Heute am 22. November feiern wir den Gedenktag der Heiligen Cäcilia. Die Heilige Cäcilia ist die Patronin von Albi (Südfrankreich), der Kirchenmusik, der Organisten, Orgelbauer, Instrumentenmacher, Sänger, Musiker und Dichter.

Der heiligen Cäcilia sind nicht nur Kunstwerke, sondern auch Musik und Erzählungen gewidmet worden. Henry Purcell komponierte im Jahr 1683 das „Laudate Ceciliam“ und 1692 als Ode für den Cäcilientag „Hail, bright Cecilia“. Heinrich von Kleist schrieb die Erzählung „Die heilige Cäcilie oder die Gewalt der Musik“ nach einer alten Legende: Aachen am Ende des 16. Jahrhunderts. In den benachbarten Niederlanden wüten die Bilderstürmer. Auch das Cäcilien-Kloster soll gestürmt werden. Die Heilige vollbringt jedoch – in der Gestalt einer Nonne als Kapellmeisterin – ein Wunder. Denn die wunderschöne Musik bändigt die Horden, die das Kloster überfallen wollen. Die Anstifter werden von ihr zum katholischen Glauben bekehrt (Quelle: katholisch.de).

Insofern war es heute allen Gottesdienstbesucherinnen und Besuchern sicherlich eine große Freude dem Gesang des Cäcilienchors von St. Jakob unter der Leitung von Herrn Kraus zuzuhören. Begleitet wurde der Chor von Instrumentalistinnen und Instrumentalisten an der Orgel und an der Geige. Vielen Dank lieber Cäcilienchor und Musiker für die heutige musikalische Gestaltung des Gottesdienstes! Es war uns eine Ehre und Freude euch und euren wunderbaren Klängen zuzuhören!

Eine weitere Besonderheit gab es heute: Die beiden Stadtpfarrer, Pater Jens Bartsch von St. Jakob und Dr. Kazimierz Pajor von St. Josef tauschten heute ihre Plätze. Pfarrer Pajor nannte dies bildhaft einen „Kanzeltausch“. Dadurch durften wir heute Pfarrer Pajor bei uns in der Stadtpfarrkirche willkommen heißen. Vielen Dank lieber Herr Pfarrer, dass Sie heute mit uns Gottesdienst gefeiert haben. Der „Kanzeltausch“ passt auch wunderbar in die Zukunft der Kirchen, auf dem Weg zu einer Pfarreiengemeinschaft „Chamer Land“.

Für alle, die heute nicht dabei sein konnten, aber gerne den Gottesdienst besuchen oder den Klängen des Cäcilienchors lauschen wollen, waren wir heute auch wieder mit unserer Videokamera dabei. Viel Freude beim Anschauen und heute besonders auch beim Anhören!

Die goldenen, von Kerzen umringten Herzen vor dem Altar, gaben bereits den ersten Hinweis auf den besonderen Gottesdienst am heutigen Sonntagvormittag. Zahlreiche Ehejubilare aus der Pfarrei St. Jakob durften wir heute zu diesem besonderen Anlass in unserer Stadtpfarrkirche begrüßen. Mit den angemeldeten insgesamt 30 Paaren war ein neuer Rekord zu verzeichnen.

Den zweiten Hinweis auf den besonderen Gottesdienst gaben die Jakob Singers, die als vielstimmiger Chor und mit verschiedenen Instrumenten eine zusätzliche feierliche Note in die gemeinsame Messfeier brachten.

Für unsere Ehejubilare war es sicherlich ein bewegender Moment nach vielen gemeinsam verbrachten Jahren erneut vor den Altar zu treten und den Segen Gottes als Ehepaar neu zu empfangen. Pater Bartsch fand bereits in der Predigt und dann für jedes einzelne Paar persönliche Worte zum Jubiläum.

Liebe Jubelpaare, wir können uns gut vorstellen, dass euch bereits im Vorfeld viele Gedanken und Erinnerungen durch den Kopf gegangen sind. Wir wünschen euch allen aus ganzem Herzen noch viele weitere glückliche gemeinsame Jahre, Gesundheit und v0r allem die schützende Hand Gottes. Herzlichen Glückwunsch und unser großer Respekt für eure Liebe, die euch so viele Jahre getragen hat. Ihr seid uns allen ein Vorbild!

Während des Gottesdienstes durften wir dann noch die stattliche Anzahl an Kleinkindern mit ihren Eltern und Großeltern willkommen heißen, die von der parallel stattgefundenen Kinderkirche zu uns gestoßen sind.

