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Frauen- und Mütterverein feiert Jubiläum

Seit 85 Jahren fester Bestandteil des Vilzinger Vereinslebens – Ehrungen für langjährige Mitgliedschaft

Mit einem feierlichen Festgottesdienst begann am Kirchweihsonntag der große Jubiläumstag des Frauen- und Müttervereins Vilzing, welcher im Rahmen des jährlichen Hauptfestes begangen wurde. Stadtpfarrer Dieter Zinecker sowie Prälat Alois Möstl, der in seiner Aufgabe als Geistlicher Beirat der Frauen- und Müttervereine der Diözese Regensburg angereist war, zogen mit einer Schar Ministranten in die vollbesetzte und wunderschön geschmückte Kirche ein. In seiner Predigt verdeutlichte Prälat Möstl den Anwesenden in Bezug auf das Evangelium vom Zöllner Zachäus auf dem Maulbeerbaum, dass es auch in der heutigen Zeit vielerlei menschliche Mauern gibt, die den Blick auf Jesus versperren und es deshalb wichtig ist, diese Hindernisse durch täglich praktizierten Glauben, so wie ihn der Frauen- und Mütterverein Vilzing seit Jahrzehnten vorlebt, zu durchbrechen. Pfarrer Zinecker und die Damen der Vorstandschaft zeigten sich sehr erfreut, in diesem Jahr drei Neumitglieder in ihrer Gemeinschaft willkommen heißen zu können und so sprachen alle Mitglieder nach der feierlichen Aufnahme gemeinsam das Gebet des Frauen- und Müttervereins, in dem sie darum baten, mit Gottes Hilfe ihre vielfältigen Aufgaben in Familie und Beruf sowie Kirche und Gesellschaft bewältigen zu können. Das Vorstandsteam übernahm während des Gottesdienstes, der von den Schönferchner Sängerinnen mit rhythmischen Liedern musikalisch umrahmt wurde, die Lektorendienste und im Rahmen der Fürbitten gedachten alle Anwesenden den verstorbenen Vereinsmitgliedern der vergangenen fünf Jahre. Für jede Verstorbene wurde im Altarraum eine Kerze entzündet, welche am Ende des Jubiläumstages zusammen mit einem Blumengebinde zum Grab getragen wurde.

Im Anschluss an den Jubiläumsgottesdienst trafen sich die Mitglieder sowie die Ehrengäste im Gasthaus Eisenreich zum Festakt. Dort begrüßten Marianne Zistler und Monika Zistler von der Vorstandschaft neben der Geistlichkeit auch den 3. Bürgermeister der Stadt Cham, Josef Blaha, sowie den Ortsstadtrat Martin Stoiber. Zudem zeigten sie sich über die zahlreiche Teilnahme aus den eigenen Reihen sehr erfreut. Nach dem gemeinsamen Mittagessen konnten die Honoratioren eine große Zahl an Mitgliedern für langjährige treue Vereinszugehörigkeit auszeichnen. So erhielten die Damen für 25- und 40-jährige Mitgliedschaft die Anstecknadel der Frauen- und Müttervereine in Silber bzw. Gold sowie eine Rose. Frauen, die dem Verein schon 50 oder gar 65 Jahre die Treue halten, wurden mit einer Urkunde und einem Blumenstock besonders geehrt.

In den Festansprachen gingen die Geistlichen sowie die Vertreter der Stadt Cham besonders auf die im Zeitgeist vorherrschende Unverbindlichkeit ein und hoben hervor, dass es sich im Gegensatz dazu beim Frauen- und Mütterverein Vilzing um einen lebendigen und aktiven Verein handelt, welcher heute mit seinen zahlreichen Angeboten und Veranstaltungen aus dem Leben in der Expositur St. Laurentius nicht mehr wegzudenken sei. Sie alle wünschten dem Verein und seinen über 200 Mitgliedern weiterhin alles Gute und dass alle auch in Zukunft als große Gemeinschaft zusammenstehen mögen und so ihre Aufgaben und Ziele, die sie sich vor 85 Jahren auf die Fahne geschrieben hatten, meistern können und werden.

