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Viele interessante Einblicke sowohl in die Entstehungsgeschichte als auch in die aktuelle Situation und das Erscheinungsbild des Chamer Friedhofs hat es für die Mitglieder des Frauenbundes St. Jakob und Stadtpfarrer Dieter Zinecker am vergangenen Mittwochnachmittag gegeben.

Stadtarchivar Timo Bullemer hatte sich zu einem Rundgang vor Ort bereiterklärt und führte die Gruppe zu mancherlei markanten Stationen auf dem weitläufigen Gelände, dessen Anfänge bis ins Jahr 1868 zurückreichen. Besonders in Augenschein nahm man einige der zahlreichen Grabgruften, die schon vor längerer Zeit angelegte Urnenwand und das Grab für die Sternenkinder. Zudem fanden sich an vielen Grabstätten bekannte Namen von einheimischen Persönlichkeiten, die sich im Straßenverzeichnis der Stadt Cham wiederfinden, wie etwa Witzelsperger, Johann Brunner oder Hans Eder.

Am Ende des informativen Rundgangs bedankte sich Martina Altmann vom Frauenbund-Vorstandsteam im Namen aller beim Stadtarchivar für die gelungene Präsentation, die auf allgemeines Gefallen gestoßen war.

Im Bild: Timo Bullemer mit den Teilnehmern des Rundgangs am Chamer Friedhof

Es ist ein ehrenwerter Brauch, am Heiligen Abend die Gräber von verstorbenen Angehörigen und Freunden zu besuchen, ein Licht für sie zu entzünden und ihrer im Gebet zu gedenken. Wenn dann kurz nach Einbruch der Dunkelheit die Kolpingsmusik die traditionellen Weihnachtslieder und Choräle erklingen lässt, versammeln sich besonders viele Menschen auf dem Chamer Friedhof – und lassen sich mitnehmen in der Erwartung und Freude auf die Geburt Christi. So waren auch heuer sehr viele unterwegs und durften sich auch an dem warmen Lichtermeer Hunderter Kerzen erfreuen.

Am Ende der halbstündigen Darbietung bedankte sich Stadtpfarrer Dieter Zinecker für die Bereitschaft und das Engagement der Musiker, das den Friedhofsbesuchern Jahr für Jahr eine große Weihnachtsfreude bereitet, und wünschte allen Anwesenden frohe und gesegnete Weihnachten.