„Freut euch im Herrn, heute ist uns der Heiland geboren. Heute ist der wahre Friede vom Himmel herabgestiegen“: Der Eröffnungsvers der Liturgie der Heiligen Nacht fasst in feierliche, inhaltsschwere Worte, was in der Christmette in St. Jakob am Heiligen Abend begangen wurde. Vorbei war damit die Zeit des Wartens und der adventlichen Vorbereitung. Weihnachtliche Feststimmung in der vollbesetzten Kirche machte sich breit; das Festgeläut aller Kirchenglocken tat ein Übriges.

In festlicher Reihe zogen Pfarrer Dieter Zinecker, Kaplan Martin Popp und Gemeindereferentin Michaela Maier mit zahlreichen Ministranten zur nächtlichen Messe in die Pfarrkirche ein. Der Stadtpfarrer betonte schon in seinen Begrüßungsworten die einzigartige Bedeutung dieser Nacht, die Gottes Ankunft auf Erden hervorgebracht habe. Das vor 201 Jahren entstandene Lied und seine Beschreibung der „Stillen Nacht, Heiligen Nacht“ gebe Zeugnis davon, besonders im Originaltext der 4. Strophe, „… wo sich heut alle Macht Väterlicher Liebe ergoss und Jesus umschloss die Völker der Welt“.

Hatte zunächst nur schwaches Licht den Kirchenraum beherrscht, so durften zum Gloria die beiden Christbäume und das Kind in der Krippe, ausgebreitet vor dem Volksaltar, ihren Lichterglanz verbreiten. Das Weihnachtsevangelium nach Lukas mit der Frohbotschaft des Engels des Herrn trug Kaplan Popp gesanglich vor.

Dass Weihnachten mit seinem Lichterglanz nicht alle Dunkelheiten und manches Unheil in der Welt ausblenden könne, machte Pfarrer Zinecker in seiner Festpredigt anhand einiger, unerwarteter Botschaften von Papst Franziskus zur Advents- und Weihnachtszeit (z.B. an die Kurie) deutlich. Von der „jährlichen Therapie an Weihnachten“ werde da gesprochen, die mit schrecklichen Wirklichkeiten, wie Krieg, Flucht oder Vertreibung konfrontiere. Und dann die „Therapie“ des Weihnachtsfestes mit der Geburt des Kindes, das – trotz fehlendem Zuhause behütet durch Stall, Krippe und Eltern -, einen grundlegenden Einschnitt in die Welt und Glaubensgeschichte darstelle; nachzuempfinden bei Jesaja und beim Evangelisten Lukas. Pfarrer Zinecker brachte es auf den Punkt: „Die jährliche Therapie an Weihnachten: Ich bin geliebt, mir ist das Licht der Liebe Gottes geschenkt, es gibt für mich eine neue Weltordnung: Dass wir dem Beispiel Christi folgen, füreinander da sind. Wir sind ein weihnachtliches Christentum: Gott wurde Mensch und verleiht jeder Person Würde und Freiheit, und er ruft auf zur Liebe – allen Menschen gegenüber … Gott fängt mit uns neu an, er will uns zeigen, dass es Heil gibt: Heute ist euch in der Stadt Davids der Retter geboren …“.

Nach der Predigt wurde Eucharistie gefeiert. Musikalische Akzente setzte hier wie zuvor in Kyrie und Gloria in beeindruckender Weise der Kirchenchor unter Leitung von Eva Berzl. Colin Mawbys Pastoralmesse in D für Chor, Streicher. Querflöte und Orgel konnte so den ihr eigenen Klangzauber entfalten. Wenn schließlich die Lichter, ausgenommen die der Christbäume, ausgehen, freuen sich alle Gläubigen, einzustimmen in das „Stille Nacht, Heilige Nacht“.

