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Evangelium für Kinder
am 30. Sonntag im Jahreskreis

(T: M. Maier nach Mt 22,34-40)

Eines Tages kommen Gelehrte,
die sich mit den Vorschriften der jüdischen Religion gut auskennen, zu Jesus.
Einer von ihnen will Jesus auf die Probe stellen.
Er fragt:
„Welches Gebot in den jüdischen Gesetzen ist das wichtigste?“

Jesus antwortet:
„Du sollst Gott lieben, so fest, wie du nur kannst.
Du sollst ihn lieben mit ganzem Herzen,
mit ganzer Seele
und mit allen deinen Gedanken.
Das ist das wichtigste und erste Gebot von allen.

Und es gibt noch ein zweites, sehr wichtiges Gebot:
Du sollst alle Menschen, mit denen zu tun hast, so sehr lieben, wie dich selbst.

Wenn du diese beiden Gebote befolgst,
dann befolgst du damit auch alle Vorschriften unserer Religion.“

Kirchweihfest und Feier der Hl. Erstkommunion: Beides hat sich harmonisch zusammengefügt an diesem Sonntag in unserer Pfarrei – und konnte trotz landläufig schwieriger Umstände als herausgehobenes kirchliches Ereignis begangen werden.

Dem gebührend läuteten alle Kirchenglocken, als sich – in gespannter Vorfreude – die Erstkommunikanten in ihren Festgewändern, zur Messe um 9 Uhr zu zwölft, um 10.30 Uhr zu elft, mit ihren Angehörigen in der Pfarrkirche versammelten. Auch letztere präsentierte sich im Festgewand, mit schönen Blumengebinden und entzündeten Apostelleuchtern.

„Ein besonderes Ereignis feiern wir heute: Kirchweih!“ freute sich Stadtpfarrer Dieter Zinecker, mit Pfarrvikar Pater Jim und Gemeindereferentin Michaela Maier an der Seite, zur 10.30 Uhr-Messe zusätzlich mit Pfarrer Günter Lesinski, Direktor des Exerzitienhauses Werdenfels. „Doch „Kirche“: Das ist nicht nur unser Gotteshaus aus Steinen; Kirche: Das sind wir Menschen, heute vor allem Ihr Erstkommunionkinder, und durch uns erst wird sie lebendig!“

Lebendig und frohgemut gestaltete sich auch das weitere Geschehen im Gottesdienst, dabei immer aktiv eingebunden die Kinder, so in den Kyrie-Rufen und Fürbitten und zur Gabenbereitung.

Zur Predigt gab es einen Vorspann mit „Aha-Effekt“: Anhand eines mit Helium gefüllten Ballons machte die Gemeindereferentin anschaulich: Jesus lässt uns nicht los. Er ist immer unsichtbar mit uns verbunden. Wir müssen diese Verbindung nur immer wieder entdecken. Pfarrer Zinecker spann den (Ballon-)Faden weiter: „Verbinden und loslassen: Diese zwei Seiten hat auch die Geschichte Gottes mit den Menschen: Gott geht auf mich zu, er spricht mich an, ja er wirbt um mich; er hat ein Ziel: Die Menschen sollen verbunden sein: Wie eine große Familie, einer für den anderen da: Fest zusammenhalten.“ Diese Verbindung gelte es zu pflegen und zu erneuern, appellierte der Stadtpfarrer an die Kinder: Durch Beten, Lernen im Religionsunterricht, Lesen der Hl. Schrift und durch „das Wichtigste im Glauben“: Das Mahlhalten mit Jesus, das Eucharistie-Feiern in der Kirche.

„Liebe Kinder, heute zum ersten Mal feiert ihr ganz mit: Ihr seht nicht nur, wie andere das Brot des Lebens empfangen; Ihr empfangt selber den Leib Christi. Ein besonderer Tag, der euch immer in Erinnerung bleiben wird. Lasst euch die Erinnerung nicht nehmen. Denkt daran: Die Feier, das Brot des Lebens, zeigt mir meine Verbindung mit Gott. Und es wird immer so wichtig sein wie heute: In einer Woche, in einem Jahr, wenn ihr schon älter seid: Das Wichtigste am Glauben ist das Mahl halten.“

Der eindringliche Appell an die Erstkommunionkinder fand später Widerhall im Lied: „Durch Jesus sind wir verbunden, durch Jesus haben wir Kraft. In ihm haben wir uns gefunden, in ihm, der Gemeinde schafft.“ klang es von der Empore, wo Eva Berzl und Evi Schneider gesanglich und instrumental in souveräner Manier für den „guten Ton“ sorgten.

