Heute am zweiten Fastensonntag durften wir wieder viele Besucher in der Stadtpfarrkirche St. Jakob zu unserer Passionsandacht begrüßen. Die Andacht mit dem Thema „Alle meine Quellen entspringen in dir“ haben wir auch als Livestream ins Internet übertragen. Vielen Dank liebe Mitfeiernde in der Kirche und vor den Bildschirmen zu Hause.

Die gerade begonnene Fastenzeit eröffnet die große Chance, neu und/oder vertieft mit Gott in Beziehung zu treten und das persönliche Glaubensleben neu auszurichten und zu beleben. Hilfreich und wegweisend können hier die „Passionsandachten“ sein, die an jedem der sechs Fastensonntage, nachmittags um 17 Uhr in unserer Pfarrkirche St. Jakob zur Teilnahme herzlich willkommen heißen (sehen Sie dazu auch unsere Ankündigungen im Veranstaltungskalender).

Der gelungene Auftakt in der Reihe dieser Andachten erfolgte am vergangenen Sonntag. Stadtpfarrer Dieter Zinecker gab mit aussagekräftigen Gebeten, meditativen Gedanken und einer kleinen Geschichte vom „Brücken-Bauen“ viele wertvolle Anstöße zum persönlichen Nachdenken und Öffnen des eigenen Horizonts.

Die hierzu passenden, gefühlvollen musikalischen Klänge kamen von der Empore herab: Eva Berzl (Orgel, E-Piano und Gesang) und Evi Schneider (Querflöte und Gesang) erwiesen sich einmal mehr als harmonisches Gespann, das die Andachtsbesucher auf bewegende Art mitnahm auf eine knapp halbstündige „Reise“ durch die Passionszeit. Verschiedene Sätze aus den Sonaten von Jean Baptiste Loillet (angesehener Komponist und Flötist des Barock) hatten sie dazu ausgewählt und damit offensichtlich einen guten Griff getan.

Wer bei der nächsten Andacht am kommenden Sonntag, 28. Februar, 17 Uhr, in der Pfarrkirche (oder auch per Livestream) dabei sein möchte, ist schon heute herzlich eingeladen (Teilnahme ohne Voranmeldung, jedoch unter Einhaltung der geltenden Schutz- und Hygieneschriften, samt Tragen einer FFP 2-Maske).

Im Bild: Eva Berzl und Evi Schneider (von links nach rechts) begleiteten die erste Passionsandacht in St. Jakob musikalisch

Am heutigen Sonntag feierten wir in der Pfarrkirche St. Jakob erneut einen Gottesdienst, den wir als Livestream ins Internet übertragen haben. Vielen Dank liebe Mitfeiernde in der Kirche und vor den Bildschirmen zu Hause.

Mit dem Aschermittwoch beginnt die 40-tägige Fastenzeit. Die Asche, die den Gläubigen im Gottesdienst in Form des Aschenkreuzes aufgelegt wird, ist dabei das Zeichen der eigenen Vergänglichkeit des Menschen, der Umkehr und der Erneuerung: Führt doch die Fastenzeit hin auf das bedeutendste Fest im Kirchenjahr, Ostern.

Die Frage „Warum Fastenzeit?“ stellte Stadtpfarrer Dieter Zinecker anfangs seiner Predigt beim Bußgottesdienst am Abend des Aschermittwochs. Er machte anschaulich, dass letztlich Jesus selbst diese Frage an jeden Menschen richte – und gleichzeitig auch Antwort gebe. „Entscheidend ist für mich nicht das Bild, das andere von mir haben, das ich abgebe. Entscheidend bin ich und mein Inneres. Ein aufrechter Mensch will ich sein – und ausgeglichen kann ich nur sein, wenn mein Inneres und mein Äußeres übereinstimmen. Und da brauche ich immer wieder einmal so einen Anstoß, um zu überprüfen und zurecht zu rücken, wo es ein Ungleichgewicht gibt.“

Zinecker ließ die Bedeutung des Augenblicks spüren und welche Möglichkeiten sich mit ihm bieten: „Die Zeit ist da, liegt vor uns – und jeder kann seinen speziellen Gewinn daraus ziehen: Ich kann einen Mehr-Wert erschaffen: An meinem Mensch-Sein und meinem Glauben: Einen Mehrwert an gesunder Gottesliebe, Nächstenliebe und Selbstliebe.“ Nach der Predigt bot sich anhand von meditativen Fragestellungen weitere Gelegenheit zur Selbstbesinnung und zum Nachdenken über die eigene Lebensgestaltung.

