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Heute haben wir das Patrozinium in der Kapelle St. Johannes der Täufer in Altenmarkt gefeiert. Damit auch alle Interessierten mit dabei sein können, waren wir wieder mit unserer Videokamera mit dabei. Vielen Dank liebe Besucher aus nah und fern für das zahlreiche Mitfeiern!

Mehr über unsere Kapelle in Altenmarkt findet ihr übrigens hier auf unseren Webseiten.

Zehn Tage nach Pfingsten wird immer Fronleichnam gefeiert- in diesem Jahr wegen der Pandemie ein weiteres Mal in eingeschränkter Form. Statt der Prozession durch das Dorf waren zwei Messen angesetzt, um möglichst vielen Gläubigen die Möglichkeit eines Gottesdienstbesuch zu bieten. „Wir feiern heute das Hochfest des Leibes und Blutes von Jesus Christus“, begann Pater Jim den Festgottesdienst in der festlich geschmückten St. Laurentiuskirche.

In seinen einleitenden Worten wies Pater Jim darauf hin, dass die Gläubigen am Fronleichnamsfest auf die Straßen gehen um ihre Zugehörigkeit zu Gott zu zeigen. Man bekunde das Vertrauen in Christus, der als zuverlässiger Begleiter uns zu Gott führe. Jesus werde durch die Straßen getragen weil es das Sinnbild dafür sei dass Jesus Christus eben nicht nur in der Kirche, sondern jeden Tag bei uns ist. Das sei die Botschaft des Festtages Fronleichnam und wird in der Prozession für alle sichtbar gemacht. „Leider“, so der Geistliche, „fällt dass pandemiebedingt auch dieses Jahr aus“.

Einen besonderen Dank sprach Pater Jim der Familie Zistler für den wunderschön gestalteten Blumenteppich am Altar aus.

Zum Schluss spendete der Pater den eucharistischen Segen dem Dorf und allen seinen Bewohnern in die vier Himmelsrichtungen.

Musikalisch begleitet wurde der Gottesdienst von Kathrin Weber an der Orgel und gesanglich durch Ferdinand Weber.

In ungewohnten Bahnen, aber in gewohnt ansprechender Form wurde heuer in unserer Pfarrei Fronleichnam, das „Hochfest des Leibes und Blutes Christi“, gefeiert. Die Gläubigen hatten die Wahl zwischen Vorabendmesse, einem Festgottesdienst mit Aussetzung und Anbetung (alles in der Pfarrkirche, ebenfalls im Livestream) und einer Eucharistiefeier mit anschließender, verkürzter Prozession – und machten letztendlich sehr guten Gebrauch von beiden Angeboten.

Stadtpfarrer Dieter Zinecker als jeweiliger Zelebrant freute sich jedenfalls, vor prächtiger blumengeschmückter Kulisse „das größte Fest der Eucharistie“ miteinander feiern und neue Kraft aus dem Glauben schöpfen zu können: „Was auch immer uns in unserem Leben bewegt: Wir tragen es vor Gott hin – und er schenkt uns alles, was wir zum Leben brauchen.“

Eine Skulptur vor dem Wiener Stephansdom vom Frühjahr 2020 hatte sich der Pfarrer als Bezugsobjekt für seine Predigt ausgesucht: Eine riesige schwarze Wärmflasche, angetan mit althergebrachter priesterlicher Kopfbedeckung oben und zwei beschuhten Füßen unten. „Herzwärme“ symbolisiere sie und rege zum Nachdenken an, zumal an Fronleichnam, an dem wir „unser höchstes Gut“, verpackt in Gold und Glanz, feierliche Liturgie und gepflegtes Brauchtum, durch die Straßen tragen.

