Das Thema Märchen beschäftigte die Kinder im Kindergarten St. Jakob schon seit einigen Wochen und so stand auch das diesjährige Sommerfest unter dem Motto. Nach der Begrüßung durch den Elternbeirat spielten die Kinder das Märchen vom Dornröschen nach, wenn auch in einer etwas moderneren Form: Gleich eine ganze Reihe von edlen Prinzen warb um die Gunst der schlafenden Schönheit. Aber weder der lustige noch der schnelle, der grantige, der langsame oder der schüchterne Königssohn konnten Dornröschen (Paulina Saibold) beeindrucken. Erst als der Traumprinz (Leon Nüssle) auf seinem Pferd angeritten kam, verließ sie ihr Himmelbett mit den Worten: „A so an Prinzn wünscht se hold a jede Frau“.

Die Vorstellung endete mit einem gemeinsamen Ständchen für den kleinen Johannes Tschannerl, der an diesem Tag seinen fünften Geburtstag feiern konnte.

Anschließend wurden die Kinder von der Kinderclownin Fridolina (Claudia Zemke) unterhalten, die auf der Suche nach dem „Waldmeister“ verschiedene Abenteuer im Wald erlebte und den Kindern so spielerisch und auf sehr lustige Weise das Thema Umweltschutz näherbrachte.

Die Eltern konnten unterdessen in ungewohnter Ruhe bei Kaffee und Kuchen entspannen oder Leckereien vom Grill genießen. Die Elternschaft hatte wieder für ein reichhaltiges Buffet mit vielen Spezialitäten gesorgt.

Nach einer Stärkung zog es viele in die „Märchenstuhl“-Ausstellung: Wiederum passend zum Thema hatten die Kinder in den vergangenen Wochen Stühle mit vielen bekannten Märchenfiguren – und dem einen oder anderen Superhelden – bemalt, die nun zum Verkauf angeboten wurden.

Auch ein kurzer Regenschauer tat der guten Stimmung keinen Abbruch, es wurde noch bis in den Abend gefeiert.

Festliche Stimmung am Samstagvormittag in der Chamer Stadtpfarrkirche: 37 junge Christen aus der Pfarrei St. Jakob und ihrer Expositur St. Laurentius Vilzing hatten sich dort in gespannter Vorfreude versammelt, um nach intensiver Zeit der Vorbereitung das heilige Sakrament der Firmung zu empfangen.

Stadtpfarrer Dieter Zinecker freute sich mit den Jugendlichen, ihren Paten und vielen Angehörigen über das große Ereignis, das, wie er meinte, bestens geeignet sei, Gottes Geist neu zu spüren und die innere Verbindung zu Christus auf festen Grund zu stellen. Herzlich willkommen hieß er als Firmspender Weihbischof Dr. Josef Graf aus Regensburg, dazu als Mitzelebranten Kaplan Martin Popp und Gemeindereferentin Michaela Maier. Der Würdenträger aus der Domstadt erwiderte die freundliche Begrüßung und freute sich seinerseits auf die Begegnung mit den Firmlingen, die heute eingeladen seien zu einem „Fest des Glaubens, eurem „persönlichen Pfingstfest“, das die vollkommene Zugehörigkeit zur Kirche besiegele.

Eingangs seiner Predigt richtete er an sie die Frage, von wem oder was sie denn schon einmal so richtig begeistert gewesen seien: Etwa von Stars im Sport oder auf der Bühne? Oder doch von persönlich nahestehenden Personen? Er selbst, so der Weihbischof, sei begeistert von Menschen, die trotz schwerer Schicksalsschläge ihr Leben meistern; ebenso von Menschen, die die Not eines Anderen sehen und für ihn handeln. Beispielgebend für Barmherzigkeit und Herzensgüte sei natürlich Christus selbst: Der den Menschen nicht nur einen Teil von sich geschenkt habe, sondern sich selber ganz und gar, dessen Gegenwart heutzutage in allen sieben Sakramenten lebendig sei und gefeiert werde.

