Die Abendsonne sandte ihre warmen Strahlen und flimmerte durch das satte Grün der mächtigen Bäume ringsum, aus denen Vogelgezwitscher tönte. Die Kreuzigungsgruppe hoch oben auf dem Chamer Kalvarienberg gleich neben dem Bergkirchlein, das zur Pfarrei St. Jakob gehört, hatte sich mit farbenprächtiger Blumenampel und Kerzenlicht geschmückt: Das äußere Erscheinungsbild – naturgetreu wie es war – mutete also perfekt an und verfehlte seine Wirkung nicht.

„Gegrüßet seist du, Königin …“ schallte es weithin aus vielen Kehlen über den Berg und der kräftige Gesang, bestens verstärkt durch eine Saxophongruppe der Chamer Kolpingmusik, gab der schönen äußeren Kulisse auch den entsprechenden musikalischen Klang.

An die 70 Personen hatten sich am vergangenen Freitagabend auf dem kleinen Plateau vor der Kreuz-Gedenkstätte versammelt, um der Segnung der renovierten Figurengruppe beizuwohnen und Maiandacht zu feiern. Der Zelebrant, Stadtpfarrer Dieter Zinecker, begrüßte die Anwesenden, unter ihnen auch die fast vollzählig erschienenen Mitglieder des Volksfestvereins mit ihrem Präsidenten Sepp Altmann. Der Geistliche richtete nochmals offiziell ein herzliches Vergelts Gott an die Adresse des rührigen Vereins, der die (originalgetreue) Wiederherstellung des Denkmals durch seine finanzielle Zuwendung möglich gemacht habe.

Mit feierlichen Worten segnete Pfarrer Zinecker die Kreuzigungsgruppe und bat: „Lass uns im Kreuz das Zeichen des Sieges über den Tod erkennen. Hilf uns, anderen beizustehen, die arm und bedrückt sind und leiden. Stärke uns alle im Glauben, gib uns Hoffnung und leite uns an zu Taten der Liebe. Lass uns unsere Wege gehen im Schutz des Erlösers, der lebt und wirkt in alle Ewigkeit – Amen.“

Mit „Maria – Schwester der Menschen in Freud und Leid“ war die nachfolgende Maiandacht überschrieben und bot den Anwesenden mit zahlreichen ansprechenden Gebeten und Gesängen reichlich Gelegenheit zur Verehrung der Gottesmutter. „Freu dich, du Himmelskönigin …“ stimmten die Gläubigen kräftig mit ein und der Eindruck verstärkte sich: Es war bei weitem mehr als ein bloßes Lippenbekenntnis.

Am Ende bedankte sich der Chamer Stadtpfarrer für die Gemeinschaft im Beten und Singen, und insbesondere auch für den Einsatz der Damen und Herren der Kolpingmusik. „Gott mit dir, du Land der Bayern…“ hieß es schließlich treffend zum würdigen Abschluss der Feierlichkeit.

Deren gutes Gelingen bewog Vereinspräsident Sepp Altmann spontan dazu, diese Maiandacht-Feier am Kalvarienberg künftig zu einem festen Bestandteil des jährlichen Chamer Frühlingsfestes werden zu lassen. Damit stieß er nicht nur bei seinen Vereinsmitgliedern, sondern auch bei Pfarrer Zinecker auf offene Ohren, der sich seinerseits über diese – und mögliche weitere – „gute Ideen“ des Volksfestvereins sehr freute und geistliche Begleitung zusagte.

Bilduntertitel:
– Stadtpfarrer Dieter Zinecker begrüßte herzlich zur Maiandacht unter freiem Himmel
– Gebet u. Gesang zu Ehren der Gottesmutter vor der Kreuzigungsgruppe auf dem Kalvarienberg
– Saxophonisten der Chamer Kolpingmusik begleiteten die Maiandacht instrumental

Bei strahlendem Sonnenschein ging es mit der Kolpingsfamilie Cham auf den Lamberg.

