Wegen der Corona-Krise werden zur Zeit keine Gottesdienste gefeiert mit Beteiligung der Gläubigen. Deswegen war auch keine Kirchen-Kollekte am 5. Fastensonntag möglich, die jedes Jahr für das Hilfswerk Misereor als Fastengabe der Katholiken durchgeführt wird. Die Arbeit von MISEREOR ist aber auch weiter wichtig, für viele Menschen überlebensnotwendig, sie kann nur mit den eingehenden Spenden ermöglicht werden.

Über besondere Projekte hat ja auch am Samstag eine eigene Seite in der Chamer Zeitung informiert: „Eine für alle. Geflüchtete Frauen im Libanon.“ Im diesjährigen Beispielland leben Menschen unterschiedlicher Religion zusammen, alleine 1,5 Millionen Flüchtlinge aus Syrien wurden dort aufgenommen. Insbesondere die Bildung der Kinder und Jugendlichen ist ein wichtiges Anliegen für das Hilfswerk.

Die deutschen Bischöfe bitten Sie, dem Aufruf von MISEREOR Beachtung zu schenken und Ihre Spende direkt auf das Konto von Misereor zu überweisen:
Misereor
IBAN: DE75 3706 0193 0000 1010 10
BIC: GENODED1PAX, Pax-Bank Aachen.

Sie finden in den Kirchen auch die ausgeteilten Spendentüten, die Sie auch in den Briefkasten des Pfarramtes St. Jakob einwerfen können (bitte wegen der Sicherheit nur tagsüber von 8 bis 17 Uhr). Wahlweise können Sie Ihre Spende auch auf das Konto der Kirchenstiftung St. Jakob überweisen, wir leiten das Geld dann an Misereor weiter. Unsere Bankverbindung lautet: IBAN: DE48 7429 0000 0405 0033 85.

Was leisten Sie mit Ihrer Spende? Mit 87,- Euro sorgen Sie dafür, dass ein Kind einen Monat lang wieder zur Schule gehen kann. 60,- Euro schenken 10 Schulkindern vier Wochen lang ein gesundes Frühstück.

Die Verwaltung der Gelder wird vom Deutschen Zentralinstitut für soziale Fragen bewertet: Von jedem Euro gehen 94 Cent direkt in die Projekte, damit ist MISEREOR eine Organisation mit besonders niedrigen Verwaltungskosten. Vergelt’s Gott für Ihre Spende!

Liebe Gemeinde,

da wir in diesem Jahr nicht auf gewohnte Weise miteinander Bußgottesdienst feiern können, veröffentlichen wir über das Internet einen Bußgottesdienst, den Sie für sich Zuhause feiern können. Wir wünschen Ihnen damit eine gute innere Einkehr, hilfreiche Gedanken zum innerlichen Ordnung-machen und trotz aller Einschränkungen ein gesegnetes Osterfest!

In der Hoffnung auf ein baldiges und hoffentlich gesundes Wiedersehen verbleiben wir mit herzlichen Grüßen

Dieter Zinecker, Pfarrer
Pater Jim, Pfarrvikar
Michaela Maier, Gemeindereferentin

Unser Kindergarten in Altenmarkt hat uns eine erfrischende Botschaft geschickt, die wir hier gerne mit euch allen teilen möchten! Alles wird gut! Wir freuen uns auf Euch!

Eine äußerst interessante Führung durch das Jüdische Gemeindezentrum mit Synagoge in Regensburg durften vor kurzem die Mitglieder des Chamer Arbeitskreises „Ökumene“ und weitere Personen erleben. Stadtpfarrer Dieter Zinecker und Dekan Walther Kotschenreuther hatten hierzu die Initiative ergriffen und die nötigen Kontakte geknüpft, insbesondere mit Dieter Weber, dem Gründer des 2013 ins Leben gerufenen „Fördervereins Neue Regensburger Synagoge“.

Weber war der fachkundige Begleiter durch den imposanten Gebäudekomplex samt Eingangs- und Innenhof, er ließ die Chamer Besuchergruppe in der gebotenen Kürze, aber doch tief hineinblicken in die Geschichte der jüdischen Bevölkerung vor Ort:

Im Jahre 1519 wurde die damalige Synagoge am Neupfarrplatz zerstört; eine 1912 eingeweihte Neue Synagoge ist 1938, ähnlich wie so viele andere jüdische Einrichtungen in Deutschland, abgebrannt worden; erhalten blieb damals das Gemeindehaus; 1968 bis 1971 wurde als Interimslösung ein Bet- und Gemeindesaal als Flachbau auf dem leer gebliebenen Gelände errichtet und später wieder abgerissen; ab Ende 2013 wurde der Neubau in die Wege geleitet und mit Hilfe von öffentlichen und privaten Fördergeldern realisiert.

