„Gottesdienst zur Verabschiedung von Pfarrer Dieter Zinecker für die Vertreter der Schulen, der kirchlichen Einrichtungen des Dekanates und des öffentlichen Lebens – mit anschließender Begegnung“: So lautete ganz sachlich die Überschrift über dem vergangenen Mittwochabend – an dem naturgemäß auch Einiges an Wehmut mitschwang. Denn mit dem Chamer Stadtpfarrer verabschiedete sich nach 16 Jahren ein Priester, Seelsorger und Mensch aus der Kreisstadt, der verdienstvoll gewirkt hat, seiner Pfarrei ein unverwechselbares Gesicht verliehen hat und sich hoher Achtung und Wertschätzung erfreut: Als glaubwürdiger Verkünder des Wortes Gottes und gleichzeitig als gefragter Ansprech- und Gesprächspartner im öffentlichen Leben vor Ort.

Im Mittelpunkt standen indes auch die Freude, in Gemeinschaft miteinander nochmals Gottesdienst feiern und schöne Momente erleben zu dürfen, sowie der von Herzen kommende Dank derer, die sich in der Stadtpfarrkirche eingefunden hatten: Geistlichkeit, Vertreter aus Politik, Schulen, Kindergärten, Verbänden, Vereinen, von Banken, Polizei und Rotem Kreuz.

Den Anfang machte eingangs des Gottesdienstes gleich der Hauptbetroffene selbst und sagte seinerseits Vergeltsgott für alle Unterstützung und alles Wohlwollen während seines Dienstes als Pfarrer in Cham: „Wo Menschen sich mit ihrer Zeit, ihrer Kraft und ihren Talenten einbringen in die Kirche vor Ort, dort wird Gottes Reich erfahrbar, da lebt die Gemeinde Christi.“

In seiner Predigt beleuchtete er die Bedeutung von „Religion“ für den Menschen von heute und definierte sie im Sinne von Johann B. Metz als „Unterbrechung“: Unterbrechung des Alltags und Reflektieren auf sich selbst – das eigene Denken und Handeln am Beispiel Jesu ausrichten. „Liebe Mitchristen, liebe Verantwortungsträger (…), das glaube ich, ist für uns Menschen entscheidend: Dass wir uns die Unterbrechung durch die Religion leisten, dass wir sie uns nicht nehmen lassen, dass wir nicht vergessen, nachzudenken und innezuhalten: Was ist meine Aufgabe? Als Saat Christi auf guten Boden zu fallen, aufzugehen, zu reifen und Frucht zu bringen.“

Die Grußworte an Pfarrer und Gemeinde zum Ende der Feier drückten allesamt großen Dank und Wertschätzung aus – sie ließen keinen Zweifel daran, dass da einer Überzeugungsarbeit geleistet und eine wertvolle Botschaft für die Menschen hat.

Landrat und Bezirkstagspräsident Franz Löffler zeigte sich überzeugt, dass in einer modernen Gesellschaft nicht nur der Staat eine bedeutende Rolle spielt, sondern auch die Kirche. Sein vielfacher Dank an Pfarrer Zinecker spannte den Bogen weit, von dessen wichtiger Rolle als Bauherr und (Verwaltungs-) Leiter der Pfarrei, bis hin zum Priester und Seelsorger, Verantwortlichen für Kindergärten und weiterer Einrichtungen, und vieles andere mehr. Dekan Walter Kotschenreuther machte deutlich, dass das Wort von der „versöhnten Verschiedenheit“ und die ökumenische Verbundenheit in den vergangenen 16 Jahren in Cham nicht zuletzt dank dem Zutun Zineckers wahrhaft mit Leben erfüllt worden seien. Bürgermeister Martin Stoiber wusste ebenfalls das verdienstvolle Wirken zu würdigen und betonnte, welch tiefe Spuren der scheidende Stadtpfarrer in Cham gelegt habe. Als „Grußwortredner für den Part des gesellschaftlichen Lebens“ verstand sich Chams Volksfestpräsident Sepp Altmann, der in launigen Worten für alle Verbundenheit dankte und mit der Verleihung „Ehrengast des Volksfestvereins auf Lebenszeit“ auf bleibende Verbindung auch für die Zukunft hoffte.

