Beiträge

Gleich 24 Kinder verlassen in diesem Jahr den Kindergarten St. Jakob in Altenmarkt, die allermeisten davon in Richtung Schule. Im Rahmen einer gemeinsamen Andacht mit Pfarrer Dieter Zinecker wurden sie in den neuen Lebensabschnitt verabschiedet. Jedes (Vor-)Schulkind stellte sich kurz vor und legte symbolisch eine Figur um das Kreuz, das im Zentrum des Raums stand. Dann las Pfarrer Zinecker die Bibelgeschichte von Jesus und den Kindern: Die Kinder sagen „Ich will zu Jesus“ und die Erwachsenen versuchen, sie mit der Begründung „Ihr stört“ abzuhalten – bis Jesus selbst deutlich macht: „Lasset die Kinder zu mir kommen“. Pfarrer Zinecker spendete jedem Vorschulkind seinen Segen und hängte ihnen ein Kreuz um, das sie auf ihrem weiteren Lebensweg begleiten soll.

Auch im Elternbeirat und bei den Erzieherinnen werden bekannte Gesichter in Zukunft fehlen. Pfarrer Zinecker und Kindergartenleiterin Andrea Niebauer bedankten sich insbesondere bei den langjährig aktiven Elternbeiräten Monika Zitzmann-Peintinger, Steffi Knott und Tanja Brück sowie beim Elternbeiratsvorsitzenden Bernhard Jakob für das herausragende Engagement. Bei den „Fräuleins“ werden im neuen Kindergartenjahr die Erzieherin Maria Dachs, Kinderpflegerin Franziska Roider und Berufspraktikantin Julia Neubig nicht mehr in Altenmarkt tätig sein.

Andrea Niebauer wünschte ihren Schützlingen und deren Eltern alles Gute und drückte die Hoffnung aus, dass der eine oder andere vielleicht auch in Zukunft wieder einmal auf einen Besuch im Kindergarten vorbeischauen möge.

Der Kirchenpatron St. Jakobus hat es auch heuer gut gemeint mit seiner Chamer Pfarrgemeinde. Er bescherte ihr bei weitgehend strahlendem Sonnenschein ein gelungenes Patrozinium und Pfarrfest, die beide besondere Höhepunkte aufweisen konnten und „Menschen nah und fern“ zu schönen und unterhaltsamen Stunden zusammenführten.

Unter besonderen Vorzeichen stand bereits der Festgottesdienst am Sonntagvormittag, der mit einem „großen Einzug“ durch Stadtpfarrer Dieter Zinecker, Kaplan Pater Johannes Bosco und vielen Ministranten zum Gesang des „Jakobusliedes“ seinen feierlichen Anfang nahm. Leben und Wirken und vor allem die Pilgerschaft des Hl. Jakobus des Älteren durchzogen auch das weitere Geschehen wie einen roten Faden – und boten gleichzeitig die Brücke zur Verabschiedung mehrerer Persönlichkeiten.

Der Kaplan wird wie bereits berichtet am 1. September seine Wirkungsstätte nach Weiden St. Josef, in die Nähe „seines“ Klosters Speinshart, verlegen. Er wurde in Anschluss an die Eucharistiefeier vom Stadtpfarrer mit freundlichen und humorvollen Worten des Dankes verabschiedet. Pater Johannes trefflich zu würdigen wussten auch die Frauen des Familiengottesdienst-Teams mit Gemeindereferentin Michaela Maier, die in gereimter Form ein praktisches Geschenk „für alle Lebenslagen“ überreichten.

Offiziell Abschied nehmen hieß es auch von einer „Institution“ der Pfarrei: Der seit dem Jahre 1975 in St. Jakob tätige Mesner Raimund Sebald mit Ehefrau Gertraud wird demnächst in den Ruhestand treten. Pfarrer Dieter Zinecker räumte in seiner Ansprache ein, dass die Lebensleistung Sebalds in Worte kaum zu fassen sei, ließ aber dennoch Stationen seiner Zeit Revue passieren und zollte ihm Lob und Dank für ein Höchstmaß an Pflichtbewusstsein und Dienstbereitschaft. Damit sprach er den Gläubigen im weiten Rund offensichtlich aus der Seele, denn diese reagierten spontan: Mit stehenden Ovationen! Ein Mundart-Gedicht von Eva Berzl rundete den Gratulationsreigen bestens ab.

Ganz am Ende des Gottesdienstes vereinten sich alle Stimmen zum Tedeum, nachdem zuvor der Kirchenchor samt Instrumentalisten besondere musikalische Akzente gesetzt hatte.

Das Feiern der weltlichen Art kam gleich anschließend beim Pfarrfest zum Tragen. Schlagartig füllten sich die Bänke auf dem Freigelände beim Hotel am Regenbogen (Kolpinghaus), geschützt von Zeltdach und Pavillon, und die vielen Besucher zeigten auch hier ihre Verbundenheit zur Pfarrgemeinde. Pfarrer Dieter Zinecker ergriff nochmals das Wort zum herzlichen Gruß an alle Gäste, insbesondere an Kaplan und Mesner mit ihren jeweiligen Familienangehörigen, Kaplan Stefan Hackenspiel und eine große Abordnung aus der Nachbarpfarrei St. Josef mit St. Martin. Kirchenpflegerin Martina Altmann schloss sich an, um auch im Namen von Kirchenverwaltung und Pfarrgemeinderat willkommen zu heißen und den Dank an Kaplan und Mesnerehepaar zu richten.

