Am 1. September trat unser neuer Seelsorger Pfarrer Walter Hellauer seinen Dienst in der Pfarrei St Jakob und der Expositur Vilzing an. Mit der heutigen Abendmesse wollen wir ihn ganz herzlich bei uns in der Pfarrei begrüßen. Den heutigen Gottesdienst haben wir daher auch als Livestream übertragen.

Vielen Dank liebe Zuschauer für die zahlreiche Teilnahme über Video! Und auch vielen Dank an alle Gottesdienstbesucher, die mit uns in der Kirche Gottesdienst gefeiert haben und im Nachgang auch bei einem kleinen Stehempfang die Gelegenheit für ein erstes Kennenlernen genutzt haben.

Die Begrüßung in der Expositur St. Laurentius findet eine Woche später am Samstag, den 18. September ebenfalls im Anschluss an die Abendmesse statt. Alle Gläubigen sind dazu herzlich eingeladen.

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Am 1. September tritt unser neuer Seelsorger Pfarrer Walter Hellauer seinen Dienst in der Pfarrei St Jakob und der Expositur Vilzing an. Wir begrüßen ihn ganz herzlich und wünschen ihm einen guten Start und eine gute Zeit der Eingewöhnung.

Offiziell begrüßen wollen wir ihn in St. Jakob am Samstag 11.09. im Anschluss an die Abendmesse mit einem kleinen Stehempfang im Hof des Pfarrhauses (sofern es die Umstände erlauben).

Die Begrüßung in der Expositur St. Laurentius findet eine Woche später am Samstag 18.09. ebenfalls im Anschluss an die Abendmesse statt.

Alle Gläubigen sind dazu herzlich eingeladen.

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Mittlerweile schon zum vierten Mal ist Pater Kiran vom Jesuitenkolleg in Innsbruck als Urlaubsvertretung in unsere Pfarrei gekommen, um drei Wochen lang, von Ende Juli bis Mitte August, alle seelsorgerlichen Dienste zu übernehmen.

Die letzten Sonntagsgottesdienste feierte er bereits am vergangenen Wochenende. Dabei lauschten die zahlreich erschienen Gläubigen – nicht zum ersten Mal – auch diesmal wie gebannt seiner Predigt, mit der er seine Zuhörer in bemerkenswerter Weise an seinen ganz persönlichen Lebens- und Glaubenserfahrungen teilhaben ließ.

Ausgangspunkt dabei: Der Bericht der Lesung aus dem ersten Buch der Könige, in dem der biblische Prophet Elija (lebens-)müde, erschöpft und verzweifelt sein Leben an Gott zurückgeben und sterben möchte – bis ihn Gott in Gestalt eines Engels aus aller Not rettet.

„Haben Sie einmal im Leben alles mit vollem Einsatz riskiert und eine Niederlage erlebt? Waren Sie am Boden zerstört? Ich kenne solche Situationen. Ich wollte unbedingt Jesuit werden. Mit fünfzehn Jahren habe ich mich dafür fest entschieden und meine Familie verlassen. Ich habe alles auf eine Karte gesetzt. Fünfzehn Jahre lang habe ich eine intensive jesuitische Ausbildung gemacht. Nach fünfzehn Jahren, kurz vor meiner Priesterweihe, habe ich plötzlich Zweifel bekommen und ich war mir unsicher, ob mein Weg der richtige ist. Nach fünfzehn Jahren spürte ich, dass ich nicht dazu bestimmt bin, Priester zu sein. Ich wollte aufhören und austreten. Es war in meinem Leben „die Stunde der größten Verzweiflung“. –Und wir? Kennen wir nicht alle ähnliche Stunden (…)“.

Auf überaus spannende Weise schilderte Pater Kiran dieses Geschehen. Er stellte dar, wie Elija in dieser Situation Gott als behutsam sorgenden, rettenden Engel erfährt und erzählte den beeindruckten Anwesenden – wie eben beschrieben – von seiner persönlichen Gottes-Erfahrung: Sein „rettender Engel“ sei in Person eines Jesuiten-Mitbruders zu ihm gekommen, habe ihn neu ermutigt, für ihn gebetet und ihn so aus beinahe hoffnungsloser Lage befreit.

