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Wenn wir es heute richtig gesehen haben, dann war unser Stadtpfarrer Jens Bartsch heute leider nur zweiter Sieger beim Eierpecken. Sein erster Gegner war kein Geringerer als Altbürgermeister Leo Hackenspiel, der traditionell gekonnt sein buntes Ei mit großem Schwung gegen das Ei aus geistlichem Besitz schwang. Nach einem deutlichen „Knack“ war das Ei dann ein „Totalschaden“, wie es Pfarrer Bartsch treffend ausdrückte.

Traditionell nach der Feier der Messe am Ostersonntag trafen sich auch dieses Jahr wieder viele Bürgerinnen und Bürger auf dem Chamer Marktplatz, um dem Eierwettkampf zu frönen. Begleitet von den Klängen der Kolpingmusik und ausgerüstet mit bunten Eiern des Heimatvereins waren überall Gelächter und erstaunte Ausrufe zu hören. Es hat allen wieder sichtlich großen Spaß gemacht.

Vielen Dank für das Ausrichten dieser schönen Tradition! Und wir drücken unserem Pfarrer auch nächstes Jahr wieder alle Daumen…

Nach dem Gottesdienst in der Expositurkirche St. Laurentius haben die Vilzinger vergangenem Sonntag am Kriegerdenkmal der gefallenen Soldaten der beiden Weltkriege gedacht. Bürgermeister Martin Stoiber begrüßte Stadtpfarrer Jens Bartsch, die Vereinsvorstände mit ihren Abordnungen und alle Kirchenbesucher.

„Vor genau einem Jahr verliefen die Veranstaltungen zum Volkstrauertag 2022 unter dem Hintergrund des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine“, so Stoiber. „Wer damals dachte, schlimmer könne es nicht mehr kommen, weiß heute: er hat sich geirrt. Mittlerweile erreichen uns Bilder einer kriegerischen Auseinandersetzung im Nahen Osten, die auf beiden Seiten unermessliches Leid über die Zivilbevölkerung bringt.

Und wieder begeht man am 19. November traditionell den Volkstrauertag. Einen Gedenktag, dessen Durchführung über die Jahre immer öfter infrage gestellt wird. Weil sich – gerade in Europa – immer weniger Menschen direkt mit den Folgen eines Krieges konfrontiert sehen. Vor allem die jüngeren Generationen, die in der glücklichen Lage sind, ein Leben in Frieden und Freiheit zu führen.

Durch die jüngsten Vorfälle hat dieser Gedenktag allerdings eine neue Dimension erhalten. Galt die Erinnerungskultur der vergangenen Jahrzehnte hauptsächlich den Opfern zweier vergangener Weltkriege, so erlebt man die Schrecken des Krieges heute auf Augenhöhe. Dazu reicht ein Blick in die Nachrichten und die aktuelle Tageszeitung.

Der Volkstrauertag hat nichts von seiner Daseinsberechtigung eingebüßt. Er ist aktueller denn je und sollte darum niemanden kalt lassen. Weil er an die Opfer von Krieg, Terrorismus, Rassismus, Antisemitismus und Extremismus erinnert.

Dieser Gedenktag ist ein öffentliches Bekenntnis zu Frieden, Toleranz und Menschlichkeit – und seine Botschaft lautet: Krieg war, ist und wird niemals eine Lösung sein! Er ist ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit und mit nichts zu entschuldigen“.

Im Anschluss an die Ansprache des Bürgermeisters beendete Pfarrer Bartsch das Gefallenengedenken mit dem Segen und einem gemeinsamen Gebet.