Beiträge

Ein reicher Bauer wollte seine erfolgreiche Ernte in einem Gasthaus feiern gehen, als er unterwegs eine Familie am Weg traf, die ihn herzlich zu ihrem kargen Abendessen einlud. Erst als er von ihnen erfuhr, dass ihr Haus am Tag zuvor abgebrannt war, wurde ihm bewusst, dass nicht nur seine harte Arbeit für seinen Ernteerfolg verantwortlich war, sondern dass er am Ende alles Gott zu verdanken hatte. Er kehrte um, nahm die Familie mit an seinen reich gedeckten Tisch und dankte Gott.

Diese Geschichte erzählten die Kinder des Kindergartens St. Jakob in diesem Jahr bei ihrem Erntedankfest vor der Altenmarkter Kapelle. Pfarrer Dieter Zinecker griff die Geschichte auf und erinnerte daran, dass auch wir all die guten Dinge und Erfolge in unserem Leben nicht als selbstverständlich hinnehmen sollten, sondern Gott dankbar sein sollten und großzügig denen gegenüber, die vielleicht nicht so viel Glück haben.

Mit dem Lied „Hast du heute schon Danke gesagt?“ beendeten die Kinder die Open-Air-Andacht. Anschließend gab es für die Kleinen und Großen eine Brotzeit aus Butterbroten, Äpfeln und Weintrauben und Zeit für ein gemütliches Zusammensein.

Dankbarkeit – ein hohes Gut

Viele Gläubige, darunter zahlreiche Eltern mit ihren Kindern, waren zum Familiengottesdienst in der Stadtpfarrkirche gekommen. Sie alle durften sich an einem farbenprächtigen Erntealtar mit seinen Gaben – Blumen, Feld- und Gartenfrüchten aller Art – erfreuen, die einen kleinen Ausschnitt aus Gottes reicher Schöpfung darboten. In seiner Predigtansprache appellierte Zelebrant Martin Popp an die Mitfeiernden und insbesondere an die Kinder und Jugendlichen, sich öfter einmal dankbar zu erweisen für die vielen scheinbar alltäglichen Annehmlichkeiten des Lebens, sei es für die bisweilen überreiche Versorgung mit Nahrungsmitteln, sei es für die Beziehung zu einem guten Freund.

Im Lied „Danke für diesen guten Morgen, danke für jeden neuen Tag (…)“ wurde der Dank an späterer Stelle auch musikalisch ungesetzt. Nach dem Schlusssegen hatte der Kaplan noch eine besondere Ansage zu machen: Die Gottesdienstbesucher waren eingeladen, sich aus den verschiedenen Gaben vom Erntedank-Altar gegen eine kleine Geldspende zu bedienen. Davon wurde umgehend reichlich Gebrauch gemacht, und Brot, Obst- und Gemüsefrüchte fanden je nach persönlichem Bedarf ihre Abnehmer – zum Nutzen auch der Chamer „Tafel“, die sich auf einen ansehnlichen Spendenbetrag freuen kann.

Im Bild:
– Kaplan Martin Popp zelebrierte den Familiengottesdienst in St. Jakob, begleitet von Gemeindereferentin Michaela Maier und vielen Ministranten
– Stadtpfarrer Dieter Zinecker zelebrierte den Gottesdienst am frühen Sonntagmorgen

Mit der Geschichte von Maruschka, der Salzkönigin, eröffneten die Kinder des Kindergartens St. Jakob ihre Erntedankandacht: im Schauspiel um die Königstochter wurde bildhaft deutlich, wie wertvoll das alltägliche und vermeintlich minderwertige Salz doch ist. Nicht nur macht es Nahrung schmackhaft, ganz ohne Salz kann man nicht leben, man wird krank – so wie der König im Märchen.

Ob Salz oder all die anderen lebensnotwendigen Dinge: Pfarrer Zinecker erinnerte daran, dass wir – natürlich nicht nur am Erntedankfest – die Früchte der Erde nicht als selbstverständlich hinnehmen sollten. Gleichzeitig legte er den Kindern den Satz Jesu ans Herz: „Ihr seid das Salz der Erde.“ Jeder Mensch kann einem anderen das Leben versalzen oder aber schmackhaft machen.

Am Ende der Andacht segnete Pfarrer Dieter Zinecker das neue „Piratenboot“ im Garten: Das große Holzspielgerät hatte der Elternbeirat organisiert und in Eigenleistung aufgebaut. Er wünschte den jungen Seeleuten allzeit ruhige See, nicht zu stürmische Winde und vor allem eine gute Mannschaft, mit der man auch den einen oder anderen Orkan meistern kann.

Anschließend genossen Groß und Klein bei Tee und Kräuterbutterbrot das herrliche Herbstwetter. Bei den Erzieherinnen konnte man – passend zum Thema – selbst gemachte Kräutersalze und -öle erstehen.

Diesen Sonntag wurde in der Expositurkirche St. Laurentius das Erntedankfest begangen. Den feierlichen Gottesdienst zelebrierte Kaplan Johannes Bosco.

