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Liebe Besucher unserer Kirche, liebe Pfarrgemeinde,

„Da ist für mich eine Grenze!“ Wenn das jemand sagt, dann gibt es für denjenigen einen Schlusspunkt, über den er nicht hinausgehen möchte oder kann. Grenzen entstehen durch persönliche Ansichten, durch das Fehlen von bestimmten Begabungen oder auch durch gesellschaftliche Vorgaben.

Nicht immer werden Grenzen akzeptiert. „Grenzüberschreiter“, die meine Grenzen nicht akzeptieren, können sehr anstrengend sein. Aber nicht immer. Manchmal kann es auch gut sein, dass meine Grenzen überschritten werden. „Grenzüberschreiter“ trauen mir vielleicht mehr zu, als ich mir selbst. Durch das Überschreiten meiner Grenzen bringen sie mich unter Umständen im Leben sogar weiter.

Im Monat November geht es gewissermaßen auch um „Grenzüberschreiter“. Da ist zum einem das Fest Allerheiligen. Da geht es um Menschen, um Heilige, die im Leben mutig Grenzen überschritten haben und ihren Mut oft auch mit dem Leben bezahlt haben. Bei diesem Fest geht es aber auch um Heilige im Hier und Jetzt, die heute durch ihr Leben und Tun Grenzen mutig überschreiten. Sie setzen heute Zeichen der Hoffnung in Kirche, Staat und Gesellschaft und verändern so Leben positiv. Vielleicht gehören Sie sogar selbst dazu?

Zum anderen feiern wir im November das Fest Allerseelen. Wir denken an unsere lieben Verstorbenen, die die Grenze vom Leben zum Tod überschritten haben. Durch unser Denken an die Verstorbenen werden wir irgendwie auch selbst zu „Grenzüberschreitern.“ Wir glauben als Christen nämlich an ein Leben nach dem Tod. Und das ist für manche unserer Zeitgenossen ganz schön „grenzwertig“. 🙂

Michaela Maier, GR,
mit Pfr. Walter Hellauer und Pfarrvikar Pater Jim

Texte aus dem Gotteslob

Lieder
505 Wir sind nur Gast
542 Ihr Freunde Gottes
543 Wohl denen

Andachten
556 Allerheiligen-Litanei
676,6 Heilige
925 Heiligen-Litanei

Psalmen
58 Lobe den Herrn
62 Der Name des Herrn sei gepriesen
67 Der Herr behütet dich
69 Der Herr hat Großes an uns getan
76 Der Herr ist nahe, allen, die ihn rufen

Stundengebet
651 Vesper an Heiligenfesten
655 Totenvesper
659 Abendlob
667 Nachtgebet

Allgemeine Gebete
4 Rosenkranz: Die schmerzhaften Geheimnisse
Rosenkranz: Die trostreichen Geheimnisse
6 Gebete vor Gottes Angesicht
9, 1-3 Bitte und Dank
10,5 Heilige (Gebet zum Namenspatron)
11 Meine Zeit in Gottes Händen
22, 1-3 Für das pilgernde Volk Gottes

An Allerheiligen

Gott, Vater und Mutter aller Menschen.
Du bist größer als unser Herz.
Deine Liebe reicht weiter als unsere Erkenntnis.
Die Zahl deiner Heiligen ist größer,
als die Zahl derer, die im Kalender deiner Kirche stehen.

Wir danken dir für die Heiligen,
die uns in unserem Leben begleitet haben,
Menschen, deren Namen wir kennen,
und ohne die wir nicht zum Glauben gekommen wären.

Wir bitten dich:
Lass auch uns zu deinen Heiligen gehören,
zu Heiligen für andere Menschen.
Dann können wir Grenzen überschreiten
und zusammen mit allen,
unter welchem Namen sie dich auch nennen,
deine Menschheit werden auf unserer kleinen Erde
(Nach: http://www.freckenhorster-kreis.de/pdf-spirit/Kerstiens12.pdf)

An Allerseelen

Kurzlesung
Brüder und Schwestern,
wir wollen euch über die Entschlafenen nicht in Unkenntnis lassen,
damit ihr nicht trauert wie die anderen, die keine Hoffnung haben.

Denn wenn wir glauben, dass Jesus gestorben und auferstanden ist,
so wird Gott die Entschlafenen durch Jesus in die Gemeinschaft mit ihm führen.

Dann werden wir immer beim Herrn sein.
Tröstet also einander mit diesen Worten!
(1 Thess 4,13-14.17b-18)

Lobpreis und Bitten

Wir beten zu Gott im Angesicht des Todes
– sei du unsere Hoffnung.
Wenn wir um einen Menschen trauern
– sei du unsere Hoffnung.
Wenn Angst und Verzweiflung uns umfängt
– sei du unsere Hoffnung.
Wenn wir einander trösten als Glaubende
– sei du unsere Hoffnung.
Wir danken Gott für das Leben unserer Verstorbenen
– wir danken dir, o Gott.
Für alles Gute, das wir durch sie erfahren durften
– danken dir, o Gott.
Für alles Schöne, das wir miteinander erleben durften
– wir danken dir, o Gott.
Für die Liebe, die uns verbindet
– wir danken dir, o Gott.
In christlicher Zuversicht rufen wir
– denn du bist ein Gott des Lebens.
Um Vergebung aller Schuld
– denn du bist ein Gott des Lebens.
Um Vollendung und Neuschöpfung
– denn du bist ein Gott des Lebens.
Um Anteil an der Auferstehung Christi
– denn du bist ein Gott des Lebens.
(www.sanktpius.de/pdf/gebetsgedenken_am_grab_zu_allerheiligen.pdf)

Gebet an St. Martin (11. November)

Guter Gott, lieber Vater im Himmel!
Öffne unsere Augen, dass wir sehen, wenn einer in Not ist.
Öffne unsere Ohren, dass wir hören, wenn einer unsere Hilfe braucht.
Öffne unsere Herzen, dass fremde Not uns nicht gleichgültig lässt.
Öffne unsere Hände, dass wir denen geben, die es nicht so gut haben wie wir.
Öffne unseren Mund, dass wir denen Mut zusprechen, die Angst haben oder traurig sind.
Lenke unsere Füße, dass wir mit denen gehen, die allein sind und den Weg nicht kennen.
Du bist uns nahe in deinem Sohn. Er sei unsere Hilfe bei diesen vielen kleinen Schritten, er, der mit dir lebet und herrscht in Ewigkeit. Amen.
(Entnommen aus: „Martinsheft in der Gemeinde“, herausgegeben vom Bonifatiuswerk, Paderborn 1975, 2. Auflage 1988)

Liebe Kirchenbesucherinnen und -besucher, liebe Gläubige,

in diesen Tagen feiern wir ein, wie ich meine, besonders schönes Fest: Erntedank. Dieses Fest symbolisiert zwar das Ende des Sommers, das Ende der Fruchtbarkeit der Natur, aber es führt uns auch immer wieder den verschwenderischen Reichtum vor Augen, den uns unsere Erde, unser Land uns schenkt. Vielleicht mag der Sommer heuer nicht so schön gewesen sein, wie wir das erwartet und gewünscht haben. Vielleicht fällt deswegen auch mancherorts die Ernte nicht ganz so gut aus wie erhofft. Aber dennoch wird genügend für uns alle zur Verfügung stehen, vermutlich sogar noch weit mehr. Und wenn wir nun am Altar die üppigen Erntedankgaben liegen sehen und uns draußen immer noch an einer im Überfluss blühenden, in allen Farben verschwenderischen Natur erfreuen dürfen, so haben wir doch allen Grund, nur eines zu spüren: tiefste Dankbarkeit.

Dankbarkeit unserem Schöpfer gegenüber, der so wunderbar für uns sorgt. Dankbarkeit, dass wir nicht hungern müssen, weder unsere Körper noch unsere Seelen. Denn wir können uns an den reichen Gaben satt essen und uns am letzten Aufbäumen der Natur in all ihren Farben und Früchten satt sehen. Um wieviel schöner ist unsere Freude und Dankbarkeit, wenn wir darin Gott sehen, ihm in dieser Dankbarkeit tief in unserem Herzen begegnen?

Wir wünschen Ihnen offene Augen und ein offenes Herz, genießen Sie die Gaben und Früchte, genießen Sie den Herbst in all seinen Farben und sehen Sie dabei in allem das Göttliche unseres Herrn – dann kommt wahre Dankbarkeit von Herzen.

