Essen für den guten Zweck – in diesem Falle für das Hilfswerk Misereor  –  das tat jeder, der sich am vergangenen Sonntag am Fastenessen der Pfarrei Cham St. Jakob beteiligte und sich die angebotene Kartoffelsuppe gegen eine kleine Spende schmecken ließ. Mit einem speziellen jüdischen Segensspruch hatte Pfarrer Dieter Zinecker die Mittagsgäste begrüßt (i. Bild), die insbesondere nach dem Familiengottesdienst zahlreich ins Pfarrheim gekommen waren. Und nach einem gemeinsam gesprochenen Tischgebet erwiesen sich die Kolpingjugendlichen wieder einmal als gute Gastgeber und versorgten alle Hungrigen aus dem großen Suppentopf. Auch die zeitgleich angebotenen Waren aus Fairem Handel fanden viele Abnehmer, so dass sich die Jugendlichen über einen ansprechenden  Erlös freuen durften. Zum Abschluss der mittäglichen Stunde zeigte Kaplan Alexander Dyadychenko einen kurzen Filmbeitrag  von Misereor, der eindrucksvoll untermauerte, dass viele Menschen auf den Philippinen (denen die aktuelle Spendenaktion „neu denken – Veränderung wagen“ zugutekommen soll) tagtäglich um ihre Lebensgrundlagen kämpfen müssen.

Im Bild:

Die Kartoffelsuppe der Kolpingjugend fand reichlich Abnehmer

Seit dem 2. Januar sind sie wieder unterwegs auf den Straßen, die zur Chamer Stadtpfarrei gehören: Die als Könige bzw. Sternsinger gekleideten Ministranten von St. Jakob. Aufgeteilt in mehrere Gruppen werden sie an die Haus- und Wohnungstüren klopfen, um den Segen Gottes dorthin zu bringen und mit Gebet und Gesang um Spenden zu bitten. Auf Wunsch werden sie auch den Segensspruch 20*C+M+B+15 (Christus mansionem benedicat = Christus segne dieses Haus) mit Kreide an die Pforten schreiben.

Die diesjährige bundesweite Aktion Dreikönigssingen steht unter dem Motto „Segen bringen, Segen sein für Kinder auf den Philippinen und weltweit!“ und richtet den Blick besonders auf Kinder, die unter Mangel- oder Unterernährung leiden.

Feierlich ausgesandt wurden die Sternsinger am Neujahrstag von Kaplan Alexander Dyadychenko im Rahmen des abendlichen Festgottesdienstes, der vom Kirchenchor ansprechend mitgestaltet wurde (Missa brevis in F von Valentin Rathgeber). Der Geistliche freute sich zunächst über die vielen Mitfeiernden und wünschte allen ein gutes Neues Jahr 2015.

In seinen Predigtworten führte er die Not von Kindern in vielen Ländern der Erde vor Augen. Schon für das Kind in der Krippe seien Weihrauch, Myrrhe und Gold an sich nicht die geeigneten Geschenke gewesen. Vielmehr habe es für seine gesunde Entwicklung eine ausreichende Nahrungsgrundlage benötigt. Genau dies bräuchten auch die notleidenden Kinder auf den Philippinen. Wer ihnen Hilfe gewähre, tue es gleichzeitig für das göttliche Kind, das man in jedem Kind sehen könne. Das Sternsingen sei also nicht nur guter Brauch, sondern ein Dienst an und für Gott im besten Sinne.

Kaplan Dyadychenko bat die Gottesdienstbesucher abschließend nochmals herzlich, die Sternsinger bei ihren Besuchen vor Ort, von Freitag, 2. Januar, bis Sonntag, 4. Januar, wohlwollend aufzunehmen.

Mit einem Gottesdienst am Dienstag, 6. Januar, 10.30 Uhr, soll dann die Rückkehr der Ministranten-Sternsinger gefeiert werden und die wohltätige Aktion hoffentlich mit einem guten Spendenergebnis abgeschlossen werden.

Im Bild: Die Sternsinger von St. Jakob mit Kaplan Alexander Dyadychenko, Diakon Alfred Dobler und Gemeindereferentin Michaela Maier.