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„Er muss wachsen, ich aber muss abnehmen.“
(Jn 3,30)

Liebe Gläubige, liebe Kirchenbesucher,

wir feiern am 24. Juni die Geburt einer der Schlüsselfiguren des Neuen Testaments: Johannes der Täufer. Neben Jesus und der Gottesmutter ist er der einzige Heilige, dessen Geburt wir feiern. Johannes der Täufer kommt sechs Monate vor Jesus zur Welt. Er ist das Kind von Zacharias und Elisabeth, der Cousine von Maria, der Mutter Jesu. Seine Eltern waren bei der Geburt schon sehr alt. Deshalb auch wohl sein Name, der bedeutet: Gott ist gnädig. Weil Johannes sechs Monate älter ist als Jesus, ist der Johannistag genau ein halbes Jahr vor dem Heiligen Abend – am 24. Juni. Spätestens jetzt, da die längsten Tage des Jahres angebrochen sind, der Sommer also voll und rund ist, nimmt er auch schon wieder ab.

Mitten im vollen prallen Leben sozusagen nimmt er sich gleichsam schon wieder zurück. So, wie Johannes von sich selber sagt: Er muss wachsen, ich aber muss abnehmen.

Er bezeichnet sich selbst als Vorläufer, als Wegbereiter. In Johannes begegnen wir einem Menschen, der dazu in der Lage ist, den Platz bereitwillig für einen anderen, für Jesus zu räumen. Nur wenn ich von mir weg auf Ihn zeige, auf Jesus Christus, nur wenn ich bereit bin abzunehmen, damit Er wachsen kann – kann auch ich wachsen. So sollte auch die Kirche, so sollten wir sein. Christ sein leuchtet da am hellsten, wo Christen ihre eigentliche Aufgabe erfüllen: sich Christus zuwenden, indem wir Ihn loben und preisen, indem wir Ihn verkündigen, indem wir in der Zuwendung zum Mitmenschen sein Licht hinaustragen in die Welt. Wer dieses Licht in sich trägt, das Licht des Glaubens, der Hoffnung und der Liebe, trägt das wahre Geheimnis eines wahrhaft lichterfüllten Lebens.

Und so wünschen wir Ihnen in diesen lichtreichen, warmen Tagen, dass Sie nicht nur die Freude über das Leben, über die gerade wieder aufkommende Freiheit verspüren, sondern auch die Freude über Jesus. Denken Sie daran, wenn Sie Johanni feiern und zeigen Sie aus dieser Freude heraus, wie schön das Leben mit Christus sein kann.

Ihre
P. Jim, Pfarrvikar
mit Dieter Zinecker, Pfarrer und Michaela Maier, Gemeindereferentin

Gebet zum heiligen Johannes dem Täufer

Heiliger Johannes,
der Herr selber nennt dich den größten Propheten.

Groß bist du wegen der Wunder,
die deine Empfängnis und Geburt begleiten,
groß als demütiger Vorläufer und Wegbereiter des Messias,
groß als unerschrockener Bußprediger,
groß in deinem Martertod.

Wir bitten dich:

Erflehe auch uns aufrichtige Demut und Opferbereitschaft
im Dienste des Herrn.

Hilf uns erkennen,
dass auch heute wieder die Axt an den Stamm gelegt ist
und dass jeder Baum, der nicht gute Früchte bringt,
umgehauen und ins Feuer geworfen wird.

Rufe uns auf zur Buße,
damit wir uns von der Sünde abkehren
und mit ganzem Herzen dem Herrn zuwenden.

Allmächtiger Gott,
du hast den heiligen Johannes den Täufer berufen,
deinem Sohn im Leben und im Tod voranzugehen
und für Recht und Wahrheit Zeugnis zu geben.

Gib auch uns die Kraft,
für den Anspruch deiner Lehre unerschrocken einzutreten.

Darum bitten wir durch Jesus Christus.
Amen.
(aus: Manuale. Gebete – Gedanken – Geschichte. Handreichung des Deutschen Subpriorats des Hl. Michael im SMRO)

Altes Gebet zum hl. Johannes dem Täufer

Heiliger Johannes der Täufer,
lasse Dich gnädig herab,
aus der Höhe des Himmels
einen Blick des Erbarmens
auf uns arme Sünder
zu werfen, die zu Dir beten.

Erleuchte uns mit dem hellen Licht,
welches Du auf das Beispiel
Deiner Tugend in der Welt
verbreitet hast.

Bitte für uns, dass alle Deine Tugenden
in unserer Seele eindringen,
damit sie uns während unseres Lebens
Dir näher bringen und uns in der
Stunde unseres Todes eine Hoffnung
auf die Gemeinschaft
der Auserwählten verleihen.
Amen.

Fürbitten

Herr Jesus Christus, einst gekommen, um die Verheißungen der Propheten zu erfüllen, du wirst kommen, um herrlich zu vollenden, was du im Verborgenen begonnen hast.

Wir rufen dich an:

  • Die Geburt Johannes des Täufers zeigt, dass Gott unsere menschlichen Grenzen mit seiner Schöpferkraft überwindet. Lasst uns für alle beten, die auf Gottes liebendes Eingreifen hoffen: für die Menschen, die in Sorge für ihre Nächsten leben, die unheilbar krank sind, die trauern, die ihre Lebensträume in Gefahr sehen, die verzweifelt vor den Trümmern ihres Lebens stehen.
    Wir rufen zu Gott: Höre unsere Bitten!
  • Johannes der Täufer hat die Menschen zur Umkehr gerufen. Lasst uns darum beten, dass wir Menschen die Wege des Todes verlassen. Lasst uns darum beten, dass die Mächtigen ihre Verantwortung für das Wohl der ihnen Anvertrauten wahrnehmen. Lasst uns darum beten, dass wir uns dem Frieden Christi öffnen und in Gerechtigkeit miteinander leben.
    Wir rufen zu Gott: Höre unsere Bitten!
  • Johannes der Täufer kündigte das Kommen Jesu an und musste für sein Zeugnis leiden. Lasst uns für alle beten, die wegen ihres Glaubens verfolgt werden. Lasst uns darum beten, dass wir aufmerksam werden für die Gegenwart Christi. Lasst uns darum beten, dass die Kirche auf Christus hinweist, so wie es Johannes tat.
    Wir rufen zu Gott: Höre unsere Bitten!

Durch deine herzliche Barmherzigkeit, Gott, wird uns das aufgehende Licht aus der Höhe besuchen. Darum bitten wir: Erscheine uns, denn wir sitzen in Finsternis und Schatten des Todes. Erscheine uns und segne uns durch deine Gegenwart in Jesus Christus, unserm Herrn.

Lied

Melodie: „Kommt herbei, singt dem Herrn“ (GL 140)

Vorläufer sein, fremd und allein,
Zeichen am Weg, aber nicht das Ziel,
Kommendes sehn, Wüsten begehn,
Läufer, nicht König im großen Spiel:
dazu rief der Herr der Welten
dich, Johannes, in seinen Dienst,
und du ließest sein Wort gelten,
als du mahnend am Fluss erschienst.

Vorläufer sein, machtlos und klein
vor dem, der handelt an Gottes statt,
nur ein Prophet, der wieder geht,
wenn er den Auftrag beendet hat:
unbeirrter Wüstenrufer,
treu erfülltest du deinen Teil,
tauftest dort am Jordanufer
und bezeugtest das nahe Heil.

Vorläufer sein, Gott lädt euch ein,
werdet Propheten mit Wort und Tat!
Gebt, was ihr seid, ihm, der befreit,
er braucht zur Ernte auch eure Saat.
Dieser Ruf geht um die Erde –
du, Johannes, bist sein Gesicht.
Mit prophetischer Gebärde
zeig uns Christus, das wahre Licht!
8Peter Gerloff9

Aus dem Gotteslob

GL 384 Benedictuslied – Hoch sei gepriesen unser Gott
GL 617,2 Lobgesang des Zacharias- Gepriesen sei der Herr, der Gott..
GL 676,7 Andacht- Taufe
Lk 1, 68-79 Schriftstelle

Liebe Besucher unserer Kirche, liebe Pfarrgemeinde,

am 05. Juni feiern wird den Gedenktag des Heiligen Bonifatius, den wir auch den „Apostel der Deutschen“ nennen. Als Missionar war er zunächst in Frankreich sehr aktiv. Später wurde er Missionserzbischof für Germanien. Als rühriger Missionar gründete er um das Jahr 739 zahlreiche Bistümer oder organisierte sie neu.

Was hat ihn angetrieben? Ich denke diesen Antrieb könnte man mit den Worten aus dem Emmaus-Evangelium gut beschreiben: Ihm brannte das Herz.

Er musste, ja er konnte nicht anders, als den Glauben zu verbreiten. Wie oft wird er dabei auf taube Ohren gestoßen sein? Wie oft wird man ihm mit Abwehr begegnet sein? Wie viele Anläufe wird er gebraucht haben, um tatsächlich einmal Erfolg zu haben?

Bonifatius muss wohl nicht nur ein vom Glauben sehr überzeugter Mensch gewesen sein. Er muss über eine unglaubliche Hartnäckigkeit verfügt haben, um die Kirche in Deutschland fest zu etablieren.

Und so stellt sich für mich in Zeiten, in der viel in der Kirche im Umbruch ist, in der man über neue Wege nachdenkt, in der manche sich an Traditionen festklammern, die Frage: Was würde Bonifatius heute zu uns und zur Kirche von Deutschland sagen?