Ihre
P. Jim, Pfarrvikar
mit Walter Hellauer, Pfarrer und Michaela Maier, Gemeindereferentin

PSALMEN

33 Ps 8 Die Herrlichkeit des Schöpfers
35 Ps 19 Lob der Schöpfung
37 Ps 23 Der Herr ist mein Hirt
40 Ps 36 Gott die Quelle des Lebens
45 Ps 65 Dank für Gottes Gaben
58 Ps 104 Ein Loblied auf den Schöpfer
70 Ps 127 Die Mühe des Menschen und der Segen Gottes
79 Ps 148 Danklied auf Gott, den Schöpfer und Herrn

LIEDER

186: Was uns die Erde Gutes spendet
187: Wir weihn der Erde Gaben
221: Kündet allen in der Not
385: Nun saget Dank und lobt den Herrn
381: Dein Lob, Herr, ruft der Himmel aus
392: Lobet den Herren, den mächtigen
405: Nun danket alle Gott
403: Nun danket all und bringet Ehr
411: Erde singe, dass es klinge
437: Meine engen Grenzen
451: Komm, Herr, segne uns
458: Selig seid ihr
468: Gott gab uns Atem
913: Preiset den Herrn, denn er ist gut

LITANEI

V: Für alle Werke Deiner Schöpfung.
A: Öffne mir die Augen.
V: Für das Blau des Himmels.
V: Für das Grün der Wälder.
V: Für das Braun unserer Mutter Erde.
V: Für alle Tiere dieses Planeten.
V: Für alle Pflanzen am Wegesrand.
V: Für die Quellen meines Weges.
V: Für Flüsse und Bäche unserer Erde.
V: Für alle Menschen dieser Erde.
V: Für die Quellen, die uns sauberes Wasser spenden.
A: Gott, wir danken Dir.
V: Für Bäche, Ströme und Meere.
V: Für die Bäume, Blumen, Gräser und alles, was blüht zu unserer Freude.
V: Für die unterschiedlichen Landschaften und Klimazonen auf unserer Welt, in der sich eine bunte biologische Vielfalt entwickelt hat.
V: Für die Nutztiere, die uns Nahrung spenden und Dienste leisten.
V: Für die Tiere der Wildnis, die das Ökosystem erhalten.
V: Für die Haustiere, die als Freunde unser Leben bereichern.

GEBET AUS INDONESIEN

Herr, ich sehe Schönheit in deinem Werk.
Die gesamte Schöpfung verkündet deinen Ruhm.

Die riesigen Berge, das tiefblaue Meer,
der klare Himmel, die grünen Felder,
der Regen, die
blühenden Blumen,
der fließende Bach,
die Schmetterlinge und Vögel,
sie alle loben dich,
o wunderbarer Herr der Schöpfung.

Du hast uns eine so schöne Welt geschenkt,
doch in unserer Unvollkommenheit
fehlen uns die Mittel und die Worte,
dir zu danken.

Aber du weißt, Herr,
was ganz tief in unserem
menschlichen Herzen ruht:

Es ist der Dank für all deine Gaben,
vor allem für die Gabe des Lebens,
durch das wir deine Schönheit
und Güte erfahren können.

Du hast die Welt so schön gemacht, Herr.
Amen.
(Aus Indonesien)

BITTGEBET

Guter Gott,
Deine Nähe suchen wir.

Wer darf Dein Gast sein?

Vielleicht jene, die trotz Rückschlägen versuchen,
sich für die Rechte der Unterdrückten einzusetzen.

Oder jene, die Dich in sich selber entdecken
im Hunger und Durst nach Gerechtigkeit.

Wer wird Deine Nähe erfahren?

Vielleicht jene, die sich umarmen und trösten lassen,
jene die sich zärtlich begegnen,
jene, die tanzen und feiern,
Brot und Wein teilen.

Da bist Du Gott
ganz nah.
(nach Pierre Stutz)

BETRACHTUNG

In Dir Gott
Ursprung allen Lebens
will ich mich neu verwurzeln
durch Dein Hoffnungswort
das aufrichtet und bestärkt
Du bist das Ziel meiner Suche nach Gerechtigkeit
wo die Würde eines jeden Menschen im Zentrum steht
weil Du jeden Menschen im Leben
und im Sterben beim Namen rufst
Du sinnstiftende Mitte
geheimnisvoll-nah
gegenwärtig
im Feiern und Staunen
lass uns das Leben in Dir
vertiefen und vollenden
(Pierre Stutz)

DANKSAGUNG

Mit jedem Atemzug will ich Dir danken für das Leben,
für Deine Schöpfung und für jede wohltuende Beziehung.

Mit jedem Atemzug will ich mir bewusst werden,
wie das Wesentliche im Leben ein Geschenk ist:
meine Willenskraft,
meine Hoffnung,
meine Liebe zu Mensch und Tier
und zu jedem Wesen,
meine Entfaltungsmöglichkeiten.

Mit jedem Atemzug will ich das Verbindende spüren mit allen Menschen guten Willens,
mit der Vielfalt aller lebensbejahenden Kulturen,
mit Dir, Gott, Schöpfer allen Lebens und Quelle aller Beziehungen.
(nach Pierre Stutz)

DANKGEBET

Wir danken Dir, Gott.
Denn wunderbar sind Deine Werke.

Die ganze Welt hast Du erschaffen:
Die Sonne gibt uns Licht und Wärme,
sie lässt das Korn und die Früchte reifen.

Blumen und Tiere, Wälder und Wiesen –
alles ist für uns da.
Danke Gott,
Amen

Liebe Besucher unserer Kirche, liebe Pfarrgemeinde,

auf der linken Seite nach der Kanzel finden sich in unserer Kirche die beiden Bistumsheiligen Wolfgang und Emmeram. Der Heilige Wolfgang wird von vielen Gläubigen gleich an der Kirche in der Hand erkannt. Doch wer der Heilige mit der Leiter ist, das ist schon schwieriger.

Der Heilige Emmeram war ein Wandermönch, der Mitte des 7. Jahrhunderts von Frankreich aus auf dem Weg nach Ungarn war. Sein Weg führte ihn über Regensburg. Der agilolfingische Herzog Theodo I. nahm Emmeram so wohlwollend auf, das dieser in Regensburg blieb.

Als die Tochter des Herzogs von einem Beamtensohn schwanger wurde, vertraute sie sich Emmeram an. Weil das junge Paar große Angst hatte, beschloss Emmeram, sich selbst als Vater des Kindes auszugeben. Dieses falsche Bekenntnis führte jedoch dazu, dass der Sohn des Herzogs Emmeram auf eine Leiter binden lies und ihn so folterte, dass er dabei starb.

Als der Herzog später die Wahrheit erfuhr, kümmerte er sich um ein Grab für Emmeram. Später fanden die Gebeine eine letzte Ruhestätte in der Kirche St. Emmeram.

Freiwillig eine Schuld auf sich zu nehmen, die eigentlich nicht meine Schuld ist. Einerseits kann man dazu sagen: So etwas ist dumm! Andererseits: Jesus hat mit seinem Kreuz genau dasselbe getan … Hätte ich als Christ auch diese Größe?

Michaela Maier, GR,
mit Pfr. Walter Hellauer und Pfarrvikar Pater Jim

Texte aus dem Gotteslob

Lieder
542 Ihr Freunde Gottes
543 Wohl denen
853 Wer glaubt, ist nie allein!

Andachten

556 Allerheiligen-Litanei
925 Heiligen-Litanei
936,6 Heiliger Emmeram

Psalmen

58 Lobe den Herrn
62 Der Name des Herrn sei gepriesen
67 Der Herr behütet dich
69 Der Herr hat Großes an uns getan
76 Der Herr ist nahe, allen, die ihn rufen

Stundengebet

651 Vesper an Heiligenfesten
659 Abendlob
667 Nachtgebet

Allgemeine Gebete

4 Rosenkranz: Die schmerzhaften Geheimnisse
Rosenkranz: Die trostreichen Geheimnisse
6 Gebete vor Gottes Angesicht
9, 1-3 Bitte und Dank
9,4+5 Hingabe
10,5 Heilige (Gebet zum Namenspatron)
11 Meine Zeit in Gottes Händen
22, 1-3 Für das pilgernde Volk Gottes

Am Gedenktag des Hl. Nikolaus von der Flüe, 25.09.