Pfarrer Zinecker war es schließlich eine besondere Freude, allen Mitfeiernden Gottes Segen zuzusprechen und, zusammen mit Kaplan und Gemeindereferentin, jedem Einzelnen persönlich frohe Weihnachten zu wünschen. Ein herzliches Dankeschön richtete er an die liturgischen Dienste, den Kirchenchor samt Instrumentalisten, die Ministranten und Mesner Cornelius Lang.

Im Bild: St. Jakob feiert Weihnachten, am Altar: Pfarrer, Kaplan und Gemeindereferentin

Es ist ein ehrenwerter Brauch, am Heiligen Abend die Gräber von verstorbenen Angehörigen und Freunden zu besuchen, ein Licht für sie zu entzünden und ihrer im Gebet zu gedenken. Wenn dann kurz nach Einbruch der Dunkelheit die Kolpingsmusik die traditionellen Weihnachtslieder und Choräle erklingen lässt, versammeln sich besonders viele Menschen auf dem Chamer Friedhof – und lassen sich mitnehmen in der Erwartung und Freude auf die Geburt Christi. So waren auch heuer sehr viele unterwegs und durften sich auch an dem warmen Lichtermeer Hunderter Kerzen erfreuen.

Am Ende der halbstündigen Darbietung bedankte sich Stadtpfarrer Dieter Zinecker für die Bereitschaft und das Engagement der Musiker, das den Friedhofsbesuchern Jahr für Jahr eine große Weihnachtsfreude bereitet, und wünschte allen Anwesenden frohe und gesegnete Weihnachten.

„Wer glaubt, ist nie allein!“: Das wohlbekannte Kirchenlied hallte am Sonntagvormittag weithin über den Chamer Marktplatz. Die dort anlässlich des Stadtfestes errichtete Bühne war kurzerhand zum Altarraum umfunktioniert worden und von dort feierte Stadtpfarrer Dieter Zinecker, begleitet von Pater Raja (zu Gast aus Viechtach), Gemeindereferentin Michaela Maier und einigen Ministranten den Sonntagsgottesdienst (im Bild). Er konnte dazu, „in der Kathedrale Gottes, unter freiem Himmel“ viele Gläubige begrüßen, die sich im weiten Rund bei strahlendem Sonnenschein versammelt hatten und das besondere Umfeld genossen.

In seiner Predigt „übersetzte“ der Stadtpfarrer das Evangelium vom Reich Gottes, dem Gleichnis vom Senfkorn und der selbstwachsenden Saat, deren Sämann Jesus Christus selbst ist, schwungvoll in die Gegenwart. Nicht ein vorschnell gefasstes Urteil „So ein kleines Samenkorn, da wird nichts draus“ sei daraus zu fürchten. Mit Worten „wie Urgestein“: Säen, wachsen, reifen, Reich Gottes – werde vielmehr eine wohltuende Atmosphäre der Gelassenheit vermittelt. Wie der Bauer den Samen säe und nach einer Zeit des Wartens ohne weiteres Zutun das reife Korn ernten könne, so könne auch der heutige Mensch nach dem „Säen“ damit rechnen, dass etwas Gutes komme. „Denn ich bin überzeugt: Gott ist am Werk: Gott wirkt etwas, was ich selbst nicht bewirken kann. Wie das aussieht, findet sich in Worten eines unbekannten Autors: „Das Reich Gottes ist angebrochen, wenn meine Fäuste sich öffnen und meine Hände zu schenken beginnen, wenn meine lahmen Füße Wege der Liebe wagen und zum Nächsten eilen, wenn meine blinden Augen im Gesicht der anderen Brüder oder Schwestern erkennen, wenn meine tauben Ohren selbst den stummen Schrei der Hilfesuchenden hören“. – So wächst das Reich Gottes heran. Da: Samenkörner – ausgestreut in unsere Welt … Gott streut sie aus in unsere Herzen. Damit – wenn die Zeit reif ist – Gutes, Lebendiges, das Leben Förderndes heranreift.“