Nach dem Gottesdienst war bei einer Stunde der Begegnung auf dem Freigelände des Pfarrhauses noch viel Zeit zum persönlichen Danke sagen und Abschiednehmen wie auch zum regen Gedankenaustausch. Hiervon wurde dann auch reichlich Gebrauch gemacht.

Bilder: „Impressionen vom Mittwochabend“

Abschied nehmen hieß es am Sonntag in der St. Laurentius Kirche in Vilzing. Herr Stadtpfarrer Dieter Zinecker feierte seinen letzten Gottesdienst in der Expositur, da er in Kürze seinen Dienst in St. Jakob beendet und ab September Pfarrer in der Pfarreien-Gemeinschaft Alburg – Feldkirchen sein wird. Zahlreiche Gläubige aus der Gemeinde und sämtliche Vorstände oder Vertreter aller Vilzinger Vereine nahmen am Gottesdienst teil.

„Wir sind heute hier zusammengekommen, um Abschied zu nehmen und Danke zu sagen für 16 Jahre segensreiches Wirken in unserer Expositur“, begann Kirchenpfleger Herr Christoph Zistler die Verabschiedung. „Sie begleiteten unsere Expositurgemeinde über alle Lebensphasen hinweg. Im kirchlichen Jahreskreis feierten wir gemeinsam die Sonn- und Festtage und wurden durch ihre Predigten immer wieder zum Nachdenken angeregt. Ein ganz besonderer Höhepunkt für uns alle war die Altarweihe in der Expositur Kirche am 25. April 2010 durch Weihbischof Pappenberger. In diesem Zusammenhang seien auch die Baumaßnahmen genannt, welche in den letzten 16 Jahren ausgeführt oder angestoßen wurden: Außenrenovierung der Kirche, Friedhofswege Gestaltung, Innenrenovierung der Kirche mit Altarraum Neugestaltung und Weihe des neuen Volksaltars, Abriss des alten Pfarrhofs und Verkehrssicherung der Bring- und Holdienste der Kinder durch Errichtung eines abgetrennten Parkplatzes und sonstige laufend anfallende Unterhaltsmaßnahmen.

Nicht zu vergessen ist auch das gesellschaftliche Leben in der Expositur mit den Vereinsfesten und – Jubiläen, Geburtstagen und sonstigen Veranstaltungen, bei denen Sie sich immer gerne beteiligt haben und damit ihre Verbundenheit mit den Expositurangehörigen zum Ausdruck brachten. Dementsprechend haben sich heute auch alle Vereinsvertreter eingefunden.

Genauso pflegten sie mit allen ehrenamtlichen Engagierten, insbesondere den Mesnerinnen, den Ministranten, den Lektoren, der Kommunionhelferin den Mitgliedern der Gremien, den Organistinnen und Kantoren sowie den Sängerinnen der beiden Chöre ein harmonisches und vertrauensvolles Miteinander. Auch unser Kindergarten war Ihnen sehr wichtig und die Zusammenarbeit mit den Mitarbeiterinnen war stets kooperativ zum Wohle der Kinder“, so Zistler.

Im Anschluss überreichte Kirchenpfleger Christoph Zistler ein gemeinsames Abschiedsgeschenk aller Expositurangehörigen. Eine Stola mit dem heiligen Laurentius und ein Fotobuch. „Damit sie uns nicht so schnell vergessen“, beendete Zistler seine Dankesrede.

Tief berührt über die herzlichen Worte und Geschenke, bedankte sich Stadtpfarrer Zinecker im Gegenzug von allen Beteiligten. Er betonte die gute Zusammenarbeit und das gute Miteinander der gesamten Expositurgemeinde. Ohne die Unterstützung der weltlichen Vereine, so Zinecker, wären viele kirchliche Veranstaltungen nicht möglich oder durchführbar. Ein besonderer Dank hierfür.

Nach dem Gottesdienst lud die Kirchenverwaltung und der Pfarrgemeinderat der Expositur alle Kirchenbesucher, selbstverständlich coronakonform, zu einem kleinen Umtrunk ein. Dieser Einladung folgten alle Gläubigen um noch einmal Zeit mit Pfarrer Zinecker zu verbringen, aber auch, um sich persönlich zu verabschieden.

Die Messe wurde von Kathrin und Ferdinand Weber musikalisch mitgestaltet.

