferstehung als Notlüge: Ich kann niemand verurteilen, der nicht daran glauben kann. Für einen Christen und Verkünder des Glaubens ist es aber der existentielle Lebensgrund. Es öffnet mir einen Horizont. Es gibt mir Antworten, es lässt mich Stellung beziehen zu den wichtigen Fragen. Ich als Mensch muss nicht in Angst versinken und mich einsperren, weil jeder Tag lebensgefährlich ist. Jeder Tag ist zugleich schön, wandelt mich und schenkt mir neue Erfahrungen. Terrorismus, Gewalt gegen Menschen, Bekämpfung einer freien Gesellschaft sind immer ein Irrweg. Jeder gewandelte Mensch hat seinen Platz auf dieser Welt, hat seinen Platz vor Gott. Der ein Kreuz zu tragen hat und nicht mehr weiter weiß, braucht nicht zu verzweifeln. Nach dem Karfreitag gibt es einen Ostermorgen, auch wenn dies oft länger dauert als nur einige Tage oder Wochen…. Auch der, der sich in Schuld verrannt hat, kann auf einen Gott vertrauen, der das Kreuz seines Sohnes in die Waagschale für uns Menschen legt. (…). Was auch immer geschieht, ich kann ihm mein Leben in die Hand geben. Ich kann ihm ganz vertrauen und leben – und sterben – ohne Angst.“

Nach der Predigt folgte die Tauferneuerung mit der Segnung des Taufwassers mittels der Osterkerze und der Erneuerung des Taufversprechens aller Gläubigen. Die Eucharistie wurde festlich begangen und die österlichen Freudenlieder gesungen. Die Segnung der Osterspeisen und der Ostersegen beschlossen eine stimmungsvolle Osternacht.

Am Ende stand der Dank von Pfarrer Dieter Zinecker an alle Beteiligten und ein „Frohes Ostern“, im Namen auch von Kaplan Alexander Dyadychenko, Diakon und Gemeindereferentin, an alle Gottesdienstbesucher, untermauert von einem persönlichen Ostergruß samt Osterbrötchen an den Kirchenportalen.

Kreuzwegandacht am Kalvarienberg

Den Leidensweg Jesu nachempfinden – das taten auch heuer viele Angehörige der Pfarrei St. Jakob. Sie fanden sich am frühen Vormittag des Karfreitags zu einer Kreuzwegandacht am Chamer Kalvarienberg ein und zogen mit Gebet und Gesang die 14 Stationen hinauf bis zur Kreuzigungsgruppe. Angeführt wurden sie von Zelebrant Kaplan Alexander Dyadychenko, der von Diakon Alfred Dobler und Lektoren beim Vorbeten unterstützt und von mehreren Ministranten begleitet wurde.

Abschließend dankte der Kaplan für das intensive Mitfeiern des Kreuzweges Jesu und entließ die Gläubigen mit seinem Segen.

Im Bild: Kreuzwegandacht mit Kaplan und Diakon

Ostern – Beginn einer neuen Zeitrechnung

„Der Heiland erstand, der Heiland erstand (…).“  In der Osternachtsfeier sangen es die Gläubigen, die die Stadtpfarrkirche von St. Jakob bis an den Rand füllten, voller Inbrunst und ließen erkennen: Die Freude über den auferstandenen Heiland hatte Einzug gehalten, aus Ostern wurde ein neues Bekenntnis zum Glauben, zur Hoffnung und Zuversicht. Und: Mit Ostern beginnt eine neue Zeitrechnung, wie Pfarrer Dieter Zinecker es in seiner Festpredigt auf den Punkt brachte.

