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„Frieden! Im Libanon und weltweit.“ Nach diesem Leitspruch sind die Sternsinger der Expositur Vilzing am Freitag von Haus zu Haus gezogen, um in die Häuser und Wohnungen den Segen Gottes für 2020 zu bringen und mit Gebet und Gesang um Spenden zu bitten. Gerne schrieben sie auch den Segensspruch 20*C+M+B*20 (Christus Mansionem Benedicat = Christus segne dieses Haus) an den Türsturz oder an die Türen.

Am Hochfest der Erscheinung des Herrn stellten sich die Sternsinger noch einmal vor die Gottesdienstbesucher und sprachen: „Christus dem Herrn, habt ihr freudig gegeben. Er lohne es euch mit dem ewigen Leben. Der Herr schenke euch ein gesegnetes Jahr, das wünschen Kaspar, Melchior und Balthasar“.

Pfarrvikar Pater Jim bedankte sich am Ende des Gottesdienstes bei den Sternsingern für ihr Engagement bei den Mesnerinnen, auch den Oberministranten sprach er für die Organisation sowie den Fahrern und den Familien für die Verpflegung Dank aus.

Traditionell am 3. Adventssonntag lud der Frauen-und Mütterverein zur Adventfeier im Gemeinschaftshaus ein.

Knapp 60 Mitglieder waren dieser Einladung gefolgt. Den besinnlichen Teil unter dem Motto „Schweige und lausche“ gestalteten die sechs Damen der Vorstandschaft mit passenden Texten, sowie Monika Zistler mit Gastspielerin Teresa Zistler musikalisch im Duett mit Querflöten.

Es folgte ein kurzer Jahresrückblick, sowie das Totengedenken und der Dank an alle, die den Verein das ganze Jahr über unterstützen.

Monika Zistler vom Vorstandsteam gewährte ebenso eine Vorausschau auf die geplanten kirchlichen sowie gesellschaftlichen Veranstaltungen 2020. Beim anschließenden gemütlichen Beisammensein ließen es sich die Frauen bei Kaffee, Punsch, Plätzchen und Stollen gut gehen und genossen die Unterhaltung an den beiden festlich gedeckten Tischen. Als besondere Aufmerksamkeit erhielt jeder Gast dieses Jahr ein Päckchen mit handgemachten Pralinen auf seinem Gedeck. Die Frauen, die aus Alters- und/ oder gesundheitlichen Gründen nicht an der Adventfeier teilnehmen konnten, wurden in den Tagen danach von den Vorstandsmitgliedern zu Hause zur sogenannten „Altenbescherung“ besucht und ebenfalls mit Pralinen und einem Teelicht mit Krippenmotiv beschenkt.

Die mittlerweile schon traditionelle Christkindlmarkt-Fahrt des Frauen-und Müttervereins führte heuer an den Chiemsee.

Die Vorstandschaft hatte mit der Auswahl des diesjährigen Zieles anscheinend völlig richtig gelegen, da sich bereits nach 5 Tagen mehr als 50 Damen zur Fahrt angemeldet hatten. Glücklicherweise konnte ein zusätzlicher Bus nachgeordert werden, sodass sich die Gruppe am Morgen des zweiten Adventssonntages mit stattlichen 92 Teilnehmerinnen aller Altersgruppen auf den dreistündigen Weg ins oberbayrische Prien machte.

Gegen Mittag setzte die Mehrheit gleich mit dem Schiff „Edeltraud“ über zur Fraueninsel, wo auf der ganzen Insel verstreut Buden und Stände mit allerlei Köstlichkeiten und Handwerkskunst zum Genießen und Bummeln einluden. Natürlich durfte auch ein Abstecher in den Klosterladen der Abtei Frauenwörth nicht fehlen. Dort konnte man Hochprozentiges und Süßigkeiten aus eigener Herstellung, Tees, Bücher, sowie vielfältige weihnachtliche Geschenkideen erwerben. Bei angenehm milden Temperaturen machte es allen sichtlich Freude auf der Insel zu flanieren, wobei man immer wieder bekannte „Landsleute“ aus Vilzing und Umgebung traf. Im Halbstundentakt fuhren die Schiffe die Besucher wieder zurück zum Hafen, von wo man wahlweise mit der historischen Winterdampfbahn oder dem Pendelbus zum Bahnhof Prien gelangte. Von dort aus konnte man in fünf Minuten zum wirklich sehenswerten Weihnachtsmarkt im Ortskern von Prien marschieren.