Diese rettende Kraft gelte im Übrigen allen Menschen:
„Gott bewahrt nicht vor allem Leid, aber in allem Leid. Gott hilft uns nicht am Leid vorbei, aber er hilft uns hindurch. Gott ist da. Er lässt uns nicht im Stich, wenn wir ihm vertrauen.“

Der Prediger ging noch einen wichtigen Schritt weiter: „Wir dürfen auch selbst ein rettender Engel sein. Wo sind die Menschen, denen ich durch meine Nähe die Nähe Gottes erfahrbar machen könnte. Es braucht oft gar nicht viel. Manchmal genügt schon ein freundlicher Gruß, ein Telefonanruf, ein kurzer Besuch, ein geduldiges Zuhören, die Hand der Versöhnung, ein Lächeln. Alltägliche Gaben, kleine Zeichen, wie das Brot in der Wüste (…) Wir erreichen das Ziel unseres Lebens nur, wenn Zeichen der Freundschaft und Liebe unser Leben begleiten.“

Nach dieser beeindruckenden Predigt feierte man miteinander Eucharistie. Hermann Seitz an der Orgel bereicherte, zusammen mit Kantorin Petra Beutner den Vormittags-Gottesdienst, der auch per Live-Stream mitgefeiert werden konnte, in musikalischer Hinsicht.

Im Bild:
Pater Kiran aus Innsbruck freute sich, mit der Pfarrgemeinde von St. Jakob Gottesdienst zu feiern

Die heutige Messfeier haben wir abermals per Livestream übertragen. Musikalisch gestaltet wurde die heutige Messfeier von der Sängerin Petra Beutner, begleitet von Hermann Seitz an der Orgel.

Vielen Dank liebe Zuschauer für das zahlreiche Mitfeiern!

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Meine Zeit als Pfarrer in Cham – St. Jakob und der Expositur St. Laurentius in Vilzing geht zu Ende. Viele haben Vorbereitungen getroffen für meine Verabschiedung, sie haben den Rahmen geschaffen in der Liturgie und im Hof des Pfarrhauses, die Mitfeiernden empfangen und bewirtet, die Kolpingmusik hat alle gut unterhalten: Es war eine Freude, wieder einmal die lange vermissten mitreißenden Instrumentalstücke zu hören; das Gleiche gilt für den Cäcilienverein, verstärkt mit den Bläsern, bei den Messen.

Danke möchte ich sagen allen, die mich in den vergangenen 16 Jahren bei meinen Aufgaben unterstützt haben. Dazu gehören natürlich alle, die in den kirchlichen Gremien, den Vereinen und den Gruppierungen engagiert waren und vertrauensvoll mit mir zusammengearbeitet haben: Die Mitglieder des PGR und der Kirchenverwaltungen mit den Kirchenpflegern/In. Ausdrücklich nennen möchte ich dabei Frau Martina Altmann, die in verschiedenen Bereichen für die Pfarrei umfangreich tätig ist. Darüber hinaus gab es ein gutes Miteinander mit den Schulen, den Vertretern des öffentlichen Lebens, der Behörden und Einrichtungen in der Stadt und dem Landkreis, anfügen möchte ich dabei auch den Kreiscaritasverband, die Tafel und P. Schwemmer von der Marian. Männerkongregation. Das ökumenische Miteinander mit der evangelischen Gemeinde und mit Dekan Kotschenreuther war mit immer besonders wichtig. Gerne erinnere ich mich auch an P. Meyer vom Kloster, der ganz selbstverständlich den Kontakt mit St. Jakob gepflegt hat.

