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Die Messe am Ostermontag haben wir wieder live ins Internet übertragen. Vielen Dank fürs Zuschauen! Bitte entschuldigen Sie das Fehlen der letzten Minuten des Gottesdienstes, die Ursache finden wir bestimmt noch.

Zum wunderbaren Geheimnis der heutigen Osternacht mit der Auferstehung unseres Herrn Jesus Christus kam noch ein zweites hinzu. Wir haben heute gelernt, dass bei der Abschaltung der Beleuchtung am Hochaltar auch die danebenliegende Steckdose stromlos wird. Unglücklicherweise war das die Steckdose für unseren Internet-WLAN-Accesspoint. Unser Livestream war damit schneller beendet, als uns lieb war. Wir haben aber trotzdem unser möglichstes getan, um Ihnen doch noch ein Video anzubieten, wenn auch in geringerer Qualität. Vielen Dank fürs Zuschauen. Wir wünschen Ihnen und Ihren Familien noch ein gesegnetes und gesundes Osterfest! Bleiben Sie gesund!

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Der Karfreitag (kommend von „kara“ der „Klage“, „Kummer“, „Trauer“) ist der Freitag vor Ostern. Er folgt auf den Gründonnerstag und geht dem Karsamstag voraus. Christen gedenken an diesem Tag des Leidens und Sterbens Jesu Christi am Kreuz. Der Karfreitag wird auch stiller Freitag oder hoher Freitag genannt.

Auch in der Pfarrkirche St. Jakob stand der Karfreitag im Zeichen der Verehrung des Kreuzes.

Mit der Messe vom Letzten Abendmahl beginnt am Abend des Gründonnerstages die Feier der drei Österlichen Tage („Triduum Sacrum“). So gedachten auch die vielen Gläubigen in unserer Pfarrkirche jenes Mahles, das Jesus mit seinen Jüngern am Vorabend seiner Kreuzigung gehalten hat.

Die Fußwaschung – als Zeichen der dienenden Liebe des Herrn zu den Menschen – trug Zelebrant Stadtpfarrer Dieter Zinecker in seiner Verkündung des Johannes-Evangeliums vor. Und hob in seiner Predigt die elementare Bedeutung dieses Geschehens nochmals hervor: Jesus halte da eine Predigt mit dem, was er durch sein Tun – ohne ein Wort der vorherigen Ankündigung – praktiziere. Nicht er lasse sich die Füße waschen, sondern er selbst vollziehe das an seinen Jüngern – kraft der von ihm gesetzten Ordnung: Er ist in die Welt gekommen nicht um zu herrschen, sondern um den Menschen zu dienen. Diese dürfen darauf vertrauen, dass er immer bei ihnen ist und zu ihnen hält: An jedem Tag, zu jeder Stunde im alltäglichen Leben und vor allem beim Mahlhalten, in der Eucharistie, deren Feier er den Seinen als Ort seiner bleibenden Gegenwart hinterlassen hat.

In diesem Sinne wurde nach der Predigt und den Fürbitten die Gabenbereitung besonders feierlich mit einer Gabenprozession gestaltet: Die Ministranten brachten Brot und Wein zum Altar – unter näherer Erklärung dieses Vorgangs.

Nach der Kommunionfeier des Gründonnerstages folgt nochmals Bewegendes: Nochmals werden alle Glocken geläutet und die Kirchenorgel darf voll erklingen – um anschließend zu verstummen und erst wieder in der Osternacht zu neuem Leben zu erwachen. – Zum Schluss des Gottesdienstes lud Pfarrer Zinecker noch zum weiteren Verweilen in der Kirche ein. „Bleibet hier und wachet mit mir, wachet und betet (…) stimmte Kantorin Eva Berzl dazu an.

Im Bild: Feier des Letzten Abendmahls

Mit einer gefüllten Riesen-Karotte als Osterüberraschung beschenken die Erzieherinnen des Kindergartens St. Jakob ihre Schützlinge, vor allem auch die, die zurzeit daheimbleiben müssen. Beim Basteln hatte das Team um Kindergartenleiterin Andrea Niebauer großartige Hilfe von den Kindern in der Notbetreuung.