Kurz vor 18 Uhr machten sich die Damen spätestens auf den Rückweg zu den Bussen. Vollzählig – mit vielen Eindrücken, vollen Tüten, aber sichtlich müde – wurde die Heimreise angetreten. Ab 21.30 Uhr hatte Vilzing dann seine Frauen wieder…

„Wir sagen euch an …“

Der Anfang der Geschichte und ihre Vollendung durch Christus,
das Kommen des Herrn und seine Anwesenheit in unserer Welt:
Im Advent wird all das gegenwärtig.

St Jakob heißt daher herzlich willkommen zur Mitfeier der adventlichen Gottesdienste in den kommenden Dezemberwochen.

Zu den Familiengottesdiensten an den vier Adventssonntagen, jeweils um 10.30 Uhr in der Pfarrkirche, sind insbesondere alle Familien, Kinder und Jugendlichen herzlich eingeladen.

Das Motto heuer: Lasst euch überraschen!

Die Ministranten der Expositur Vilzing leisten einen wertvollen und nicht selbstverständlichen Dienst. Umso mehr freute es Pfarrvikar Pater Jim, dass er am Christkönigssonntag vier neue Ministranten in die Messdienerschar aufnehmen konnte: Alt Lena, Holzinger Johannes, Lang Annalena und Stelzer Tanja.

Der Geistliche dankte allen „Neuen“, dass sie den Altardienst übernehmen wollen. „Damit seid ihr Vorbilder für die Gesellschaft und im Glauben“, so Pater Jim. Als Zeichen der Zugehörigkeit bekamen sie die gesegneten Ministranten-Plaketten umgehängt. Zugleich musste der Geistliche auch fünf Ministranten verabschieden, die jahrelang zuverlässig und mit großem Engagement ihren Dienst verrichteten. An Bergbauer Laura, Dendorfer Stefan, Holzinger Simone, Janker Sabrina, Kastl Julia gewandt, meinte er: „Ihr hinterlässt eine Lücke in der Gemeinschaft. Ich hoffe ihr haltet der Kirche weiterhin die Treue“. Als Dankeschön für ihre geleisteten Dienste erhielten sie ein kleines Präsent.

In einem vergangenem Gottesdienst wurden von Pfarrer Dieter Zinecker, auch die beiden Oberministrantinnen Holzinger Monika und Franziska Zistler verabschiedet. Den Dienst der Oberministrantinnen haben Meier Leni und Wanninger Antonia übernommen.

Auch die Gläubigen in der Expositur Vilzing und die Vilzinger sowie Schachendorfer Vereine gedachten beim Volktrauertag am Sonntag der Gefallenen der beiden Weltkriege. Stadtrat Martin Stoiber begrüßte Herrn Pfarrvikar Pater Jim, Stadtratskollegen Klaus Kernbichl, Altbürgermeister Leo Hackenspiel, die Vereinsvorstände und die Kommandanten der beiden Feuerwehren. „Mit dem Volkstrauertag“, so Stoiber, „erinnern wir uns an die Kriegstoten und Opfer der Gewaltherrschaft aller Nationen. Der Volkstrauertag ist die jährlich wiederkehrende Mahnung für den Frieden.

Wir erinnern an das Unrecht der Willkürherrschaft und an die Schrecken bewaffneter Auseinandersetzungen. Die Toten sterben, wenn sie vergessen werden, ein zweites Mal. Wir erinnern uns heute des millionfachen Todes der beiden Weltkriege an den Fronten und in der Heimat. Das Leid hat viele Völker getroffen. Trauer war in viele Familien eingezogen. Auch hier in den Altgemeinden Vilzing und Schachendorf. Das Kriegerdenkmal ist die stille Erinnerung an die Menschen aus unserer Mitte die durch die Kriegswirren ihr Leben verloren.

Vor 101 Jahren, endete 1918 der 1. Weltkrieg. Vor 74 Jahren, endete 1945 der 2. Weltkrieg.

Die Bilanz ist schrecklich und ich rufe sie wieder in unsere Erinnerung:
110 Mio. Soldaten standen unter Waffen, 27 Mio. von ihnen mussten sterben, 6 Mio. Juden wurden in Konzentrationslagern ermordet, 4 Mio. deutsche Soldaten verbluteten auf den Schlachtfeldern der Welt. Ca. 120 bis 130 Mio. Menschen bezahlten in den beiden Weltkriegen des letzten Jahrhunderts mit ihrem Leben bzw. mit ihrer Gesundheit.