Eindringlich appellierte der Geistliche an die Jugendlichen, dem Glauben treu zu bleiben und Gott als die ureigene Kraftquelle des Lebens zu begreifen, symbolisch angelehnt an ein Eisenbahngleis mit seinen (notwendigen) zwei Schienen: Die eine Schiene bedeute, sich Gott im täglichen Gebet zuzuwenden, die andere Schiene stehe für den regelmäßigen Gottesdienstbesuch. Beides sei grundlegend für ein be-geistertes Leben im Glauben: „Der Glaube an Gott trägt durch das Leben!“

Nach der Predigt erneuerten die Firmlinge ihr Taufversprechen und der Weihbischof bat noch um eine kurze Zeit der Besinnung für alle, bevor der große Moment gekommen war, der Firmspender das Gebet um den Heiligen Geist sprach und jeder Einzelne, gemeinsam mit seinem Paten, vor die Altarstufen trat: „Sei besiegelt durch die Gabe Gottes, den Hl. Geist.“ Mit diesem Segensspruch zeichnete der Weihbischof mit Chrisam-Öl ein Kreuz auf die Stirn jedes Einzelnen und reichte die Hand zum Friedensgruß; daneben fand er noch viele persönliche Worte für die Jugendlichen und ihre Paten.

„Komm, Heiliger Geist, mit deiner Kraft, die uns verbindet und Leben schafft …“ sang dazu der Jugendchor unter Leitung von Eva Berzl, der das liturgische Geschehen sehr stimmungsvoll begleitete und die Gläubigen mitzureißen wusste.

Am Ende des Gottesdienstes richtete sich der herzliche Dank von Kaplan Martin Popp an die vielen hilfreichen Personen, die den Firmlingen in der Vorbereitung auf den großen Tag zur Seite gestanden haben, und besonders an den Firmspender, Weihbischof Dr. Graf. Mit dessen Segen und dem Te deum endete die eindrucksvolle Feier, die allen Beteiligten in guter Erinnerung bleiben wird.

Bild 1: Alle Firmlinge von St. Jakob und Vilzing St. Laurentius mit dem Würdenträger aus Regensburg, Stadtpfarrer Dieter Zinecker, Kaplan Martin Popp und den Ministranten
Bild 2: Vereint im Gesang: „Großer Gott, wir loben dich“
Bild 3: Feier der Eucharistie mit Weihbischof Dr. Josef Graf
Bild 4: Der Jugendchor unter Leitung von Eva Berzl sorgte für beste Stimmung

Viele interessante Einblicke sowohl in die Entstehungsgeschichte als auch in die aktuelle Situation und das Erscheinungsbild des Chamer Friedhofs hat es für die Mitglieder des Frauenbundes St. Jakob und Stadtpfarrer Dieter Zinecker am vergangenen Mittwochnachmittag gegeben.

Stadtarchivar Timo Bullemer hatte sich zu einem Rundgang vor Ort bereiterklärt und führte die Gruppe zu mancherlei markanten Stationen auf dem weitläufigen Gelände, dessen Anfänge bis ins Jahr 1868 zurückreichen. Besonders in Augenschein nahm man einige der zahlreichen Grabgruften, die schon vor längerer Zeit angelegte Urnenwand und das Grab für die Sternenkinder. Zudem fanden sich an vielen Grabstätten bekannte Namen von einheimischen Persönlichkeiten, die sich im Straßenverzeichnis der Stadt Cham wiederfinden, wie etwa Witzelsperger, Johann Brunner oder Hans Eder.

Am Ende des informativen Rundgangs bedankte sich Martina Altmann vom Frauenbund-Vorstandsteam im Namen aller beim Stadtarchivar für die gelungene Präsentation, die auf allgemeines Gefallen gestoßen war.

