herzvermehrung

es grenzt schon
an ein wunder
dass so viele menschen
nicht nur an sich selbst denken
dass herzen sich öffnen
und hände dazu …
(Thomas Schlager-Weidinger, verrückter himmel, Echter Verlag 2013, S. 132)

Liebe Besucher unserer Homepage, liebe Mitchristen!

Kann ich an Wunder glauben? – Dass die normalen Gesetze nicht gelten, ist ungewöhnlich: Das Gesetz dieser Welt, ist: Auf sich zu schauen, sich durchzusetzen und eine gute Figur abgeben zu wollen: Andere sollen zurückstehen, damit ich gut dastehe.

Die Religion ist für „Wunder“ zuständig: Vor 2 Jahren verstarb der Theologe Johann Baptist Metz, er stammte aus der Oberpfalz, hat sein Abitur in Amberg abgelegt. Metz war ein prominenter Vertreter der politischen Theologie: Der Glaube hat im öffentlichen Raum etwas zu sagen, hat feste Standpunkte, die für das Zusammenleben in einer Gesellschaft wichtig sind: Die Grundhaltungen Jesu führen dazu, dass Christen Anwälte der Armen und Entrechteten werden und sind.

Johann Baptist Metz hat gesagt: Religion ist Unterbrechung: Es soll nicht alles wie gewohnt – wie geschmiert – laufen, immer den gleichen Gang dahin, immer nach den gleichen Ordnungen: Wenn ich mir Religion leiste, Unterbrechung leiste, dann habe ich Zeit und Platz zum Nachdenken; dann kann ich auf die Abläufe wie von außen blicken und das Richtige vom Falschen unterscheiden.

Was ist meine Aufgabe? Ich bin eine Jüngerin, ein Jünger Christi. Wie er will ich nicht Geld und materiellen Gewinn vermehren: Ich will leben, um mitzuwirken am großen, fast unvorstellbaren Wunder: Dass die Stimme des Herzens gehört wird und verwirklicht wird: Dass ich gemeinsam mit anderen nicht nur an mich selbst denke und meinen Mund und meine Hände öffne für andere.

Das Gedicht von Thomas Schlager-Weidinger geht weiter: „unvorstellbar: / die saat des sich verschenkenden / geht auf // und wunder / werden wirklich wahr.“

Jesus hat nicht nur Dinge wie Zeit und Nahrung verschenkt: Er hat sich selbst verschenkt. Wo seine Saat aufgeht, da entsteht eine lebenswerte Welt für die Menschen.

Leisten Sie sich jetzt in der Ferienzeit die kostbare Unterbrechung des Laufs ihrer Aufgaben, lassen Sie das Wunder des sich Verschenkenden an sich geschehen.

Ihnen alles Gute; dass Sie erfahren, wie wundervoll das Leben ist.

Ihr
Dieter Zinecker, Pfarrer

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