Es grüßt Sie ganz herzlich

Michaela Maier, GR,
mit Pfr. Dieter Zinecker und Pfarrvikar Pater Jim

Lieder

392 Lobe den Herren
816 Wir beten an
818 Deinem Heiland, deinen Lehrer

Andachten

564 Herz-Jesu-Litanei
923 Jesus-Litanei

Andachten für Fronleichnam

924 Litanei vom Heiligsten Sakrament
675, 6-9 Zu seinem Gedächtnis
676, 1-3 Wahre Speise

Stundengebet

653 Vesper von der Kirche
659 Abendlob
667 Nachtgebet

Allgemeine Gebete

4 Rosenkranz: Die lichtreichen Geheimnisse
Rosenkranz: Die trostreichen Geheimnisse
6 Vor Gottes Angesicht
8 Lobpreis
11 Meine Zeit in Gottes Händen

Gebet des Hl. Bonifatius

Ewiger Gott,
Zuflucht und Hilfe all deiner Kinder,
wir preisen dich für alles, was du uns gegeben hast,
für alles, was du für uns getan hast,
für alles, was du für uns bist.
In unserer Schwäche bist du unsere Kraft;
in unserer Finsternis bist du unser Licht;
in unserm Kummer bist du unser Trost und unser Friede.
Wir können deine Gnade nicht messen.
Wir können deine Liebe nicht loten.
Sei gesegnet für all deinen Segen.
Lass uns so leben, als seien wir bei dir,
und die Dinge lieben, die du liebst,
und dir in unserem täglichen Leben dienen
durch Jesus Christus, unseren Herrn.

Fürbitten

Beten wir zu Gott, der uns in Jesus Christus sendet, um seine Frohbotschaft in die Welt zu tragen:
• Für alle, die nach Glück und Sinn suchen, dass ihnen Menschen begegnen, die bereit sind, ihnen im Geiste Christi einen möglichen Weg zu weisen. Gott, unser Vater:
• Für jene, die im Dienste Gottes und der Kirche die Frohbotschaft verkünden. Gib ihnen Mut und Überzeugungskraft, und hilf ihnen, dass das, was sie verkünden und leben, übereinstimmt.
• Für die Armen und Zerschlagenen, für die Kranken und Verzweifelten, und für die Sterbenden: dass sie Kraft finden in deinem Wort.
• Für die Menschen in den Kriegsgebieten der Welt: dass sie Wege des Friedens und der Versöhnung finden.
• Für uns selbst: dass wir uns von Gottes Wort leiten lassen und den Mut haben, uns als Christen zu bekennen.

Guter Gott, du rufst uns, damit wir Zeugnis geben von unserem Glauben.
Für diesen Dienst stärkst du uns durch deinen Heiligen Geist.
Dafür danken wir dir, jetzt und in Ewigkeit.

Fronleichnam – Woher kommt dieses Fest?

Es war einmal ein Mädchen das Juliana hieß. Sie lebte vor etwa 800 Jahren. Da ihre Eltern früh gestorben waren, wuchs Juliana in einem Kloster auf. Im Alter von 14 Jahren wurde sie selbst Ordensfrau.

Eines Tages betete sie. Da sah sie plötzlich das Bild eines Mondes vor sich. Dieser Mond hatte einen merkwürdigen schwarzen Flecken. Ab diesem Zeitpunkt sah Juliana beim Beten immer wieder dieses Bild vor sich. Sie machte sich Gedanken, was ihr dieses Bild sagen wollte. Eines Tages aber verstand sie es plötzlich: Dieser Mond ist wie ein Kalender mit allen Festen der Kirche. Dort wo der Kalender einen schwarzen Flecken hat, fehlt ein Fest. Nämlich ein Fest, an dem man das Heilige Brot, den Leib Christi, verehrt.

Zuerst erzählte Juliana niemand davon. Aber später traute sie sich doch, darüber zu sprechen. Aber zunächst nahm sie niemand ernst. Sie wurde nur ausgelacht.

Juliana gab nicht auf. Irgendwann schaffte sie es, ihre Idee durchzusetzen. Das Fest zur besonderen Verehrung des Leibes Jesu wurde im Jahr 1246 erstmals gefeiert. Dieses Fest kennen wir heute unter dem Namen „Fronleichnam“. Darin stecken die alten deutschen Wörter: Vron = heilig und Lichnam = lebendiger Leib.

18 Jahre später wurde als Datum für das Fest der zweite Donnerstag nach Pfingsten festgelegt. Nun wurde es von allen Christen gefeiert.

(Text: Michaela Maier)

„Es kommt der Heilige Geist und bringt …“
Volksmund

Liebe Besucher unserer Kirche, liebe Pfarrangehörige!

„An Weihnachten bringt das Christkind Geschenke, an Ostern der Hase seinen bunten Eier – an Pfingsten kommt der Heilige Geist und der bringt nichts.“ – Ich habe geschmunzelt, als ich diesen Satz gelesen habe. Mit den anderen Hochfesten verbinden wir gleich etwas, mit dem Pfingstfest tun wir uns schwer.

Die Apostelgeschichte verwendet Bilder: Ein Brausen, ein heftiger Sturm, Zungen wie von Feuer, die Apostel begannen, in anderen Sprachen zu reden. – Die Sache Jesu muss weitergehen, sie kann nicht mit der Auferstehung oder Himmelfahrt enden. Dazu braucht es für die Jünger einen Anstoß, eine Kraft, die größer ist als die von uns Menschen. Es gibt eine gute Zukunft für die, die den verloren haben, um den sich ihr Leben gedreht hat.

Was bringt mir Pfingsten? Dass ich wieder entdecke, wo meine Kraft herkommt: Tatsächlich „von oben.“ Und sie ist nicht machbar, planbar: Sie ist ein Geschenk für mich. Das tut mir gut, wenn ich mir das wieder sagen lasse: Da kommt eine Dynamik in mein Leben und weht mich heraus aus meiner Enge und Lethargie.

„Gott, wir sind ein Teil dieser Welt und wir haben einen Auftrag für diese Welt. Denn Jesus Christus hat uns gesandt, dass wir durch unser Engagement seine Liebe zur Welt bezeugen. Hilf uns, dass wir an dem Ort, an den du uns gestellt hast, glaubwürdige Botschafterinnen und Botschafter seiner Liebe sein können. – Amen.“
(aus: Renovabis Pfingstnovene, S. 57)

Das ist unser österlicher Glaube: Es kommt von oben herab der, den wir brauchen, und der uns hilft, in Glaube, Hoffnung, Zuversicht und Liebe zu leben.

Ihnen ein frohes und erfülltes Pfingstfest!

Ihre
Dieter Zinecker, Pfarrer
mit P. Jim, Pfarrvikar, und Michaela Maier, Gemeindereferentin

Pfingst-Andacht

Gl 675,5 Gottes Geist, der die Kirche zusammenführt und eint

Vesper vom Heiligen Geist

Gl 347 Der Geist des Herrn erfüllt das All
Gl 645 + 646 Sende aus deinen Geist und das Antlitz der Erde wird neu

Lieder – Geistsendung

Gl 346 Atme in uns, Heiliger Geist
Gl 351 Komm, Schöpfer Geist kehr bei uns ein
Gl 796 Komm, Heilger Geist, mit deiner Kraft
Gl 800 O komm herab, du Heiliger Geist

O Heiliger Geist

O Heiliger Geist, du Liebe des Vaters und des Sohnes,
gib mir immer ein, was ich denken soll.
Gib mir immer ein, was ich sagen soll und wie ich es sagen soll.
Gib mir ein, was ich verschweigen soll und wie ich mich dabei verhalten soll.
Gib mir ein, was ich zur Ehre Gottes, zum Wohl der Seelen und zu meiner eigenen Heiligung tun soll.
(Papst Johannes Paul II.)

Gebet für die Erde

Allmächtiger Gott, der du in der Weite des Alls gegenwärtig bist und im kleinsten deiner Geschöpfe, der du alles, was existiert, mit deiner Zärtlichkeit umschließt, gieße uns die Kraft deiner Liebe ein, damit wir das Leben und die Schönheit hüten. Überflute uns mit Frieden, damit wir als Brüder und Schwestern leben und niemandem schaden.
Gott der Armen, hilf uns, die Verlassenen und Vergessenen dieser Erde, die so wertvoll sind in deinen Augen, zu retten.
Heile unser Leben, damit wir Beschützer der Welt sind und nicht Räuber, damit wir Schönheit säen und nicht Verseuchung und Zerstörung. Rühre die Herzen derer an, die nur Gewinn suchen auf Kosten der Armen und der Erde. Lehre uns, den Wert von allen Dingen zu entdecken und voll Bewunderung zu betrachten; zu erkennen, dass wir zutiefst verbunden sind mit allen Geschöpfen auf unserem Weg zu deinem unendlichen Licht.
Danke, dass du alle Tage bei uns bist. Ermutige uns bitte in unserem Kampf für Gerechtigkeit, Liebe und Frieden. – Amen.
(Papst Franziskus, in: Renovabis Aktionsheft 2021, S. 19)

Vater unser

Wenn wir das Vater unser in Bezug auf unsere Schöpfungsverantwortung beten, dann könnte das so klingen:
Vater unser, Gott, Schöpfer der Welt und aller Dinge,
Liebhaber des Lebens und Freund der Menschen,
dein Atem belebt und beseelt alles, was ist.
Dein Name werde geheiligt durch alles, was lebt.
Dein Reich verwirkliche sich in allem, was geschieht.
Dein Wille werde spürbar in unserem Handeln.
Tägliches Brot schenke allen Menschen
von unserer Mutter Erde.
Vergib uns unsere Schuld, deine Schöpfung auszubeuten, in dem Maße, in dem wir bereit sind, umzukehren
und unseren Lebensstil zu verändern.
Und führe uns in der Versuchung, uns selbst als Schöpfer aufzuspielen, sondern lass uns unsere Geschöpflichkeit annehmen.
Denn dein ist die Zukunft, alle Energie und Vollkommenheit, heute und bis sich unser Leben vollendet in dir.
(Stefan Federbusch, in: Renovabis Aktionsheft 2021, S. 18)