Die Auflegung des Aschenkreuzes musste heuer – coronabedingt – in leicht abgewandelter Form erfolgen. Der Stadtpfarrer segnete die Asche und sprach am Altar das Segens- und Deutwort („Kehr um und glaub an das Evangelium!“) laut für alle Gottesdienstbesucher. Anschließend gingen er bzw. Gemeindereferentin Michaela Maier (jeweils ausgerüstet mit FFP 2-Maske) zu den Gläubigen an die Bank und streuten ihnen ohne weitere Worte und berührungslos die Asche oben auf das Haar. – Mit Schuldbekenntnis, Vater unser und Schlusssegen endete der abendliche Bußgottesdienst. Die musikalische Begleitung mit Orgel und Gesang lag in den Händen von Eva Berzl.

Im Bild:
Viele Gläubige feierten mit Stadtpfarrer Dieter Zinecker den Bußgottesdienst in St. Jakob

Mit dem Aschermittwoch beginnt für die Christen die Fastenzeit und damit die Zeit der Vorbereitung auf das Osterfest. Traditionell empfingen die Gläubigen der Expositur St. Laurentius in Vilzing auch das Aschenkreuz als Zeichen ihres Glaubens und vor allem der Bereitschaft zur Buße und zum Überdenken ihres Lebens.

Die Fastenzeit ist eine Zeit der Gnade, betonte Pater Jim in seiner Ansprache. Christus rufe uns zur Umkehr, zur Buße und zum Gebet und zu einem helfenden Miteinander auf. Die Fastenzeit solle für die Gläubigen auch eine intensive Zeit des Nachdenkens darüber sein, wie man anderen Gutes tun und wo man helfen könnte. Sie solle aber auch eine Zeit sein, in der man im Gebet intensiver als sonst mit Gott ins Gespräch kommen könne. Jeder soll es sich überlegen, wo und wie man seinen eigenen Glauben wieder fester machen und ihn auch weiter tragen können. Dazu sollte die Fastenzeit anregen und Gelegenheit geben.

Die Zeremonie lief heuer wegen der Corona Pandemie anders ab als sonst. Der Spruch „Staub bist du und zu Staub wirst du zurückkehren“, der sonst über jeden Gläubigen einzeln gesprochen wird, wurde am Altar über alle Gottesdienstbesucher gesprochen. Danach ging der Geistliche zu den Gläubigen an die Bank und streute Asche auf die Haare, ohne direkten Kontakt und mit Mund -Nasen- Schutz.

Feierlich gestaltet wurde der Gottesdienst durch Musik und Gesang von Kathrin und Ferdinand Weber.

„Entdecke das Neuland in deinem Leben“

Judith Lurweg / Klaus Vellguth

Liebe Besucher unserer Kirche, liebe Pfarrangehörige!

Jetzt haben wir schon keinen Fasching mit den üblichen Feiern, mit geselligen und frohen Stunden verbringen können – und jetzt kommt auch noch die Fastenzeit: Darüber steht ja ganz groß der Aufruf: Lebe einfacher, schränk dich ein, werde stiller, höre hin und teile, was du hast, mit den Menschen in Not. – Ist das nicht zuviel der Einschränkungen in so kurzer Zeit?

„Aufbruch ins Neuland klingt so gar nicht nach Fastenzeit.
Heißt Fastenzeit nicht Zeit der Umkehr? Zeit der inneren Einkehr? Zeit der Buße?
Aufbruch ins Neuland kann genau das alles sein.
Umkehr: Die falschen Wege verlassen. Einkehr: Das Neuland in mir entdecken. Buße: Aufbruch in ein neues Miteinander.
Entdecke das Neuland in deinem Leben.“
(Judith Lurweg/Klaus Vellguth, in: Fastenzeit – Aufbruch ins Neuland, Verlag Herder, Freiburg 2021)

Die Wochen vor uns sind wirklich ein Aufruf: Mach dich auf Entdeckungsreise: Was kommt dabei raus, wenn Du überlegst, was ein gutes neues Ziel für dich ist, wie Du Deinen Tag gestalten willst? Was verändert das, wenn Du betest und dabei überlegst, wie Beten und Handeln zusammenpassen können? Das Eine entschieden tun, das Andere abstellen. Am schwierigsten, aber auch am wirkungsvollsten ist, wenn ich darüber nachdenke, wie ich zu einem guten (oder besseren) Miteinander mit den Menschen um mich herum kommen kann.