Das Festgeläut am Samstagvormittag, dazu ein blumen- und girlandengeschmücktes Umfeld vor unserer Pfarrkirche kündeten bereits die besondere Feierlichkeit an, die hier – in zwei aufeinander folgenden Gottesdiensten – stattfinden sollte:

71 junge Christen aus St. Jakob, Vilzing St. Laurentius und von St. Gunther waren, zusammen mit ihren Paten, in froher Erwartung gekommen, um das heilige Sakrament der Firmung zu empfangen. Darüber freute sich auch Stadtpfarrer Dieter Zinecker und begrüßte als Firmspender den Regensburger Weihbischof Reinhard Pappenberger, dazu als Mitzelebranten Pfarrvikar Pater Jim und Gemeindereferentin Michaela Maier.

Der Würdenträger aus der Domstadt erwiderte die freundliche Begrüßung auf seine Art und betonte: „Ich freue mich euch zu sehen“: Mit diesem Willkommensgruß, der beim Empfang des ersten Sakraments – des Taufsakraments – dem Täufling entgegengebracht werde, beginne das Christenleben und werde „Freude“ zugesagt, machte der Weihbischof in seiner Predigt im ersten Gottesdienst deutlich. Diese schon geraume Zeit zurückliegende Taufe gelte es nun stark zu machen durch die Spendung der Firmung, durch die Salbung mit Chrisam. „Ihr seid besonders – und Ihr sollt etwas Besonderes tun in eurem Leben!“ In seiner Predigt im zweiten Gottesdienst widmete sich Pappenberger dann intensiv dem Apostel Jakobus – unter Verweis auf dem Namenspatron der hiesigen Pfarrkirche und das diesjährige „Heilige Jakobusjahr“ (zu feiern in jedem Jahr, in dem der 25. Juli auf einen Sonntag fällt). Jakobus sei Jesus sehr nahegestanden und habe viel mit ihm erlebt, sei es die Feier des Letzten Abendmahls oder auch die Auferweckung der toten Tochter des Jairus durch Jesus mit den schlichten Worten „Talita kum“ („Mädchen, ich sage Dir: Steh auf!“). Aus all diesen Erlebnissen sei ein enges Vertrauensverhältnis Jesu zu Jakobus entstanden. Der Weihbischof schlug die Brücke zu den Firmanden: „Traut Jesus alles zu, und er wird euch nicht enttäuschen!“

Auf die jeweilige Predigt folgte das besondere Ritual der Firmung: Die Jugendlichen sprachen ihr Taufbekenntnis, und die speziellen Gaben des Heiligen Geistes (Weisheit, Erkenntnis, Einsicht, Rat, Stärke, Frömmigkeit und Gottesfurcht) wurden vom Weihbischof auf sie herabgerufen. Anschließend durfte nacheinander jeder Einzelne, gemeinsam mit seinem Paten, an die Altarstufen treten: „Sei besiegelt durch die Gabe Gottes, den Heiligen Geist“ sprach der Firmspender, legte dem Betreffenden andeutungsweise die Hände auf und zeichnete ihm mit geweihtem Chrisamöl, wiederum andeutungsweise, ein Kreuz auf die Stirn. Feiner, inhaltsstarker Gesang von Eva Berzl gab dem feierlichen Akt ein wunderbares Gepräge: „Ich will Feuer und Flamme für dich sein, ich will Zeugnis geben von dir …“ Auch alle weiteren musikalischen Beiträge des Duos Evi Schneider (Querflöte) und Eva Berzl (Orgel und Gesang) zur Liturgie trieben das Stimmungsbarometer „spielerisch“ in die Höhe.

Im Rahmen einer kleinen Gabenprozession brachten die Neugefirmten sodann ihr Diaspora-Opfer, sowie Brot und Wein zum Altar, die Eucharistiefeier folgte.

Am Ende beider Gottesdienste richtete sich der herzliche Dank von Pfarrer Zinecker an die vielen hilfreichen Personen im Zuge der Vorbereitung und Durchführung der Firmung, insbesondere an den Weihbischof, an die Firmpaten und an Gemeindereferentin Michaela Maier; ebenso für die musikalische Umrahmung und für die Dienste von Mesnerin Sabine Schardt. Die Firmlinge selbst sagten ebenfalls ein Vergelts Gott an den Firmspender und überreichten ihm ein Präsent spezieller Chamer Prägung. Mit dem Segen des Weihbischofs endete das festliche Geschehen.