Hervorheben möchte ich unseren Vikar P. Jim: Er setzt seine Zeit und Kraft für die Pfarrei ein, ist da, wenn er gebraucht wird, unter ihm hat die Ministrantenarbeit wieder einen Aufschwung erhalten: Dass sie bei den Gottesdiensten wieder zuverlässig da sind, ist seinem Wirken zu verdanken. Ebenso unterstützen mich die Ruhestandspriester Pfr. Amberger und Pfr. Heitzer, der aber aus gesundheitlichen Gründen jetzt nicht mehr zur Verfügung stehen kann.

Unsere Gemeindereferentin Frau Michaela Maier ist mir eine besondere Stütze gewesen: Was sie anpackt ist klar, strukturiert und inhaltlich ansprechend. Es war mir eine Freude, zu sehen, wie sie in der Gemeinde mit den verschiedenen Gruppen vernetzt ist und das Vertrauen genießt. Ich werde sie sehr vermissen.

Ein wichtiger Aufgabenbereich ist die Verwaltung: Frau Pregler hat hier in hervorragender Weise alle anfallenden Aufgaben übernommen und mir zugearbeitet. Damit hat sie mich entlastet und für andere Bereiche Freiräume ermöglicht. Ich konnte mich immer auf sie verlassen. Das gilt natürlich auch für Ihre Vorgängerin Frau Meyer, die ja die längere Zeit hier im Büro gearbeitet hat.

Für die Feier der Liturgie, die Gottesdienste und das Umfeld der Kirche, des Pfarrheims und des Pfarrhofs ist die Mesnerin Frau Schardt verantwortlich: Sie hat sich gut eingearbeitet, schon viele Verantwortungsträger kennen gelernt und zeigt gerade vor Festtagen, was ihr ihre Tätigkeit bedeutet. Unvergessen ist natürlich auch Herr Sebald mit seiner Frau, der ja eine Chamer Institution ist. Auch die Mesnerinnen in Vilzing, Frau Nicklas und Frau Brunner, wirken sehr umsichtig.

Danke für alle Grüße, ehrenden Worte und gestaltete Karten, die mir übergeben worden sind: Danke auch allen, die mir Geschenke übergeben haben oder sich am Messgewand, der Laurentius-Stola oder dem Grill beteiligt haben.

Noch so Viele könnte man nennen: Eine Pfarrei, eine Expositur ist ein großes Netzwerk: Alle Punkte sind wichtig, alle Bereiche gehören zum großen Ganzen, jeder Mosaikstein ist ein Teil des Gesamtbildes.

Danke allen für Alles!
Alles Gute für die Zukunft!

Deus aia nos y Santiago: Gott steh uns bei – und St. Jakob!

Ihr Pfarrer
Dieter Zinecker

„Pilger bin ich, unterwegs bin ich als Mensch mein ganzes Leben: Es ist nicht die ständige Wiederholung des immer Gleichen: Leben ist Wandel (…).“ Stadtpfarrer Dieter Zinecker hatte mit dieser Ausführung in seiner Predigt – passend zum Patroziniumsfest – zunächst den Patron der Pfarrkirche, den Pilgerapostel St. Jakobus im Blick, gleichzeitig aber natürlich seine gesamte bisherige Pfarrgemeinde und im Besonderen sich selbst. Am Sonntag feierte er seinen letzten Gottesdienst in St. Jakob (Corona- bedingt in zweifacher Ausführung und auch im Livestream), nachdem er bereits am vergangenen Sonntag in der Expositur Vilzing und während der Woche für das öffentliche Leben in Cham mit viel Wehmut und großer Herzlichkeit verabschiedet worden war.