In einer kurzen Rückschau zeigten die Vorstandsmitglieder allen Anwesenden noch einmal den Werdegang des Vereins auf. So wurde dieser am 28. August 1932 unter dem damaligen Ortsgeistlichen H.H. Jakob Geith gegründet. 75 Mütter schlossen sich sogleich zu einer Gebetsgemeinschaft, dem Christlichen Mütterverein, zusammen. Im Laufe der Zeit erhöhte sich die Mitgliederzahl auf derzeit 207 Frauen. Zum Jahresprogramm gehören neben Maiandachten, Wallfahrten und Rosenkränzen auch Kochkurse, Christkindlmarktfahrten, Adventfeiern sowie das mittlerweile bereits zur Tradition gewordene Gartenfest an Fronleichnam. So hat sich der Frauen- und Mütterverein über die Jahre hinweg zu einer festen Größe im kirchlichen, aber auch im gesellschaftlichen Bereich entwickelt und diese Wertschätzung zeigen die Mitglieder und alle Expositurangehörigen immer wieder durch ihre zahlreiche Teilnahme an den einzelnen Veranstaltungen und auch darüber hinaus.
Nach einem großen und herzlichen Dankeschön von Seiten der Vereinsführung klang der Jubiläumstag gemütlich bei Kaffee, Kuchen und vielen interessanten Gesprächen aus.

Neumitglieder: Andrea Tremmel (Ried am Sand), Sandra Weiß (Schachendorf), Claudia Zistler (Schönferchen).

Ehrungen für 25-jährige Mitgliedschaft: Irmgard Altmann (Vilzing), Petra Bindl (Sandhölzl), Rosa Dendorfer (Vilzing), Margit Eisenreich (Vilzing), Silvia Fischer (Cham), Renate Göttlinger (Schönferchen), Hannelore Heubl (Schönferchen), Eva Hofmann (Sandhölzl), Claudia Irrgang (Vilzing), Gabriele Janker (Vilzing), Anita Maurer (Vilzing), Aloisia Meier (Sandhölzl), Anna Meier (Vilzing), Angela Mikschl (Vilzing), Anna Mühlbauer (Oberhaid), Anna Pancsics (Vilzing), Gisela Panzer (Hanzing), Marianne Pongratz (Hanzing), Ingrid Roider (Vilzing), Ingrid Schedlbauer (Schönferchen), Hildegard Schnitzbauer (Eichberg), Petra Vogl (Rissing), Renate Wagner (Vilzing), Angela Weindl (Schachendorf), Elisabeth Weiß (Ried am Sand), Annemarie Zauner (Vilzing), Cornelia Zisler (Vilzing).

Ehrungen für 40-jährige Mitgliedschaft: Maria Bauer (Eichberg), Renate Fink (Gutmaning), Marianne Früchtl (Schachendorf), Agnes Hanauer (Vilzing), Hermine Hausladen (Hanzing), Jutta Kernbichl (Schachendorf), Maria Müller (Oberhaid), Christine Panzer (Vilzing), Maria Panzer (Schachendorf), Maria Panzer (Vilzing), Anna Raab (Oberhaid), Maria Steinkirchner (Schönferchen), Sofie Weiß (Vilzing).

Ehrungen für 50-jährige Mitgliedschaft: Anna Höpfl (Ellersdorf), Kreszenz Irrgang (Vilzing), Therese Panzer (Hanzing).

Ehrung für 65-jährige Mitgliedschaft: Elisabeth Zistler (Vilzing).

Themenabend der Kolpingsfamilie Cham

Sehr gut besucht war am Montag Abend die Fotopräsentation „Wir, die Kolpingsfamilie Cham“ von Elke Lesinski. Die Bilder zeigten, humorvoll zusammen gestellt und präsentiert, die Aktivitäten der Kolpingsfamilie Cham in letzten Jahr bis um Ausflug in das Wallfahrtsmuseum. Die Präsentation zeigte deutlich: die Kolpingsfamilie Cham lebt, ist aktiv und dabei sein macht Spaß. Wer Lust hat mitzumachen ist herzlich eingeladen, denn das Programm verspicht noch viele kurzweilige und interessante Aktivitäten.

Gabriele Dahlmann dankte Elke Lesinski mit einem kleinen Geschenk und der herzliche Applaus war das Sahnehäubchen obendrauf.