Jesus Christus, dich bitten wir:

1. Gib, dass sich Christen überall auf der Welt mit Verständnis begegnen.
A.: Herr, erhöre unser Gebet.
2. Bestärke die Politiker, für Recht und Frieden einzutreten.
3. Lass die Ehegatten, die sich auseinander gelebt haben, wieder zueinander finden.
4. Hilf, dass wir in der Unrast des Alltags Stille für das Gebet suchen.

Allmächtiger Gott, der heilige Einsiedler Niklaus wurde zum Ratgeber für viele Menschen. Auf seine Fürbitte lass uns den Weg zu dir erkennen durch Christus, unseren Herrn.
A.: Amen.
(nach: www.erzabtei-beuron.de/schott)

Zum Gedenktag der Engel Michael, Gabriel, Raphael 29.09.

Schutzengelgebet

Ich bitte Dich mein Schutzengel,
hilf mir mit Deiner göttlichen Kraft und Macht,
mit Deiner Liebe.

Bitte begleite mich durch schwere Zeiten,
sei bei mir und steh mir bei.

Bitte mein Engel hilf mir… (Wunsch oder Bitte).

Bitte, lieber Schutzengel, lass mich erkennen,
was Du mir sagen willst.

Lass mich zur richtigen Zeit das Richtige erkennen,
lass mich zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein,
die richtigen Personen treffen,
das Richtige sagen oder tun, dessen es bedarf.

Ich danke dir, mein Schutzengel, für deinen Beistand.
Amen.
(nach http://engelundwir.de/bitten-und-gebete.html)

Liebe Besucher unserer Kirche, liebe Pfarrgemeinde,

am 25. Juli feiern wir den Gedenktag des Hl. Jakobus, unsere Pfarrpatrons. Was bedeutet der Ausdruck „Gedenktag“ eigentlich?

Der Gedenktag eines Heiligen ist (mit wenigen Ausnahmen) in der Regel der Sterbetag eines Heiligen. Wir gedenken also am 25. Juli des Sterbetages des Hl. Jakobus. Und trotzdem feiern wir…

Das mag aufs Erste seltsam klingen. Der Tod eines Menschen ist doch nichts zu feiern. Warum also feiern?

Wir feiern deshalb, weil für uns Christen der Sterbetag zwar einerseits das Ende eines Lebens markiert, aber gleichzeitig beginnt für uns das neue, ewige Leben.

Der Sterbetag ist also gleichzeitig ein Geburtstag – und Geburtstage sind etwas zum Feiern! Wir feiern am Gedenktag eines Heiligen sein Leben bei Gott.

Und einer, der lebt, den kann man auch um etwas bitten. Daher können wir beten: Heiliger Jakobus, bitte für uns!

Es grüßt Sie ganz herzlich

Michaela Maier, GR,
mit Pfr. Dieter Zinecker und Pfarrvikar Pater Jim

Texte aus dem Gotteslob

Lieder

484 Dank sei dir, Vater
542 Ihr Freunde Gottes
543 Wohl denen
853 Wer glaubt, ist nie allein!
893 Der Himmel jauchze

Andachten

556 Allerheiligen-Litanei
925 Heiligen-Litanei

Psalmen

39 Kostet, kostet und seht
58 Lobe den Herrn
67 Der Herr behütet dich
76 Der Herr ist nahe, allen, die ihn rufen

Stundengebet

651 Vesper an Heiligenfesten
659 Abendlob
667 Nachtgebet

Allgemeine Gebete

4 Rosenkranz: Die lichtreichen Geheimnisse
Rosenkranz: Die trostreichen Geheimnisse
9 Bitte und Dank
10,5 Heilige (Gebet zum Namenspatron)
11 Meine Zeit in Gottes Händen

Fürbitten

Wir beten zum Herrn, der uns im Apostel Jakobus ein Vorbild im Leben und einen Freund im Sterben gegeben hat:
Christus höre uns: Christus, erhöre uns.

  • Bewahre die Gläubigen nach dem Beispiel des heiligen Jakobus in fester Treue zu dir.
  • Schenke allen Christen den Mut und die Kraft zu einem unerschrockenen Glaubenszeugnis für dich.
  • Gewähre dem Papst und den Bischöfen der ganzen Kirche, würdige Nachfolger der Apostel zu sein.
  • Gib den Missionaren überall auf der Welt Freude und Zuversicht bei ihrem apostolischen Dienst.
  • Verleihe allen, die sich zum Wohl ihrer Mitmenschen einsetzen, den Beistand deiner göttlichen Gnade.
  • Begleite uns selber auf dem Pilgerweg unseres Lebens mit deinem beständigen Schutz und Segen.

Gott und Herr, du bist uns Freund und Bruder, im Vertrauen auf die Fürsprache deines Apostels Jakobus haben wir uns im Gebet an dich gewandt. Dir sei auch unser Dank dargebracht in der Gewissheit, dass du voller Güte unsere Bitten erhören wirst.

Dich loben und preisen wir jetzt und in Ewigkeit.

Amen.

Segne du Jakobus

(Lied nach der Melodie: „Segne du, Maria“)

Segne, Sankt Jakobus, deine Pilgerschar,
die in deinen Spuren wandelt manches Jahr.
Lass uns auf den Wegen Gottes Weg verstehn.
Gib uns deinen Segen, wenn wir weiter gehn.

Segne, Sankt Jakobus unsere Schritte du.
Wenn den Weg wir fehlen, ruf das Ziel uns zu.
Schütz uns vor dem Unheil, vor des Bösen Wut
stets mit deinen Mantel, deinem Pilgerhut.

Segne, Sankt Jakobus manchen schweren Gang.
stärke uns und tröste, denn der Weg ist lang.
Ohne deine Hilfe schaffen wir es nicht.
Stille unsre Sehnsucht, führe uns ins Licht.

Wenn wir einmal sterben bleib auch dann uns treu,
dass des Lebens Fülle unsre Zukunft sei.
Mögst’ uns dort erkennen, und empfangen gern,
uns beim Namen nennen, führen uns zum Herrn.
(Nach: Elisabeth Alferink)

„Vor dir das Leben. Eine Ermutigung“
(Buchtitel von Paul Weismantel)

Liebe Besucher unserer Kirche, liebe Pfarrangehörige!

Sie kennen sicher den Ausspruch: „Da muss ich schauen, dass ich das möglichst schnell hinter mich bringe.“ Eine unangenehme Aufgabe, eine Woche, die sehr gefüllt ist, oder auch Begegnungen, denen ich lieber ausweichen möchte: Hinter mich bringen: Das heißt: Es ist dann für mich vorbei.

Vor dir das Leben: Ein Satz, der dem etwas entgegenstellt: Ich möchte nach vorne schauen: Was ist da alles da? Was habe ich für Möglichkeiten? Was kann ich entdecken, was bisher verborgen war: Bei mir, bei anderen, in der Welt, in der es so viel Schönes gibt, was ich nicht beachte, nicht in den Blick nehme.

Das Leben: Es soll nicht einfach vorbei sein. Ich will mein Leben füllen mit dem, was mir gut tut. Da sind viele Dinge dabei, die ich nicht bezahlen kann: Die Sonne, die mir ins Gesicht strahlt, ein Mensch, der mich überrascht und mir mit einem guten Wort eine Freude macht. Ein Spaziergang in einer schönen Gegend.

Vor dir das Leben: Diesen Satz könnte auch Gott zu mir sagen. Zum Leben gehört für mich auch das Deuten dieses Lebens: Ich beziehe mich auf Gott, ich stelle ihm Fragen, bekomme manchmal Antworten, ich ringe mit ihm, ich bedränge ihn mit meinen Anliegen, ich lobe ihn für die schönen Momente an einem Tag, in einer Woche.

Dazu passt ein Satz aus einem Gebet von Paul Weismantel: „Sich von Christus beschenken, erneuern und wandeln zu lassen, ist unser bleibendes A und O, Ursprung und Ziel zugleich“

Wir wünschen Ihnen, dass Sie frohe und erfüllte Tage voller Leben vor sich haben!