Bewegende, wunderbar festliche Gottesdienste waren es, nicht zuletzt dank der hervorragenden kirchenmusikalischen Gestaltung unter der Gesamtleitung von Eva Berzl, die zusammen mit ihren Sängern und Musikern nochmals alle Mühe und alles Herzblut in Vorbereitung und Ausführung investiert hatte. Bewegend und berührend aber zugleich die auch äußerlich erkennbaren Emotionen und Gefühlsregungen der vielen Mitfeiernden (das Gotteshaus war jeweils (unter Corona-Bedingungen) voll besetzt), die eindrucksvoll demonstrierten, wie eng verbunden man sich fühlt – und wie schwer der Abschied allseits fällt. Quasi als Brückenbauer, von der Abschieds-Traurigkeit zum positiven Nachvorneschauen erwies sich da der Bezug in der Predigt Zineckers auf den Pilgerpatron: „Buen camino – einen guten Pilgerweg: Das ist in heutiger Zeit der verbreitete Gruß. Das alte Wort sagt mehr aus: Ultreia: ultra – mehr; eia – weiter: Lasst uns weitergehen, vorwärtsgehen: Das Ziel kann ich nicht erreichen, wenn ich bleibe, wo ich bin; es muss vorangehen mit mir: Ich lebe in die Zukunft hinein in mein Morgen und Übermorgen. Dieser Gedanke gilt für alle Menschen, für den, der an seinem Ort bleibt und für den, der geht und sich räumlich verändert.“ Zum Glück nicht alleine sei man aber auf dem Pilgerweg des Lebens: „Dass Gott uns beisteht, das ist unsere glaubende Überzeugung: Die Heiligen sind uns Vorbilder und Fürsprecher: Gottes Nähe, Gottes Kraft erfahren wir, wenn wir Eucharistie feiern (…) auch heute: An diesem besonderen Tag.“

Zum Ende beider Gottesdienste richtete jeweils ein Vertreter der Pfarrei (Dr. Richard Straube bzw. Gemeindereferentin Michaela Maier) herzliche Worte des Dankes an den scheidenden Stadtpfarrer, die deutlich machten, wie gerne und harmonisch man zusammengearbeitet und welch große Sympathien und Wertschätzung sich Zinecker als Hirte seiner Pfarrei erworben hat; und gleichzeitig aufzeigten, welch große Maßstäbe letzterer – insbesondere in Seelsorge, Liturgie und Predigt – gesetzt hat und welch umfangreiches Pensum er die letzten 16 Jahre geleistet und bewältigt hat. Für die neue Aufgabe in Alburg und Feldkirchen wurden ihm beste Glück- und Segenswünsche zugesprochen und als Abschiedsgeschenk – viele Pfarrangehörige hatten zusammengelegt – ein neues Messgewand überreicht, zur Verwendung bei Gottesdiensten in seiner neuen Pfarrei – in guter Erinnerung an St. Jakob!

Tief bewegt nahm Zinecker den Dank, Geschenk und alle guten Wünsche entgegen und sagte seinerseits von Herzen Dankeschön für all das Gute, das er in Cham erfahren durfte, für alle, die dafür ihre Fähigkeiten, Kraft, Mühe und Zeit aufgewendet haben.

Ein großes Dankeschön und herzliches Vergeltsgott im Namen der ganzen Pfarrei, äußerlich in Form eines prächtigen Blumenstraußes, ging auch an Eva Berzl für all ihre kirchenmusikalischen Dienste, ob als Organistin oder Kantorin, auf E-Piano oder Querflöte, als Chorleiterin und für viele sonstige Belange der Pfarrei (über ihre Arbeit als Pfarrhaushälterin hinaus) – alles stets kompetent, unkompliziert und zuverlässig.

Nach beiden Gottesdiensten war auf dem Pfarrhaus-Gelände (auf Einladung des Pfarrgemeinderates) dann die willkommene Gelegenheit für alle Pfarrangehörigen, Freunde und Bekannte zum persönlichen Abschiednehmen, die reichlich genutzt wurde. Denn Viele suchten nochmals das Gespräch mit dem Geistlichen, um ihm ihren persönlichen Dank und gute Wünsche auszusprechen. Im Anschluss an den 10.30 Uhr-Festgottesdienst sorgte ein großes Aufgebot der Kolpingmusik auf dem Kirchplatz mit mehreren Ständchen für eine gelungene Überraschung; später durfte auch der Pfarrer selbst den Taktstock schwingen.