Im Bild:

– Die Firmlinge des 9 Uhr- Gottesdienstes (Bild 1):
Isabel Bucher, Jonas Kagerbauer, Nadja Przysiek, Nepomuk Salzberger, Patrick Ochsenmeier, Fabian Fuchs, Felix Maier, Jonas Fuchs, Linda Rosalie Schmuderer, Lena Alt, Mona Weiß, Johannes Holzinger, Nicolas Haberl, Maximilian Feldbauer, Vladimir Vlasov, Annalena Lang, Philipp Meyer, Tanja Stelzer, Leo Zollner, Emil Mißlinger, Cornel Walenta, Maximilian Altmann, Leon Schnabl, Felix Schwarzfischer, Lena Schwarzfischer, Stella Wilder, und die Firmlinge von St. Gunther ( – eig. Bild! -)

– Die Firmlinge des 11 Uhr- Gottesdienstes (Bild 2):
Pia Walther, Julian Schedlbauer, Lena Schedlbauer, Yannik Zimmermann, Simon von der Lippe, Sarah Kühne, Rafael Ebert, Emely Heigl, Hannes Auer, Lucas Dengler, Jonathan Hausladen, Johannes Janosch, Maximilian Stoiber, Julian Lankes, Simeon Schierer, Anna Stelzer, Simon Zellner, Thomas Wägner, Johanna Nagler, Lea-Maria Früchtl, Lisa Simeth, Kacper Szcepanski, Katharina Leiß, Karl Plötz, Mila Siebenhandl, Johannes Pongratz, Bartosz Antonczak, Natalia Bruhn, Kilian Haselsteiner, Sebastian Haselsteiner, Magdalena Kral, Fanni Schönberger, Maximilian Schierer, Filip Szcepanski, Jonas Trankon und Thomas Weindich

– Weihbischof Reinhard Pappenberger aus Regensburg am Altar von St. Jakob, zusammen mit Stadtpfarrer Dieter Zinecker und Pfarrvikar Pater Jim

– Pfarrer, Pfarrvikar und Gemeindereferentin freuten sich über die gelungene Firmung

– Eva Berzl und Evi Schneider sorgten für die musikalische Umrahmung

Die vielen Kinderwägen und auch das lebhafte Treiben in der Kirche waren heute schon Boten für das Besondere am heutigen Gottesdienst. Heute durften wir im Rahmen der Eucharistiefeier zwei Kinder in der Gemeinschaft der Christen begrüßen.

Den Gottesdienst und auch die Taufe haben wir per Livestream übertragen. Vielen Dank liebe Zuschauer für das zahlreiche Mitfeiern! Und herzlichen Glückwunsch an euch liebe Täuflinge und euren Familien zur Taufe!

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Fest- und Freudentag in unserer Pfarrei St. Jakob! 15 Mädchen und 13 Buben feierten hier am Sonntag ihre Erstkommunion und durften nach intensiver Vorbereitungszeit erstmals an den Tisch des Herrn treten. Der Freude tat dabei keinen Abbruch, dass Pandemie-bedingt zwei Gottesdienste hintereinander mit jeweils 14 Kindern stattfinden mussten und kein gemeinsamer Einzug in die festlich geschmückte, sonnendurchflutete Pfarrkirche möglich war. Dennoch durfte gemäß dem Eingangslied gelten: „Wer glaubt, ist nie allein!“ Der Zelebrant, Stadtpfarrer Dieter Zinecker, griff diese Wegweisung auf, als er alle Angehörigen, Lehrkräfte, weitere Mitfeiernde und ganz besonders die Erstkommunionkinder frohen Mutes begrüßte: „“Wer glaubt, ist nie allein!“ erfahren wir an jedem Sonntag, wenn wir als Gemeinde zusammenkommen und uns das Brot des Lebens reichen lassen. Christus ist unsere Mitte, er versammelt uns – und heute auch euch Kinder als große Gemeinschaft an seinem Tisch.“ Zinecker verwies auf das große, farbenprächtige Erstkommunion-Plakat mit der Losung „Wir folgen Jesus nach“: Das sei das Motto heute – und könne Motto für das ganze Leben sein. Musikalisch wunderbar umgesetzt wurde das Leitmotiv auch vom eingespielten Gespann Eva Berzl/Evi Schneider: „Miteinander auf dem Weg, auf dem Weg des Lebens (…)“ klang es von der Empore herab und erfüllte Raum und Sinne.

