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Zum Hochfest „Erscheinung des Herrn“, auch Dreikönigsfest genannt, wird das Geschehen vom Aufsuchen und von der Anbetung des neugeborenen Christuskindes durch die drei Weisen bzw. Sterndeuter aus dem Morgenland begangen – in Deutschland und im Christentum weltweit: Eine Botschaft also von weltumspannender Relevanz, die sich in Schriftworten der Bibel und über die Musik gut miteinander verknüpfen und verkünden lässt, und aktuell den Musiklehrer und Organisten Hermann Seitz auf den Plan gerufen hat:

Für die siebte und zugleich letzte Folge in der Reihe der Advents- und Weihnachtsandachten in unserer Pfarrkirche am vergangenen Mittwoch hatte er besondere, internationale Musikbeiträge zusammengestellt – als Symbol dafür, dass die Botschaft vom Kind in der Krippe in der ganzen Welt Verbreitung gefunden hat. So international wie die Musik waren auch deren Interpreten: Pfarrvikar Stephen Luyiama (Uganda), Furi Soboka Adeba (Äthiopien), Margarita Hanke mit ihren Söhnen Matthias. Franz-Josef und Eric (Venezuela), sowie Petra Beutner aus Treffelstein.

Letztere brachte mit ihrem Lied „Jerusalem“ gleich zu Beginn der Andacht alle Hoffnung und Zuversicht auf das Kommen des Retters für die ganze Menschheit und jeden einzelnen Menschen zum Ausdruck: „Jerusalem, Jerusalem, werde Licht! Leg dein Gewand der Trauer ab, singe und tanze deinem Gott. Ruhmreich sind die Taten des Herrn, ewig leuchtet dir Gott der Herr als Licht.“

Zwischen den einzelnen Musikbeiträgen wurden Ausschnitte aus dem Tagesevangelium und aus der allgemeinen Erklärung der Menschenrechte vorgetragen, sowie Texte und Meditationen von christlichen Stimmen der Gegenwart.

Nach dem Schlusssegen durch Pfarrvikar Luyiama durften sich die Andachtsbesucher, vor Ort in der Pfarrkirche oder per Livestream im heimischen Wohnzimmer, noch an einer besonderen Darbietung erfreuen: Petra Beutner spielte an der Orgel ein Präludium von J. S. Bach.

Die abwechslungsreiche Reihe der Advents- und Weihnachtsandachten in St. Jakob ist damit erfolgreich zu Ende gebracht worden – und hat vielen Mitfeiernden in außergewöhnlicher (Pandemie-)Zeit außergewöhnlich schöne Stunden bereitet.

Im Bild: Die Mitwirkenden an der „Weihnachtsandacht international“
Von links nach rechts: Markus Hartl, Pfarrvikar Stephen Luyiama, Hermann Seitz, Furi Soboka Adeba, Petra Beutner und Familie Hanke

„Und als sie den Stern sahen, waren sie voller Freude“: Das Geschehen um das Fest „Erscheinung des Herrn“ (Dreikönigsfest) mit den „Sterndeutern aus dem Osten“ stand im Mittelpunkt der Weihnachtsandacht am vergangenen Sonntagnachmittag in unserer Pfarrkirche St. Jakob, und per Livestream auch in den heimischen Wohnzimmern.

Pfarrvikar Pater Jim ließ dieses einzigartige Ereignis von der Anbetung des neugeborenen Kindes durch die Weisen aus dem Morgenland mit Schriftworten der Bibel und in meditativen Gedanken lebendig werden.

Die musikalische Begleitung lag in den Händen von Michael Neuberger an der Orgel und Tochter Theresa. Letztere entlockte ihrer Violine mit gut ausgewählten Stücken warme, wohlklingende Weisen, die den Kirchenraum ganz schwerelos erfüllten. Und auch ihre Gesangseinlagen (in dulci jubilo und vieles andere mehr) ließen weihnachtliche Stimmung und Freude bei den Andachtsbesuchern bestens zur Entfaltung kommen.

Mit dem gemeinsam gesprochenen Vater unser und dem Segen von Pater Jim endete die – von Anfang bis zum Ende – stimmungsvolle Andacht.