Ihre
Dieter Zinecker, Pfarrer
mit P. Jim, Pfarrvikar, und Michaela Maier, Gemeindereferentin

Das lebendige Brot

Gl 675,8 Jesus sagt: Ich bin das lebendige Brot

Psalmen

Gl 33 Die Herrlichkeit des Schöpfers
Gl 70 Die Mühe des Menschen und der Segen Gottes
Gl 71 Haussegen

Lieder – Geistsendung

Gl 378 Brot, das die Hoffnung nährt
Gl 383 Ich lobe meinen Gott, der aus der Tiefe mich holt
Gl 418 Befiehl du deine Wege
Gl 843 Beginne du all meine Tage

Mein Wunsch für dich

Ich wünsche dir Augen, mit denen du einem Menschen ins Herz schauen kannst und die nicht blind werden, aufmerksam zu sein für das, was er von dir braucht.
Ich wünsche dir Ohren, mit denen du auch Zwischentöne wahrnehmen kannst, und die nicht taub werden beim Horchen auf das, was das Glück und die Not des anderen ist.
Ich wünsche dir einen Mund, der das Unrecht beim Namen nennt, und der nicht verlegen ist um ein Wort des Trostes und der Liebe zur rechten Zeit.
(Kirche – vom Geist Gottes bewegt, Pilgerheft der Diözese Rottenburg- Stuttgart, S. 49)

Lass uns Gehende bleiben

Lass uns Gehende bleiben. Wir sind nie ganz zu Hause auf dieser Welt. Wenn wir pilgern, sind wir nie allein. Du gehst mit. Du bist dabei.
Wir sind unterwegs durch Dunkel und Nässe, unterwegs durch Nebel und Wolken, unterwegs oft ohne Weg, unterwegs oft ohne Ziel.
Wir sind Gehende. Wir sind Wanderer durch Raum und Zeit. Wir sind noch nicht ganz angekommen.
So wandere mit uns, Gott, und lehre uns das Gehen und das Suchen und das Finden.
(Dorothee Sölle, in: Kirche – vom Geist Gottes bewegt, Pilgerheft der Diözese Rottenburg- Stuttgart, S. 87)

Damit ihr Hoffnung habt

1.) Gott wurde wegen euch ein Mensch,
kam unter euch ans Licht,
Gott war als Mensch den Menschen nah,
und denen, die am Rande stehn,
steht Gott bis heute bei,

Kv: damit ihr Hoffnung habt,
damit ihr Hoffnung habt,
damit ihr Hoffnung habt,
damit ihr Hoffnung, Hoffnung habt.

2.) Gott lebte unter euch als Mensch,
gab Liebe ein Gesicht,
Gott war im Tod den Menschen nah,
und alle, die nichts sehn vor Leid,
sieht Gott auch heute an,
– Kv

3.) Gott nimmt dem Tod das letzte Wort
und lebt die Hoffnung aus,
Gott ist zum Glück den Menschen nah,
für alle, die nur Ende sehn,
macht Gott sich heute stark,
– Kv
(Thomas Laubach, in: gemeinsam weitergehen. Lieder und Gesänge zum 2. Ökumenischen Kirchentag, S. 17hg. vom 2. Ökumen. Kirchentag München e.V.)

Beginn der Ordensregel des Hl. Benedikt

1 Höre, mein Sohn, auf die Weisung des Meisters, neige das Ohr deines Herzens, nimm den Zuspruch des gütigen Vaters willig an und erfülle ihn durch die Tat!
2 So kehrst du durch die Mühe des Gehorsams zu dem zurück, den du durch die Trägheit des Ungehorsams verlassen hast.
6 Weil er Gutes in uns wirkt, müssen wir ihm jederzeit gehorchen.

Gebet um den Hl. Geist (Angela Beris)

Komm, Heiliger Geist, fackle nicht lange, zieh uns in deinen Bann.
Komm, Heiliger Geist, hauch uns an, entfache uns.
Komm, Heiliger Geist, lodere in uns.
Sei Kraft, die glüht, ohne zu verglühen.
Komm.

Fürbitten

Gott, deinen Sohn hast du in die Welt gesandt, damit er die Menschen anspricht und aufrichtet.
Dich bitten wir:

  • Gib uns offene Ohren, damit wir hören, was andere uns sagen wollen, und erkennen, was sie von uns brauchen. – Gott, unser Vater:
    A: Wir bitten dich, erhöre uns.
  • Gib uns offene Augen für unsere Nächsten, für alle, die bedrückt sind und sich nach Anerkennung und Zuwendung sehnen. – Gott …
  • Gib uns ein offenes Herz für alle Kranken und Einsamen, damit sie in uns Helfer und Nächste finden. – Gott …
  • Lass uns Zeiten und Orte finden, an denen wir zur Ruhe kommen können, über uns nachdenken und neue Kraft gewinnen. – Gott …
  • Höre auch unsere persönlichen Bitten, die wir jetzt in Stille vor dich tragen. – Gott …

Gott, bei dir ist gut sein.
Du willst, dass unser Leben gelingt und wir es einsetzen für unsere Mitmenschen.
Dich loben und preisen wir heute und in alle Ewigkeit.
Amen.

Zum Ausblick

gott segne deinen weg
die sicheren und die tastenden schritte
die einsamen und die begleiteten
die großen und die kleinen

gott segne dich auf deinem weg
mit atem über die nächste biegung hinaus
mit unermüdlicher hoffnung
die vom ziel singt, das sie nicht sieht
mit dem mut, stehenzubleiben
mit der kraft, weiterzugehen

gottes segen umhülle dich auf deinem weg
wie ein bergendes zelt
gottes segen nähre dich auf deinem weg
wie das brot und der wein
gottes segen leuchte dir auf deinem weg
wie das feuer in der nacht

geh im segen
und gesegnet bist du segen
wirst du segen
bist ein segen
wohin der weg dich auch führt
(Katja Süß, in: Kirche – vom Geist Gottes bewegt, Pilgerheft der Diözese Rottenburg- Stuttgart, S. 88)

„Er muss wachsen, ich aber muss abnehmen.“
(Jn 3,30)

Liebe Gläubige, liebe Kirchenbesucher,

wir feiern am 24. Juni die Geburt einer der Schlüsselfiguren des Neuen Testaments: Johannes der Täufer. Neben Jesus und der Gottesmutter ist er der einzige Heilige, dessen Geburt wir feiern. Johannes der Täufer kommt sechs Monate vor Jesus zur Welt. Er ist das Kind von Zacharias und Elisabeth, der Cousine von Maria, der Mutter Jesu. Seine Eltern waren bei der Geburt schon sehr alt. Deshalb auch wohl sein Name, der bedeutet: Gott ist gnädig. Weil Johannes sechs Monate älter ist als Jesus, ist der Johannistag genau ein halbes Jahr vor dem Heiligen Abend – am 24. Juni. Spätestens jetzt, da die längsten Tage des Jahres angebrochen sind, der Sommer also voll und rund ist, nimmt er auch schon wieder ab.

Mitten im vollen prallen Leben sozusagen nimmt er sich gleichsam schon wieder zurück. So, wie Johannes von sich selber sagt: Er muss wachsen, ich aber muss abnehmen.

Er bezeichnet sich selbst als Vorläufer, als Wegbereiter. In Johannes begegnen wir einem Menschen, der dazu in der Lage ist, den Platz bereitwillig für einen anderen, für Jesus zu räumen. Nur wenn ich von mir weg auf Ihn zeige, auf Jesus Christus, nur wenn ich bereit bin abzunehmen, damit Er wachsen kann – kann auch ich wachsen. So sollte auch die Kirche, so sollten wir sein. Christ sein leuchtet da am hellsten, wo Christen ihre eigentliche Aufgabe erfüllen: sich Christus zuwenden, indem wir Ihn loben und preisen, indem wir Ihn verkündigen, indem wir in der Zuwendung zum Mitmenschen sein Licht hinaustragen in die Welt. Wer dieses Licht in sich trägt, das Licht des Glaubens, der Hoffnung und der Liebe, trägt das wahre Geheimnis eines wahrhaft lichterfüllten Lebens.

Und so wünschen wir Ihnen in diesen lichtreichen, warmen Tagen, dass Sie nicht nur die Freude über das Leben, über die gerade wieder aufkommende Freiheit verspüren, sondern auch die Freude über Jesus. Denken Sie daran, wenn Sie Johanni feiern und zeigen Sie aus dieser Freude heraus, wie schön das Leben mit Christus sein kann.