Da liegt viel Neuland vor mir: Gönnen wir uns die Zeit, nutzen wir sie, geben wir uns nicht mit weniger zufrieden. Wir können uns von den Einschränkungen befreien, die wir selber aufbauen.

Alles Gute dabei:
Ihre Dieter Zinecker, Pfarrer mit P. Jim, Pfarrvikar, und Michaela Maier, Gemeindereferentin

Neuausrichtung des Lebens

Gl 9,7 Ich bin da vor dir, mein Gott … (Erich Guntli)
Gl 22,2 Guter Gott, schenke der Kirche deinen Segen

Den rechten Weg gehen

Gl 31,1+2 Wohl dem Mann, der nicht dem Rat der Frevler folgt
Gl 39,1+2 Meide das Böse und tu das Gute

Andacht „Umkehr und Buße“

Gl 677,1 Er ebnet den Weg für einen Neuanfang

Lieder – Fastenzeit

Gl 266 Bekehre uns, vergib die Sünde
Gl 275 Selig, wem Christus auf dem Weg begegnet
Gl 440 Hilf, Herr meines Lebens
Gl 470 Wenn das Brot, das wir teilen, als Rose blüht

Ist das ein Fasten …?

– sich selber ernst, aber nicht zu wichtig zu nehmen
– etwas gut sein lassen, ohne wenn und aber
– die Kunst verstehen, Freude zu wecken
– einfach öfter den Mund halten
– den eigenen Perfektionismus beurlauben
– nicht ständig das letzte Wort haben müssen
– das grimmige Gesicht abschminken
– den Unmut humorvoll überwinden
– den inneren Schweinehund überlisten
– das rechte Maß im Auge behalten
– die passenden Worte wählen
– den richtigen Ton finden
– sich trauen, Hemmschwellen zu überwinden
– empfindsam, aber nicht überempfindlich sein
– andere und sich selbst mehr loben als tadeln
– kritische Fragen zulassen
– eigene Fehler nicht überspielen
– öfter staunen und sich wundern
– mit sich selbst und dem Nächsten Geduld üben
– wertschätzend und wohlwollend sein
– langsam, leise und liebevoll leben

(Paul Weismantel, Fastenkalender 2020)

Verzeihen üben

Verzeihen und versöhnen. Ganz konkret in alltäglichen Kleinigkeiten und bei denen, mit denen ich arbeite, die um mich sind, für die ich Verantwortung trage, die nah oder fern zu mir gehören als Fremde, Freunde oder Familie. Verzeihen und um Verzeihung bitten: für gereizte Stimmung, ein unbedachtes Wort, die Unausgeglichenheit, Antriebslosigkeit, mangelnde Aufmerksamkeit, Rückzugstendenzen, ungebührliche Gedanken – und alles, was sich so eingestellt hat. Heute können wir damit anfangen, wenn wir es nicht schon versuchen.

Bf. Georg Bätzing, Vorsitzender der dt. Bischofskonferenz,
Aus der Wochenzeitschrift CHRIST IN DER GEGENWART (Nr. 7/2021, Freiburg i. Br., www.christ-in-der-gegenwart.de)

Gebet um Veränderung

Gott, du hast deinen Bund mit uns Menschen geschlossen. Du hast Menschen herausgeführt aus Abhängigkeiten und Zwängen.
Du willst auch für unsere Zeit, dass wir in Freiheit leben können.
Schreibe heute neu deine Botschaft in unsere Herzen.
Lass sie zum Samenkorn werden, das in uns keimt und wächst.
Dann können wir Veränderung wagen und anders, neu, gerecht in dem Haus leben, das du uns mit allen Menschen zur Heimat gegeben hast.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Bruder und Herrn.

Amen.

MISEREOR Fastenaktion 2021, Liturgische Bausteine, S. 40

Es geht! Anders.