Nach der Predigt erneuerten die Kinder ihr Taufversprechen. Zur Gabenbereitung durften sie sich um den Altar versammeln – und das Langersehnte trat ein: Zum ersten Mal empfingen die Mädchen und Buben den Leib des Herrn und sind fortan eingeladen zur Teilnahme am eucharistischen Mahl.

Frohe Gesichter und glänzende Augen ringsum sprachen da für sich, und in das folgende Danklied wurde allseits eingestimmt.

Ein herzliches Dankeschön sagte am Ende auch Pfarrer Zinecker für die engagierte Hilfe so vieler Mitwirkender, ganz besonders an die Gemeindereferentin, honoriert mit großem Applaus aller Anwesenden.

Die abendliche Andacht, zu der sich die Erstkommunikanten nochmals im Festgewand einfanden, sorgte für einen gelungenen Ausklang – ein Kirchweihsonntag nach Maß!

Im Bild:

  • Die Erstkommunionkinder von St. Jakob mit Stadtpfarrer Dieter Zinecker, Pfarrvikar Pater Jim und Gemeindereferentin Michaela Maier:
    Maximilian Batzl, Laurenz Breu, Lena Brunner, Adrian Desch, Lena Fischer, Steffi Fittigauer, Isabelle Fleischmann, Nina Gietlhuber, Johannes Hauser, Vincent Iskalla, Leon Kagermeier, Hannes Lausser, Marie Lesinski, Pauline Plötz, Korbinian Salzberger, Emma Schierer, Thomas Schmidt, Pia Soukop, Marina Sperl, Kotryna Strielaite, Oliver Weindich, Philip Weindich.
  • die Pfarrkirche im Festgewand
  • „Seelsorger-Team“ am Altar
  • der Festgottesdienst von oben

Evangelium für Kinder
am 29. Sonntag im Jahreskreis

(T: M. Maier nach Mt 22,15-21)

Eines Tages treffen sich die Pharisäer.
Sie beschließen, Jesus eine schwere Frage zu stellen.
Sie hoffen, dass Jesus bei der Antwort darauf einen Fehler macht.

Die Pharisäer suchen ein paar Leute aus ihren Reihen aus.
Dazu kommen noch Freunde des Königs Herodes.
Die Freunde der Pharisäer und die Freunde des Königs gehen zu Jesus.
Sie sagen:

„Jesus, du sagst doch immer die Wahrheit.
Du tust nur das, was Gott will.
Du kümmerst dich nicht darum, ob es jemand stört, was du zu sagen hast.
Denn du schaust eher auf das, was Gott will,
als auf das, was die Menschen wollen.

Deshalb wollen wir dich fragen:
Ist es deiner Meinung nach erlaubt,
dem Kaiser Steuern zahlen zu müssen.“

Jesus merkt,
dass man ihn mit dieser Frage auf die Probe stellen will
und dass die Leute hoffen, dass er etwas Falsches sagt.
Er sagt:
„Warum stellt ihr mir so eine Frage?
Zeigt mir das Geld, mit dem ihr die Steuern bezahlt!“

Da geben die Leute ihm einen Denar.

Jesus sagt:
„Wer ist auf dem Geldstück dargestellt und welcher Name steht darunter?“
Die Leute sagen: „Das ist das Bild vom römischen Kaiser und sein Name.“

Da sagt Jesus zu ihnen:
„Also gebt dem Kaiser, was ihm gehört
und gebet Gott, was Gott gehört.“

Liebe Besucher unserer Kirche, liebe Pfarrgemeinde,

bald wird das Fest Allerheiligen gefeiert. Viele von uns verbinden das Fest vielleicht mit dem Stehen am Grab und dem Gedenken an die Verstorbenen. Doch Allerheiligen ist und meint mehr.