Fürbitten

Gepriesen sei Gott, der Schöpfer der Welt, der uns seine Schöpfung geschenkt und anvertraut hat. Zu ihm kommen wir mit unseren Bitten und Anliegen:
– Stärke in allen Menschen das Bewusstsein, dass sie Mitverantwortung tragen für den Erhalt und das Weiterbestehen deiner Schöpfung. Gott unser Vater.
A: Wir bitten dich, erhöre uns.
– Schenk den Verantwortlichen in Politik und Kirche Kraft und Mut sich dafür einzusetzen, dass unsere Umwelt vor weiterer Zerstörung bewahrt bleibt. – Gott …
– Öffne unsere Augen für die Schönheit deiner Schöpfung und für die Not des Lebens – über alle nationalen, kulturellen und sozialen Grenzen hinweg.
– Hilf allen, die durch die Folgen von Umweltzerstörung krank an Leib und Seele geworden sind: Schenke ihnen Lebenskraft und Lebensmut und Menschen, die sich mitfühlend und tatkräftig an ihre Seite stellen.
– Höre auch unsere persönlichen Bitten, die wir jetzt in Stille vor dich tragen.
Guter Gott, dein Schöpfergeist wirkt in der Welt. Du schenkst uns Kraft zum Handeln durch Jesus, unseren Bruder und Herrn. Amen
(nach: Renovabis Aktionsheft 2021, S. 7)

Segensgebet

Der Herr, der unsere Erde und uns Menschen als seine Ebenbilder erschaffen hat,
segne euch, für all die großen und kleinen Aufgaben, die auf dich warten in der Herausforderung, unsere Welt gerechter zu gestalten,
und behüte euch vor der leichtfertigen Ausrede, allein könne man doch nichts bewirken.
Der Herr lasse sein Angesicht über euch leuchten und über all denen, die hungern und dürsten nach Gerechtigkeit,
und sei euch gnädig,
weil er in jeder deiner Handlungen den guten Willen erkennt.
Der Herr wende sein Angesicht euch zu,
so hast du all das, was du für die nächste Zeit brauchst
und gebe euch Frieden als Maßstab deines Handelns und als Geschenk: für dich und für alle Menschen dieser Erde. Mögen wir so Gottes Schöpfung bewahren, mit Seiner und mit deiner Hilfe – damit alle leben können!
Das gewähre euch der lebenspendende Gott, der Vater und der Sohn und der Heilige Geist. – Amen.
(Renovabis Aktionsheft 2021, S. 9)

„Maria ist immer die Straße, die zu Christus führt.
Jede Begegnung mit ihr wird notwendig zu einer Begegnung mit Christus.“
(Papst Paul VI., Enzyklika „Mense Maio“)

Liebe Gläubige, liebe Kirchenbesucher,

Wir sind nun in dem für viele Menschen schönsten Monat des Jahres angekommen: dem Mai. In diesem Monat ist es, als ob die Natur mit Macht und aller Fülle, die sie hat, nach außen bricht. Allerorts entspringt neues Leben. Kein Wunder, dass der Mai auch der Monat der Marienverehrung ist. Die Gottesmutter ist schließlich ein Inbegriff des wachsenden Lebens. Sie hat Gottes Sohn geboren, der den Tod besiegt hat und steht somit wie der Mai für den Neuanfang.

Maria war ein Mensch wie wir alle. Auch sie musste um ihren Glauben ringen. Aber sie hatte die Gabe zuzuhören, nachzudenken und zu vertrauen. Sie hat ihr Leben in Gott festgemacht. So wurde sie ein Zeichen der Hoffnung, des Vertrauens und der Freude. Aus dieser Verehrung heraus feiern wir die Maiandachten.

Im Rosenkranzgebet bitten wir Maria um ihre Fürsprache bei Gott. Und was wären diese Andachten ohne die wunderbaren Marienlieder, die wir singen? Eines davon ist: „Maria, Maienkönigin, dich will der Mai begrüßen“. Nicht nur der Mai, sondern auch wir wollen Dich grüßen. Denn wir wissen, dass dein Mutterherz allen geöffnet ist, die in Not sind und der Hilfe bedürfen. So kommen auch wir in diesen Tagen der Corona Krise mit unserer Unsicherheit vor der Zukunft und dem Vertrauen, auf dich du Helferin in unseren Nöten.

Wir alle wünschen Ihnen einen gesegneten Wonnemonat Mai, in dem nicht nur die Natur, sondern auch unsere Herzen und unsere Lebensfreude wieder aufblühen. Und möge uns die Gottesmutter gerade jetzt, in dieser Zeit, eine treue Fürsprecherin bei Gott sein.

Ihr
P. Jim, Pfarrvikar
mit Dieter Zinecker, Pfarrer und Michaela Maier, Gemeindereferentin

Gebet von Papst Franziskus an Maria zum Monat Mai

In dieser dramatischen Situation voll von Leiden und Ängsten, welche die ganze Welt bedrücken, wenden wir uns an dich, o Mutter Gottes und unsere Mutter, und suchen Zuflucht unter deinem Schutz und Schirm.

Jungfrau Maria, in dieser Pandemie des Coronavirus wende deine barmherzigen Augen uns zu und tröste alle, die um ihre verstorbenen Angehörigen trauern und weinen, die zuweilen in einer die Seele verletzenden Weise beerdigt wurden. Stütze alle, die sich um die Kranken ängstigen, denen sie wegen der Ansteckungsgefahr nicht nahe sein können. Schenke Zuversicht denen, die wegen der ungewissen Zukunft und der Auswirkungen auf Wirtschaft und Arbeit in Sorge sind.

Mutter Gottes und unsere Mutter, erflehe für uns bei Gott, dem barmherzigen Vater, dass diese harte Prüfung ein Ende habe und am Horizont wieder Hoffnung und Friede erscheine. Wie zu Kana trete bei deinem göttlichen Sohn für uns ein, dass die Familien der Kranken und der Verstorbenen getröstet werden und sie im Herzen wieder Vertrauen fassen können.

Beschütze die Ärzte, die Krankenschwestern und –pfleger, die im Gesundheitswesen Tätigen und die Freiwilligen, die in dieser Notsituation an vorderster Front kämpfen und ihr Leben riskieren, um das anderer zu retten. Begleite ihr heroisches Bemühen und gib ihnen Kraft, Güte und Gesundheit.

Sei du bei denen, die Tag und Nacht die Kranken pflegen, und hilf den Priestern, die mit seelsorgerischem Eifer und einem dem Evangelium entsprechenden Einsatz versuchen, allen zu helfen und eine Stütze zu sein.

Heilige Jungfrau Maria, erleuchte den Verstand der Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen, auf dass sie geeignete Lösungen zur Bekämpfung des Virus finden.

Stehe den Verantwortlichen der Nationen bei, dass sie Weisheit, Fürsorge und Großmut walten lassen und mit Weitblick und im Geist der Solidarität durch soziale und wirtschaftliche Programme all denen zur Hilfe kommen, denen das Nötige zum Leben fehlt.

Heilige Maria, rühre die Gewissen an, damit die Unsummen für die Vermehrung immer ausgeklügelterer Waffensysteme vielmehr einer angemessenen Forschung zur künftigen Vermeidung ähnlicher Katastrophen zugutekommen.

O geliebte Mutter, lass in der Welt das Zugehörigkeitsgefühl zu der einen großen Familie wachsen im Bewusstsein des Bandes, das uns alle eint, damit wir in geschwisterlichem und solidarischem Geiste der vielfachen Armut und den Situationen des Elends Abhilfe leisten. Stärke uns, damit wir feststehen im Glauben, Ausdauer haben im Dienen und beharrlich sind im Beten.

O Maria, Trösterin der Betrübten, nimm deine geplagten Kinder in den Arm und erwirke bei Gott, dass er in seiner Allmacht eingreife, um uns von dieser schrecklichen Epidemie zu befreien, damit das Leben unbeschwert wieder seinen normalen Gang aufnehmen kann.

Dir vertrauen wir uns an, die du auf unserem Weg als Zeichen des Heils und der Hoffnung erstrahlst. O gütige, o milde, o süße Jungfrau Maria.
Amen.

Heilige Maria, Mutter Gottes,

du hast der Welt
das wahre Licht geschenkt,
Jesus, deinen Sohn – Gottes Sohn.

Du hast dich ganz
dem Ruf Gottes überantwortet und
bist so zum Quell der Güte geworden
die aus ihm strömt.

Zeige uns Jesus.
Führe uns zu ihm.

Lehre uns ihn kennen
und ihn lieben,
damit auch wir selbst
wahrhaft Liebende
und Quelle lebendigen Wassers
werden können
inmitten einer dürstenden Welt.

Papst Benedikt XVI, Enzyklika Deus Caritas Est

Hilf, Maria, es ist Zeit,

hilf, Mutter der Barmherzigkeit!

Du bist mächtig, uns aus Nöten
und Gefahren zu erretten.

Denn wo Menschenhilf‘ gebricht,
mangelt doch die Deine nicht.

Nein, Du kannst das heiße Flehen
deiner Kinder nicht verschmähen.

Zeige, dass Du Mutter bist,
wo die Not am größten ist!

Hilf, Maria, es ist Zeit,
hilf, Mutter der Barmherzigkeit! Amen!

Ich gehe, wenn ich traurig bin,

zur lieben Mutter Gottes hin
und alles Leid und allen Schmerz
vertrau’ ich ihrem Mutterherz.

Der Sohn in seiner Leidensnacht
hat sie als Mutter uns vermacht.
Uns helfen ist ihr Mutterpflicht.
Maria, sie vergisst uns nicht.