Vielen Dank an alle, die sich um die Gestaltung des feierlichen Gottesdienstes bemüht haben. Besonders der Mesnerin Sabine Schardt für die Gestaltung des schönen Blumenschmucks, Frau Hartl für die Organisation und Vorbereitung, den Jakob Singers unter der Leitung von Sepp Meindl für die musikalische Umrahmung und den vielen Helferinnen und Helfern bei der Feier im Kolpinghaus.

Herzlichen Dank allen Gottesdienstbesuchern für euer Kommen und Mitfeiern! Für alle, die heute nicht dabei sein konnten, haben wir die heutige Feier wieder als Video aufgezeichnet.

Nach dem Gottesdienst waren alle Jubelpaare eingeladen, gemeinsam im Kolpinghaus die vergangenen Jahre Revue passieren zu lassen und ein gemeinsames „Hochzeitsessen“ zu genießen. Im Kolpinghaus wurde beim Sektempfang auf die Jubelpaare angestoßen. Anschließend präsentierte Isabella Hartl mit einer Power-Point-Präsentation zehn interessante Fakten zum Thema Ehe und Liebe. Beim Faktencheck konnten die Feiernden ihr Wissen testen, sodann erfuhren sie mehr über das beliebteste Lied auf Hochzeiten („Ganz in Weiß“), berühmte Ehepaare oder die teuerste Hochzeit der Welt. Nach dem gemeinsamen Mittagessen gab es als Geschenk der Pfarrei eine rote Rose und Schokolade mit einem Zitat zum Thema Liebe von Wilhelm Busch. In geselliger Runde und bei guten Gesprächen war man sich einig, dass man sich beim nächsten runden oder halbrunden Jubiläum in ähnlichem Rahmen wieder treffen sollte.

Heute am Weltmissionssonntag durften wir auch einen großartigen Geburtstag feiern: Unser Weltladen feierte sein 30-jähriges Jubiläum am Standort in Cham.

Dass der Weltladen gut in unserer Mitte verankert ist, zeigte sich auch an der großen Anzahl an Gottesdienstbesucherinnen und Besuchern, die am heutigen Sonntag mitgefeiert haben. Vielen Dank an euch alle, dass ihr so zahlreich erschienen seid!

Herzlichen Dank auch an unseren Chor die „Jakob Singers“ unter der Leitung von Sepp Meindl für die wunderbare Musik.

Übrigens: Unser Weltladen am Steinmarkt in Cham ist ein Fachgeschäfte für den Fairen Handel. Ein Besuch im Weltladen ist wie eine Entdeckungsreise: Aromatischer Kaffee, pikante Gewürze, schöne Geschenkartikel — hier finden Sie das Beste aus dem Süden. Und es gibt noch mehr zu entdecken: Die Produkte im Weltladen sind nicht nur von besonderer Qualität — sie sind zugleich ein kleines Stück Weltpolitik. Denn sie stammen alle aus Fairem Handel. Der Weltladen freut sich, wenn Sie kommen und sich von den Produkten inspirieren lassen.

Dazu der Bericht aus der Zeitung (mit freundlicher Genehmigung von Herrn Gregor Raab):

Seit drei Jahrzehnten steht der Weltladen Cham für gelebte Solidarität, Fairness und Verantwortung gegenüber Produzenten in aller Welt. Dieses besondere Jubiläum wurde am Sonntagvormittag mit einem feierlichen Festgottesdienst in der Pfarrkirche St. Jakob begangen, den Mitarbeiterinnen des Weltladens liebevoll vorbereitet hatten. Vor dem Altar erinnerten Körbe, Gewürze, Kaffee, Schokolade und kunsthandwerkliche Gegenstände an die Vielfalt und Bedeutung des fairen Handels. Musikalisch umrahmt wurde die Messe von den „Jakob Singers“ unter der Leitung von Sepp Meindl, die mit Liedern wie „We Are the World“ und „Da berühren sich Himmel und Erde“ für eine festliche Atmosphäre sorgten. In seiner Predigt stellte Peter Jens Bartsch die Frage: „Recht und Gerechtigkeit – geht das in eins?“ Anhand des Gleichnisses vom Zöllner und Pharisäer erinnerte er daran, dass menschliche Urteile oft nicht als gerecht empfunden werden. „Gott ist der Richter, der nicht verurteilt, sondern barmherzig ist“, so der Geistliche. Diese Barmherzigkeit solle auch im Lebensstil spürbar werden, denn die Industrienationen lebten vielfach auf Kosten des globalen Südens. Aktionen wie der Weltladen trügen jedoch dazu bei, diese Ungerechtigkeit zu mildern.

