Beiträge

Bei den Kirchenverwaltungswahlen wurden folgende Kandidaten (in alphabetischer Reihenfolge) gewählt:

In St. Jakob:
– Ulrike Alt
– Martina Altmann
– Thomas Gruber
– Max Mayer
– Christian Santl
– Gerti Stegerer

In Vilzing St. Laurentius:
– Max Brunner
– Christa Haimerl
– Michael Maurer
– Xaver Wagner
– Christoph Zistler
– Elmar Zistler

Vergangenen Montag besuchten viele Kolpings Mitglieder das Fahrradmuseum in Arnschwang. Der Vorsitzende des Museums Hans Hruschka empfing die Kolpingsfamilie und ließ es sich nicht nehmen, sie durch die interessante Ausstellung zu führen. Das Museum beschäftigt sich mit der Geschichte und Kultur des Fahrrads. Viele Exponate sind sehr alt, einige gibt es auch nur in Arnschwang zu sehen. Das Hochrad wurde bestaunt und die Frage gestellt, wie mit so einem Gerät gefahren werden konnte. „Wie kommt man denn da überhaupt hoch“ fragte ein Besucher und Hruschka erklärte es sehr anschaulich, danach war jedem klar, dieses Fahrrad konnte keine Zukunft haben. Die Fahrräder der 50er Jahre kannten noch viele, oder waren damals damit unterwegs.

Im kleinen, gemütlichen Café zeigte der Schwiegersohn von Hruschka einen modernen Fahrradreifen eines Radsportlers. Dieser Reifen besteht ganz aus Karbon und ist federleicht. Nach der Führung trafen sich alle zum gemütlichen Teil. Hruschka setzte sich zu der Kolpingsfamilie und erzählte Lustiges aus dem „Nähkästchen“ des Museums. Zum Abschluss spendierte er noch eine Runde Hochprozentigen. Der Besuch endete erst gegen 21 Uhr und hat allen sehr viel Spaß gemacht.

Die Kolpingsfamilie (es sind nicht alle Teilnehmer auf dem Bild) im Fahrradmuseum Arnschwang

„Ein Lichtermeer zur Martinsehr“ – das konnte man am Sonntag in Altenmarkt sehen, als die Kinder des Kindergartens St. Jakob das Fest des heiligen St. Martin feierten.

Zahlreiche Familien waren gekommen und so gab es ein eindrucksvolles Bild, als die Kinder mit ihren Laternen voran durch das Dorf zu ihrem Kindergarten zogen. Dort gedachten sie in einer Andacht mit Pfarrer Dieter Zinecker des Heiligen und spielten die berühmte Geschichte von der Mantelteilung nach. Nach dem gemeinsamen Gebet durften die Kinder gebackene Martinsgänse mit ihren Geschwistern, Freunden und Eltern teilen.

Wegen des milden Wetters blieben viele Familien noch länger im Kindergarten und freuten sich über gegrillte Würstl, Glühwein und Lebkuchen, alles vom Elternbeirat vorbereitet. Damit war die Martinsfeier auch die erste gemeinsame Aktion des kürzlich gewählten neuen Elternbeirats: Im Bild hinten, von links nach rechts: Kathrin Eisenreich, Sabrina Pfeiffer, Nicole Breu (Kasse), Kathrin Wensauer, Silvia Rosenhammer, Peter Meier, Jürgen Spanfellner; Vorne, von links nach rechts: Kathrin Krüger, Tracy Engl (2. Vorsitzende), Carina Pfeilschifter (1. Vorsitzende), Martina Saibold (Schriftführerin) und Thomas Lugauer.

Beste Stimmung herrschte am vergangenen Samstagabend im Pfarrheim von St. Jakob. Die Ministranten hatten zu einem Herbst- und Weinfest geladen – und konnten sich über zahlreiche Besucher freuen, die gleich nach der Vorabendmesse den Saal füllten.

Die vielen Mädchen und Buben mit ihren Oberministranten und Kaplan Martin Popp an der Spitze erwiesen sich im Verlauf der Veranstaltung einmal mehr als hervorragende Gastgeber und ließen es für ihre Gäste an nichts fehlen. Zwiebelkuchen, Bruschetta und anderes mehr, Kuchen und Gebäck sowie einige ausgewählte Weine und sonstige Getränke fanden schnell ihre Abnehmer an den langen Tischreihen.

Zu späterer Stunde sorgte ein einfallsreicher Spielewettbewerb, unter Beteiligung auch von Stadtpfarrer Dieter Zinecker und Kaplan Martin Popp, für besondere Heiterkeit. Auch danach ging es noch lange weiter mit dem geselligen Miteinander an einem vergnüglichen Abend.