Freuen kann sich darüber die örtliche orthodoxe jüdische Gemeinde, die seit den 1990-er Jahren infolge des Zuzugs vieler Juden aus der ehemaligen Sowjetunion sprunghaft auf ca. 1.000 Mitglieder angewachsen ist.

Durch seine Höhenstaffelungen und sein hochwertiges Erscheinungsbild (Fassadengestaltung mit Sichtmauerwerk, hell gebrannter Klinkerstein, absolut ähnlich dem „Jerusalem-Stein“) fügt sich das im Februar 2019 eingeweihte Ensemble aus neuem Zentrum und altem Gemeindehaus, nahtlos in das „UNESCO-Welterbe Altstadt Regensburg“ ein – und wird vielerorts als Leuchtturm-Projekt gepriesen.
Dieter Weber führte die Chamer zunächst in den ebenerdigen Gemeindesaal. Der einladende Mehrzweckraum für ca. 200 Besucher lässt mit raumhohen Glas- statt Mauerwänden zum Innenhof hin viel Tageslicht zu. Den strengen Sicherheitsanforderungen steht dies nicht entgegen, dank der schützenden massiven Hülle aus Sichtziegelwerk an der Außenseite.

Weiter ging es in den schlicht gehaltenen Gebetsraum, ebenfalls im Erdgeschoss des sanierten Altbaus, der regelmäßig genützt wird, wie auch das rituelle Tauchbad, die sog. Mikwe, im Untergeschoss. Daneben angesiedelt sind Bibliothek, Clubraum und Küche.

Über eine breite Treppe und das lichtdurchflutete Foyer im ersten Obergeschoss leitete Weber zum „Herz“ des Gebäudes, dem zweigeschossigen Synagogenraum, der mit einer besonderen Kuppel als Bedachung an „Gottes Zelt auf Erden“ erinnert. Es handelt sich hierbei um eine gewölbte Holzdecke aus dünnen Stäben, die miteinander eine (wie ein geblähtes Tuch wirkende) freitragende Decke von 25 Metern Durchmesser bilden, nach fachlichem Urteil ein Meisterwerk der Handwerkskunst: Die Holzstäbe filtern das durch Verglasungen unterhalb der Kuppel strömende Licht und lassen die Kuppel schwebend erscheinen!

Der Innenraum strahlt mit einer inneren Raumschale aus filigranen, nach oben durchlässigen Holzlamellen vollkommene Ruhe und Wärme aus und bildet im unteren Teil den Gebetsbereich für 100 Männer. Er enthält den Thoraschrein, darin aufbewahrt die kostbaren Thorarollen; daneben die Bima, jenes Podest, von dem aus die Thora (die fünf Bücher Mose in hebräischer Sprache) während des Gottesdienstes verlesen wird. Der obere Teil beinhaltet die Frauenempore mit 60 Sitzplätzen. Weber erklärte die religiösen Abläufe und wies daneben noch auf eine Besonderheit hin: Da der Synagogenraum gemäß jüdischem Ritus nach Osten ausgerichtet sein muss, wurde er (architektonischer Glanzpunkt!) leicht aus der Straßenachse gedreht – das verleiht dem Gebäude außergewöhnliche Spannung!

Die Chamer Besuchergruppe war tief beeindruckt von der gelungenen Symbiose aus Raum und Religion – und nicht zuletzt auch Kunst: Den kleinen Innenhof vor dem Haupteingang des Gemeindezentrums überwölbt eine dreistufige Bronzespirale, das Spruchband zitiert das Gedicht „Gemeinsam“ der jüdischen Schriftstellerin Rose Ausländer, mit der nur angedeuteten und doch unmissverständlichen Botschaft: „Vergesset nicht Freunde – wir reisen gemeinsam (…) – es ist unsere gemeinsame Welt – die ungeteilte ach die geteilte – die uns aufblühen lässt – die uns vernichtet – diese zerrissene – ungeteilte Erde – auf der wir – gemeinsam reisen.“

Zum Abschluss der aufschlussreichen Besichtigungstour richtete Pfarrer Dieter Zinecker im Namen aller ein herzliches Vergelts Gott an Dieter Weber und dankte für die gebotene Gastfreundschaft. Weber seinerseits bedankte sich für die lobenden Worte und freute sich über das große Interesse am Leben der Jüdischen Gemeinde vor Ort.

