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Der 5. Fastensonntag stand ganz unter dem Zeichen der Firmbewerber der Chamer Pfarrei St. Jakob und der Expositur St. Laurentius aus Vilzing. Kaplan Martin Popp konnte der Pfarreiengemeinschaft rund 35 junge Christen vorstellen, die im Juli diesen Jahres das Sakrament der Firmung empfangen wollen. Bereits in der Messe wurden alle Firmlinge mit Namen genannt, bevor jeder Firmbewerber eine Flamme in die Gebetskiste warf.

In seiner Predigt stellte Popp das Motto der diesjährigen Fastenaktion „misereor“ vor: „Mach was draus: Sei Zukunft!“ Dies gilt für die Bevölkerung in Südamerika: Mit der Kollekte oder dem Erlös des Fastenessen helfen die Christen in Deutschland der Bevölkerung auf einem der ärmsten Kontinente, eine gute Zukunft aufzubauen. Ähnliches ermöglicht auch Jesus der Ehebrecherin im Evangelium: Durch sein Einschreiten für Barmherzigkeit gibt er einer vorverurteilten Frau eine Zukunft.

Zuletzt projizierte der Kaplan das Motto auch auf die Firmbewerber: Durch zahlreiche Veranstaltungen und Aktivitäten wird den Firmlingen und deren Familien die Möglichkeit gegeben, ihre Zukunft im Glauben zu gestalten und sich Gott zu nähern.

„Heiliger Geist“ heißt es kurz und prägnant im Leitwort der diesjährigen Firmbewerber der Pfarrei Cham St. Jakob und ihrer Expositur Vilzing St. Laurentius. Um dieses Motto auch richtig vor Augen und im Blick zu haben, haben die Jugendlichen im Rahmen ihrer Firmvorbereitung ein Schaubild eines überdimensionalen Handys bzw. Smartphone geschaffen und sich dort als WhatsApp-Gruppe eingetragen – als Symbol dafür, mit dem Heiligen Geist als Empfänger auf direktem Wege Verbindung aufnehmen zu wollen.

Stadtpfarrer Dieter Zinecker und als Hauptzelebrant Kaplan Alexander Dyadychenko freuten sich sehr, zum Vorstellungsgottesdienst der 43 angehenden Firmlinge am 5. Fastensonntag viele Mitfeiernde in St. Jakob begrüßen zu können. Beide führten im Evangelium und in der Predigt in das Wesen der Sakramente „Taufe“ und „Firmung“ ein. Für die grundlegende Bedeutung der Firmung und die Gaben des Heiligen Geistes hatte der Kaplan in seiner Predigtansprache eine moderne Übersetzung parat: Mit einem Handy eröffne sich eine Fülle von Möglichkeiten, Kontakte zu knüpfen und in Beziehung zu treten „mit Gott und der Welt“, also auch mit dem Heiligen Geist, der seinerseits stets gute Nachrichten aussende. Der „Beweis“ hierfür stehe in der Bibel selbst, nämlich im Psalm 50, Vers 15: „Rufe mich an am Tag der Not! Ich werde dich erretten…“. Man müsse sich, ganz besonders als Firmling, einfach „begeistern“ lassen, und dann auch selbst aktiv werden, Lebendigkeit ausstrahlen und die Gaben des Heiligen Geistes, wie Liebe, Friede, Treue, Sanftmut und Selbstbeherrschung, in Wort und Tat umsetzen.

Die Jugendlichen nahmen diese Botschaft aufmerksam auf. Nach der Predigt durften sie sich zur namentlichen Vorstellung im Altarraum versammeln, um zusammen mit der Kirchengemeinde das Glaubensbekenntnis zu sprechen, ehe Eucharistie gefeiert wurde. Stimmungsvolle Lieder, begleitet von Eva Berzl an der Orgel, rundeten den lebendigen Vorstellungsgottesdienst ab.

Im Bild:
– Stadtpfarrer Dieter Zinecker und Kaplan Alexander Dyadychenko mit den Jugendlichen, die am Samstag, 22. Juli 2017 in Cham St. Jakob das Sakrament der Firmung empfangen werden.
– das überdimensionale Handy

„Wir sind Gottes Melodie“: Unter diesem Leitwort haben sich beim Gottesdienst am vergangenen Sonntag die diesjährigen Erstkommunionkinder ihrer Pfarrgemeinde St. Jakob offiziell vorgestellt.
Am 21. Mai 2017 werden sie in der Stadtpfarrkirche zum ersten Mal an den Tisch des Herrn treten und die heilige Speise empfangen dürfen. Die Vorfreude und Spannung auf das große Ereignis waren ihnen schon zu Beginn des Vorstellungsgottesdienstes anzusehen, noch verstärkt durch die Begrüßungsworte von Stadtpfarrer Dieter Zinecker, der ihnen die grundlegende Bedeutung des Sakraments der Eucharistie vor Augen hielt.

Mit viel Eifer beteiligten sich die 16 Mädchen und 17 Buben dann am weiteren Gottesdienstgeschehen, insbesondere mit den Kyrie-Rufen und den Fürbitten. Gemeindereferentin Michaela Maier erläuterte ihnen in ihrer Predigt den Evangelisten Markus, wonach Jesus bei einer Begegnung mit einem bislang Taubstummen diesem urplötzlich zum Hören und Sprechen verhilft – mit Hilfe des vom Tauf-Ritus bekannten Zuspruchs „Effata!, öffne dich“. „Diese drei Worte sagen jedem von uns: Verschließ dich nicht, wenn Gott dich anspricht. Hör auf seine Worte. Hör auf seine Melodie. Mach dir Gottes Melodie zu eigen. Und wer auf diese Melodie hört und nach ihr lebt, der ist im Einklang mit sich selbst, mit der Welt und mit Gott. Ein solcher Mensch lebt dann genauso, wie es dem Willen und den Geboten Gottes entspricht. Und er erreicht das, was mit das Wichtigste im Leben ist: Zufriedenheit.“

Nach der Predigt wurden die Mädchen und Buben namentlich aufgerufen und in den Altarraum gebeten, um sich vom Stadtpfarrer den Segen Gottes in besonderer Weise zusprechen zu lassen. Die Eucharistiefeier mit der versammelten Gemeinde schloss sich an und nochmals wurde das Motto der Erstkommunion aufgegriffen: Vereint vor den Altarstufen und mit Gitarrenbegleitung ließen die Erstkommunikanten, sehr zum Gefallen der Anwesenden, ihr Lied erklingen „Du bist ein Ton in Gottes Melodie…“. Damit endete der Vorstellungsgottesdienst so stimmungsvoll, wie er auch begonnen hatte.

Im Bild: Die Erstkommunionkinder von St. Jakob mit Stadtpfarrer Dieter Zinecker, Kaplan Alexander Dyadychenko und Gemeindereferentin Michaela Maier