In seiner Predigt stellte der Stadtpfarrer den Kommunionkindern die Frage, was man denn zum Leben brauche, immer neu hinzulernen müsse. Seine Antwort lautete: Man müsse herausfinden, welche Worte gut für einem sind, wer nützliche Ratschläge geben und von wem man etwas lernen könne. Ein guter Anknüpfungspunkt sei hier das (zuvor verkündete) Johannes-Evangelium, wonach Jesu Jünger beim Fischen auf dem See unterwegs sind – zunächst erfolglos, auf Geheiß eines „Fremden“, die Netze auf der anderen Seite des Bootes auszuwerfen, jedoch schlagartig mit reichem Fangerfolg. Das Evangelium habe einen Höhepunkt zum Ende hin, als Jesus ein weiteres Mal nach seiner Auferstehung von den Jüngern erkannt wird und er sie alle zum Mahl einlädt. „Liebe Kinder, zum Mahl eingeladen: Das seid ab heute ihr. Vieles haben wir vorbereitet, kennen gelernt. Aber nur Du kannst für Dich selber jetzt erkennen, was das bedeutet: Du bist von Jesus gemeint, er schaut Dich an und spricht Dich an: Komm her an meinen Tisch! Hier gebe ich Dir das Heilige Brot, das Dich ganz fest mit mir verbindet: Du bist mir so viel wert, dass ich Dich zu meinen engsten Freunden zähle, die an meinem Tisch sitzen.“ Der Prediger erinnerte nochmals an seine anfängliche Fragestellung: „Welche Worte tun mir gut? Alle, die mir helfen, Jesus nachzufolgen, zu seiner Gesellschaft zu gehören, zu wachsen im Vertrauen auf Gott und in der Liebe zu den Menschen.“

Nach der Predigt erneuerten die Erstkommunikanten ihr Taufversprechen und brachten in Brot, Wein und Wasser die Gaben zum Altar. Zur Gabenbereitung durften sie sich im Altarraum versammeln – und dann war er da, der große Höhepunkt: Zum ersten Mal empfingen die Kinder aus den Händen von Pfarrer Zinecker und Gemeindereferentin Michaela Maier den Leib des Herrn und sind fortan in Jesu Mahlgemeinschaft aufgenommen. Auch an dieser Stelle sorgte das Duo Eva Berzl/Evi Schneider musikalisch für Gleichklang – und alle Anwesenden stimmten ein: „Im Meer der Zeit nicht untergehn … In jedem Wind, in jedem Sturm, da spür ich meinen Gott.“ Am Ende des stimmungsvollen Gottesdienstes bedankte sich Pfarrer Zinecker ganz herzlich für das engagierte Mitwirken der vielen Beteiligten, insbesondere an die Adresse der Gemeindereferentin, die so viel Zeit und Herzblut in die Vorbereitung und Durchführung der Erstkommunion stecke.

Die abendliche Dankandacht, zu der sich die Erstkommunikanten nochmals im Festgewand einfanden – hinzu kam auch Pfarrvikar Pater Jim – sorgte für den gelungenen Ausklang des ereignisreichen Tages.

Im Bild: Die Erstkommunionkinder von St. Jakob mit Stadtpfarrer Dieter Zinecker, Pfarrvikar Pater Jim und Gemeindereferentin Michaela Maier:

Theresa Amberger, Eva Bergbauer, Severin Fischer, Alina Habler, Bruno Hader, Lukas Hoffmann, Benedikt Meindl, Maria Roider, Marie Seidel, Jonas Seidl, Luisa Streck, Emma Trenner, Yannick-Bastian Tschöpe, Darel Weinbrenner (Bild 1)

Szymon Baumgart, Julia Chrzanowska, Noah Grygiel, Nikolai Kaltenegger, Luisa Kraus, Johanna Maurer, Julian Müller, Lilli Oser, Lara Riedl, Lilly Schedlbauer, Leo Seigner, Isabella Weindich, Alissia Weinfurter, Filis Wilder (Bild 2)

Heute haben wir das Patrozinium in der Kapelle St. Johannes der Täufer in Altenmarkt gefeiert. Damit auch alle Interessierten mit dabei sein können, waren wir wieder mit unserer Videokamera mit dabei. Vielen Dank liebe Besucher aus nah und fern für das zahlreiche Mitfeiern!