Heilige sind nicht nur Menschen, die bereits tot sind, wie der Heilige Wolfgang, dessen Fest wir am 31. Oktober feiern. Heilige sind auch Menschen, die mitten unter uns leben. Ja, Heilige des Alltags. Und so ein Heiliger können auch wir selbst sein.

Ferdinand Kerstiens hat sich darüber Gedanken gemacht, wer oder was Heilige sind. Ich gebe diese Gedanken nur verkürzt wieder. Wer weiß, vielleicht finden Sie sich zwischen diesen Zeilen auch selbst …

Herzliche Grüße
Michaela Maier, GR, Dieter Zinecker, Pfr., Pater Jim, Pfarrvikar

Anregungen für ein Gebet in diesen Wochen

Wer sind für mich Heilige?

  • Heilige sind Menschen, die es leichter machen, an Gott zu glauben.
  • Heilige sind aufgeschlossene Sünder, Menschen, die um ihre eigene Begrenztheit wissen, um ihre Schuld, die aber auf die Barmherzigkeit Gottes setzen und selber barmherzig sind mit anderen Menschen, die es auch nicht schaffen.
  • Heilige sind Menschen, die ein besonderes Gespür dafür haben, wenn ein anderer Mensch sie braucht, die sich nicht aufdrängen, sondern einfach da sind …, um diskret und ohne Aufhebens zu helfen.
  • Heilige sind Menschen, die in ihrer Ehe oder in einer anderen Verpflichtung auch Zeiten der Dunkelheit und Enttäuschung durchhalten, dem Partner/der Partnerin immer wieder neu eine Chance geben.
  • Heilige sind Menschen, die dankbar sind für Glück und Liebe, die sie erfahren und schenken können, die sich dabei nicht groß vorkommen, nicht als die besseren Menschen.
  • Heilige sind Arme, die dennoch lachen und sich freuen können.
  • Heilige sind Menschen, die an der Ungerechtigkeit und Gewalt in dieser Welt leiden, das Unrecht beim Namennennen und sich solidarisch mit den Betroffenen trotz aller Rückschläge für eine andere Welt, für mehr Gerechtigkeit und Menschenwürde einsetzen …
  • Heilige sind Menschen, die in der Liebe zu Gottes Schöpfung in der Ehrfurcht vor allem Lebendigen leben, nicht nur vor den Menschen.
  • Heilige sind Menschen, die Gott ernst nehmen und aus seiner Nähe leben, auch wenn sie seine Wege mit uns Menschen und mit der Welt nicht verstehen.

Der ausführliche Text kann nachgelesen werden: www.freckenhorster-kreis.de/pdf-spirit/Kerstiens12.pdf

Gott, Vater und Mutter aller Menschen.
Du bist größer als unser Herz.
Deine Liebe reicht weiter als unsere Erkenntnis.
Die Zahl deiner Heiligen ist größer,
als die Zahl derer, die im Kalender deiner Kirche stehen.

Wir danken dir für die Heiligen,
die uns in unserem Leben begleitet haben,
Menschen, deren Namen wir kennen,
und ohne die wir nicht zum Glauben gekommen wären.

Wir wagen zu bitten mit zitterndem Glauben:
Lass auch uns zu deinen Heiligen gehören,
zu Heiligen für andere Menschen.
Dann können wir Grenzen überschreiten und zusammen mit allen,
unter welchem Namen sie dich auch nennen,
deine Menschheit werden auf unserer kleinen Erde.

(F. Kerstiens)

Texte aus dem Gotteslob

Zum Fest des Heiligen Wolfgang am 31. Oktober:
929 Hymnus
931- 932 Vesper zu Ehren des Hl. Wolfgang

Zum Fest Allerheiligen
556 Allerheiligen-Litanei
676,6 Andacht „Heilige“

Andachten aus dem Gotteslob
680, 5-6 Andacht „Krankheit und Not“
680, 7 Andacht „Trauer und Klage“
680, 8 Andacht „Tod und Vollendung“

Gebete aus dem Gotteslob
4 Rosenkranz z. B. Die glorreichen Geheimnisse
oder die trostreichen Geheimnisse
10,3 Heilige (Gebet zum Namenspatron)
11 Meine Zeit in Gottes Händen
28 Hausgebet für Verstorbene
705,5 Für die Verstorbenen der Pfarrgemeinde