Nach der Predigt wurde Eucharistie gefeiert. Mit neuen geistlichen Liedern bereicherte der Jugendchor der Pfarrei den stimmungsvollen Gottesdienst. Am Ende freute sich Pfarrer Zinecker über die gelungene Feier des Sonntags „im Angesicht des Hl. Jakobus“ (sichtbar im Wandbild am Ostchor der Stadtpfarrkirche) und richtete ein herzliches Dankeschön an alle Mitwirkenden und alle Mitfeiernden. Der reiche Applaus bewies: Die Saat war aufgegangen zu dieser Stunde ….

Sobald ihre Musik – stimmlich und instrumental – den Kirchenraum mächtig erfüllt, kommt Vieles in Schwingung: Es entfaltet sich die ganze Strahlkraft und Dynamik von Neuem Geistlichen Liedgut, und umgehend spürbar wird die Freude bei den Zuhörern, daran teilzuhaben. Lebhaft und lebendig, wie ihr Name schon nahelegt, präsentierte sich die seit mehr als zwei Jahrzehnten wohlbekannte Musikgruppe VIVACE unter ihrem Leiter, Thomas A. Gruber aus Rimbach, auch diesmal beim Sonntags-Vorabendgottesdienst in Cham St. Jakob.

Mehr oder minder regelmäßig sind sie hier zu Gast – und begeistern die Gläubigen mit ihrem reichhaltigen und harmonisch aufeinander abgestimmten Repertoire immer wieder aufs Neue. Auch Zelebrant Stadtpfarrer Dieter Zinecker (s. Bild) freute sich sehr über die musikalische Bereicherung des Gottesdienstes und sagte dem 18-köpfigen Ensemble am Ende ein herzliches Vergelts Gott, verbunden mit dem Wunsch auf ein baldiges Wiedersehen und -hören. Mit großem Applaus wurde VIVACE schließlich verabschiedet.

Kaum war die Dämmerung hereingebrochen über den Karsamstag, strahlte verheißungsvolles Licht vor den Stufen zur St. Jakobskirche: Entfacht wurde dort das Osterfeuer, von Stadtpfarrer Dieter Zinecker gesegnet und die Osterkerze daran entzündet. „Christus ist glorreich auferstanden vom Tod. Sein Licht vertreibe das Dunkel der Herzen!“ kündete es feierlich. Damit war – nach 40-tägiger Fastenzeit – das große Ziel erreicht: Ostern durfte voller Freude in der Osternacht begangen werden – und gerade noch fassen konnte das Gotteshaus die vielen Gläubigen, die sich versammelt hatten, um in stimmungsvoller Atmosphäre das Ereignis in Lichtfeier, Wortgottesdienst, Taufe und Eucharistie mitzuerleben.

„Lumen Christi“ sang der Stadtpfarrer in dreifacher Folge zum Einzug durch das Dunkel der Kirche und geleitete die Osterkerze zum Altar, deren Licht durch die Ministrantenschar allen Mitfeiernden weitergereicht wurde. Gemeindereferentin Michaela Maier ließ das Osterlob warm erklingen, das in seinen Versen das Ostergeheimnis auf wunderbare Weise preist: „O wahrhaft selige Nacht, die Himmel und Erde versöhnt, die Gott und Menschen verbindet“. Der Wortgottesdienst schloss sich an, mit den alttestamentarischen Lesungen, den Antwortpsalmen von Kantorin Eva Berzl, dem Osterhalleluja unter festlichem Geläut aller Kirchenglocken, und dem Markus-Evangelium: „… Ihr sucht Jesus von Nazaret, den Gekreuzigten. Er ist auferstanden (…)“.