Im Bild: Timo Bullemer mit den Teilnehmern des Rundgangs am Chamer Friedhof

An der „Feier der leiblichen Gegenwart Jesu Christ im Sakrament der Eucharistie“, wie Fronleichnam bezeichnet wird, haben sich am Donnerstag bei herrlichem Wetter viele Gläubige beteiligt. Unter ihnen waren auch die Erstkommunionkinder in ihren liturgischen Gewändern und Abordnungen kirchlicher und weltlicher Vereine sowie die kirchlichen Gremien der Expositur Sankt Laurentius. Sie machten die Feier zu einer beeindruckenden Demonstration des Glaubens.

Der Prozession ging ein Festgottesdienst voraus, den Kaplan Martin Popp feierlich zelebrierte. Musikalisch umrahmten diesen die Gruppe La Musika. In seiner Predigt verglich der Geistliche die Prozession an Fronleichnam mit Demonstrationen, die zur Zeit sehr zahlreich und mit vielfältigen Themen stattfinden. Die Fronleichnamsprozession ist eine Demonstration für Christus und den Glauben, auch heute noch würden Menschen hinaus auf die Straßen ihres Dorfes gehen und so ihren christlichen Glauben zeigen, sagte Popp.

Nach dem Gottesdienst stellten sich alle Gläubigen zur feierlichen Prozession auf und zogen betend und singend zu den beiden Altären. Diese schmückten traditionell Frau Zistler vom Mütterverein und die Mütter der Kommunionkinder mit Blumenteppichen. Mit dem Lied „Großer Gott wir loben dich“ sowie der Bayernhymne endete das Fronleichnamsfest.

Der Kaplan dankte allen, die zum Gelingen der Feier beigetragen hatten und lud im Namen des Frauen- und Müttervereins zum Gartenfest beim Gemeinschaftshaus ein. Es wurde dort ein Mittagessen sowie Kaffee und Kuchen angeboten. Auch die DJK-Jazz-Dance Abteilung zeigte mit zwei Gruppen ihr Können.

Ein „Prangertag“ nach bewährter Tradition – und doch immer neu ein großes Ereignis im Kirchenjahr: Mit Festgottesdienst, festlichen Klängen und (nach kurzem Bangen) unter strahlend blauem Himmel zur Prozession wurde heuer in der Stadtpfarrei St. Jakob Fronleichnam gefeiert, das „Hochfest des Leibes und Blutes Christi“. „Unser größtes Fest der Eucharistie, als Zeichen der lebendigen Verbindung zu Christus, das in der Prozession noch eine intensive Verlängerung erfährt“, wie Stadtpfarrer Dieter Zinecker in seinen Begrüßungsworten hervorhob. Zusammen mit Gemeindereferentin Michaela Maier und zahlreichen Ministranten war er in die Pfarrkirche eingezogen, um mit vielen Gläubigen den Festgottesdienst zu begehen.

In seiner Predigt stellte der Geistliche den aktuellen Bezug zwischen traditionsreichem Fronleichnamsfest und aktuellem politischen Weltgeschehen her: An Fronleichnam 2016 hatte Kardinal Wölki auf dem Kölner Domplatz den Altar mitten in ein aus Malta herbeigeschafftes Flüchtlingsboot libyscher Schlepper stellen lassen. Ein Bild höchster Symbolkraft! „Jesus selbst säße heute im Boot der Flüchtlinge. Das Boot, das Bangen, das Leiden, die Hoffnung, die es symbolisiert, ist ein Ort der Gegenwart Gottes. Jesus ist gegenwärtig in unserer Welt – nicht nur in prachtvollen Kirchen, an den Altären, im Weihrauch, der nach oben steigt…“, sondern im Hier und Heute. Der wohl umfassende Satz laute „Du schenkst uns deine Gegenwart im österlichen Mahl“. Der Stadtpfarrer machte in weiteren Bildern deutlich, dass an Fronleichnam nicht etwas längst Vergangenes gefeiert werde, sondern etwas stets „Neues, Lebendiges, Inspirierendes“. Mit dem zentralen Gedanken: „Glaube ereignet sich immer in Gemeinschaft: (…) Die Gemeinschaft der Kirche bildet sich um die Eucharistie und aus ihr heraus. Das Mahl zeigt mir, dass ich mit den anderen zusammengehöre, weil Jesus sein Band um uns gelegt hat. Und weil wir Eucharistie feiern, setzen wir unsere Kräfte für andere, für die Glaubensgemeinschaft ein und geben weiter, was wir empfangen haben – und es ist dabei wie mit den Körben bei der Brotvermehrung: Was wir empfangen, wird nie aufgebraucht, wir stehen nie mit leeren Händen da.“

