Für Fröhlichkeit und munteres Leben war gesorgt an diesem Sonntagnachmittag in der Pfarrkirche von St. Jakob! Zahlreiche Täuflinge des vergangenen Jahres mit ihren Eltern und Angehörigen waren hier zusammengekommen, um miteinander „Tauferinnerungsgottesdienst“ zu feiern – nach guter Tradition veranstaltet von der Pfarrei für alle Familien, die im vergangenen Kirchenjahr die Taufe eines Kindes haben feiern können.

Pfarrer Dieter Zinecker, Pfarrvikar Pater Jim und Gemeindereferentin Michaela Maier freuten sich zu Beginn sehr über das Erscheinen und die gemeinsame Feier mit den vielen kleinen und großen Christen. „ …Du bist mein geliebter Sohn, an dir habe ich Gefallen gefunden“ verkündete der Stadtpfarrer das Lukas-Evangelium über die Taufe Jesu, ehe auch Pater Jim in seiner kurzen Predigtansprache die Erinnerung an das Ereignis der Taufe nochmals lebendig werden ließ. So wie man den eigenen Geburtstag als ersten Lebenstag und jährlich wiederkehrend feiere, so könne man gleichsam als „zweiten Geburtstag“ den Tag der Taufe als Geschenk des neuen Lebens – unter Gottes Schutz und Segen – feiern und in Ehren halten, stellte der Geistliche die Bedeutung und den unschätzbaren Wert des Taufsakraments heraus.

Anschließend folgte eine von meditativen Orgelklängen begleitete, bewegende Zeremonie für die Eltern und Kinder: Sie durften nach vorne an die Altarstufen kommen, wo ihnen Pfarrer Zinecker die Hände auflegte, der Pfarrvikar die Kinder am Taufbecken segnete und die Gemeindereferentin als kleine Mitgabe jeweils eine Kinderbibel überreichte, „quittiert“ von strahlenden Gesichtern der Mamas und Papas und vielen Worten des Dankes. Mit dem Lied „Fest soll mein Taufbund immer stehen“ endete der stimmungsvolle Gottesdienst.

Gleich im Anschluss ging es ins Pfarrheim zur weltlichen Feier. Pfarrer Zinecker lud hier nochmals zum heiteren Beisammensein ein und richtete ein herzliches Vergelts Gott an das Team der Kinderkirche, das in bewährter Weise für die gute Bewirtung mit Kaffee und Kuchen sorgte. Die bunt gemischte Taufgesellschaft war sichtlich angetan von der freundlichen Zuwendung und genoss das Zusammensein noch bis zum frühen Abend.

Im Bild: Stadtpfarrer Dieter Zinecker, Pfarrvikar Pater Jim und Gemeindereferentin Michaela Maier mit den Beteiligten des Tauferinnerungsgottesdienstes

Unter der Organisation von Frau Paula Neft und Frau Renate Werner unternahmen die Senioren der Pfarrei St. Jakob in Cham eine Wallfahrt am gestrigen Donnerstag nach Heilbrunn/Gemeinde Wiesenfelden. Im Auftrag des Pfarrers Christoph Müller und der Kirchenverwaltung, Herrn Erwin Reith, informierte Edmund Speiseder über die Wallfahrtskirche und die Wallfahrt zum „Brünnl“. Dabei thematisierte er die Entstehung und die Zugehörigkeit zum Kloster Oberalteich, zur Grafschaften Bogen und zu den Patronatsherrn der Grafen von Falkenfels.

Speiseder erinnerte an das Jahr 1648, dem Ende des 30-jährigen Krieges und dem Auffinden nach dem Dreißigjährigen Krieg der versteckten Madonna, die ein gewisser Herr Keck aus Haunkenzell gestiftet hatte und die die Kriegswirren überstand. Nach einem Wiedererkennen der im Kirchenraum dargestellten Heiligenfiguren und einem Rekapitulieren der Bildersprache im Gotteshaus, zeichnete er die Bedeutung der hl. Magdalena und die Verehrung der Gottesmutter Maria, als Hilfe in Notsituationen nach.