In einem Wortspiel stellte Oberministrantin Katharina Alt Fragen, die die ehrenamtlichen Helferinnen Birgitt Gruber, Margarete Schaler, Elisabeth Heigl und Emmi Wittmann beantworteten. Sie betonten, dass der Weltladen dazu beitrage, dass Menschen in ihren Heimatländern bleiben können, weil sie für ihre Produkte faire Preise erhalten. Das Sortiment umfasst Waren aus über 70 Ländern – von Lebensmitteln wie Reis, Tee und Kaffee bis hin zu Bolgakörben aus Ghana, Schals aus Indien, Kerzen aus Indonesien oder Filzblumen aus Nepal. In den Fürbitten baten die Ehrenamtlichen Birgitt Gruber, Irmgard Lankes, Resi Ittmann und Angela Weß zudem um menschenwürdige Lebensverhältnisse in Entwicklungsländern sowie um Kraft und Zuversicht für alle, die sich für faire Lebensbedingungen einsetzen. Auch erinnerten sie an die Verstorbenen, die den Weltladen Cham über viele Jahre hinweg geprägt hatten. Zum Abschluss dankte Pater Bartsch allen Helferinnen und Helfern des Weltladens für ihren Einsatz zum Wohle der Gemeinschaft und für ihren unermüdlichen Dienst an den Mitmenschen. Jeder Besucher erhielt nach der Messe am Kirchenportal einen fair gehandelten Teebeutel. Im Anschluss konnten außerdem Fairtrade-Tüten zu 5, 10 oder 15 Euro erworben werden, gefüllt mit ausgewählten Produkten aus dem Sortiment des Weltladens. Zahlreiche Gläubige nutzten die Gelegenheit, den Weltladen mit ihrem Beitrag zu unterstützen oder kleine Geschenke für Familie und Freunde mitzunehmen.

Wir feiern 30 Jahre Weltladen in Cham mit einem Festgottesdienst am Weltmissionssonntag, den 26. Oktober 2025 um 9.00 Uhr in der Stadtpfarrkirche St. Jakob und freuen uns über viele, die mit uns feiern!

Es singen und musizieren die Jakob Singers unter der Leitung von Sepp Meindl.

Heute durften wir Erntedank in doppelter Bedeutung feiern. Der mit vielen Früchten, Gemüse und Speisen üppig gestaltete und geschmückte Erntedankaltar lud bereits zur Mitfeier dieses besonderen Gottesdienstes ein. „Erntedank“ feierte heute aber auch unsere Gemeindereferentin Beate Schmaderer, die heute aus dem aktiven Berufsleben ausgeschieden und nach 45 Jahren in den wohlverdienten Ruhestand gewechselt ist.

Stadtpfarrer Pater Bartsch schlug bereits in seiner Predigt die Brücke vom vorne aufgebauten großen Bild eines Propheten hin zur uns alle fordernden Aussage „Propheten sind wir alle“. Auch Gemeindereferentin Beate Schmaderer war Zeit ihres Dienstes in dieser Mission unterwegs und nahm ganz unterschiedliche Aufgaben war. Für alle diese Aufgaben dankte am Ende des Gottesdienstes stellvertretend für die Pfarrei Cham St. Jakob mit Expositur Vilzing St. Laurentius Pfarrgemeinderatssprecher Dr. Martin Moro. Er wies auf die in der Kirche versammelten „Früchte“ ihrer Arbeit hin, in dem Beate Schmaderer viele Kinder in der Vorbereitung auf ihre Erstkommunion oder Firmung begleitet hat. Neben dem Religionsunterricht in der Schule, der Seniorenarbeit, der Krankenhausseelsorge und dem Beerdigungsdienst dankte Dr. Moro auch für die vielen gemeinsamen Projekte und immer mit guten Ideen gefüllten Sitzungen des Pfarrgemeinderats. Als Andenken an die Pfarrei überreichte Dr. Moro einen Geschenkkorb, der neben italienischen kulinarischen Freuden auch einen Reiseführer nach Rom enthielt. Liebe Beate, vielen Dank für Deine Zeit bei uns in der Pfarrei! Du hast uns immer bereichert!