Manch’ Herz ist an Erbarmen reich,
doch ihrem Herz ist keines gleich.

Des Kindes Leid, des Kindes Schmerz
fühlt nur so recht ihr Mutterherz.

Drum geh‘, hast du betrübten Sinn,
nur gleich zur Mutter Gottes hin,
und alles Leid und allen Schmerz
erzähle ihrem Mutterherz!

Und sie, die Mutter-Königin
verschafft dir wieder heit’ren Sinn.

Drum felsenfest dich ihr vertrau.
Sie ist ja unsre liebe Frau.

Amen!

Das „Memorare“ des heiligen Bernhard von Clairvaux

Gedenke, o gütigste Jungfrau Maria, dass es nie erhört worden ist, dass jemand, der zu Dir seine Zuflucht genommen, Deine Hilfe angerufen, um Deine Fürsprache gefleht, von Dir sei verlassen worden. Von solchem Vertrauen erfüllt, nehme ich meine Zuflucht zu Dir, o Mutter, Jungfrau der Jungfrauen, zu Dir komme ich, vor Dir stehe ich seufzend als elender Sünder. O Mutter des ewigen Wortes wolle meine Worte nicht verschmähen, sondern höre mich gnädig an und erhöre mich.

Amen!

Aus dem Gotteslob

Engel des Herrn GL 3,6
Unter deinen Schutz und Schirm (Das älteste Mariengebet) GL 5,7
Sei gegrüßt, o Königin GL 10,1
Der Rosenkranz GL 4
Marienlieder GL 520- 537
Lauretanische Litanei GL 566
Andacht „Maria“ GL 676,4
Magnificat GL 631,4
Vesper an Marienfesten GL 649

Liebe Besucher unserer Kirche, liebe Pfarrgemeinde,

am 21. April feiern wir den Gedenktag des Hl. Bruder Konrad von Parzham. Konrad war 41 Jahre lang Pförtner im Kloster der Kapuziner von Altötting. Dort hat er für Wanderer und Arme viel Gutes getan. Seine bekanntesten Worte waren: „In Gottes Namen!“ Konrad starb am 21. April 1894.

Wenn wir heute „In Gottes Namen!“ sagen, dann hat das oft einen eher angestrengten Unterton. Wir sagen es, wenn wir eigentlich schon nicht mehr können oder wollen.

Bei Bruder Konrad hatte dieser Satz sicher eine andere Bedeutung. Zum einen: Er hat alles, was er tat, zur Ehre Gottes getan. Zum anderen war ihm bewusst: Gott ist da. In allem und jedem.

Vielleicht wäre es eine gute Übung für jeden von uns, den Tag mit den Worten des Heiligen Konrad zu beginnen: „In Gottes Namen!“ – und in dem Bewusstsein, dass wir als Christen aufgerufen sind, uns jeden Tag neu in den Dienst Gottes zu stellen.

Herzliche Grüße
Michaela Maier, GR,
Dieter Zinecker, Pfr.,
Pater Jim, Pfarrvikar

Lieder

326 Wir wollen alle fröhlich sein
790 Halleluja lasst uns singen
791 Der Heiland erstand
455 Alles meinem Gott zu Ehren
542 Ihr Freunde Gottes
543 Wohl denen, die da wandeln

Andachten

675,1 Erwartung
675,4 Auferstehung
680,9 Wiederkunft

Stundengebet

624 Laudes in der Osterzeit
641-644 Vesper in der Osterzeit
659 Abendlob
662-665 Komplet

Psalmen

31 Selig der Mensch
33 Herr, unser Herrscher
36 Auf dich haben unsere Väter vertraut
46 Lass dein Angesicht über uns leuchten
50 Unsere Tage zu zählen

Allgemeine Gebete

4 Rosenkranz: Die glorreichen Geheimnisse
6 Vor Gottes Angesicht
8 Lobpreis
11 Meine Zeit in Gottes Händen

Bruder-Konrad-Litanei

Herr, erbarme dich unser.
Christus, erbarme dich unser
Herr, erbarme dich unser.

Christus höre uns – Christus, erhöre uns
Gott Vater vom Himmel – erbarme dich unser
Gott Sohn, Erlöser der Welt – erbarme …
Gott Heiliger Geist – …
Heiligste Dreifaltigkeit, ein einiger Gott

Heilige Maria – bitte für uns
Heiliger Franziskus von Assisi
Heiliger Konrad von Parzham
Du treuer Diener der Kirche
Du Vorbild der gotterfüllten Arbeit
Du Spiegel der Geduld und Sanftmut
Du Muster des Gehorsams und der vollkommenen Armut
Du Abgrund an Demut und Bescheidenheit
Du Meister der Gottesliebe und des inneren Gebetes
Du inniger Verehrer der lieben Gottesmutter
Du eifriger Apostel an der Klosterpforte zu Altötting
Du väterlicher Freund der Kinder
Du edler Wohltäter der Armen
Du geduldiger Tröster der Betrübten
Du barmherziger Fürsprecher für die Sünder
Du nimmermüder Helfer des Volkes
Heiliger Konrad, du mächtiger Fürsprecher am Throne Gottes

Lamm Gottes, du nimmst hinweg die Sünden der Welt – verschone uns, o Herr.
Lamm Gottes, du nimmst hinweg die Sünden der Welt – erhöre uns, o Herr.
Lamm Gottes, du nimmst hinweg die Sünden der Welt – erbarme dich unser.

Fürbitten

Jesus Christus, der sich der verstoßenen Menschen annahm, bitten wir:
1. Für alle Christen: schenke ihnen deine Liebe. Herr, erbarme dich. Christus, erbarme dich.
2. Für die Politiker: hilf, dass ihre Maßnahmen auch den Notleidenden zugutekommen. Herr, erbarme dich. Christus, erbarme dich.
3. Für die im Leben Gescheiterten: lass sie geduldige und gütige Helfer finden. Herr, erbarme dich. Christus, erbarme dich.
4. Für unsere Gemeinde: bewahre uns davor, Notleidenden gleichgültig zu begegnen. Herr, erbarme dich. Christus, erbarme dich.

Barmherziger Gott, durch den heiligen Konrad von Parzham haben die Armen deine Liebe erfahren. Lass auch uns nicht müde werden, allen Gutes zu tun durch Christus, unseren Herrn.
A.: Amen.

Vaterunser

Gegrüßest seist du Maria

Gebet

Gott,
du hast den heiligen Bruder Konrad
zum Dienst an den Wallfahrern
und Notleidenden berufen.
Mache auch uns bereit,
in Geduld und Güte denen zu begegnen,
die auf unsere Hilfe warten.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.

Ehre sei dem Vater…

„Absprung vom Karussell Tod“
Wilhelm Wilms

Liebe Besucher unserer Kirche, liebe Pfarrangehörige!

Wir können Ostern feiern! Vielleicht nicht so, wie wir es uns wünschen, mit vielen Besuchen, eng gedrängt in der Kirche, mit unbeschwerter Freude, Händedrücken und Umarmung. Aber wir feiern es mit Überzeugung, mit dem Wissen um den Sinn dieser Tage, mit einer inneren Freude:

„Gott / wir sind auf dem karussell unserer logik wahnsinnig geworden … immer im kreis … immer in uns selbst … ostern ist denken übers denken hinaus / ostern ist der aufstand gegen das bloß gedachte / ostern ist absprung vom karussell tod … auferstehung / ein unmögliches wort / gott / aber wir sagen es dennoch / auf wiedersehen / allen / die der tod verwandelt hat“
(Wilhelm Willms, der geerdete Himmel. wiederbelebungsversuche Kevelaer, 10.20)

Der Tod ist nicht abgeschafft, es gibt so viel Sterben mitten im Leben, so viele sind nicht mehr da und fehlen uns. Aber unser Leben hat eine Perspektive: Es gibt etwas jenseits vom dem, was wir unmittelbar überblicken können: Einer ist abgesprungen vom ewig sich drehenden Karussell: Hinübergesprungen in eine neue Wirklichkeit. Darauf können wir hoffen, es glauben, es erahnen.
„Doch über allem strahlt ein Lachen / An Dich zu denken / Wie gut das tut / Ist diese Freude in der Trauer … die Botschaft, die Du sendest / Ich wart auf dich / du wirst schon seh`n …! (Ralf Huning)

Das ist unser österlicher Glaube: Es gibt etwas über unser begrenztes Dasein hinaus, da wartet einer auf uns, welch eine Freude.

Ihnen ein frohes und gesegnetes Osterfest!
Ihre
Dieter Zinecker, Pfarrer
mit P. Jim, Pfarrvikar, und Michaela Maier, Gemeindereferentin

Auferstehungs-Andacht

Gl 675,4 Die Auferstehung Jesu ist die Mitte unseres Glaubens.

Vesper in der Osterzeit

Gl 642,4 Christus ist unser Osterlamm
Gl 643 + 644 Danket dem Herrn, denn er ist gütig

Lieder – Osterzeit

Gl 328 Gelobt sei Gott im höchsten Thron
Gl 329 Das ist der Tag, den Gott gemacht
Gl 334 O Licht der wunderbaren Nacht
Gl 790 Halleluja lasst uns singen

Was für ein Fest!