In seiner Festpredigt spannte Pfarrer Zinecker einen Bogen, ausgehend von dem alle Zeit und Raum überdauernden Ostergeschehen hin zum Denken und Handeln des modernen Menschen. Das Neuzeitliche machte er fest am „Welttag der Datensicherung“, dem world backup day, der seit 2011 am 31.03. jeden Jahres begangen werde und dazu mahne, alle wichtigen persönlichen Daten der Vergangenheit und Gegenwart digital abzusichern für alle Zeit. Einen solchen Sicherungsvorgang für den persönlichen Glauben beinhalte auch das Geschehen der Osternacht: „In beeindruckenden gottesdienstlichen Zeichen halten wir uns vor Augen, was „Glaube“ bedeutet, welche Geschichte er hat.“ Das gehe gemäß den biblischen Lesungen zurück bis zum Ursprung, als Gott die Welt schuf, und bis zum damaligen bahnbrechenden Ereignis: Der Auferstehung Jesu von den Toten als erster aller Menschen. Es setze sich fort in unser Heute und Morgen. „Seitdem glauben, hoffen, bangen wir: Auch wir werden auferstehen (…). Backup Osternacht: Glaube, Hoffnung und Liebe zählen, bleiben, haben Gewicht – auf der Welt und über die Welt hinaus. Ich überlege, was brauche ich in Zukunft, was darf nicht verloren gehen. (…) So vieles sagt mir die Osternacht: Gott handelt und wirkt in diese Welt und in meinem Leben. Er öffnet mir einen Horizont, den ich mir noch nicht vorstellen kann. In Christus hat das Wort Heil und Erlösung eine neue Qualität bekommen: Wir sind nicht mehr für den Tod bestimmt, sondern für das Leben; nicht mehr für das Grab in der Erde, sondern für den Himmel. Wer diese Nacht kennt, hat das Wesen des Christentums begriffen“.

Nach der Predigt durfte sich die Pfarrgemeinde über die Taufe von Lotte Andrea Groitl freuen und erneuerte das eigene Taufversprechen. Österliche Feststimmung kam auch im kräftigen Gesang, begleitet von Eva Berzl an der Orgel, immer wieder zum Ausdruck: „Der Heiland erstand. Der Heiland erstand!“. In der Eucharistie wurde schließlich zum Festmahl des auferstandenen Herrn geladen, bevor der Ostersegen und die Segnung der Osterspeisen die nächtliche Feier beschlossen.

Am Ende richtete Pfarrer Zinecker ein herzliches Vergelts Gott an alle Beteiligten und ein „Frohes Ostern“, im Namen auch von Kaplan, Diakon und Gemeindereferentin, an alle Gottesdienstbesucher, bekräftigt noch durch einen persönlichen Ostergruß an den Kirchenportalen, der gerne erwidert wurde.

Im Bild
– Am Osterfeuer wurde die Osterkerze entzündet
– Feier der Auferstehung im Lichtschein
– „Frohe Ostern!“ wünschte der Pfarrer den Gläubigen am Kirchenportal
– Neues christliches Leben für Lotte Andrea Groitl

Jährlich am 22. November wird der Namenstag der Heiligen Cäcilia von Rom, der Patronin der Kirchenmusik, begangen: Ein guter Anlass für den Cäcilienchor von Cham St. Jakob, sich am folgenden Samstag zu einer abendlichen Feier zusammenzufinden und das gesellige Miteinander zu pflegen.

Zuvor allerdings stand die eigentliche Domäne, das gemeinsame Singen, im Blickpunkt:
Der Chor unter Leitung von Eva Berzl umrahmte die Vorabendmesse in St. Jakob mit der Missa brevis in F von Valentin Rathgeber und verlieh dem an diesem Sonntag gefeierten Hochfest Christkönig noch zusätzlich ein festliches Gepräge. Während der Kommunionfeier brachten die Sängerinnen und Sänger auch eine Vertonung des Psalms 100 von Carl Stern zu Gehör. Lebhaft und majestätisch klang es da: „Jauchzet dem Herrn alle Welt. Dient dem Herrn mit Freuden …“ Zum Gloria und zum Glaubensbekenntnis konnten dann auch die vielen Gläubigen miteinstimmen.

