Die Apostelbriefe und Evangelien … „gaben ja die Botschaft wieder, die von Jesus stammte, und die Apostel als >Zeugen erster Hand< galten als verlässlich und inspiriert.

Roger Lenaers, Der Traum des Königs Nebukadnezar.
Das Ende einer mittelalterlichen Kirche, edition anderswo 2005, S 48 ff

Liebe Besucher unserer Homepage, liebe Mitchristen!

Das ist für mich ein Gedanke, über den ich immer wieder nachdenke: Was wir als Kirche tun, wie ich selber lebe, stimmt das, ist das richtig? Vieles liegt auf meinem Schreibtisch. Mein Tag füllt sich, manchmal bin ich aktiv, packe was an und es geht mir schnell von der Hand. Ein andermal schleppe ich mich so dahin, werde dann mit dem Nötigsten gerade noch fertig.

Was ist wichtig und richtig? Nicht nur meine einzelnen Taten. Nein, dass ich weiß: Jesus nimmt mich in den Dienst, er beansprucht mich. Dem kann ich nicht ausweichen. Und das gilt ausdrücklich nicht nur für Priester, Ordensleute, pastorale Mitarbeiter, die fest im Dienst der Kirche stehen.

Mein Handeln und die Art, wie ich auf andere wirke, muss etwas ausdrücken, muss einen Kern und eine Mitte haben. „Zeuge erster Hand“ zu sein – das ist der Anspruch, dem ich mich als Christ stelle.

Es ist gut, dass ich nicht alles selber machen muss: Da gibt es innerhalb der Glaubensgemeinschaft Frauen und Männer, die sich um Menschen in Not annehmen. Die nicht die Augen schließen, wenn schon wieder von einer Katastrophe berichtet wird. Menschen, die am Sterbebett anderer wachen und da sind. Die beraten, pflegen, andere nicht alleine lassen.

Andere verstehen sich gut auf die Verkündigung: Sie können die große Währung des Evangeliums einwechseln in Bilder, die treffen, die aufrichten, die Tiefgang haben und das Alte neu ausdrücken.
Die anderen sind wichtig – und ich bin wichtig. Niemand kann mich vertreten und ersetzen. Sonst ist im großen Mosaikbild der Kirche irgendwo eine Lücke. In einem Bild, das „Zeugen erster Hand“ zeigt.

Überlegen Sie einmal, was Sie besonders gut können, was Ihr Talent, Ihr Charisma ist – und freuen Sie sich daran.

Ihnen alles Gute, eine gesegnete Zeit.
Ihr Dieter Zinecker, Pfarrer

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