Kaplan Martin Popp hielt in der Wallfahrtskirche „Heilige Walburga“ eine kleine Andacht und erinnerte dabei an die Jünger Jesu.

Im Anschluss wurde im Freien Kaffee getrunken, um das Osterfest ausklingen zu lassen.

„So viel kam zusammen? Das ist ja wunderbar“ freuten sich die Mitglieder des Weißen Ring, als sie am vergangenen Donnerstag von der Vorsitzenden der Kolpingsfamilie Cham, Gabriele Dahlmann, den großen Spendenscheck überreicht bekamen.

Bei der Lesung von Ex-Mordermittler Josef Wilfling im März war durch den Verkauf der Eintrittskarten die stolze Summe von 2.188 Euro zusammen gekommen. „Es ist uns immer eine Freude, wenn wir mit einer Spende Gutes tun können“ sagte Dahlmann bei der Übergabe. Mit dieser Summe kann der Weiße Ring wieder eine Menge Hilfe in die Wege leiten und ein wenig die Not der betroffenen Kriminalitätsopfer lindern.

Mehr über die Arbeit des Weißen Rings erfahren Sie auf der Webseite des Weißen Rings Cham. Ebenfalls auf der Webseite des Weißen Rings findet auch ein Bericht über die Lesung von Josef Wilfling.

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Spendenübergabe

Kontinuität und Zusammenhalt zeichnen die Kolpingsfamilie Cham seit vielen Jahren aus – und beide Komponenten beherrschten auch die diesjährige Jahreshauptversammlung mit Neuwahlen, die am vergangenen Samstagabend im Hotel am Regenbogen über die Bühne ging.

Erste Vorsitzende Gabriele Dahlmann begrüßte dazu einen beachtlichen Kreis von Mitgliedern und richtete ein herzliches Willkommen an Präses Stadtpfarrer Dieter Zinecker und Vizepräses Kaplan Martin Popp. Ersterer hatte zuvor bereits die sonntägliche Vorabendmesse in St. Jakob mit starker Beteiligung auch der „Kolpinger“ gefeiert.

Ein ehrendes Gedenken aller Anwesenden gleich zu Beginn galt nach gutem Brauch den verstorbenen Mitgliedern, insbesondere dem in diesem Jahr verstorbenen Karl-Heinz Dietl. Der weiteren Tagesordnung entsprechend verlas Schriftführerin Elke Lesinski das Protokoll der letztjährigen Mitgliederversammlung, ehe es an die Erstattung des Tätigkeitsberichtes ging.

168 Mitglieder (nach fünf Austritten, einem Sterbefall und zwei Neuzugängen) habe die Kolpingsfamilie, so die Vorsitzende einleitend, und sei mit vielfältigen Aktionen stets bestrebt, neue Kräfte zu gewinnen. Vor allem wolle man auch wieder Jugendliche für Kolping begeistern und entsprechend initiativ werden. Breiteren Raum nahm sodann die Schilderung der Aktivitäten im Jahre 2018 ein und legte eine reiche Vielfalt offen: Auf gesellschaftlicher Ebene (Besuch des Chamer Rundfunkmuseums, Kappenabend und Kinderfasching, Erkundung des Klostergartens Neukirchen b. Hl. Blut, Musikabend mit dem Sattelbogener Gospelchor O Jessas, Kochen mit Kolpinghausgeschäftsführer Andreas Förster, Besuch des jüdischem Friedhofs und der Synagoge in Straubing, Nikolaus-Aktion, Adventfeier, Feier der Geburtstagsjubilare u.a.m.) wie auch in religiöser Hinsicht, mit Kreuzwegbeten nach Weißenregen, Maiandacht am Pilgramsberg, und monatlichen Rosenkranzgebeten in der Spitalkirche. Einer der absoluten Höhepunkte sicherlich: Das Konzert der Regensburger Domspatzen in der Stadtpfarrkirche am 13. Juli 2018.