Das ist das Fest, das uns stärkt mit der Strahlkraft des auferstandenen Christus.
Das ist das Fest, das uns blüht, wie die wahre Freude der aus dem Tod Erlösten.
Das ist das Fest, das uns lockt wie der knospende Frühling in der neuen Schöpfung.
Das ist das Fest, das uns einlädt an den gedeckten Tisch der Sehnsucht und des brennenden Herzens.
Das ist das Fest, das uns führt in die weiten Räume des unzerstörbaren Lebens.
(Paul Weismantel, Fastenkalender 2020, 12.4.2020)

Singt, ihr Christen

Kv: Singt, ihr Christen, singt dem Herrn: Halleluja, Halleluja, Halleluja!
1.) Weihet dem Osterlamm, Christen, Gesänge des Lobes! Das Lamm erlöste die Schafe; Christus, der ohne Schuld, versöhnte die schuldige Welt mit dem Vater.
2.) Tod und Leben stritten im Kampf wie nie einer war; der Fürst des Lebens erlag dem Tod; zum Leben erstanden, triumphiert er als König.
3.) Maria, sage uns an: Was hast du auf dem Wege gesehn? Ich sah das Grab, und Christus sah ich, der lebt. In seiner Klarheit sah ich den erstandenen Herrn.
4.) Ich sah das Tuch und die Linnen und sah die Engel, die sagten mir sichere Kunde. Ja, auferstanden ist Christus, er, meine Hoffnung. Nach Galiläa geht er den Seinen voran.
5.) Wir wissen: erstanden ist Christus, wahrhaft erstanden vom Tod. Du Sieger, du unser König, erbarme dich unserer Not.
Amen, Halleluja
Altes Gotteslob Nr. 217

Wenn das einer könnte

„Friede sei mit euch! Nach diesen Worten
zeigte er ihnen seine Hände und seine Seite“ (Joh 20,19f.)
seine Narben zeigen, / seine Wunden, das Blut
noch nicht getrocknet
und nicht fluchen / nicht richten
wenn das einer könnte
die Reihe wäre an ihm / den Himmel auszugraben
die vergessenen Toten
Wilhelm Bruners, Verabschiede die Nacht, Klens-Verlag, S. 74

ostern III

einmal werden / die steine leicht
auf unseren gräbern / liegen
und leicht / werden wir uns erheben / aus dem staub und
über schwellen gehen / mit flügelschritt
ein wind wird uns / forttragen in den kreis / der wartenden und
brot und wein gehen / von mund zu mund
Wilhelm Bruners, Niemandsland Gott, Tyrolia-Verlag, S. 75

Mit Osteraugen sehen

Gott, mit Osteraugen wollen wir unsere Welt sehen.
Du hast uns eine neue Brille geschenkt, damit wir auf die Welt blicken im Licht der Auferstehung deines Sohnes.
Jedes Jahr lässt du die Erde neu aufblühen und in frischem Grün erstrahlen. Uns Menschen hast du in deine Schöpfung gestellt und sie uns übergeben. Wir können die Welt gestalten und in Achtung voreinander und in Liebe miteinander verbunden leben.
Deinen Sohn hast du gesandt: Er ist uns Menschen zugetan. Er hat das geknickte Rohr nicht gebrochen und den glimmenden Docht nicht ausgelöscht.
Für uns hat er getragen und ertragen, was ihm bestimmt war: Das Kreuz hat er angenommen, um mit uns Menschen das Leid zu teilen. Er trägt es mit uns und für uns und uns voran.
Im Licht des Ostermorgens hast du ihn auferweckt: Das Grab ist leer, der Held erwacht. Die Hoffnung auf ein neues Leben hast du uns ins Herz gepflanzt.
Lass uns leben als Kinder des Lichts, als Kinder des Neuen Bundes, den er gestiftet hat, in der Zuversicht, dass nichts uns trennen kann von dir, Gott: Der du das erste und letzte Wort sprichst: Werde, lebe – und höre nicht auf damit.
(nach Gedanken von Michael Johannes Schindler, in: Gottes Volk. Bibel und Liturgie im Leben der Gemeinde 4/2018, S. 22)

Du bist im Weiten nah

Wo sind sie, Herr, die Engel des Lichts, die uns sagen, wo du uns erwartest, ganz anderswo als hier, wo wir dich begruben.
So wie wir den Stein vor dein Grab wälzten, so sind unsere Herzen verriegelt mit doppeltem Türschloss.
Ganz wie Maria Magdalena wollen wir dich festhalten, wir sperren dich weg in Kirche, flanieren durch die Straßen, und jammern in der Verlorenheit, du habest uns verlassen.
Und doch fort und fort in der Öde des Gewühls, im Augenglanz eines Sterbenden, in der Wonne der Liebenden, in der Lieblichkeit des Frühlings, im Aufwogen unseres Blutes, im Teilen mit den Bedürftigen ist dein Auferstehn.
Alleluja, du Auferstehender, unsern Gräbern entronnen, du bist im Weiten, weit von uns, irgendwo – und erschreckend nah … o Auferstehung heute.
aus der französischen Zeitung „Prier“

Wir sind Kinder des achten Tags

(Th. Wilder, Wir Kinder des achten Schöpfungstags, Deutsch 1986, S. 23)

Liebe Kirchenbesucher, liebe Gläubige,

erscheint uns diese Fastenzeit nun nicht das zweite Jahr in Folge als besonders entbehrungsreich und trübe? Nicht nur, dass wir selber in irgendeiner Form etwas entsagen sollen, nein, auch von außen müssen wir uns in Verzicht üben: Verzicht auf Kontakte, Verzicht auf Ausgehen und so weiter. Das kann uns betrüben und uns in eine gewisse Hoffnungs- und Perspektivlosigkeit versetzen. Dabei kann uns die Fastenzeit doch eher das Gegenteil vermitteln, wenn wir unsere Augen weg von der Trübsal wenden und auf die Zukunft, auf das nahende Osterfest blicken.

Wie wäre es denn, wenn wir die Fastenzeit als eine Zeit sehen, in der wir uns von allem Negativen und Hoffnungslosem abwenden und uns unserer Hoffnung, unserer Freude, unserer Stärke und unserem Licht zuwenden? Sicherlich fällt uns das nicht immer leicht. Aber gerade weil es so schwer ist (und dadurch durchaus ein Fastenopfer sein kann), ist es für uns so fruchtbar.

Entsagen wir unserer Gewohnheit, erst einmal nach dem Negativen zu schauen und dieses vielleicht noch Überhand gewinnen lassen. Versuchen wir vielmehr das Positive zu entdecken und uns davon tragen zu lassen. Denn letztendlich ist es doch genau das, was Ostern uns vermitteln will: weg von der Perspektivlosigkeit des Todes hin zu der Hoffnung auf das ewige Leben. Wenn uns solch ein Negativfasten gelingt und wir uns stattdessen mehr dem Positiven und Hoffnungsvollen öffnen können, dann sind wir Ostern ein ganzes Stück näher gekommen. Denn das Göttliche ist mühelos. Es liegt im Heil eine Leichtigkeit, die für uns schwieriger ist als alle unsere Anstrengungen. ( Simone Weil)

Wir möchten Ihnen für die Wochen bis Ostern eine weiterhin gute, hoffnungsvolle Fastenzeit wünschen.

Ihr
P. Jim, Pfarrvikar
mit Dieter Zinecker, Pfarrer und Michaela Maier, Gemeindereferentin

Himmelsleitern

aufgerichtet – ausgerichtet
leichtfüßig – filigran
verankert im Boden – verwurzelt im Himmel
in der Schwebe gehalten
von unsichtbarer Hand
wie ein Tanz
wie eine Einladung zur Leichtigkeit:
Wenn der Alltag die Augen nach unten zieht, dann locken Himmelsleitern nach oben.
Sie sagen: heb den müden erdenschweren Blick zum Licht,
in den offenen Himmel.
Wag den Schritt auf die schwebende Leiter und
vertraue, dass sie trägt.
(Dr. Elisabeth T. Winter)

Gebet

1. Herr Jesus Christus,
Du hast 40 Tage in der Wüste gefastet und allen Versuchungen des Teufels standgehalten. Gib auch mir in diesen Tagen der österlichen Buß- und Fastenzeit die nötige Kraft alle Vorsätze umzusetzen.
Schenke mir Standhaftigkeit und die rechte Gesinnung zur Umkehr.
Lass mich erkennen, wo ich an mir arbeiten kann und hilf mir dabei mich im Verzicht auf lieb gewonnene Dinge einzuüben.
Amen.

2. Lass mich verzichten,
wo es nur geht,
damit mein Denken
neu entsteht.
Lehr mich, dass du
der Kraftquell bist,
lehr mich, weil das
so wichtig ist.
Sind Bauch und Kopf
und Herz vereint,
dann weiß ich, was
Auferstehung meint.
Amen.

3. Nun ist es wieder Zeit
zu beten und zu fasten,
ich mache mich bereit,
die Seele zu entlasten.
Bei dir Gott finde ich,
was mich lebendig macht,
durch Fasten nehme ich
auf meine Seele acht.
Mein Gott, du schenkst mir Mut,
und gibst mir neue Kraft,
Verzichten tut mir gut,
weil es neue Kräfte schafft.
Amen.

4. Gott,
Du weißt, wer ich hinter all meinen Masken bin.
Vor dir kann ich mich nicht verstecken.
Du verstehst meine Gedanken und Gefühle,
die ich vor anderen verberge.
Wo immer ich bin, was ich tue, du weißt es.
Deine Liebe hat mich von Anfang an wahrgenommen.
Amen.

(Unbekannter Verfasser)

Aus dem Gotteslob

Lieder

GL 267 O Mensch, bewein dein Sünde groß
GL 268 Erbarme dich
GL 269 Du Sonne der Gerechtigkeit
GL 271 O Herr, aus tiefer Klage
GL 272 Zeige uns, Herr, deine Allmacht und Güte
GL 273 O Herr, nimm unsre Schuld
GL 283 Aus der Tiefe rufe ich zu dir
GL 358 Ich will dich lieben
GL 435 Herr ich bin dein Eigentum
GL 437 Meine engen Grenzen
GL 439 Erhör, mein Gott, mein Flehen
GL 440 Hilf Herr meines Lebens
GL 446 Lass uns in deinem Namen

Kreuzwegandacht

GL 683-684

Laudes

GL 623

Vesper

GL 637-640

Fürbitten

Das letzte Jahr hat manches auf den Kopf gestellt, vielen Menschen Angst und Sorgen gemacht, ihnen Krankheit, Einsamkeit, Not und Trauer gebracht. Das alles bringe ich dir – und bete:
Herr, erbarme dich, erbarm dich unser, erbarme dich unserer Zeit.