Nach der Predigt wurde die Eucharistie mit besonderer Feierlichkeit begangen und danach das Allerheiligste zur Anbetung ausgesetzt.

Gleich im Anschluss an den Gottesdienst machte man sich gemeinsam auf den Weg durch die mit Fahnen, Birken, Blumen und Tüchern prächtig geschmückten Straßen der Stadt. Die Erstkommunionkinder in ihren Festgewändern, mehrere Fahnenträger, politische Mandatsträger, Kirchenverwaltung, Pfarrgemeinderat, Ordensleute, der liturgische Dienst und alle Gläubigen reihten sich dazu in einen langen Zug ein.

Im Mittelpunkt: Pfarrer Zinecker mit der Monstranz unter dem Baldachin, welchen zu tragen stets eine ehrenvolle Angelegenheit für vier Männer aus der Pfarrgemeinde ist. Eine Gruppe von Bläsern begleitete den Zug mit festlichen Weisen, und eine eindrucksvolle Glaubensgemeinschaft beteiligte sich an den angestimmten Gebeten und Liedern. Am Steinmarkt mit dem ersten Altar und am Marktplatz mit dem zweiten Altar wurde haltgemacht, um das Wort des Evangeliums zu hören und die leibhafte Gegenwart Gottes zu feiern. Die entsprechenden Lieder zum Lob und Preis steuerte der Kirchenchor unter seiner Leiterin Eva Berzl bei.

Zum Abschluss, zurück in der Stadtpfarrkirche, vereinten sich alle Beteiligten zum Eucharistischen Hymnus „Tantum ergo“ und stimmten ein zum „Großer Gott …“.

Herzliche Dankesworte richtete Pfarrer Zinecker dann noch an alle Mitwirkenden bei der Vorbereitung und Durchführung der Prozession und alle Mitfeiernden des Fronleichnamstages. Zum heiteren Ausklang traf man sich anschließend in geselliger Runde im Hotel am Regenbogen.

Die traditionelle Fußwallfahrt der Pfarrei St. Jakob Cham nach Weißenregen gestaltete sich auch heuer als eindrucksvolles Zeichen gemeinschaftlich gelebten Glaubens. 115 Wallfahrer aus Cham und Umgebung waren dabei und zogen hinter dem Kreuz auf der 20-km-Strecke über Straßen, Wege und Fluren in Richtung Bad Kötzting.

Viele (Marien-)Gebete und –gesänge wurden unterwegs angestimmt und ließen die 4-stündige Gehzeit abwechslungsreich vergehen.

Am Ziel, in der schmucken Kirche Mariä Himmelfahrt Weißenregen, feierte Kaplan Martin Popp Gottesdienst mit den Wallfahrern – als gelungenen Abschluss des vormittäglichen Bittgangs.

Herzlichen Dank allen Helfern auf der Strecke, ganz besonders auch den Trägern des Kreuzes und des Lautsprechers!

