„Die Atemluft eines Christen ist die Hoffnung“
Papst Franziskus

Liebe Besucher unserer Kirche, liebe Pfarrangehörige!

Alte Worte, erinnern Sie sich? Die christlichen Grundtugenden sind: Glaube, Hoffnung und Liebe. Für sie gibt es auch Symbole: Kreuz, Anker und Herz. Wer in unserer Pfarrkirche die Figuren auf dem Schalldeckel über der Kanzel genau ansieht, wird sie entdecken, in der Hand von Engeln.

Hoffnung haben: Das ist nicht nur ein Wort, das ist eine Grund-haltung, eine Einstellung, etwas, das ich in mir spüre, auch wenn nicht alles leicht, hell, glücklich ist.

„Hoffen … bedeutet nicht den naiven Optimismus, der auf der Illusion beruht, es werde schon alles wieder gut. Hoffnung bedeutet vielmehr … In mir den Blick wachhalten, dass alles, was geschieht, in der Tiefe einen Sinn hat, weil Gott in jedem Atemzug mir entgegenkommt.“ (P. Martin Löwenstein SJ)

So eine Hoffnung wünsche ich mir, auch für diese Zeit: Es fehlt einfach viel, wenn ich mich nicht wie üblich mit anderen treffen kann: Nicht im Beruf, nicht in den Versammlungen und gemein-samen Beratungen in der Pfarrei, nicht in geselligen Runden im Freundeskreis.

Ich kann Hoffnung atmen, weil Gott in der Tiefe da ist, weil er mir nahe sein will, weil er der Sinnzusammenhang und die Klammer meines Daseins ist.
Wohl dem, der das auch in diesen Wochen spüren kann.

Wir wünschen Ihnen, dass sie immer wieder einen kräftigen Atemzug der Atemluft Gottes einatmen können, dass sie erfahren, wie Sie dadurch gestärkt werden und Ihnen das ein Lächeln auf die Lippen zaubert.

Ihre
Dieter Zinecker, Pfarrer mit P. Jim, Pfarrvikar, und Michaela Maier, Gemeindereferentin

Anregungen für ein Gebet in diesen Wochen

Schenk mir Vertrauen und Hoffnung (Erich Guntli)
Gl 9,7 Ich bin da vor dir, mein Gott

Deinen Willen zu tun, mein Gott, macht mir Freude (Ps 40)
Gl 41,2 Ich hoffte, ja ich hoffte auf den Herrn

Andacht „Hoffnung“
Gl 677,4 Solange wir leben, hoffen wir

Lieder – Hoffnung
Gl 365 Meine Hoffnung und meine Freude
Gl 378 Brot, das die Hoffnung nährt
Gl 457 Suchen und fragen, hoffen und sehn

Steh auf

Steh auf, der du enttäuscht bist.
Steh auf, der du keine Hoffnung mehr hast.
Steh auf, der du an die Eintönigkeit gewöhnt bist und nicht mehr glaubst, dass man Neues schaffen kann.
Steh auf, denn Gott ist daran, „alle Dinge neu zu schaffen.“
Steh auf, der du dich an die Gaben Gottes gewöhnt hast.
Steh auf, der du die Fähigkeit zum Staunen verlernt hast.
Steh auf, der du das Vertrauen verloren hast, Gott „Papa“ zu nennen.
Steh auf, und beginne, wieder voller Bewunderung für die Güte Gottes zu sein.
Steh auf, der du leidest.
Steh auf, dem es dir scheint, dass das Leben dir viel verweigert hat.
Steh auf, wenn du dich ausgeschlossen, verlassen, beiseite- geschoben fühlst.
Steh auf, denn Christus hat dir seine Liebe gezeigt und hält für dich die Verwirklichung einer unverhofften Möglichkeit bereit.
Steh auf! Steh auf und geh!

(Papst Johannes Paul II.)

Meditation zur Eucharistiefeier

Liebe geht durch den Magen, heißt ein Sprichwort.
In dieser Feier spüren wir von neuem deine Liebe, Herr.

Deine Zuneigung trifft uns ins Herz,
dein Wort geht uns durch und durch.

Wir sind nicht nur Gäste an deinem Tisch.
Du willst uns als Mitarbeiter deiner Liebe in dieser Welt gewinnen.

Im Innersten berührt wollen wir zu leben versuchen,
was du uns vorgelebt hast:
ein Menschsein, wie Gott es sich gedacht hat – aus der Sehnsucht nach Frieden und Solidarität, aus gegenseitiger Wertschätzung, aus dem würdevollen Umgang mit den Schwächsten.

Was wir im Innersten als heilsam erfahren durften,
das lass durch uns Frucht bringen für eine neue Welt.

(Dr. Christoph Seidl)

Fürbitten

Gott, Talente und Fähigkeiten hast du ausgestreut über die Erde und sie uns Menschen in die Hand gegeben. Wir bitten dich:

– Für alle, die jetzt voller Sorgen in die Zukunft blicken und nicht wissen, wie es weitergeht für sie. – Wir bitten dich, erhöre uns.
– Für alle, die einsam sind, denen ein Gesprächspartner fehlt, die niemand haben, der sie berührt. – Wir bitten dich …
– Für alle, die andere pflegen und sie aufrichten: In den Senioren-heimen, den Tagespflegeeinrichtungen und den Kranken-häusern. – Wir bitten dich …
– Für die Menschen auf der Welt, die arm sind, die in Kriegs- und Bürgerkriegsregionen leben, denen das Nötigste fehlt. – Wir …
– Für die Menschen, die uns nahe stehen, in ihren Anliegen und Sorgen. – Wir bitten dich …
– Für die Stadt, den Ort, in dem wir leben, und alle Frauen, Männer, Kinder und Jugendlichen hier. – Wir bitten dich …
– Für unsere verstorbenen Angehörigen und Freunde, für alle unsere Verstorbenen. – Wir bitten dich …

P. Rupert Mayer SJ (+ 1945)

Herr, wie Du willst, soll mir gescheh’n
und wie Du willst, so will ich geh’n;
hilf Deinen Willen nur versteh’n!

Herr, wann Du willst, dann ist es Zeit;
und wann Du willst, bin ich bereit,
heut und in alle Ewigkeit.

Herr, was Du willst, das nehm’ ich hin,
und was Du willst, ist mir Gewinn;
genug, dass ich Dein Eigen bin.

Herr, weil Du’s willst, drum ist es gut;
und weil Du’s willst, drum hab’ ich Mut.

Mein Herz in Deinen Händen ruht.

(nach der Überlieferung ist dies das Lieblingsgebet von P. Rupert Mayer)

Segen

Einen von seinen treuen Engeln
möge dir Gott immer dann schicken,
wenn du meinst, die Kraft und
alle guten Geister haben dich verlassen.

Einen von seinen guten Engeln
möge dir Gott immer dann schicken,
wenn dich eine schlimme Nachricht trifft,
sodass es dir die Sprache verschlägt.

Einen von seinen tröstenden Engeln
möge dir Gott immer dann schicken,
Wenn deine Pläne durchkreuzt
und deine Wünsche zerronnen sind.

Einen von seinen frohen Engeln
möge dir Gott immer dann schicken,
wenn dir das Lachen vergangen ist
oder du dich selbst nicht mehr magst.

Einen von seinen singenden Engeln
möge Gott dir immer dann schicken,
wenn du vergessen hast, auf deine
Lebensmelodie im Herzen zu achten.

(Paul Weismantel, Segensworte, S. 30)

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