1. So bringe ich dir jetzt die Menschen, die mir wichtig sind, mit denen ich mein Leben teile, die, für die ich dir danke sagen möchte, und die, um die ich mir Sorgen mache.
2. Ich bringe dir auch mich selber, sage dir Dank für das, was ich an Schönem erlebt habe und erleben darf.
3. Ich sage dir auch, was mich belastet, worüber ich mich ärgere, was mir wehtut, was ich alleine nicht schaffe …
4. Ich bringe dir unsere Nöte, die durch diese Pandemie ausgelöst sind: die Kranken, die Verstorbenen, ihre Familien – alle, die bis zur Erschöpfung gearbeitet haben und arbeiten, alle, die um ihre Existenz fürchten, alle, die um unsere Zukunft kämpfen …
5. Ich bringe dir, was mir am meisten am Herzen liegt: …

Das alles lege ich in deine Hand und bitte dich: Lass mich deine Nähe spüren. Komm mir, komm uns mit deiner Kraft zu Hilfe. Mit dir und durch dich können wir leben. Komm und bleib und wohne bei uns. Amen.

Gebet der Öffnung

Herr, öffne meine Augen, damit ich nicht blind bleibe für deine Gegenwart in dieser Welt.
Herr, öffne meine Ohren, damit ich dein Wort vernehme in den Worten der Bibel und in den Worten der Menschen.
Herr, öffne meine Nase, damit ich deinen Wohlgeruch wahrnehme und den Duft aller Dinge empfange.
Herr, öffne mein Herz, damit deine Gegenwart es erfülle und das Feuer deines Geistes es entzünde.
Herr, öffne meine Lippen, damit mein Mund dein Lob verkünde und ich anderen Menschen weitersage, was ich von Dir erfahren habe.
Herr, öffne mein ganzes Gesicht, damit ich Dir zugewandt lebe und allen Menschen offen begegne.
Herr, öffne meine Hände, damit ich die Fülle des Lebens fasse und reich bin im Geben.

Liebe Besucher unserer Kirche, liebe Pfarrgemeinde,

eine Legende erzählt, wie sich ein Mann bei Gott beschwert, dass das Kreuz, das er zu tragen hätte, für ihn nicht passt. Gott gibt ihm deshalb die Gelegenheit, sein Kreuz gegen ein anderes auszutauschen. Doch das eine ist zu groß, das andere zu schwer, das andere zu spitz. Als er alle Kreuze durchprobiert hat, findet er eines, das weder zu groß, noch zu klein, noch zu schwer ist. Und er merkt: Es ist genau das, das Gott für ihn von Anfang an vorsehen hat.

Wir sagen: Jeder Mensch hat sein Kreuz zu tragen. Und trotzdem scheinen uns manche Kreuze, die uns im Leben auferlegt werden, zu schwer.

In der Fastenzeit lenken wir Christen daher den Blick auf Jesus und seinen Weg mit dem Kreuz. Auch er hat Mutlosigkeit und tiefe Erschöpfung, aber auch Mitleid und konkrete Hilfe erlebt. In Jesu Kreuzweg spiegeln sich Erfahrungen unseres eigenen Lebensweges.

Jesus hat uns gezeigt: Der Weg ist zu schaffen. Lassen wir uns daher von Jesus für unser eigenes Leben ermutigen und vertrauen wir darauf: Jesus geht mit uns!

Herzliche Grüße
Michaela Maier, GR, Dieter Zinecker, Pfr., Pater Jim, Pfarrvikar

Texte aus dem Gotteslob

Lieder

266 Bekehre mich
270 Kreuz auf das ich schaue
282 Beim letzten Abenmahle
289 O Haupt voll Blut und Wunden
461 Mir nach, spricht Christus
779 Sag ja zu mir

Andachten

563 Litanei vom Leiden Jesu
933 Andacht zum Heiligsten Herzen Jesu
934 Der Kreuzweg

Psalmen

33 Herr, unser Herrscher
34 Herr, wer darf Gast sein
38 Der Herr ist mein Licht
41 Ich bin arm … der Herr aber sorgt für mich
50 Unsere Tage zu zählen

Allgemeine Gebete
4 Rosenkranz: Die schmerzhaften Geheimnisse
5 Gebet vor dem Kreuz
6 Vor Gottes Angesicht

Andacht zu den sieben Worten Jesu am Kreuz

1. Station: Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun.

Die Bibel erzählt:
Pilatus sagte zu ihnen: Was soll ich dann mit Jesus tun, den man den Christus nennt? Da antworteten sie alle: Ans Kreuz mit ihm! Pilatus erwiderte: Was für ein Verbrechen hat er denn begangen? Sie aber schrien noch lauter: Ans Kreuz mit ihm! Als Pilatus sah, dass er nichts erreichte, sondern dass der Tumult immer größer wurde, ließ er Wasser bringen, wusch sich vor allen Leuten die Hände und sagte: Ich bin unschuldig am Blut dieses Menschen. Das ist eure Sache! (Mt 27,22-24)

Meditation:
Am Pranger stehen.
Alle Augen sind auf ihn gerichtet.
Das Urteil ist längst gefällt – bevor es fällt.

Und andere?
Sie waschen ihre Hände in Unschuld.
Sie wollen nichts damit zu tun haben.
Sie sagen: Ich hab nur das getan, was von mir erwartet wurde.

Auf welcher Seite stehe ich? – KURZE STILLE –

Gebet zum gegeißelten Heiland
Jesus Christus,
mein Herr und mein Gott!
Du stehst vor mir – zerschlagen und zerschunden,
gegeißelt und mit Dornen gekrönt.
Ohnmächtig erscheint der starke Gott,
verspottet der Heilige.
Rauer Gewalt stellst Du
Deine Liebe und Hingabe entgegen.
Wer Mitleid hat mit Dir, dem gegeißelten Heiland,
wer seine Sünden beim Anblick Deines Leidens bereut,
wird Deine Vergebung erfahren,
Deine Gnade und Liebe erleben.
Aber auch als Bittender bin ich zu Dir gekommen.
Du hast, o Herr, als Gott und Mensch
Schmerzen und Leiden im Übermaß erfahren
und aus Barmherzigkeit für uns erlitten.
Ich bitte Dich mit großem Vertrauen:
schau auf mich in meiner Not und nimm Dich meiner an.
Heiliger Gott!
Heiliger, starker Gott!
Heiliger, unsterblicher Gott,
erbarme Dich meiner!
Amen.
(Homepage Bistum Augsburg)

2. Station: Ich bin durstig!

Einer christlichen Legende nach sieht eine Frau namens Veronika Jesus auf seinem Weg mit dem Kreuz. Sie hat Mitleid mit Jesus. Sie gibt ihm ein Tuch, damit er sein verschwitztes Gesicht abtrocknen kann.

Gebet:
Herr Jesus Christus,
du hast in Veronika
einen Menschen gefunden,
der für dich in allergrößter Not da war.
Veronika hat gesehen, was du brauchst.

Jesus,
lass auch mich erfahren,
dass andere für mich da sind, wenn ich sie brauche.
Jesus,
lass auch mich sehen,
wenn andere am Ende ihrer Kräfte sind.
Lass auch mich sehen,
wo meine Hilfe gebraucht wird.
Schenke mir dazu die nötige Kraft
und die richtigen Worte.

Heiliger Gott!
Heiliger, starker Gott!
Heiliger, unsterblicher Gott,
erbarme Dich meiner!
Amen.
(Gebet: Michaela Maier)

3. Station: Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?

Die Bibel erzählt:
Nachdem die Soldaten Jesus gekreuzigt hatten, nahmen sie seine Kleider und machten vier Teile daraus, für jeden Soldaten einen Teil, und dazu das Untergewand. Das Untergewand war aber ohne Naht von oben ganz durchgewoben. Da sagten sie zueinander: Wir wollen es nicht zerteilen, sondern darum losen, wem es gehören soll. (Joh 19,23-24)

Meditation:
Der Kleider beraubt. – Unwürdig.
Vor anderen nackt dastehen. – Aller Ehre beraubt.
Alle Augen sind auf ihn gerichtet. – Peinlich. – KURZE STILLE –

Gebet:
Herr Jesus Christus,
du weißt um uns.
Du weißt, wie es ist,
wenn andere einen bloß stellen.
Du weißt, wie es ist,
wenn andere schonungslos auf meine Schwachstellen zeigen.
Du weißt, wie es ist,
wenn scheinbar alles wegbricht,
wenn man völlig allein da steht,
wenn alle einem verlassen.
Herr, ich bitte dich:
Lass mich dann nicht den Lebensmut verlieren.
Lass mich spüren: Du bist für mich da.
Lass mich spüren: Du gehst mit mir.
Heiliger Gott!
Heiliger, starker Gott!
Heiliger, unsterblicher Gott,
erbarme Dich meiner!
Amen.
(Gebet: Michaela Maier)

4. Station: Dies ist dein Sohn – dies ist deine Mutter

Die Bibel erzählt:
Bei dem Kreuz Jesu standen seine Mutter und die Schwester seiner Mutter, Maria, die Frau des Klopas, und Maria von Magdala. Als Jesus die Mutter sah und bei ihr den Jünger, den er liebte, sagte er zur Mutter: Frau, siehe, dein Sohn! Dann sagte er zu dem Jünger: Siehe, deine Mutter! (Joh 19,25-27)

Gebet:
Herr Jesus Christus,
du hast unterm Kreuz auf deine Mutter geschaut.
Sie hat dich geboren.
Sie hat dich aufgezogen.
Sie hat immer auf dich geschaut.
Sie musste es mit ansehen und aushalten,
wie dein Lebensweg auf Erden zu Ende geht.
In deinem eigenen Leiden hast du an deine Mutter gedacht.
Du hast ihr eine neue Lebensaufgabe gegeben.

