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Am vergangenen Donnerstag feierten die Gläubigen der Expositur Vilzing, in der mit einem Blumenteppich wunderschön geschmückten St. Laurentius Kirche, das Fronleichnamsfest. „Das kostbarste Gut unseres Glaubens, das Allerheiligste auf die Straße zu tragen, ist gut und wichtig“, so begann Pater Jim seine Ansprache.

„Wenigstens einmal im Jahr machen wir es öffentlich sichtbar. In diesem Jahr feiern wir Fronleichnam ohne Prozession. Viele von uns bedauern das. Aber auch wenn wir uns heute nicht auf den Weg machen, mit unserem Herrn durch unser Dorf, geht er mit uns. Gerade in dieser Zeit, wo wir einander aus dem Weg gehen, um einander zu schützen. Ich bin da für euch! ist sein Versprechen. Deshalb dürfen wir mit allem zu ihm kommen, was uns auf dem Herzen liegt.“

In seiner Predigt des festlichen Gotesdienstes stellte Pater Jim die Frage: „Es werden an vielen Orten keine Prozessionen durch die Straßen ziehen. Fällt Fronleichnam deshalb aus? Ja- in der uns vertrauten traditionellen Form. Und nein- natürlich findet es statt, anders, ich möchte fast sagen, fokussierter, wesentlicher. Worum geht es denn heute? Um diese kleine Scheibe Brot in der Monstranz und tatsächlich um Präsenz“, so Pater Jim. Daher müssen wir nicht enttäuscht darüber sein, dass wir heuer ohne Prozessionen Fronleichnam feiern. Freuen wir uns lieber darüber, dass Gottes Präsenz immerwährend bleibt – auch und gerade in diesen besonderen Zeiten. Gott ist präsent im Brot. Wir dürfen es mit allen Sinnen erfahren – ihn schauen und schmecken. Wir dürfen ihn aufnehmen in uns im Sakrament des Altares und, nicht zu vergessen, im Sakrament des Wortes. Kostbare Gabe, mit der aber auch eine Aufgabe einhergeht. Wenn wir dieses Brot, den Leib Christi, essen, sollen wir selbst zum Brot werden, das die Not des Lebens wendet, da wo wir sie sehen.

Wenn der Segen mit der Monstranz heuer nicht an verschiedenen Orten in unseren Gemeinden gespendet wird, können wir erst recht zum Segen werden: mit unseren Augen, die sehen, wo Not am Mann oder der Frau ist. Mit unseren Ohren, die hören, wo Menschen, Zuspruch, Ermutigung und Trost brauchen. Mit unseren Händen, die anpacken, wo andere Hände schlaff geworden sind. Mit unseren Beinen, die nicht müde werden, zu denen hinzugehen die sich einsam und verlassen fühlen. Mit unserem Herzen, das für die Menschen schlägt. Dann fällt Fronleichnam nicht aus, denn dann ist jeder einzelne von uns die Fronleichnamsprozession, die den Herrn, seinen Leib und sein Wort zu den Menschen trägt, beendete der Geistliche seine Predigt.

Am Ende des Gottesdienstes bedankte sich Pater Jim bei allen Beteiligten allen voran Familie Zistler für die Gestaltung des Blumenteppichs.

„Du schenkst uns deine Gegenwart im österlichen Mahl“ haben die Gläubigen unserer Pfarrei in den Festgottesdiensten zu Fronleichnam voller Hingabe gesungen. Denn am „Hochfest des Leibes und Blutes Christi“ wird in ganz besonderer Weise die leibliche Gegenwart Christi im Sakrament der Eucharistie gefeiert, als Zeichen der lebendigen Verbindung zu Christus.

Mit festlichem Gepräge und mit prächtigem Schmuck aus Blumen, Festbändern und Birken (auch um Kirche und Pfarrhof) wurde der „Prangertag“ würdig begangen, obgleich – der Corona-Pandemie geschuldet – die Sitzplätze in der Pfarrkirche nur mit Abstandsvorgaben belegt werden konnten. Ganz entfallen musste heuer ein Kernstück: Die Prozession, in deren Rahmen die Monstranz mit dem Allerheiligsten, der konsekrierten Hostie, im Festzug durch die Straßen der Stadt getragen wird.