Ihre
P. Jim, Pfarrvikar
mit Dieter Zinecker, Pfarrer und Michaela Maier, Gemeindereferentin

Gebet zum heiligen Johannes dem Täufer

Heiliger Johannes,
der Herr selber nennt dich den größten Propheten.

Groß bist du wegen der Wunder,
die deine Empfängnis und Geburt begleiten,
groß als demütiger Vorläufer und Wegbereiter des Messias,
groß als unerschrockener Bußprediger,
groß in deinem Martertod.

Wir bitten dich:

Erflehe auch uns aufrichtige Demut und Opferbereitschaft
im Dienste des Herrn.

Hilf uns erkennen,
dass auch heute wieder die Axt an den Stamm gelegt ist
und dass jeder Baum, der nicht gute Früchte bringt,
umgehauen und ins Feuer geworfen wird.

Rufe uns auf zur Buße,
damit wir uns von der Sünde abkehren
und mit ganzem Herzen dem Herrn zuwenden.

Allmächtiger Gott,
du hast den heiligen Johannes den Täufer berufen,
deinem Sohn im Leben und im Tod voranzugehen
und für Recht und Wahrheit Zeugnis zu geben.

Gib auch uns die Kraft,
für den Anspruch deiner Lehre unerschrocken einzutreten.

Darum bitten wir durch Jesus Christus.
Amen.
(aus: Manuale. Gebete – Gedanken – Geschichte. Handreichung des Deutschen Subpriorats des Hl. Michael im SMRO)

Altes Gebet zum hl. Johannes dem Täufer

Heiliger Johannes der Täufer,
lasse Dich gnädig herab,
aus der Höhe des Himmels
einen Blick des Erbarmens
auf uns arme Sünder
zu werfen, die zu Dir beten.

Erleuchte uns mit dem hellen Licht,
welches Du auf das Beispiel
Deiner Tugend in der Welt
verbreitet hast.

Bitte für uns, dass alle Deine Tugenden
in unserer Seele eindringen,
damit sie uns während unseres Lebens
Dir näher bringen und uns in der
Stunde unseres Todes eine Hoffnung
auf die Gemeinschaft
der Auserwählten verleihen.
Amen.

Fürbitten

Herr Jesus Christus, einst gekommen, um die Verheißungen der Propheten zu erfüllen, du wirst kommen, um herrlich zu vollenden, was du im Verborgenen begonnen hast.

Wir rufen dich an:

  • Die Geburt Johannes des Täufers zeigt, dass Gott unsere menschlichen Grenzen mit seiner Schöpferkraft überwindet. Lasst uns für alle beten, die auf Gottes liebendes Eingreifen hoffen: für die Menschen, die in Sorge für ihre Nächsten leben, die unheilbar krank sind, die trauern, die ihre Lebensträume in Gefahr sehen, die verzweifelt vor den Trümmern ihres Lebens stehen.
    Wir rufen zu Gott: Höre unsere Bitten!
  • Johannes der Täufer hat die Menschen zur Umkehr gerufen. Lasst uns darum beten, dass wir Menschen die Wege des Todes verlassen. Lasst uns darum beten, dass die Mächtigen ihre Verantwortung für das Wohl der ihnen Anvertrauten wahrnehmen. Lasst uns darum beten, dass wir uns dem Frieden Christi öffnen und in Gerechtigkeit miteinander leben.
    Wir rufen zu Gott: Höre unsere Bitten!
  • Johannes der Täufer kündigte das Kommen Jesu an und musste für sein Zeugnis leiden. Lasst uns für alle beten, die wegen ihres Glaubens verfolgt werden. Lasst uns darum beten, dass wir aufmerksam werden für die Gegenwart Christi. Lasst uns darum beten, dass die Kirche auf Christus hinweist, so wie es Johannes tat.
    Wir rufen zu Gott: Höre unsere Bitten!

Durch deine herzliche Barmherzigkeit, Gott, wird uns das aufgehende Licht aus der Höhe besuchen. Darum bitten wir: Erscheine uns, denn wir sitzen in Finsternis und Schatten des Todes. Erscheine uns und segne uns durch deine Gegenwart in Jesus Christus, unserm Herrn.

Lied

Melodie: „Kommt herbei, singt dem Herrn“ (GL 140)

Vorläufer sein, fremd und allein,
Zeichen am Weg, aber nicht das Ziel,
Kommendes sehn, Wüsten begehn,
Läufer, nicht König im großen Spiel:
dazu rief der Herr der Welten
dich, Johannes, in seinen Dienst,
und du ließest sein Wort gelten,
als du mahnend am Fluss erschienst.

Vorläufer sein, machtlos und klein
vor dem, der handelt an Gottes statt,
nur ein Prophet, der wieder geht,
wenn er den Auftrag beendet hat:
unbeirrter Wüstenrufer,
treu erfülltest du deinen Teil,
tauftest dort am Jordanufer
und bezeugtest das nahe Heil.

Vorläufer sein, Gott lädt euch ein,
werdet Propheten mit Wort und Tat!
Gebt, was ihr seid, ihm, der befreit,
er braucht zur Ernte auch eure Saat.
Dieser Ruf geht um die Erde –
du, Johannes, bist sein Gesicht.
Mit prophetischer Gebärde
zeig uns Christus, das wahre Licht!
8Peter Gerloff9

Aus dem Gotteslob

GL 384 Benedictuslied – Hoch sei gepriesen unser Gott
GL 617,2 Lobgesang des Zacharias- Gepriesen sei der Herr, der Gott..
GL 676,7 Andacht- Taufe
Lk 1, 68-79 Schriftstelle

Liebe Besucher unserer Kirche, liebe Pfarrgemeinde,

am 05. Juni feiern wird den Gedenktag des Heiligen Bonifatius, den wir auch den „Apostel der Deutschen“ nennen. Als Missionar war er zunächst in Frankreich sehr aktiv. Später wurde er Missionserzbischof für Germanien. Als rühriger Missionar gründete er um das Jahr 739 zahlreiche Bistümer oder organisierte sie neu.

Was hat ihn angetrieben? Ich denke diesen Antrieb könnte man mit den Worten aus dem Emmaus-Evangelium gut beschreiben: Ihm brannte das Herz.

Er musste, ja er konnte nicht anders, als den Glauben zu verbreiten. Wie oft wird er dabei auf taube Ohren gestoßen sein? Wie oft wird man ihm mit Abwehr begegnet sein? Wie viele Anläufe wird er gebraucht haben, um tatsächlich einmal Erfolg zu haben?

Bonifatius muss wohl nicht nur ein vom Glauben sehr überzeugter Mensch gewesen sein. Er muss über eine unglaubliche Hartnäckigkeit verfügt haben, um die Kirche in Deutschland fest zu etablieren.

Und so stellt sich für mich in Zeiten, in der viel in der Kirche im Umbruch ist, in der man über neue Wege nachdenkt, in der manche sich an Traditionen festklammern, die Frage: Was würde Bonifatius heute zu uns und zur Kirche von Deutschland sagen?

Es grüßt Sie ganz herzlich

Michaela Maier, GR,
mit Pfr. Dieter Zinecker und Pfarrvikar Pater Jim

Lieder

392 Lobe den Herren
816 Wir beten an
818 Deinem Heiland, deinen Lehrer

Andachten

564 Herz-Jesu-Litanei
923 Jesus-Litanei

Andachten für Fronleichnam

924 Litanei vom Heiligsten Sakrament
675, 6-9 Zu seinem Gedächtnis
676, 1-3 Wahre Speise

Stundengebet

653 Vesper von der Kirche
659 Abendlob
667 Nachtgebet

Allgemeine Gebete

4 Rosenkranz: Die lichtreichen Geheimnisse
Rosenkranz: Die trostreichen Geheimnisse
6 Vor Gottes Angesicht
8 Lobpreis
11 Meine Zeit in Gottes Händen

Gebet des Hl. Bonifatius

Ewiger Gott,
Zuflucht und Hilfe all deiner Kinder,
wir preisen dich für alles, was du uns gegeben hast,
für alles, was du für uns getan hast,
für alles, was du für uns bist.
In unserer Schwäche bist du unsere Kraft;
in unserer Finsternis bist du unser Licht;
in unserm Kummer bist du unser Trost und unser Friede.
Wir können deine Gnade nicht messen.
Wir können deine Liebe nicht loten.
Sei gesegnet für all deinen Segen.
Lass uns so leben, als seien wir bei dir,
und die Dinge lieben, die du liebst,
und dir in unserem täglichen Leben dienen
durch Jesus Christus, unseren Herrn.