Für das leibliche Wohl war dann reichlich gesorgt und die einsatzfreudigen Helfer an Essensausgabe, Grill und Zapfhahn taten ihr Bestes, wie auch die Tischbedienungen und Küchenhelferinnen. Die Freunde von Kaffee und Kuchen kamen ebenso auf ihre Kosten, denn die vielen Kuchenspenderinnen hatten ein großes Kuchenbuffet gezaubert, das keine Wünsche offen ließ. Die musikalische Umrahmung lag bei Engelbert Eckert in bewährten Händen. Am späteren Nachmittag klang das Festgeschehen langsam aus, und der letzte Dank gebührte dem Schutzpatron.

Einen fulminanten Abschied bereitete die Pfarrgemeinde von Cham St. Jakob ihrem scheidenden Kaplan Alexander Dyadychenko am vergangenen Sonntag.

Zahlreiche Mitfeiernde hatten sich dazu in der 10.30-Uhr-Messe eingefunden und konnten sich gleich zu Beginn über das klangvolle Blasmusik-Spiel der Feierabend-Musikanten freuen. Der Kaplan als Hauptzelebrant, mit Neupriester Stefan Hackenspiel, Diakon Alfred Dobler, Gemeindereferentin Michaela Maier und vielen Ministranten an der Seite, freute sich seinerseits über das volle Gotteshaus und durfte dann im weiteren Verlauf des Vormittags viele überraschende Momente erleben.

Gemeindereferentin Maier hatte die Predigt übernommen und fand gefühlvolle Worte des Dankes und der guten Wünsche für die Zukunft des Seelsorgers an seinem nächsten Wirkungsort. Dem schlossen sich die Mitglieder des Familiengottesdienst-Teams an und hatten viele kleine Präsente dabei, die den (mitgelieferten) Geschenkekorb schnell füllten.

Kirchenpflegerin Martina Altmann, die im Namen des urlaubsbedingt abwesenden Stadtpfarrers Dieter Zinecker sowie der Gremien von Kirchenverwaltung und Pfarrgemeinderat sprach, hatte ihre Abschiedsworte in die Form eines Gedichts gefasst, das in heiterer Form viel Erlebtes und Erfahrenes der vergangenen drei Kaplansjahre Dyadychenkos widerspiegelte.

Auch die Ministranten hatten keine Mühe und Anstrengung gescheut, um ihrem Kaplan einen unvergesslichen Abschied zu bereiten. Sie hatten eine Collage, bebildert mit schönen gemeinsamen Erlebnissen, angefertigt und überreichten diese mit einem herzlichen Vergelts Gott.

Noch zuvor war der zukünftige Pfarrer von Rötz – Heinrichskirchen selbst an den Ambo getreten und hatte seine Zeit in Cham St. Jakob nochmals Revue passieren lassen. Vieles habe er da erleben und erfahren dürfen, was für ihn selbst ungemein interessant, bereichernd und wertvoll gewesen sei, was ihn im Leben vorangebracht habe. Er werde es dauerhaft in guter Erinnerung und in seinem Herzen bewahren – und „ein Stück davon wird immer hier bei euch in Cham bleiben“.

„Großer Gott, wir loben dich…“ hieß es musikalisch nach dem Schlusssegen, ohne dass dies schon das Ende des Abschiedsprogramms bedeutet hätte. Das Familiengottesdienst-Team hatte viele bunte Luftballons vorbereitet, die -bestückt mit lauter guten Wünschen für Kaplan Dyadychenko – am Kirchenportal an die Gottesdienstbesucher verteilt und gen Himmel geschickt wurden. Anschließend war im benachbarten Pfarrsaal für alle noch beste Gelegenheit, im persönlichen Gespräch vom Kaplan Abschied zu nehmen und ihm Gutes für die Zukunft zu wünschen.

Bei aller Freude über die Aufnahme von gleich 16 neuen Ministranten in den Altardienst der Pfarrei Cham St. Jakob am Christkönig-Sonntag galt es auch, ein ehrendes Wort an Lena Braun zu richten, die aus der aktiven Ministrantenschar verabschiedet wurde. Viele Jahre hat sie äußerst zuverlässig und mit Hingabe ihren Dienst wahrgenommen und sich auf diese Weise Anerkennung und Wertschätzung erworben. Stadtpfarrer Dieter Zinecker und Kaplan Alexander Dyadychenko wussten es ihr unter großem Beifall der Gottesdienstbesucher herzlich zu danken, überreichten ein kleines Geschenk und wünschten ihr, zusammen mit den Oberministranten Sophie Kreitinger, Franziska Wutzt und Fabian Ried, alles Gute und Gottes Segen für die Zukunft.