Mehr über unsere Kapelle in Altenmarkt findet ihr übrigens hier auf unseren Webseiten.

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In Vilzing durften heute in unserer Expositurkirche St. Laurentius 8 Erstkommunionkinder zum ersten Mal an den Tisch des Herrn treten und den Leib Christi in Empfang nehmen. Herzlichen Glückwunsch und Gottes Segen euch allen!

Die Ökumene von evangelischen und katholischen Christen in Cham wird nach wie vor mit Leben erfüllt – dafür sorgen schon die regelmäßig stattfindenden ökumenischen Gottesdienste; zuletzt am vergangenen Mittwochabend in der Stadtpfarrkirche von St. Jakob.

Einander verbunden sei man auf fester Grundlage, „verbunden im Glauben, in der Hoffnung und in der Liebe“, betonte eingangs Stadtpfarrer Dieter Zinecker, der zusammen mit Dekan Walter Kotschenreuther dem Gottesdienst vorstand. Thematisch im Mittelpunkt standen im Weiteren die Apostelfürsten Petrus und Paulus, deren unterschiedliche Herkunft und Charaktere, aber auch Gemeinsamkeiten (beide dienen der einen Kirche, gemeinsam verständigen sie sich auf ihrem synodalen Weg, dem Apostelkonzil, zu einer Einheit in der Verschiedenheit) der evangelische Dekan pointiert beleuchtete; religionsgeschichtliche Hintergründe eingeschlossen. Kotschenreuthers Schlussfolgerung: Petrus und Paulus waren bei allen unterschiedlichen Ansätzen wegweisend für das ökumenische Miteinander, und als solche Pole der Einheit.

Das ökumenische Friedensgebet 2021 und das Vater unser rundeten den Gottesdienst ab, der von Eva Berzl mit Orgel und Gesang musikalisch begleitet wurde.

Im Bild:
Dekan Walter Kotschenreuther und Stadtpfarrer Dieter Zinecker zelebrierten gemeinsam den ökumenischen Gottesdienst in der Stadtpfarrkirche

Zehn Tage nach Pfingsten wird immer Fronleichnam gefeiert- in diesem Jahr wegen der Pandemie ein weiteres Mal in eingeschränkter Form. Statt der Prozession durch das Dorf waren zwei Messen angesetzt, um möglichst vielen Gläubigen die Möglichkeit eines Gottesdienstbesuch zu bieten. „Wir feiern heute das Hochfest des Leibes und Blutes von Jesus Christus“, begann Pater Jim den Festgottesdienst in der festlich geschmückten St. Laurentiuskirche.

In seinen einleitenden Worten wies Pater Jim darauf hin, dass die Gläubigen am Fronleichnamsfest auf die Straßen gehen um ihre Zugehörigkeit zu Gott zu zeigen. Man bekunde das Vertrauen in Christus, der als zuverlässiger Begleiter uns zu Gott führe. Jesus werde durch die Straßen getragen weil es das Sinnbild dafür sei dass Jesus Christus eben nicht nur in der Kirche, sondern jeden Tag bei uns ist. Das sei die Botschaft des Festtages Fronleichnam und wird in der Prozession für alle sichtbar gemacht. „Leider“, so der Geistliche, „fällt dass pandemiebedingt auch dieses Jahr aus“.

Einen besonderen Dank sprach Pater Jim der Familie Zistler für den wunderschön gestalteten Blumenteppich am Altar aus.

Zum Schluss spendete der Pater den eucharistischen Segen dem Dorf und allen seinen Bewohnern in die vier Himmelsrichtungen.

Musikalisch begleitet wurde der Gottesdienst von Kathrin Weber an der Orgel und gesanglich durch Ferdinand Weber.

In ungewohnten Bahnen, aber in gewohnt ansprechender Form wurde heuer in unserer Pfarrei Fronleichnam, das „Hochfest des Leibes und Blutes Christi“, gefeiert. Die Gläubigen hatten die Wahl zwischen Vorabendmesse, einem Festgottesdienst mit Aussetzung und Anbetung (alles in der Pfarrkirche, ebenfalls im Livestream) und einer Eucharistiefeier mit anschließender, verkürzter Prozession – und machten letztendlich sehr guten Gebrauch von beiden Angeboten.