Fürbitten

Beten wir zu Gott, der uns in Jesus Christus sendet, um seine Frohbotschaft in die Welt zu tragen:
• Für alle, die nach Glück und Sinn suchen, dass ihnen Menschen begegnen, die bereit sind, ihnen im Geiste Christi einen möglichen Weg zu weisen. Gott, unser Vater:
• Für jene, die im Dienste Gottes und der Kirche die Frohbotschaft verkünden. Gib ihnen Mut und Überzeugungskraft, und hilf ihnen, dass das, was sie verkünden und leben, übereinstimmt.
• Für die Armen und Zerschlagenen, für die Kranken und Verzweifelten, und für die Sterbenden: dass sie Kraft finden in deinem Wort.
• Für die Menschen in den Kriegsgebieten der Welt: dass sie Wege des Friedens und der Versöhnung finden.
• Für uns selbst: dass wir uns von Gottes Wort leiten lassen und den Mut haben, uns als Christen zu bekennen.

Guter Gott, du rufst uns, damit wir Zeugnis geben von unserem Glauben.
Für diesen Dienst stärkst du uns durch deinen Heiligen Geist.
Dafür danken wir dir, jetzt und in Ewigkeit.

Fronleichnam – Woher kommt dieses Fest?

Es war einmal ein Mädchen das Juliana hieß. Sie lebte vor etwa 800 Jahren. Da ihre Eltern früh gestorben waren, wuchs Juliana in einem Kloster auf. Im Alter von 14 Jahren wurde sie selbst Ordensfrau.

Eines Tages betete sie. Da sah sie plötzlich das Bild eines Mondes vor sich. Dieser Mond hatte einen merkwürdigen schwarzen Flecken. Ab diesem Zeitpunkt sah Juliana beim Beten immer wieder dieses Bild vor sich. Sie machte sich Gedanken, was ihr dieses Bild sagen wollte. Eines Tages aber verstand sie es plötzlich: Dieser Mond ist wie ein Kalender mit allen Festen der Kirche. Dort wo der Kalender einen schwarzen Flecken hat, fehlt ein Fest. Nämlich ein Fest, an dem man das Heilige Brot, den Leib Christi, verehrt.

Zuerst erzählte Juliana niemand davon. Aber später traute sie sich doch, darüber zu sprechen. Aber zunächst nahm sie niemand ernst. Sie wurde nur ausgelacht.

Juliana gab nicht auf. Irgendwann schaffte sie es, ihre Idee durchzusetzen. Das Fest zur besonderen Verehrung des Leibes Jesu wurde im Jahr 1246 erstmals gefeiert. Dieses Fest kennen wir heute unter dem Namen „Fronleichnam“. Darin stecken die alten deutschen Wörter: Vron = heilig und Lichnam = lebendiger Leib.

18 Jahre später wurde als Datum für das Fest der zweite Donnerstag nach Pfingsten festgelegt. Nun wurde es von allen Christen gefeiert.

(Text: Michaela Maier)

„Es kommt der Heilige Geist und bringt …“
Volksmund

Liebe Besucher unserer Kirche, liebe Pfarrangehörige!

„An Weihnachten bringt das Christkind Geschenke, an Ostern der Hase seinen bunten Eier – an Pfingsten kommt der Heilige Geist und der bringt nichts.“ – Ich habe geschmunzelt, als ich diesen Satz gelesen habe. Mit den anderen Hochfesten verbinden wir gleich etwas, mit dem Pfingstfest tun wir uns schwer.

Die Apostelgeschichte verwendet Bilder: Ein Brausen, ein heftiger Sturm, Zungen wie von Feuer, die Apostel begannen, in anderen Sprachen zu reden. – Die Sache Jesu muss weitergehen, sie kann nicht mit der Auferstehung oder Himmelfahrt enden. Dazu braucht es für die Jünger einen Anstoß, eine Kraft, die größer ist als die von uns Menschen. Es gibt eine gute Zukunft für die, die den verloren haben, um den sich ihr Leben gedreht hat.

Was bringt mir Pfingsten? Dass ich wieder entdecke, wo meine Kraft herkommt: Tatsächlich „von oben.“ Und sie ist nicht machbar, planbar: Sie ist ein Geschenk für mich. Das tut mir gut, wenn ich mir das wieder sagen lasse: Da kommt eine Dynamik in mein Leben und weht mich heraus aus meiner Enge und Lethargie.

„Gott, wir sind ein Teil dieser Welt und wir haben einen Auftrag für diese Welt. Denn Jesus Christus hat uns gesandt, dass wir durch unser Engagement seine Liebe zur Welt bezeugen. Hilf uns, dass wir an dem Ort, an den du uns gestellt hast, glaubwürdige Botschafterinnen und Botschafter seiner Liebe sein können. – Amen.“
(aus: Renovabis Pfingstnovene, S. 57)

Das ist unser österlicher Glaube: Es kommt von oben herab der, den wir brauchen, und der uns hilft, in Glaube, Hoffnung, Zuversicht und Liebe zu leben.

Ihnen ein frohes und erfülltes Pfingstfest!

Ihre
Dieter Zinecker, Pfarrer
mit P. Jim, Pfarrvikar, und Michaela Maier, Gemeindereferentin

Pfingst-Andacht

Gl 675,5 Gottes Geist, der die Kirche zusammenführt und eint

Vesper vom Heiligen Geist

Gl 347 Der Geist des Herrn erfüllt das All
Gl 645 + 646 Sende aus deinen Geist und das Antlitz der Erde wird neu

Lieder – Geistsendung

Gl 346 Atme in uns, Heiliger Geist
Gl 351 Komm, Schöpfer Geist kehr bei uns ein
Gl 796 Komm, Heilger Geist, mit deiner Kraft
Gl 800 O komm herab, du Heiliger Geist

O Heiliger Geist

O Heiliger Geist, du Liebe des Vaters und des Sohnes,
gib mir immer ein, was ich denken soll.
Gib mir immer ein, was ich sagen soll und wie ich es sagen soll.
Gib mir ein, was ich verschweigen soll und wie ich mich dabei verhalten soll.
Gib mir ein, was ich zur Ehre Gottes, zum Wohl der Seelen und zu meiner eigenen Heiligung tun soll.
(Papst Johannes Paul II.)

Gebet für die Erde

Allmächtiger Gott, der du in der Weite des Alls gegenwärtig bist und im kleinsten deiner Geschöpfe, der du alles, was existiert, mit deiner Zärtlichkeit umschließt, gieße uns die Kraft deiner Liebe ein, damit wir das Leben und die Schönheit hüten. Überflute uns mit Frieden, damit wir als Brüder und Schwestern leben und niemandem schaden.
Gott der Armen, hilf uns, die Verlassenen und Vergessenen dieser Erde, die so wertvoll sind in deinen Augen, zu retten.
Heile unser Leben, damit wir Beschützer der Welt sind und nicht Räuber, damit wir Schönheit säen und nicht Verseuchung und Zerstörung. Rühre die Herzen derer an, die nur Gewinn suchen auf Kosten der Armen und der Erde. Lehre uns, den Wert von allen Dingen zu entdecken und voll Bewunderung zu betrachten; zu erkennen, dass wir zutiefst verbunden sind mit allen Geschöpfen auf unserem Weg zu deinem unendlichen Licht.
Danke, dass du alle Tage bei uns bist. Ermutige uns bitte in unserem Kampf für Gerechtigkeit, Liebe und Frieden. – Amen.
(Papst Franziskus, in: Renovabis Aktionsheft 2021, S. 19)

Vater unser

Wenn wir das Vater unser in Bezug auf unsere Schöpfungsverantwortung beten, dann könnte das so klingen:
Vater unser, Gott, Schöpfer der Welt und aller Dinge,
Liebhaber des Lebens und Freund der Menschen,
dein Atem belebt und beseelt alles, was ist.
Dein Name werde geheiligt durch alles, was lebt.
Dein Reich verwirkliche sich in allem, was geschieht.
Dein Wille werde spürbar in unserem Handeln.
Tägliches Brot schenke allen Menschen
von unserer Mutter Erde.
Vergib uns unsere Schuld, deine Schöpfung auszubeuten, in dem Maße, in dem wir bereit sind, umzukehren
und unseren Lebensstil zu verändern.
Und führe uns in der Versuchung, uns selbst als Schöpfer aufzuspielen, sondern lass uns unsere Geschöpflichkeit annehmen.
Denn dein ist die Zukunft, alle Energie und Vollkommenheit, heute und bis sich unser Leben vollendet in dir.
(Stefan Federbusch, in: Renovabis Aktionsheft 2021, S. 18)