Neben den Riesenkarotten haben die Erzieherinnen in den letzten Wochen auch viele andere nützliche und schöne Dinge gebastelt: Brillenetuis, Puppenwindeln oder Schlüsselanhänger, aber auch Kartenhalter oder Badesalze gibt es, die die Eltern in einem kleinen Osterbasar erwerben können. Der Erlös kommt natürlich dem Kindergarten zu Gute.

gebet
Sich wie ein Weizenkorn der Erde überlassen
und verwandelt werden,
wenn der Alltag Enttäuschungen und Schweres mit sich bringt
sich überlassen – sich verwandeln lassen
wenn Katastrophen zur Verzweiflung bringen
sich überlassen – sich verwandeln lassen
wenn wir uns die Frage nach dem Sinn stellen
sich überlassen – sich verwandeln lassen
Mit Christus dem Weizenkorn sterben
und zum Leben verwandelt werden

(Dr. Ursula Schell, in: Aufbruch für die Seele. Der Kalender für die Fasten- und Osterzeit 2021 Vivat/ St. Benno Verlag, Leipzig, 21.3.2021)

Liebe Besucher unserer Homepage, liebe Mitchristen!

In der sperrigsten Zeit für den Glauben stehen wir jetzt: Die Karwoche stellt uns das Ende des Lebens von Jesus vor Augen. Am Ende erfährt er Ablehnung, ja die klare Forderung: Ans Kreuz mit ihm. Am Ende verlassen ihn die treuesten Gefährten, ja sie erklären, nichts mit ihm zu tun zu haben. Am Ende stehen Leid, das Kreuz, der Tod.

Das Leid steht da, wir blicken auf den Gekreuzigten. Was hat das denn für einen Sinn?

Wir verehren nicht das Leid. Wir blicken auf Jesus und auf die Liebe, mit der er diesen Weg gegangen ist. Er ist kein Gescheiterter, er hat nicht die Auseinandersetzung mit den Mächtigen seiner Zeit einfachhin verloren.

Er ist der Bruder der Menschen auch im Leid: Viele schauen auf das Kreuz und spüren Trost: Selbst der Sohn Gottes hat das alles erfahren, es kennen gelernt und am eigenen Leib erfahren. In diesen Stunden, in denen es mir so geht, bin ich nicht allein: Das stumme Kreuz zeigt den, der mit mir fühlen kann.

„Mit Jesus, dem Weizenkorn, sterben und zum Leben verwandelt werden.“ Das steht am Ende dieser Woche, am Ende des Weges durch dunkle Strecken. Er gibt das Ziel an: Das Licht des Ostermorgens, die Hoffnung auf ein neues, verwandeltes und bleibendes Leben.

Diese Woche überlässt uns den tiefen menschlichen Erfahrungen. Überlassen wir uns auch der großen Hoffnung des Glaubens: Am Ende hat nicht der Tod das letzte Wort, sondern Gott, der ein Gott des Lebens ist.

Ihnen einen guten Gang durch diese Tage, durch diese Erfahrungen.
Ihr
Dieter Zinecker, Pfarrer

Der sechste Fastensonntag – der Palmsonntag, birgt zwei Gesichter in sich, wie sie unterschiedlicher kaum sein könnten: Hier der umjubelte Einzug Jesu in Jerusalem, dem wie einem König gehuldigt wird. Dort seine Leidensgeschichte und sein unaufhaltsamer Weg zum Kreuz und in den Tod.

In den Gottesdiensten zum Palmsonntag in unserer Pfarrkirche, zum Teil auch per Livestream übertragen, wurde diesem Geschehen mit Hingabe nachempfunden. „Singt dem König Freudenpsalmen, Völker ebnet seine Bahn …!“ sprachen die zahlreichen Gläubigen, zusammen mit Zelebrant Pfarrer Dieter Zinecker eingangs den bekannten Liedtext. Die Palmzweige – Symbol des Lebens und des Sieges – und die Palmbuschen der Gottesdienstbesucher wurden gesegnet und das Vortragskreuz, ebenfalls mit frischem Grün geschmückt, vor den Altar gebracht. Breiten Raum nahm die ausführliche Verkündung der Leidensgeschichte Jesu ein.