So wie man Mahl halte mit denen, die man schätze und gerne um sich habe, so „wollen wir Mahl halten mit Christus“, freute sich Zelebrant Pfarrer Dieter Zinecker zu Beginn des Vormittag-Gottesdienstes. Und verwies in diesem Zusammenhang auch auf die enge Verbindung zur Einsetzung der Eucharistie durch Jesus Christus selbst beim letzten Abendmahl, dem Festgeheimnis des Gründonnerstags.

Das „Brot des Lebens“ thematisierte er auch in seiner Predigt: Aus einem literarischen Werk von Charles Dickens („A Christmas Carol“) erzählte er die Lebensgeschichte des geizigen und herzlosen Geschäftemachers Scrooge, der sich urplötzlich, just an einem Weihnachtstag, in grundlegender Weise verwandelt und zum gütigen, not-sehenden und not-lindernden Menschen wird. „In seinen alten Tagen kommt Scrooge auf die Spur, die Jesus in seinen besten Jahren gelebt hat. Der Mann aus Nazareth lindert nicht nur Not, er verspricht sich selbst zu verschenken als Lebensmittel, das für die Ewigkeit nährt. Brot will er sein – nicht nur für exklusive Kreise, die es sich leisten können, sondern für alle.“

Zinecker schlug aus dieser Erzählung den Bogen zu Fronleichnam: „Wer mein Fleisch ist und mein Blut trinkt, der bleibt in mir und ich bleibe in ihm.“ Das heißt „Verwandlung“: Ich empfange etwas Kostbares – und das bewirkt in mir etwas: Ich komme auf die Spur Jesu: Wie er habe ich ein offenes Herz für meine Mitmenschen: Von ihm bekomme ich meinen Platz in der Welt; eine Aufgabe, die nur ich erledigen kann. – Fronleichnam feiern wir: Brot und Wein werden gewandelt – und die Empfänger werden gewandelt: Durch sie scheint auf, was Christus uns hinterlassen hat in unserer Welt.“

Nach der Eucharistiefeier wurde das Allerheiligste zur Verehrung und Anbetung am Altar ausgesetzt und der Eucharistische Hymnus „Tantum ergo“ intoniert, bevor, nach dem Schlussgebet, mit der Monstranz der Segen Gottes auf alle Mitfeiernden herabgerufen wurde. Mit der Monstranz schritt Pfarrer Zinecker anschließend durch das Kirchenschiff bis vor das Hauptportal, um von dort den Segen in alle Himmelsrichtungen der Stadt zu erteilen – ein kleiner Ersatz für die Prozession. Danach stimmte Kantorin Eva Berzl zum Schlusslied des gelungenen Festgottesdienstes an, das an Fronleichnam nicht fehlen darf: „Großer Gott, wir loben dich“.

Im Bild:
– Mit der Monstranz erteilte Pfarrer Dieter Zinecker den Segen in alle Himmelsrichtungen der Stadt Cham
– Mit der Monstranz schritt der Stadtpfarrer durch das Kirchenschiff von St. Jakob

(Text: Michaela Maier)

Es war einmal ein Mädchen das Juliana hieß. Sie lebte vor etwa 800 Jahren. Da ihre Eltern früh gestorben waren, wuchs Juliana in einem Kloster auf. Im Alter von 14 Jahren wurde sie selbst Ordensfrau, das heißt, sie wollte ihr Leben ganz besonders Gott schenken.

Eines Tages betete sie. Da sah sie plötzlich das Bild eines Mondes vor sich. Dieser Mond hatte einen merkwürdigen schwarzen Flecken. Ab diesem Zeitpunkt sah Juliana beim Beten immer wieder dieses Bild vor sich. Sie machte sich Gedanken, was ihr dieses Bild sagen wollte. Eines Tages aber verstand sie es plötzlich: Dieser Mond ist wie ein Kalender mit allen Festen der Kirche. Dort wo der Kalender einen schwarzen Flecken hat, fehlt ein Fest. Nämlich ein Fest, an dem man das Heilige Brot, den Leib Chrisi, verehrt.

Zuerst erzählte Juliana niemand davon. Aber später traute sie sich doch, darüber zu sprechen. Aber zunächst nahm sie niemand ernst. Sie wurde nur ausgelacht.