Im Bild:
– Pfarrvikar Pater Jim ließ das Geschehen um das Dreikönigsfest lebendig werden
– Theresa und Michael Neuberger sorgten für schöne Klänge von der Empore

In diesem Jahr konnten Sie schon vor Weihnachten Personen aus der Weihnachtsgeschichte in der Kirche entdecken: den Engel Gabriel, Maria, Josef und die Hirten. Zu den Akteuren gibt es jeweils kurze Betrachtungen zum Nachlesen und Nachdenken.

Sie sind nach wie vor eingeladen den Sternen vom Eingang der Kirche aus zu folgen und so von Person zu Person zu gelangen. Vor der leeren Krippe dürfen Sie selbst aktiv werden. Was möchten Sie Jesus sagen? Worum möchten Sie ihn bitten. Nehmen Sie sich dazu einen Stift von Zuhause mit.

Eine gute Reise mit Gabriel, Maria, Josef und den Hirten wünscht Ihnen
Michaela Maier, Gemeindereferentin

So ganz anders waren heuer die Vorzeichen für die Feier der Christmette an Heilig Abend in der Stadtpfarrei St. Jakob: Weit vorgezogene Anfangszeit, keine vollbesetzte Pfarrkirche, keine Ministrantenschar um Krippe und Altar, kein Gemeinde- und kein Chorgesang, …

Und doch – vom äußeren Geschehen abgesehen -: Die Botschaft von Weihnachten, der Glaube an Christi Geburt lebt fort – und schafft Hoffnung und Zuversicht auch in bedrängter Zeit. Denn „mit Christi Geburt kommt Licht in die Dunkelheit der Welt“, wie Zelebrant Stadtpfarrer Dieter Zinecker in seinen Eingangsworten, mit denen er alle Mitfeiernden herzlich willkommen hieß, betonte. Gott mache einen neuen Anfang mit der Menschheit, und seine Boten, Engel genannt, kündeten den Frieden auf Erden, auch wenn es eine noch unerlöste Welt sei.

Die frühe Anfangszeit um 19.30 Uhr und die momentanen Verhältnisse führten erwartungsgemäß erheblich weniger Gläubige zum Festgottesdienst als zur üblichen Zeit vor Mitternacht. Doch per Livestream konnten sich viele weitere „Daheimgebliebene“ am Festgeschehen erfreuen und die Frohbotschaft des Weihnachtsevangeliums nach Lukas hören: „Heute ist euch der Retter geboren…“ Dazu strahlten die beiden prächtigen Christbäume und das sorgsam umhüllte Kind in der Krippe vor dem Altar.

„Auf einem gewundenen Weg wirst du mehr Engeln begegnen als auf einem geraden!“: Diese Feststellung einer nicht näher bekannten Person diente Pfarrer Zinecker als Aufhänger für seine Predigt, die Nachdenkliches und positives, richtungsweisendes Denken miteinander verband:

Ein gewundener Weg, ein steiniger und einsamer sei der Gang durch dieses Jahr für viele Menschen gewesen, manches sichtbar, anderes im Verborgenen. Und auch das gab es: So mancher wurde anderen zum „Engel“. Nun stehe man am Ende des Kalenderjahres wieder vor der Krippe „mit herzerwärmender Szene: Ein neugeborenes Kind, Vater und Mutter“. Es sei nicht umgeben von Glanz und Glorie, was aber ohnehin keine Rolle spiele: Denn es sei ein Glückskind, ein Glückskind für die Welt und für die Menschen, so wie es einst schon Lukas, der Evangelist verkündet habe. „Glaubt das! Vertraut darauf! Hebt die Augen auf, schaut hin! Erhebet die Herzen und lasst alles von euch abfallen, was euch bedrückt! In dieser Nacht beginnt etwas Neues: Ein überraschender Neubeginn: Kein Mensch hat sich das ausgedacht und entworfen: Gott wirkt, er hat etwas eingefädelt: Das Glückskind in der Krippe ist sein Geschenk an uns Menschen. Gott gibt uns eine gute Richtung vor: Das Leben hat ein Ziel: Im Neugeborenen erkennen wir den, der das Tor zum ewigen Leben aufstoßen wird.“ Und so auch in den Windungen unseres Lebens, den dunklen Tälern und allem Trübsal. „Gottes Sohn bringt Hoffnung und heilsame Aussichten: Er ist unser Retter, das Licht, das aufstrahlt und hineinleuchtet in den letzten Winkel unseres Herzens.“

Nach der Predigt wurde Eucharistie gefeiert. Der sonst traditionell an dieser Stelle vom Kirchenchor vorgetragene Chamer Weihnachtsgesang „Pastores“ musste heuer entfallen. Doch die einsatzfreudigen Instrumentalisten (Orgel, mehrere Streicher und ein Fagott) unter der Gesamtleitung von Eva Berzl sorgten mit ihren vorzüglich ausgewählten Musikbeiträgen (u.a. Corellis „Pastorale“ und W.A. Mozarts „Kirchensonate in F“) auf ihre eigene Art für weihnachtliche Stimmung, Inspiration und Emotion. Ihre persönliche Freude am gemeinsamen Vortrag war hör- und erlebbar und ließ den Funken auf die Zuhörer mühelos überspringen.