„Was von dem, was uns drinnen ganz wichtig ist, zeigen wir draußen?“ fragte Zinecker seine Zuhörerschaft. „Nun, heute zeigen wir etwas her, das Allerheiligste: Eine kleine Hostie, ein Stück Brot, zerbrechlich, unscheinbar (…), von dem wir im Glauben sagen: Das ist der Leib Christi. Das Brot des Lebens. Vom Gott des Lebens (…).“ Als „Arznei der Unsterblichkeit“ habe der Hl. Ignatius von Antiochien die Kommunion bezeichnet: „Beim Empfang werden wir – im Bild gesprochen – geimpft mit dieser Arznei: Heile Menschen werden wir, wenn wir uns in der Eucharistie mit Christus verbinden. Dann können wir hingehen und ohne Angst, ohne Zwänge, befreit zur Liebe leben. Dann werden wir zur Wärmflasche für unsere Nächsten: Herzerwärmend, von Freude erfüllt und Freude verbreitend, Menschen, die den innersten Kern der Kirche nach außen tragen, in den Alltag, ins Leben.“

Nach Predigt und Fürbitten wurde die Eucharistie mit besonderer Feierlichkeit begangen. „Aller Augen warten auf Dich, o Herr“ sang – passend zum Kommunionempfang – mit warmer Stimme Kantorin Eva Berzl, die allen Gottesdienstfeiern auch im Übrigen den musikalischen Wohlklang verlieh.

Gleich im Anschluss an den (zweiten) Gottesdienst am „Prangertag“ machte man sich – kreuztragende Ministranten und liturgischer Dienst voran, alle Mitfeiernde dahinter – unter strahlend blauem Himmel gemeinsam auf den kurzen Prozessionsweg via Kirchplatz zum Marktplatz; Festtags-Fahnen, frisches Birkengrün, Blumen und (Fenster-)Tücher schmückten aufs Schönste den Weg. Pfarrer Zinecker trug die Monstranz (auf den Traghimmel hatte man zur Wahrung der geltenden Abstandsregeln verzichtet) und im gemeinsamen Gebet wurde der vor dem Eingangsbereich des Modehauses Frey angerichtete Altar angesteuert. Dort angekommen verkündete der Priester das Evangelium, Fürbitte wurde gehalten und der sakramentale Segen in alle Himmelsrichtungen erteilt.

Sodann ging es den Weg zurück, bis vor das Kirchenhauptportal, wo zum Abschluss der eucharistische Segen erteilt wurde, die Gläubigen konnten sich auch hier weiträumig im weiteren Kirchenumfeld verteilen.

Des Stadtpfarrers Dank galt abschließend allen Mitwirkenden bei der Vorbereitung und Durchführung der Fronleichnamsfeierlichkeiten, und ebenso allen Gläubigen für ihr Glaubenszeugnis und Mitmachen. Und die Sonne strahlte vom Himmel, als hätte sie sich genau für diesen Tag Besonderes vorgenommen.

Im Bild:
– Pfarrer Zinecker verkündete in der Pfarrkirche (und später auch vor dem Altar im Freien) das Evangelium zu Fronleichnam
– Vor dem Kirchenhauptportal: Eucharistischer Segen für alle Gläubigen

Gefeiert haben wir heute die Eucharistie, also das in den Leib Jesu Christi gewandelte Brot und der in das Blut Jesu Christi gewandelte Wein. Deshalb heißt das Fest offiziell in der katholischen Kirche auch das „Hochfest des Leibes und Blutes Christi“.

An diesem sonnigen Feiertag haben wir den Gottesdienst (ohne die kleine Prozession und den Schlusssegen) per Livestream übertragen. Vielen Dank liebe Zuschauer für das zahlreiche Mitfeiern!

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Am vergangenen Donnerstag feierten die Gläubigen der Expositur Vilzing, in der mit einem Blumenteppich wunderschön geschmückten St. Laurentius Kirche, das Fronleichnamsfest. „Das kostbarste Gut unseres Glaubens, das Allerheiligste auf die Straße zu tragen, ist gut und wichtig“, so begann Pater Jim seine Ansprache.

„Wenigstens einmal im Jahr machen wir es öffentlich sichtbar. In diesem Jahr feiern wir Fronleichnam ohne Prozession. Viele von uns bedauern das. Aber auch wenn wir uns heute nicht auf den Weg machen, mit unserem Herrn durch unser Dorf, geht er mit uns. Gerade in dieser Zeit, wo wir einander aus dem Weg gehen, um einander zu schützen. Ich bin da für euch! ist sein Versprechen. Deshalb dürfen wir mit allem zu ihm kommen, was uns auf dem Herzen liegt.“

