Liebe Besucher unserer Kirche, liebe Pfarrgemeinde,

am 05. Juni feiern wird den Gedenktag des Heiligen Bonifatius, den wir auch den „Apostel der Deutschen“ nennen. Als Missionar war er zunächst in Frankreich sehr aktiv. Später wurde er Missionserzbischof für Germanien. Als rühriger Missionar gründete er um das Jahr 739 zahlreiche Bistümer oder organisierte sie neu.

Was hat ihn angetrieben? Ich denke diesen Antrieb könnte man mit den Worten aus dem Emmaus-Evangelium gut beschreiben: Ihm brannte das Herz.

Er musste, ja er konnte nicht anders, als den Glauben zu verbreiten. Wie oft wird er dabei auf taube Ohren gestoßen sein? Wie oft wird man ihm mit Abwehr begegnet sein? Wie viele Anläufe wird er gebraucht haben, um tatsächlich einmal Erfolg zu haben?

Bonifatius muss wohl nicht nur ein vom Glauben sehr überzeugter Mensch gewesen sein. Er muss über eine unglaubliche Hartnäckigkeit verfügt haben, um die Kirche in Deutschland fest zu etablieren.

Und so stellt sich für mich in Zeiten, in der viel in der Kirche im Umbruch ist, in der man über neue Wege nachdenkt, in der manche sich an Traditionen festklammern, die Frage: Was würde Bonifatius heute zu uns und zur Kirche von Deutschland sagen?

Es grüßt Sie ganz herzlich

Michaela Maier, GR,
mit Pfr. Dieter Zinecker und Pfarrvikar Pater Jim

Lieder

392 Lobe den Herren
816 Wir beten an
818 Deinem Heiland, deinen Lehrer

Andachten

564 Herz-Jesu-Litanei
923 Jesus-Litanei

Andachten für Fronleichnam

924 Litanei vom Heiligsten Sakrament
675, 6-9 Zu seinem Gedächtnis
676, 1-3 Wahre Speise

Stundengebet

653 Vesper von der Kirche
659 Abendlob
667 Nachtgebet

Allgemeine Gebete

4 Rosenkranz: Die lichtreichen Geheimnisse
Rosenkranz: Die trostreichen Geheimnisse
6 Vor Gottes Angesicht
8 Lobpreis
11 Meine Zeit in Gottes Händen

Gebet des Hl. Bonifatius

Ewiger Gott,
Zuflucht und Hilfe all deiner Kinder,
wir preisen dich für alles, was du uns gegeben hast,
für alles, was du für uns getan hast,
für alles, was du für uns bist.
In unserer Schwäche bist du unsere Kraft;
in unserer Finsternis bist du unser Licht;
in unserm Kummer bist du unser Trost und unser Friede.
Wir können deine Gnade nicht messen.
Wir können deine Liebe nicht loten.
Sei gesegnet für all deinen Segen.
Lass uns so leben, als seien wir bei dir,
und die Dinge lieben, die du liebst,
und dir in unserem täglichen Leben dienen
durch Jesus Christus, unseren Herrn.

Fürbitten

Beten wir zu Gott, der uns in Jesus Christus sendet, um seine Frohbotschaft in die Welt zu tragen:
• Für alle, die nach Glück und Sinn suchen, dass ihnen Menschen begegnen, die bereit sind, ihnen im Geiste Christi einen möglichen Weg zu weisen. Gott, unser Vater:
• Für jene, die im Dienste Gottes und der Kirche die Frohbotschaft verkünden. Gib ihnen Mut und Überzeugungskraft, und hilf ihnen, dass das, was sie verkünden und leben, übereinstimmt.
• Für die Armen und Zerschlagenen, für die Kranken und Verzweifelten, und für die Sterbenden: dass sie Kraft finden in deinem Wort.
• Für die Menschen in den Kriegsgebieten der Welt: dass sie Wege des Friedens und der Versöhnung finden.
• Für uns selbst: dass wir uns von Gottes Wort leiten lassen und den Mut haben, uns als Christen zu bekennen.

Guter Gott, du rufst uns, damit wir Zeugnis geben von unserem Glauben.
Für diesen Dienst stärkst du uns durch deinen Heiligen Geist.
Dafür danken wir dir, jetzt und in Ewigkeit.

Fronleichnam – Woher kommt dieses Fest?

Es war einmal ein Mädchen das Juliana hieß. Sie lebte vor etwa 800 Jahren. Da ihre Eltern früh gestorben waren, wuchs Juliana in einem Kloster auf. Im Alter von 14 Jahren wurde sie selbst Ordensfrau.

Eines Tages betete sie. Da sah sie plötzlich das Bild eines Mondes vor sich. Dieser Mond hatte einen merkwürdigen schwarzen Flecken. Ab diesem Zeitpunkt sah Juliana beim Beten immer wieder dieses Bild vor sich. Sie machte sich Gedanken, was ihr dieses Bild sagen wollte. Eines Tages aber verstand sie es plötzlich: Dieser Mond ist wie ein Kalender mit allen Festen der Kirche. Dort wo der Kalender einen schwarzen Flecken hat, fehlt ein Fest. Nämlich ein Fest, an dem man das Heilige Brot, den Leib Christi, verehrt.

Zuerst erzählte Juliana niemand davon. Aber später traute sie sich doch, darüber zu sprechen. Aber zunächst nahm sie niemand ernst. Sie wurde nur ausgelacht.

Juliana gab nicht auf. Irgendwann schaffte sie es, ihre Idee durchzusetzen. Das Fest zur besonderen Verehrung des Leibes Jesu wurde im Jahr 1246 erstmals gefeiert. Dieses Fest kennen wir heute unter dem Namen „Fronleichnam“. Darin stecken die alten deutschen Wörter: Vron = heilig und Lichnam = lebendiger Leib.

18 Jahre später wurde als Datum für das Fest der zweite Donnerstag nach Pfingsten festgelegt. Nun wurde es von allen Christen gefeiert.

(Text: Michaela Maier)

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