Noch vor dem feierlichen Schlusssegen wünschte Pfarrer Zinecker, auch im Namen von Pfarrvikar Pater Jim und Gemeindereferentin Michaela Maier, allen Mitfeiernden, vor Ort oder via Livestream, gesegnete und frohe Weihnachten. Ein herzliches Vergelts Gott richtete er an alle Einsatzkräfte beim Kirchenschmücken und für die vielen ehrenamtlichen Dienste, auch als Ordner, Lektor, Kantor und Organist.

Das „Lied der Lieder“ bildete den Schlussakkord der stimmungsvollen Christmette, nicht als Gemeindegesang, sondern von der Empore herab (Eva Berzl und Johannes Reil), und im bloßen Lichtschein der Kerzen: „Stille Nacht, heilige Nacht …“.

Im Bild:
Die Christmette an Heiligabend wurde in St. Jakob feierlich begangen, mit dem Kind in der Krippe im Mittelpunkt und mit prächtigen Christbäumen

Liebe Kinder, liebe Erwachsene,

wir laden euch ganz herzlich zu unserer meditativen Andacht in der Weihnachtszeit ein. Die nächste Andacht findet bereits am Sonntag, den 27.12. um 16 Uhr in unserer Pfarrkirche statt.

Wir freuen uns auf euren Besuch, bei uns in der Kirche oder auch im Livestream!

 

Die Christmette fand heuer zu einer ungewöhnlichen Zeit und auch ganz ungewöhnlich als Livestream statt. Aber was ist schon gewöhnlich an der Hoch Heiligen Nacht!

Ihnen allen eine gesegnete Weihnacht und ein friedvolles Weihnachtsfest, heuer vielmehr als sonst im Kreis der Familie.

Liebe Kinder, liebe Erwachsene,

wir sind uns unserer Verantwortung zu Ihrer aller Gesundheit bewusst und bieten daher sowohl die Kindermette (Christkindlandacht) und die Christmette als Livestream über das Internet an. Sie können also im Kreis Ihrer Familie und mit aller Ruhe und Sicherheit den Festtag der Geburt unseres Herrn Jesus Christus mitfeiern.

  • Kindermette (Christkindlandacht) um 15:00 Uhr
  • Christmette um 19:30 Uhr

Den Livestream können Sie zu den jeweiligen Terminen wie folgt aufrufen:

Bitte beachten Sie, dass der Einlass zu den Andachten und zur Christmette an Heilig Abend nur mit gültiger Platzkarte möglich ist.

Liebe Kinder, liebe Erwachsene,

als Vorbereitung auf das Weihnachtsfest haben wir für euch ein Mal- und Quizheft zusammengestellt.

Ihr könnt das Heft direkt hier downloaden und ausdrucken:

Wir wünschen euch viel Spaß beim gemeinsamen Lösen der Rätsel in der Weihnachtszeit!

„Ich verkünde euch eine große Freude: Heute ist uns der Retter geboren; er ist der Christus, der Herr. Halleluja.“: Der Ruf vor dem Evangelium an Heilig Abend umfasst nur wenige Worte, aber er trägt in sich die weltumspannende Botschaft der Heiligen Nacht, die in der Christmette in St. Jakob auch heuer feierlich begangen wurde. Das Hochfest der Geburt Christi war gekommen, vorbei die Zeit aller Vorbereitung.

Viele Gläubige hatten sich schon lange vor Gottesdienstbeginn in der Stadtpfarrkirche versammelt, die entspannten Mienen ließen freudige Erwartung auf das Kommende erkennen. „Oh du fröhliche“ tönte es vielstimmig, nachdem Pfarrer Dieter Zinecker, Pfarrvikar Pater Jim, Gemeindereferentin Michaela Maier und zahlreiche Ministranten unter festlichem Glockenläuten eingezogen waren.