Bereits am Vortag hatten die Damen des örtlichen Obst- und Gartenbauvereins den Altarraum mit Blumen, Feld- und Gartenfrüchten geschmückt. Liebevoll arrangiert zierte der herrliche Erntedankaltar nicht nur die Kirche, die Naturalien standen symbolisch für die eingebrachte Ernte und alles, was Gott das ganze Jahr über zu teil werden lies.

Beim Erntedankfest wolle man Gott für die Gaben besonders danken, so Kaplan Johannes Bosco. Erntedank sei das Fest, bei dem die Sinne angesprochen werden. Dabei könne man Gottes Natur sehen, riechen und schmecken. Der Erntedankaltar zeige, wieviel Gott geschenkt habe. Mit dem Segen für die Ernte verband der Geistliche den Dank an den Schöpfer. Es gebe allen Grund, Gott zu danken weil es uns gut gehe, denn nicht überall auf der Welt gibt es genügend Nahrung.

Zum Ende der Messe bedankte sich der Kaplan bei allen die zum Gelingen des Gottesdienstes beigetragen haben.

Erntedank gefeiert wurde am vergangenen Sonntag in allen Gottesdiensten in Cham St. Jakob. Viele Gläubige, insbesondere auch viele Eltern mit ihren Kindern hatten sich am späteren Vormittag zum Familiengottesdienst in der Stadtpfarrkirche versammelt. Sie alle durften sich an einem reich bestückten, farbenprächtigen Erntealtar erfreuen – der doch nur einen winzigen Teil dessen widergeben konnte, was an jährlichem Ertrag geschaffen wird.

Stadtpfarrer Dieter Zinecker führte den Mitfeiernden vor Augen, wie viel an Zeit und Arbeit von Menschenhand für diese Erntegaben aufgebracht werden müsse. Rein gar nichts könne freilich entstehen und geerntet werden ohne den Segen und das wohlwollende Zutun Gottes, dem Schöpfer der Welt und all ihrer guten Gaben.

In der Predigt ging Gemeindereferentin Michaela Maier dem Danke-Sagen auf die Spur. Und machte deutlich, von welch großem Wert und welcher Bedeutung ein ehrlich empfundenes und auch ausgesprochenes Danke im menschlichen Miteinander und ebenso in der Beziehung des Einzelnen zu Gott sei.

Der Dank fand schließlich auch Ausdruck im lebhaften Gesang der Gottesdienstbesucher: „Danke für diesen guten Morgen, danke für jeden neuen Tag …“

Im Bild:
Stadtpfarrer Dieter Zinecker feierte mit den Gläubigen den Erntedank-Gottesdienst
Auch in den Fürbitten der Kinder wurde der Dank großgeschrieben

Die Schöpfungsgeschichte war das Thema der Erntedank-Andacht, die die Kinder des Kindergartens St. Jakob feierten. Dazu hatten sie sich gemeinsam mit ihren Eltern vor der Altenmarkter Kapelle um ein Kreuz versammelt.

So sagten sie in diesem Jahr nicht nur Danke für die eine reiche Ernte und genug Nahrung – sie erinnerten daran, dass wir dem lieben Gott noch viel mehr verdanken: Licht und Dunkel, das Wasser und das Land mit all seinen Pflanzen, Sonne, Mond und Sterne, die Fische im Meer und die Vögel in der Luft sowie alle Tiere an Land. All diese Dinge legten die Kinder symbolisch in einem Kreis um das Kreuz.

Ein Tanz der Vorschulkinder beendete das gemeinsame Gebet und leitete zum „geselligen Teil“ über: Große und Kleine genossen warmen Apfelpunsch und Brote mit Bananen-Marmelade, die die Kinder mit ihren Erzieherinnen selbst gemacht hatten.

Eng zusammen gerückt waren die Kinder und Eltern des Kindergartens St. Jakob in Altenmarkt bei ihrem Erntedankfest am Freitag. Aufgrund des unbeständigen Wetters hatte man kurzfristig in die Turnhalle des Kindergartens ausweichen müssen, wo Pfarrer Dieter Zinecker eine gemeinsame Andacht zelebrierte.

Gleich zu Beginn der Feier wurde dabei die Bibelstelle von den zehn Kranken vorgelesen, die Jesus von ihrem Aussatz geheilt hatte, von denen aber nur einer den Weg zurück zu ihm fand, um ihm zu danken. So sollten auch wir all die guten Dinge in unserem Leben nicht als selbstverständlich hinnehmen, griff Pfarrer Dieter Zinecker die Geschichte auf und fragte die Kinder, wofür sie denn gerade am Erntedankfest dem lieben Gott dankbar seien und was er in ihren Gärten oder auf den Feldern hatte wachsen lassen. Nach vielen eifrigen Beiträgen zeigten die Kinder am Bild eines zunächst kahlen Apfelbaums, was es braucht, damit überhaupt ein Apfel wachsen kann: Die wärmenden Strahlen der Sonne, das Wasser des Regens und den Wind, der die Blüten am Baum bestäubt.

Zum gemütlichen Ausklang der Feier gab es nach der Andacht für alle Kuchen, die die Kinder mit den Erzieherinnen gebacken hatten.