In seiner Predigt des festlichen Gotesdienstes stellte Pater Jim die Frage: „Es werden an vielen Orten keine Prozessionen durch die Straßen ziehen. Fällt Fronleichnam deshalb aus? Ja- in der uns vertrauten traditionellen Form. Und nein- natürlich findet es statt, anders, ich möchte fast sagen, fokussierter, wesentlicher. Worum geht es denn heute? Um diese kleine Scheibe Brot in der Monstranz und tatsächlich um Präsenz“, so Pater Jim. Daher müssen wir nicht enttäuscht darüber sein, dass wir heuer ohne Prozessionen Fronleichnam feiern. Freuen wir uns lieber darüber, dass Gottes Präsenz immerwährend bleibt – auch und gerade in diesen besonderen Zeiten. Gott ist präsent im Brot. Wir dürfen es mit allen Sinnen erfahren – ihn schauen und schmecken. Wir dürfen ihn aufnehmen in uns im Sakrament des Altares und, nicht zu vergessen, im Sakrament des Wortes. Kostbare Gabe, mit der aber auch eine Aufgabe einhergeht. Wenn wir dieses Brot, den Leib Christi, essen, sollen wir selbst zum Brot werden, das die Not des Lebens wendet, da wo wir sie sehen.

Wenn der Segen mit der Monstranz heuer nicht an verschiedenen Orten in unseren Gemeinden gespendet wird, können wir erst recht zum Segen werden: mit unseren Augen, die sehen, wo Not am Mann oder der Frau ist. Mit unseren Ohren, die hören, wo Menschen, Zuspruch, Ermutigung und Trost brauchen. Mit unseren Händen, die anpacken, wo andere Hände schlaff geworden sind. Mit unseren Beinen, die nicht müde werden, zu denen hinzugehen die sich einsam und verlassen fühlen. Mit unserem Herzen, das für die Menschen schlägt. Dann fällt Fronleichnam nicht aus, denn dann ist jeder einzelne von uns die Fronleichnamsprozession, die den Herrn, seinen Leib und sein Wort zu den Menschen trägt, beendete der Geistliche seine Predigt.

Am Ende des Gottesdienstes bedankte sich Pater Jim bei allen Beteiligten allen voran Familie Zistler für die Gestaltung des Blumenteppichs.

„Du schenkst uns deine Gegenwart im österlichen Mahl“ haben die Gläubigen unserer Pfarrei in den Festgottesdiensten zu Fronleichnam voller Hingabe gesungen. Denn am „Hochfest des Leibes und Blutes Christi“ wird in ganz besonderer Weise die leibliche Gegenwart Christi im Sakrament der Eucharistie gefeiert, als Zeichen der lebendigen Verbindung zu Christus.

Mit festlichem Gepräge und mit prächtigem Schmuck aus Blumen, Festbändern und Birken (auch um Kirche und Pfarrhof) wurde der „Prangertag“ würdig begangen, obgleich – der Corona-Pandemie geschuldet – die Sitzplätze in der Pfarrkirche nur mit Abstandsvorgaben belegt werden konnten. Ganz entfallen musste heuer ein Kernstück: Die Prozession, in deren Rahmen die Monstranz mit dem Allerheiligsten, der konsekrierten Hostie, im Festzug durch die Straßen der Stadt getragen wird.

So wie man Mahl halte mit denen, die man schätze und gerne um sich habe, so „wollen wir Mahl halten mit Christus“, freute sich Zelebrant Pfarrer Dieter Zinecker zu Beginn des Vormittag-Gottesdienstes. Und verwies in diesem Zusammenhang auch auf die enge Verbindung zur Einsetzung der Eucharistie durch Jesus Christus selbst beim letzten Abendmahl, dem Festgeheimnis des Gründonnerstags.

