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„O du fröhliche, …“: Das hymnenartige, „welten-bewegende“ Weihnachtslied (entstanden noch vor dem 200 Jahre alten „Stille Nacht“) ist am Dreikönigstag, dem „Hochfest der Erscheinung des Herrn“, in der Pfarrkirche von St. Jakob noch einmal freudig gesungen worden, dem neugeborenen Kind in

der Krippe zu Ehren. Zu Beginn des Gottesdienstes segnete Stadtpfarrer Dieter Zinecker die Dreikönigsgaben – Wasser, Weihrauch und Kreide – und schloss auch alle Gläubigen in den Segen mit ein. In Kyrie und Gloria verbreitete der Kirchenchor mit Eva Berzl dann einmal mehr weihnachtliche Feststimmung: Mit der St.-Agnes-Messe von Josef Gruber, und während der Kommunion mit dem Transeamus usque Bethlehem von Josef Schnabel.

In seiner Predigt nahm Pfarrer Zinecker das Matthäus-Evangelium mit dem Kommen der Sterndeuter aus dem Osten nach Jerusalem besonders in den Blick. Einen Stern deuten, die Zeichen der Zeit erkennen, sich von einer Sehnsucht leiten lassen und einer Vision trauen, die dem Leben Sinn und Richtung gibt – das könne die Aufgabe jedes Einzelnen auch heute sein. Eine vielsagende Empfehlung (aus der Feder von Leonardo da Vinci) legte der Geistliche den Gläubigen ans Herz: „Binde deinen Karren an einen Stern.“ „Wer das vorhat, lässt sich auf das ein, was sozusagen in den Sternen steht. Wer das tut, lässt sich leiten von einem Licht, das von weither kommt und nicht von dieser Welt ist. Wer seinen Karren an einen Stern bindet, vertraut auf himmlische Kräfte.“

Nach der Predigt wurde Eucharistie gefeiert und mit weihnachtlichem Volksgesang endete der stimmungsvolle Gottesdienst. Das Fest der „Taufe des Herrn“ am kommenden Sonntag wird dann den Abschluss des Weihnachtsfestkreises bilden.

Im Bild: Der Stadtpfarrer feierte mit den Gläubigen den Festgottesdienst