Herzlich eingeladen wird zum Herbst- und Weinfest der Ministranten am kommenden Samstag, 10. November; die Einladung ergeht an alle Pfarrangehörigen und darüber hinaus alle weiteren Interessenten. Gleich im Anschluss an die 17-Uhr-Vorabendmesse, d.h. gegen 18 Uhr, wird im Pfarrheim alles angerichtet sein, um einen unterhaltsamen Abend zu erleben.

Nicht nur für das leibliche Wohl ist dabei Vorsorge getroffen – die Ministranten wollen auch mit lustigen Einlagen aufwarten und freuen sich, zusammen mit Kaplan Martin Popp und den Oberministranten Christina Schreiner, Pascal Marcinkowski und Michael Treml, auf viele Gäste.

An Allerseelen, einen Tag nach dem Hochfest Allerheiligen, begehen die Katholiken in besonderer Weise das Gedächtnis ihrer Verstorbenen. Dementsprechend wurde auch in der Pfarrei St. Jakob in Cham am vergangenen Freitagabend eine würdige Messe für alle verstorbenen Pfarrangehörigen gefeiert. Stadtpfarrer Dieter Zinecker, der zusammen mit Kaplan Martin Popp und Gemeindereferentin Michaela Maier den Gottesdienst zelebrierte, konnte unter den vielen Mitfeiernden zahlreiche Angehörige von Verstorbenen des vergangenen Jahres begrüßen und ihnen nochmals Trost zusprechen – im Glauben und in der Zuversicht auf ein ewiges Leben bei Gott. Der Chor unter Leitung von Eva Berzl gab diesem Gefühlsausdruck mit Händels „Wenn Christus, der Herr, zum Menschen sich neigt (…)“ auch besten gesanglichen Ausdruck.

In seiner Predigt nahm Pfarrer Zinecker Bezug auf eine per Zeitung veröffentlichte, sehr persönliche Schilderung eines Mannes über eine eigene Nahtoderfahrung, die diesen veranlasst habe, fortan ein Kreuz mit der Inschrift „Gott ist das Licht“ zu tragen. Ob die Botschaft dieses Menschen wohl glaubwürdiger, gewichtiger sei als wenn man sie in einem frommen Buch lese? Für den Prediger war die Antwort klar: „Die Botschaft muss für mich gewichtig sein, erfüllt sein mit Glauben, mit Hoffnung. Der Tod ist ein Radikaler, es gibt keinen größeren Gegensatz zum Leben als ihn. Schmerzlich erfahren wir das – im vergangenen Jahr und auch weiter zurück. Und doch: Da ist ein Gott, da ist ein Gegenüber, der da ist, ein Gott des Lebens (…). Wenn wir als Geschöpfe in unserer Vergänglichkeit vergehen, dann verwandelt er uns, vollendet uns, führt uns in die Herrlichkeit eines unvergänglichen Lebens. Das ist unsere Hoffnung, unser Glaube: Unsere Nahtoderfahrung ist, wie nah uns der Tod von Menschen geht: Gott ist Licht, Gott ist Leben: Halten wir uns daran, dass wir das für uns glauben können – und für unsere Verstorbenen.

Nach der Predigt wurde im Rahmen der Fürbitten aller vor Jahresfrist Verstorbenen der Pfarrei, insgesamt 103 an der Zahl, davon 63 Frauen und 40 Männer, auch namentlich gedacht und für jeden Einzelnen eine Kerze vor dem Marienaltar entzündet – neben der brennenden Osterkerze leuchtendes Zeichen für die Auferstehung und Wegweisung ins ewige Licht. Dass Sterben und Tod nur dem irdischen Leben die Grenze setzen – dafür stand sinnbildlich das Lied am Ende des feierlichen Gottesdienstes: „Der Heiland erstand, der Heiland erstand, die Nacht ist verschwunden, der Tod überwunden (…)“.

Im Bild: 103 Kerzen für die Verstorbenen wurden entzündet

„Gott ist uns Zuflucht und Stärke“: Unter diesem Leitwort aus Psalm 46 wurde in St. Jakob in allen Sonntags-Gottesdiensten des vergangenen Wochenendes „Weltmission“ gefeiert. Am Samstagabend gab es allerdings einen ganz besonderen musikalischen Rahmen: Der Chor cantissima begleitete die Feier und hatte aus seinem reichhaltigen Repertoire viele neue geistliche Lieder mitgebracht.