Einen blumigen Gruß aus Vilzing überreichte Christoph Zistler als Kirchenpfleger der Expositur und dankte für die Arbeit und die Aushilfen in St. Laurentius. Die lange Schlange der Gratulanten setzte sich fort mit Michaela Schedlbauer und Christine Maurer für das Familiengottesdienstteam, welche eine bebilderte Uhr als kleines Geschenk überreichten. Vertreterinnen der Gemeindereferentenarbeit und des Hospitzdienstes dankten ebenfalls in berührenden Worten Beate Schmaderer für ihre langjährigen Dienste. Zum Schluss des Gottesdienstes ergriff Beate Schmaderer selbst nochmal das Wort und erzählte über ihre Laufbahn und die verschiedenen Stationen ihres beruflichen Lebens.

Musikalisch gestaltet wurde der heutige Gottesdienst vom Gospelchor O’Jessas aus Sattelbogen, der mit großer Stimmenanzahl diese schöne Feier bereichert hat. In schöner Abwechslung zum Gospelchor ließ Organist Hermann Seitz die Orgel beeindruckend erklingen. Lieber Chor, lieber Hermann, den Applaus am Ende des Gottesdienstes habt ihr euch redlich verdient. Vielen Dank liebe Gottesdienstbesucher für den extra Applaus am Ende des Gottesdienstes für das Postludium, das Orgelspiel zum Auszug aus der Kirche.

Liebe Kinder, schön, dass ihr heute der Einladung von Pater Bartsch nach vorne an den Altar gerne gefolgt seid, um das „Vater unser“ gemeinsam zu beten!

Ein Erntedankaltar entsteht nicht von alleine. Insofern gebührt allen Spenderinnen und Spendern sowie allen Helferinnen und Helfern sowie unserer Mesnerin Sabine unser großer Dank für die besondere Arbeit zum Dekorieren der Früchte. Liebe Ministranten, vielen Dank, dass ihr heute in so großer Abordnung an der Feier teilgenommen habt!

Nach dem Festgottesdienst gab es im Pfarrheim bei vielen vorbereiteten Leckereien noch ausreichend Gelegenheit untereinander ins Gespräch zu kommen. Das gut gefüllte Pfarrheim zeigte, dass viele der Einladung gerne gefolgt sind. Vergelts Gott den Helferinnen aus der Kirchenverwaltung Cham St. Jakob für die Organisation und die Vorbereitung des Stehempfangs.

Auch heute waren wir wieder mit unserer Videokamera dabei. Viel Freude beim Anschauen!

Musik verbindet – und das in vielerlei Hinsicht. Unter diesem Motto stand auch die erste große Chorfahrt der Jakob Singers Cham gemeinsam mit dem Harrlinger Chor. Beide Chöre werden von Josef Meindl mit großem Engagement und Einsatz geleitet. Josef Meindl war es auch, der sich vor mehr als einem Jahr an die akribische Planung der Chorfahrt machte. Und dem verbindenden Gedanken gemäß sollte die gemeinsame Reise in die Bundeshauptstadt Berlin gehen.

Schon im Vorfeld trafen sich die beiden Chöre und arbeiteten fokussiert an ihrem Repertoire, das nicht nur Lieder für die moderne Gottesdienstgestaltung umfasste.

Die erste Station führte die beiden Chöre an den Wannsee. Dort kehrten sie gemütlich in einem Biergarten ein und genossen die entspannte Atmosphäre am Wasser, bevor sie einen ausgiebigen Spaziergang entlang des Sees unternahmen. Ein weiteres unvergessliches Erlebnis war die Besichtigung des Bundestages. Die Chormitglieder bekamen nicht nur spannende Einblicke in die deutsche Politik, sondern nutzten auch die einzigartige Gelegenheit, im Plenarsaal einen spontanen Jodler zum Besten zu geben. Anschließend konnte auch die berühmte Glaskuppel des Reichstagsgebäudes besichtigt werden, die einen faszinierenden Panoramablick über die Stadt bot.

Der Besuch des Brandenburger Tors, des Alexanderplatzes und des Schlosses Charlottenburg stand ebenso auf dem Programm wie eine unterhaltsame und informative Bustour mit einer original Berliner-Schnauze-Stadtführerin zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten und durch einige lebendigen Stadtteile. Am Reichstagsgebäude konnte bei Dunkelheit eine Lichtinstallation bewundert werden, die an die Verhüllung des Gebäudes durch Christo und Jeanne-Claude im Jahr 1995 erinnert.

