Die Gottesdienstbesucher in der Stadtpfarrkirche St. Jakob waren sichtlich angetan, wie ihr spontaner, langanhaltender Applaus am Ende verriet: Festliche Liturgie ging an diesem Ostersonntag-Morgen auf überzeugende Art Hand in Hand mit festlicher Kirchenmusik. Der Cäcilienchor (s. Bild) unter Leitung von Eva Berzl hatte sich instrumental verstärkt, mit Querflöte, Klarinette, Fagott, Pauken und Orgel, und brachte die Missa Brixinensis zu Gehör, ein neuzeitliches Werk des Plattlingers Stefan Trenner (Jahrgang 1967).

Ob in Kyrie, Gloria, Sanctus oder Agnus Dei: Es entfaltete sich eine enorme Klangfülle, die den festlichen Charakter des Gottesdienstes – zum Hochfest der Auferstehung – noch zusätzlich zu unterstreichen wusste; wohlklingend und erfrischend für alle Beteiligten.

Der Zelebrant der Festmesse, Stadtpfarrer Dieter Zinecker, warf in seiner Predigt die Frage auf, wie es überhaupt dazu kommen konnte, dass ein wie ein Verbrecher ans Kreuz Geschlagener der Auslöser einer unglaublichen Bewegung werden konnte; einer Bewegung, an der die Menschen fortan ihr ganzes Leben ausrichteten.

Seine Antwort: „Gott allein handelt: Souverän, unerwartet, ohne dass es dafür einen Zwang gibt. (…). Mit Ostern hat Gott die Grenzen des Lebens gesprengt. Es ist für Christus weitergegangen als bis zum Kreuz und ins Grab. Deshalb gibt es ein Weiter für uns: In ein aufrechtes, verantwortungsvolles Leben. Und darüber hinaus: Ins Leben in Gottes Ewigkeit.“

Mit dem österlichen Segen endete der Festgottesdienst.

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