Fürbitten

Gepriesen sei Gott, der Schöpfer der Welt, der uns seine Schöpfung geschenkt und anvertraut hat. Zu ihm kommen wir mit unseren Bitten und Anliegen:
– Stärke in allen Menschen das Bewusstsein, dass sie Mitverantwortung tragen für den Erhalt und das Weiterbestehen deiner Schöpfung. Gott unser Vater.
A: Wir bitten dich, erhöre uns.
– Schenk den Verantwortlichen in Politik und Kirche Kraft und Mut sich dafür einzusetzen, dass unsere Umwelt vor weiterer Zerstörung bewahrt bleibt. – Gott …
– Öffne unsere Augen für die Schönheit deiner Schöpfung und für die Not des Lebens – über alle nationalen, kulturellen und sozialen Grenzen hinweg.
– Hilf allen, die durch die Folgen von Umweltzerstörung krank an Leib und Seele geworden sind: Schenke ihnen Lebenskraft und Lebensmut und Menschen, die sich mitfühlend und tatkräftig an ihre Seite stellen.
– Höre auch unsere persönlichen Bitten, die wir jetzt in Stille vor dich tragen.
Guter Gott, dein Schöpfergeist wirkt in der Welt. Du schenkst uns Kraft zum Handeln durch Jesus, unseren Bruder und Herrn. Amen
(nach: Renovabis Aktionsheft 2021, S. 7)

Segensgebet

Der Herr, der unsere Erde und uns Menschen als seine Ebenbilder erschaffen hat,
segne euch, für all die großen und kleinen Aufgaben, die auf dich warten in der Herausforderung, unsere Welt gerechter zu gestalten,
und behüte euch vor der leichtfertigen Ausrede, allein könne man doch nichts bewirken.
Der Herr lasse sein Angesicht über euch leuchten und über all denen, die hungern und dürsten nach Gerechtigkeit,
und sei euch gnädig,
weil er in jeder deiner Handlungen den guten Willen erkennt.
Der Herr wende sein Angesicht euch zu,
so hast du all das, was du für die nächste Zeit brauchst
und gebe euch Frieden als Maßstab deines Handelns und als Geschenk: für dich und für alle Menschen dieser Erde. Mögen wir so Gottes Schöpfung bewahren, mit Seiner und mit deiner Hilfe – damit alle leben können!
Das gewähre euch der lebenspendende Gott, der Vater und der Sohn und der Heilige Geist. – Amen.
(Renovabis Aktionsheft 2021, S. 9)

„Maria ist immer die Straße, die zu Christus führt.
Jede Begegnung mit ihr wird notwendig zu einer Begegnung mit Christus.“
(Papst Paul VI., Enzyklika „Mense Maio“)

Liebe Gläubige, liebe Kirchenbesucher,

Wir sind nun in dem für viele Menschen schönsten Monat des Jahres angekommen: dem Mai. In diesem Monat ist es, als ob die Natur mit Macht und aller Fülle, die sie hat, nach außen bricht. Allerorts entspringt neues Leben. Kein Wunder, dass der Mai auch der Monat der Marienverehrung ist. Die Gottesmutter ist schließlich ein Inbegriff des wachsenden Lebens. Sie hat Gottes Sohn geboren, der den Tod besiegt hat und steht somit wie der Mai für den Neuanfang.

Maria war ein Mensch wie wir alle. Auch sie musste um ihren Glauben ringen. Aber sie hatte die Gabe zuzuhören, nachzudenken und zu vertrauen. Sie hat ihr Leben in Gott festgemacht. So wurde sie ein Zeichen der Hoffnung, des Vertrauens und der Freude. Aus dieser Verehrung heraus feiern wir die Maiandachten.

Im Rosenkranzgebet bitten wir Maria um ihre Fürsprache bei Gott. Und was wären diese Andachten ohne die wunderbaren Marienlieder, die wir singen? Eines davon ist: „Maria, Maienkönigin, dich will der Mai begrüßen“. Nicht nur der Mai, sondern auch wir wollen Dich grüßen. Denn wir wissen, dass dein Mutterherz allen geöffnet ist, die in Not sind und der Hilfe bedürfen. So kommen auch wir in diesen Tagen der Corona Krise mit unserer Unsicherheit vor der Zukunft und dem Vertrauen, auf dich du Helferin in unseren Nöten.

Wir alle wünschen Ihnen einen gesegneten Wonnemonat Mai, in dem nicht nur die Natur, sondern auch unsere Herzen und unsere Lebensfreude wieder aufblühen. Und möge uns die Gottesmutter gerade jetzt, in dieser Zeit, eine treue Fürsprecherin bei Gott sein.

Ihr
P. Jim, Pfarrvikar
mit Dieter Zinecker, Pfarrer und Michaela Maier, Gemeindereferentin

Gebet von Papst Franziskus an Maria zum Monat Mai

In dieser dramatischen Situation voll von Leiden und Ängsten, welche die ganze Welt bedrücken, wenden wir uns an dich, o Mutter Gottes und unsere Mutter, und suchen Zuflucht unter deinem Schutz und Schirm.

Jungfrau Maria, in dieser Pandemie des Coronavirus wende deine barmherzigen Augen uns zu und tröste alle, die um ihre verstorbenen Angehörigen trauern und weinen, die zuweilen in einer die Seele verletzenden Weise beerdigt wurden. Stütze alle, die sich um die Kranken ängstigen, denen sie wegen der Ansteckungsgefahr nicht nahe sein können. Schenke Zuversicht denen, die wegen der ungewissen Zukunft und der Auswirkungen auf Wirtschaft und Arbeit in Sorge sind.

Mutter Gottes und unsere Mutter, erflehe für uns bei Gott, dem barmherzigen Vater, dass diese harte Prüfung ein Ende habe und am Horizont wieder Hoffnung und Friede erscheine. Wie zu Kana trete bei deinem göttlichen Sohn für uns ein, dass die Familien der Kranken und der Verstorbenen getröstet werden und sie im Herzen wieder Vertrauen fassen können.

Beschütze die Ärzte, die Krankenschwestern und –pfleger, die im Gesundheitswesen Tätigen und die Freiwilligen, die in dieser Notsituation an vorderster Front kämpfen und ihr Leben riskieren, um das anderer zu retten. Begleite ihr heroisches Bemühen und gib ihnen Kraft, Güte und Gesundheit.

Sei du bei denen, die Tag und Nacht die Kranken pflegen, und hilf den Priestern, die mit seelsorgerischem Eifer und einem dem Evangelium entsprechenden Einsatz versuchen, allen zu helfen und eine Stütze zu sein.

Heilige Jungfrau Maria, erleuchte den Verstand der Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen, auf dass sie geeignete Lösungen zur Bekämpfung des Virus finden.

Stehe den Verantwortlichen der Nationen bei, dass sie Weisheit, Fürsorge und Großmut walten lassen und mit Weitblick und im Geist der Solidarität durch soziale und wirtschaftliche Programme all denen zur Hilfe kommen, denen das Nötige zum Leben fehlt.

Heilige Maria, rühre die Gewissen an, damit die Unsummen für die Vermehrung immer ausgeklügelterer Waffensysteme vielmehr einer angemessenen Forschung zur künftigen Vermeidung ähnlicher Katastrophen zugutekommen.

O geliebte Mutter, lass in der Welt das Zugehörigkeitsgefühl zu der einen großen Familie wachsen im Bewusstsein des Bandes, das uns alle eint, damit wir in geschwisterlichem und solidarischem Geiste der vielfachen Armut und den Situationen des Elends Abhilfe leisten. Stärke uns, damit wir feststehen im Glauben, Ausdauer haben im Dienen und beharrlich sind im Beten.

O Maria, Trösterin der Betrübten, nimm deine geplagten Kinder in den Arm und erwirke bei Gott, dass er in seiner Allmacht eingreife, um uns von dieser schrecklichen Epidemie zu befreien, damit das Leben unbeschwert wieder seinen normalen Gang aufnehmen kann.