Die Kolpingsfamilie lädt ein zu einer Schnuppermitgliedschaft für ein Jahr. Wer mag, kann sich bei der Vorsitzenden Gabriele Dahlmann melden. Tel. (09974) 903070 oder Gabriele-dahlmann@t-online.de

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Dahlmann dankt Elke Lesinski für die kurzweilige Fotopräsentation

Erntedank in Vilzing

Diesen Sonntag wurde in der Expositurkirche St. Laurentius das Erntedankfest begangen. Den feierlichen Gottesdienst zelebrierte Kaplan Johannes Bosco.

Bereits am Vortag hatten die Damen des örtlichen Obst- und Gartenbauvereins den Altarraum mit Blumen, Feld- und Gartenfrüchten geschmückt. Liebevoll arrangiert zierte der herrliche Erntedankaltar nicht nur die Kirche, die Naturalien standen symbolisch für die eingebrachte Ernte und alles, was Gott das ganze Jahr über zu teil werden lies.

Beim Erntedankfest wolle man Gott für die Gaben besonders danken, so Kaplan Johannes Bosco. Erntedank sei das Fest, bei dem die Sinne angesprochen werden. Dabei könne man Gottes Natur sehen, riechen und schmecken. Der Erntedankaltar zeige, wieviel Gott geschenkt habe. Mit dem Segen für die Ernte verband der Geistliche den Dank an den Schöpfer. Es gebe allen Grund, Gott zu danken weil es uns gut gehe, denn nicht überall auf der Welt gibt es genügend Nahrung.

Zum Ende der Messe bedankte sich der Kaplan bei allen die zum Gelingen des Gottesdienstes beigetragen haben.

Gelungenes Weinfest der Ministranten

Einen unterhaltsamen Abend haben die Ministranten von Cham St. Jakob den Besuchern ihres Weinfestes am vergangenen Samstag im Pfarrheim bereitet. Zusammen mit Kaplan Pater Johannes hatten sie alles bestens vorbereitet, von der Saaldekoration bis hin zu einer guten Auswahl an (alkoholischen und nichtalkoholischen) Getränken und mediterranen Spezialitäten sowie Kuchen und Gebäck. Auch die jüngeren aus der Schar der Messdiener machten eifrig mit und sorgten für den Service an den Tischen. Gerne angenommen wurde dies von vielen Pfarrangehörigen, die im Laufe des Abends die Reihen füllten und auf besondere Empfehlung des Kaplans auch einen besonderen Rebensaft, nämlich Speinsharter Klosterwein kosten konnten.

Zusätzlich für Heiterkeit und gute Stimmung sorgte zu vorgerückter Stunde ein Ratespiel zum Thema „Wein“, das aufgrund der zahlreichen exzellenten Weinkenner unter den Anwesenden spannend wie ein Krimi verlief, ehe schließlich der „Tisch der Sieger“ gekürt werden konnte. Am Ende eines langen Abends konnten sich alle Beteiligten über ein gelungenes Fest freuen, das vermutlich zu gegebener Zeit eine Fortsetzung finden wird.

Im Bild: Kaplan Pater Johannes und die Oberministranten begrüßten zum Weinfest Stadtpfarrer Dieter Zinecker und viele weitere Pfarrangehörige und Freunde

Vom Wert des Dankens

Erntedank gefeiert wurde am vergangenen Sonntag in allen Gottesdiensten in Cham St. Jakob. Viele Gläubige, insbesondere auch viele Eltern mit ihren Kindern hatten sich am späteren Vormittag zum Familiengottesdienst in der Stadtpfarrkirche versammelt. Sie alle durften sich an einem reich bestückten, farbenprächtigen Erntealtar erfreuen – der doch nur einen winzigen Teil dessen widergeben konnte, was an jährlichem Ertrag geschaffen wird.

Stadtpfarrer Dieter Zinecker führte den Mitfeiernden vor Augen, wie viel an Zeit und Arbeit von Menschenhand für diese Erntegaben aufgebracht werden müsse. Rein gar nichts könne freilich entstehen und geerntet werden ohne den Segen und das wohlwollende Zutun Gottes, dem Schöpfer der Welt und all ihrer guten Gaben.