Die Gesänge, allesamt mit Hingabe und Gefühl vorgetragen, luden die Atmosphäre im Kirchenraum förmlich auf, umso mehr als die zahlreichen Gläubigen an vielen Stellen zum Miteinstimmen eingeladen waren. Lieder wie „Beginne du all meine Tage …“ hatten dadurch gleich doppelten stimmungsvollen Effekt. Auch der Zelebrant des Gottesdienstes, Kaplan Martin Popp, war sichtlich angetan von der gelungenen Darbietung der Sängerinnen und Sänger samt instrumentaler Unterstützung und bedankte sich am Ende – unter großem Beifall aller Mitfeiernden – ganz herzlich für die schöne Bereicherung der vorabendlichen Messe.

Im Bild: Der Chor cantissima mit seinem Leiter Andreas Wanninger bereicherte den Gottesdienst zur Weltmission

Lesen Sie auch gerne den Bericht auf der Webseite von cantissima.

Gleich doppelt Grund zu Freude und Festtagsstimmung hat es am vergangenen Samstagabend in der Stadtpfarrkirche von St. Jakob gegeben. Die jährliche Kirchweihe wurde festlich begangen, und gleichzeitig hatten sich zahlreiche Eheleute, zwischen 20 und 65 Jahre verheiratet, zur diesjährigen Feier der Ehejubilare versammelt. Sie und alle Gläubigen wurden herzlich begrüßt von Stadtpfarrer Dieter Zinecker, der zusammen mit Kaplan Martin Popp den stimmungsvollen Gottesdienst zelebrierte. Kirchweih und Ehejubiläum – das füge sich bestens zueinander, um Lob und Dank an Gott zu richten; „Wir feiern Gott und die Liebe“ fasste es der Stadtpfarrer treffend zusammen. Der Jugendchor unter Leitung von Eva Berzl setzte dieses Leitwort an passender Stelle auch musikalisch um.

In seiner Predigt nahm Zinecker Wert und Bedeutung der Liebe schlechthin in den Blick. Vergleichbar mit einer alten, abgegriffenen Münze, wie in einem „Gebet der Liebe“ von J. Übelmesser, sei die Liebe das Maß aller Dinge, in der Hinwendung des Menschen zu Gott und im Zusammenleben unter Paaren. Die Zuneigung und das Miteinander von Eheleuten wandle sich im Laufe des Lebens, erfahre vielleicht auch manche Kratzer. Aber auf die „Liebesmünze“ sei Verlass, sie sei die Basis einer guten Partnerschaft, in der man sich mit seiner Liebe gegenseitig auf halbem Weg entgegenkomme. „Dass die Liebe die Währung ist, die ein ganzes Leben immer und überall gültig ist, das hören wir hier in unserer und allen Kirchen weltweit. Am Kirchweihfest begehen wir Ihre Ehejubiläen. Die Kirchen sind die Orte, an denen wir erkennen: Unser Leben hat einen unbezahlbaren Wert: Gott, der über der Welt ist, ist da in meinem Leben; er spricht mich an; er schenkt mir Menschen, mit denen ich mein Leben teile; er lässt sich von mir ansprechen, hört auf meine Sorgen und Nöte, er kennt meine Freude und mein Glück. Hier in der Kirche verbinde ich mein Leben mit ihm, hier empfange ich seinen Zuspruch, seinen Segen. Hier höre ich, dass wir nur diese Münze einander schulden; Die Münze der Liebe: Die Liebe ist alle Anstrengungen wert.“

Nach der Predigt erhielten die Jubelpaare den besonderen Segen von Pfarrer und Kaplan zugesprochen, zunächst gemeinsam und anschließend auch persönlich durch Handauflegung vorne an den Altarstufen. „Das Beste … bekommst du geschenkt …“ begleitete der Chor das Geschehen. Am Ende richteten sich nochmals Glück- und Segenswünsche an die Ehejubilare und das Tedeum lud alle zum Festgesang ein.

Gleich im Anschluss waren alle zur weltlichen Feier ins Pfarrheim geladen. Eine Pfarrgemeinderatsmitglieder hatten eine festliche Tafel vorbereitet und sorgten für Bewirtung und ein unterhaltsames Rahmenprogramm. Isabella und Markus Hartl ließen in Wort, Bild und Musik die vergangenen 65 Jubiläumsjahre im Zeitraffer wiederaufleben. Zu späterer Stunde gab es noch kleine Geschenke in Form einer Urkunde und einem Fotokalender mit Pfarrei-Motiven. „Wir freuen uns schon auf den Jubiläumsabend in fünf Jahren“, so das vielsagende Echo aus den Reihen der anwesenden Paare.