So blieb bei allem Abschiedsschmerz auch Raum für Heiterkeit und ein schönes, unvergessliches Beisammensein. „Buen camino!“

Zum heutigen Patrozinium im Jakobusjahr mussten wir auch unserem Pfarrer Dieter Zinecker an seine neue Pfarrei verabschieden. Den feierlichen Gottesdienst haben wir per Livestream übertragen.

Vielen Dank liebe Zuschauer für das wirklich zahlreiche Mitfeiern! Und Dir lieber Dieter: Alles Gute und Gottes Segen an Deinem neuen Wirkungsort! Buen Camino!

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„Gottesdienst zur Verabschiedung von Pfarrer Dieter Zinecker für die Vertreter der Schulen, der kirchlichen Einrichtungen des Dekanates und des öffentlichen Lebens – mit anschließender Begegnung“: So lautete ganz sachlich die Überschrift über dem vergangenen Mittwochabend – an dem naturgemäß auch Einiges an Wehmut mitschwang. Denn mit dem Chamer Stadtpfarrer verabschiedete sich nach 16 Jahren ein Priester, Seelsorger und Mensch aus der Kreisstadt, der verdienstvoll gewirkt hat, seiner Pfarrei ein unverwechselbares Gesicht verliehen hat und sich hoher Achtung und Wertschätzung erfreut: Als glaubwürdiger Verkünder des Wortes Gottes und gleichzeitig als gefragter Ansprech- und Gesprächspartner im öffentlichen Leben vor Ort.

Im Mittelpunkt standen indes auch die Freude, in Gemeinschaft miteinander nochmals Gottesdienst feiern und schöne Momente erleben zu dürfen, sowie der von Herzen kommende Dank derer, die sich in der Stadtpfarrkirche eingefunden hatten: Geistlichkeit, Vertreter aus Politik, Schulen, Kindergärten, Verbänden, Vereinen, von Banken, Polizei und Rotem Kreuz.

Den Anfang machte eingangs des Gottesdienstes gleich der Hauptbetroffene selbst und sagte seinerseits Vergeltsgott für alle Unterstützung und alles Wohlwollen während seines Dienstes als Pfarrer in Cham: „Wo Menschen sich mit ihrer Zeit, ihrer Kraft und ihren Talenten einbringen in die Kirche vor Ort, dort wird Gottes Reich erfahrbar, da lebt die Gemeinde Christi.“

In seiner Predigt beleuchtete er die Bedeutung von „Religion“ für den Menschen von heute und definierte sie im Sinne von Johann B. Metz als „Unterbrechung“: Unterbrechung des Alltags und Reflektieren auf sich selbst – das eigene Denken und Handeln am Beispiel Jesu ausrichten. „Liebe Mitchristen, liebe Verantwortungsträger (…), das glaube ich, ist für uns Menschen entscheidend: Dass wir uns die Unterbrechung durch die Religion leisten, dass wir sie uns nicht nehmen lassen, dass wir nicht vergessen, nachzudenken und innezuhalten: Was ist meine Aufgabe? Als Saat Christi auf guten Boden zu fallen, aufzugehen, zu reifen und Frucht zu bringen.“

Die Grußworte an Pfarrer und Gemeinde zum Ende der Feier drückten allesamt großen Dank und Wertschätzung aus – sie ließen keinen Zweifel daran, dass da einer Überzeugungsarbeit geleistet und eine wertvolle Botschaft für die Menschen hat.