Stadtpfarrer Dieter Zinecker als Hauptzelebrant des Gottesdienstes richtete am Ende herzliche Worte des Dankes „an die Empore“ und sagte den Mitwirkenden ein herzliches Vergelts Gott für ihren wertvollen Dienst und ihre Einsatzbereitschaft das ganze Jahr über.

Im Bild: Die Sängerinnen und Sänger des Cäcilienchores mit Eva Berzl an der Orgel

Der spontane Beifallssturm der zahlreich versammelten Gläubigen am Ende der sonntäglichen Vorabendmesse in Cham St. Jakob sprach für sich – und kam nicht von ungefähr. Denn wo feierliche Liturgie und begleitende Kirchenmusik, wenn auch aus unterschiedlichen Epochen, so große Wirkung und Strahlkraft erzielen, macht sich fast zwangsläufig Festtagsstimmung breit.

Sie boten wahrlich eine feine Leistung: Die Chöre, die anlässlich des Kirchenchortages des Dekanats Cham am vergangenen Samstag den Gottesdienst in der Stadtpfarrkirche musikalisch mitgestalteten (St. Josef Cham, Mariä Himmelfahrt Furth i. Wald, Chammünster, Wilting, Windischbergerdorf, Sattelpeilnstein, Rötz und der gastgebende Cäcilienverein St. Jakob Cham), begleitet von einem ausgesuchten Orchester aus Streichern, Flöte, Posaune und Oboen (im Bild). Unter der Leitung von Regionalkantor Wolfgang Kraus sangen und spielten sie – mit hör- und erlebbarer Intensität und Leidenschaft – Max Filkes „Missa in G in honorem Sancti Caroli Borromaei“, und fanden damit große Resonanz beim Kirchenvolk.

Zu Recht freute sich daher der Zelebrant, Stadtpfarrer Dieter Zinecker, über das gelungene Zusammenwirken. Wenn der Sonntag als Tag des Herrn und die Eucharistie gefeiert und musikalisch so umrahmt werde, komme die Formulierung vom Eingangslied auf beste Art und Weise zur Entfaltung: „… da berühren sich Himmel und Erde …“.

In seiner Predigt spannte der Geistliche einen imaginären Bogen von der rein kalendarischen Zeitumstellung an diesem Sonntag, über die radikale Zeitumstellung durch die Reformation Martin Luthers, bis hin zu einer ebenso „radikalen, alle Konfessionen ergreifenden Zeitumstellung: Die Reformation der Liebe“, so wie Jesus sie im Tagesevangelium nach Matthäus den Menschen zumute, als Gottes-, Nächsten- und Selbstliebe. Dabei handele es sich nicht um ein Nebeneinander von Forderungen, Gott, den Mitmensch und sich selbst zu lieben. Vielmehr bedinge das eine das andere: „Diesen Gott kann ich nur lieben, wenn ich (gleichzeitig) den Menschen anschaue, Gottes Geschöpf, Gottes Ebenbild … Darum, liebe Mitchristen, müssen wir als reformierte Menschen aus jedem Gottesdienst, aus jedem Gebet hervorgehen: Als Menschen, die ihr Herz öffnen – für den, der ein offenes Ohr sucht, der auf dein Lächeln hofft, der die bettelnd entgegen kommt, der auf deine Hilfe angewiesen ist. Öffne dein Herz – für die Menschen – für Gott. Stell die Zeit um: Vom Gegeneinander, vom Nebeneinander zum Füreinander – mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele, mit all deiner Kraft.“

Nach der Predigt wurde die Eucharistie gefeiert. Im Sanctus und im Agnus Dei konnten dabei nochmals die vereinten Chöre ihr Können beweisen. Zum Schlussgesang der „Rosenkranzkönigin“ waren schließlich alle Mitfeiernden eingeladen.