Herr Jesus,
sei du bei mir,
wenn mich das Leben vor neue Aufgaben stellt.
Begleite mich,
wenn diese Aufgaben zu schwer erscheinen.
Halte mich,
wenn ich an diesen Aufgaben zu scheitern drohe.

Heiliger Gott!
Heiliger, starker Gott!
Heiliger, unsterblicher Gott,
erbarme Dich meiner!
Amen.
(Gebet: Michaela Maier)

5. Station: Heute noch wirst du mit mir im Paradies sein.

Die Bibel erzählt:
Mit Jesus werden noch zwei andere Männer gekreuzigt. Einer der beiden sagt über sich: „Uns geschieht recht, wir erhalten den Lohn für unsere Taten;…“ Über Jesus sagt er: …“dieser aber hat nichts Unrechtes getan.“ Dann sagte er: „Jesus, denk an mich, wenn du in dein Reich kommst!“ Jesus antwortete ihm: „Amen, ich sage dir: Heute noch wirst du mit mir im Paradies sein. (Lk 23,41-43)

Gebet:
Herr Jesus Christus,
im Warten auf das Sterben
hast du über die Grenze des Todes hinausgeschaut.
In dem Moment, wo alles zu Ende schien,
hast du schon etwas Neues gesehen.

Herr Jesus,
lass uns nie den Mut verlieren,
wenn Pläne, Beziehungen, Hoffnungen sich zerschlagen.
Schenke uns offen Ohren,
schenke uns offene Augen,
und schenke uns ein offenes Herz für jeden Neuanfang.
Im Vertrauen auf dich bitten wir:

Heiliger Gott!
Heiliger, starker Gott!
Heiliger, unsterblicher Gott,
erbarme Dich meiner!
Amen.
(Gebet: Michaela Maier)

6. Station: Es ist vollbracht.

Die Bibel erzählt:
Kurz bevor Jesus stirbt sagt er: „Es ist vollbracht.“ (Joh 19,30)
Jesu Weg auf der Erde ist zu Ende.

Gebet:
Herr Jesus,
immer wieder sterben Menschen, die wir gern haben.
Es sterben Menschen, die wir lieben.
Lass uns in unserer Trauer nicht vergessen,
dass es bei Gott ein Danach gibt.
Dass es einen Ort gibt,
an dem es keine Trauer, keine Angst und keine Schmerzen gibt.
In der Hoffnung auf das Ewige Leben bitten wir für uns und für andere:

Heiliger Gott!
Heiliger, starker Gott!
Heiliger, unsterblicher Gott,
erbarme Dich meiner!
Amen.
(Gebet: Michaela Maier)

7. Station: Vater, in deine Hände lege ich meinen Geist.

Die Bibel erzählt:
Es war schon um die sechste Stunde, als eine Finsternis über das ganze Land hereinbrach – bis zur neunten Stunde. Die Sonne verdunkelte sich. Der Vorhang im Tempel riss mitten entzwei. Und Jesus rief mit lauter Stimme: Vater, in deine Hände lege ich meinen Geist. Mit diesen Worten hauchte er den Geist aus. (Lk 23,44-46)

Gebet:
Gott erfülle mich mit Deiner Liebe
und wecke in mir Vertrauen in Deine Führung.
Sende mir Deinen Geist und Dein Licht.
Mache hell meine Wege und klar meine Augen,
damit sie den Weg sehen,
den Du mit mir gehen willst.

Nimm mich an Deine Hand,
führe, begleite mich und gebe mir Halt.
Sei Licht meinem Fuße,
damit ich Schritt für Schritt den Weg erkenne.

Schenke mir Geduld, Ausdauer und Gelassenheit,
damit ich auch auf schweren und dunklen Strecken
nicht strauchle und nicht zu Boden stürze.
Bleibe stets an meiner Seite,
selbst dann, wenn ich Deine Hand nicht spüre.

Schenke mir Deine Gnade und Kraft,
damit ich erkenne oder zumindest erahne,
dass Du es gut mit mir meinst
und Du nur mein Heil willst.
Lass mich dabei Deine Liebe und Güte spüren.

Pflanze in mir Hoffnung und Zuversicht,
dass ich meinen Weg mit Deiner Hilfe schaffe.
Sei mit Deinem Segen alle Zeit um mich herum
und bewahre mich vor allem Unheil.

Sende auch Deine Engel aus,
dass sie die Menschen begleiten und beschützen,
die ich lieb habe, und die mir nahe stehen.

(Heinz Pangels, 05/2003)

„Entdecke das Neuland in deinem Leben“

Judith Lurweg / Klaus Vellguth

Liebe Besucher unserer Kirche, liebe Pfarrangehörige!

Jetzt haben wir schon keinen Fasching mit den üblichen Feiern, mit geselligen und frohen Stunden verbringen können – und jetzt kommt auch noch die Fastenzeit: Darüber steht ja ganz groß der Aufruf: Lebe einfacher, schränk dich ein, werde stiller, höre hin und teile, was du hast, mit den Menschen in Not. – Ist das nicht zuviel der Einschränkungen in so kurzer Zeit?

„Aufbruch ins Neuland klingt so gar nicht nach Fastenzeit.
Heißt Fastenzeit nicht Zeit der Umkehr? Zeit der inneren Einkehr? Zeit der Buße?
Aufbruch ins Neuland kann genau das alles sein.
Umkehr: Die falschen Wege verlassen. Einkehr: Das Neuland in mir entdecken. Buße: Aufbruch in ein neues Miteinander.
Entdecke das Neuland in deinem Leben.“
(Judith Lurweg/Klaus Vellguth, in: Fastenzeit – Aufbruch ins Neuland, Verlag Herder, Freiburg 2021)

Die Wochen vor uns sind wirklich ein Aufruf: Mach dich auf Entdeckungsreise: Was kommt dabei raus, wenn Du überlegst, was ein gutes neues Ziel für dich ist, wie Du Deinen Tag gestalten willst? Was verändert das, wenn Du betest und dabei überlegst, wie Beten und Handeln zusammenpassen können? Das Eine entschieden tun, das Andere abstellen. Am schwierigsten, aber auch am wirkungsvollsten ist, wenn ich darüber nachdenke, wie ich zu einem guten (oder besseren) Miteinander mit den Menschen um mich herum kommen kann.

Da liegt viel Neuland vor mir: Gönnen wir uns die Zeit, nutzen wir sie, geben wir uns nicht mit weniger zufrieden. Wir können uns von den Einschränkungen befreien, die wir selber aufbauen.

Alles Gute dabei:
Ihre Dieter Zinecker, Pfarrer mit P. Jim, Pfarrvikar, und Michaela Maier, Gemeindereferentin

Neuausrichtung des Lebens

Gl 9,7 Ich bin da vor dir, mein Gott … (Erich Guntli)
Gl 22,2 Guter Gott, schenke der Kirche deinen Segen

Den rechten Weg gehen

Gl 31,1+2 Wohl dem Mann, der nicht dem Rat der Frevler folgt
Gl 39,1+2 Meide das Böse und tu das Gute

Andacht „Umkehr und Buße“

Gl 677,1 Er ebnet den Weg für einen Neuanfang

Lieder – Fastenzeit

Gl 266 Bekehre uns, vergib die Sünde
Gl 275 Selig, wem Christus auf dem Weg begegnet
Gl 440 Hilf, Herr meines Lebens
Gl 470 Wenn das Brot, das wir teilen, als Rose blüht

Ist das ein Fasten …?

– sich selber ernst, aber nicht zu wichtig zu nehmen
– etwas gut sein lassen, ohne wenn und aber
– die Kunst verstehen, Freude zu wecken
– einfach öfter den Mund halten
– den eigenen Perfektionismus beurlauben
– nicht ständig das letzte Wort haben müssen
– das grimmige Gesicht abschminken
– den Unmut humorvoll überwinden
– den inneren Schweinehund überlisten
– das rechte Maß im Auge behalten
– die passenden Worte wählen
– den richtigen Ton finden
– sich trauen, Hemmschwellen zu überwinden
– empfindsam, aber nicht überempfindlich sein
– andere und sich selbst mehr loben als tadeln
– kritische Fragen zulassen
– eigene Fehler nicht überspielen
– öfter staunen und sich wundern
– mit sich selbst und dem Nächsten Geduld üben
– wertschätzend und wohlwollend sein
– langsam, leise und liebevoll leben

(Paul Weismantel, Fastenkalender 2020)

Verzeihen üben

Verzeihen und versöhnen. Ganz konkret in alltäglichen Kleinigkeiten und bei denen, mit denen ich arbeite, die um mich sind, für die ich Verantwortung trage, die nah oder fern zu mir gehören als Fremde, Freunde oder Familie. Verzeihen und um Verzeihung bitten: für gereizte Stimmung, ein unbedachtes Wort, die Unausgeglichenheit, Antriebslosigkeit, mangelnde Aufmerksamkeit, Rückzugstendenzen, ungebührliche Gedanken – und alles, was sich so eingestellt hat. Heute können wir damit anfangen, wenn wir es nicht schon versuchen.