Landrat und Bezirkstagspräsident Franz Löffler zeigte sich überzeugt, dass in einer modernen Gesellschaft nicht nur der Staat eine bedeutende Rolle spielt, sondern auch die Kirche. Sein vielfacher Dank an Pfarrer Zinecker spannte den Bogen weit, von dessen wichtiger Rolle als Bauherr und (Verwaltungs-) Leiter der Pfarrei, bis hin zum Priester und Seelsorger, Verantwortlichen für Kindergärten und weiterer Einrichtungen, und vieles andere mehr. Dekan Walter Kotschenreuther machte deutlich, dass das Wort von der „versöhnten Verschiedenheit“ und die ökumenische Verbundenheit in den vergangenen 16 Jahren in Cham nicht zuletzt dank dem Zutun Zineckers wahrhaft mit Leben erfüllt worden seien. Bürgermeister Martin Stoiber wusste ebenfalls das verdienstvolle Wirken zu würdigen und betonnte, welch tiefe Spuren der scheidende Stadtpfarrer in Cham gelegt habe. Als „Grußwortredner für den Part des gesellschaftlichen Lebens“ verstand sich Chams Volksfestpräsident Sepp Altmann, der in launigen Worten für alle Verbundenheit dankte und mit der Verleihung „Ehrengast des Volksfestvereins auf Lebenszeit“ auf bleibende Verbindung auch für die Zukunft hoffte.

Nach dem Gottesdienst war bei einer Stunde der Begegnung auf dem Freigelände des Pfarrhauses noch viel Zeit zum persönlichen Danke sagen und Abschiednehmen wie auch zum regen Gedankenaustausch. Hiervon wurde dann auch reichlich Gebrauch gemacht.

Bilder: „Impressionen vom Mittwochabend“

Abschied nehmen hieß es am Sonntag in der St. Laurentius Kirche in Vilzing. Herr Stadtpfarrer Dieter Zinecker feierte seinen letzten Gottesdienst in der Expositur, da er in Kürze seinen Dienst in St. Jakob beendet und ab September Pfarrer in der Pfarreien-Gemeinschaft Alburg – Feldkirchen sein wird. Zahlreiche Gläubige aus der Gemeinde und sämtliche Vorstände oder Vertreter aller Vilzinger Vereine nahmen am Gottesdienst teil.

„Wir sind heute hier zusammengekommen, um Abschied zu nehmen und Danke zu sagen für 16 Jahre segensreiches Wirken in unserer Expositur“, begann Kirchenpfleger Herr Christoph Zistler die Verabschiedung. „Sie begleiteten unsere Expositurgemeinde über alle Lebensphasen hinweg. Im kirchlichen Jahreskreis feierten wir gemeinsam die Sonn- und Festtage und wurden durch ihre Predigten immer wieder zum Nachdenken angeregt. Ein ganz besonderer Höhepunkt für uns alle war die Altarweihe in der Expositur Kirche am 25. April 2010 durch Weihbischof Pappenberger. In diesem Zusammenhang seien auch die Baumaßnahmen genannt, welche in den letzten 16 Jahren ausgeführt oder angestoßen wurden: Außenrenovierung der Kirche, Friedhofswege Gestaltung, Innenrenovierung der Kirche mit Altarraum Neugestaltung und Weihe des neuen Volksaltars, Abriss des alten Pfarrhofs und Verkehrssicherung der Bring- und Holdienste der Kinder durch Errichtung eines abgetrennten Parkplatzes und sonstige laufend anfallende Unterhaltsmaßnahmen.

Nicht zu vergessen ist auch das gesellschaftliche Leben in der Expositur mit den Vereinsfesten und – Jubiläen, Geburtstagen und sonstigen Veranstaltungen, bei denen Sie sich immer gerne beteiligt haben und damit ihre Verbundenheit mit den Expositurangehörigen zum Ausdruck brachten. Dementsprechend haben sich heute auch alle Vereinsvertreter eingefunden.

Genauso pflegten sie mit allen ehrenamtlichen Engagierten, insbesondere den Mesnerinnen, den Ministranten, den Lektoren, der Kommunionhelferin den Mitgliedern der Gremien, den Organistinnen und Kantoren sowie den Sängerinnen der beiden Chöre ein harmonisches und vertrauensvolles Miteinander. Auch unser Kindergarten war Ihnen sehr wichtig und die Zusammenarbeit mit den Mitarbeiterinnen war stets kooperativ zum Wohle der Kinder“, so Zistler.