Auch die Abendgestaltung war in Berlin musikalisch geprägt und bot für jeden Geschmack etwas: Ein Teil der Gruppe nutzte die Gelegenheit, die beeindruckende Oper „La Traviata“ von Giuseppe Verdi in der Deutschen Oper zu besuchen. Ein anderer Teil nahm an der mitreißenden Musikrevue „Falling in Love“ im Friedrichstadt-Palast teil und ließ sich von aufwendigen Kostümen, tollen Liedern und atemberaubender Akrobatik begeistern. Wieder andere Chormitglieder gaben in einer Karaoke-Bar ihre Gesangskünste zum Besten und feierten bis in die späten Abendstunden.

Das Highlight der Reise war der Auftritt in der St. Matthias Kirche in Schöneberg. Hier hatten die Chöre die Ehre, einen Gottesdienst musikalisch zu gestalten. Die beeindruckende Akustik des Kirchenraums ließ die Lieder gut wirken. Auch das neu angeschaffte Soundsystem kam zum ersten Mal außerhalb Chams zum Einsatz und bestand seine Bewährungsprobe bestens. Die abwechslungsreichen Lieder, der Gesang des vierstimmig besetzten Chores und die Instrumentalisten Josef Meindl am E-Piano, Otto Mühlbauer am Drumset, Rudi Frisch an der Gitarre, Johannes Feldbauer an der Trompete, Evi Schneider an der Querflöte und Mona Weiß an der Klarinette begeisterten die Gottesdienstbesucher. Nach dem letzten Lied, dem Gospel „Ride the chariot“, bei dem Diana Gruber-Sperl die Soloparts übernahm, zollten die Kirchenbesucher den beiden Chören einen langanhaltenden Applaus.

Der Abend klang bei einem Buffet im Restaurant Feuerbach in Berlin-Schöneberg aus. Hierbei bedankte sich Isabella Hartl im Namen beider Chöre bei Josef Meindl für die umfassende Organisation der Berlinfahrt mit einem Geschenk. Der Chorleiter habe viel Zeit und Herzblut in die Vorbereitung der Fahrt gelegt und es durch seine aufgeschlossene, wertschätzende und positive Art zusätzlich geschafft, das Gemeinschaftsgefühl innerhalb der Chöre zu stärken.

Mit vielen neuen Eindrücken und der Gewissheit, in Berlin musikalisch etwas hinterlassen zu haben, kehrten die Jakob Singers und der Harrlinger Chor nach Hause zurück. Die Vorfreude auf die nächsten Auftritte, zum Beispiel beim Open-Air-Pfarrfest von St. Jakob am 27. Juli und bei der Landesgartenschau am 3. August ist groß.

Anlässlich des Internationalen Tags der Pflege durften wir am vergangenen Sonntag Abend, dem Muttertag, eine beindruckende Zahl an Musikerinnen und Musikern zu einem Benefizkonzert in unserer Stadtpfarrkirche Cham St. Jakob begrüßen. Unsere Kirche bot mit ihrer großzügigen Gestaltung, der tollen Akustik und der einzigartigen Eisenbarth-Orgel einen wundervolle Raum für dieses Konzert.

Begründet auf dem Geburtstag der britischen Krankenschwester Florence Nightingale, war das Benefizkonzert als Zeichen der Wertschätzung für alle Tätigen im Gesundheits- und Sozialwesen und verwandten Fachbereichen, darunter Feuerwehr, Polizei, Bundeswehr und anderen Einsatzkräften gedacht. Insofern waren auch alle Interessierten aus diesen Gruppierungen, alle Pfarrangehörige und natürlich auch alle Freunde der Musik herzlich eingeladen.

Frau Pavlina Vencova verstand es als Organisatorin des Abends humorvoll und galant durch den Abend zu führen. Als Krankenschwester kennt sie die Pflege von Menschen aus ihrer täglichen Arbeit und weiß auch um die besonderen Anforderungen dieses Berufs. Frau Vencova hatte ein buntes Programm mit verschiedenen Musikern und Gesangsgruppen aus Deutschland und Tschechien zusammengestellt.