Hat die Menschheit daraus gelernt? Nein! Die Welt hat noch keinen Frieden gefunden. In vielen Ländern stehen sich Völkergruppen hasserfüllt gegenüber, Krieg und Konflikte sind wieder näher an uns herangerückt. Täglich können wir Berichte den Medien entnehmen:

Der Bürgerkrieg in Syrien; Die Gefahren der IS-Terroristen; Die Entwicklung durch den Konflikt zwischen Türkei und Syrien; Die vielen und schrecklichen Anschläge weltweit, auch in unserem Land; Wir dürfen und wir werden nicht zulassen, dass Menschen mit extremen Gesinnungen eine Terrorherrschaft weiter über die Welt, über Europa und Deutschland tragen.

Die Menschen fordern Sicherheit. Die Menschen fordern Frieden. Frieden, betonte Stadtrat Stoiber, ist keine Selbstverständlichkeit. Vor allem die junge Generation muss wachsam bleiben und gefährliche Entwicklungen rechtzeitig erkennen und bremsen. Wir wollen nichts vergessen, nichts verdrängen, nichts zudecken, von dem was geschehen ist. Nur aus der Wahrheit wächst die Erkenntnis, und nur aus ihr können wir lernen, es besser zu machen. Das unfassbare Leid, das Krieg und Gewaltherrschaft auslösen, sollte uns als Mahnung dienen. Jeder, der sich den Frieden in der Welt wünscht, muss alle Möglichkeiten nutzen, in seinem eigenen, ganz persönlichen Bereich mit kleinen Schritten Vorbild zu sein. Jeder von uns soll mithelfen, die längste Friedensperiode zu sichern. 74 Jahre Frieden – Ein Geschenk Gottes an uns Menschen. Mit dieser Bitte beendete Martin Stoiber seine Ansprache.

Im Anschluss wurden Fürbitten gesprochen. Mit einem gemeinsamen „Vater Unser“ beendete Pfarrvikar Pater Jim das Gefallenengedenken.

„Köstliche Vielfalt im Herbst“ lautete das Motto des Kochabends, den der Frauen-und Mütterverein am frühen Freitagabend veranstaltete. Erfreulich viele jüngere Mitglieder folgten der Einladung nach Bad Kötzting ins Sinocur-Präventationszentrum, wo die Gruppe bereits in der Lehrküche erwartet wurde. Die Kontakte hierzu knüpfte man bereits im Sommer 2018, als der Verein mit zahlreichen Mitgliedern an einer kostenlosen Sinocur-Führung teilnahm. Für den Abend konnte man Ernährungs- und Hauswirtschaftswissenschaftlerin Tanja Semmelbauer als Referentin gewinnen.

Unter ihrer fachlichen Anleitung bereiteten die Frauen in den vier Kochkojen jeweils die zuvor ausgewählten Gerichte zu: Salat mit warmen Kürbisstreifen und Pilzen, pikante Kokos-Kürbissuppe, Risotto mit mariniertem und gebackenem Herbstgemüse sowie Mini-Quiches mit Gemüsearrangement. Die Referentin gab wertvolle Tipps und stand den Kursteilnehmerinnen während der Zubereitung mit Rat und Tat zur Seite.

Zum anschließenden Essen der leckeren Köstlichkeiten gab es Tee mit Zimtaroma, der wunderbar mit den herbstlichen Kreationen harmonierte. Nachdem die Küchenarbeitsplätze wieder aufgeräumt waren, überreichte Monika Zistler vom Vorstandsteam ein kleines Präsent an die Dozentin. Mit vielen neuen Anregungen nach diesem interessanten und kurzweiligen Kochabend trat die Gruppe den Heimweg nach Vilzing an.

Foto u.a.: Tanja Semmelbauer (2. von links) gibt den Damen Tipps bei der Zubereitung der einzelnen Gerichte

Die ersten Wochen des neuen Kindergartenjahres sind schon wieder vorbei. Aufregende Wochen vor allem für die sieben neuen Kinder, für die Anfang September ein neuer Lebensabschnitt begonnen hat. Dank des familiären Klimas haben sich die Neulinge im Vilzinger St. Laurentius-Kindergartens aber gut eingelebt. Beim Elternabend mit Elternbeiratswahl gab das Kindergartenteam den Eltern, vor allem der Neulinge, einen Überblick über das Kindergartenjahr 2019/20. Leiterin Marie Luise Schedlbauer stellte zunächst das Jahresthema vor: „Farbe und Kunst“, unter diesem Motto planen die Erzieherinnen die verschiedenen Aktionen mit den Kindern. Kreativität fördern und Ausprobieren zulassen: Dass die Kinder voll hinter diesem Konzept stehen und großen Spaß daran haben, zeigten schon die ersten kleineren künstlerischen Gehversuche. Und schon jetzt freut sich die Kindergartenfamilie auf die Projekte in diesem Jahr, die gemeinsam mit Andi Dünne vom KUNSTbeTRIEB Cham umgesetzt werden. Elternbeirat und Förderverein ermöglichen das Engagement der Kunstschule im Laurentius-Kindergarten und sind ebenso gespannt auf die Ergebnisse dieser Zusammenarbeit wie die Kinder selbst.