Mit einem kräftigen, gemeinsam gesungenen Marienlied „Segne Du Maria!“ rundete die Wallfahrt als Höhepunkt ab. Natürlich besuchten im Anschluss daran die Pilgernden die Heilquelle, die neben dem Gotteshaus aufzufinden ist.

Frau Werner und Frau Neft bedankten sich namens der Pilgergruppe für den Einblick und in die Genese der Wallfahrt nach Heilbrunn. Den kulinarischen Gaumen versorgte dann das Gasthaus Evi Steudl.

Bild: Die Pilgergruppe aus der Pfarrei St. Jakob in Cham mit Frau Paula Neft und Renate Werner vor dem Altar Expositurkirche zu Heilbrunn

Am Fest der Erscheinung des Herrn (Dreikönigstag) steht nochmals die Freude über Weihnachten, die Geburt des Gottessohnes im Mittelpunkt der Liturgie der Kirche, bedeutet doch dieses Fest, dass göttliche Wahrheit und Herrlichkeit, wenn auch noch verborgen, in dem Kind von Bethlehem leuchten.

„Wir haben seinen Stern aufgehen sehen und sind gekommen, um ihm zu huldigen“, sagen die Sterndeuter aus dem Osten im Matthäus-Evangelium. Und sie bringen dem Kind Gold, Weihrauch und Myrrhe.

Über Ursprung und Bedeutung von Weihrauch als einer dieser Gaben hatte Stadtpfarrer Dieter Zinecker in seiner Predigt zum Festgottesdienst in St. Jakob viel Wissenswertes zu erzählen. War das Streuen von Weihrauch durch Untertanen einst Zeichen für die Vergöttlichung eines weltlichen Machthabers, so gab es im Christentum Jahrhunderte später Weihrauch für das ganze Volk Gottes. „Schuld daran“: Die Geburt Christi. „Heute (an Dreikönig) ist der jährliche Weihrauchtag für viele Menschen: Zum Segen für die Wohnung gehört das Entzünden von Weihrauch (…) Weihrauch für den auf Erden erschienenen Gottessohn. Weil er ab jetzt an erster Stelle steht. Das ist eine leichte Aufgabe, die mir das Hochfest der Erscheinung des Herrn stellt: Da, mitten unter den Menschen, ist der Friedensfürst erschienen. Er ist jetzt da – für alle, für jeden einzelnen, für mich.“ Gleichzeitig sei das aber auch eine „anspruchsvolle Aufgabe: Weil es heißt, dass ich in meinem Leben keine anderen, selbsternannten Götzenbilder aufstellen darf, damit mein Leben im Glauben, in dem, was zählt, nicht schief liegen soll.“

Nach der Predigt wurde das Messopfer gefeiert. Echte Weihnachtsfreude vermittelte hier einmal mehr der Kirchenchor samt Instrumentalisten, unter der Gesamtleitung von Eva Berzl (s. Bild): Zum Vortrag kam die Messa alle settecento, im Mozartstil gehalten, wenn auch aus der Feder des zeitgenössischen Kirchenmusikers und Komponisten Wolfram Menschick stammend. Als weihnachtliches Chorwerk erster Güte nicht fehlen durfte zudem das „Transeamus usque Bethlehem“ von Josef Schnabel, das vom Entschluss der Hirten nach Bethlehem zu gehen erzählt. Das wohltuend aufeinander abgestimmte Ensemble sang und spielte all seine Einsätze mit Hingabe und Präzision – und fand offensichtlich großen Gefallen bei den Gläubigen, wie deren warmer Applaus am Ende des Festgottesdienstes verriet.