Vier Mädchen und zwei Jungen durften am vergangenen Sonntag in der Expositurkirche St. Laurentius in Vilzing zum ersten Mal an den Tisch des Herrn treten. Die sechs Erstkommunionkinder wurden von ihren Familien und Lehrkräften zu diesem wichtigen Schritt als Christen begleitet und fanden sichtlich Freude daran, ihren großen Tag zu genießen, auf den sie sich monatelang vorbereitet hatten.

Ein besonderes Augenmerk verdiente bei der Feier das imposante „Vorstellungsbild“ der Erstkommunikanten, bei dem sich jedes der Kinder ein Symbol wählen konnte, das seine Interessen oder Hobbys zeigte.

In seiner Predigt ging Kaplan Martin Popp auf die Symbole der Kinder ein und bezog diese auf die Eucharistie, die sowohl im Glauben tragen (Pferd) oder auch zum Wachstum des Glaubens (Baum) beitragen kann, aber auch Kraft geben kann, was das Bild des Traktors zeigen kann.

Am Ende konnte sich Kaplan Popp nicht nur bei allen Familien und an der Feier beteiligten bedanken, sondern hob vor allem die Chorgruppe „la musica“ hervor. Die Kommunionkinder Lena Alt, Johannes Holzinger, Annalena Lang, Rosalie Schmuderer, Tanja Stelzer und Milan Zollner beschlossen die Feier ihrer ersten heiligen Kommunion dann mit einer gemeinsamen Fahrt in den Bayernpark nahe Dingolfing.

Tag der Freude in der Stadtpfarrei St. Jakob! 8 Mädchen und 16 Buben durften hier nach intensiver Vorbereitung am Sonntag erstmals an den Tisch des Herrn treten. „Du selbst lädst uns ein, du öffnest die Tür, Jesus, unser Bruder und Freund …“ gab schon das Eingangslied den Takt an für das, was folgte:

Zusammen mit Stadtpfarrer Dieter Zinecker, Gemeindereferentin Michaela Maier und zahlreichen Ministranten zogen die Erstkommunikanten unter festlichem Geläut aller Kirchenglocken in das Gotteshaus ein. Und wurden dort schon sehnlich erwartet – von Angehörigen, Tischmüttern und Lehrkräften sowie allen Gläubigen, die die Kirchenbänke füllten. „Wir in Gottes Hand – Gott in unserer Hand“ verkündete das Leitwort auf einer großen Plakatwand. Hieran knüpfte Pfarrer Zinecker gleich in seiner Begrüßung an und freute sich, unter solch symbolträchtigem Vorzeichen miteinander den großen Tag zu begehen. In einer kleinen Spielszene, im Anschluss an das Evangelium vom „ungläubigen Thomas“, machten auch einige Kinder deutlich, um wieviel leichter man sich etwas zutrauen und durchs Leben gehen könne: Mit einem wahren Freund wie Gott an der Seite!

In seiner Predigt ließ der Stadtpfarrer einen schon in der Lesung verkündeten Psalm lebendig werden: „Herr, du umschließt mich von allen Seiten und legst deine Hand auf mich …“. In ausdrucksstarken Worten und Bildern führte der Geistliche den Zuhörern vor Augen, wie wertvoll es für jeden Menschen sei zu wissen: Überall ist Gott da, ich bin ihm wichtig: Nie lässt er mich allein. Unumstößlich ist und bleibt: Gott liebt mich. „An so einen Gott glaube ich gern: Das Zeichen, das uns an ihn erinnert, in dem er sich anschauen lasst, ist kein prunkvolles Gebäude, kein goldglänzendes Standbild. Nein, es ist: Ein Stück Brot, ein Schluck Wein. Nahrung und Kraftquelle für uns: Zum Mahl versammeln sich die Gläubigen Sonntag für Sonntag und erkennen: Gott gibt sich uns in die Hand; wir können davon leben, dass er sich uns schenkt; wir können ihn uns einverleiben – welch ein tiefer Gedanke.“ Zinecker schloss: „Wir haben eine Mitte: Jesus. Er ist das Band, das uns alle umschließt. Nehmen wir uns an unseren Kindern, die heute voller Ehrfurcht, Freude und Dankbarkeit erstmals die Kommunion empfangen, ein Beispiel: Erkennen wir, wie kostbar diese Gabe ist.“