Juliana gab nicht auf. Irgendwann schaffte sie es, ihre Idee durchzusetzen. Das Fest zur besonderen Verehrung des Leibes Jesu wurde im Jahr 1246 erstmals gefeiert. Dieses Fest kennen wir heute unter dem Namen „Fronleichnam“. Darin stecken die alten deutschen Wörter: Vron = heilig und Lichnam = lebendiger Leib.

18 Jahre später wurde als Datum für das Fest der zweite Donnerstag nach Pfingsten festgelegt. Nun wurde es von allen Christen gefeiert.

Bis heute werden an Fronleichnam die Kirchen, Straßen und Häuser besonders geschmückt. Dazu gehören vor allem Birken, viele Blumen und rote Fenstertücher. Der Priester trägt nach einem Gottesdienst das heilige Brot in der sogenannten Monstranz durch die Straßen. So wird um Jesu besonderen Segen für die Stadt und die Menschen gebetet.

Bild: Monstranz der Pfarrei St. Jakob, Cham, Martina Altmann

(Diözese Regensburg KdöR 2020 | Hauptabteilung Seelsorge | erstellt v. Pastoralreferentin Heidi Braun | Gemeindekatechese
Bibeltext: Einheitsübersetzung der Heiligen Schrift © 2017, Verlag Katholische Bibelanstalt GmbH, Stuttgart
Lieder: Gotteslob, Katholisches Gebet- und Gesangsbuch, Ausgabe für die Diözese Regensburg)

Hinführung

Wir feiern Fronleichnam – das Hochfest des Leibes und Blutes Christi. Wir feiern den „lebendigen Herrn“. Christus ist lebendig unter uns, wenn wir Eucharistie feiern. Er ist lebendig in uns, wenn er sich uns schenkt in der heiligen Kommunion. Und Christus bleibt gegenwärtig im eucharistischen Brot. Er wohnt unter uns und ist mit uns auf dem Weg.

+ Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.
Amen.

Lied: Deinem Heiland, deinem Lehrer (GL 818,1+2)

1. Deinem Heiland, deinem Lehrer,
deinem Hirten und Ernährer,
Zion, stimm ein Loblied an!
Preis nach Kräften seine Würde,
da kein Lobspruch, keine Zierde
seiner Größe gleichen kann.

2. Dieses Brot sollst du erheben,
welches lebt und gibt das Leben,
das man heut den Christen weist:
Dieses Brot, mit dem im Saale
Christus bei dem Abendmahle
die zwölf Jünger selbst gespeist.

Gebet

Herr Jesus Christus, du liebst uns Menschen und bleibst uns nahe. Du machst dich zur Nahrung für uns und stärkst uns. Du schenkst dich uns selbst und schenkst uns somit ewiges Leben. Dafür danken wir dir. Wir loben dich, wir preisen dich, wir beten dich an – jetzt und immerdar.
Amen.

Lesung aus dem heiligen Evangelium nach Johannes

In jener Zeit sprach Jesus zu der Menge: Ich bin das lebendige Brot, das vom Himmel herabgekommen ist. Wer von diesem Brot isst, wird in Ewigkeit leben. Das Brot, das ich geben werde, ist mein Fleisch für das Leben der Welt. Da stritten sich die Juden und sagten: Wie kann er uns sein Fleisch zu essen geben? Jesus sagte zu ihnen: Amen, amen, ich sage euch: Wenn ihr das Fleisch des Menschensohnes nicht esst und sein Blut nicht trinkt, habt ihr das Leben nicht in euch. Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, hat das ewige Leben und ich werde ihn auferwecken am Jüngsten Tag. Denn mein Fleisch ist wahrhaft eine Speise und mein Blut ist wahrhaft ein Trank. Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, der bleibt in mir und ich bleibe in ihm. Wie mich der
lebendige Vater gesandt hat und wie ich durch den Vater lebe, so wird jeder, der mich isst, durch mich leben. Dies ist das Brot, das vom Himmel herabgekommen ist. Es ist nicht wie das Brot, das die Väter gegessen haben, sie sind gestorben. Wer aber dieses Brot isst, wird leben in Ewigkeit.
(Johannes 6,51-58)

Kurze Stille

Lied: Deinem Heiland, deinem Lehrer (GL 818,6)

Doch nach unsres Glaubens Lehren
ist das Brot, das wir verehren,
Christi Fleisch, sein Blut der Wein;
was dem Auge sich entziehet,
dem Verstande selbst entfliehet,
sieht der feste Glaube ein.