In der Predigt ging Gemeindereferentin Michaela Maier dem Danke-Sagen auf die Spur. Und machte deutlich, von welch großem Wert und welcher Bedeutung ein ehrlich empfundenes und auch ausgesprochenes Danke im menschlichen Miteinander und ebenso in der Beziehung des Einzelnen zu Gott sei.

Der Dank fand schließlich auch Ausdruck im lebhaften Gesang der Gottesdienstbesucher: „Danke für diesen guten Morgen, danke für jeden neuen Tag …“

Im Bild:
Stadtpfarrer Dieter Zinecker feierte mit den Gläubigen den Erntedank-Gottesdienst
Auch in den Fürbitten der Kinder wurde der Dank großgeschrieben

Gelebte Ökumene in Cham St. Jakob

„Wie im Himmel, so auf Erden“: Unter diesem Leitwort ist am vergangenen Samstagabend in einem feierlichen Gottesdienst in Cham St. Jakob einmal mehr ein eindrucksvolles Zeichen der Ökumene gesetzt worden. Stadtpfarrer Dieter Zinecker als Hausherr freute sich eingangs sehr, Mitzelebrant Dekan Walter Kotschenreuther und viele evangelische und katholische Christen in der Stadtpfarrkirche begrüßen zu können. Zahlreiche wegweisende Begegnungen und Veranstaltungen habe das Reformationsgedächtnisjahr nun schon hervorgebracht. Erst vergangenen Samstag sei in Bochum – in Anwesenheit der deutschlandweit höchsten Repräsentanten beider Konfessionen, Kardinal Reinhard Marx und Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, – das „Ökumenische Fest“ anlässlich des Reformationsjahres gefeiert worden, mit der Erkenntnis: Die Christen aller Konfessionen verbinde der Horizont auf einen neuen Himmel und eine neue Erde. Gleichzeitig gebe es aber auch eine gemeinsame Verpflichtung: Die christliche Verantwortung für die Gesellschaft und die gedankliche Auseinandersetzung mit den Herausforderungen der heutigen Welt.

Die grundsätzliche Übereinstimmung und Gemeinsamkeit im Denken stellte auch der evangelische Dekan in den Mittelpunkt seiner Ausführungen während der Predigt. Es sei „etwas Besonderes und zugleich etwas Selbstverständliches“, wenn man heute miteinander Gottesdienst feiere, zu jener Samstagsabendzeit, die sonst der Messfeier der Katholiken vorbehalten sei. Zurückblickend habe sich in den letzten Jahren sehr Vieles zum Guten hin gewandelt und einander angenähert, während in früherer Zeit der Eine vom Anderen beispielsweise nicht einmal wusste, ob er denn auch das „Vater unser“ bete. Einen Siebenmeilenschritt nach vorne habe man da heute getan. Mit der „versöhnten Verschiedenheit“ habe man trotz manch anderslautender Stimme weiterhin eine gute Perspektive. Der gemeinsame Glaube an den einen Herrn Jesus Christus müsse letztendlich das Bindeglied sein, das alle an einem gemeinsamen Strang ziehen lasse. Achtung und Wertschätzung füreinander und die Würde jedes Menschen seien unabdingbare Werte für alle Konfessionen.

Nach der Predigt wurde der neue „Geist der Ökumene“ in feierlicher Form auch sichtbar gemacht: Fünf auf Plakate geschriebene Imperative (Verpflichtungen) für Katholiken und Lutheraner wurden verlesen und dafür jeweils eine Kerze am Marienaltar angezündet. Was hätte da zum Abschluss des Gottesdienstes besser passen können als das kräftig intonierte Lied: „Möge die Straße uns zusammenführen …“.