Im Bild: Feier der Ehejubilare von St. Jakob und Vilzing St. Laurentius

Ein reicher Bauer wollte seine erfolgreiche Ernte in einem Gasthaus feiern gehen, als er unterwegs eine Familie am Weg traf, die ihn herzlich zu ihrem kargen Abendessen einlud. Erst als er von ihnen erfuhr, dass ihr Haus am Tag zuvor abgebrannt war, wurde ihm bewusst, dass nicht nur seine harte Arbeit für seinen Ernteerfolg verantwortlich war, sondern dass er am Ende alles Gott zu verdanken hatte. Er kehrte um, nahm die Familie mit an seinen reich gedeckten Tisch und dankte Gott.

Diese Geschichte erzählten die Kinder des Kindergartens St. Jakob in diesem Jahr bei ihrem Erntedankfest vor der Altenmarkter Kapelle. Pfarrer Dieter Zinecker griff die Geschichte auf und erinnerte daran, dass auch wir all die guten Dinge und Erfolge in unserem Leben nicht als selbstverständlich hinnehmen sollten, sondern Gott dankbar sein sollten und großzügig denen gegenüber, die vielleicht nicht so viel Glück haben.

Mit dem Lied „Hast du heute schon Danke gesagt?“ beendeten die Kinder die Open-Air-Andacht. Anschließend gab es für die Kleinen und Großen eine Brotzeit aus Butterbroten, Äpfeln und Weintrauben und Zeit für ein gemütliches Zusammensein.

Die Kolpingsfamilie Cham besuchte am vergangen Montag die Synagoge und den jüdischen Friedhof in Straubing. Sie wollte damit ein Zeichen setzen, gegen den aufkommenden Antisemitismus. Guido Scharrer, der die Gruppe begleitete, sagte, dass nach neuen Umfragen 40 Prozent der Befragten eine antijüdische Haltung einnehmen würde.

Zuerst ging es zum alten jüdischen Friedhof am Thomasweg in Straubing, Scharrer beantworte die Fragen bezüglich Beerdigungsriten. Die Mitglieder der Kolpingsfamilie Cham erfuhren, dass der Jude ganz einfach bestattet werde. Kurz nach seinem Tod in einem von der Gemeinde genähten Hemd in einem Sarg aus sechs Brettern, ohne Schnickschnack. Auch das Grab ist ganz einfach und soll nicht mehr bearbeitet werden. Was darauf wächst, darf wachsen. Erst mit der Zuwanderung der Juden aus dem Osten kam Blumenschmuck dazu.

Danach ging es zur Synagoge. Hier fällt zuerst auf, dass schon der Außenbereich mit Kameras überwacht wird und auch die Türen streng per Schließanlage gesichert sind. Die Synagoge wurde 1907 eröffnet. Straubing bildete damals mit 35 Familien das jüdische Zentrum in Niederbayern. Sie kamen aus Landshut, Passau, Deggendorf, Plattling, Vilshofen und Grafenau. Scharrer erzählte den interessierten Besuchern viel über das Leben der Juden von damals und heute. Mit dem hinterhältigen und brutalen Mord an einem Viehhändler am 15. März 1933 begann auch in Straubing die Leidenszeit der Juden. 1933 befanden sich 110 Juden in Straubing, 1939 nur noch 51. Mittlerweile ist die Gemeinde auf fast 1.000 Mitglieder angewachsen. Zum 100-jährigen Bestehen der Gemeinde war der damalige Bundespräsident Roman Herzog und der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Ignaz Bubis, nach Straubing gereist.

Das Herzstück der Synagoge ist das Allerheiligste, in dem die Thora, die fünf Bücher Mose aufbewahrt wird. Aus dieser wird bei der Versammlung gelesen. Heute sitzen Frauen und Männer gemeinsam im großen Versammlungsraum, nicht mehr die Frauen auf der Empore, jedoch noch immer geschlechtergetrennt. Auch in der Synagoge brennt ein Licht, es symbolisiert die Anwesenheit Gottes, es brennt aber nicht mehr nach Ende der Versammlung. In der Synagoge hängen zwei Gedenktafeln in deutscher und hebräischer Sprache, mit den 92 Namen der Gemeindemitglieder, die in der Zeit des Nationalsozialismus ermordet wurden. Scharrer beantwortete viele Fragen. Beim Verlassen der Synagoge zeigte er auf den Westgiebel mit den Gebotstafeln.