Stadtpfarrer Dieter Zinecker als jeweiliger Zelebrant freute sich jedenfalls, vor prächtiger blumengeschmückter Kulisse „das größte Fest der Eucharistie“ miteinander feiern und neue Kraft aus dem Glauben schöpfen zu können: „Was auch immer uns in unserem Leben bewegt: Wir tragen es vor Gott hin – und er schenkt uns alles, was wir zum Leben brauchen.“

Eine Skulptur vor dem Wiener Stephansdom vom Frühjahr 2020 hatte sich der Pfarrer als Bezugsobjekt für seine Predigt ausgesucht: Eine riesige schwarze Wärmflasche, angetan mit althergebrachter priesterlicher Kopfbedeckung oben und zwei beschuhten Füßen unten. „Herzwärme“ symbolisiere sie und rege zum Nachdenken an, zumal an Fronleichnam, an dem wir „unser höchstes Gut“, verpackt in Gold und Glanz, feierliche Liturgie und gepflegtes Brauchtum, durch die Straßen tragen.

„Was von dem, was uns drinnen ganz wichtig ist, zeigen wir draußen?“ fragte Zinecker seine Zuhörerschaft. „Nun, heute zeigen wir etwas her, das Allerheiligste: Eine kleine Hostie, ein Stück Brot, zerbrechlich, unscheinbar (…), von dem wir im Glauben sagen: Das ist der Leib Christi. Das Brot des Lebens. Vom Gott des Lebens (…).“ Als „Arznei der Unsterblichkeit“ habe der Hl. Ignatius von Antiochien die Kommunion bezeichnet: „Beim Empfang werden wir – im Bild gesprochen – geimpft mit dieser Arznei: Heile Menschen werden wir, wenn wir uns in der Eucharistie mit Christus verbinden. Dann können wir hingehen und ohne Angst, ohne Zwänge, befreit zur Liebe leben. Dann werden wir zur Wärmflasche für unsere Nächsten: Herzerwärmend, von Freude erfüllt und Freude verbreitend, Menschen, die den innersten Kern der Kirche nach außen tragen, in den Alltag, ins Leben.“

Nach Predigt und Fürbitten wurde die Eucharistie mit besonderer Feierlichkeit begangen. „Aller Augen warten auf Dich, o Herr“ sang – passend zum Kommunionempfang – mit warmer Stimme Kantorin Eva Berzl, die allen Gottesdienstfeiern auch im Übrigen den musikalischen Wohlklang verlieh.

Gleich im Anschluss an den (zweiten) Gottesdienst am „Prangertag“ machte man sich – kreuztragende Ministranten und liturgischer Dienst voran, alle Mitfeiernde dahinter – unter strahlend blauem Himmel gemeinsam auf den kurzen Prozessionsweg via Kirchplatz zum Marktplatz; Festtags-Fahnen, frisches Birkengrün, Blumen und (Fenster-)Tücher schmückten aufs Schönste den Weg. Pfarrer Zinecker trug die Monstranz (auf den Traghimmel hatte man zur Wahrung der geltenden Abstandsregeln verzichtet) und im gemeinsamen Gebet wurde der vor dem Eingangsbereich des Modehauses Frey angerichtete Altar angesteuert. Dort angekommen verkündete der Priester das Evangelium, Fürbitte wurde gehalten und der sakramentale Segen in alle Himmelsrichtungen erteilt.

Sodann ging es den Weg zurück, bis vor das Kirchenhauptportal, wo zum Abschluss der eucharistische Segen erteilt wurde, die Gläubigen konnten sich auch hier weiträumig im weiteren Kirchenumfeld verteilen.

Des Stadtpfarrers Dank galt abschließend allen Mitwirkenden bei der Vorbereitung und Durchführung der Fronleichnamsfeierlichkeiten, und ebenso allen Gläubigen für ihr Glaubenszeugnis und Mitmachen. Und die Sonne strahlte vom Himmel, als hätte sie sich genau für diesen Tag Besonderes vorgenommen.

Im Bild:
– Pfarrer Zinecker verkündete in der Pfarrkirche (und später auch vor dem Altar im Freien) das Evangelium zu Fronleichnam
– Vor dem Kirchenhauptportal: Eucharistischer Segen für alle Gläubigen