Psalmen aus dem Gotteslob
31 Psalm 1 Selig der Mensch
51 Psalm 92 Wie groß sind deine Werke
76 Psalm 145 Der Herr ist nahe

Lieder
542 Ihr Freunde Gottes allzugleich
543 Wohl denen, die da wandeln

Wolfgangsgebet der Diözese Regensburg

Himmlischer Vater! Du hast der Diözese Regensburg mit dem heiligen Wolfgang ein leuchtendes Vorbild und einen mächtigen Fürsprecher gegeben. Die Kirche unserer Zeit ist voller Unruhe und innerer Not. Doch dein Heiliger Geist lebt und wirkt voll Kraft in deinem Volke auch heute. Heiliger Wolfgang, Schutzpatron des Bistums Regensburg, bitte für uns! Mutiger Bischof und kluger Führer des Volkes, bitte für uns! Reformer der Klöster und des Klerus, bitte für uns! Freund der slawischen Völker, bitte für uns! Missionar des Ostern, bitte für uns! Schützer vor einem plötzlichen und unvorhergesehenen Tod, bitte für uns! Helfer in allen Notlagen, bitte für uns!

Fürbitten

Lasst uns zu Jesus Christus beten, dem Urheber und Vollender unseres Glaubens:

  1. Stärke den Heiligen Vater und unseren Bischof Rudolf, dass sie dein Volk in der Kraft des Heiligen Geistes leiten und zusammenhalten. Herr Jesus Christus.
  2. Erneuere in den Christen das Bewusstsein, als Glieder deines heiligen Volkes auserwählt zu sein. Herr Jesus Christus.
  3. Erfülle alle Getauften mit Freude und Dankbarkeit, dass sie dir dienen dürfen, und lass sie ihre persönliche Berufung für deine Kirche erkennen. Herr Jesus Christus.
  4. Schenke uns die Dienste und Berufungen, die wir zum Aufbau und zur Verlebendigung des kirchlichen Lebens brauchen. Herr Jesus Christus.
  5. Schenke unserem Bistum auf die Fürsprache des hl. Wolfgang die Gnade, sich im Glauben, in der Hoffnung und in der Liebe zu erneuern. Herr Jesus Christus.

Barmherziger Gott, im heiligen Wolfgang hast du uns ein Vorbild für unseren Weg im Glauben geschenkt. Stärke in uns den Willen, gleich ihm deinem Ruf zu folgen, und nimm uns am Ende unserer Tage auf in deine Herrlichkeit. Darum bitten wir durch Jesus Christus, unseren Herrn. Amen.

(Aus: Arbeitshilfen zum heiligen Wolfgang · Bistum Regensburg · Hauptabteilung Seelsorge)

Ganz besondere Stimmung hat sich ausgebreitet an diesem Samstagabend in der Stadtpfarrkirche von St. Jakob: Die diesjährigen Ehejubilare unserer Pfarrei samt Expositur Vilzing St. Laurentius hatten sich zum Gottesdienst versammelt, um für ihr trautes Zusammenleben und langes Miteinander „in guten wie in schlechten Tagen“ Lob und Dank vor Gott zu bringen.

„Ich will Dir danken, Gott (…), weil mich Deine große Liebe trägt“: Im Lied wurde der Lobpreis vom Duo Evi Schneider/Eva Berzl auch musikalisch umgesetzt und gab dem festlichen Charakter von Beginn an zusätzlich Raum und Gestalt.

Stadtpfarrer Dieter Zinecker freute sich eingangs, zusammen mit Pfarrvikar Pater Jim, über die vielen Mitfeiernden, die das Gotteshaus unter Corona-Bedingungen bis zum letzten Platz füllten und voller Leben brachten. Auf 20 bis hin zu 60 Jahren Ehestand konnten und können die erschienenen Paare zurückblicken.