Nicht ganz so umfangreich, aber gleichermaßen informativ gestalteten sich die Berichte von Helmut Riedmeier für den Kolpinghaus e.V., welcher wieder auf guten Weg gebracht worden sei, und Reinhard Lesinski für die Kolpingmusik. Letztere weist einen Mitgliederstand zum Jahresende 2017 von 57 Mitgliedern aus. 33 Spielaufträge hat man letztes Jahr wahrgenommen, vier Auftritte sind es beim Jugendorchester gewesen. Das Jahr 2018 ist auch im Übrigen reich an Höhepunkten gewesen, mit großangelegtem Musikseminar, Frühjahrskonzert und vielen Prüfungsauszeichnungen für Musikschülerinnen und -schüler. Jugendarbeit werde, so Lesinski, weiterhin großgeschrieben – das 45-köpfige Jugendorchester gibt davon Zeugnis.

Schnell erledigt waren im Folgenden der Kassenbericht und der dazugehörende Prüfbericht.

Die engagierte Mitarbeit ihrer Mitstreiter im Vereinsvorstand war Gabriele Dahlmann abschließend nochmals Anlass zum Danke sagen und bildete die Überleitung zu den Neuwahlen, die Präses Zinecker leitete. Er zeigte sich nach deren Durchführung sehr erfreut, dass alle Wahlvorschläge einhellig angenommen wurden und die bisherige Vorstandschaft praktisch in der neuen aufgeht:
Erste Vorsitzende ist weiterhin Gabriele Dahlmann, Schriftführerin Elke Lesinski und Kassier Hajo Maier. Weiter im Vorstand: Als Beisitzer Elfriede Kerschberger, Claudia Strasser, Ben Kerschberger, Andreas Förster und Helmut Hausner; Kassenprüfer: Manfred Pankow und Cornelia Roider; Vertreter Kolpingmusik: Reinhard Lesinski; Vertreter Kolpinghaus e. V.: Helmut Riedmeier; Vertreter Kolpingbildungswerk Franz Speckner; Fahnenträger Reinhard Vogl.

Der Stadtpfarrer und Präses gratulierte den (Wieder-)Gewählten und dankte für die Bereitschaft zur Mitarbeit im Geiste Adolph Kolpings. Nach all dem Formalen der Tagesordnung lenkte Zinecker mit seinem abschließenden Grußwort noch den Blick auf die gerade begonnene Fastenzeit und gab den Kolpingtreuen noch eine „Wegzehrung“ in Form von Gedanken des Würzburger Theologen Paul Weismantel mit auf den Heimweg: Nicht auf Äußerlichkeiten und Nebensächliches komme es in der Fastenzeit oder österlichen Bußzeit an; die Aufforderungen Jesu zum Fasten, Beten und Almosen geben wollen vielmehr von innen heraus verwandeln und läutern, damit wir als lautere und aufrechte Menschen leben. Der Schlusspunkt der harmonischen Jahreshauptversammlung war damit gesetzt.

Im Bild (v. l. n. r.): Ben Kerschberger, Elke Lesinski, Claudia Strasser, Stadtpfarrer Dieter Zinecker, Gabriele Dahlmann, Andreas Förster, Elfriede Kerschberger, Kaplan Martin Popp, Reinhard Vogl, Reinhard Lesinski, Helmut Hausner, Hajo Maier u. Helmut Riedmeier;

Die Kolpingsfamilie lädt herzlich zum Kinderfasching am Faschingssonntag, den 3. März um 14:00 Uhr ins Kolpinghaus ein.

Alles rund um den Kaffee erfuhren die Mitglieder der Kolpingsfamilie Cham, als sie vor einigen Tagen die Kaffeerösterei Chamer Land besuchten.