Das „Brot des Lebens“ thematisierte er auch in seiner Predigt: Aus einem literarischen Werk von Charles Dickens („A Christmas Carol“) erzählte er die Lebensgeschichte des geizigen und herzlosen Geschäftemachers Scrooge, der sich urplötzlich, just an einem Weihnachtstag, in grundlegender Weise verwandelt und zum gütigen, not-sehenden und not-lindernden Menschen wird. „In seinen alten Tagen kommt Scrooge auf die Spur, die Jesus in seinen besten Jahren gelebt hat. Der Mann aus Nazareth lindert nicht nur Not, er verspricht sich selbst zu verschenken als Lebensmittel, das für die Ewigkeit nährt. Brot will er sein – nicht nur für exklusive Kreise, die es sich leisten können, sondern für alle.“

Zinecker schlug aus dieser Erzählung den Bogen zu Fronleichnam: „Wer mein Fleisch ist und mein Blut trinkt, der bleibt in mir und ich bleibe in ihm.“ Das heißt „Verwandlung“: Ich empfange etwas Kostbares – und das bewirkt in mir etwas: Ich komme auf die Spur Jesu: Wie er habe ich ein offenes Herz für meine Mitmenschen: Von ihm bekomme ich meinen Platz in der Welt; eine Aufgabe, die nur ich erledigen kann. – Fronleichnam feiern wir: Brot und Wein werden gewandelt – und die Empfänger werden gewandelt: Durch sie scheint auf, was Christus uns hinterlassen hat in unserer Welt.“

Nach der Eucharistiefeier wurde das Allerheiligste zur Verehrung und Anbetung am Altar ausgesetzt und der Eucharistische Hymnus „Tantum ergo“ intoniert, bevor, nach dem Schlussgebet, mit der Monstranz der Segen Gottes auf alle Mitfeiernden herabgerufen wurde. Mit der Monstranz schritt Pfarrer Zinecker anschließend durch das Kirchenschiff bis vor das Hauptportal, um von dort den Segen in alle Himmelsrichtungen der Stadt zu erteilen – ein kleiner Ersatz für die Prozession. Danach stimmte Kantorin Eva Berzl zum Schlusslied des gelungenen Festgottesdienstes an, das an Fronleichnam nicht fehlen darf: „Großer Gott, wir loben dich“.

Im Bild:
– Mit der Monstranz erteilte Pfarrer Dieter Zinecker den Segen in alle Himmelsrichtungen der Stadt Cham
– Mit der Monstranz schritt der Stadtpfarrer durch das Kirchenschiff von St. Jakob

(Text: Michaela Maier)

Es war einmal ein Mädchen das Juliana hieß. Sie lebte vor etwa 800 Jahren. Da ihre Eltern früh gestorben waren, wuchs Juliana in einem Kloster auf. Im Alter von 14 Jahren wurde sie selbst Ordensfrau, das heißt, sie wollte ihr Leben ganz besonders Gott schenken.

Eines Tages betete sie. Da sah sie plötzlich das Bild eines Mondes vor sich. Dieser Mond hatte einen merkwürdigen schwarzen Flecken. Ab diesem Zeitpunkt sah Juliana beim Beten immer wieder dieses Bild vor sich. Sie machte sich Gedanken, was ihr dieses Bild sagen wollte. Eines Tages aber verstand sie es plötzlich: Dieser Mond ist wie ein Kalender mit allen Festen der Kirche. Dort wo der Kalender einen schwarzen Flecken hat, fehlt ein Fest. Nämlich ein Fest, an dem man das Heilige Brot, den Leib Chrisi, verehrt.

Zuerst erzählte Juliana niemand davon. Aber später traute sie sich doch, darüber zu sprechen. Aber zunächst nahm sie niemand ernst. Sie wurde nur ausgelacht.

Juliana gab nicht auf. Irgendwann schaffte sie es, ihre Idee durchzusetzen. Das Fest zur besonderen Verehrung des Leibes Jesu wurde im Jahr 1246 erstmals gefeiert. Dieses Fest kennen wir heute unter dem Namen „Fronleichnam“. Darin stecken die alten deutschen Wörter: Vron = heilig und Lichnam = lebendiger Leib.

18 Jahre später wurde als Datum für das Fest der zweite Donnerstag nach Pfingsten festgelegt. Nun wurde es von allen Christen gefeiert.

Bis heute werden an Fronleichnam die Kirchen, Straßen und Häuser besonders geschmückt. Dazu gehören vor allem Birken, viele Blumen und rote Fenstertücher. Der Priester trägt nach einem Gottesdienst das heilige Brot in der sogenannten Monstranz durch die Straßen. So wird um Jesu besonderen Segen für die Stadt und die Menschen gebetet.

