„Gelobt seist du, mein Herr …
durch Bruder Sonne und Schwester Mond ….“
Sonnengesang des Hl. Franziskus

Liebe Besucher unserer Kirche, liebe Pfarrangehörige!

Es ist gut, dass wir jetzt neu entdecken, wie kostbar die Erde ist, auf der wir leben: Nichts ist selbstverständlich. Und doch wächst auf ihr, was die Menschen brauchen. Forscher haben heraus-gefunden, dass so viel Nahrungsmittel gedeihen und produziert werden, dass eigentlich niemand auf der Welt hungern müsste …

Der Oktober beginnt mit dem Erntedank-Sonntag. Er fällt heuer zusammen mit dem Gedenktag des Hl. Franziskus. Dieser Heilige sah in der Natur seine Geschwister: Bruder Sonne und Schwester Mond. Wer so denkt und fühlt, der will diese Welt bewahren, nicht ausbeuten und die Umwelt belasten mit Stoffen, von denen kaum einer sagen kann, wie lange sie sich halten als ständige Gefahr für kommende Generationen.

In der wunderbaren Welt, in den Abläufen und Zusammen-hängen, über die wir nur staunen können, entdecken wir den Schöpfer. Er steht hinter diesen Wundern der Natur, er ist der Grund dafür, dass alles da ist, was wir Menschen nutzen, brauchen und was uns das Leben sichert.

Danke sagen wir und erkennen, dass wir nicht alles herstellen und selber machen können. Das Wesentliche ist Geschenk: Dass die Erde da ist. Dass es Menschen gibt, die uns etwas bedeuten. Dass wir ein Herz haben füreinander. Dass wir das, was wir in Händen haben, teilen können mit anderen.

Erntedank ist ein Geschenk. Ein Geschenk zum Nachdenken und Staunen.

Wir wünschen Ihnen Freude an diesen herbstlichen Tagen, Freude an den Gaben der Schöpfung.
Ihre
Dieter Zinecker, Pfr., mit P. Jim, Pfarrvikar und Michaela Maier, GR

Anregungen für ein Gebet in diesen Wochen

Die Schöpfung entdecken (Andrea Rehn-Laryea)
Gl 19,3 Öffne meine Augen Gott, deine Herrlichkeit … zu sehen

Loblied auf den Schöpfer
Gl 58 Lobe den Herrn, meine Seele …

Du lässt die Quellen hervorsprudeln
Jüdisches Friedensgebet
Gl 20,5 … dass du die Welt von Krieg und Blutvergießen befreist

 

Lieder – Schöpfung

Gl 835 Was Gott tut, das ist … die Scheunen stehn voll Segen
Gl 144 Nun jauchzt dem Herren …
Wie reich hat uns der Herr bedacht

 

Gebet für diese Welt

Gott der Liebe, zeige uns unseren Platz in dieser Welt
als Werkzeuge deiner Liebe zu allen Wesen dieser Erde,
denn keines von ihnen wird von dir vergessen.

Erleuchte, die Macht und Reichtum besitzen,
damit sie sich hüten vor der Sünde der Gleichgültigkeit,
das Gemeinwohl lieben, die Schwachen fördern
und für diese Welt sorgen, die wir bewohnen.

Die Armen und die Erde flehen,
Herr, ergreife uns mit deiner Macht und deinem Licht,
um alles Leben zu schützen,
um eine bessere Zukunft vorzubereiten,
damit dein Leben komme,
das Reich der Gerechtigkeit, des Friedens,
der Liebe und der Schönheit.
Gelobt seist du.
Amen.
(Papst Franziskus, Enzyklika Laudato si, Nr. 246)

 

Die eigenen Gaben gebrauchen (aus Indien)

Aus dem Nichts hast du uns zum Dasein gebracht, Herr.
Du hast uns mit deinen Gaben und Talenten ausgestattet.
Du willst, dass wir alle deine Gaben zum Wohl der Brüder und Schwestern benutzen, die arm sind und einsam.
Herr, hilf uns, richtig zu gebrauchen, was du uns gegeben hast,
sodass wir deine Hand sind, die die Brüder und Schwestern stützt.
Herr, hilf, dass wir uns für den Fortschritt und das Wohl unserer Brüder und Schwestern einsetzen, sie zu dir, unserem Vater, begleiten und in das gemeinsame Glück führen. – Amen.

 

Lobpreis Gottes

Du, Gott, bist anders. Du liebst alle über die Massen. Darum stehen wir vor dir und loben dich:
Wir preisen deine verschwenderische Liebe.
Du nimmst uns an ohne jede Leistung.
Du bist barmherzig und gütig gegenüber allen.

Gl 386 Laudate omnes gentes, laudate dominum …
Wir preisen deine unberechenbare Güte.
Du rechnest nicht ab nach menschlichen Maßstäben.
Dein Gut-Sein unterliegt keiner Kosten-Nutzen- Rechnung.

Gl 386 Laudate omnes gentes, laudate dominum …
Wir preisen deine überbordernde Großzügigkeit.
Wo du bist, gibt es besten Wein bis zuletzt
und bleiben zwölf Körbe voll Brot und Fisch übrig.
Du gibst allen, was sie zum Leben brauchen.

Gl 386 Laudate omnes gentes, laudate dominum …

(aus: Gottes Volk, LJ A 7/2017, Verlag Katholisches Bibelwerk Stuttgart, S. 94 – ohne Autorenangabe)

Fürbitten

Wir beten
– für alle Erkrankten – erbarme dich
– für alle im Gesundheitswesen – erbarme dich
– für alle, die Vorsorge, Betreuung und Sicherheit gewährleisten – erbarme dich
– für die Entscheidungsträger in Politik und Gesellschaft – erbarme dich
– für alle, die Angst haben und verunsichert sind – erbarme dich
– für die Alten und Kranken – erbarme dich
– für die Kinder – erbarme dich
– für die, die wirtschaftlich gefährdet sind – erbarme dich
– für alle Menschen weltweit und für Solidarität miteinander – erbarme dich
– für die Verstorbenen und Trauernden – erbarme dich
Auf die Fürsprache der Gottesmutter Maria, aller Seligen und Heiligen bitten wir um deine Hilfe. Wende uns dein Antlitz zu und sei uns gnädig. Darum bitten wir durch Jesus Christus, unseren Bruder und Herrn, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und wirkt in Ewigkeit. – Amen.
(Corona – Weltkirchlicher Sonntag des Gebets und der Solidarität – Gebetsblatt)

 

Klaus von Flüe

Mein Herr und mein Gott,
nimm alles von mir,
was mich hindert zu dir.

Mein Herr und mein Gott,
gib alles mir,
was mich führet zu dir.

Mein Herr und mein Gott,
nimm mich mir
und gib mich ganz zu eigen dir.
(nach der Überlieferung soll der Hl. Klaus dieses Gebet täglich gesprochen haben)

Teresa von Avila

Nichts soll dich verwirren,
nichts dich erschrecken.
Alles geht vorbei.
Gott allein bleibt derselbe.
Die Geduld erreicht alles.
Wer Gott hat, dem fehlt nichts:
Gott allein genügt.

Darüber hinaus gibt es im Internet zahlreiche Gebetsanregungen:
– Auf der Homepage der Diözese Regensburg
– jesuiten.de: „Wie Sie am Sonntag Gottesdienst feiern können“
– bibelwerk.de: Was wir bieten: Sonntagslesungen: Hinführung und Textauslegung (gehaltvolle Gedanken zu den Schriftlesungen)

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