Nein / Nicht jetzt / Nicht ich / Nein, es geht nicht.
Es geht! Anders.
Zuerst die Anderen / Die da oben / Die Mächtigen / Die Wirtschaft
Es geht! Anders.
Es ist doch gut so. / Wer weiß, ob es anders besser ist. / Die vielen Stimmen … / Die vielen Meinungen …
Es geht! Anders.
Es geht! Mit dir! / Es geht Schritt für Schritt.
Es geht im Miteinander.
Dein Wort in Gottes Ohr!
Es geht! Anders. / Glaub mir.
Mein Sohn hat es dir vorgelebt.

Andreas Paul,
in: MISEREOR Fastenaktion 2021, Liturgische Bausteine, S. 52

Fürbitten

Gott, dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden – so sprechen wir im Vater unser. Wir bitten dich:

– Für alle, die jetzt entschlossen ihrem Leben einen neuen Anstoß geben wollen und in der Fastenzeit deinen Willen verwirklichen wollen. – Wir bitten dich, erhöre uns.
– Für alle, die in eine Sackgasse geraten sind oder in einem Punkt ihres Lebens gescheitert sind. – Wir bitten dich …
– Für alle, die krank sind oder in Pflegeheimen leben. – Wir …
– Für alle, die in dieser Zeit an ihre Belastungsgrenzen kommen und oft nicht wissen, wie sie die Kraft schöpfen können, die sie brauchen. – Wir …
– Für die Menschen, die uns Gutes tun und uns ihre Zeit und ihre Zuwendung schenken. – Wir …
– Für die Kinder und Jugendlichen, deren Leben sich so stark verändert hat. – Wir …
– Für die Opfer der Corona-Pandemie, für unsere verstorbenen Angehörigen und Freunde, und für alle unsere Verstorbenen. – Wir …

Segne uns

Bitte, Gott, segne uns:

Segne uns, wenn uns der Mut verlässt, anderen zu helfen.
Segne uns, wenn uns die Kraft verlässt, andere zu unterstützen.
Segne uns, wenn wir blind werden für die Zerstörungen der Erde.
Segne uns, wenn es uns egal wird, was um uns herum passiert.

So segne uns der lebendige Gott: Der Vater und der Sohn und der Heilige Geist.

Amen.

MISEREOR Fastenaktion 2021, Liturgische Bausteine, S. 49

Mitgefühl

Mitgefühl, der wichtigste Bestandteil der Menschlichkeit,
ist die höchste Manifestation der menschlichen Seele.

Sudhir Kakar, in: DIE ZEIT Nr. 16/2020

„Am Aschermittwoch ist alles vorbei!“

… so lautet ein alter Spruch. Dieser Satz klingt eigentlich etwas deprimierend. Er hört sich so an, als käme danach nichts mehr. Doch stimmt das?

„Am Aschermittwoch ist alles vorbei.“ bezieht sich in erster Linie auf den Fasching. Und der endet am Aschermittwoch. Das ausgelassene Feiern mit bunten Gewändern, in denen man versucht, in eine andere Rolle zu schlüpfen, endet. Die Verkleidung kommt in den Schrank, der Alltag kehrt wieder ein und wir sind wieder die, die wir sind – mit all unseren Aufgaben.

Und so endet am Aschermittwoch zwar eine besondere Zeit, aber wir gehen in eine neue Zeit. Wir stehen also nicht vor einem Nichts. Im Gegenteil. Mit der Fastenzeit beginnt eine Zeit in der es nicht darum geht, ein anderer zu sein, sondern eher darum, ich selbst zu sein.

Da geht es um die Fragen: Wer bin ich eigentlich wirklich? Bin ich der, der ich sein möchte? Bin ich so, wie ich sein möchte? Bin ich so, wie Gott mich gerne haben möchte? Lebe ich nach seinen Geboten? Und wenn nicht: Was hindert mich daran, nach Gottes Geboten zu leben?

Wenn wir genau über diese Fragen nachdenken, dann merken wir: Die Antworten auf diese Fragen lassen sich vielleicht noch leicht finden. Doch die Antworten auch auszuhalten – wenn ich ehrlich zu mir selbst bin – das ist unter Umständen alles andere als leicht. Denn diese Antworten bedingen, je nachdem, ein kleineres oder größeres Umdenken und Anders machen. Und genau das ist echte Arbeit. Das ist eine Arbeit, die nicht von heute auf morgen geht. Das ist eine Arbeit über Wochen. Das ist eine Arbeit, die einen Willen zum Durchhalten voraussetzt.