Bild: Monstranz der Pfarrei St. Jakob, Cham, Martina Altmann

(Diözese Regensburg KdöR 2020 | Hauptabteilung Seelsorge | erstellt v. Pastoralreferentin Heidi Braun | Gemeindekatechese
Bibeltext: Einheitsübersetzung der Heiligen Schrift © 2017, Verlag Katholische Bibelanstalt GmbH, Stuttgart
Lieder: Gotteslob, Katholisches Gebet- und Gesangsbuch, Ausgabe für die Diözese Regensburg)

Hinführung

Wir feiern Fronleichnam – das Hochfest des Leibes und Blutes Christi. Wir feiern den „lebendigen Herrn“. Christus ist lebendig unter uns, wenn wir Eucharistie feiern. Er ist lebendig in uns, wenn er sich uns schenkt in der heiligen Kommunion. Und Christus bleibt gegenwärtig im eucharistischen Brot. Er wohnt unter uns und ist mit uns auf dem Weg.

+ Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.
Amen.

Lied: Deinem Heiland, deinem Lehrer (GL 818,1+2)

1. Deinem Heiland, deinem Lehrer,
deinem Hirten und Ernährer,
Zion, stimm ein Loblied an!
Preis nach Kräften seine Würde,
da kein Lobspruch, keine Zierde
seiner Größe gleichen kann.

2. Dieses Brot sollst du erheben,
welches lebt und gibt das Leben,
das man heut den Christen weist:
Dieses Brot, mit dem im Saale
Christus bei dem Abendmahle
die zwölf Jünger selbst gespeist.

Gebet

Herr Jesus Christus, du liebst uns Menschen und bleibst uns nahe. Du machst dich zur Nahrung für uns und stärkst uns. Du schenkst dich uns selbst und schenkst uns somit ewiges Leben. Dafür danken wir dir. Wir loben dich, wir preisen dich, wir beten dich an – jetzt und immerdar.
Amen.

Lesung aus dem heiligen Evangelium nach Johannes

In jener Zeit sprach Jesus zu der Menge: Ich bin das lebendige Brot, das vom Himmel herabgekommen ist. Wer von diesem Brot isst, wird in Ewigkeit leben. Das Brot, das ich geben werde, ist mein Fleisch für das Leben der Welt. Da stritten sich die Juden und sagten: Wie kann er uns sein Fleisch zu essen geben? Jesus sagte zu ihnen: Amen, amen, ich sage euch: Wenn ihr das Fleisch des Menschensohnes nicht esst und sein Blut nicht trinkt, habt ihr das Leben nicht in euch. Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, hat das ewige Leben und ich werde ihn auferwecken am Jüngsten Tag. Denn mein Fleisch ist wahrhaft eine Speise und mein Blut ist wahrhaft ein Trank. Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, der bleibt in mir und ich bleibe in ihm. Wie mich der
lebendige Vater gesandt hat und wie ich durch den Vater lebe, so wird jeder, der mich isst, durch mich leben. Dies ist das Brot, das vom Himmel herabgekommen ist. Es ist nicht wie das Brot, das die Väter gegessen haben, sie sind gestorben. Wer aber dieses Brot isst, wird leben in Ewigkeit.
(Johannes 6,51-58)

Kurze Stille

Lied: Deinem Heiland, deinem Lehrer (GL 818,6)

Doch nach unsres Glaubens Lehren
ist das Brot, das wir verehren,
Christi Fleisch, sein Blut der Wein;
was dem Auge sich entziehet,
dem Verstande selbst entfliehet,
sieht der feste Glaube ein.

Lobpreis

V Herr Jesus Christus, du bist das lebendige Brot, das vom Himmel herabgekommen ist.
A Wir beten dich an und preisen dich.

V Du bist das lebendige Brot und schenkst ewiges Leben. – A …
V Du bist das lebendige Brot, das unseren Hunger stillt. – A …
V Du bist das lebendige Brot, das uns stärkt auf unserem Weg. – A …
V Du bist das lebendige Brot, das unsere Seelen heilt. – A …
V Du bist das lebendige Brot, Quelle der Kraft und des Trostes. – A …
V Du bist das lebendige Brot, Zeichen der Liebe. – A …
V Du bist das lebendige Brot, das uns eint. – A …

Bitte

V Herr Jesus Christus, du bist der lebendige Herr. Zu dir rufen wir:
A Herr, erhöre uns.