Jürgen Wittmann begann seinen Einblick in das beliebte Getränk mit dem Ursprung – den Bohnen. Dass Kaffee nicht gleich Kaffee ist, stellte die wissbegierige Gruppe ganz schnell fest. Bis endlich die wohlriechende und belebende Flüssigkeit in die Tasse kommt, hat die kleine, kirschgroße Kaffeebohne eine Menge hinter sich und viele Handgriffe sind erforderlich, um das richtige Aroma heraus zu kitzeln. Es war spannend den Röstungsvorgang zu beobachten und dann die verschiedenen Zubereitungsarten zu sehen – es gibt viel mehr als nur Filter, Kaffeepulver und heißes Wasser. Das sind zwar die Grundzutaten, aber auf das „Wie“ kommt es an. Das konnten die Anwesenden dann auch testen. Jeder hat so seine Vorlieben, aber alle waren sich einig, ein guter Kaffee ist seinen Preis und Zeit für die Zubereitung wert. Und wer keinen Kaffee mag, wie wäre es mal mit einem Tee auf Kaffeeblüten?

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Interessiertes Zuhören und Zuschauen bei der interessanten Führung in die Welt des Kaffee mit Jürgen Wittmann

Es ist ein ehrenwerter Brauch, am Heiligen Abend die Gräber von verstorbenen Angehörigen und Freunden zu besuchen, ein Licht für sie zu entzünden und ihrer im Gebet zu gedenken. Wenn dann kurz nach Einbruch der Dunkelheit die Kolpingsmusik die traditionellen Weihnachtslieder und Choräle erklingen lässt, versammeln sich besonders viele Menschen auf dem Chamer Friedhof – und lassen sich mitnehmen in der Erwartung und Freude auf die Geburt Christi. So waren auch heuer sehr viele unterwegs und durften sich auch an dem warmen Lichtermeer Hunderter Kerzen erfreuen.

Am Ende der halbstündigen Darbietung bedankte sich Stadtpfarrer Dieter Zinecker für die Bereitschaft und das Engagement der Musiker, das den Friedhofsbesuchern Jahr für Jahr eine große Weihnachtsfreude bereitet, und wünschte allen Anwesenden frohe und gesegnete Weihnachten.

Am Mittwoch Abend besuchte der heilige Nikolaus (Andreas Förster, Reinhard Lesinski und Kaplan Martin Popp) die Kinder und brachte ihnen ein paar Geschenke mit. Auch im zweiten Jahr nach der Pause, wurde der Besuchsdienst wieder gerne angenommen.

Im Bild die 3 Nikoläuse

Vergangenen Montag besuchten viele Kolpings Mitglieder das Fahrradmuseum in Arnschwang. Der Vorsitzende des Museums Hans Hruschka empfing die Kolpingsfamilie und ließ es sich nicht nehmen, sie durch die interessante Ausstellung zu führen. Das Museum beschäftigt sich mit der Geschichte und Kultur des Fahrrads. Viele Exponate sind sehr alt, einige gibt es auch nur in Arnschwang zu sehen. Das Hochrad wurde bestaunt und die Frage gestellt, wie mit so einem Gerät gefahren werden konnte. „Wie kommt man denn da überhaupt hoch“ fragte ein Besucher und Hruschka erklärte es sehr anschaulich, danach war jedem klar, dieses Fahrrad konnte keine Zukunft haben. Die Fahrräder der 50er Jahre kannten noch viele, oder waren damals damit unterwegs.

Im kleinen, gemütlichen Café zeigte der Schwiegersohn von Hruschka einen modernen Fahrradreifen eines Radsportlers. Dieser Reifen besteht ganz aus Karbon und ist federleicht. Nach der Führung trafen sich alle zum gemütlichen Teil. Hruschka setzte sich zu der Kolpingsfamilie und erzählte Lustiges aus dem „Nähkästchen“ des Museums. Zum Abschluss spendierte er noch eine Runde Hochprozentigen. Der Besuch endete erst gegen 21 Uhr und hat allen sehr viel Spaß gemacht.

Die Kolpingsfamilie (es sind nicht alle Teilnehmer auf dem Bild) im Fahrradmuseum Arnschwang