Im Anschluss überreichte Kirchenpfleger Christoph Zistler ein gemeinsames Abschiedsgeschenk aller Expositurangehörigen. Eine Stola mit dem heiligen Laurentius und ein Fotobuch. „Damit sie uns nicht so schnell vergessen“, beendete Zistler seine Dankesrede.

Tief berührt über die herzlichen Worte und Geschenke, bedankte sich Stadtpfarrer Zinecker im Gegenzug von allen Beteiligten. Er betonte die gute Zusammenarbeit und das gute Miteinander der gesamten Expositurgemeinde. Ohne die Unterstützung der weltlichen Vereine, so Zinecker, wären viele kirchliche Veranstaltungen nicht möglich oder durchführbar. Ein besonderer Dank hierfür.

Nach dem Gottesdienst lud die Kirchenverwaltung und der Pfarrgemeinderat der Expositur alle Kirchenbesucher, selbstverständlich coronakonform, zu einem kleinen Umtrunk ein. Dieser Einladung folgten alle Gläubigen um noch einmal Zeit mit Pfarrer Zinecker zu verbringen, aber auch, um sich persönlich zu verabschieden.

Die Messe wurde von Kathrin und Ferdinand Weber musikalisch mitgestaltet.

Das Festgeläut am Samstagvormittag, dazu ein blumen- und girlandengeschmücktes Umfeld vor unserer Pfarrkirche kündeten bereits die besondere Feierlichkeit an, die hier – in zwei aufeinander folgenden Gottesdiensten – stattfinden sollte:

71 junge Christen aus St. Jakob, Vilzing St. Laurentius und von St. Gunther waren, zusammen mit ihren Paten, in froher Erwartung gekommen, um das heilige Sakrament der Firmung zu empfangen. Darüber freute sich auch Stadtpfarrer Dieter Zinecker und begrüßte als Firmspender den Regensburger Weihbischof Reinhard Pappenberger, dazu als Mitzelebranten Pfarrvikar Pater Jim und Gemeindereferentin Michaela Maier.

Der Würdenträger aus der Domstadt erwiderte die freundliche Begrüßung auf seine Art und betonte: „Ich freue mich euch zu sehen“: Mit diesem Willkommensgruß, der beim Empfang des ersten Sakraments – des Taufsakraments – dem Täufling entgegengebracht werde, beginne das Christenleben und werde „Freude“ zugesagt, machte der Weihbischof in seiner Predigt im ersten Gottesdienst deutlich. Diese schon geraume Zeit zurückliegende Taufe gelte es nun stark zu machen durch die Spendung der Firmung, durch die Salbung mit Chrisam. „Ihr seid besonders – und Ihr sollt etwas Besonderes tun in eurem Leben!“ In seiner Predigt im zweiten Gottesdienst widmete sich Pappenberger dann intensiv dem Apostel Jakobus – unter Verweis auf dem Namenspatron der hiesigen Pfarrkirche und das diesjährige „Heilige Jakobusjahr“ (zu feiern in jedem Jahr, in dem der 25. Juli auf einen Sonntag fällt). Jakobus sei Jesus sehr nahegestanden und habe viel mit ihm erlebt, sei es die Feier des Letzten Abendmahls oder auch die Auferweckung der toten Tochter des Jairus durch Jesus mit den schlichten Worten „Talita kum“ („Mädchen, ich sage Dir: Steh auf!“). Aus all diesen Erlebnissen sei ein enges Vertrauensverhältnis Jesu zu Jakobus entstanden. Der Weihbischof schlug die Brücke zu den Firmanden: „Traut Jesus alles zu, und er wird euch nicht enttäuschen!“