Mit einem herzlichen Dankeschön von Seiten des Stadtpfarrers für die eindrucksvolle Gestaltung und Gemeinschaftsleistung der Chöre und Instrumentalisten endete der stimmgewaltige und stimmungsvolle Gottesdienst.

Patrozinium, Pfarrfest und das Silberne Priesterjubiläum von Pfarrer Dieter Zinecker sorgten am Sonntag für Hochstimmung in der Pfarrei St. Jakob. Viele Pfarrangehörige und zahlreiche Gäste aus Nah und Fern hatten sich zu den Feierlichkeiten eingefunden und waren sichtlich angetan von dem Dargebotenen.

So konnte sich der Stadtpfarrer schon in seinen Begrüßungsworten über ein volles Gotteshaus freuen, die Anwesenheit der Mitzelebranten, Pfarrer i. R. Benedikt Rucker, Kaplan Alexander Dyadychenko, Neupriester Stefan Hackenspiel, Diakon Alfred Dobler, Gemeindereferentin Michaela Maier und zahlreicher Ministranten tat ein Übriges. „Die Gemeinschaft der Gläubigen, das ist unser Reichtum“ stellte er fest. Mit dem Hl. Jakobus als Patron des Aufbruchs und des Vorangehens wisse man sich gemeinsam in guter Obhut.

In seiner Predigt erzählte Zinecker von einem diesjährigen Aufenthalt in Israel, zusammen mit Kollegen seiner Priesterweihe. Eine besondere Stätte bereits seiner Studentenzeit vor 30 Jahren habe es ihm besonders angetan, auch um dort Messfeier zu halten: Tabgha am See Genesareth, „ein kleines Paradies“. Dort habe er damals die Gemeinschaft mit Gleichgesinnten genossen, die sich, ohne Ansehen ihrer israelischen oder palästinensischen Herkunft, um Behinderte gekümmert hätten; dort habe er das Evangelium vor Augen gehabt, das an diesem Ort lokalisiert werde: Jesus gibt den Menschen gute Worte, mehr noch: Er lehrt sie und gibt ihnen ein neues Denken, er erfüllt Seele, Geist – und mit 5 Broten und 2 Fischen auch die leiblichen Bedürfnisse. Tabgha als eine Kraftquelle, „ein Ort, an dem die Eucharistie zuhause ist“ – Eucharistie in einem weiten Sinn: „Freiheit, kein Zwang, Weite, Zuwendung zu den anderen, den Hilfsbedürftigen, ein Berührungspunkt mit Gott. – All das gehört zu Eucharistie in jeder Feier der Gegenwart Gottes in unserem Leben. Und das brauchen wir, ich – Sie, Groß Und Klein: Ich brauche eine Zeit, einen Ort, eine Idee, wo ich mich ausrichten kann, wo ich menschliche und geistliche Heimat spüre …“.

Nach der Predigt wurde Eucharistie gefeiert, zusammen mit den Besuchern der Kinderkirche. Für den Priesterjubilar hatten Gemeindereferentin Michaela Maier und Kirchenpflegerin Martina Altmann noch vor dem Schlusssegen überraschende Momente parat: Eine Reihe von Kommunionkindern gratulierte anhand heiterer Verse zu 25 Jahren priesterlichen Wirkens, Maier und Altmann überreichten mit herzlichen Worten des Dankes das Geschenk der Pfarrei, ein Priestergewand. Am Ende des feierlichen Gottesdienstes vereinten sich alle Stimmen zum Tedeum, nachdem zuvor der Kirchenchor unter Leitung von Eva Berzl musikalische Akzente gesetzt hatte.