Der Konzertreigen begann mit leisen und im Verlauf deutlich lauteren Tönen an der Orgel, wunderbar ergänzt und begleitet an der Panflöte:

Petr Tomeček – Panflöte (Prag)
Václav Metoděj Uhlíř – Orgel (Hradec Králové)
– J. S. Bach – Air
– J. S. Bach – Arioso
– J. Massenet – Meditation
– T. Albinoni – Adagio
– R. Lovland – Song from A Secret Garden
– V. Petrov – Jana Eyrová
– G. Caccini – Ave Maria
– R. Lovland – Adagio

Während der ersten Orgelstücke durften wir bereits den Ehrengast in unserer Mitte begrüßen: Florence Nightingale zog mit ihrer Laterne und ihren Büchern in die Kirche ein und nahm ihren Platz am Tisch vor den Altar ein. Gespielt wurde Florence Nightingale von Anna Vencova, der Tochter von Frau Vencova. Liebe Anna, du hast das so toll gemacht und wir haben dir gerne bei deinen Textvorträgen zugehört! Dieser Applaus ist nur für dich: APPLAUS! 👏👏

Als Vertreter der Stadt Cham und der verschiedenen helfenden Berufsgruppen durften wir unseren zweiten Bürgermeister, Herrn Walter Dendorfer, begrüßen. In seiner kurzen Ansprache verdeutlichte er die Bedeutung der Hilfskräfte für eine funktionierende Kommune und einen funktionierenden Staat. Es freut uns, dass die Stadt Cham durch verschiedene Investitionen, dies auch tagtäglich versucht umzusetzen. Pfarrgemeinderatssprecher Dr. Martin Moro oblag es, die Gäste im Namen der Pfarrei Cham St. Jakob willkommen zu heißen und die herzlichen Grüße des terminlich verhinderten Stadtpfarrers Pater Jens Bartsch auszurichten. Dr. Moro begrüßte in seinen Worten insbesondere auch die Künstlerinnen und Künstler und dankte für ihr ehrenamtliches Engagement an diesem Abend. Er freute sich mit allen Gästen über die bereits gehörte und noch kommende Musik.

Im Programm weiter ging es mit weitaus moderneren Stücken, vorgetragen von Michaela Daschner an der Gitarre:

Michaela Daschner – Gesang
– Paper Aeroplane
– An Angel
– Herz wie a Bergwerk
– The Rose
– Ein bisschen Frieden

Die modernen Lieder haben eindrucksvoll gezeigt, dass sich getragene und moderne Lieder in einem Konzert wunderbar zu einem Gesamtwerk mischen können. Mit „Ein bisschen Frieden“ waren auch aktuelle Themen einbezogen, die sogar das Publikum zum Mitsingen animiert haben. Vielen Dank liebe Gäste für euer spontanes Mitmachen!

Den Übergang zur tschechischen Liedsprache machten dann Michal Foist an der Gitarre zusammen mit der Sängerin Tereza Beňušíková:

Michal Foist & Tereza Beňušíková
Komponist und Texter: Michal Foist
– Pohlazení
– Můj bližní
– Víc chci ti dát
– Němá tvář

Obwohl die meisten Gäste vielleicht nicht alles vom Liedtext verstanden haben dürften, waren diese wunderschön anzuhören. Das Duo erweiterte sich dann bald zu einer sehr viel größeren Gruppe rund um das MTS – Trio und trug eine Reihe weiterer tschechischer Volkslieder vor. Mit zwei Gitarren, einer Mundharmonika und einer starken Gesangsgruppe endete schließlich der musische Teil des Konzerts.

Liebe Pavlina, vielen Dank für Deine Mühen rund um die Vorbereitung und Moderation dieses Benefizkonzerts. Vielen Dank liebe Anna, dass du uns die Hauptperson des Abends durch dein Schauspiel näher gebracht hast. Unser herzlicher Dank und vor allem unser großer Applaus gilt aber euch, liebe Musikerinnen und Musiker. Ohne euch, wäre dieser Abend nicht möglich gewesen. Ihr hattet zum Teil eine weite Anreise auf euch genommen, nur um diesen schönen Abend mit uns gestalten zu können. Euch allen gebührt unser GROSSER APPLAUS! 👏👏👏

Nicht zuletzt möchten wir uns bei Ihnen bedanken, liebe Gäste des Abends. Wir haben uns sehr über euer Kommen und euer Interesse an den Pflegeberufen gefreut. Vielen Dank für eure großzügige Spende, wir werden für die beachtliche Spendensumme einen passenden Verwendungszweck finden!

Am Folgetag des Benefizkonzerts fand in Schwandorf ein Austauschforum zum Internationalen Tag der Pflege statt. Die folgenden Bilder zeigen Impressionen von diesem sicherlich für alle Beteiligten sehr interessanten Tag:

 

Am Ostermontag, den 21. April gestalten die Jakob Singers den Festgottesdienst um 10:30 Uhr unter der Leitung von Sepp Meindl mit schwungvollen Liedern.

Wir laden herzlich zu diesem besonderen musikalischen Gottesdienst am zweiten Osterfeiertag ein. Wir freuen uns auf euer Kommen!