Lobpreis

V Herr Jesus Christus, du bist das lebendige Brot, das vom Himmel herabgekommen ist.
A Wir beten dich an und preisen dich.

V Du bist das lebendige Brot und schenkst ewiges Leben. – A …
V Du bist das lebendige Brot, das unseren Hunger stillt. – A …
V Du bist das lebendige Brot, das uns stärkt auf unserem Weg. – A …
V Du bist das lebendige Brot, das unsere Seelen heilt. – A …
V Du bist das lebendige Brot, Quelle der Kraft und des Trostes. – A …
V Du bist das lebendige Brot, Zeichen der Liebe. – A …
V Du bist das lebendige Brot, das uns eint. – A …

Bitte

V Herr Jesus Christus, du bist der lebendige Herr. Zu dir rufen wir:
A Herr, erhöre uns.

V Wir beten für unsere Kirche, für alle Getauften und für alle, die dich suchen. – A …
V Wir beten für unsere Gesellschaft, in der die Gegensätze groß sind. – A …
V Wir beten für unsere Familien und für all die Menschen, die anderen Geborgenheit, Schutz und Heimat bieten. – A …
V Wir beten für die Menschen, die vereinsamt sind, sich verlassen fühlen und sich nach menschlicher Nähe sehnen. – A …
V Wir beten für die Menschen, die sich zum Wohle anderer einsetzen. – A …
V Wir beten für alle, die ausgebrannt und erschöpft sind. – A …
V Wir beten für die Menschen, die in Sucht und Abhängigkeiten geraten sind. – A …

Vater unser

Segensgebet

Komm, Herr, segne uns.
Segne unser Arbeiten und unser Ruhen.
Segne unsere Gedanken und unsere Worte.
Segne unsere Sinne und unsere Herzen.
Segne unser Leben, mit all seinen Höhen und Tiefen.
Segne uns und alle Menschen, die wir in unseren Herzen tragen.

+ Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.
Amen.

Lied: O heilge Seelenspeise (GL 819,1+2)

1. O heilge Seelenspeise
auf dieser Pilgerreise,
o Manna, Himmelsbrot!
Wollst unsern Hunger stillen,
mit Gnaden uns erfüllen,
uns retten vor dem ewgen Tod.

2. Du hast für uns dein Leben,
o Jesu, hingegeben
und gibst dein Fleisch und Blut
zur Speise und zum Tranke;
wer preist mit würdgem Danke
dies unschätzbare, ewge Gut?

3. „Kommt alle, die auf Erden
von Not bedränget werden“,
so spricht dein eigner Mund,
„ich will euch wieder geben
mit meinem Blut das Leben!
Dies ist der neue, ewge Bund.“

An der „Feier der leiblichen Gegenwart Jesu Christ im Sakrament der Eucharistie“, wie Fronleichnam bezeichnet wird, haben sich am Donnerstag bei herrlichem Wetter viele Gläubige beteiligt. Unter ihnen waren auch die Erstkommunionkinder in ihren liturgischen Gewändern und Abordnungen kirchlicher und weltlicher Vereine sowie die kirchlichen Gremien der Expositur Sankt Laurentius. Sie machten die Feier zu einer beeindruckenden Demonstration des Glaubens.

Der Prozession ging ein Festgottesdienst voraus, den Kaplan Martin Popp feierlich zelebrierte. Musikalisch umrahmten diesen die Gruppe La Musika. In seiner Predigt verglich der Geistliche die Prozession an Fronleichnam mit Demonstrationen, die zur Zeit sehr zahlreich und mit vielfältigen Themen stattfinden. Die Fronleichnamsprozession ist eine Demonstration für Christus und den Glauben, auch heute noch würden Menschen hinaus auf die Straßen ihres Dorfes gehen und so ihren christlichen Glauben zeigen, sagte Popp.