Die Kernbotschaft des Stadtpfarrers in seinen Predigtworten war, im Hinblick darauf, dass der Tod nicht das letzte Wort hat, eine sehr ermutigende: „Jesus hat das Kreuz für die ganze Welt, für uns alle getragen, damit wir erlöst werden, damit wir das Leben haben.“ Einen passenden Ausdruck finde diese Gewissheit in der bekannten Sentenz „Im Kreuz ist Heil, im Kreuz ist Hoffnung, im Kreuz ist Leben.“

Mit dem Schlusssegen und Gesang von Kantorin Eva Berzl endeten die Palmsonntagsgottesdienste, verbunden mit der Einladung an alle Gläubigen zum weiteren Mitfeiern der Heiligen Woche, und insbesondere der Drei Österlichen Tage vom Leiden und Sterben, von der Grabesruhe und von der Auferstehung des Herrn.

Im Bild:
Der Palmsonntag, Auftakt zur Heiligen Woche, wurde in St. Jakob feierlich begangen

Mit dem heutigen Palmsonntag beginnt die Karwoche, bereits in Aussicht auf das Hochfest der Auferstehung des Herrn am Ostersonntag. Den heutigen Gottesdienst zum Palmsonntag haben wir wieder als Livestream-Video übertragen. Vielen Dank für das Zuschauen! Leider haben wir es aufgrund einer technischen Panne nicht geschafft, den Gottesdienst in voller Länge zu übertragen. 🤷‍♂️ Wir bitten dies zu entschuldigen.

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„Und jetzt geh!“ – Weil Gott es will, den Aufbruch wagen:
Unter diesem aufrüttelnden Leitwort, nachempfunden der Aufforderung Gottes an Mose, ist am vergangenen Mittwochabend der Bußgottesdienst zur Fastenzeit in unserer Pfarrkirche gefeiert worden, zelebriert von Stadtpfarrer Dieter Zinecker.

Viel Zeit zum Nachdenken gab es da für die vielen Gläubigen – über sich selbst und über den Auftrag Gottes an jeden einzelnen Menschen, sein Leben auszurichten an christlichen Wertmaßstäben. Meditative Fragestellungen wechselten dabei mit leisen Orgelklängen, die den angemessenen Rahmen setzten.

Die anfangs vorgetragene Lesung aus dem Buch Exodus, der zufolge Gott dem Mose im Feuer und Licht begegnet, um ihn in Dienst zu nehmen für das Heil, das er seinem erwählten Volk schenken will, beleuchtete Gemeindereferentin Michaela Maier in ihren Predigtworten. Und sah in Mose ein Vorbild für den Menschen heute: Der sich, wenn auch nach anfänglichem Zaudern und Zögern dann doch entscheiden kann, nach Gottes Willen zu handeln und auf seinen Wegen zu gehen.

Mit dem Segen von Pfarrer Zinecker endete die beeindruckende Feier.

Im Bild: Stadtpfarrer Dieter Zinecker zelebrierte den Bußgottesdienst, unterstützt von Gemeindereferentin Michaela Maier

Bei den Sonntagsgottesdiensten wurde bekannt gegeben, dass ein neuer Pfarrer für Cham-St. Jakob mit der Expositur Vilzing von der Diözese bestimmt worden ist.

Es ist Pfarrer Walter Hellauer. Er stammt aus Deggendorf, ist 53 Jahre alt und derzeit Pfarrer in Sulzbach-Rosenberg St. Marien. Dazu gehört auch die Annabergkirche mit der Annabergwallfahrt im Juli.

Pfarrer Hellauer hat in München studiert im Priesterseminar für die auswärtigen Priesteramtskandidaten, die nicht der Erzdiözese München-Freising angehören. Seitdem kennen sich Pfr. Zinecker und sein jetzt benannter Nachfolger.