Sternsingen – ist nicht nur ein schöner Brauch, sondern von seinem Ursprung her angelegt im Matthäus-Evangelium: Die Sterndeuter begegnen dem Kind in Bethlehem und legen Zeugnis ab vom Erscheinen des Gottessohnes vor den Völkern der Welt. Diese Botschaft haben sich die Sternsinger von St. Jakob (im Bild) auch heuer zu Eigen gemacht und den Sternsinger-Segen in den ersten Tagen des neuen Jahres in die Chamer Wohnungen und Häuser getragen.

Pfarrvikar Pater Jim dankte es ihnen im Rahmen des Gottesdienstes zur Einholung der Sternsinger am Dreikönigstag im Namen der Pfarrei ganz herzlich. „Ihr habt euch aufgemacht, die Botschaft vom Kind in der Krippe verkündet und den göttlichen Segen zu den Menschen gebracht. Ihr seid damit selbst zum Segen geworden!“

Ein herzliches Vergelts Gott ging auch an diejenigen, die im Hintergrund alles für die Sternsinger-Aktion organisiert haben, allen voran die Kostümbildnerinnen, die zahlreichen hilfsbereiten Fahrer und die für die Verpflegung sorgenden Eltern, sowie nicht zuletzt an die Haus- und Wohnungsbesitzer, die den Mädchen und Buben die Türen bereitwillig geöffnet und mit ihren Spenden die wohltätige Aktion für das Kindermissionswerk unterstützt haben.

„Frieden! Im Libanon und weltweit.“ Nach diesem Leitspruch sind die Sternsinger der Expositur Vilzing am Freitag von Haus zu Haus gezogen, um in die Häuser und Wohnungen den Segen Gottes für 2020 zu bringen und mit Gebet und Gesang um Spenden zu bitten. Gerne schrieben sie auch den Segensspruch 20*C+M+B*20 (Christus Mansionem Benedicat = Christus segne dieses Haus) an den Türsturz oder an die Türen.

Am Hochfest der Erscheinung des Herrn stellten sich die Sternsinger noch einmal vor die Gottesdienstbesucher und sprachen: „Christus dem Herrn, habt ihr freudig gegeben. Er lohne es euch mit dem ewigen Leben. Der Herr schenke euch ein gesegnetes Jahr, das wünschen Kaspar, Melchior und Balthasar“.

Pfarrvikar Pater Jim bedankte sich am Ende des Gottesdienstes bei den Sternsingern für ihr Engagement bei den Mesnerinnen, auch den Oberministranten sprach er für die Organisation sowie den Fahrern und den Familien für die Verpflegung Dank aus.

Auf den Weg gemacht haben sich auch heuer die Sternsinger von St. Jakob. Aufgeteilt in mehrere Gruppen werden sie von Donnerstag, 2. Januar, bis Sonntag, 5. Januar, an die Haus- und Wohnungstüren klopfen, um den Segen Gottes dorthin zu bringen und mit Gebet und Gesang um Spenden zu bitten. Auf Wunsch werden sie auch den Segensspruch 20*C+M+B+20 (Christus mansionem benedicat = Christus segne dieses Haus) an die Pforten schreiben.

Die diesjährige bundesweite Aktion Dreikönigssingen des Kindermissionswerkes steht unter dem Motto „Frieden! Im Libanon und weltweit“, und richtet den Blick besonders auf arme Kinder in der Welt, denen oftmals das Nötigste zum Leben fehlt.

Feierlich ausgesandt wurden die Sternsinger, aus den Reihen der Ministranten kommend, am Neujahrstag von Pfarrvikar Pater Jim im Rahmen des abendlichen Gottesdienstes. Der Geistliche begrüßte die prächtig gewandeten Dreikönige und die vielen Mitfeiernden und wünschte allen ein gutes, gesegnetes Neues Jahr 2020. Die Sternsinger brächten nicht nur den Segen Gottes in die Häuser, sondern seien zugleich Botschafter des Friedens, freute sich der Geistliche. „Friede“ sei ein großes Wort, aber nicht nur eine Angelegenheit für die (Welt-)Politik, sondern für jeden Einzelnen in seinem Alltagsleben.

