Hoffnungs–voll

Ganz sicher haben Sie in den letzten Wochen die Vorboten des Advents schon gesehen: Die Lebkuchen, Kerzen, Weihnachtsdekorationen, die inzwischen schon seit Monaten überall verkauft werden. Schön langsam glitzern auch überall erste Lichterketten aus den Fenstern der Geschäfte und Wohnhäuser.

Mit großen Schritten kommt die Adventszeit auf uns zu. Wenn wir an den Advent denken, verbinden viele damit den Duft von Plätzen, Tee und Glühwein. Dazu brennen Kerzen auf dem Adventskranz und im Hintergrund laufen im Radio bestimmte Lieder, die es eben nur zu dieser Zeit zu hören gibt.

Advent – eine Zeit für die Seele. Advent – eine schöne Zeit.

Und da begegnet uns gleich am 1. Adventsonntag ein Text aus dem Lukasevangelium, der so gar nichts mit adventlicher Romantik zu tun hat. Von bestürzten und ratlosen Völkern ist da die Rede. Vom Toben und Donnern des Meeres. Von Erschütterungen des Himmels. Quasi Weltuntergangsstimmung.

Und genau in dieses Chaos kommt der Menschensohn, heißt es. Die Erlösung ist nahe – aber nur für die, die sich nicht von den Sorgen des Alltags verwirren lassen und wachsam sind.

Dieser Bibeltext aus dem Lukasevangelium begegnet uns alle drei Jahre neu. Aber ich glaube, in diesem Jahr hören wir noch einmal ganz neu und anders hin. Die momentane Coronalage lässt wohl kaum jemand kalt. Überall auf der Welt sind Menschen ratlos, wie man mit der aktuellen Situation umgehen soll. Und jeden Tag erschüttern uns die steigenden Zahlen der Neuinfektionen.

Ich nehme in diesem Jahr bei vielen Menschen wahr, dass es eine sehr große Sehnsucht gibt, es sich Zuhause gemütlich zu machen – eben mit Lichtern und allem, was so zum Advent dazu gehört. Auch bei Menschen, die mit dem christlichen Hintergrund von Weihnachten wenig anfangen können. Aber ich denke, wir alle spüren heuer noch sehr viel deutlicher, als sonst, wie wichtig es ist, auf etwas zu Gutes hoffen.

Wir Christen sollen in der Wartezeit auf Weihnachten besonders guter Hoffnung sein und das nicht nur für uns privat. Wir sollen diese Hoffnung auch ausstrahlen. Und so wünsche ich Ihnen und mir: Lassen wir uns von stets schlechten Nachrichten nicht „verwirren“.

Schauen wir nach vorn! Sind und bleiben wir im besten Sinne positiv.
Und: Lassen wir uns die Hoffnung auf bessere Aussichten nicht nehmen!

Eine schöne Adventszeit wünscht Ihnen allen
Michaela Maier, Gemeindereferentin

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