Im Bild: Ev. Dekan Walter Kotschenreuther und kath. Stadtpfarrer Dieter Zinecker gemeinsam am Altar (Bild 1) und im Gebet (Bild 2)

Die „fünf Imperative“:
– „Katholiken und Lutheraner sollen immer von der Perspektive der Einheit und nicht von der Perspektive der Spaltung ausgehen, um das zu stärken, was sie gemeinsam haben, auch wenn es viel leichter ist, die Unterschiede zu sehen und zu erfahren.“
– „Beide müssen sich selbständig durch die Begegnung mit dem Anderen und durch das gegenseitige Zeugnis des Glaubens verändern lassen.“
– „Beide sollen sich erneut dazu verpflichten, die sichtbare Einheit zu suchen, sie sollen gemeinsam erarbeiten, welche konkreten Schritte das bedeutet, und sie sollen immer neu nach diesem Ziel streben.“
– „Beide müssen gemeinsam die Kraft des Evangeliums Jesu Christi für unsere Zeit wiederentdecken.“
– „Lutheraner und Katholiken sollen in der Verkündigung und im Dienst an der Welt zusammen Zeugnis für Gottes Gnade ablegen.“

Erfolgreiche Schatzsuche

Gemeinsam auf die Suche gehen: Das haben die Pfarrgemeinderatsmitglieder von Cham St. Jakob, krankheitsbedingt etwas dezimiert, bei ihrem diesjährigen Einkehrwochenende im Tagungshaus des Klosters Rohr, der Benediktinerabtei in der gleichnamigen niederbayerischen Marktgemeinde, getan. „Wo oder was sind die Schätze im Leben und im Miteinander einer Pfarrei?“ hatte nämlich der Referent des zweitägigen Zusammenseins, Diakon Werner Müller aus Walderbach, als Frage und Leitthema in den Raum gestellt. Vieles, Bekanntes und auch Neues gab es da bei näherem Hinsehen aufzuspüren und zu entdecken, für die ehrenamtlich Tätigen wie auch für die Pfarrei-Seelsorger Stadtpfarrer Dieter Zinecker, Kaplan Pater Johannes Bosco und Gemeindereferentin Michaela Maier.

In lockerer Gesprächsatmosphäre, in Wort und (Ball-)Spiel verstand es der Referent, den „Schatzsuchern“ wertvolle Impulse und Anregungen an die Hand und viel Nachdenkenswertes mit auf den Weg zu geben. Angeregte Unterhaltung war danach beim geselligen Beisammensein am späteren Freitagabend angesagt, zu dem sich auch der ortsansässige emeritierte Abt Gregor Zippel gerne einfand.

Die Themenarbeit wurde am Samstagvormittag nochmals fortgesetzt, bevor Pfarrer Zinecker zum Gottesdienst im kleinen Kreis lud; die lichtdurchflutete Adalbert-Kapelle innerhalb des Klosters war hierfür der passende, stimmungsvolle Ort. Beim abschließenden gemeinsamen Mittagessen war man sich einig: Diese Schatzsuche war erfolgreich!

Im Bild:
Die „Schatzsucher“ von St. Jakob

Die Kolpingsfamilie besucht das Wallfahrtsmuseum in Neukirchen beim Heiligen Blut

Die Kolpingsfamilie besuchte das Wallfahrtsmuseum in Neukirchen beim Heiligen Blut. Vieles gab es dabei zu entdecken. Besonders interessant war die Ausstellung der Marionetten aus Böhmen.

Im Anschluss ging es nach Eschlkam in den Gasthof zur Post, dort war bei strahlendem Herbstwetter eine kleine Brotzeit auf der Terrasse möglich. Gut gelaunt ging es mit Paul am Steuer wieder zurück nach Cham.

Frauen der Expositur Vilzing auf Tour – Besuch des Museums Frauenfleiß

Die Diözesanwallfahrt der Frauen- und Müttervereine führte in diesem Jahr nach Viechtach und Prackenbach. So machten sich am Samstagmorgen 26 Mitglieder des Vilzinger Zweigvereins auf den Weg nach Viechtach, wo um 10 Uhr gemeinsam Eucharistie gefeiert wurde. Hauptzelebrant und Prediger war Prälät Alois Möstl aus Regensburg, welcher seit diesem Jahr der Geistliche Beirat der Frauen- und Müttervereine ist. Nach dem feierlichen Festgottesdienst stärkten sich die Damen beim „Alten Wirt“ in Krailing, bevor es weiter nach Prackenbach ging. Dort fand um 14 Uhr die abschließende Andacht statt.