Auf die jeweilige Predigt folgte das besondere Ritual der Firmung: Die Jugendlichen sprachen ihr Taufbekenntnis, und die speziellen Gaben des Heiligen Geistes (Weisheit, Erkenntnis, Einsicht, Rat, Stärke, Frömmigkeit und Gottesfurcht) wurden vom Weihbischof auf sie herabgerufen. Anschließend durfte nacheinander jeder Einzelne, gemeinsam mit seinem Paten, an die Altarstufen treten: „Sei besiegelt durch die Gabe Gottes, den Heiligen Geist“ sprach der Firmspender, legte dem Betreffenden andeutungsweise die Hände auf und zeichnete ihm mit geweihtem Chrisamöl, wiederum andeutungsweise, ein Kreuz auf die Stirn. Feiner, inhaltsstarker Gesang von Eva Berzl gab dem feierlichen Akt ein wunderbares Gepräge: „Ich will Feuer und Flamme für dich sein, ich will Zeugnis geben von dir …“ Auch alle weiteren musikalischen Beiträge des Duos Evi Schneider (Querflöte) und Eva Berzl (Orgel und Gesang) zur Liturgie trieben das Stimmungsbarometer „spielerisch“ in die Höhe.

Im Rahmen einer kleinen Gabenprozession brachten die Neugefirmten sodann ihr Diaspora-Opfer, sowie Brot und Wein zum Altar, die Eucharistiefeier folgte.

Am Ende beider Gottesdienste richtete sich der herzliche Dank von Pfarrer Zinecker an die vielen hilfreichen Personen im Zuge der Vorbereitung und Durchführung der Firmung, insbesondere an den Weihbischof, an die Firmpaten und an Gemeindereferentin Michaela Maier; ebenso für die musikalische Umrahmung und für die Dienste von Mesnerin Sabine Schardt. Die Firmlinge selbst sagten ebenfalls ein Vergelts Gott an den Firmspender und überreichten ihm ein Präsent spezieller Chamer Prägung. Mit dem Segen des Weihbischofs endete das festliche Geschehen.

Im Bild:

– Die Firmlinge des 9 Uhr- Gottesdienstes (Bild 1):
Isabel Bucher, Jonas Kagerbauer, Nadja Przysiek, Nepomuk Salzberger, Patrick Ochsenmeier, Fabian Fuchs, Felix Maier, Jonas Fuchs, Linda Rosalie Schmuderer, Lena Alt, Mona Weiß, Johannes Holzinger, Nicolas Haberl, Maximilian Feldbauer, Vladimir Vlasov, Annalena Lang, Philipp Meyer, Tanja Stelzer, Leo Zollner, Emil Mißlinger, Cornel Walenta, Maximilian Altmann, Leon Schnabl, Felix Schwarzfischer, Lena Schwarzfischer, Stella Wilder, und die Firmlinge von St. Gunther ( – eig. Bild! -)

– Die Firmlinge des 11 Uhr- Gottesdienstes (Bild 2):
Pia Walther, Julian Schedlbauer, Lena Schedlbauer, Yannik Zimmermann, Simon von der Lippe, Sarah Kühne, Rafael Ebert, Emely Heigl, Hannes Auer, Lucas Dengler, Jonathan Hausladen, Johannes Janosch, Maximilian Stoiber, Julian Lankes, Simeon Schierer, Anna Stelzer, Simon Zellner, Thomas Wägner, Johanna Nagler, Lea-Maria Früchtl, Lisa Simeth, Kacper Szcepanski, Katharina Leiß, Karl Plötz, Mila Siebenhandl, Johannes Pongratz, Bartosz Antonczak, Natalia Bruhn, Kilian Haselsteiner, Sebastian Haselsteiner, Magdalena Kral, Fanni Schönberger, Maximilian Schierer, Filip Szcepanski, Jonas Trankon und Thomas Weindich

– Weihbischof Reinhard Pappenberger aus Regensburg am Altar von St. Jakob, zusammen mit Stadtpfarrer Dieter Zinecker und Pfarrvikar Pater Jim

– Pfarrer, Pfarrvikar und Gemeindereferentin freuten sich über die gelungene Firmung

– Eva Berzl und Evi Schneider sorgten für die musikalische Umrahmung