Eröffnet wurde die Feier der Auferstehung mit der Lichtfeier: Das Entzünden des Osterfeuers, die Osterkerze, die unter „Lumen Christi“-Rufen in die dunkle Kirche getragen wird, und das Anzünden der Lichter aller Mitfeiernden sind sprechende Bilder für den Auferstandenen, der das Dunkel des Todes vertreibt. Der Einzug von Pfarrer Zinecker, Diakon Alfred Dobler und einer stattlichen Schar von Ministranten vollzog sich dementsprechend im schwachen, aber stetig wachsenden Schein der Kerzen. Im „Frohlocket Ihr Chöre der Engel“ ließ der Chamer Stadtpfarrer das Osterlob warm erklingen, ehe der Wortgottesdienst mit den inhaltsschweren alttestamentarischen Lesungen seinen Anfang nahm; Die jeweiligen Antwortpsalmen sangen Eva Berzl und Organist Hermann Seitz abwechselnd vor. Und nach dem Osterhalleluja, machtvoll begleitet von der Orgel und dem Geläut  aller Glocken, konnte Diakon Alfred Dobler das Markus-Evangelium vom auferstandenen Christus verkünden.

Die allumfassende Kraft der Frohbotschaft war auch der Ausgangspunkt der Festpredigt. Mit der Osternacht breche eine neue Zeit an, so Pfarrer Zinecker. Diese Zeitumstellung sei  –  mit dem Sieg über den Tod und als Tor zum ewigen Leben  –  von gänzlich anderer, grundlegender Bedeutung als etwa die von Menschenhand vollzogene, vor Wochenfrist erfolgte Umstellung von der Winter- zur Sommerzeit. Ausdrucksvolle und glaubensstarke Worte zur Auferstehung  und zu Ostern kämen uns heute leicht über die Lippen; Worte, denen die allerersten Osterzeugen, die zitternd und voller Furcht vom Grab flohen, sehr vorsichtig und zurückhaltend entgegengetreten seien. Zweifelnde Fragen nach dem Sinn der Auferstehung für den einzelnen Menschen und dessen Schicksal stellten sich heutzutage nicht minder. Etwa für Angehörige der Opfer des Flugzeugunglücks, für Schwerkranke, die dem Tod entgegengehen, für Menschen in den Flüchtlingslagern im Nahen Osten. Pfarrer Zinecker fand Antwort auf diese brennende Fragen in den Worten des Evangelisten: „Er geht euch voraus nach Galiläa; dort werdet ihr ihn sehen.“ So wie dort die Jünger Jesu in ihrem Alltag gelebt haben, mit all ihrem österlichen Ahnen und Hoffen, so soll auch bei uns die „österliche Zeitumstellung“ dort wirken, wo vieles bedrückend oder schier trostlos sei: Im täglichen Leben: „Die Osterkerze ist ein Zeichen: Jedes menschliche Leben hat einen Wert, der nicht in Frage gestellt werden kann“, auch nicht bei schweren Schicksalsschlägen. „Liebe Mitchristen, wie ich an Ostern glaube, zeigt sich in meinem Galiläa, in meinem Alltag, an den anderen 364 Tagen im Jahr: Diese österliche Zeitumstellung ist einschneidend: Wer an die Auferstehung glaubt, verliert die Angst, verliert auch eine Lebenshaltung, die sich an Oberflächlichem, am äußeren Schein orientiert; er weiß, was im Leben wichtig ist. Der Glaubende kann nicht mehr so weiterleben wie bisher. Er setzt überzeugt neue Maßstäbe.“

Der Predigt folgte die Tauferneuerung, mit der Segnung des Taufwassers mittels der Osterkerze und der Erneuerung des Taufversprechens. Danach wurde in besonders feierlicher Weise die Eucharistie begangen. Durch die eingängigen österlichen Volksgesänge und Gebete waren auch hier die Gläubigen in das Geschehen eingebunden. Die Segnung der Osterspeisen und der Ostersegen beschlossen eine Osternacht  –  reich an bewegenden Worten und Liedern und an stimmungsvollen Bildern.

An deren Ende stand der herzliche Dank von Pfarrer Dieter Zinecker an alle Mitwirkenden und ein „Frohes Ostern“, im Namen auch von Kaplan Alexander Dyadychenko und Diakon Alfred Dobler, an alle Gottesdienstbesucher, untermauert von einem persönlichen Ostergruß samt Osterbrötchen an den Kirchenportalen.