In seiner Predigt machte der Pfarrer anhand eines schlagenden Beispiels die Wechselfälle des Lebens anschaulich: Einerseits gebe es für jedermann die Verpflichtung, etwas leisten, etwas tun zu müssen, sich Wissen und Kompetenzen aneignen zu müssen; andererseits gebe es „die Muße, das Genießen und Sichnehmen, was andere für mich vorbereitet haben (…)“: Wo beides zusammentreffe, wie etwa die pure Notwendigkeit der Nahrungsaufnahme mit der herausgehobenen Gestaltung eines Festessens, zu zweit oder in größerem Kreis, da sei auch „das Zentrum des christlichen Glaubens“: Das Mahlhalten, exemplarisch wunderbar dargestellt in der Erzählung vom Mahlhalten der Emmaus-Jünger („Und sie erkennen ihn, als er ihnen das Brot bricht.“).

„So feiern wir unser Leben, und so feiern wir hier in der Kirche unseren Glauben.

Liebe Ehejubilare, liebe Mitchristen, auch Ihre Ehe steht in diesem Spannungsbogen: Alltag, wiederkehrende Pflichten – und dann das Besondere: Dass ich wahrnehme, wie Du Dich heute fühlst (…), dass wir Feste feiern, lange Gespräche miteinander führen, uns erinnern an schöne Erlebnisse der vergangenen Jahre.“ In diesem Zusammenhang zitierte der Geistliche aus der Enzyklika „Die Freude der Liebe“ von Papst Franziskus: „„Die intensivsten Freuden des Lebens kommen auf, wenn man die anderen beglücken kann (…), belebend ist die Freude, anderen Vergnügungen zu bereiten und zu sehen, wie sie genießen.“ Da ruft der Papst uns allen und besonders Ihnen, liebe Ehejubilare, in Erinnerung: Das Eheleben lebt von den Festen, die immer wieder den Alltag erhellen. Es lebt davon, gute Ideen zu haben: Wie kann ich dem anderen einen Glücksmoment schenken? (…). Ich wünsche Ihnen, dass Sie da füreinander erfinderisch sind und auf gute Einfälle kommen, dass Sie miteinander festliche Momente sammeln. Dazu lege Gott seinen Segen auf Sie alle.“

Nach der Predigt wurde den Hochzeitsjubilaren ein feierliches Segensgebet zuteil, zunächst gemeinsam und anschließend persönlich: Paarweise traten sie an die Altarstufen, wo ihnen Pfarrer Zinecker Gottes Segen für ihr weiteres Eheleben zusprach. Bewegende Momente fürwahr ….

Im Anschluss an den Gottesdienst ging es zur weltlichen Feier ins Hotel am Regenbogen (Kolpinghaus), wo an schön gedeckten Tischen zum gemeinsamen Essen eingeladen war. Für das unterhaltsame Rahmenprogramm sorgten Isabella, Markus und Rafael Hartl sowie Sabine Beer vom Pfarrgemeinderat, und ließen in Wort, Bild und Musik die vergangenen (bis zu)60 Ehe-Jubiläumsjahre Revue passieren. Zu guter Letzt gab es noch ein kleines Geschenk in Form von Fotos und Sektgläsern mit persönlicher Gravur.

Allgegenwärtig praktisch auch hier: Das Wort des Papstes: „Belebend ist die Freude, anderen Vergnügungen zu bereiten …“.

Im Bild:
-Stadtpfarrer Dieter Zinecker und Pfarrvikar Pater Jim zusammen mit den (Corona-bedingt) auf zwei Gruppen verteilten Ehejubilaren von Cham St. Jakob und der Expositur Vilzing
-Paarweise erhielten die Ehejubilare den Segen Gottes zugesprochen

Evangelium für Kinder
am 28. Sonntag im Jahreskreis

(T: M. Maier nach Mt 22,1-14)

Einmal erzählt Jesus den Hohenpriestern und den Ältesten des Volkes:
Mit dem Reich Gottes ist es wie mit einem König,
der die Hochzeit seines Sohnes vorbereitete.
Er schickte seine Diener zu den Hochzeitsgästen, um sie einzuladen.
Die Gäste aber wollten nicht kommen.

Deshalb schickte der König die Diener noch einmal zu den Gästen
und lies ihnen ausrichten:
´Das Hochzeitsessen steht schon bereit.
Kommt zur Feier!`
Aber die Gäste kümmerten sich nicht um die Einladung,
sondern arbeiteten einfach weiter.
Einige der Eingeladenen packten die Diener
schlugen auf sie ein und töteten sie.