Man mag es kaum glauben, aber heute ist bereits der zweite Advent und das bevorstehende Weihnachtsfest kommt schon in Sichtweite. Anlässlich des heutigen Adventssonntags wurde der Gottesdienst um 9 Uhr von unserem Cäcilienchor musikalisch gestaltet. Unter der Leitung von Konrad Linkmann, der auch die Orgel spielte, sang der Chor die Harmoniemesse von Robert Führer.

Robert Johann Nepomuk Führer war ein böhmischer Kirchenmusiker und Komponist aus Prag mit einem durchaus bewegten Leben. Er schuf rund 100 Messen, von denen wir heute die „Harmoniemesse“ hören durften. Es ist durchaus unterhaltsam etwas mehr über das Leben von Robert Führer nachzulesen, der auch einige Zeit im Gefängnis verbrachte und durch das Wohlwollen des Gefängnisdirektors Zeit zum Komponieren hatte. Mehr zu lesen gibt es u.a. bei Wikipedia unter Wikipedia zu Robert Führer.

Vielen Dank liebe Sängerinnen und Sänger des Cäcilienchors von Cham St. Jakob für euren wunderbaren Gesang! Einen herzlichen Dank Ihnen Herr Linkmann für das Orgelspiel und die Leitung des Chores. Die dargebotene Harmoniemesse war wirklich harmonisch anzuhören und hat Freude gemacht!

Für alle, die heute die Messe nicht live hören konnten, waren wir wieder mit unserer Videokamera dabei. Viel Spaß beim Anhören und Anschauen!

Der pensionierte Banker Sepp Meindl ist Kirchenmusiker. Er leitet Chöre, spielt Orgel – und schreibt sogar selbst Kirchenlieder. Über eine Leidenschaft, die ihn durchs Leben begleitet.

Wenn Sepp Meindl von seinem Balkon aus auf Cham blickt, sieht er zwei für ihn sehr wichtige Gebäude: die Kirche Sankt Jakob und die Sparkasse. „Zwei meiner Wirkungsorte“, sagt er lachend. Meindl war Finanzberater , arbeitete 49 Jahre bei der Sparkasse. Seit ein paar Monaten ist der Banker nun im Ruhestand. Und jetzt hat er noch mehr Zeit für seine große Leidenschaft: die Kirchenmusik. Meindl leitet Chöre, ist Organist – und schafft sowie arrangiert Kirchenmusik. Der Strube Verlag hat seine Lieder veröffentlicht, die deutschlandweit in Kirchen gespielt werden.

Aufgewachsen ist Meindl in einem Wirtshaus in Wolfersdorf bei Zandt – zu einer Zeit, als in der Wirtsstube noch viel gesungen und musiziert wurde. „Das hat mich beeindruckt.“ Der kleine Sepp bringt sich daraufhin selbst das Akkordeonspielen bei, tritt auch mal im Wirtshaus auf. Der Vater erkennt sein Talent und unterstützt ihn, fährt ihn zum Klavierunterricht nach Rattenberg. Als die Organistenstelle in der Pfarrei vakant ist, übernimmt der erst 13-jährige Sepp Meindl. Er ließ sich eine Schubert-Messe beibringen und die spielte er. Ein Jahr lang. „Dann ist der Pfarrer auf mich zugekommen und hat gesagt, jetzt wird’s aber mal Zeit für was Neues.“

Wieder ist es der Papa, der ihn unterstützt, ihn für die weitere Kirchenmusikausbildung wöchentlich nach Regensburg fährt. Als der Chor in seiner Heimatpfarrei einen neuen Leiter sucht, ist es Meindl, der übernimmt. „Das hat sich alles einfach so weiterentwickelt.“ Heute ist er zudem Organist in der Chamer Pfarrei Sankt Jakob und leitet den Chor Jakob Singers.

Ein Transistorradio dient als Verstärker. Was sich noch weiterentwickelte: die Kirchenmusik. „Es kamen plötzlich rhythmische Lieder auf, wie ‚Danke für diesen guten Morgen‘.“ Meindl schloss sich mit Gleichaltrigen zusammen, sie bauten ein Transistorradio als Verstärker um – und spielten „sauber zu laut“ in der Kirche. „Wir waren ja jung“, erinnert sich Meindl. Aber Meindl will nicht nur andere Lieder nachspielen. Er schafft selbst Liedgut. Manches Mal dient ihm eine Bibelstelle als Grundlage, mal berührt ihn ein Spruch, ein Lied besonders. „Ich kann nur schreiben, wenn mich etwas bewegt.“ Tagsüber , in der Bank, sind die Zahlen sein Metier. Aber abends und am Wochenende sind es die Noten und die Buchstaben, die Meindl zu Melodien und Texten zusammenfügt.