Dass sich die Chamer Pfarrei auch auf das weltliche Feiern gut versteht, stellte sie beim anschließenden Pfarrfest unter Beweis. Schnell füllten sich die Plätze auf dem Freigelände beim Hotel am Regenbogen (Kolpinghaus), und die heitere Besucherschar fand sich zur angeregten Unterhaltung zusammen. Pfarrer Zinecker konnte sich vieler weiterer Gratulanten, Glückwünsche und Geschenke erfreuen. Für das leibliche Wohl war rundum gesorgt. Die Einsatzkräfte an Essensausgabe, Grill und Zapfhahn waren hilfreich zur Stelle, ebenso die Bedienungen und Küchenhelferinnen. Auch alle Kaffee- und Kuchenliebhaber kamen dank vieler Kuchenspenden auf ihre Kosten. Die musikalische Umrahmung lag in den Händen von Engelbert Eckert. Ein Lied steuerten auch die Mitglieder verschiedener Gremien der Pfarrei bei und sangen ihrem Pfarrer ein auf ihn gemünztes „Wer glaubt, ist nie allein …“. Eine Laudatio für den Silberjubilar in Gedichtform trug Martina Altmann vor und Christoph Zistler bedankte sich für die Expositur für das harmonische Zusammenwirken.

Am Spätnachmittag klang das Fest, ein großes Gemeinschaftserlebnis für alle Beteiligten, langsam aus.

Im Bild: Impressionen von Patrozinium, Pfarrfest und Priesterjubiläum

Am vergangenen Sonntag war es endlich soweit: Stefan Hackenspiel feierte seine Primiz in seiner Heimatgemeinde Cham St Jakob.

Den feierlichen Gottesdienst und das daran anschließende Fest ließen sich viele Besucher nicht entgehen. Für viele Gläubige war sicherlich der Einzelprimizsegen am Nachmittag im Rahmen der Dankandacht ein weiterer Höhepunkt.

Des Einzugs Jesu Christi in Jerusalem gedachten heuer am Palmsonntag, dem Beginn der Heiligen Woche, besonders viele Pfarrangehörige in St. Jakob Cham. Sie hatten sich bei strahlender Morgensonne im Innenhof der Gerhardinger Realschule versammelt, wo sie von Stadtpfarrer Dieter Zinecker zu einer feierlichen Statio, gesanglich begleitet vom Kirchenchor, begrüßt wurden. Der Geistliche segnete die Palmzweige – Symbol des Lebens und des Sieges – und die Palmbuschen der Gläubigen, durch sein Weihegebet und das Besprengen mit Weihwasser, und verkündete das Matthäus-Evangelium: „…Hosanna dem Sohn Davids! Gesegnet sei er, der kommt im Namen des Herrn…“.

Gleich im Anschluss reihten sich alle ein in den langen Zug der Palmprozession zur Stadtpfarrkirche, angeführt von Ministranten mit dem festlich geschmückten Prozessionskreuz, den Kindern mit Gemeindereferentin Michaela Maier und dem Stadtpfarrer. Unterwegs wurden wiederholt mächtige und freudvolle Liedrufe angestimmt: „Christus Sieger, Christus König, Christus Herr in Ewigkeit…“.

In der Pfarrkirche stand schließlich die szenisch aufbereitete Verkündung der Leidensgeschichte durch einige Kommunionkinder und die Feier der Eucharistie im Mittelpunkt. Zum gemeinsamen Gebet des Vaterunsers stießen auch die Besucher der Kinderkirche vom Pfarrheim zu den versammelten Gläubigen hinzu, so dass eine schöne Gemeinschaft aller Generationen vereint war. „“Christus Sieger, Christus König“ haben wir heute gefeiert“ freute sich Stadtpfarrer Zinecker in den Schlussworten und dankte ganz herzlich allen Beteiligten für ihr Mitfeiern. Mit seinem Segen endete der feierliche Palmsonntags-Gottesdienst.

Im Bild: Die Palmweihe unter freiem Himmel / der mächtige Zug der Palmprozession / szenische Darstellung der Passion in der Stadtpfarrkirche