V Wir beten für unsere Kirche, für alle Getauften und für alle, die dich suchen. – A …
V Wir beten für unsere Gesellschaft, in der die Gegensätze groß sind. – A …
V Wir beten für unsere Familien und für all die Menschen, die anderen Geborgenheit, Schutz und Heimat bieten. – A …
V Wir beten für die Menschen, die vereinsamt sind, sich verlassen fühlen und sich nach menschlicher Nähe sehnen. – A …
V Wir beten für die Menschen, die sich zum Wohle anderer einsetzen. – A …
V Wir beten für alle, die ausgebrannt und erschöpft sind. – A …
V Wir beten für die Menschen, die in Sucht und Abhängigkeiten geraten sind. – A …

Vater unser

Segensgebet

Komm, Herr, segne uns.
Segne unser Arbeiten und unser Ruhen.
Segne unsere Gedanken und unsere Worte.
Segne unsere Sinne und unsere Herzen.
Segne unser Leben, mit all seinen Höhen und Tiefen.
Segne uns und alle Menschen, die wir in unseren Herzen tragen.

+ Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.
Amen.

Lied: O heilge Seelenspeise (GL 819,1+2)

1. O heilge Seelenspeise
auf dieser Pilgerreise,
o Manna, Himmelsbrot!
Wollst unsern Hunger stillen,
mit Gnaden uns erfüllen,
uns retten vor dem ewgen Tod.

2. Du hast für uns dein Leben,
o Jesu, hingegeben
und gibst dein Fleisch und Blut
zur Speise und zum Tranke;
wer preist mit würdgem Danke
dies unschätzbare, ewge Gut?

3. „Kommt alle, die auf Erden
von Not bedränget werden“,
so spricht dein eigner Mund,
„ich will euch wieder geben
mit meinem Blut das Leben!
Dies ist der neue, ewge Bund.“

An der „Feier der leiblichen Gegenwart Jesu Christ im Sakrament der Eucharistie“, wie Fronleichnam bezeichnet wird, haben sich am Donnerstag bei herrlichem Wetter viele Gläubige beteiligt. Unter ihnen waren auch die Erstkommunionkinder in ihren liturgischen Gewändern und Abordnungen kirchlicher und weltlicher Vereine sowie die kirchlichen Gremien der Expositur Sankt Laurentius. Sie machten die Feier zu einer beeindruckenden Demonstration des Glaubens.

Der Prozession ging ein Festgottesdienst voraus, den Kaplan Martin Popp feierlich zelebrierte. Musikalisch umrahmten diesen die Gruppe La Musika. In seiner Predigt verglich der Geistliche die Prozession an Fronleichnam mit Demonstrationen, die zur Zeit sehr zahlreich und mit vielfältigen Themen stattfinden. Die Fronleichnamsprozession ist eine Demonstration für Christus und den Glauben, auch heute noch würden Menschen hinaus auf die Straßen ihres Dorfes gehen und so ihren christlichen Glauben zeigen, sagte Popp.

Nach dem Gottesdienst stellten sich alle Gläubigen zur feierlichen Prozession auf und zogen betend und singend zu den beiden Altären. Diese schmückten traditionell Frau Zistler vom Mütterverein und die Mütter der Kommunionkinder mit Blumenteppichen. Mit dem Lied „Großer Gott wir loben dich“ sowie der Bayernhymne endete das Fronleichnamsfest.

Der Kaplan dankte allen, die zum Gelingen der Feier beigetragen hatten und lud im Namen des Frauen- und Müttervereins zum Gartenfest beim Gemeinschaftshaus ein. Es wurde dort ein Mittagessen sowie Kaffee und Kuchen angeboten. Auch die DJK-Jazz-Dance Abteilung zeigte mit zwei Gruppen ihr Können.