Ein kleines Büchlein voll seiner Lieder. Er verfasst Lieder , die liturgisch zum Jahreskreis passen, die den Gottesdienst strukturieren, ein Loblied, ein Gabenbereitungslied, ein Sanktuslied. So manche Idee kommt ihm nachts um drei Uhr – und eine Stunde später ist das Lied fertig. „Aber das ist total unterschiedlich.“ An so manchem feilt er viel länger, dabei sitzt er an Laptop und Keyboard. So wie bei „Hände, die teilen“. Es ist Meindls Lieblingslied und handelt von Händen, die teilen, die geben. Von Händen, die Blumen verschenken, die Schmerzen lindern. Und von Händen, die beten, die zum Segen für Gott werden und seine Schöpfung. Das Lied findet sich auch in einem kleinen, grünen Büchlein. Denn Meindl wagte es im Jahr 2001 und reichte seine Stücke beim Strube Verlag ein. Die prompte Antwort: Man möchte gern alle seine eingesandten Lieder abdrucken. So entstand „Zusammenrücken – Lieder aus dem Bayerischen Wald“.

Im Musikverlag Kral erscheint dann ein paar Jahre später eine ganze Messe aus Meindls Hand. „Wo Menschen sich versammeln“ vereint alpenländische und altbayerische Stile und ist bewusst einfach gehalten, damit auch Laienchöre sie umsetzen können. Als Laie versteht sich Meindl auch selbst: „Ich weiß, wo ich stehe. Ich bin kein Profi.“

Die Chorleitertätigkeit ist eine Kraftquelle für ihn. Es spricht sich herum, dass Meindl Kirchenlieder schreibt. So kommt auch mal eine trauernde Familie auf ihn zu und bittet um ein Lied für das verstorbene Kind. Zur Beerdigung. Da schreibt Meindl „Im Himmel gibt es keine Tränen mehr“. Es ist ein Lied, das von Traurigkeit handelt, aber auch von schönen Erinnerungen an die gemeinsame Zeit. Und von der Gewissheit, dass der liebe Gott sie wieder vereinen wird.

Aktuell legt Meindl seinen Fokus auf das Arrangement der Stücke, denn in den Chören möchte er alle Instrumente, die die Mitglieder spielen, zum Einsatz kommen lassen. So manches Instrument, wie etwa die Trompete, stellt ihn vor eine Herausforderung: Sie ist sehr präsent und laut. Da fügt sich die Querflöte schon leichter ein.

Meindl ist gerne Chorleiter. „Das ist für mich eine Kraftquelle“, beschreibt er. Schließlich herrsche im Chor eine tolle Gemeinschaft. „Die Auftritte, die schweißen einfach zusammen.“ Bis heute ist er nervös und angespannt vor einem Auftritt. „Ich glaube, das gehört einfach dazu.“

Ein ganz besonderer Auftritt steht nächstes Jahr an, im Juni: In Sankt Matthias in Berlin treten die Jakob Singers aus Cham und die Chorgemeinschaft Harrling gemeinsam auf. Damit verbinden sich die zwei Wirkungsorte Meindls auf wunderbare Weise.

Wie viele Lieder Sepp Meindl bereits geschrieben hat, kann er gar nicht sagen. „Ich habe sie nie gezählt.“

FRIEDEN

Frieden, das ist Freiheit,
Frieden, das ist Recht.
Frieden, das ist Liebe,
Frieden, das ist, was ich möcht’!

Frieden, das ist Christus,
Frieden ist noch weit.
Frieden, das ist Hoffnung,
Frieden, das ist Einigkeit.

Frieden in der Familie,
Frieden mit sich selbst,
Frieden mit den Nachbarn und
Frieden mit der ganzen Welt.

Frieden in der Arbeit,
Frieden im Gebet,
Frieden in der Freizeit,
Frieden, der für alle zählt.

Frieden heißt verzeihen,
Frieden heißt tolerier’n,
Frieden, andre Meinungen respektieren und anhör’n.

Frieden für jedermann,
fangen wir mit Frieden an.

(Text und Musik: Sepp Meindl)

Vielen Dank an die Chamer Zeitung für die freundliche Genehmigung zur Veröffentlichung des Zeitungsberichts auf unserer Webseite!