Auch die Eltern durften im Laufe des Elternabends ihre künstlerische Ader ausleben: Während das Team den Jahresablauf vorstellte, verewigten sich alle anwesenden Eltern auf der Leinwand, sodass ein schönes, blühendes Gemeinschaftswerk entstand. Erzieherin Christa Preis erklärte den Eltern das Kneipp-Konzept und wie im Kindergarten-Alltag die fünf Säulen der Philosophie von Pfarrer Kneipp gelebt und integriert werden. Als zertifizierter Kneipp-Kindergarten hat sich die Vilzinger Einrichtung ein Alleinstellungsmerkmal in der Region Cham geschaffen.

Welche Regeln für die Kinder gelten, erläuterte schließlich Kinderpflegerin Sabina Micheli. Als Bindeglied zwischen dem Personal und den Eltern fungiert im neuen Kindergartenjahr ein sechsköpfiger Elternbeirat, der auch in diesem Jahr unter dem Vorsitz von Regina Zistler steht. Sabine Brunner bleibt zweite Vorsitzende, Jürgen Ziereis wird weiterhin die schriftlichen Aufgaben erledigen. Neu im Gremium sind Kassiererin Astrid Hausladen und die Beisitzerinnen und Kassenprüferinnen Verena Puchta und Kathrin Pemmerl. Erster Auftrag für den neuen Elternbeirat ist die Vorbereitung der St.-Martins-Feier am 15. November, doch schon bald wird sich die Elternvertretung an die konkrete Planung des Sommerfestes am 17. Mai kommenden Jahres machen, das den Höhepunkt des 25-jährigen Bestehens des Vilzinger Kindergartens markieren wird.

Festlich geschmückt war die St. Laurentius Kirche am Sonntag zum Erntedankfest in Vilzing. Wie in den Vorjahren hat der Obst und Gartenbauverein den Erntealtar mit den Gaben des Jahres aufgebaut und den Kirchenraum liebevoll mit Blumen geschmückt. „Was Gott tut, das ist wohlgetan, die Scheunen stehen voll Segen.“ Mit diesem Einzugslied wurde die Messe eröffnet. Zur Begrüßung wies Stadtpfarrer Dieter Zinecker die anwesenden Gläubigen auf den besonderen Tag, den Tag, der dem Wörtchen „Danke“ gewidmet ist, hin. In seiner Predigt zitierte Pfarrer Zinecker die Torwart-Legende der 70er Jahre, Sepp Maier. Er wurde auf dem Höhepunkt seiner Karriere einmal gefragt warum er nicht den Verein wechsle, wo er bestimmt noch mehr Geld verdienen könnte. Darauf antwortete der Fußballprofi: „Mehr als essen und trinken kann ich doch gar nicht!“ Vielleicht wollte er, so Zinecker, einen Witz machen, herausgekommen ist ein weises Wort: Was ich brauche, habe ich. Darüber lohnt es sich nachzudenken. Wir leben in einer Überflussgesellschaft. Ein amerikanischer Wissenschaftler hat die Frage gestellt: „Wieso steigt in einer Wohlstandsgesellschaft der Konsum immer mehr, nicht aber die Zufriedenheit der Menschen? Dieser Mann, Tibor Scitovsky hat dafür den traurigen Begriff geprägt: „joyless economy – freudlose Wirtschaft.“ Das Leben im Überfluss kann ein Leben ohne Freude sein. Weil Dinge nicht lachen können. Weil man mit dem, was man hat oder sich leisten kann, vergleicht mit denen, die noch viel mehr haben. Oft ist es so, dass auf einen Wunsch den man sich erfüllt hat, schon der nächste unerfüllte einfällt. Deshalb, so der Ratschlag von Tibor Scitovsky: Der Mensch soll sein Geld in gemeinsame Unternehmungen, z.B. mit Freunden und mit der Familie investieren. „Vergnügungen die nicht vergänglich sind.“