Da wurde der König wütend.
Er schickte seine Soldaten und lies die Mörder umbringen.
Ihre Stadt ließ er niederbrennen.

Dann sagte er zu den Dienern:
Das Hochzeitsessen ist fertig,
aber die Gäste, die ich einladen wollte, waren es nicht wert, eingeladen zu werden.
Daher geht auf die Straßen und ladet alle ein, die ihr trefft.
Die Diener machten das, was der König ihnen aufgetragen hatte.
So füllte sich der Saal mit allen möglichen Gästen.

Als sich die Gäste zum Essen gesetzt hatten,
kam der König, um sich seine Gäste anzusehen.
Er bemerkte einen Mann, der sich auf die Hochzeit nicht vorbereitet hatte.
Er trug kein Hochzeitsgewand.
Der König sagte:
´Wie konntest du so zu einer Hochzeit kommen?´
Der Mann hatte darauf keine Antwort.
Deshalb befahl der König seinen Dienern:
´Werft den Mann hinaus.
Er hat hier nichts verloren.`

Ja, so ist es mit dem Reich Gottes:
Alle sind dorthin eingeladen.
Aber das Reich Gottes ist nur für die etwas,
die sich auch darauf vorbereiten.“

Das Evangelium vom 28. Sonntag erzählt uns von einem König, der die Hochzeit seines Sohnes geplant hat. Alles ist vorbereitet und die Diener werden ausgeschickt, um die Gäste persönlich einzuladen. Der König schickt also nicht irgendeine Einladung auf einer hübsch gestalteten Karte. Nein, er beauftragt sein Personal. Ich finde, dadurch wird die Einladung ganz schön exklusiv.

Doch dann geschieht das Unglaubliche: Den Gästen ist die Einladung egal. Sie haben Wichtigeres zu tun oder sie fallen sogar über die Diener des Königs her. Für mich irgendwie unvorstellbar.

Wenn mich jemand sogar persönlich einladen lässt, dann wirkt das auf mich so, als mein Kommen unverzichtbar. In der heutigen Sprache wäre ich demnach eine VIP – eine Very Important Person. Keine Frage, dass ich da auf jeden Fall kommen würde.

Nun könnte man denken: Das ist wieder so eine Geschichte, wie sie Jesus eben gerne erzählt.

Doch wenn ich so darüber nachdenke, dann ist die Geschichte topaktuell. Wie wäre es, wenn wir statt König Gott in die Geschichte einsetzen. Er richtet eine Feier her. Er lässt uns durch seine Diener – in dem Fall Menschen, die in der Kirche haupt- und ehrenamtlich arbeiten – einladen.

Ja und dann … dann interessieren sich nur wenige für die Einladung. Viele haben Wichtigeres zu tun oder sie schimpfen über Gott und die Kirche.

Wenn man die Geschichte so betrachtet, dann könnte man sagen: Jesus hat genau gewusst, wie es einmal bei uns sein würde. In der Erzählung von Jesus ergeht es den Menschen, die die Einladung des Königs missachten, danach sehr schlecht.

Da stellt sich für mich die Frage: Was wird aus einem Volk, einem Land, der Menschheit an sich, wenn Gott ausgeschlossen wird? Wenn wir beschließen, dass wir seine wohlmeinenden Weisungen fürs Leben ignorieren? Ich denke, die täglichen Nachrichten sind darauf Antwort genug.

Ich glaube, wir können das Evangelium vom 28. Sonntag als Weckruf verstehen. Als Ruf an alle Gläubigen auf der ganzen Welt, als Ruf an jeden von uns: Schließt Gott nicht aus! Sorgt dafür, dass Gott nicht vergessen wird! Lasst euch von ihm einladen und ladet auch andere ein! – Auch wenn das manchmal mühevoll und frustrierend ist. Doch wenn wir nicht dranbleiben, wird Gott vielleicht wirklich vergessen und ich weiß nicht, ob eine Welt ohne Gott für uns noch lebens- und liebenswert ist.

