„Nicht immer sichtbar. Doch immer da. Jesus.“

An unserem Kühlschrank hängt eine gelbe Karte. Darauf steht ein Spruch aus dem Buch Jesaja. Darüber sind einige weiße Punkte. Es sind Punkte aus der Blindenschrift. Wenn man die Karte umdreht, dann steht dort: „Konnten Sie es lesen?“ Und darunter kann man lesen: „Nicht immer sichtbar. Doch immer da.“ Und dann folgt die Übersetzung der weißen Punkte in Blindenschrift: „Jesus.“

Mit ein paar weißen Punkten und zwei kurzen Sätzen ist alles gesagt: Jesus ist immer da. Diese Worte auf der Karte passen sehr gut zum Evangelium vom 12. Sonntag im Jahreskreis. Da wird uns erzählt, wie Jesus mit seinen Jüngern auf dem See Genezareth unterwegs ist.

Jesus hat zuvor lange zu den Menschen gesprochen. Die Luft ist raus. Jesus braucht im wahrsten Sinne des Wortes „Abstand“ und fährt mit seinen Freunden auf den See. Er ist so erschöpft, dass er im Boot einschläft. Er schläft so fest, dass ihn nicht einmal der stärkste Sturm weckt. Die Jünger aber – viele davon mit einer langjährigen Erfahrung als Fischer – sind in Panik. Sie fürchten um ihr Leben.

Auch wenn die meisten von uns nie einen Sturm auf See erlebt haben oder erleben werden: Jeder von uns hat es schon gehört und gesehen, wie Stürme ganze Landstriche verwüsten, Häuser abdecken und die stärksten Bäume umknicken. Wie froh sind wir dann, wenn wir in sicheren vier Wänden sind. Bei Sturm möchte niemand draußen sein.

Doch die Jünger sind draußen … draußen auf dem See. Selbst die erfahrenen Fischer unter ihnen haben Angst. Angst um ihr Leben. Es muss also wirklich sehr erst gewesen sein.

Und Jesus: Er reagiert „cool“. Er stillt den Sturm mit einem Satz. Und dann: Er fragt die Jünger vorwurfsvoll, warum sie Angst haben. Ob sie denn keinen Glauben hätten.

Was soll uns diese Erzählung sagen?

Ich denke, sie will uns als Christen Mut machen: Wenn du wirklich an Jesus glaubst, dann ist er auch bei dir. Immer! Hab keine Angst! – Auch wenn es drunter und drüber geht. Ja! Stell dich den Stürmen deines Lebens! Mit Jesus im Boot bist du in jedem Fall sturmfest.

Oder wie die Schrift auf meiner Karte sagt: „Nicht immer sichtbar. Doch immer da. Jesus.“

Ein starkes Gottvertrauen und die Erfahrung der steten Gottesnähe wünscht Ihnen

Michaela Maier, Gemeindereferentin

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