Im weiteren Verlauf der Feier wurde mit „Stern über Bethlehem …“ der passende Gesang angestimmt, ehe Pater Jim die Sternsinger, sowie Kreide und Weihrauch für ihren Einsatz segnete und nochmals gutes Gelingen hierfür wünschte.

Mit einem Gottesdienst zum Hochfest der Erscheinung des Herrn (Hl. Dreikönigstag) am Montag, 6. Januar, 10.30 Uhr, soll dann die Rückkehr der Sternsinger gefeiert werden und die wohltätige Aktion erfolgreich abgeschlossen werden.

Im Bild: Die Sternsinger von St. Jakob mit Pfarrvikar Pater Jim und Gemeindereferentin Michaela Maier freuen sich auf ihren Einsatz

 

„Das alte Jahr verflossen ist …“. Zum Jahresschlussgottesdienst am Silvesterabend hat Stadtpfarrer Dieter Zinecker, zusammen mit Pfarrvikar Pater Jim und Gemeindereferentin Michaela Maier, viele Gläubige in St. Jakob begrüßen können. „Die Zeit hat ihre Spuren hinterlassen …“, und das Leben sei stets auf Veränderung angelegt, hob er gleich anfangs die besondere Bedeutung des Jahreswechsels hervor.

Und führte diese Gedanken nach den Schriftlesungen in seiner Predigt weiter aus: Gewinnbringend für jeden Menschen sei es herauszufinden, was wichtig gewesen sei im Jahr 2019 und wichtig sein werde im neuen Jahr. Zinecker zitierte den Schriftsteller Arnold Stadler, der „den Verlust des Entscheidenden des christlichen Lebens“ beklage, nämlich das Jenseits, das bei aller bürgerlichen Sattheit ebenso wenig Platz habe wie der konkrete Glaube an „Ich bin die Auferstehung und das Leben“. Der Mensch setze all sein (Genuss-) Streben auf das Leben auf Erden, oft ohne Hoffnung darauf, dass noch etwas nachkomme, was alle menschlichen Möglichkeiten übersteige. Der Prediger widersprach solcher Haltung energisch und setzte das allein Maßgebende dagegen: das Evangelium Jesu Christi: „Liebe Mitchristen: Kommt für mich heute um Mitternacht nur ein neues Jahr? Oder kommt mehr Hoffnung, mehr Ausblick, mehr Transzendenz: Ein tiefer Blick auf das, was über meine begrenzte menschliche Welt hinausgeht? Weihnachten, das Fest der Geburt des Gottessohnes, gibt mir das mit auf den Weg: Der Sohn kommt, damit wir empfänglich werden für das, was der Vater sagt. Und für die Botschaft, die er selber ist: „Ich bin die Auferstehung und das Leben“ Ihr seid Zeugen dafür: So hat es das Evangelium gesagt. (…) – Was sind das für (gute) Aussichten!“

Im Verlauf des Gottesdienstes wurde auch Rückschau gehalten auf wichtige Ereignisse im Jahr 2019: Z. B. den ersten Besuche eines Papstes auf der arabischen Halbinsel, den „Anti-Missbrauchs-Gipfel“ im Vatikan, den Brand der Pariser Kathedrale Notre Dame, die Initiative „Maria 2.0“, den Protest der Umweltaktivistin Greta Thunberg beim UN-Klimagipfel, die Herbst-Vollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz mit Vorbereitung des Synodalen Weges, und die Amazonassynode.