Nach dem Gottesdienst stellten sich alle Gläubigen zur feierlichen Prozession auf und zogen betend und singend zu den beiden Altären. Diese schmückten traditionell Frau Zistler vom Mütterverein und die Mütter der Kommunionkinder mit Blumenteppichen. Mit dem Lied „Großer Gott wir loben dich“ sowie der Bayernhymne endete das Fronleichnamsfest.

Der Kaplan dankte allen, die zum Gelingen der Feier beigetragen hatten und lud im Namen des Frauen- und Müttervereins zum Gartenfest beim Gemeinschaftshaus ein. Es wurde dort ein Mittagessen sowie Kaffee und Kuchen angeboten. Auch die DJK-Jazz-Dance Abteilung zeigte mit zwei Gruppen ihr Können.

Ein „Prangertag“ nach bewährter Tradition – und doch immer neu ein großes Ereignis im Kirchenjahr: Mit Festgottesdienst, festlichen Klängen und (nach kurzem Bangen) unter strahlend blauem Himmel zur Prozession wurde heuer in der Stadtpfarrei St. Jakob Fronleichnam gefeiert, das „Hochfest des Leibes und Blutes Christi“. „Unser größtes Fest der Eucharistie, als Zeichen der lebendigen Verbindung zu Christus, das in der Prozession noch eine intensive Verlängerung erfährt“, wie Stadtpfarrer Dieter Zinecker in seinen Begrüßungsworten hervorhob. Zusammen mit Gemeindereferentin Michaela Maier und zahlreichen Ministranten war er in die Pfarrkirche eingezogen, um mit vielen Gläubigen den Festgottesdienst zu begehen.

In seiner Predigt stellte der Geistliche den aktuellen Bezug zwischen traditionsreichem Fronleichnamsfest und aktuellem politischen Weltgeschehen her: An Fronleichnam 2016 hatte Kardinal Wölki auf dem Kölner Domplatz den Altar mitten in ein aus Malta herbeigeschafftes Flüchtlingsboot libyscher Schlepper stellen lassen. Ein Bild höchster Symbolkraft! „Jesus selbst säße heute im Boot der Flüchtlinge. Das Boot, das Bangen, das Leiden, die Hoffnung, die es symbolisiert, ist ein Ort der Gegenwart Gottes. Jesus ist gegenwärtig in unserer Welt – nicht nur in prachtvollen Kirchen, an den Altären, im Weihrauch, der nach oben steigt…“, sondern im Hier und Heute. Der wohl umfassende Satz laute „Du schenkst uns deine Gegenwart im österlichen Mahl“. Der Stadtpfarrer machte in weiteren Bildern deutlich, dass an Fronleichnam nicht etwas längst Vergangenes gefeiert werde, sondern etwas stets „Neues, Lebendiges, Inspirierendes“. Mit dem zentralen Gedanken: „Glaube ereignet sich immer in Gemeinschaft: (…) Die Gemeinschaft der Kirche bildet sich um die Eucharistie und aus ihr heraus. Das Mahl zeigt mir, dass ich mit den anderen zusammengehöre, weil Jesus sein Band um uns gelegt hat. Und weil wir Eucharistie feiern, setzen wir unsere Kräfte für andere, für die Glaubensgemeinschaft ein und geben weiter, was wir empfangen haben – und es ist dabei wie mit den Körben bei der Brotvermehrung: Was wir empfangen, wird nie aufgebraucht, wir stehen nie mit leeren Händen da.“

Nach der Predigt wurde die Eucharistie mit besonderer Feierlichkeit begangen und danach das Allerheiligste zur Anbetung ausgesetzt.

Gleich im Anschluss an den Gottesdienst machte man sich gemeinsam auf den Weg durch die mit Fahnen, Birken, Blumen und Tüchern prächtig geschmückten Straßen der Stadt. Die Erstkommunionkinder in ihren Festgewändern, mehrere Fahnenträger, politische Mandatsträger, Kirchenverwaltung, Pfarrgemeinderat, Ordensleute, der liturgische Dienst und alle Gläubigen reihten sich dazu in einen langen Zug ein.