Michaela Maier, Gemeindereferentin

Zu einem besinnlichen Vortrag hatte die Vorstandschaft des Frauen-und Müttervereins ihre Mitglieder unmittelbar nach dem Oktoberrosenkranz am 1.10.2020 in die Expositurkirche eingeladen. Eine Vielzahl von Frauen nahm dieses Angebot gerne an, da gerade in den letzten Monaten wegen Corona das gesellschaftliche und religiöse Vereinsleben auf ein Minimum zurückgefahren werden musste.

Unter Wahrung der vorgeschriebenen Abstands-und Hygieneregeln waren beinahe alle gekennzeichneten Plätze in der Kirche bereits zu Beginn der Rosenkranzandacht besetzt. Die Andacht wurde als Betrachtung des freudenreichen Rosenkranzes von den Vorstandsdamen gestaltet. Anschließend nahm Lisa Stögbauer aus Parkstetten, die Referentin des Abends, vorne im Altarraum Platz und begrüßte die Zuhörerinnen. Mit ihrem Programm „Da Herrgott und I“ trug sie bei stimmungsvoll gedimmten Licht ihre eigenen Gedanken und die daraus entstandenen Gedichte und Gebete vor und nahm so die Frauen mit auf ihre Gedankenreise. Die jeweiligen Gedichte trugen sehr persönliche Titel wie „Herrgott, I brauch de“, „I dank dir Herr“ oder „Glaube-Hoffnung-Liebe“. Zwischen den Texten umrahmte ein Trio aus zwei Querflöten und einer Gitarre mit teils ruhigen, teils ausdrucksstarken Instrumentalstücken den fast einstündigen Vortrag. Lisa Stögbauer hat bereits fünf verschiedene Gedichtbände im Eigenverlag herausgegeben. Ein sechstes steht kurz vor dem Druck, aus diesem sie als Zugabe noch einige Kostproben zum Besten gab.

Zum Schluss bedankte sich die Schriftstellerin für die musikalische Begleitung bei den drei Musikerinnen Silvia Fischer, Teresa und Monika Zistler, sowie bei der Vereinsführung für die Einladung nach Vilzing in dieser coronageprägten Zeit. Gabi Janker vom Vorstandsteam bedankte sich im Namen des Vereins mit einem Blumenpräsent.

Die im Anschluss angebotene Möglichkeit Bücher von Frau Stögbauer käuflich zu erwerben, wurde von den Besucherinnen sehr gut angenommen.

(Foto: Sabine Wanninger)

„Danket Gott, denn er ist gut, groß ist alles, was er tut (…)“ heißt es beziehungsreich im stimmungsvollen Lied: Der Dank für den Schöpfer des Lebens steht stets im Mittelpunkt des Erntedankfestes am ersten Oktobersonntag eines Jahres.

Dementsprechend wurde diese Fest auch in unserer Pfarrei in allen Gottesdiensten des vergangenen Wochenendes gefeiert. Im Blickpunkt dabei: Der Erntealtar als Sinnbild für die Fülle der Gaben, die Gott den Menschen schenkt.

Zum Familiengottesdienst am Sonntagvormittag hatten sich zur besonderen Freude des Zelebranten, Pfarrvikar Pater Jim und Gemeindereferentin Michaela Maier, sehr viele Familien mit Kindern zur Messe versammelt; darunter zahlreiche Mädchen und Jungen, die in zwei Wochen Erstkommunion feiern werden und die den Gottesdienst in sehr ansprechender Weise mitgestalteten.

Deutlich zum Ausdruck kam dabei, wie gedankenlos und verschwenderisch hierzulande doch oft mit den Gaben Gottes umgegangen werde, während zur gleichen Zeit unzählige Menschen auf allen Kontinenten bittere Not leiden. Eine gerechtere Verteilung der Güter der Welt und die Bewahrung der Schöpfung zum Wohle aller sei daher unverzichtbar und das Gebot der Stunde.

Am Ende des kurzweiligen Gottesdienstes dankte Pater Jim nochmals für dessen Vorbereitung durch das Familiengottesdienst-Team sowie die liebevolle Gestaltung des Erntealtars.