Bedeutende Ereignisse habe es im Laufe des Jahres auch für die eigene Pfarrei gegeben: Die Würdigung für das zehnjährige Wirken von Gemeindereferentin Michaela Maier beim Patrozinium, das gelungene Pfarrfest, mit Verabschiedung von Kaplan Martin Popp, die Begrüßung des aus Straubing kommenden neuen Pfarrvikars Pater Jim, die Amtseinführung des evangelischen Bundeswehrseelsorgers Rüdiger Glufke in St. Jakob als Garnisonskirche, das 25-jährige Jubiläum des Kindergartens in Vilzing, die beginnende Erneuerung der Beleuchtung im Altarraum der Jakobskirche, den großartigen Einsatz so vieler haupt- und ehrenamtlich Tätiger das ganze Jahr über.

Am Ende des feierlichen Gottesdienstes sagte Pfarrer Zinecker, im Namen auch von Pfarrvikar und Gemeindereferentin, ein herzliches Vergelts Gott für allen tatkräftigen Einsatz zugunsten der Pfarrei und ihrer Menschen. Vom gemeinsamen Wirken so Vieler gehe Segen aus und erhalte die Pfarrei neue Impulse.

Im Bild: „Möge die Straße uns zusammenführen (…) Und bis wir uns wiedersehen halte Gott dich fest in seiner Hand …“: Stadtpfarrer Dieter Zinecker, Pfarrvikar Pater Jim und Gemeindereferentin Michaela Maier sangen mit allen Gläubigen dieses stimmungsgeladene Lied zum Jahresende.

Gleich nach dem Weihnachtsfest, zum Ausklang des alten und zum Auftakt des neuen Jahres, heißt unsere Pfarrei nochmals zu besonderen Gottesdiensten herzlich willkommen:

Am Dienstag, 31. Dezember (Silvester), um 17 Uhr wird der Jahresschluss feierlich im Gottesdienst begangen und dabei zurückgeblickt auf bewegende Ereignisse im zu Ende gehenden Jahr.

Am Mittwoch, 1. Januar (Neujahr), wird neben den üblichen feiertäglichen Messfeiern um 9 Uhr und um 10.30 Uhr (die 7.45 Uhr-Messe entfällt) um 17 Uhr zum Aussendungsgottesdienst der Sternsinger herzlich eingeladen. Die Sternsinger oder Dreikönige, allesamt Ministranten der Pfarrei, sind in ihren farbenprächtigen Gewändern jedes Jahr eine Augenweide; für ihr selbstloses Engagement für notleidende Kinder gebührt ihnen Ehre und Dank. Im Aussendungsgottesdienst werden die Sternsinger vom Priester gesegnet, und ebenso die Kreide und der Weihrauch, mit denen sie die Menschen in den Häusern und Wohnungen aufsuchen, um den Segen Gottes dorthin zu bringen und die Botschaft von Weihnachten zu verkünden.

„Ich verkünde euch eine große Freude: Heute ist uns der Retter geboren; er ist der Christus, der Herr. Halleluja.“: Der Ruf vor dem Evangelium an Heilig Abend umfasst nur wenige Worte, aber er trägt in sich die weltumspannende Botschaft der Heiligen Nacht, die in der Christmette in St. Jakob auch heuer feierlich begangen wurde. Das Hochfest der Geburt Christi war gekommen, vorbei die Zeit aller Vorbereitung.

Viele Gläubige hatten sich schon lange vor Gottesdienstbeginn in der Stadtpfarrkirche versammelt, die entspannten Mienen ließen freudige Erwartung auf das Kommende erkennen. „Oh du fröhliche“ tönte es vielstimmig, nachdem Pfarrer Dieter Zinecker, Pfarrvikar Pater Jim, Gemeindereferentin Michaela Maier und zahlreiche Ministranten unter festlichem Glockenläuten eingezogen waren.

„Heute kommt Gott den Menschen ganz nahe – und steht der Himmel offen“ freute sich der Stadtpfarrer in seiner Begrüßung. Gott habe seinen eigenen Sohn in die Welt gesandt, der den Menschen frohe Botschaft bringe, ja letztlich selber diese Botschaft verkörpere. Wie das wahre Licht in die Welt gekommen ist, verkündete Pater Jim dann im Weihnachtsevangelium nach Lukas.