Bf. Georg Bätzing, Vorsitzender der dt. Bischofskonferenz,
Aus der Wochenzeitschrift CHRIST IN DER GEGENWART (Nr. 7/2021, Freiburg i. Br., www.christ-in-der-gegenwart.de)

Gebet um Veränderung

Gott, du hast deinen Bund mit uns Menschen geschlossen. Du hast Menschen herausgeführt aus Abhängigkeiten und Zwängen.
Du willst auch für unsere Zeit, dass wir in Freiheit leben können.
Schreibe heute neu deine Botschaft in unsere Herzen.
Lass sie zum Samenkorn werden, das in uns keimt und wächst.
Dann können wir Veränderung wagen und anders, neu, gerecht in dem Haus leben, das du uns mit allen Menschen zur Heimat gegeben hast.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Bruder und Herrn.

Amen.

MISEREOR Fastenaktion 2021, Liturgische Bausteine, S. 40

Es geht! Anders.

Nein / Nicht jetzt / Nicht ich / Nein, es geht nicht.
Es geht! Anders.
Zuerst die Anderen / Die da oben / Die Mächtigen / Die Wirtschaft
Es geht! Anders.
Es ist doch gut so. / Wer weiß, ob es anders besser ist. / Die vielen Stimmen … / Die vielen Meinungen …
Es geht! Anders.
Es geht! Mit dir! / Es geht Schritt für Schritt.
Es geht im Miteinander.
Dein Wort in Gottes Ohr!
Es geht! Anders. / Glaub mir.
Mein Sohn hat es dir vorgelebt.

Andreas Paul,
in: MISEREOR Fastenaktion 2021, Liturgische Bausteine, S. 52

Fürbitten

Gott, dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden – so sprechen wir im Vater unser. Wir bitten dich:

– Für alle, die jetzt entschlossen ihrem Leben einen neuen Anstoß geben wollen und in der Fastenzeit deinen Willen verwirklichen wollen. – Wir bitten dich, erhöre uns.
– Für alle, die in eine Sackgasse geraten sind oder in einem Punkt ihres Lebens gescheitert sind. – Wir bitten dich …
– Für alle, die krank sind oder in Pflegeheimen leben. – Wir …
– Für alle, die in dieser Zeit an ihre Belastungsgrenzen kommen und oft nicht wissen, wie sie die Kraft schöpfen können, die sie brauchen. – Wir …
– Für die Menschen, die uns Gutes tun und uns ihre Zeit und ihre Zuwendung schenken. – Wir …
– Für die Kinder und Jugendlichen, deren Leben sich so stark verändert hat. – Wir …
– Für die Opfer der Corona-Pandemie, für unsere verstorbenen Angehörigen und Freunde, und für alle unsere Verstorbenen. – Wir …

Segne uns

Bitte, Gott, segne uns:

Segne uns, wenn uns der Mut verlässt, anderen zu helfen.
Segne uns, wenn uns die Kraft verlässt, andere zu unterstützen.
Segne uns, wenn wir blind werden für die Zerstörungen der Erde.
Segne uns, wenn es uns egal wird, was um uns herum passiert.

So segne uns der lebendige Gott: Der Vater und der Sohn und der Heilige Geist.

Amen.

MISEREOR Fastenaktion 2021, Liturgische Bausteine, S. 49

Mitgefühl

Mitgefühl, der wichtigste Bestandteil der Menschlichkeit,
ist die höchste Manifestation der menschlichen Seele.

Sudhir Kakar, in: DIE ZEIT Nr. 16/2020

Liebe Kirchenbesucher, liebe Gläubige,

Am 2. Februar feiert die Kirche das Fest „Darstellung des Herrn“, das vielerorts auch „Mariä Lichtmess“ genannt wird. Das Gesetz Mose schrieb damals Juden vor, ein Neugeborenes innerhalb einer bestimmten Frist in den Tempel zu bringen. Im Tempel sollte die „männliche Erstgeburt (…) dem Herrn geweiht“ werden und die Mutter sollte zur „Reinigung“ ein Schaf und eine Taube an den Priester übergeben.

Man konnte das Fest also auf zwei Möglichkeiten deuten: Mit Blick entweder auf Jesus oder seine Mutter Maria. Der alte Simeon wartete im Tempel auf die Erfüllung einer Offenbarung. Ihm wurde geweissagt, dass er nicht eher sterben werde, bis er den Messias, den Retter aller Menschen, gesehen hat. Als Maria ihm schließlich das Jesuskind in die Arme legte, stimmte Simeon ein Loblied an, segnete die kleine Familie und weissagte Maria die Zukunft. Danach pries die Witwe Hanna Jesus.

Bereits im 4. Jahrhundert feierte die Kirche in Jerusalem das Fest – zunächst am 14. Februar, dem 40. Tag nach dem Fest „Erscheinung des Herrn“, später dann 40 Tage nach Weihnachten, der Geburt Jesu. Es wurde bald als der erste Einzug Jesu in Jerusalem betrachtet. Aus dem Grund kam es im 7. Jahrhundert zu Lichterprozessionen. Die Gläubigen wollten Christus entgegengehen, ähnlich wie sie es aus den Evangelien kannten, wo die Menschen den erwachsenen Jesus an Palmsonntag begrüßten. Die Kerzen, mit denen die Gläubigen das Kommen Jesus in die Welt nun symbolisch begleiteten, wurden eigens zu diesem Fest geweiht.

Der Brauch der Kerzensegnung führte im Westen dazu, dass das Fest als „Maria Lichtmess“ bekannt wurde. Denn die westliche Kirche betonte lange Zeit eher die Reinigung Marias als Festinhalt. Das Marienfest war deshalb auch unter den Namen „Mariä Reinigung“ bekannt.

Erst seit der Liturgiereform nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil wird es wieder als „Herrenfest“, also mit Bezug auf Jesus, gefeiert. Somit lautet der offizielle Name „Darstellung des Herrn“.

Egal, wie wir nun für uns dieses Fest nennen, wichtig ist, das wir Jesus so erkennen, wie Simeon und Hanna, dass wir uns von ihm ebenso berühren lassen und wissen: das Licht und das Heil unseres Lebens ist Jesus. Möge er Ihnen in jeder Stunde dieser schwierigen Zeit an Ihrer Seite stehen und Ihnen Kraft und Hoffnung schenken.

Ihr
P. Jim, Pfarrvikar
mit Dieter Zinecker, Pfarrer und Michaela Maier, Gemeindereferentin

Ich bin wie eine kleine Kerze

Ich bin nichts als eine Kerze.
Nichts als ein kleines Licht.
Eine kleine Flamme nur bin ich.
Ausgesetzt jedem Windhauch.
Ich verzehre mich, indem ich leuchte.

Ich bin nichts als eine Kerze.
Nichts als ein kleines Licht.
Ich soll leuchten unter all denen,
die die Finsternis mehr lieben,
als das Licht.
Ich soll ein Orientierungspunkt sein für jene,
die im Dunkeln sitzen.
Ich soll einen Weg zeigen
durch die Irrwege und Abwege der Welt.

Gott, nimm mich kleines Licht in deine schützende Hand.
Lass mich zum Lichtblick werden für alle,
die nach Hoffnung suchen.
Lass mich ein Schimmer sein für die Augen der Blinden,
Wärme und Geborgenheit für jene, die auf der Straße liegen.

(Autor unbekannt)

Du bist das Licht

Gott, Du bist mein Vater, ich danke Dir, weil Du das Werk Deiner Hände nicht verachtet hast. Du hast Dein Gesicht nicht von mir gewandt.

Du bist das Licht. Du hast über die Finsternis in mir hinweggeschaut.

Du bist das wahre Leben. Du hast alles Tote in mir übersehen. Du bist der Arzt. Du hast Dich von meiner Krankheit nicht abstoßen lassen.

Du bist ewige Reinheit. Du hast meine vielen Leiden nicht verachtet. Du bist der Grenzenlose. Du hast über meine Grenzen hinweggesehen.

Du bist die Weisheit. Du hast Dich von meiner Torheit nicht abstoßen lassen.

(Katharina von Siena)

Evangelium

Lk 2, 22-40

Lobgesang des Simeon

GL 500
GL 665,3

Jesuslitanei

GL 560; GL 561

Rosenkranz: Die freudenreichen Geheimnisse

Jesus, den du, o Jungfrau, vom Heiligen Geist empfangen hast.
Jesus, den du, o Jungfrau, zu Elisabeth getragen hast.
Jesus, den du, o Jungfrau, zu Betlehem geboren hast.
Jesus, den du, o Jungfrau, im Tempel aufgeopfert hast.
Jesus, den du, o Jungfrau, im Tempel wiedergefunden hast.

Lieder

GL 95: Du Licht vom Lichte
GL 219: Mache dich auf und werde licht
GL 264, 2: du bist das Licht
GL 365 : Meine Hoffnung und meine Freude
GL 374: Volk Gottes, zünde Lichter an
GL 546: Christus, du Licht vom wahren Licht

Fürbitten

Guter Gott, wie deine Propheten Simeon und Hanna sehnen auch wir uns nach deinem Heil:

  1. Wir bitten dich für alle alten Menschen, die spüren, dass ihre Lebenszeit begrenzt ist.
  2. Wir bitten dich für alle Kinder und ihre Eltern, die in schwierigen Verhältnissen leben.
  3. Wir bitten dich für alle Menschen, die auf der Suche sind nach Sinn und Gelingen ihres Lebens sind.
  4. Wir bitten dich für alle Menschen, die schwere Wege gehen müssen.
  5. Wir bitten dich für alle Menschen, die an der Schwelle des Todes stehen, ob sie es wissen oder nicht.
  6. Wir bitten dich für alle, die du aus ihrem irdischen Leben zu dir gerufen hast. Vollende sie in deinem Licht. Heute beten wir besonders für:

Denn du, Gott, bist treu und wirst uns geben, was du verheißen hast.

Dafür danken wir dir, und darum preisen wir dich alle Tage unseres Lebens durch Jesus Christus, unseren Bruder und Herrn.

Amen.