Nach der Predigt erneuerten die Kinder ihr Taufversprechen und brachten die Gaben zum Altar. Zur Gabenbereitung versammelten sie sich um den Altar – und nach aller Vorfreude war der große Moment da: Zum ersten Mal empfingen die Mädchen und Buben den Leib des Herrn und sind fortan in die Tischgemeinschaft mit Jesus aufgenommen. Der instrumental verstärkte Jugendchor unter der Gesamtleitung von Eva Berzl sorgte mit seinen Vorträgen für wunderbare Stimmung im Kirchenraum und stimmte an dieser Stelle das passende Danklied an: „Hand in Hand mit Jesus auf dem Weg, bleibe immer bei uns, stärke uns mit deinem Segen.“

Dank sagte noch vor dem Schlusssegen auch Pfarrer Zinecker für das engagierte Mitwirken so vieler Beteiligter, ganz besonders an Gemeindereferentin Michaela Maier. Der Riesenapplaus aller Mitfeiernden als spontane Reaktion kam nicht von ungefähr.

Die abendliche Dankandacht, zu der sich die Erstkommunikanten nochmals im Festgewand einfanden, sorgte schließlich für den gelungenen Ausklang des ereignisreichen Tages.

Hand in Hand – mit Gott durchs Leben: Die Erstkommunionkinder von St. Jakob mit Stadtpfarrer Dieter Zinecker, Kaplan Martin Popp und Gemeindereferentin Michaela Maier: Maximilian Altmann, Paulina Auer, Daniel Bogyi, Erich Bosl, Isabell Bucher, Fabian Fuchs, Jonas Fuchs, Nicolas Haberl, Felix Maier, Philipp Meyer, Emil Mißlinger, Patrick Ochsenmeier, Nadia Przysiek, Marlen Rokita, Nepomuk Salzberger, Julian Schedlbauer, Leon Schnabl, Carina Schönberger, Jessica Strobel, Vladimir Vlasov, Cornel Walenta, Julia Weindich, Stella Wilder, Leo Zollner.

Die Abendsonne sandte ihre warmen Strahlen und flimmerte durch das satte Grün der mächtigen Bäume ringsum, aus denen Vogelgezwitscher tönte. Die Kreuzigungsgruppe hoch oben auf dem Chamer Kalvarienberg gleich neben dem Bergkirchlein, das zur Pfarrei St. Jakob gehört, hatte sich mit farbenprächtiger Blumenampel und Kerzenlicht geschmückt: Das äußere Erscheinungsbild – naturgetreu wie es war – mutete also perfekt an und verfehlte seine Wirkung nicht.

„Gegrüßet seist du, Königin …“ schallte es weithin aus vielen Kehlen über den Berg und der kräftige Gesang, bestens verstärkt durch eine Saxophongruppe der Chamer Kolpingmusik, gab der schönen äußeren Kulisse auch den entsprechenden musikalischen Klang.

An die 70 Personen hatten sich am vergangenen Freitagabend auf dem kleinen Plateau vor der Kreuz-Gedenkstätte versammelt, um der Segnung der renovierten Figurengruppe beizuwohnen und Maiandacht zu feiern. Der Zelebrant, Stadtpfarrer Dieter Zinecker, begrüßte die Anwesenden, unter ihnen auch die fast vollzählig erschienenen Mitglieder des Volksfestvereins mit ihrem Präsidenten Sepp Altmann. Der Geistliche richtete nochmals offiziell ein herzliches Vergelts Gott an die Adresse des rührigen Vereins, der die (originalgetreue) Wiederherstellung des Denkmals durch seine finanzielle Zuwendung möglich gemacht habe.