Im Mittelpunkt: Pfarrer Zinecker mit der Monstranz unter dem Baldachin, welchen zu tragen stets eine ehrenvolle Angelegenheit für vier Männer aus der Pfarrgemeinde ist. Eine Gruppe von Bläsern begleitete den Zug mit festlichen Weisen, und eine eindrucksvolle Glaubensgemeinschaft beteiligte sich an den angestimmten Gebeten und Liedern. Am Steinmarkt mit dem ersten Altar und am Marktplatz mit dem zweiten Altar wurde haltgemacht, um das Wort des Evangeliums zu hören und die leibhafte Gegenwart Gottes zu feiern. Die entsprechenden Lieder zum Lob und Preis steuerte der Kirchenchor unter seiner Leiterin Eva Berzl bei.

Zum Abschluss, zurück in der Stadtpfarrkirche, vereinten sich alle Beteiligten zum Eucharistischen Hymnus „Tantum ergo“ und stimmten ein zum „Großer Gott …“.

Herzliche Dankesworte richtete Pfarrer Zinecker dann noch an alle Mitwirkenden bei der Vorbereitung und Durchführung der Prozession und alle Mitfeiernden des Fronleichnamstages. Zum heiteren Ausklang traf man sich anschließend in geselliger Runde im Hotel am Regenbogen.

Gebührend begangen wurde auch heuer in Cham St. Jakob das Fronleichnamsfest, als „Hochfest des Leibes und Blutes Christi“, mit dem das Gedächtnis an das Letzte Abendmahl freudig gefeiert wird. Nicht als Erinnerung an etwas Vergangenes, sondern im Glauben an die Gegenwart Gottes im Leben der Menschen, wie Stadtpfarrer Dieter Zinecker in seine Begrüßung betonte. Da finde sich die Antwort auf die entscheidende Frage „Mit wem gehst du?“. Zusammen mit Gemeindereferentin Michaela Maier und zahlreichen Ministranten war Zinecker in die Pfarrkirche eingezogen, um mit den vielen Gläubigen den Festgottesdienst zu feiern.

In seiner Predigt zeigte der Geistliche eindrucksvoll auf, dass man heute etwas feiere, was das ganze Leben bestimme: Gottes Nähe zu den Menschen. Er schlug hierfür eine Brücke zu dem bekannten, besonders unter Fußballfans beliebten Lied „You`ll never walk alone … Du gehst niemals allein“, das starke Gefühle hervorrufe und Menschen in Hochstimmung versetze. Da könne man eine Verbindung herstellen zum heutigen kirchlichen Hochfest, nicht nur der Prozession wegen, bei der man tatsächlich „gemeinsam auf dem Weg“ sei. Zunächst schaue man heute zurück „auf den Gründonnerstag, dem Tag des Ursprungs der Eucharistie, wo Jesus zusage: Ich bin immer bei euch. Auch in Tod, Auferstehung und Himmelfahrt verlasse ich euch nicht.“ In gleicher Weise gelte aber auch heute, an Fronleichnam und an allen Tagen: Du gehst niemals allein! „So ist der heutige Festtag nicht nur feierliche Tradition. Wir stellen in den Mittelpunkt, dass es im Leben nicht darum geht, heil zu bleiben … Wir halten uns vor Augen, dass Jesus sich selbst mit Haut und Haaren hingegeben hat, um uns zu zeigen, wie wertvoll wir ihm sind. „Du lässt uns nie allein auf unserem Weg und bist immer da für uns“ – ein Gebetssatz ist wie eine Überschrift für diesen Festtag. In der Hl. Eucharistie ist Jesus unser Brot, unsere Kraft, unsere Mitte. Er sagt uns: Du gehst nie allein. – Geh weiter, geh weiter, mit Hoffnung in deinem Herzen.“

Im Anschluss an den Gottesdienst, wurde bei strahlendem Sonnenschein festliche Prozession gehalten, wozu sich die Erstkommunionkinder, Fahnenträger, politische Mandatsträger, Kirchenverwaltung, Pfarrgemeinderat, Ordensleute, der liturgische Dienst und alle Gläubigen in einen langen Zug einreihten.

Unter Gebet und Gesang der Mitfeiernden trug Pfarrer Zinecker die Monstranz unter dem Baldachin durch die geschmückten Straßen der Chamer Innenstadt, instrumental begleitet von einem Bläserensemble. Am Steinmarkt (erster Altar) und später am Marktplatz (zweiter Altar) wurde jeweils haltgemacht, um das Evangelium zu verkünden und die leibhafte Gegenwart Gottes zu feiern. Der Kirchenchor unter Leitung von Eva Berzl sorgte hier wie auch zuvor im Gottesdienst für den stimmungsvollen musikalischen Rahmen.