In seiner Predigt schlug Pfarrer Zinecker – anhand einer Freskendarstellung im Kreuzgang des Domes zu Brixen in Südtirol – einen ideenreichen Bogen: Zwischen der Sonne einerseits, die als Zentralgestirn menschliches Leben auf dieser Welt erst möglich mache und nach heidnischem Verständnis als göttlich verehrt werde; und dem Licht andererseits, das an Weihnachten gefeiert werde: Christus, der Strahl der göttlichen Liebe, das Licht, das jeden Menschen erleuchte. Das Geschehen von Christi Geburt, so außergewöhnlich und unüberbietbar es auch sei: Gott brauche dafür gar nicht viel einzusetzen, entsprechend schlicht sei auch die Schilderung des Hl.-Abend-Evangelisten: Josef, Maria, das Kind in der Krippe, später die Hirten. Nicht als zwingende Macht ausübenden König habe Gott seinen Sohn gesandt, betonte der Prediger weiter, sondern als kleines Kind in der Krippe; nicht als alles überragender Lichtstrahl, sondern als Licht, das erst gefunden werden müsse, bei der Suche der Menschen nach Sinn, nach einem wahren und echten Lebenskonzept, im Suchen nach Kraft für einen neuen Anfang.

„Die Erfahrung des weihnachtlichen Lichtes kann für einen Menschen, der Dunkelheit in sich spürt, wie eine Neugeburt sein (…). Ich kann mich anstrahlen, erfüllen und im Herzen erwärmen lassen von diesem Licht: Abgebildet durch die Kerzen am Christbaum, durch das leuchtende Friedenslicht, durch das Licht an der Krippe und die Kerzen am Altar: In der Feier der Eucharistie begehen wir, dass dieses Licht für uns das Lebenselixier ist, das ganze Jahr über.“ Das Gebot der weihnachtlichen Stunden und Tage sei demnach: Freude!

So hieß es gleich anschließend: „Nun freut euch, ihr Christen, singet Jubellieder …“ Auch von der Empore klang die Freude herab: Der Kirchenchor und die Instrumentalisten (Streicher und Fagott) unter der Gesamtleitung von Eva Berzl verstanden es prächtig, die weihnachtliche Hochstimmung musikalisch umzusetzen; die Harmoniemesse (von Robert Führer) und das Pastores (Franz Bühler) waren dazu trefflich ausgewählt.

Noch vor dem feierlichen Schlusssegen wünschte Pfarrer Zinecker, auch namens Pfarrvikars und Gemeindereferentin, allen Mitfeiernden und ihren Familien frohe und gesegnete Weihnachten. Ein herzliches Vergelts Gott richtete er an die liturgischen Dienste, den Kirchenchor samt Instrumentalisten, die Ministranten und Mesner Cornelius Lang. Und dann kam DAS LIED: „Stille Nacht, heilige Nacht …“.

Im Bild: Die Christmette wurde in St. Jakob feierlich begangen

Die „Christkindl-Andacht“ in St. Jakob am Nachmittag des Heiligen Abend war auch heuer wieder der große Anziehungspunkt für alle Kinder mit ihren Angehörigen. Erwartungsvolle Gesichter und staunende Kinderaugen bestimmten daher das Bild in der Stadtpfarrkirche, die schier „aus allen Nähten platzte“.

In einem Krippenspiel, das zahlreiche Kinder aufführten, wurde im Rahmen dreier Szenen das Geschehen der Geburt des Kindes in der Krippe zu Bethlehem nachempfunden. Viele weihnachtliche Weisen und Gesänge sorgten zusätzlich für frohe Stimmung im Gotteshaus.

Mit besten Weihnachtswünschen von Stadtpfarrer Dieter Zinecker, im Namen auch von Pfarrvikar Pater Jim und Gemeindereferentin Michaela Maier, endete die stimmungsvolle Andacht.

Im Bild: Viele Kinder waren am Krippenspiel beteiligt