Und somit kann man sagen: Am Aschermittwoch ist nichts vorbei. Im Gegenteil: Da geht es erst richtig los! Und Jesus ermutigt uns im Evangelium vom Aschermittwoch. Er sagt: „Dein Vater, der auch das Verborgene sieht, wird es dir vergelten.“

In diesem Sinne: Viel Erfolg bei den kleineren und größeren Arbeiten und eine gute Fastenzeit!

Michaela Maier, Gemeindereferentin

Auch heute haben wir wieder den Sonntagsgottesdienst als Livestream übertragen. Vielen Dank für die Teilnahme bei uns in der Kirche und über das Internet!

Der Gottesdienst zum Fest „Darstellung des Herrn – Maria Lichtmess“ in der Chamer Pfarrkirche St. Jakob bot am vergangenen Dienstagabend eine gute Gelegenheit, ein „neues Gesicht“ herzlich willkommen zu heißen:

Stadtpfarrer Dieter Zinecker begrüßte als neue Mesnerin und Hausmeisterin Frau Sabine Schardt, die just am Tag zuvor ihren Dienst für die Pfarrei begonnen hatte. Er freute sich über ihre Einsatzbereitschaft, wünschte ihr ein gutes Eingewöhnen und viel Freude bei ihrer neuen Tätigkeit. Als kleine Gabe zum Einstand hatte der Pfarrer eine Jakobsmuschel und einen St. Jakob-Schlüsselanhänger für sie parat. – Die so Bedachte war sichtlich angetan von den freundlichen Worten und Präsenten und sagte Vergelts Gott hierfür.

Die Gottesdienstbesucher zeigten sich ebenfalls sehr erfreut und reagierten mit spontanen Applaus.

Im Bild:
Stadtpfarrer Dieter Zinecker begrüßte Frau Sabine Schardt als neue Mesnerin und Hausmeisterin in der Pfarrei

„Volk Gottes, zünde Lichter an, vertreib die Nacht mit ihrem Schein! Der jedes Dunkel wenden kann, er zieht ins Haus des Vaters ein“:
Andeutungsweise zum Ausdruck kommt in diesem Liedtext der wesensmäßige Inhalt des Festes „Darstellung des Herrn – Maria Lichtmess“, das am vergangenen Dienstagabend in unserer Pfarrkirche gefeiert wurde: Jesus Christus, der Schöpfer allen Lichts und allen Lebens, erfährt seine Heiligung: Als männliche Erstgeburt wurde er nach dem Gesetz Mose im Tempel „dem Herrn geweiht“ und seine Mutter Maria sollte zur „Reinigung“ ein Schaf und eine Taube an den Priester übergeben.

Stadtpfarrer Dieter Zinecker als Zelebrant des Gottesdienstes machte dieses bedeutungsvolle Geschehen in seinen Einleitungsworten weiter anschaulich und segnete in feierlichem Ritual die vor dem Volksaltar aufgereihten Kerzen, die im Laufe des Jahres in der Liturgie und an den Altären der Pfarrkirche Verwendung finden werden. Das an den Altarkerzen entzündete Licht wurde umgehend an alle Gottesdienstbesucher und ihre Kerzen weitergereicht; (die übliche Lichterprozession konnte Corona-bedingt nicht durchgeführt werden).

Mit dem Tagesevangelium wurde die zentrale Botschaft des greisen Simeon verkündet, der über das endlich gefundene „Licht der Welt“ jubelt: „Denn meine Augen haben das Heil gesehen (…), ein Licht, das die Heiden erleuchtet und Herrlichkeit für dein Volk Israel.“

Diesen hymnenartigen Lob und Preis stellte Pfarrer Zinecker in seiner Predigtansprache nochmals heraus: In ihm könne man erkennen, dass dieses Kind einzigartig sei: „Diese Worte, dieses Glaubensbekenntnis, sind wie Licht für unseren Lebensweg: Simeon gibt uns eine Kerze in die Hand: Christus ist das Licht – und mein Leben wird nicht mehr dunkel sein (…).“

Mit der anschließenden Eucharistie wurde die Lichtmess-Feier und letztendlich auch der 40-tägige Zeitraum nach dem Hochfest der Geburt Christi würdig zum Abschluss gebracht.
Für den ansprechenden musikalischen Rahmen und den „guten Klang“ sorgte Eva Berzl an der Orgel und mit Gesang.

Im Bild:
Das Fest „Darstellung des Herrn – Maria Lichtmess“ wurde in St. Jakob feierlich begangen