Zum feierlichen Abschluss ging es zurück in die Pfarrkirche, um nochmals das Allerheiligste zu verehren und miteinander den Eucharistischen Hymnus „Tantum ergo“ sowie das „Te deum laudamus“ – „Großer Gott, wir loben dich…“ zu singen. Herzlichen Dank sagte der Stadtpfarrer am Ende allen Mitwirkenden und Helfern im Hintergrund, ebenso allen Mitfeiernden des Fronleichnamstages.

Der heitere Ausklang erfolgte schließlich in geselliger Runde im Hotel am Regenbogen.

Im Bild:
Feierliche Begehung des Fronleichnamstages an den Altären am Steinmarkt und Marktplatz, sowie auf dem Weg unter dem Baldachin

Es war wieder ein richtiger Prangertag heuer. Der blaue Himmel beschirmte die vielen Prozessionen wie ein himmlischer Baldachin. In Vilzing begann das Fronleichnamsfest mit einem Festgottesdienst den Pfarrer i.R. Max Heitzer und Diakon Alfred Dobler zelebrierten. Musikalisch gestaltet wurde der Gottesdienst von der Gruppe La Musica.

In seiner Predigt bezeichnete Pfarrer i.R. Heitzer das Fronleichnamsfest als ein Hochfest im Kirchenjahr der katholischen Kirche. Die leibliche Gegenwart Jesu Christi wird dabei im Sakrament der Eucharistie gefeiert. In der Liturgie heißt das Fest Hochfest des Leibes und Blutes Christi.

Nach dem Festgottesdienst in der St. Laurentiuskirche zog Diakon Alfred Dobler mit den Gläubigen hinaus, um in der Fronleichnamsprozession durch das Dorf, ein Zeichen ihres Glaubens zu geben. Es war ein farbenprächtiger Zug mit Fahnen der kirchlichen und weltlichen Vereine mit ihren Mitgliedern, Ministranten, Kommunionkindern in ihren liturgischen Gewändern, sowie eine große Zahl von Gläubigen. An den zwei Altären, die mit wunderschönen Blumenteppichen geschmückt waren, wurde in den verschiedenen Anliegen gebetet und der eucharistische Segen mit der Monstranz gespendet. Betend und die Bayernhymne singend fand die Prozession ihren feierlichen Abschluss in der St. Laurentiuskirche.

Nach der Fronleichnamsprozession lud der Frauen- und Mütterverein zum Gartenfest beim Gemeinschaftshaus ein. Es wurde ein reichhaltiges Mittagessen sowie Kaffee und Kuchen angeboten. Für die musikalische Unterhaltung sorgte Hans Wildfeuer. Umringt von vielen Zuschauern zeigte die DJK-Jazz-Dance-Gruppen ihr Können. Für die kleineren Gäste war eine Hüpfburg aufgebaut. Bei herrlichem Wetter feierten so alle bis in den späten Nachmittag den Prangertag.

Gebührend begangen wurde auch heuer in Cham St. Jakob der Fronleichnamstag, das „Hochfest des Leibes und Blutes Christi“, mit dem das Gedächtnis an das Letzte Abendmahl als Fest der Freude gefeiert wird. Nicht als Erinnerung an etwas Vergangenes, sondern in seinem Kern als Versprechen Jesu „Ich bleibe bei euch, bin bei euch wahrhaft gegenwärtig“ und wirke alle Tage neu in euer Leben, wie Stadtpfarrer Dieter Zinecker in seinen Begrüßungsworten hervorzuheben wusste.

Zusammen mit Diakon Alfred Dobler, Gemeindereferentin Michaela Maier und einer großen Schar von Ministranten war er in die Pfarrkirche eingezogen, um mit den vielen Gläubigen den Festgottesdienst zu begehen. Der bestimmt war vom freudigen Charakter des „Prangertages“, nicht zuletzt mit Liedern wie „Du schenkst uns deine Gegenwart im österlichen Mahl…“.

