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Heute am Weltmissionssonntag durften wir auch einen großartigen Geburtstag feiern: Unser Weltladen feierte sein 30-jähriges Jubiläum am Standort in Cham.

Dass der Weltladen gut in unserer Mitte verankert ist, zeigte sich auch an der großen Anzahl an Gottesdienstbesucherinnen und Besuchern, die am heutigen Sonntag mitgefeiert haben. Vielen Dank an euch alle, dass ihr so zahlreich erschienen seid!

Herzlichen Dank auch an unseren Chor die „Jakob Singers“ unter der Leitung von Sepp Meindl für die wunderbare Musik.

Übrigens: Unser Weltladen am Steinmarkt in Cham ist ein Fachgeschäfte für den Fairen Handel. Ein Besuch im Weltladen ist wie eine Entdeckungsreise: Aromatischer Kaffee, pikante Gewürze, schöne Geschenkartikel — hier finden Sie das Beste aus dem Süden. Und es gibt noch mehr zu entdecken: Die Produkte im Weltladen sind nicht nur von besonderer Qualität — sie sind zugleich ein kleines Stück Weltpolitik. Denn sie stammen alle aus Fairem Handel. Der Weltladen freut sich, wenn Sie kommen und sich von den Produkten inspirieren lassen.

Dazu der Bericht aus der Zeitung (mit freundlicher Genehmigung von Herrn Gregor Raab):

Seit drei Jahrzehnten steht der Weltladen Cham für gelebte Solidarität, Fairness und Verantwortung gegenüber Produzenten in aller Welt. Dieses besondere Jubiläum wurde am Sonntagvormittag mit einem feierlichen Festgottesdienst in der Pfarrkirche St. Jakob begangen, den Mitarbeiterinnen des Weltladens liebevoll vorbereitet hatten. Vor dem Altar erinnerten Körbe, Gewürze, Kaffee, Schokolade und kunsthandwerkliche Gegenstände an die Vielfalt und Bedeutung des fairen Handels. Musikalisch umrahmt wurde die Messe von den „Jakob Singers“ unter der Leitung von Sepp Meindl, die mit Liedern wie „We Are the World“ und „Da berühren sich Himmel und Erde“ für eine festliche Atmosphäre sorgten. In seiner Predigt stellte Peter Jens Bartsch die Frage: „Recht und Gerechtigkeit – geht das in eins?“ Anhand des Gleichnisses vom Zöllner und Pharisäer erinnerte er daran, dass menschliche Urteile oft nicht als gerecht empfunden werden. „Gott ist der Richter, der nicht verurteilt, sondern barmherzig ist“, so der Geistliche. Diese Barmherzigkeit solle auch im Lebensstil spürbar werden, denn die Industrienationen lebten vielfach auf Kosten des globalen Südens. Aktionen wie der Weltladen trügen jedoch dazu bei, diese Ungerechtigkeit zu mildern.

In einem Wortspiel stellte Oberministrantin Katharina Alt Fragen, die die ehrenamtlichen Helferinnen Birgitt Gruber, Margarete Schaler, Elisabeth Heigl und Emmi Wittmann beantworteten. Sie betonten, dass der Weltladen dazu beitrage, dass Menschen in ihren Heimatländern bleiben können, weil sie für ihre Produkte faire Preise erhalten. Das Sortiment umfasst Waren aus über 70 Ländern – von Lebensmitteln wie Reis, Tee und Kaffee bis hin zu Bolgakörben aus Ghana, Schals aus Indien, Kerzen aus Indonesien oder Filzblumen aus Nepal. In den Fürbitten baten die Ehrenamtlichen Birgitt Gruber, Irmgard Lankes, Resi Ittmann und Angela Weß zudem um menschenwürdige Lebensverhältnisse in Entwicklungsländern sowie um Kraft und Zuversicht für alle, die sich für faire Lebensbedingungen einsetzen. Auch erinnerten sie an die Verstorbenen, die den Weltladen Cham über viele Jahre hinweg geprägt hatten. Zum Abschluss dankte Pater Bartsch allen Helferinnen und Helfern des Weltladens für ihren Einsatz zum Wohle der Gemeinschaft und für ihren unermüdlichen Dienst an den Mitmenschen. Jeder Besucher erhielt nach der Messe am Kirchenportal einen fair gehandelten Teebeutel. Im Anschluss konnten außerdem Fairtrade-Tüten zu 5, 10 oder 15 Euro erworben werden, gefüllt mit ausgewählten Produkten aus dem Sortiment des Weltladens. Zahlreiche Gläubige nutzten die Gelegenheit, den Weltladen mit ihrem Beitrag zu unterstützen oder kleine Geschenke für Familie und Freunde mitzunehmen.

