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Das Fest „Darstellung des Herrn – Maria Lichtmess“ feierten die Gläubigen in St. Jakob am vergangenen Wochenende. Im Rahmen einer Statio in der Franziskanerkirche am Samstagabend pries Pfarrer Dieter Zinecker Jesus Christus als Quelle und Urheber allen Lichts und allen Lebens in der Welt, und segnete die Kerzen, welche im Laufe des Jahres in der Liturgie und an den Altären der Pfarrkirche Verwendung finden.

Das leuchtende Licht der Altarkerzen wurde anschließend über die Ministranten an alle Gläubigen weitergereicht und so zog man miteinander, mit brennenden Kerzen in den Händen, in einer Prozession zur Stadtpfarrkirche: „Du bist Licht und du bist Leben, Christus, unsere Zuversicht.“ stimmte der Stadtpfarrer unterwegs an und die Gläubigen fielen in die feierlichen Weisen ein.

Im Gotteshaus angekommen, wurde das Wort Gottes, und insbesondere die zentrale Botschaft des greisen Simeon im Evangelium verkündet: „Denn meine Augen haben das Heil gesehen (…), ein Licht das die Heiden erleuchtet, und Herrlichkeit für dein Volk Israel“. Mit Blick auf den – weit zurückreichenden – biblischen Hintergrund wurde somit in der „Lichtmess-Feier“ der 40-Tage-Zeitraum nach dem Hochfest von Christi Geburt würdig zum Abschluss gebracht.

Im Bild:
Stadtpfarrer Dieter Zinecker hielt die Statio in der Chamer Franziskanerkirche und segnete die Kerzen
Im Familiengottesdienst am Sonntag wurden nochmals die Kerzen für die Pfarrkirche gesegnet und es gab für jedes Kind ein kleines Licht als Geschenk

Des Einzugs Jesu Christi in Jerusalem gedachten auch heuer am Palmsonntag, dem Beginn der Heiligen Woche, viele Pfarrangehörige in Cham St. Jakob. Sie alle reihten sich ein in den langen Zug der Palmprozession zur Stadtpfarrkirche, angeführt von Ministranten mit dem grünumkränzten Kreuz, und hinter den Kindern Stadtpfarrer Dieter Zinecker, Kaplan Alexander Dyadychenko, Diakon Alfred Dobler und Gemeindereferentin Michaela Maier. Unterwegs wurden wiederholt die mächtigen Liedrufe angestimmt: „Jesus zieht in Jerusalem ein, Hosianna! …“.

Ihren Ausgang genommen hatte die Feier dieses letzten Sonntags der Fastenzeit mit einer Statio, gesanglich begleitet vom Kirchenchor, in der Franziskanerkirche. Dort hatte der Kaplan die Palmzweige – Symbol des Lebens und des Sieges – und die von den Gläubigen mitgebrachten Palmbuschen gesegnet und der Diakon hatte das Evangelium vom Einzug Jesu in Jerusalem verkündet. Auch sehr viele Kinder und Jugendliche, insbesondere Kindergarten- und Erstkommunionkinder sowie Firmlinge hatten sich dazu eingefunden, mit farbenprächtigen Palmbuschen in den Händen.

Im Anschluss an die Prozession standen in der Pfarrkirche die szenisch aufbereitete Verkündung der Leidensgeschichte durch einige Kommunionkinder und die Feier der Eucharistie im Mittelpunkt. Zum gemeinsamen Gebet des Vaterunsers stießen auch die Besucher der Kinderkirche, zusammen mit dem Chamer Stadtpfarrer, vom Pfarrheim zu den versammelten Gläubigen hinzu, so dass sich eine starke Glaubensgemeinschaft aus allen Generationen zusammenfand, die eindrucksvoll Zeugnis gab von der hohen Bedeutung des an diesem Tag begangenen Ereignisses. „Den Gott der Liebe und der Barmherzigkeit haben wir heute gefeiert“ freute sich Kaplan Dyadychenko in seinen Schlussworten. Mit seinem Segen endete der feierliche Gottesdienst.

Schlichter Kerzenschein am Altar und in allen Kirchenbänken empfing die Besucher der Chamer Franziskanerkirche am vergangenen Dienstagabend – und gab dem Gotteshaus eine ganz eigene, warme Ausstrahlung. Es war aber auch ein besonderer, denkwürdiger Tag, zu dem Stadtpfarrer Dieter Zinecker annähernd so viele Gläubige wie zu einer Sonntagsmesse begrüßen konnte: Nicht nur das Hochfest der ohne Erbsünde empfangenen Jungfrau und Gottesmutter Maria und damit zugleich das Patrozinium der Franziskanerkirche könne man heute im Rahmen des Rorate feiern; sondern gleichzeitig auch den Beginn des Heiligen Jahres der Barmherzigkeit, das am heutigen Tag mit der Öffnung der Heiligen Pforte des Petersdoms durch Papst Franziskus begonnen habe. Letzteres sei Anlass genug, sich immer wieder neu vor Augen zu führen, dass Gott der Vater allen Erbarmens und allen Trostes sei, dem man sich stets rückhaltlos anvertrauen könne. Gefragt sei daneben aber auch die eigene Barmherzigkeit dem Mitmenschen gegenüber.

Unter diesen Vorzeichen wurde der Patroziniums-Gottesdienst feierlich begangen, Mitglieder des Sachausschusses „Liturgie“ lieferten hierzu in der Lesung, den Fürbitten und einer meditativen Betrachtung ihre Beiträge. Die vielen Mitfeiernden waren sichtlich angetan von der besinnlichen Stimmung und stimmten kräftig ein in die bekannten adventlichen Gesänge, wie „Tauet Himmel…“ oder „Macht hoch die Tür…“. Mit einem besonderen Segensspruch beendete der Chamer Stadtpfarrer die feierliche Abendstunde.

Im Bild: In der Franziskanerkirche zelebrierte Pfarrer Dieter Zinecker den Gottesdienst zum Patrozinium