Jesus – Quelle des Lebens – Erstkommunion

„Wir feiern heut ein Fest … und teilen miteinander, weil Gott uns alle liebt“ klang es stimmgewaltig durch die lebendige Kirche von St. Jakob. Aus gutem Grund: 27 Mädchen und Buben aus der Pfarrei feierten am vergangenen Sonntag Erstkommunion und durften erstmals in ihrem Leben an den Tisch des Herrn treten. Geraume Zeit schon hatten sie sich im Religionsunterricht, in Tischgemeinschaften und im Elternhaus, sowie in der Feier des Bußsakraments auf diesen großen Tag vorbereitet und ihn erwartungsvoll herbeigesehnt.

Nun zogen sie unter feierlichem Glockengeläut, zusammen mit Pfarrer Dieter Zinecker, Kaplan Alexander Dyadychenko, Gemeindereferentin Michaela Maier und begleitet von einer großen Ministrantenschar, im festlichen weißen Gewand in die Stadtpfarrkirche ein. An der Osterkerze durften sie ihre schön gestalteten Kommunionkerzen entzünden und in den ersten Bankreihen Platz nehmen, wo sie vom Chamer Stadtpfarrer nochmals freudig begrüßt wurden. Aktiv eingebunden in das liturgische Geschehen waren sie dann von Beginn an im Vortrag der Kyrie-Rufe und der Lesung, ehe Kaplan Alexander Dyadychenko das Johannes-Evangelium von der samaritischen Frau am Jakobsbrunnen verkündete, passend zum diesjährigen Leitspruch der Erstkommunikanten „Jesus – Quelle des Lebens“.

In seiner Festpredigt erläuterte der Pfarrer den Kindern, ausgehend vom Lebenselixier „Wasser“, ganz lebensnah, warum letztendlich nur einer – Jesus Christus – der Ursprung und die Quelle allen Lebens ist. Unter extremen klimatischen Trockenbedingungen, wie etwa in der Heimat Jesu in Israel und in der Wüste erfahre man schnell am eigenen Leib die Lebensnotwendigkeit von erfrischendem Wasser: „Wenn ich das einmal erfahren habe, dann weiß ich, was das heißt: Jesus ist die Quelle des Lebens. Ich kann dir lebendiges Wasser geben. Ja sogar: Wer von dem Wasser trinkt, das ich gebe, wird niemals mehr Durst haben. Die Jünger haben das erlebt: Sie sind Jesus begegnet. Sie haben gehört, was er sagt. Er hat Menschen geheilt. Er hat denen, die am Rand stehen, die nichts gelten, Ansehen gegeben, und mit ihnen gegessen, ihre Schuld vergeben. Von Jesus geht etwas aus: Zuwendung, Sinn, Freude, neues Leben. Da haben die Jünger gesagt: An Jesus glauben wir. Wir brauchen nichts Anderes mehr. Wir wollen so leben, wie er das sagt. Wir folgen ihm nach. Wir haben gefunden, was wir gesucht haben.“

Und wo wäre Jesus den Menschen von heute näher als in der Feier der Eucharistie: „Liebe Erstkommunionkinder, in diese Mahlgemeinschaft der Christen werdet ihr heute aufgenommen. Die Quelle für mein Leben als Christ ist es, den Sonntag zu feiern. (…) Hier haben wir unseren Platz. Hier bekomme ich etwas mit: Werte, die mich aufrichten, die Einsicht, was richtig ist; hier begegne ich Christus; ja und: Hier wird er meine Speise. Ich empfange das Heilige Brot, den Leib Christi.“

Nach der Predigt erneuerten die Mädchen und Buben ihr Taufversprechen. Mit der Gabenbereitung und Wandlung, zu der sie sich mit ihren Tischgruppenleitern im Altarraum versammelten, war schließlich der Höhepunkt des Festgeschehens gekommen: Zum ersten Mal durften die Kinder den Leib des Herrn empfangen, und taten dies mit großer Andacht. Für den feierlichen Rahmen sorgte hier und auch im Übrigen ein Chor aus Kindern und Jugendlichen, verstärkt durch Instrumentalisten, unter der Gesamtleitung von Eva Berzl.

Ein herzliches Dankeschön von Pfarrer Dieter Zinecker an alle Beteiligten beschloss den denkwürdigen Erstkommunion-Gottesdienst, dem am Abend noch eine Dankandacht folgte.

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