Gemäß dem diesjährigen Leitwort „Wir sind Gesandte an Christi statt“ wurde am vergangenen Wochenende in unserer Pfarrei der Weltmissionssonntag gefeiert.

In den Gottesdiensten wurde den Gläubigen ins Bewusstsein gerufen, dass Mission nicht ein Auftrag für einige wenige Profis ist, sondern für jeden Christen. Und dass man über den eigenen Tellerrand hinausschauen muss – in diesem Fall nach Nordostindien als Schwerpunktregion des Missionssonntags 2019 -, um sein persönliches Denken und Handeln daran ausrichten zu können.
Beim „Missionscafé“ im Pfarrheim am Sonntagnachmittag war dann für zahlreiche Besucher Gelegenheit zum Gedankenaustausch bei Kaffee- und Kuchenbuffet, das Pfarrvikar Pater Jim unter Mithilfe einiger Frauen aus Pfarrgemeinderat und Kinderkirche-Team organisiert hatte und das einen beachtlichen Spendenerlös erbrachte.

Der Geistliche hatte auch ein Kurzreferat über sein Heimatland vorbereitet und bot in Wort und Bild interessante Einblicke in das riesige Land zwischen Himalaya und 6.000 km langem Küstengebiet am indischen Ozean. Ein Land mit vielen Superlativen, wie sich eindrucksvoll belegen ließ: Mit fast 1,4 Milliarden Einwohnern bevölkerungsreichste Demokratie der Erde; 3,3 Mio. km² Fläche, gegliedert in 29 Bundesstaaten, mit einer schier unüberschaubaren Vielfalt an Sprachen und Völkern. Leider auch ein „Markenzeichen“: Die vielen sozialen Probleme, dargestellt am Beispiel von ausgebeuteten Teepflückerinnen, die trotz schwerer Arbeit nicht das Nötigste zum Leben verdienen.

Der Pfarrvikar beleuchtete auch das Thema Religion, mit der vielsagenden Information: „Es gibt keine Staatskirche in Indien – noch besteht Religionsfreiheit.“

Die Zugehörigkeit zu den einzelnen Religionsgemeinschaften sorgte für Erstaunen bei den Zuhörern: Das Christentum ist mit lediglich 2,3 % -Anteil gegenüber dem Hinduismus (79,8 %) und dem Islam (14,2 %) überdeutlich in der Minderheit, wenngleich es in einzelnen Regionen ganz andere Mehrheitsverhältnisse gibt.

Sehr erfreulich sei der Stellenwert von christlicher Kirche und Religion und die lebendige missionarische Kirche in Nordostindien, die seit ihren Anfängen vom Engagement der Laien lebe. In einer kurzen Filmeinspielung wurde demonstriert, wie Ordensfrauen (sog. touring sisters) in unwegsamem Gelände und auf „Trampelpfaden“ von Dorf zu Dorf wandern, mit den Menschen vor Ort beten oder auch medizinische Hilfe leisten.

Am Ende des Vortrags dankte Martina Altmann namens des Pfarrgemeinderates für die vielen interessanten Ausführungen und Pater Jim konnte sich über den großen Beifall aller Anwesenden freuen.

Im Bild:
– Zur Gottesdienstfeier war der Altar von symbolträchtigen Gegenständen umgeben
– Pfarrvikar Pater Jim mit seinen Helferinnen

„Gott ist uns Zuflucht und Stärke“: Unter diesem Leitwort aus Psalm 46 wurde in St. Jakob in allen Sonntags-Gottesdiensten des vergangenen Wochenendes „Weltmission“ gefeiert. Am Samstagabend gab es allerdings einen ganz besonderen musikalischen Rahmen: Der Chor cantissima begleitete die Feier und hatte aus seinem reichhaltigen Repertoire viele neue geistliche Lieder mitgebracht.

Die Gesänge, allesamt mit Hingabe und Gefühl vorgetragen, luden die Atmosphäre im Kirchenraum förmlich auf, umso mehr als die zahlreichen Gläubigen an vielen Stellen zum Miteinstimmen eingeladen waren. Lieder wie „Beginne du all meine Tage …“ hatten dadurch gleich doppelten stimmungsvollen Effekt. Auch der Zelebrant des Gottesdienstes, Kaplan Martin Popp, war sichtlich angetan von der gelungenen Darbietung der Sängerinnen und Sänger samt instrumentaler Unterstützung und bedankte sich am Ende – unter großem Beifall aller Mitfeiernden – ganz herzlich für die schöne Bereicherung der vorabendlichen Messe.

Im Bild: Der Chor cantissima mit seinem Leiter Andreas Wanninger bereicherte den Gottesdienst zur Weltmission

Lesen Sie auch gerne den Bericht auf der Webseite von cantissima.