Ein „Prangertag“ nach bewährter Tradition – und doch immer neu ein großes Ereignis im Kirchenjahr: Mit Festgottesdienst, festlichen Klängen und (nach kurzem Bangen) unter strahlend blauem Himmel zur Prozession wurde heuer in der Stadtpfarrei St. Jakob Fronleichnam gefeiert, das „Hochfest des Leibes und Blutes Christi“. „Unser größtes Fest der Eucharistie, als Zeichen der lebendigen Verbindung zu Christus, das in der Prozession noch eine intensive Verlängerung erfährt“, wie Stadtpfarrer Dieter Zinecker in seinen Begrüßungsworten hervorhob. Zusammen mit Gemeindereferentin Michaela Maier und zahlreichen Ministranten war er in die Pfarrkirche eingezogen, um mit vielen Gläubigen den Festgottesdienst zu begehen.

In seiner Predigt stellte der Geistliche den aktuellen Bezug zwischen traditionsreichem Fronleichnamsfest und aktuellem politischen Weltgeschehen her: An Fronleichnam 2016 hatte Kardinal Wölki auf dem Kölner Domplatz den Altar mitten in ein aus Malta herbeigeschafftes Flüchtlingsboot libyscher Schlepper stellen lassen. Ein Bild höchster Symbolkraft! „Jesus selbst säße heute im Boot der Flüchtlinge. Das Boot, das Bangen, das Leiden, die Hoffnung, die es symbolisiert, ist ein Ort der Gegenwart Gottes. Jesus ist gegenwärtig in unserer Welt – nicht nur in prachtvollen Kirchen, an den Altären, im Weihrauch, der nach oben steigt…“, sondern im Hier und Heute. Der wohl umfassende Satz laute „Du schenkst uns deine Gegenwart im österlichen Mahl“. Der Stadtpfarrer machte in weiteren Bildern deutlich, dass an Fronleichnam nicht etwas längst Vergangenes gefeiert werde, sondern etwas stets „Neues, Lebendiges, Inspirierendes“. Mit dem zentralen Gedanken: „Glaube ereignet sich immer in Gemeinschaft: (…) Die Gemeinschaft der Kirche bildet sich um die Eucharistie und aus ihr heraus. Das Mahl zeigt mir, dass ich mit den anderen zusammengehöre, weil Jesus sein Band um uns gelegt hat. Und weil wir Eucharistie feiern, setzen wir unsere Kräfte für andere, für die Glaubensgemeinschaft ein und geben weiter, was wir empfangen haben – und es ist dabei wie mit den Körben bei der Brotvermehrung: Was wir empfangen, wird nie aufgebraucht, wir stehen nie mit leeren Händen da.“

Nach der Predigt wurde die Eucharistie mit besonderer Feierlichkeit begangen und danach das Allerheiligste zur Anbetung ausgesetzt.

Gleich im Anschluss an den Gottesdienst machte man sich gemeinsam auf den Weg durch die mit Fahnen, Birken, Blumen und Tüchern prächtig geschmückten Straßen der Stadt. Die Erstkommunionkinder in ihren Festgewändern, mehrere Fahnenträger, politische Mandatsträger, Kirchenverwaltung, Pfarrgemeinderat, Ordensleute, der liturgische Dienst und alle Gläubigen reihten sich dazu in einen langen Zug ein.

Im Mittelpunkt: Pfarrer Zinecker mit der Monstranz unter dem Baldachin, welchen zu tragen stets eine ehrenvolle Angelegenheit für vier Männer aus der Pfarrgemeinde ist. Eine Gruppe von Bläsern begleitete den Zug mit festlichen Weisen, und eine eindrucksvolle Glaubensgemeinschaft beteiligte sich an den angestimmten Gebeten und Liedern. Am Steinmarkt mit dem ersten Altar und am Marktplatz mit dem zweiten Altar wurde haltgemacht, um das Wort des Evangeliums zu hören und die leibhafte Gegenwart Gottes zu feiern. Die entsprechenden Lieder zum Lob und Preis steuerte der Kirchenchor unter seiner Leiterin Eva Berzl bei.

Zum Abschluss, zurück in der Stadtpfarrkirche, vereinten sich alle Beteiligten zum Eucharistischen Hymnus „Tantum ergo“ und stimmten ein zum „Großer Gott …“.

Herzliche Dankesworte richtete Pfarrer Zinecker dann noch an alle Mitwirkenden bei der Vorbereitung und Durchführung der Prozession und alle Mitfeiernden des Fronleichnamstages. Zum heiteren Ausklang traf man sich anschließend in geselliger Runde im Hotel am Regenbogen.