Dir vertrauen wir uns an, die du auf unserem Weg als Zeichen des Heils und der Hoffnung erstrahlst. O gütige, o milde, o süße Jungfrau Maria.
Amen.

Heilige Maria, Mutter Gottes,

du hast der Welt
das wahre Licht geschenkt,
Jesus, deinen Sohn – Gottes Sohn.

Du hast dich ganz
dem Ruf Gottes überantwortet und
bist so zum Quell der Güte geworden
die aus ihm strömt.

Zeige uns Jesus.
Führe uns zu ihm.

Lehre uns ihn kennen
und ihn lieben,
damit auch wir selbst
wahrhaft Liebende
und Quelle lebendigen Wassers
werden können
inmitten einer dürstenden Welt.

Papst Benedikt XVI, Enzyklika Deus Caritas Est

Hilf, Maria, es ist Zeit,

hilf, Mutter der Barmherzigkeit!

Du bist mächtig, uns aus Nöten
und Gefahren zu erretten.

Denn wo Menschenhilf‘ gebricht,
mangelt doch die Deine nicht.

Nein, Du kannst das heiße Flehen
deiner Kinder nicht verschmähen.

Zeige, dass Du Mutter bist,
wo die Not am größten ist!

Hilf, Maria, es ist Zeit,
hilf, Mutter der Barmherzigkeit! Amen!

Ich gehe, wenn ich traurig bin,

zur lieben Mutter Gottes hin
und alles Leid und allen Schmerz
vertrau’ ich ihrem Mutterherz.

Der Sohn in seiner Leidensnacht
hat sie als Mutter uns vermacht.
Uns helfen ist ihr Mutterpflicht.
Maria, sie vergisst uns nicht.

Manch’ Herz ist an Erbarmen reich,
doch ihrem Herz ist keines gleich.

Des Kindes Leid, des Kindes Schmerz
fühlt nur so recht ihr Mutterherz.

Drum geh‘, hast du betrübten Sinn,
nur gleich zur Mutter Gottes hin,
und alles Leid und allen Schmerz
erzähle ihrem Mutterherz!

Und sie, die Mutter-Königin
verschafft dir wieder heit’ren Sinn.

Drum felsenfest dich ihr vertrau.
Sie ist ja unsre liebe Frau.

Amen!

Das „Memorare“ des heiligen Bernhard von Clairvaux

Gedenke, o gütigste Jungfrau Maria, dass es nie erhört worden ist, dass jemand, der zu Dir seine Zuflucht genommen, Deine Hilfe angerufen, um Deine Fürsprache gefleht, von Dir sei verlassen worden. Von solchem Vertrauen erfüllt, nehme ich meine Zuflucht zu Dir, o Mutter, Jungfrau der Jungfrauen, zu Dir komme ich, vor Dir stehe ich seufzend als elender Sünder. O Mutter des ewigen Wortes wolle meine Worte nicht verschmähen, sondern höre mich gnädig an und erhöre mich.

Amen!

Aus dem Gotteslob

Engel des Herrn GL 3,6
Unter deinen Schutz und Schirm (Das älteste Mariengebet) GL 5,7
Sei gegrüßt, o Königin GL 10,1
Der Rosenkranz GL 4
Marienlieder GL 520- 537
Lauretanische Litanei GL 566
Andacht „Maria“ GL 676,4
Magnificat GL 631,4
Vesper an Marienfesten GL 649

Liebe Besucher unserer Kirche, liebe Pfarrgemeinde,

am 21. April feiern wir den Gedenktag des Hl. Bruder Konrad von Parzham. Konrad war 41 Jahre lang Pförtner im Kloster der Kapuziner von Altötting. Dort hat er für Wanderer und Arme viel Gutes getan. Seine bekanntesten Worte waren: „In Gottes Namen!“ Konrad starb am 21. April 1894.

Wenn wir heute „In Gottes Namen!“ sagen, dann hat das oft einen eher angestrengten Unterton. Wir sagen es, wenn wir eigentlich schon nicht mehr können oder wollen.

Bei Bruder Konrad hatte dieser Satz sicher eine andere Bedeutung. Zum einen: Er hat alles, was er tat, zur Ehre Gottes getan. Zum anderen war ihm bewusst: Gott ist da. In allem und jedem.

Vielleicht wäre es eine gute Übung für jeden von uns, den Tag mit den Worten des Heiligen Konrad zu beginnen: „In Gottes Namen!“ – und in dem Bewusstsein, dass wir als Christen aufgerufen sind, uns jeden Tag neu in den Dienst Gottes zu stellen.

Herzliche Grüße
Michaela Maier, GR,
Dieter Zinecker, Pfr.,
Pater Jim, Pfarrvikar

Lieder

326 Wir wollen alle fröhlich sein
790 Halleluja lasst uns singen
791 Der Heiland erstand
455 Alles meinem Gott zu Ehren
542 Ihr Freunde Gottes
543 Wohl denen, die da wandeln

Andachten

675,1 Erwartung
675,4 Auferstehung
680,9 Wiederkunft

Stundengebet

624 Laudes in der Osterzeit
641-644 Vesper in der Osterzeit
659 Abendlob
662-665 Komplet

Psalmen

31 Selig der Mensch
33 Herr, unser Herrscher
36 Auf dich haben unsere Väter vertraut
46 Lass dein Angesicht über uns leuchten
50 Unsere Tage zu zählen

Allgemeine Gebete

4 Rosenkranz: Die glorreichen Geheimnisse
6 Vor Gottes Angesicht
8 Lobpreis
11 Meine Zeit in Gottes Händen

Bruder-Konrad-Litanei

Herr, erbarme dich unser.
Christus, erbarme dich unser
Herr, erbarme dich unser.

Christus höre uns – Christus, erhöre uns
Gott Vater vom Himmel – erbarme dich unser
Gott Sohn, Erlöser der Welt – erbarme …
Gott Heiliger Geist – …
Heiligste Dreifaltigkeit, ein einiger Gott

Heilige Maria – bitte für uns
Heiliger Franziskus von Assisi
Heiliger Konrad von Parzham
Du treuer Diener der Kirche
Du Vorbild der gotterfüllten Arbeit
Du Spiegel der Geduld und Sanftmut
Du Muster des Gehorsams und der vollkommenen Armut
Du Abgrund an Demut und Bescheidenheit
Du Meister der Gottesliebe und des inneren Gebetes
Du inniger Verehrer der lieben Gottesmutter
Du eifriger Apostel an der Klosterpforte zu Altötting
Du väterlicher Freund der Kinder
Du edler Wohltäter der Armen
Du geduldiger Tröster der Betrübten
Du barmherziger Fürsprecher für die Sünder
Du nimmermüder Helfer des Volkes
Heiliger Konrad, du mächtiger Fürsprecher am Throne Gottes

Lamm Gottes, du nimmst hinweg die Sünden der Welt – verschone uns, o Herr.
Lamm Gottes, du nimmst hinweg die Sünden der Welt – erhöre uns, o Herr.
Lamm Gottes, du nimmst hinweg die Sünden der Welt – erbarme dich unser.

Fürbitten

Jesus Christus, der sich der verstoßenen Menschen annahm, bitten wir:
1. Für alle Christen: schenke ihnen deine Liebe. Herr, erbarme dich. Christus, erbarme dich.
2. Für die Politiker: hilf, dass ihre Maßnahmen auch den Notleidenden zugutekommen. Herr, erbarme dich. Christus, erbarme dich.
3. Für die im Leben Gescheiterten: lass sie geduldige und gütige Helfer finden. Herr, erbarme dich. Christus, erbarme dich.
4. Für unsere Gemeinde: bewahre uns davor, Notleidenden gleichgültig zu begegnen. Herr, erbarme dich. Christus, erbarme dich.

Barmherziger Gott, durch den heiligen Konrad von Parzham haben die Armen deine Liebe erfahren. Lass auch uns nicht müde werden, allen Gutes zu tun durch Christus, unseren Herrn.
A.: Amen.

Vaterunser

Gegrüßest seist du Maria

Gebet

Gott,
du hast den heiligen Bruder Konrad
zum Dienst an den Wallfahrern
und Notleidenden berufen.
Mache auch uns bereit,
in Geduld und Güte denen zu begegnen,
die auf unsere Hilfe warten.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.

Ehre sei dem Vater…