Beim Verlassen des Gemeindezentrums warfen die Chamer intuitiv nochmals einen Blick nach oben auf das Spruchband: „Vergesset nicht Freunde – wir reisen gemeinsam …“.

Bilder:

Bild 1: Ansicht des Jüdischen Gemeindezentrums
Bild 2: Die Chamer Besichtigungsgruppe mit Stadtpfarrer Dieter Zinecker (2. v.r.), Dekan Walter Kotschenreuther (3. v.l.) und Dieter Weber (2. v.l.)
Bild 3: Blick im Synagogenraum von oben auf die Bima
Bild 4: Auf den Außenseiten der Türen zum Thoraschrein sind die zehn Gebote eingraviert
Bild 5: Das heilige Buch der Thora
Bild 6: Flächendeckende, nach oben dünner werdende Holzlamellen im Synagogenraum
Bild 7: Thoraschrein und Bima im alten Betsaal
Bild 8: Besuchergruppe

Am kommenden Freitag, dem 27. März 2020 leitet Papst Franziskus um 18 Uhr ein Gebet auf dem (menschenleeren) Vorplatz des Petersdoms.

Der Heilige Vater wird sich in einer Ansprache an die Gläubigen wenden und dann das allerheiligste Altarsakrament aussetzen, um abschließend den Segen „Urbi et orbi“ (der Stadt und dem Erdkreis) zu spenden.

Auch dazu werden alle Kirchenglocken im Bistum läuten.

Papst Franziskus ruft alle Christen weltweit für morgen, Mittwoch, dem 25. März 2020 zu einem Sturmgebet gegen das Corona-Virus auf. Um 12 Uhr sollen alle Gläubigen einen Moment innehalten und ein Vaterunser beten. Dazu sind am Mittwoch um 12 Uhr Mittag alle Kirchenglocken im Bistum läuten.

Bischof Rudolf ruft für den gleichen Tag dazu auf, in allen Pfarreien der Diözese Regensburg um 19:30 Uhr den freudenreichen Rosenkranz zu beten (Hochfest „Verkündigung des Herrn“). Auch dazu sind alle Kirchenglocken im Bistum zu läuten.

Zur Misereor-Kollekte am 29. März 2020:
„Liebe Schwestern und Brüder! Wegen der Corona-Krise ist die seit über 60 Jahren übliche Kollekte am 5. Fastensonntag für unser Hilfswerk Misereor in diesem Jahr nicht möglich. Wir Bischöfe bitten Sie, unserem Aufruf Beachtung zu schenken und Ihre Spende direkt auf das Konto von Misereor zu überweisen:

Misereor
IBAN: DE75 3706 0193 0000 1010 10
BIC: GENODED1PAX
Pax-Bank Aachen

Gegebenenfalls finden Sie in den Kirchen auch einen Opferstock mit der Aufschrift ‚Spenden für Misereor‘ oder kennzeichnen einen Briefumschlag mit ‚Spende für Misereor‘ bzw. verwenden die ausgeteilten Spendentüten, die Sie in einen Opferstock oder in den Briefkasten des Pfarramtes einwerfen können.“

 

Zur Heilig-Land-Kollekte am 5. April 2020:
„Liebe Schwestern und Brüder! Die Kollekte zur Unterstützung der Christen im Heiligen Land am Palmsonntag, dem 5. April 2020, wird in diesem Jahr nicht stattfinden können. Wir Bischöfe bitten Sie, unserem Aufruf Beachtung zu schenken und Ihre Spende direkt dem Deutschen Verein vom Heiligen Land und dem Kommissariat des Heiligen Landes der Deutschen Franziskanerprovinz zukommen zulassen. Möglichkeit zur direkten Spende finden Sie auf der Internetseite www.palmsonntagskollekte.de, die von beiden Einrichtungen gemeinsam unterhalten wird.“

(von Bischof Dr. Stephan Ackermann / Bistum Trier)

Jesus, unser Gott und Heiland, in einer Zeit der Belastung und der Unsicherheit für die ganze Welt kommen wir zu Dir und bitten Dich:

  • für die Menschen, die mit dem Corona-Virus infiziert wurden und erkrankt sind;
  • für diejenigen, die verunsichert sind und Angst haben;
  • für alle, die im Gesundheitswesen tätig sind und sich mit großem Einsatz um die Kranken kümmern;
  • für die politisch Verantwortlichen in unserem Land und international, die Tag um Tag schwierige Entscheidungen für das Gemeinwohl treffen müssen;
  • für diejenigen, die Verantwortung für Handel und Wirtschaft tragen;
  • für diejenigen, die um ihre berufliche und wirtschaftliche Existenz bangen;
  • für die Menschen, die Angst haben, nun vergessen zu werden;
  • für uns alle, die wir mit einer solchen Situation noch nie konfrontiert waren.

Herr, steh uns bei mit Deiner Macht, / hilf uns, dass Verstand und Herz sich nicht voneinander trennen. / Stärke unter uns den Geist des gegenseitigen Respekts, der Solidarität und der Sorge füreinander. / Hilf, dass wir uns innerlich nicht voneinander entfernen. / Stärke in allen die Fantasie, um Wege zu finden, wie wir miteinander in Kontakt bleiben. / Wenn auch unsere Möglichkeiten eingeschränkt sind, / um uns in der konkreten Begegnung als betende Gemeinschaft zu erfahren, / so stärke in uns die Gewissheit, dass wir im Gebet durch Dich miteinander verbunden sind.

Wir stehen in der Fastenzeit. / In diesem Jahr werden uns Verzichte auferlegt, / die wir uns nicht freiwillig vorgenommen haben und / die unsere Lebensgewohnheiten schmerzlich unterbrechen.

Gott, unser Herr, wir bitten Dich: / Gib, dass auch diese Fastenzeit uns die Gnade schenkt, / unseren Glauben zu vertiefen / und unser christliches Zeugnis zu erneuern, / indem wir die Widrigkeiten und Herausforderungen, die uns begegnen, annehmen / und uns mit allen Menschen verstehen als Kinder unseres gemeinsamen Vaters im Himmel. /

Sei gepriesen in Ewigkeit.

– Amen.

Zu einer abendlichen Kreuzweg-Andacht getroffen haben sich vor kurzem einige Mitglieder des Frauenbundes. Stadtpfarrer Dieter Zinecker betete zusammen mit den Frauen am Kalvarienberg in Chamerau die 14 Stationen hinauf (s. Bild). Unterwegs wurden immer wieder stimmungsvolle Gesänge angestimmt und der Leidensweg Christi auch auf diese Weise nachempfunden.

Oben am Berg, bei der kleinen Kapelle angekommen, sprach der Pfarrer abschließende Segensworte und dankte für die Gemeinschaft im Gebet, ehe man sich bei schon hereinbrechender Dunkelheit wieder auf den Rückweg machte. Das ursprünglich vorgesehene gemütliche Beisammensein im Anschluss an die Andacht fand aus gegebenem Anlass nicht statt.

„Ihr sollt auf Jesus hören“ lautete der zentrale Satz beim Familiengottesdienst am zweiten Fastensonntag in der Pfarrkirche – in Anlehnung an das Tagesevangelium nach Matthäus, das mit der Verklärung Christi ein Glaubensgeheimnis verkündigt, und das auch am Hochaltar von St. Jakob dargestellt ist, worauf Zelebrant Pfarrer Dieter Zinecker die vielen Mitfeiernden gleich zu Beginn hinwies.

Dass der Glaube maßgeblich vom Hören kommt, führte der Stadtpfarrer in seiner Predigtansprache vor Augen und rief dazu auf, die Fastenzeit in besonderer Weise dazu zu nutzen, das Wort Gottes neu zu hören – und entsprechend zu handeln.

Die vielen Kinder im Gottesdienst waren nicht nur als aufmerksame Zuhörer dabei, sie durften auch selbst aktiv sein: Bei den Kyrie-Rufen, den Fürbitten und beim Vaterunser-Gebet um den Altar.
Am Ende erhielten sie aus den Händen von Pfarrer und Gemeindereferentin Michaela Maier das begehrte zweite Bastel-Teil zur Vervollständigung ihres Wagenrades mit dem Titel „In der Spur bleiben“.

Im Bild: Stadtpfarrer Dieter Zinecker zelebrierte den Familiengottesdienst am zweiten Fastensonntag