Joyless economy – freudlose Wirtschaft – „mehr als essen und trinken kann ich doch gar nicht!“. All das scheint so etwas zu sein wie eine moderne Sprache für das Gleichnis Jesu: Der Mann mit der besonders guten Ernte baut neue Scheunen: Er ist überzeugt: Jetzt hat er für viele Jahre ausgesorgt. „Ruh dich aus, iss und trink und freu dich des Lebens!“ – Jesus spricht an: Nichts davon kann er festhalten, nichts mitnehmen. Wer nur für sich selbst Schätze sammelt, ist deswegen noch lange nicht vor Gott reich. Das Evangelium und auch die Lesungen wollen aufzeigen: Reichtum kann meinem Leben als guter Gläubiger Mensch, meiner Verbindung mit Gott im Wege stehen. Dagegen sind Werte, persönliche Weiterentwicklung, Mitmenschlichkeit, ja, die Fähigkeit, etwas von meinem Hab und Gut mit anderen, Bedürftigen zu teilen; das macht mich zu einem reifen Menschen, zu einem Menschen, der „Danke“ sagen kann! Für die Güter, die er hat, ohne in Gier zu verfallen.

Danke sagte Pfarrer Dieter Zinecker allen die zum Gelingen dieses Erntedankfestes beigetragen haben. Eine Einladung sprach er noch an alle Kinder und Jugendlichen aus, am Dienstag die Schülermesse zu besuchen, da die Kinder im Anschluss an die Messe den Erntedankaltar plündern dürfen.

Zum Foto: Pfarrer Zinecker, Mitglieder des OGV, Mesnerinnen und Ministranten

Die Bewohner des Dorfes Farbenfroh hatten es gut. Sie halfen sich, hielten zusammen und vermissten nichts. Ein Netz an bunten Fäden umspann die Dorfgemeinschaft und sorgte für Zufriedenheit und Glück. Doch irgendwann bekam das Netz erste Löcher, immer mehr entdeckten die vermeintlichen Vorzüge eines Lebens in der nahegelegenen großen Stadt. Doch dort herrschten andere Sitten: Streit, Neid und Missgunst kennzeichneten das Leben, das eher einem Gegeneinander als einem Miteinander glich. Diese Legende erzählten Marie Luise Schedlbauer, Christa Preis und Sabina Micheli beim Jubiläumsgottesdienst des Vilzinger Kindergartens St. Laurentius in der Expositurkirche. Doch die Geschichte vom Dorf Farbenfroh nahm ein gutes Ende: Das bunte Netz wurde wieder dichter und das Leben in Farbenfroh wieder wie vorher.

Seit 25 Jahren webt auch der Vilzinger Kindergarten ein solches Netz des Zusammenhalts, was am Sonntag gebührend gefeiert wurde. Pfarrer Dieter Zinecker griff die Geschichte der drei Kindergärtnerinnen auf und wünschte sich, dass auch künftig jedes Kindergartenkind seine eigenen Fähigkeiten einbringen kann und so ein stets farbenfrohes Netz entsteht. Vor allem sei der Kindergarten weit mehr als nur ein Gebäude: Fundament sei vor allem das, was in der Einrichtung gelebt und vermittelt werde, immer im Vertrauen auf und im Glauben an Gott.

Zinecker blickte auch kurz zurück auf die Entstehung des Kindergartens: Auf die Entscheidung der Kirchenstiftung, den Kindergarten zu bauen, die der langjährige Expositus Max Siller maßgeblich vorangetrieben hatte. Emotional wurde es auch bei der anschließenden Feierstunde im Kindergarten: Pfarrer Zinecker, Kindergarten-Leiterin Marie Luise Schedlbauer und Elternbeirats- und Fördervereins-Vorsitzende Regina Zistler verabschiedeten die langjährige Erzieherin Waltraud Daiminger im Kreise der Kinder, der Eltern und der Kirchenverwaltung in den Ruhestand. „Sehr viel Wärme und Herzblut“ habe Waltraud Daiminger in die Arbeit mit den Kindern gesteckt, blickte Marie Luise Schedlbauer auf viele gemeinsame Jahre zurück. Ihre Kollegin der ersten Stunde habe vieles mit aufgebaut, was auch heute noch erkennbar und spürbar sei, und habe den guten Ruf der Einrichtung wesentlich mitgeprägt.

Dankesworte für das hohe Engagement zum Wohle der Kinder und Blumen hatte Regina Zistler auch für das aktuelle Kindergartenteam dabei, nachdem das Brunch-Büfett, das die Eltern und der Elternbeirat bestückt hatten, nahezu abgeräumt war.

Für die Kinder kam der größte Moment zum Schluss: Das Luftballonfliegen mit selbst gestalteten Karten. Fast wie im Dorf Farbenfroh…