Im Anschluss machten die Frauen aus der Expositur Vilzing noch einen Abstecher nach Blaibach und statteten dem dortigen Museum Frauenfleiß einen Besuch ab. Die Besitzerin Gudrun Linn begrüßte alle recht herzlich und zeigte ihnen in einer Führung Schätze aus vergangenen Zeiten, durch die sich manches Mitglied in die eigene Kindheit zurückversetzt fühlte. Nach Kaffee und Kuchen machten sich die Damen wieder auf den Heimweg und waren sich einig, dass dies ein sehr gelungener und geselliger Tag war.

Bildunterschrift: Die Mitglieder des Frauen- und Müttervereins Vilzing bei ihrem Besuch im Museum Frauenfleiß.

Klangfarben für die Ohren mit Hajo Maier

Klangfarben für die Ohren gab es am vergangenen Montag bei Orgelkonzert in der Kirche St. Jakob. Die Kolpingsfamilie Cham hatte dazu den Organisten Hajo Maier engagiert. Trotz einer Veranstaltung im Langhaussaal fanden erstaunlich viele Besucher den Weg in die Kirche. Hajo Maier konzertierte gerne auf der Eisenbarthorgel, denn er schätzt deren Klangvielfahlt und die gute Atmosphäre in der Kirche.

Gabriele Dahlmann moderierte das Konzert, in dem sie über die gespielten Werke und die Komponisten Interessantes zu berichten hatte. Das Konzert begann mit dem „Vater der Musik“, wie Johann Sebastian Bach (1685 – 1750) oft genannt wird. Er spielte die „Toccata d-moll BWV 565 und dazu die Fuge dorisch BWV 538“, eine ungewöhnliche Aufführungsform, aber hörenswert. Drei Choralbearbeitungen Bachs folgten. „Wer nur den lieben Gott lässt walten, BWV 686; Aus tefer Not schrei ich zu dir BWV 659; Nun komm, der Heiden Heiland BWV 659, waren zu hören. Bach war ein großer Choralbearbeiter, für einige hatte er gleich mehrere Bearbeitungen geschrieben. Ihm folgten die Komponisten Dietrich Buxtehude (1637 – 1707) mit Toccata und Fuge F-Dur BuXVW 156, es war zu seiner Zeit ein richtiges Muss für Organisten, diesen Komponisten und Organisten in der Marienkirche Lübeck zu hören und sich von ihm inspiriern zu lassen. Nicolaus Bruhns (1665 – 1697) war ein Schüler Buxtehudes und wurde von diesem sehr geschätzt. Bruhns war ein musikalisches Multitalent, er spielte in Husum ab und an gleichzeitig Geige und an der Orgel mit dem Pedal den Bass und sang dazu. In der an diesem Abend gespielten Komposition Praeludium und Fuge e-moll, ist dieses „Geigen“ deutlich zu hören. Mit Felix Mendelssohn-Bartholdy (1809 – 1847) Praeludium G-dur op 37, das an die Lieder ohne Worte erinnert, ging der erste Teil „Paradiesisch“ – sanft zu Ende.

Hajo Maier ist bekannt und geschätzt für seine ausdrucksstarken Improvisationen. An diesem Abend hatte er drei Stücke auf den Programm, die nicht unterschiedlicher hätten sein können. „Danse macabre“ erinnerte an tanzende Skelette. Heiter und doch makaber, ungewöhnlich. Tänze aus dem Zwischenreich – mal sanft, mal wild durch einander wirbelnd. „Elegie“ ein harmonische Reise durch die wunderschöne Welt der Töne und Rhythmen. „Apokalypse 2017“ beendete den Abend. Dissonanzen, enge Akkorde symbolisierten das Ende der bekannten Welt. Immer wieder aus der Ferne die Chororgel, die einen versöhnlichen Aspekt in das Wüten der Winde, Feuer und Erdbeben brachten. Die Orgel erklang am Ende im Generaltutti, mit allen Sub-und Superkoppeln Die Klänge füllten den Kirchenraum, waren fast körperlich zu spüren. Vor dem anhaltenden Beifall war erst einmal Luftholen angesagt. Das Konzert war ein Erlebnis für Herz und Ohr.

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Hajo Maier an der Eisenbarth Orgel in St. Jakob