In seiner Predigt betonte der Stadtpfarrer in Anlehnung an einen bekannten Werbespruch, dass „draußen zuhause“ nicht nur der Mensch, sondern auch Gott sei. Er habe der Welt nicht den Rücken zugewandt, als er auferstanden und in den Himmel aufgefahren sei. Vielmehr habe er ihr sein Gesicht gegeben, seinen Geist gesandt und sich selbst in dieser Welt hinterlassen: „Die Feier seines Gedächtnisses, seines Lebens, seiner Hingabe am Kreuz; das Mahl, in dem er in Brot und Wein gegenwärtig wird. Draußen zuhause ist Gott: Nicht außerhalb der Weit weit weg im Himmel, fern von mir Mensch…, nein: In der Welt, die meine Welt ist, wo ich lebe. So feiern wir etwas – außerhalb der Kirchenmauern… Wir halten Prozession: Froh, lachend, ein wenig ausgelassen, mit den Liedern des Glaubens auf den Lippen, in einer großen Gemeinschaft. Glauben heißt: Miteinander unterwegs sein, miteinander gehen, miteinander uns an den halten, der draußen zuhause ist: In seiner Welt, bei seinen Menschen, der uns sagt: ICH BIN DA – wo immer wir stehen.“

Im Anschluss an den Gottesdienst, wurde bei strahlendem Sonnenschein festliche Fronleichnamsprozession gehalten, wozu sich die Erstkommunionkinder im Festgewand, mehrere Fahnenträger, politische Mandatsträger, Kirchenverwaltung, Pfarrgemeinderat, Ordensleute, der liturgische Dienst und alle Gläubigen in einen langen Zug einreihten.

Unter Gebeten und Gesängen aller Mitfeiernden trugen Diakon Alfred Dobler und Pfarrer Zinecker die Monstranz unter dem Baldachin durch die prächtig geschmückten Straßen der Chamer Innenstadt, musikalisch begleitet von mehreren Bläsern. Am Steinmarkt (erster Altar) und später am Marktplatz (zweiter Altar) wurde jeweils haltgemacht, um das Evangelium zu verkünden und die leibhafte Gegenwart Gottes zu feiern. Der Kirchenchor stimmte dazu die passenden Gesänge an.

Zum feierlichen Abschluss, zurück in der Pfarrkirche, vereinten sich alle Mitfeiernden zum Eucharistischen Hymnus „Tantum ergo“ sowie dem „Te deum laudamus“ – „Großer Gott, wir loben dich…“.

Die herzlichen Dankesworte des Pfarrers am Ende gingen an alle Mitwirkenden bei Vorbereitung und Durchführung der Prozession und an alle Mitfeiernden des Fronleichnamstages. Der heitere Ausklang erfolgte schließlich in geselliger Runde im Hotel am Regenbogen.

Im Bild:
Feierliche Begehung des Fronleichnamstages an den Altären am Steinmarkt und Marktplatz, auf dem Weg unter dem Baldachin und unter Beteiligung von vielen Gläubigen

Bei strahlendem Sonnenschein fand an Fronleichnam das traditionelle Gartenfest des Frauen- und Müttervereins Vilzing statt. Nach der Prozession, für welche die Damen der Vorstandschaft den wunderschönen Blumenteppich am zweiten Altar gestaltet hatten, kamen zahlreiche Gäste aus Nah und Fern zum Gemeinschaftshaus, wo ein reichhaltiger Mittagstisch sowie Kaffee und Kuchen angeboten wurden.

Monika Zistler vom Führungsteam hieß in ihrer Begrüßungsansprache alle Besucher herzlich willkommen und zeigte sich besonders darüber erfreut, dass auch Stadtpfarrer Dieter Zinecker und Kaplan Alexander Dyadychenko zum Fest gekommen waren.

In altbewährter Manier sorgte Hans Wildfeuer den gesamten Tag über mit seiner Musik für beste Unterhaltung. Nachmittags zeigten die beiden Jazz-Dance-Gruppen der DJK Vilzing ihr Können und bei einer Zugabe waren auch einige Eltern sowie andere Gäste gefordert, bevor sich die jüngere Generation weiter auf der Hüpfburg vergnügen konnte und die Älteren den Prangertag in geselliger Runde im schattigen Zelt oder aber im Freien ausklingen ließen.