Am 1. September hat Pfarrer Walter Hellauer seinen Dienst in unserer Pfarrei begonnen – und seitdem schon erste wichtige Kontakte in seiner neuen Gemeinde geknüpft. Am vergangenen Samstagabend wurde er nunmehr auch offiziell begrüßt und durfte sich zur Feier der Abendmesse (auch per Live-Stream übertragen) über eine unter Corona-Bedingungen voll besetzte Kirche freuen. Auch Hellauers Eltern, Chams Bürgermeister Martin Stoiber. Alt-Bürgermeister Leo Hackenspiel und Kaplan Stefan Hackenspiel, auf kurzem Weg aus Viechtach angereist, waren unter den Gottesdienstbesuchern.

Die Jakobskirche sei ihm in der vergangenen Woche „schon ein bisschen zur Heimat geworden“, betonte der Pfarrer in seinen einführenden Worten, nicht zuletzt „dank zweier Frauen“: Dank der seligen Alruna, figürlich dargestellt am Herz-Jesu-Altar der Pfarrkirche und bestattet im Kloster Niederaltaich, wo er, Hellauer, als Klosterschüler Erstkommunion und Firmung empfangen habe; und dank der heiligen Mutter Anna (bildlich und figürlich dargestellt), der er als „Wallfahrtspfarrer“ auf dem St. Annaberg zu Sulzbach-Rosenberg von 2001 bis August 2021 natürlich sehr verbunden sei.

In seiner Predigt nahm der Geistliche das Tages-Evangelium und dessen wichtigste Frage, wer dieser Jesus eigentlich sei, näher in den Blick. Dass in der Hl. Schrift Simon Petrus von Jesus scharf zurechtgewiesen werde – damit weise Jesus seine Jünger damals und die Menschen heute auf eine wichtige Erfahrung hin: „Wer Jesus nachfolgt, bricht zu keinem Sonntagsspaziergang auf; es geht vielmehr um Selbstverleugnung und Kreuzesnachfolge (…) Wir hören Gottes Wort Sonntag für Sonntag und nehmen uns vor, Gott zur Richtschnur unseres Lebens zu machen. Aber wie sieht es damit in unserem Alltag aus?“ Der Stadtpfarrer wusste seine Schlüsse zu ziehen: Wer mit Gott rechne, habe eine andere Perspektive, im irdischen Leben und auch darüber hinaus. Er habe zudem ein Auge auf seinen Nächsten, seinen Mitmenschen. „Gott will in all unseren Sorgen und Nöten da sein, er will uns aufrichten, wenn wir am Boden liegen (…) Unser Alltag ist der Ort der Fürsorge Gottes, deshalb ist unser Glaube mehr als alltagstauglich.“

Nach der Eucharistiefeier, noch vor dem Schlusssegen, richtete Dr. Richard Straube aus den Reihen des Pfarrgemeinderat-Sprechergremiums herzliche Willkommensgrüße an den neuen Stadtpfarrer und lud zur gedeihlichen Zusammenarbeit und einem guten Miteinander ein. In nicht einfachen Zeiten für die Institution „Kirche“ wolle man zusammenstehen und gemeinsam den Glauben leben. Ein bunter Blumenstrauß und ein Schlüsselanhänger in Form einer Jakobsmuschel unterstrichen die Ausführungen. Auch Bürgermeister Martin Stoiber nahm die gebotene Gelegenheit wahr, Pfarrer Hellauer „in unserer schönen Stadt Cham“ herzlich zu begrüßen und ein gutes Nachbarschaftsverhältnis zwischen Kirche und Rathaus anzubieten. Stoiber wies auch auf seine persönliche Zugehörigkeit zur Expositur Vilzing St. Laurentius hin und hoffte auch von da her auf gute Verbindungen. Mitgebracht hatte der Rathauschef neben einem Schreibtischset eine Tasse mit Chamer Motiv, die den Stadtpfarrer schon beim Frühstück an seinen Wirkungsort erinnern solle.

Der Geistliche nahm alle Willkommensgrüße dankend an und freute sich im Anschluss an die Gottesdienstfeier, beim Stehempfang im Innenhof des Pfarrhauses mit seiner neuen Pfarrgemeinde auf nähere Tuchfühlung gehen zu können. Hiervon wurde dann auch reger Gebrauch gemacht und der Stadtpfarrer fand sich in den vielen (Steh)-Tischrunden wieder. Erst der später einsetzende Regen beendete das abendliche Zusammensein.

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