Mit feierlichen Worten segnete Pfarrer Zinecker die Kreuzigungsgruppe und bat: „Lass uns im Kreuz das Zeichen des Sieges über den Tod erkennen. Hilf uns, anderen beizustehen, die arm und bedrückt sind und leiden. Stärke uns alle im Glauben, gib uns Hoffnung und leite uns an zu Taten der Liebe. Lass uns unsere Wege gehen im Schutz des Erlösers, der lebt und wirkt in alle Ewigkeit – Amen.“

Mit „Maria – Schwester der Menschen in Freud und Leid“ war die nachfolgende Maiandacht überschrieben und bot den Anwesenden mit zahlreichen ansprechenden Gebeten und Gesängen reichlich Gelegenheit zur Verehrung der Gottesmutter. „Freu dich, du Himmelskönigin …“ stimmten die Gläubigen kräftig mit ein und der Eindruck verstärkte sich: Es war bei weitem mehr als ein bloßes Lippenbekenntnis.

Am Ende bedankte sich der Chamer Stadtpfarrer für die Gemeinschaft im Beten und Singen, und insbesondere auch für den Einsatz der Damen und Herren der Kolpingmusik. „Gott mit dir, du Land der Bayern…“ hieß es schließlich treffend zum würdigen Abschluss der Feierlichkeit.

Deren gutes Gelingen bewog Vereinspräsident Sepp Altmann spontan dazu, diese Maiandacht-Feier am Kalvarienberg künftig zu einem festen Bestandteil des jährlichen Chamer Frühlingsfestes werden zu lassen. Damit stieß er nicht nur bei seinen Vereinsmitgliedern, sondern auch bei Pfarrer Zinecker auf offene Ohren, der sich seinerseits über diese – und mögliche weitere – „gute Ideen“ des Volksfestvereins sehr freute und geistliche Begleitung zusagte.

Bilduntertitel:
– Stadtpfarrer Dieter Zinecker begrüßte herzlich zur Maiandacht unter freiem Himmel
– Gebet u. Gesang zu Ehren der Gottesmutter vor der Kreuzigungsgruppe auf dem Kalvarienberg
– Saxophonisten der Chamer Kolpingmusik begleiteten die Maiandacht instrumental

Über eine gelungene Premiere konnte sich unsere Pfarrei am vergangenen Sonntag freuen: Zum ersten Mal haben wir zu einer allgemeinen Fahrzeugsegnung für die Besitzer neuerer oder älterer Fahrzeuge aller Art eingeladen. Und das freundliche Angebot ist augenscheinlich auf fruchtbaren Boden gefallen.

Zunächst wurden im Laufe der Vormittagsmesse die von den Gläubigen mitgebrachten bzw. kurz zuvor erstandenen Christophorus-Plaketten und St. Jakob-Schlüsselanhänger von Stadtpfarrer Dieter Zinecker gesegnet. In den Fürbitten wurde darüber hinaus um Schutz für all jene gebeten, die im Straßenverkehr, zu Wasser oder in der Luft unterwegs sind.

Am Kirchplatz standen anschließend schon viele, zum Teil mit Blumen geschmückte Pkw und Motorräder bereit und wurden mit der Zusage göttlichen Beistands und reichlich Weihwasser versehen. Pfarrer Zinecker schritt mit seinen Ministranten alle Fahrzeuge einzeln ab (s. Bild).

Viele weitere Fahrzeuge nahmen den Segen auf dem Weg zwischen Kirche und Pfarrhof im Vorbeifahren im Empfang, Die Kinder der Kinderkirche schwenkten fröhlich gelb-weiße Fähnchen dazu.

Erst kurz bevor das Weihwasser zur Neige ging, waren alle Fahrzeuge samt ihren Lenkern und Beifahrern gesegnet und dürfen fortan mit Schutzengel und unter dem besonderen Schutz des Heiligen Christophorus reisen. Allzeit gute Fahrt!