Im Bild: Pfarrvikar Pater Jim zelebrierte den Familiengottesdienst in St. Jakob

Obst, Gemüse, Getreide und Blumen diese Gaben der Natur finden sich zum Erntedankfest überall in den Gotteshäusern. Auch die Expositur in Vilzing feierte Erntedank in der Sankt-Laurentius-Kirche. Nach der Segnung des Erntedankaltares dankte Pater Jim in seiner Predigt nicht nur für die Ernte selber, sondern auch den Menschen, die dafür hart arbeiten und oft genug mit den Widrigkeiten des Wetters oder anderen äußeren Einflüssen zu kämpfen haben.

„Gerade heuer“, so Pater Jim, ein Jahr in dem Corona so vieles verändert und so viele Einschränkungen mit sich gebracht hat, sollten wir uns besonders bewusst werden, was es bedeutet, eine intakte Natur und genügend zum Essen zu haben. Durch Corona haben wir gesehen, wie viel ganz schnell wegbrechen kann, was sonst so selbstverständlich ist. Anderseits hat uns der Lockdown im Frühjahr auch gezeigt, wie sehr wir unserer Umwelt durch unsere Lebensweise bereits geschädigt haben. Durch den erzwungenen Stillstand konnte sich die Natur an vielen Orten wieder erholen und zur Ruhe kommen. Der Smog in China und Indien löste sich auf. Wir konnten zum ersten Mal seit vielen Jahren in der klaren Luft den Himalaya sehen! In Venedig schwammen wieder Fische in den Lagunen, in den man nun wieder bis auf den Grund sehen konnte. Und viele Menschen haben plötzlich wieder ihre Heimat wertschätzen gelernt, sind mit neu geöffneten Augen durch unsere Natur gegangen. Andere haben das Gärtnern wiederentdeckt oder mehr Wert daraufgelegt, ihre Produkte beim heimischen Bauern oder Gärtner zu kaufen. Dies, finde ich, ist durchaus etwas sehr Positives und passt wunderbar zu Erntedank“, so der Geistliche.

„Wir dürfen heute zutiefst dankbar sein, für alles, was die Natur uns schenkt. Gleichzeitig aber müssen wir auch darüber nachdenken, wie und was wir konsumieren. Denn wir schulden der Schöpfung Gottes und damit Gott Respekt im Umgang mit dem, was wir bekommen haben. Dazu gehört sich immer bewusst zu machen, was man isst, woher es kommt und unter welchen Bedingungen produziert wurde. Wir brauchen doch keine Erdbeeren im Dezember oder täglich billiges Fleisch aus Massentierhaltung. Lieber saisonal kochen und damit den heimischen Landwirt unterstützen. Lieber weniger Fleisch aus guter, verantwortungsbewusster Tierhaltung essen und damit den Tieren viel Leid ersparen. Wir dürfen aber auch die Menschen nicht vergessen, die für unserer Ernährung arbeiten. Hier bei uns, indem wir sie unterstützen und regional einkaufen. In den meist ärmeren Ländern daran denken, dass die Menschen dort oft unter unwürdigen und ausbeuterischen Bedingungen für uns arbeiten müssen. Solche Produkte sollten wir nicht unterstützen, sondern dafür lieber in Hilfsprojekte investieren, die es ihnen ermöglichen, würdevoll und selbstbestimmt zu arbeiten. Auch das ist eine Form des Dankes.

Es ist gar nicht so schwer, den Dank des Erntedankfestes jeden Tag zu leben. Denken und danken. Die einzige Voraussetzung dafür ist, es auch zu wollen. Sie werden sehen, dass sich aus bewusstem Leben und einer dankbaren Haltung eine große Zufriedenheit entsteht, dass daraus eine starke Verbundenheit zur Schöpfung und damit zu Gott wachsen kann. Den Gott hat uns reich beschenkt: mit seiner Schöpfung, mit seinem Sohn, mit seiner Liebe. Diesem Vertrauen in uns müssen wir uns würdig erweisen und es Gott täglich durch unseren Dank, durch unseren Respekt vor allem aber durch die Liebe zu ihm bezeugen. Nicht nur heute, an Erntedank, sondern jeden einzelnen Tag unseres Lebens beendete Pater Jim seine Predigt.

Vor dem Schlusssegen dankte Pater Jim dem Obst und Gartenbau Verein Vilzing für die Gestaltung des wunderschönen Erntedank-Altars.