„Heute kommt Gott den Menschen ganz nahe – und steht der Himmel offen“ freute sich der Stadtpfarrer in seiner Begrüßung. Gott habe seinen eigenen Sohn in die Welt gesandt, der den Menschen frohe Botschaft bringe, ja letztlich selber diese Botschaft verkörpere. Wie das wahre Licht in die Welt gekommen ist, verkündete Pater Jim dann im Weihnachtsevangelium nach Lukas.

In seiner Predigt schlug Pfarrer Zinecker – anhand einer Freskendarstellung im Kreuzgang des Domes zu Brixen in Südtirol – einen ideenreichen Bogen: Zwischen der Sonne einerseits, die als Zentralgestirn menschliches Leben auf dieser Welt erst möglich mache und nach heidnischem Verständnis als göttlich verehrt werde; und dem Licht andererseits, das an Weihnachten gefeiert werde: Christus, der Strahl der göttlichen Liebe, das Licht, das jeden Menschen erleuchte. Das Geschehen von Christi Geburt, so außergewöhnlich und unüberbietbar es auch sei: Gott brauche dafür gar nicht viel einzusetzen, entsprechend schlicht sei auch die Schilderung des Hl.-Abend-Evangelisten: Josef, Maria, das Kind in der Krippe, später die Hirten. Nicht als zwingende Macht ausübenden König habe Gott seinen Sohn gesandt, betonte der Prediger weiter, sondern als kleines Kind in der Krippe; nicht als alles überragender Lichtstrahl, sondern als Licht, das erst gefunden werden müsse, bei der Suche der Menschen nach Sinn, nach einem wahren und echten Lebenskonzept, im Suchen nach Kraft für einen neuen Anfang.

„Die Erfahrung des weihnachtlichen Lichtes kann für einen Menschen, der Dunkelheit in sich spürt, wie eine Neugeburt sein (…). Ich kann mich anstrahlen, erfüllen und im Herzen erwärmen lassen von diesem Licht: Abgebildet durch die Kerzen am Christbaum, durch das leuchtende Friedenslicht, durch das Licht an der Krippe und die Kerzen am Altar: In der Feier der Eucharistie begehen wir, dass dieses Licht für uns das Lebenselixier ist, das ganze Jahr über.“ Das Gebot der weihnachtlichen Stunden und Tage sei demnach: Freude!

So hieß es gleich anschließend: „Nun freut euch, ihr Christen, singet Jubellieder …“ Auch von der Empore klang die Freude herab: Der Kirchenchor und die Instrumentalisten (Streicher und Fagott) unter der Gesamtleitung von Eva Berzl verstanden es prächtig, die weihnachtliche Hochstimmung musikalisch umzusetzen; die Harmoniemesse (von Robert Führer) und das Pastores (Franz Bühler) waren dazu trefflich ausgewählt.

Noch vor dem feierlichen Schlusssegen wünschte Pfarrer Zinecker, auch namens Pfarrvikars und Gemeindereferentin, allen Mitfeiernden und ihren Familien frohe und gesegnete Weihnachten. Ein herzliches Vergelts Gott richtete er an die liturgischen Dienste, den Kirchenchor samt Instrumentalisten, die Ministranten und Mesner Cornelius Lang. Und dann kam DAS LIED: „Stille Nacht, heilige Nacht …“.

Im Bild: Die Christmette wurde in St. Jakob feierlich begangen

Die „Christkindl-Andacht“ in St. Jakob am Nachmittag des Heiligen Abend war auch heuer wieder der große Anziehungspunkt für alle Kinder mit ihren Angehörigen. Erwartungsvolle Gesichter und staunende Kinderaugen bestimmten daher das Bild in der Stadtpfarrkirche, die schier „aus allen Nähten platzte“.

In einem Krippenspiel, das zahlreiche Kinder aufführten, wurde im Rahmen dreier Szenen das Geschehen der Geburt des Kindes in der Krippe zu Bethlehem nachempfunden. Viele weihnachtliche Weisen und Gesänge sorgten zusätzlich für frohe Stimmung im Gotteshaus.

Mit besten Weihnachtswünschen von Stadtpfarrer Dieter Zinecker, im Namen auch von Pfarrvikar Pater Jim und Gemeindereferentin Michaela Maier, endete die stimmungsvolle Andacht.

Im Bild: Viele Kinder waren am Krippenspiel beteiligt